BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201426. März 2022 · #41
20.2. Hell’s Gate Nationalpark Gleich nach dem Eingang bemerken wir, es ist toll grün. Also hat der Regen auch Hell’s Gate erreicht, was nicht selbstverständlich ist. Toll im Morgenlicht sitzt eine Mama Anubispavian / Olive Baboon mit ihrem herzigen Kleinen
Der Blick auf den Fischers Tower und die Lavawände ist herrlich. Noch ist kein Mensch im Park. Der Fischers Tower dient vielen als Kletterübungsplatz. Seile, Helm und hoch geht es (dieser nach dem Deutschen Erkunder Gustav Fischer benannt, der versuchte einen Weg von Mombasa zum Viktoria See zu finden. Er erreichte die Schlucht 1882)
Nun hat nicht mal Avibase einen deutschen Namen…. Schalow’s Schmätzer / Schalow’s Wheatear / Oenanthe schalowi. Herman Schalow war ein deutscher Ornithole (1852 – 1925). Auf den Vogel hatten wir es abgesehen und er ist immer beim Fischer’s Tower
Man sieht von der Basaltlavawand bröckelt es immer mal wieder ab. Die helleren Stellen zeigen dies
Russ-Schmätzer / Northern Anteater Chat / Murmecocichla aethiops cryptoleuca ist endemisch in Kenia und Nordtansania Hochland Gebieten
Sperbergeier / Rüppel’s Griffon brüten nur auf Felsvorsprüngen. Hell’s Gate ist einer der wichtigsten Brutplätze für die bedrohten Kadaverentsorger
Der Central Tower ist ein Überrest von einem Vulkanschlot. Man kann hinspazieren und ins Höllentor runterschauen. Durch die enge Schlucht schiesst bei Regen in der Nähe eine Unmenge an Wasser mit hohem Druck. Drum haben sie nach Unfällen das Begehen verboten. Ob und wann sie die Schlucht wieder öffnen, weiss ich nicht. Man sieht auch einen Teil des Geothermalkraftwerkes, das den Dampf aus dem Boden nutzt. Die Gegend ist also nach wie vor vulkanisch aktiv! Die fitteste von uns, M. wandert mit einem Guide zum und um den Turm. R und ich suchen Vögel zum Fotografieren
Hier sieht man warum der Schneeballwürger / Northern black-backed Puffback / Dryoscopus cubla nairobiensis so heisst. Ein quirliger Insektenjäger, der oft von Blättern und Zweigen verdeckt ist. Sein Ruf ist sehr durchdringend und vielfältig
Gegen 12.00 sind wir wieder in der Sopa Lodge. Ich will noch kurz die Agapornis / Lovebirds, die eine Kreuzung zwischen Fischer’s und Yellow-collared Lovebirds sind / Pfirsichköpfchen x Schwarzköpchen. Alle in Kenia stammen aus Fängen in Tansania und sind entweder entwischt oder wenn den Besitzern die Lust verging, freigelassen worden. Dank den Kreuzungen sieht jeder Vogel etwas anders aus, je nachdem wieviel Anteil von der einen Art mitgegeben wurde. In der Gelbrindenakazie hausen sie schon seit Jahren.
Am Nachmittag fahren wir wieder in den Hell’s Gate Nationalpark. Wir nehmen die Route zu den Obsidian Höhlen. Obsidian heisst auch vulkanisches Glas. Die neugierige M. geht natürlich näher ran. Joseph warnt vor Bienen und man hört das Summen schon. M kommt auch gleich wieder zurück
Das papierige Blümchen Cycnium tubulosum schiesst wie hier in rosa oder auch in weiss nach Regen aus dem Boden. Es ist ein Halbparasiet, der Graswurzeln anzapft.
Es ist schon kurz vor 18.00 und das Licht geht nun rasch weg. Doch die friedlich nebeneinander grasenden Anubispaviane und Klippschliefer müssen noch aufs Bild. Danach geht es für die letzte Nacht in die Sopa Lodge.
Morgen geht es in die Masai Mara.....
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Elvira Wolfer
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201427. März 2022 · #42
21.2. in die Masai Mara Grade als ich aus dem Zimmer wollte, das Gepäck schon an die Träger übergeben, sehe ich diese Stabheuschrecke an meiner Zimmertür.
Danach zum Auto und die Fahrt beginnt. Ohne Vorkommnisse erreichen wir das Basecamp am Talek Fluss. Die Teerstrasse bis zum Sekenani Gate zeigt bereits Zeichen, dass es bald viele Schlaglöcher haben wird. Klar, der Teer ist auch nur so dick wie die Butter auf dem Brot. Warum kann man sich denken…. Jedenfalls jeder, der weiss, wie Gelder in Kenia versickern. Nach dem Mittagessen und einer kurzen Rast geht es wieder los. Wieder durch das Drecknest Talek und über die Talekbrücke, wo die Ranger Mikado spielen (wer sich zuerst bewegt, hat verloren). Der Grund ist, sie wollen den Frauen, die Maasai Decken und andere Stücke verkaufen, Zeit geben, sie an den Mann oder die Frau zu bringen. Nun bei uns haben sie kein Glück
Man sieht es hatte schon einige Tage vor unserer Ankunft geregnet und alles ist grün. Das geniessen die Topis und die Thomsongazellen
Impalas beachtet man oft nicht. Hier haben sie ein Weibchen mit Sender versehen, um zu etablieren, in welchem Umkreis sie sich bewegen
Ein Vogel, den man eher in Trockengebieten erwartet. Doch die vielen reifen Grassamen haben viele der Samenfresser angelockt. Strohwitwe / Straw-tailed Whydah / Vidua fisheri – endemisch Ostafrika und Horn von Afrika. Die Weibchen sehen aus wie Spatzen, unscheinbar und klein
Schön sind sie die Senegalkiebitze / Wattled Lapwing
Wir bekommen riesige Herden an Elenantilopen zu sehen! 50 Stück an einem Ort und das ohne zu übertreiben
Das Buschtelefon – NICHT der Funk, denn den haben wir nicht! Meldet die Gepardenbrüder sind gesichtet. Es waren mal 5 Gepardenmännchen (Tano bora) 2x Brüder und einer mit keinem der Brüderpaare verwandt. Das war 2016. Sie wurden weltweit berühmt. Letztes Jahr wurde der Anführer vertrieben oder er ging von selber. Olpadan (Scharfschütze) hatte seinen Leaderposten verloren, nachdem er in einem Kampf eine Hode verlor. Er schloss sich mit einem jüngeren Männchen zusammen. Es ist nicht ganz sicher, ob er Anfang dieses Jahr von den 4 Männchen oder Löwen getötet wurde, wahrscheinlicher aber, wegen Territoriumansprüchen von seinen 4 vorgen Partnern.
