Hallo Andrea, gerne reise ich auch mit Euch und hoffe, im Auto ist noch etwas Platz. Ich mag Deinen Bericht, finde es klasse, dass Du mit Deinem Junior dies alles erleben darfst. Ich hätte sonst was dafür gegeben, damals meiner Tochter Afrika zeigen zu können, verschiedene Umstände haben das leider nicht erlaubt. Und so mussten wir über 20 Jahre warten. Umso mehr genießen wir jetzt unsere jährliche Afrika-Tour. Ich freue mich auf die Fortsetzung und warte schon gespannt Liebe Grüße von der Petra 🙂
Lieber Sascha... oder liebe Sascha? Ich kenne den Namen für beide Geschlechter, sorry!
Vielen Dank für deine herzlichen Zeilen! Wir haben die Reise sehr genossen, und ich bin sicher, dass viele tolle Erinnerungen auch bei Junior bleiben werden.
Vorher waren wir immer wieder in Europa unterwegs, mit einem selbst umgebauten Wohnmobil. Das war auch toll, und entdecken kann man überall vieles. Namibia war aber schon etwas ganz Besonderes, einfach durch die Kultur(en), Tiere und Natur.
Vielen Dank für deine lieben Zeilen. Ja, es ist etwas ganz Besonderes und Wertvolles, wenn man mit seinen Liebsten auf Reisen gehen kann. Ich habe noch zwei erwachsene Töchter, und mit ihnen waren nur "kleinere" Reisen möglich. Aber auch diese haben wir genossen und freuen uns über die Erinnerungen daran.
Das ist schön, wenn du jetzt auf Reisen gehen und Afrika entdecken kannst! Es gibt so viel Wunderbares, Spannendes, Abenteuerliches,.... zu entdecken.
Das Packen ging zügig, und wir machten uns auf eine gemütliche Tour in Richtung Okaukujeo. Auf den Wegen sahen wir Giraffen, Springböcke, Zebras, Gnus, Strausse, Perlhühner und Schakale. Bei Rietfontein (ich bin nicht mehr ganz sicher) sah ich aus der Ferne mehrere Autos versetzt zum Wasserloch stehen. Das konnte doch nur bedeuten……… tatsächlich, hier lag ein Löwenpärchen satt und träge im Gras.
Auf dem Camp in Okaukujeo bauten wir unser Zelt auf. Vorsorglich blies ich nun auch die Schlafmatten auf, damit wir ein bisschen bequemer liegen konnten. Leider war unser Platz neben dem Sanitärgebäude, und alle Leute latschten direkt vor unserer Nase vorbei. Meine südafrikanische Nachbarin beklagte sich lautstark beim Platzaufseher, jedoch ohne Erfolg.
Auf unserer Tour entdeckten wir wieder viele Tiere, besonders sehr grosse Herden Gnus.
Bereits zu Hause war ich fasziniert vom Wasserloch bei Okaukujeo – dies hatte ich über die Webcam bewundert! Hier war Betrieb wie in den Sommerferien am Flughafen: Ein Kommen und Gehen! Da hätte ich Stunden verbringen können, und Junior turnte jeweils bis zu einer Stunde zufrieden und leise auf der Beobachtungstribüne herum.
Am Abend konnten wir ein eindrückliches Schauspiel bewundern: Am Wasserloch tauchten mehrere Elefanten auf. Zwei davon streichelten sich gegenseitig mit den Rüsseln und gaben sich schliesslich, wiederum gegenseitig, Wasser zu trinken. Dann schlangen sie ihre beiden Rüssel um sich. Einige Tage später, auf der Etusislodge, wurde mir erklärt, dies sei so quasi Armdrücken für junge Elefantenbullen, also ein sanftes Kräftemessen. Leider konnte ich nur schlechte Handyfotos machen…
Im Dunkeln liefen wir übermütig zu unserem Dachzelt zurück, es war bereits ziemlich kühl geworden. Wege waren nicht beleuchtet und schlecht erkennbar, und wir liefen über grosse Steine. Plötzlich schrie Junior auf – etwas hätte ihn in den Fuss gestochen! Ich trug ihn, bis wir ein bisschen Licht hatten, und besah mir den Fuss. An der Fusssohle war ein kleines Löchlein, das ziemlich blutete. Die Sandale war jedoch leer, weder Dornen noch Steinchen noch Skorpione noch andere Monster waren zu entdecken.
Von da an weigerte sich mein Sohnemann, diese Sandalen anzuziehen. Es steche, meinte er. Viele Male öffnete ich alle Klettverschlüsse und untersuchte den Schuh komplett. Nichts! Ich dachte, er hätte wohl einfach Angst.