Dann Anfang Februar schlug das Schicksal wieder zu. Olarishani (Friedensstifter) wurde schwer verletzt und erlag seinen Verletzungen. Ob Krokodil oder Löwe ist nicht bekannt. Leider konnten ihn auch die Tierärzte nicht retten. Sie haben alle Maasai Namen bekommen und jeder wollte sie sehen. Nicht immer zum Nutzen der Geparden, denn oft verhielten sich Fahrer unverantwortlich. Zu nahe, bedrängt oder an der Jagd gehindert. Aber sie haben das alles gut überstanden und die Covidzeit gab ihnen auch genügend Ruhe.
Ein leckeres Abendessen und ab ins Zelt, den Nachtgeräuschen lauschen. Tüpfelhyänen rufen, der Talek Fluss rauscht… 22.2. Masai Mara Narok Seite Es hatte in der Nacht gut geregnet. Die Strasse vom Talek zur Keekorok Lodge ist eine Schlammasse, da will Joseph richtigerweise nichts riskieren. Die Talekgegend ist auch bekannt für die vielen Tüpfelhyänen und als Auftakt erleben wir sie beim Jagen eines Zebras. Leider sind die Bilder nicht scharf, da in dem wenigen Licht viel Bewegung drin war. Ob sie das Zebra dann noch erwischten, konnten wir nicht ausmachen.
Wir fuhren via dem Hauptweg zum Sekenani Gate zur Keekorok Lodge. Eigentlich hätten wir gerne einen Kaffee getrunken. Doch der Wachmann liess uns nicht rein. Ich erfuhr später von deren Büro, dass er nicht korrekt handelte. Dann weiter zur Sandriver Gegend. Weit weg sichten wir Löwen mit Jungen, die auf eine entfernte Büffelherde zu streben. Die Fotos sind echt nichts. Und wir gehen nicht offroad wie 2 andere, die in der nassen Erde tiefe Furchen hinterliessen. Dies gibt den Weg frei für Erosion, da sich das Wasser dort sammeln und die Furchen ausspülen wird. Zudem weiss man nicht, welche Kleinlebewesen man im Gras überfährt…. Aber auf der Narok Seite der Masai Mara werden Regeln grosszügig übergangen.
Wir fahren wieder an der Keekorok Lodge vorbei. Wir sehen ein Auto, da auf der Sekenani – Keekorok Strasse Stecken geblieben ist. Ein Stück weiter kommt uns Moses wieder entgegen und meldet wieder einen Kampfadler, der eine junge Impala gerissen hat. Leider ist der Riss auf der Strasse und Autos wollen und müssen hier vorbei. Es gibt keinen anderen Weg. Als auch ein Lieferlaster kommt, fliegt er weg. Aber in einer ruhigen Minute wird er sich seine Beute holen.
Joseph lässt uns an der Hängebrücke über den Talekfluss raus. Er fährt durchs Dorf, da ihm die Brücke nicht geheuer ist. Ich mag es auch nicht, gehe aber, wenn niemand drauf ist und dann ganz langsam, damit sie nicht ins Schwanken kommt. Ein gut schmeckendes Mittagessen und Rasten. Gleich bei meinem Zelt blüht ein Hibiscus calyphyllus
Schon bei der Ankunft hatte ich sie kurz erblickt aber nun sind sie gut zu sehen – Rotgesichtszistensänger / Red-faced Cisticola
Wir fahren auf die Nachmittagspirsch, das Licht ist nicht so genial, aber was solls Der Talek Fluss um 16.18
Joseph hat etwas in der Nase…. Und hier sind die 3 übrig gebliebenen Gepardenbrüder
Topis gehören zu den schnellsten Antilopen. Bullen sind vor allem während der Paarungszeit territorial und liefern sich Kommentkämpfe. Verletzungen sind selten.
Der Tag geht zu Ende und es regnet wieder in der Nacht. Die tiefhängenden Aeste zu meinem Zelt sind immer noch nicht gestutzt…. Ein leckeres Abendessen und M bekommt auch einen tollen grossen Salat!
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201427. März 2022 · #43
23.2. Es ist trübe, die Wege nass uns sehr schlammig. Also geht Joseph auf Nr. sicher. Wir haben alle keine Lust Schlammfüsse zu bekommen.
Es sind viele, sie fliegen, sie sinken ins Gras, sie sitzen oben und zeigen wie schön sie sind, aber durch das Gras in dem feuchten Licht ein tolles Foto zu schiessen, ist eine andere Geschichte. Doch das Foto zeigt wenigstens, wie toll diese Männchen sind. Ich werde es auf der Mara Westseite wieder versuchen, auch nicht mit viel mehr Erfolg. Stummelweber (früher Stummelwida) / Fan-tailed Widowbird / Euplectes axillaris phoeniceus. Die Gattung Euplectes sind keine Brutparasiten. Sie bauen Nester im hohen Gras.