Zuhause schaute ich nach einer erneuten Weigerung noch einmal nach. Nichts… Doch halt, wenn ich aufs Fussbett drückte, war da etwas! Und tatsächlich: Ein dickes Stück Dorn hatte sich durch die stabile Sohle (es ist eine Art Trekkingsandale) durchgebohrt und ist abgebrochen. Erst mit Druck wurde sie spürbar. Ich musste eine Zange nehmen, um den etwa 4 mm dicken Dorn herauszuziehen….
Neben schönen Erinnerungen nahmen wir also auch lehrreiche von unserer Reise mit.... 😉
Flash20101'425 Beiträge · seit 201516. Aug. 2022 · #26
Hallo Andrea,
ich lese auch begeistert mit und weißt du was? Diese Sichtung haben wir uns geteilt 😉 Die beiden lagen nicht nur träge da, sie waren in Honeymoon-Stimmung. Wir standen ebenfalls an diesem Morgen dort 🙂
Unterwegsmitjunior schrieb:22.6. Das konnte doch nur bedeuten……… tatsächlich, hier lag ein Löwenpärchen satt und träge im Gras.
Wir hatten sogar eine gemeinsame Lodge, die Omandumba 😄
Herzliche Grüsse Andrea
Waldelfe34 Beiträge · seit 202117. Aug. 2022 · #30
Ich quetsch mich auch noch dazu 😉
Finde es toll, dass Du solche Reisen mit Deinem Sonn machst. Da wird er bestimmt noch den Enkeln von erzählen 😉 Bin gespannt, wie es weiter geht.
Liebe Grüße Conny
Afrikareisen: Südafrika (2015), Tansania mit Sansibar (2017), Seychellen (2018), Uganda und Ruanda (2018), Kenia (2019) --- to come: Namibia 2022, Patagonien (Plan 2023)
Andere u.a.: Indonesien, Taiwan, Laos, Kambodscha, Ecuador & Galapagos, Costa Rica, Kuba, Guatemala, Mexiko, Honduras, Norwegen, Kanada, Brasilien (Pantanal), Ostgrönland, Madeira
Superfanti806 Beiträge · seit 201717. Aug. 2022 · #31
Hallo Andrea. Schöner Bericht... Mutig, das alleine mit Kind zu machen. Daumen hoch. Ich habe alleinerziehende Freunde/ Bekannte, die trauen sich kaum aus D raus und wenn doch, wirds ein All inclusive Cluburlaub.
Hast Du Reifen wechseln geübt? Manchmal trifft man ja in Namibia auf niemanden.. Für mich scheint es so, als ob die nächste Reise schon halb im Kopf ist- Caprivi kann ich sehr empfehlen.
Ich glaube auch, dass sich Junior an Vieles für lange Zeit erinnern kann. Ich versuche jeweils auch, ihn darauf zu sensibilieren, dass man bewusst geniessen kann. So mache ich auch bei einem Fotomotiv zuerst ein paar Fotos, um danach, ohne durch den Sucher zu sehen, bewusst den Moment zu geniessen.
Ich fühle mich nicht immer sooo mutig. Aber ein bisschen Angst oder Nervosität zu haben, ist ja auch ganz gut. Dann ist das Abenteuerfeeling noch grösser 😉 Ich würde gerne alleinerziehenden Eltern etwas Mut machen, um mit den Kindern auch auf Reisen zu gehen. Diese Momente gemeinsam zu teilen, ist wunderbar! Ich denke, man sollte jedoch "klein" anfangen. Zuerst im eigenen Land, dann vielleicht im eigenen Land ohne Buchungen spontan sein, dann in Nachbarländer. Diese Art zu reisen muss man auch ein bisschen trainieren, vor allem wenn man vorher jahrelang gewohnt war, als komplette Familie mit Partner, welcher einem unterstützt, zu reisen. Du hast schon recht, ich treffe auch sehr wenige Mama-oder-Papa-mit-Kids-Reisende an. Nicht einmal, wenn ich mit Junior auf eine Berghütte wandere und dort übernachte. Entweder Alleinreisende ohne Kind, oder Familien...
Ich habs ein wenig einfacher: Ich mag keinen All Inclusive Cluburlaub 😉
Oh, Caprivi, da würde ich SOFORT los! Ein Traum, echt! Aber die Kombination Sechsjähriger und erhöhte Malariagefahr lässt mich ein wenig zurückhaltend sein. Für jüngere Kinder ist die Prophylaxe wohl nicht ganz so einfach...
Du siehst, ein bisschen mutig und ein bisschen ängstlich-vorsichtig... 😉
Ja, habe ich tatsächlich geübt, an meinem Opel Vivaro. Die Räder von unserem Toyota Hillux erschienen mir dann aber grad noch einmal grösser und schwerer, so dass ich sehr hoffte, keine wechseln zu müssen! Bei unserem Autovermieter wurde mir gesagt, Reifenschäden passieren meistens auf der Seite der Gravel Pad, dort wo es scharfe Steine und spitze Stacheln hat. Bei Pads mit eher eckigen und scharfen Steinen (ist ja extrem unterschiedlich!) bin ich dann jeweils auch ein bisschen gemütlicher gefahren. Teilweise haben wir in drei Fahrstunden nur ein bis zwei andere Fahrzeuge gesehen, da hätte ich mich wohl alleine an die Arbeit machen müssen. Aber wir hatten Glück! Dazu kam, dass die Räder in sehr gutem Zustand waren, und der Reifendruck "mit viel Erfahrung perfekt eingestellt war". Auf den eher niedrigen Reifendruck musste ich auch schon bei Tankstellen bestehen...
CACatchme7851 Beiträge · seit 202217. Aug. 2022 · #35
Unterwegsmitjunior schrieb:
Ich würde gerne alleinerziehenden Eltern etwas Mut machen, um mit den Kindern auch auf Reisen zu gehen. Diese Momente gemeinsam zu teilen, ist wunderbar! Ich denke, man sollte jedoch "klein" anfangen. Zuerst im eigenen Land, dann vielleicht im eigenen Land ohne Buchungen spontan sein, dann in Nachbarländer. Diese Art zu reisen muss man auch ein bisschen trainieren, vor allem wenn man vorher jahrelang gewohnt war, als komplette Familie mit Partner, welcher einem unterstützt, zu reisen. Du hast schon recht, ich treffe auch sehr wenige Mama-oder-Papa-mit-Kids-Reisende an. Nicht einmal, wenn ich mit Junior auf eine Berghütte wandere und dort übernachte. Entweder Alleinreisende ohne Kind, oder Familien...
Ich habs ein wenig einfacher: Ich mag keinen All Inclusive Cluburlaub 😉
Das würde ich sofort unterschreiben. Ich bin seit 5 Jahren mit meinen 2 Kindern alleine unterwegs, und wie du schreibst, erst Deutschland, dann Europa und nun kommt Afrika. Meine beiden sind mittlerweile 14 und 17 und der Große könnte im äußersten Notfall das Auto ein paar km fahren. Ich empfinde das Reisen mit den Kindern mittlerweile entspannt, wir sind gern zusammen trotz Teenagerzeit und vielleicht liegt die Ursache des einen auch in der Handhabung des anderen.
Und ja, all inklusive mögen wir auch nicht 😄 und nun sowieso nicht mehr, wer einmal "frei" unterwegs war geht wahrscheinlich nie wieder in so eine Art Hotel.
Ich wünsche euch noch viele tolle gemeinsame Reisen und Erlebnisse und freue mich auf den weiteren Reisebericht, ich lese es sehr gern 🙂
Das ist toll, dass du mit deinen beiden Teenagern herumreist! Das ist ja wirklich nicht immer einfach, weil die Interessen so unterschiedlich sein können. Ich habe zwei erwachsene Töchter (24 und 23 J.), und deren gröbste Teenagerphase war noch so halb vor Facebook und Instagram und Co. 😉 (Zur damaligen Zeit noch mit einem Partner mit zwei Jungs in der Pubertät 🤪 ).
Aber wie du treffend schreibst: Ihr geht gemeinsam stark durch die Pubertät, mit gemeinsamen Erlebnissen. Und wenn auch neurobiologisch das Hirn eine Grossbaustelle ist, irgendwo bleiben doch all die spannenden Erinnerungen haften und schweissen euch zusammen 🙂
Das Grösste für mich mit 17: Mit dem Auto auf einem einsamen Parkplatz oder so ein paar Meter mit dem Auto fahren dürfen. Das brauchte zum Glück keinen "äussersten Notfall" 😉 Aber besser nicht deinem Sohn verraten.... smile...
Freu dich schon jetzt auf eure tolle Reise! Es wird sicher wunderbar und es wird euch noch mehr zusammenschweissen!
Die Nacht war mit den Matten wesentlich bequemer, und ich hatte schön warm. Aber beim Drehen auf die andere Seite merkte ich jedes Mal, dass sich mein Kissen irgendwie gefroren anfühlte. Als wir aus dem Zelt kletterten, verlangte mein Sohn lautstark nach Handschuhen. Wohlgemerkt, in der Schweiz im Schnee lehnt er Handschuhe ab! Später habe ich herausgefunden, dass etwa minus 2 Grad in der Nacht war… Das Einpacken des Zeltes war eine Qual, und ich kämpfte ewig mit der steifen Plane. Das einzig Gute daran war, dass ich von der Krampferei warm bekam…
Hey, ich hatte Ferien! Also gingen wir zur Reception und fragten nach einem Wechsel auf eine feste Unterkunft für die zweite Nacht. Alles voll, war die knappe Antwort. Auf der Entdeckungsreise im Park verhandelte ich mit meinem Sohn, ob wir bereits früher aus dem Park reisen wollten. Er war sofort einverstanden, er mochte ja keine Handschuhe! Und Zebras und Springböcke, fand er, hätte er auch genug gesehen. Spontan buchte ich dann für die kommende Nacht die Ijaba Lodge bei Outjo. Im Nachhinein war das doppelt gut gewesen…….