Und so sieht es aus. Alles grün, viele Grassamen und Matsch auf der tückischen Moorerde
Ich darf alles Mögliche erblicken bevor Joseph es tut. Sage ich dann Leopard, dann ist es erst mal “Nein”. Aber er schaut doch genauer hin und freut sich ebenfalls über den Anblick, auch wenn es etwas weit weg ist. Er bleibt einen Moment liegen, kommt dann aber runter und verschwindet im hohen Gras. Die nachfolgenden Autos sehen leider nur noch den Baum und das Gras.
Ein Rotkehlfrankolin / Red-necked Spurfowl / Pternistis afer cranchii dekoriert den Wegesrand
Auf der Strasse Richtung Talek kommen uns unerwartet Lorenzo und seine Gruppe entgegen. Wir hatten eigentlich ein Treffen beabsichtigt auch mit dem Ehepaar, mit dem Richard unterwegs war und das ich im Basecamp traf. Diese fuhren heute eine andere Route, um zur West Mara zu gelangen und am Tag danach nach Tansania. Aber es hatte auch wegen den miesen Wegverhältnissen nicht geklappt. Onesmus nun ganz spontan, Joseph wende – Fotoshooting! Gesagt getan. Also Autos hinstellen und alle hüpfen raus. Es ist eine total übersichtliche Stelle, also keine Gefahr. Die Gäste von Lorenzo kommen aus Albanien, USA und der Schweiz (eingebürgert aus Ex Jugoslavien). Die freuen sich so, dass sie mich auch noch sehen und das Strahlen in deren Augen, dass sie mal auf Safari in Kenia konnten, rührte mich echt. Der Januar war total ausgefüllt mit all den Vorbereitungen. Jeder Fahrer musste all seine Sachen haben. Lorenzo links, Joseph in grau, dann Jack und Onesmus. Lorenzo organisiert Fotosafaris und Vogelfotografie Safaris mit mir zusammen, die er dann leitet. Onesmus ist einer der Topguides und Jack ein noch eher auf Ornithologie ausgerichteter Guide, mit dem es total schön ist, unterwegs zu sein.
Nun kommt der Moment, der mich total überraschte. M springt aus dem Auto, nimmt meine Kamera und sagt so, nun posiert und lächelt. Ich war total gerührt. Es war ein Moment mit so viel Freude, die Worte dies gar nicht ausdrücken können. Ich bin so stolz auf mein Team ohne das ich gar nichts erreichen würde.
Wir fahren Richtung Basecamp und die andere Gruppe zum Elementaita See. Am Nachmittag fahren wir wieder los, finden aber nicht allzu viel.
Viele finden sie hässlich. Ich mag die Tüpfelhyänen. Sie haben ein total interessantes Familienleben, sind notwendig, um Kadaver zu beseitigen und unterhalten nachts mit ihren Rufen. Die Talek Gegend hat eine sehr hohe Dichte an Tüpfelhyänen. Wir wissen nicht, wie viele wir gesehen haben...
Auf der Strasse vom Sekenani Gate zum Talek ist genau der Lieferlaster im Schlamm steckengeblieben, der uns am Anfang unserer Pirsch nahe des Taleks wie ein Irrer entgegenfuhr. Ich verheimliche meine Schadenfreude nicht…. Joseph schafft es auf den kleinen Schlammwegen an ihm vorbei zu fahren. Wir hoffen nur, dass er bis morgen weg sein wird, denn Regen bahnt sich an.
Hier sieht man wie gesättigt der Boden schon ist und das Wasser in kleinen Bächen zum Talek Fluss runter fliesst.
Der Regenhimmel….
Und es regnet oder besser gesagt, es giesst. Wir bleiben am Empfang hängen und warten echt lange, bis jemand mit einem Regenschirm kommt. Wasser liegt nun überall. Der Regenschirm ist auch notwendig, um zum Esszelt zu spazieren und die Aeste hängen immer noch… GRRRR als Turnübung drunter durchzirkeln, ohne dass das Wasser den Rücken runter läuft
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201431. März 2022 · #44
24.2. Mara Ost zur Mara West Ich höre das Handy wieder nicht klingeln, wie gestern auch. Doch immerhin schaffe ich es rechtzeitig zum Frühstück. Wir wollten eigentlich um 8 los. Ich sehe Joseph mit einem ganz langen Gesicht – was ist? Wir können nicht losfahren, die Brücke beim Talek ist überflutet. Kein Problem, dann filme ich eben den Fluss beim Camp. Im Film ist auch der Teil, als wir dann die Talekbrücke überquert hatten.
Bevor wir losfahren, sage ich dem Manager noch, dass nun vieles im Basecamp nicht mehr so wie früher war. Viele Details werden nicht mehr sorgsam in Ordnung gehalten. Das mit den Ästen war ein Punkt. Ich hatte es auch mit deren Büro aufgenommen und denen mitgeteilt. Also abwarten, ob der Charme, der dieses Camp, das ich seit über 20 Jahre buche, wieder hergestellt wird. Der Vorteil ist die Lage, da man in alle Richtungen losfahren kann.
Nun gelangen wir fast zur Talekbrücke, doch eine Menge Maasai Kühe, die illegal im Reservat weideten, blockieren die Strasse. Ein junger Maasai steht da und hält seinen Stock. Die Kühe wissen, dass sie keinen Schritt machen dürfen. Ich frage ihn, was das soll und sage Joseph schieb nicht die Kühe mit dem Auto weg, die sind unschuldig. Der Maasai starrt mich, doch ich halte seinem Blick stand. Auf einem taucht eine grauhaarige Maasaifrau auf und fängt an die Kühe in Bewegung zu setzen. Obwohl die Maasai es nicht tolerieren, dass deren Kühe fotografiert werden, ist es mit in dem Moment egal, denn ich bin über deren Arroganz verärgert. Dauert natürlich einen Moment, bis sich alle Kühe entwirrt haben, aber dann können wir auf die andere Seite des Flusses fahren und unsere Pirsch beginnen.
Man sieht im Hintergrund die Brücke
Talek Brücke nachdem wir sie überquert hatten
Der Heissluftballon landete und deren Fahrzeuge brachten die Passagiere zum Frühstück. M und ich spötteln, wenn nun die Tüpfelhyänen dahin laufen würden, dann würden die Leute weglaufen und wir könnten uns ein Lachsbrötchen holen
Der Bach von gestern hat noch mehr Wasser, aber die Strasse ist gut und der Laster weg.
Man sieht an den Topis wie hoch das rote Hafergras steht. Der Blick ist Richtung Sandriver, der Grenze zwischen Masai Mara und Serengeti – Kenia / Tansania
Damit Handies auch in der Masai Mara Empfang haben, errichteten Sie einen Mast, der natürlich gegen menschliche Diebstähle mit Schneidedraht geschützt werden muss. Doch die Somaliweber / Speke’s Weber nutzen die günstige Gelegenheit, hier ihre Nester zu bauen. Bäume sind in der Masai Mara nicht sehr häufig und sehr begehrt.
Ein weiterer Körnerfresser – Gelbschulterweber (früher Gelbschulterwida) / Yellow-mantled Widowbird / Euplectes m. macrourus. Man beachte die winzigen, lästigen Fliegen
Wir schauen einem Graumantelwürger / Grey-backed Fiscal / Lanius exubitoroides boehmi zu, wie er ein Insekt oder Spinne aus dem Busch raus holt
Und dann stehen wir an der Grenze zwischen Kenia und Tansania
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201431. März 2022 · #45
Zur Brücke über den Mara Fluss ist es nun nur ein Katzensprung. Joseph lässt uns raus und wir gehen zu Fuss rüber. Da kann ich auch gleich filmen. Man sieht unten die alte Brücke, über die wir in meinen Anfangsjahren in Kenia noch gefahren sind! Dann kamen die Hochwasser dank der Abholzung im Ursprungsgebiet, dem politisch umstrittenen Mau Wald. Jagen sie die Leute raus, um Abzuholzen, kommen andere und schützen die Leute. Doch was die Abholzung bewirkt, betrifft Millionen von Menschen, da der Mara Fluss nach Tansania, in den Viktoriasee und in den Weissen Nil fliesst. Das heisst das Wasser fliesst durch Aegypten und ins Mittelmeer. Viele hatten sich zu Präsident Moi’s Zeiten dort angesiedelt und klar, sie vermehrten sich und andere zogen ebenfalls hin, um zu roden und etwas Essen anzupflanzen. Moi hatte riesige Teeplantagen im Mau Wald, die jetzt natürlich den Erben gehören. Fliegt man über den Mau Wald, ist der Schaden sichtbar
Da liegt ein Nilwaran an einer wasserfreien Stelle auf der alten Brücke. R + M sind auf dem Weg runter, um ihn zu fotografieren. Da kommt schon der Ranger, kostet US$ 5…. Also lassen sie es sein
Joseph möchte, dass wir unser Picknick etwas weiter unter einem Baum einnehmen, aber hier am Eingang zum Mara Triangle ist so viel los, da entscheiden wir hier zu bleiben und bereuen es nicht.
Fleckstirnweber (früher Schuppenköpfchen) / Speckle-fronted weaver / Sporpipes frontalis emini ist eine der Vogelarten, die man hier erwarten kann
Spatz ist nicht gleich Spatz….. Graukopfsperling / Grey-headed Sparrow / Passer griseus suahelicus – findet man in der Masai Mara und Serengti. Die Unterarten sehen recht verschieden aus
Die Zwergmangusten sind hier heller als in Samburu und mit Menschen vertraut. Lustig denen zuzuschauen
Eigentlich wollten wir den Weg zum Mara Fluss nehmen, aber da lag so viel Wasser, dass Joseph wendete und die weiter vom Fluss entfernte Hauptstrasse nahm. Ihr seht wie gut die Wege auf der Seite unterhalten sind, ein riesiger Unterschied zur Narok Seite.
Dort wo sie Sand und Erde für den Strassenbau raus baggerten, haben sich Tümpel gebildet. Das nun eine Freude für Hippos und Wasservögel, wie Wassertriel / Water Thick-knee
Die hübschen Wasserlilien dekorieren diese Teiche
Nur ein kurzes Stück weiter und bekommen unsere Privat-Löwen zu Gesicht. Das Männchen hat einen tollen Unterschlupf in der Röhre, die Wasser ableitet. Und dahin verkriecht er sich nun auch gleich
Was die Wiesenweihe / Montagu’s Harrier am Wegesrand verzehrt, können wir leider nicht erkennen
Wir sehen nun den Galeriewald vom Mara Fluss und schauen uns die Maasai Giraffen an. Ich weiss, das ist eine der Ecken, in die wir zurückkommen müssen, doch nun sollten wir uns aufs Camp zubewegen und Ihr seht gleich warum… Joseph macht das Dach zu und dazu muss jemand aus dem Auto
Dann kommen noch kleine Hagelkörner zum Regen und Joseph muss anhalten, man sieht kaum mehr bis vor die Kühlerhaube
So sieht es beim Olololo Gate aus. Beim Kichwa Tembo Camp werden wir nett empfangen und treten das erste Mal unsere Wanderung ans andere Ende des Camp zu unseren tollen Zelten an.
Das Essen ist gut, ein tolles vielseitiges Salatbuffet und frisch Zubereitetes Fleisch und anderes zum Auswählen. Es klappt sogar, dass mein Zeltstewart nicht alle Klappen zumacht. Ich kann es einfach nicht ausstehen eingeschlossen zu sein.