Im Park sahen wir neben den üblichen Verdächtigen auch Warzenschweine, Steinböckchen, Kuhantilopen und Kudus.
Wer bin ich? -> Steppenfalke... danke Friederike!
Am Nachmittag verliessen wir den Park und kicherten über die beiden dicht hintereinander stehenden Kontrollen am Tor. Keine Ahnung, warum die Quittung im Abstand von 50 Metern zweimal gezeigt werden muss, aber ist ja kein Problem. Etwas mühsamer waren dann die Fragen der resoluten Lady am zweiten Tor. Ob ich alleine reise. Wo mein Mann sei. Warum er nicht hier sei. Ich antwortete knapp…. Er sei zu Hause und arbeite – was ja stimmt. Als Frau alleine mit Kind, ist für Namibier nicht so leicht zu verstehen.
Die Ijaba Lodge vor Outjo erwies sich als absolutes Schmuckstück! Wunderschön eingerichtete Zimmer mit unglaublich viel Liebe zum Detail, aber zugleich modern und gemütlich. Ein hübscher Garten, leckeres Essen und sehr freundliche Menschen. Und das für 70 Franken inklusive Halbpension für uns Beide.
Fazit Etosha: Wir haben viele Tiere gesehen und waren wirklich happy. Die wirklich besonderen sparen wir uns fürs nächste Mal auf, wie Hyänen oder Serval. Wir haben viele Wasserlöcher angefahren und da war absolut nichts los – dafür aber immer wieder unterwegs! Das eindrücklichste Wasserloch war bei Okaukujeo – hier war einfach immer etwas los! Camping bei Namutoni fand ich recht schön und sauber, die Bungalows in Halali einfach, aber in Ordnung. Der Camping in Okaukujeo hat mir nicht gefallen. Zu nah beisammen, lieblos, und die Sanitärgebäude wirklich grusig (und ich bin hart im Nehmen!). Bis auf den Campinplatz-Aufseher bei Namutoni waren die Angestellten sachlich-kühl. Nicht unfreundlich, aber auch nicht einladend für Plaudereien. Mit Braii waren wir glücklich, die Auswahl bei den Restaurants begeisterte uns nicht. Vier Tage im Park waren gut, für ein weiteres Mal könnte ich mir drei bis vier Tage vorstellen. Das lange Sitzen im Auto ist für einen Sechsjährigen nicht ganz einfach.
CACatchme7851 Beiträge · seit 202218. Aug. 2022 · #38
Unterwegsmitjunior schrieb:
Das Grösste für mich mit 17: Mit dem Auto auf einem einsamen Parkplatz oder so ein paar Meter mit dem Auto fahren dürfen. Das brauchte zum Glück keinen "äussersten Notfall" 😉 Aber besser nicht deinem Sohn verraten.... smile...
Hallo Andrea 🙂
Bei uns darf die Fahrschule schon mit 17 gemacht werden, er ist da gerade dabei und vielleicht schafft er es auch bis Oktober die Prüfung abzulegen. Dennoch dürfte er natürlich offiziell in NAM nicht fahren, aber es beruhigt zu wissen, dass jemand zur Not das Auto bewegen könnte.
Wir werden nur 2 Tage im Etosha sein, ich hoffe das reicht 🙂 Deine Bilder machen Lust auf mehr. Es ist bei nur 2 Wochen eben immer nur ein "Reinschnuffeln" und wenn alles gut geht, kann mein Sohn ab 2024 da ein VolunteerProgramm in Swakop machen, dann sind wir garantiert alle nochmal vor Ort. 🙂 🙂
Ah, das mit dem Fahren ist ja noch cool so! Klar, das beruhigt einfach 🙂
Mit den Tiersichtungen kann man Glück haben .... oder auch weniger. Wir hatten nicht so grosse Erwartungen, als Ersttäter haben wir uns auch über Zebras und so gefreut 😉 Dann ist man wohl schneller happy als Reisende, die schon viele Jahre nach Namibia gehen und nun endlich einmal einen Serval oder so sehen möchten...
Naturlich ist es schön, wenn man länger verweilen kann, aber es gibt ja noch so viele andere, tolle Orte! Auch unsere vier Wochen Reisezeit habe ich als "Reinschnuppern" empfunden, aber nun wissen wir, wo wir gerne auch länger verweilen würden.