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201431. März 2022 · #46
25.2. Ich nehme meine Sachen gleich mit zum Frühstückstisch, da ich zu faul bin, immer die ganze Strecke unter Zeitdruck zu wandern. So sieht es um 07.30 Uhr nach dem gestrigen, heftigen Regen aus
Der Kräutergarten im Kichwa Tembo
Los auf Pirsch. Das heisst erst durchs Tor, wo sie uns sagen, dass wir das Ticket, das wir haben im Kichwa Tembo bestätigen lassen müssen. Aber sie lassen uns durch und ich erledige das später in der Lodge. Kein Problem. Es sind 2 verschiedene Schutzgebiete.
In dem hohen Gras turnen Witwenvögel rum, aber Fotos sind eine echte Herausforderung für mich und meine Kamera. Diese Schlucht gefällt uns, sieht echt wild aus und wir nennen sie kleinen Grand Canyon
Eigentlich wollen wir an den Mara Fluss. Doch der Weg ist überflutet. Man sah das Wasser von rechts nach links fliessen. Mmmhhh. Es kommt noch ein anderes Auto und der wendet auch. Riskant rein zu fahren, wenn man den Untergrund nicht kennt. Also auch wenden.
Der Gelbkehpieper (früher Gelbkehl-Grossporn) / Yellow-throated Longclaw sitzt zu schön am Wegesrand
Wir schauen nicht nur den Schildwebern (früher Schildwida) / Red-collared Widowbird / Euplectes ardens suahelica sondern auch anderen zu, wie sie im hohen Gras rumturnen und sich zur Schau stellen, um die unscheinbaren Weibchen anzulocken
Und dann liegen sie vor uns auf dem Weg – ein Löwenpärchen. Hier bleiben wir eine Weile. Ich klettere sogar über die Sitze nach hinten ins Auto, um von oben runter zu sehen, denn sie haben sich für mich in den toten Winkel begeben. Die Paarung habe ich nur gefilmt, die 2. war hinter dem Auto. Ich werde einen Film nur mit Löwen von verschiedenen Touren basteln…
Nach der Paarung….
Er spaziert zum Auto und das ist dann mein Blickfeld. Für die 2. Paarung war ich nicht schnell genug hinten im Auto. Und all das als Privatvorstellung – kein Auto kam. Später waren sie irgendwo im hohen Gras verschwunden.
Gleich nach der 2. Paarung
Die ganz andere Landschaft im Triangle – Olololo Escarpment und Wüstendattel (Balanites aegyptiaca)
Da wir eine Toilette brauchen und der Serena Airstrip nicht weit ist, fahren wir dorthin. Da können wir auch etwas unsere Beine strecken. Bei der Toilette finde ich das Nest aus Schlammkügelchen, wahrscheinlich von einer Maidenschwalbe / Lesser Striped Swallow
R ist ganz begeistert von den vielen Reihern. Hier ist normalerweise kein See. Das Froschgequake ist herrlich und am liebsten würde ich aus dem Auto und Frösche fotografieren. Leider ist das nicht erlaubt und Gummistiefel habe ich auch keine mit dabei
Es wird Mittagszeit und wir bekommen ein leckeres Essen auf der gemütlichen Terrasse mit Weitblick und der tollen Würgfeige
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201407. Apr. 2022 · #47
Nach dem Essen starte ich die Wanderung zum Zelt. Doch weit komme ich nicht. Der Wald um Kichwa Tembo hat Arten aus dem westlichen Kenia und noch weiter nach Westafrika. Und auf die bin ich natürlich aus! Als ich die Rotschwanzmeerkatzen oder Kongo-Weissnasenmeerkatzen / Red-tailed monkeys / Black-cheeked white-nosed monkeys / Cercopithecus ascanius schmidti erblicke, kann ich nicht anders, ich muss es versuchen. Das Licht ist gegen mich und ein Zaun hindert mich daran, meine Position zu verbessern. Zudem turnen sie ständig hinter Blättern und Aesten rum. Sie haben ein süsses Pfeifen als Kommunikation. Die ersten Bilder wandern gleich in den Papierkorb. Von dem Baumschliefer habe ich leider kein besseres
Und dann erschrecke ich als der hier plötzlich aus dem Gebüsch austauscht. Ob die Schilder extra für ihn zum Kratzen aufgestellt wurden? Auf jeden Fall ist er Menschen gewohnt und zeigt keine Anstalten von scheu oder aggressiv. Die Hauer könnten ganz tolle Verletzungen verursachen.
Nun die Rotschwanzmeerkatzen (Cercopithecus ascanius schmidti)
….. ich kann mich einfach nicht losreissen….
Und dann kommt noch ein rotbeiniges Sonnenhörnchen, ein Bekannter aus dem Kakamega Regenwald
Doch die Rotschwanzmeerkatzen sind noch nicht vorbei. Die nicht sehr grossen Meerkatzen leben in Familien mit einem dominanten Männchen und Weibchen. Sie sind ständig am Kommunizieren, mit diesen süssen Piepstönen. Es sind die selben, die man auch im Kakamega Regenwald findet. Was halt zeigt, dass die Gebiete mal mit weniger Siedlungen dazwischen und mehr bewaldet, verbunden waren.
Nun muss ich halt endlich mal in mein Zelt und unser Weg führt über diesen Bach, Treppe hoch, Treppe runter, grade aus, hoch und das immer durch die herrliche Waldvegetation. Wir sind in den Zelten 32 + 33, also fast ganz am Ende.
Um 16.00 Uhr geht es wieder in die Masai Mara. Flüsse sind immer toll, sie beleben mit den an deren Ufer lebenden Bäumen die Landschaft.
Wo Wasser ist, ist Leben. Sei es Kaulquappen, Frösche oder andere aquatisch lebende Kreaturen, die Hammerköpfe / Hamerkop schlemmen
Seit Anfang der Tour liegt mir R in den Ohren – werden wir den Rotbauchreiher / Rufous-bellied Heron finden? Ich sage mmmhhh, Chancen klein. Und nun reden wir wieder über diesen recht selten gesichteten Reiher. Ich meine, die Vegetation ist zu offen, doch die vielen Frösche – vielleicht. Da sagt M und was ist das für ein Vogel? Mir fällt der Kiefer runter und ich schau sie nur an – das ist DER Rotbauchreiher. Hier ein Weibchen. Die Freude ist gross, auch für mich, da es eine neue Vogelart ist, die ich auch noch nie gesehen habe.
Und nun sind wir an der Stelle, wo wir am Morgen gewendet hatten. Das Wasser ist stark zurückgegangen und man sieht, der Untergrund ist sehr solide.
Maasai Giraffen mit ihren Jungen
Das Licht ist schon sehr schwach, doch Joseph tut M den Gefallen und hält bei einem kleinen Hippopool. Dort finden wir auch die Bohor Rietböcke
Nun zurück ins Camp, eine herrliche Dusche und dann mache ich die Tür zu meinem Zelt zu. Ach, wer sitzt denn da? Ein riesiger Vertreter der Nachtpfauenaugen (um die Art zu wissen, warte ich auf meinen Schmetterlingsmeister)
Daneben, etwas kleiner ein anderer Falter. Da lasse ich mich mit der Bestimmung schon gar nicht aufs Glatteis raus….
Das vorletzte Abendessen. Und blöderweise haben sie bei beiden Gerichten recht scharfen Curry dran getan. Etwas, das weder Joseph noch ich abkönnen. Nun ja, es hat guten Käse und ich löse mein Problem. Ich treffe noch die Vize-Managerin und sage ihr das. Sie sagt, ja das ist ein guter Punkt.
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201407. Apr. 2022 · #48
26.2 Ich liebe einfach die frühen Morgenstunden, obwohl ich zuhause ein sehr spät aufstehender Mensch bin. Na ja, ich schlafe auch immer sehr spät. Es ist 07.03 – die Stimmung einfach zum Träumen
Wenn Diademmeerkatzen / Blue Monkey / Diademed Monkey / Cercopithecus mitis stuhlmanni im tollsten Morgenlicht sitzen, da kann man einfach nicht widerstehen. Es ist die gleiche Unterart wie im Kakamega Regenwald. Die Blue Monkeys sind recht variabel und ganz anders aussehenden Unterarten in Afrika verbreitet. Man siehe diejenigen von den Aberdare.
Es geht zum Eingang des Mara Triangle und da stach mir das Nilpferdskelett ins Auge. Es musste aber Morgenlicht drauf sein. Leider nehmen die Warnung, die am Tor steht nicht alle ernst….
Das andere, was ich unbedingt wollte, waren die Haussegler / Little Swifts / Apus a. affinis. Sie bauen sehr gerne an Decken von Häusern oder Tiefgaragen ihre Nester. Viele beeinander so dass der Einzelne mehr Sicherheit hat. Toll sie habe grade Junge die sie fuettern.
Nun wird es etwas ein Tag der Greifvögel. Doch leider sitzen viele einfach zu weit weg, um ein anständiges Bild zu bekommen. Ein Schopfadler, noch nass vom gestrigen Regen in der Nacht, sitzt auf einem Baum. Und dann schiesst er los ins Gras. Leider erwischt er die Maus oder Ratte nicht.
An den europäischen Bienenfressern / European Bee-eater habe ich immer Freude, vor allem, wenn sie über meinen Garten fliegen. Doch auch hier in der Mara sehen sie gut aus
Der Nilwaran stellt sich entweder hoch, um den Winkel zur Sonneneinstrahlung zu optimieren, da die Nächte recht frisch sind und dann kann er auch gleich Riedfrösche zum Frühstück haben
Der junge Schreiseeadler hatte Beute und flog weit weg auf einen Baum. Ein Raubadler / Tawny Eagle machte seinem Namen alle Ehre und versuchte die Beute wegzunehmen. Leider kamen die Szenen nicht auf den Film und das was drauf gekommen ist, sagt nicht mehr viel aus
Bei der Gabelracke / Lilac-breasted Roller sieht man, wie nach der Mauser die Gabelfedern wieder nachwachsen. Die Gabelracke ist wahrscheinlich die meist fotografierte Vogelart. Kaum ein Bericht ohne diesen Vogel
Eine Nase mit Herzform – Defassa Wasserbock. Diejenigen die Pukus/Kobs kennen, kennen diese Nasenform.
Nun sind wir am Mara Fluss angekommen und hier darf man aussteigen. Es hat sogar eine anständige Toilette und vorne am Fluss eine dickes Moskitonetz als Sonnenschutz aufgestellt. Es gibt bei mir eine Regel. Man geht nie einen Schritt ohne die Kamera, auch zur Toilette darf sie nicht fehlen. Dann kann man auch gleich Kleintierchen wie diesen Chevron-throated Dwarf Gecko aufnehmen
Wie oft finden wir die Nilpferde am Ruhen
Als wir die Toilette benutzten, flogen Fledermäuse ins Loch unten. Mmmmmhh also anschleichen und die Türe nicht bewegen. Klappt beim 3. Versuch. Und mit Hilfe vom Spezialisten wurde sie als eine der 5 Arten der Schlitznasenfledermäuse, die in Kenia vorkommen, identifiziert. Eine genau Bestimmung der Art ist fast nur möglich, wenn man sie fängt. Na wie denn? Die sind schnell….
Die Zeit verfliegt und es heisst zurück zum Camp zu fahren. Aber nicht ohne unterwegs nochmals einen Versuch zu machen, den Stummelschwanzweber / Fan-tailed Widowbird beim Anlocken der Weibchen zu beobachten. Er baute auch ein Nest im Gras und will dann mit seinen tollen orangen Flügelepauletten, die Weibchen, die wie Spatzen aussehen, anlocken. Wenn er nicht im Paarungskleid ist, dann sehen auch die Witwenvögel sich alle total ähnlich und sind auch von Spezialisten schwer zu unterscheiden.
Elefantenbullen sind einfach immer ein herrlicher Anblick! Der geniesst das viele frische, nahrhafte Gras. Im Hintergrund das Olololo Escarpment.
Ich glaube es war R, der die Goldbugpapageien / Meyer’s Parrot / Poicephalus meyeri saturatus erblickte. M und ich profitierten davon. Sie haben in dem Baum ihre Bruthöhle. Wäre schön miterleben zu dürfen, wenn die Jungen flügge werden.
Als wir im Camp landeten, waren die Diademmeerkatzen so nett, sich vor dem Mittagessen nochmals zu präsentieren. Schade, dass das Licht um die Zeit nicht genial ist.
Nun, da ich einen Teil der unerwarteten Flutwelle an Arbeit weggebaggert habe, hoffe ich doch, Dass ich den Bericht bald fertig stellen kann. Viel Zeit hatten wir ja leider nicht mehr vor uns.
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201409. Apr. 2022 · #49
Als ich mich um 16.00 Uhr zur Terrasse begebe, spielen die jungen Zwergmangusten. Sie sind einfach zum verlieben süss
Auch eine ganze Warzenschweinfamilie kommt und lassen sich beim Grasen nicht stören. So kann man den Rasenmäher sparen
Die Masai Mara hat doch ein paar recht stattliche Elefantenbullen!
Maasai Giraffe und man sieht, es hat noch Regenwolken, doch die Regenfälle hören auf. Nachdem wir weg waren, wurde es ganz trocken
Joseph hatte einen anderen Weg gewählt, beim Eingang gleich rechts. Und scheu fragt er, wollt Ihr Löwen sehen? Klar doch…. Das Rudel hatte einen Büffel erlegt. Mehr ist auf dem Film, der sich noch nicht selber zusammengebastelt hat. Grade bekam ich noch den Namen des Rudels: Kaburini Pride. Ja, Grosskatzen und Rudel in der Masai Mara haben Namen und deren Geschichten werden lebhaft verfolgt.
Ich vergesse oft, dass man ja vom Camp auch was aufnehmen soll. Hier also der toll gemachte Eingang
Und so sah es für unsere Abendessen aus – leider unsere letztes auf dieser Reise
27.2. Obwohl wir später Frühstücken wollen, bin ich schon vor 7 im Garten und wie Ihr seht, gibt es nichts zu bereuen. Und dann tat mir die Eule nochmals den Gefallen aufzutauchen. Ich sah sie gestern, konnte aber nur ein ganz mieses Bild knippsen. Heute mit fast Beinbruch über eine übersehene Stufe (Blick auf Eule), gelingt es besser. Was ist es nun – Sumpfohreule oder Schleiereule? Facebook Leute helfen auch da. Schleiereule! Meine erste in freier Wildbahn.
Dann kommt um 07.05 die Sonne erst richtig hoch
Es heisst den Weg zur Flugpiste unter die Räder nehmen. Der normale Weg zur Kichwa Tembo ist nicht befahrbar, da die Brücke defekt ist. Ein Fahrer von der Lodge zeigt uns den Hinterausgang. Und da wir sehr früh dran sind, schauen wir noch Tiere oder wie auf dem Bild nehmen Kichwa Tembo ins Visier.
Es fehlt noch ein Bild von Thomson Gazellen auf dieser Reise – meine Traumszene, die ich mal vor ganz vielen Jahren erlebte, als ich noch Papierbilder schoss, habe ich immer noch nicht wieder angetroffen
Wir haben ja richtig Glück. Nochmals präsentiert sich ein Rotbauchreiher. Die Dame hier (weisse Kehle) ist in der Mauser.
Ein weiterer, toller Elefantenbulle
Beim Rangerposten nutzen wir nochmals die Gelegenheit auf Toilette zu gehen. Sie schaffen es nicht, beim Airstrip eine hinzubauen… und Bäume und Büsche hat es auch keine, Dann kommt unser kleiner Flieger. Wir sagen Joseph tschüss und wünschen ihm eine gute Fahrt nach Nairobi. Denjenigen, die meinen sie seien speziell und müssten im Flieger keine Maske aufsetzen, sagen wir es nett aber deutlich. Wird dann auch befolgt. Nun ist die Maskenpflicht aufgehoben, aber ich schütze mich nach wie vor, wo ich es für notwendig empfinde. Und damit bin ich nicht alleine.
Der kleine Flieger überquert nur den Mara Fluss und landete. Ich weiss nicht, wo meine Gedanken waren, die Kamera ist in der Tasche, die ich hinten abgestellt hatte… na ja, R stellt mir seins zur Verfügung – Danke! Nach nur ein paar Minuten Flug landen wir an der Musiara Piste.
Der grosse Flieger käme jeden Moment, wurde uns gesagt. Wer Kenia kennt, weiss, dass Momente auch Stunden sein können. Es wurde 1 Stunde. M und ich plaudern bis wir irgendwann ein Brummen aus der Luft hören. Unser grösserer Flieger, der von den Zubringerfliegern die Leute einsammelt, bringt uns dann auch nach Nairobi.
Dieser elegante Metallvogel bringt uns schnell und sicher zum lokalen Wilson Flughafen.
Am Wilson Flughafen erwartet uns unser Taxi Fahrer Joseph. Er meinte, er hätte um die Ecke parken müssen, da die hier mmmhh ein Kartell seien und auswärtigen nicht mal erlauben, ihre Kunden gleich hier ins Auto zu laden. Er bringt uns ins Four Points by Sheraton im Jomo Kenyatta International Airport. Ein lecker schmeckendes Mittagessen und dann verziehen sich die beiden in ihr Tageszimmer. Ich bin auch am Ueberlegen, ob ich das machen soll, doch dann erinnere ich mich, an die grosse Arbeit, die auf dem Laptop liegt und dringend ist. Also halt. Sie bringen mir nach langem einen Adapter Stecker, funktioniert nicht. Also hole ich meinen aus meiner deponierten Tasche. Später bringen wir die beiden zu Ihrem Terminal. Es gibt schon einen Stich, nach 3.5 Wochen gemeinsamen Erlebnissen, super tollen, frohen, lustigen Momenten tschüss zu sagen. Aber wir werden uns wieder sehen!
Taxi Joseph bringt mich zu meiner Ex-Nachbarin in Nairobi, die ich auch schon lange nicht mehr gesehen habe. Somit kann ich morgen gleich einkaufen gehen und noch einige Dinge in der Gegend erledigen. Die Katzen- und Tüpfelhyänenfilme werde ich hier einstellen oder wer möchte kann meinem Youtube Kanal folgen
Wer meine alten Daten über Vögel, Reptilien, Schmetterlinge, Parks usw. sucht, sie sind, bis sie irgendwann mal auf der neuen Webseite sind unter www.bushtruckers.ch zu finden. Liebe Grüsse aus dem leider immer noch zu trockenen Kenia Elvira
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Elvira Wolfer
Zubucher- und individuelle Safaris
picco6'369 Beiträge · seit 201110. Apr. 2022 · #50
Hoi Elvira
Vielen Dank für den schönen Bericht und die vielen Erinnerungen die Du damit bei mir geweckt hast! 🙂 Schade dass schon Ende ist...
Beatnick1'712 Beiträge · seit 201610. Apr. 2022 · #51
Hallo Elvira,
vielen Dank fürs Berichten! Ich war sehr gerne dabei und wäre auch gern noch geblieben. 🙂 Du hast eben doch auch immer noch einmal tiefere Einblicke und das finde ich sehr spannend.
BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201410. Apr. 2022 · #52
Hallo Betti
Danke fuer Deinen Kommentar und es freut mich natuerlich, wenn Dir mein Bericht gefaellt.
Du hast recht, ich gehe gerne in die Tiefe und vor allem, ich und auch die Gaeste, die mit mir waren, begeistern uns fuer alles, egal, ob gross oder klein, viele oder keine Beine.
Liebe Gruesse Elvira
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KarstenB2'398 Beiträge · seit 201110. Apr. 2022 · #53
Hallo Elvira, auch mir versetzt es einen Stich, wenn ich feststellen muss, dass Dein interessanter Bericht schon zu Ende ist. Aber ich hoffe doch, dass Du uns bald mit einem neuen Bericht über Kenia verwöhnst. LG aus HH, Karsten
BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201410. Apr. 2022 · #54
Hallo Karsten
Danke fuer die netten Worte. Irgendwann werde ich sicherlich wieder auf Safari.....
Dereit gaebe es nur langweilige Buerofotos von Papierkram 😐
Obwohl wir so viel Regen in der Masai Mara hatten, laeuft Kenia , wenn nicht sehr bald und vor allem im Norden Regen kommt, in eine hoellische Duerre rein.
Liebe Gruesse Elvira
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Elvira Wolfer
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jetzt möchte ich mich als stille Mitleserin auch ganz herzlich für den tollen Bericht bedanken, der unsere Vorfreude auf den September noch einmal gesteigert hat, wenngleich wir teilweise in einer anderen Gegend unterwegs sein werden.
Besonders gefällt mir die informative Art und Dein etwas anderer Blickwinkel auf die Dinge, nicht zu vergessen die schönen Photos und Videos auch von den kleineren Tierchen und Vögeln.
Herzlichen Dank und beste Grüße aus dem kalten Deutschland 😘 Kerstin
Hallo Elvira, vielen Dank für Deinen Bericht, den ich am heutigen Regen-Sonne-Schnee-Graupel-Aprilsonntag verschlungen habe. Über die Qualität der Fotos ist ja schon alles gesagt - ich bin begeistert! Schöne Grüße Friederike
BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201410. Apr. 2022 · #57
Hallo Fredericke und Kerstin
Danke fuer Euer beider Lob!
tja wenn man 23 Jahre in Kenia lebt, dann sieht man einiges anders und gelegentlich auch hinter die Kulissen.
Uebrigens ich habe eine ganz einfach Canon Powershot SX60, also nichts, das ich schwer heben muss (kann das auch nicht mehr).
Liebe Gruesse aus recht warm - der Wunsch nach Regen wird jeden Tag groesser Elvira
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201410. Apr. 2022 · #58
Hallo Frederike und Kerstin
Danke fuer Euer beider Lob!
tja wenn man 23 Jahre in Kenia lebt, dann sieht man einiges anders und gelegentlich auch hinter die Kulissen.
Uebrigens ich habe eine ganz einfach Canon Powershot SX60, also nichts, das ich schwer heben muss (kann das auch nicht mehr).
Liebe Gruesse aus recht warm - der Wunsch nach Regen wird jeden Tag groesser Elvira
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BushtruckersThemenstarter1'580 Beiträge · seit 201416. Apr. 2022 · #59
Hallo Mitleser
grade von einer ganz aufmerksamen Leserin den Bescheid bekommen, dass ich zwar das Highlight - Felsenpython erwaehnte, aber das Bild vergass. Hier ist sie
Liebe Gruesse Elvira
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Daxiang5'050 Beiträge · seit 201419. Apr. 2022 · #60