30.10.21
Die ersten Schritte auf namibischen Boden, das Licht gleisend hell, die Luft warm – da durchbrodelte mich ein derartiger Glücksschwall, dass ich am liebsten die Dame, die am Rollfeld stand und den Weg wies, umarmt hätte. Ich hielt mich zurück und bedachte sie mit einem breiten Grinsen, das sie voll Freude erwiderte. Ich glaube, sie hatte mich verstanden.
Ja, nur war ich hier. Nicht einmal 2 Wochen war es her, dass im Frust über den Dauernebel zuhause kurzentschlossen den Flug und alles weitere gebucht hatte. Die Herbstferien wollte ich an der Sonne verbringen! Der Flug war gut verlaufen, pünktlich gestartet, noch pünktlicher gelandet. Das Einreiseprozedere mit Fiebermessen und Abgabe des Gesundheitsbogen und dann der üblichen Passkontrolle samt Visumserteilung dauerte etwas, war aber völlig im Rahmen. Da ich nur mit Handgepäck reiste, musste ich in den inzwischen eingetroffenen Koffern nicht nach meinem Gepäckstück suchen, sondern konnte den inneren Bereich gleich verlassen. Da sah ich auch sofort ein Schild mit meinem Namen; der Fahrer war also pünktlich und zuverlässig. Nach den Geldwechseln gingen wir zum Auto, einem Pickup. Irgendeine große Baumaschine stand auf der Ladefläche, die auch nach „Barkhan“ geliefert werden musst. Mit Barkhan meine ich nicht die Sicheldüne, sondern das „Barkhan Dune Retreat“, wo ich die nächsten 6 Tage verbringen wollte. Für eine Rundreise war die Zeit zu kurz, außerdem reiste ich alleine; in einer Lodge zu bleiben, schien mir die beste Lösung.
Unterwegs mussten wir anhalten und warten, bis ein Konvoi vorbei war; der Präsident sei unterwegs, vermutete der Fahrer. Auf meine Bitte hin stoppten wir noch an einem kleinen Supermarkt, wo ich zwei große Wasserkanister kaufte und etwas Knabberzeug und dann ging es auf der B1 nach Süden. Mein Chaufeur hörte Radio, zunächst irgendwelche Kinderlieder in Afrikaans, dann deutsche Schlager. Mir machte nichts aus, im Gegenteil ich war eigentlich froh, dass die Kommunikation nur spärlich ausfiel, ich genoss sehr, was ich sah! Diese Farben und Formen waren genau das, was ich suchte. In Rehoboth bogen wir ab und als wir endlich auf einer Gravel Road waren, realisierte ich, dass ich nun in Namibia angekommen war. Nur wenige Fahrzeuge begegneten uns.
Über die D 1275 erreichten wir die Große Randstufe am Spreetshoogte-Pass. Am oberen Aussichtspunkt hielt der Fahrer an und wir stiegen aus. Mein Blick eilte in die weite Ebene der Namib-Wüste hinaus, blieb an einsamen Inselbergen hängen und verlor sich im Sandmeer, das bis zum Horizont reichte. Kaum vorstellbar, dass einst mächtiges Gebirge da war, das in nahezu unendlich langer Zeit bis auf seinen tiefsten Sockel erodiert wurde und nun unter den Sandmassen der Namib verborgen liegt; die Inselberge, wenn auch kümmerliche Reste, bezeugen seine Existenz und den Abtragungsprozess.

Erst als ich mich satt gesehen und genug photographiert hatte, fuhren wir langsam weiter, immer wieder mit Stopps. Auch der Straßenbaukunst und den aufgebrachten Mühen gehörte meine Bewunderung. Pflasterstein für Pflasterstein wurde hier per Hand verlegt!
Die ersten Schritte auf namibischen Boden, das Licht gleisend hell, die Luft warm – da durchbrodelte mich ein derartiger Glücksschwall, dass ich am liebsten die Dame, die am Rollfeld stand und den Weg wies, umarmt hätte. Ich hielt mich zurück und bedachte sie mit einem breiten Grinsen, das sie voll Freude erwiderte. Ich glaube, sie hatte mich verstanden.
Ja, nur war ich hier. Nicht einmal 2 Wochen war es her, dass im Frust über den Dauernebel zuhause kurzentschlossen den Flug und alles weitere gebucht hatte. Die Herbstferien wollte ich an der Sonne verbringen! Der Flug war gut verlaufen, pünktlich gestartet, noch pünktlicher gelandet. Das Einreiseprozedere mit Fiebermessen und Abgabe des Gesundheitsbogen und dann der üblichen Passkontrolle samt Visumserteilung dauerte etwas, war aber völlig im Rahmen. Da ich nur mit Handgepäck reiste, musste ich in den inzwischen eingetroffenen Koffern nicht nach meinem Gepäckstück suchen, sondern konnte den inneren Bereich gleich verlassen. Da sah ich auch sofort ein Schild mit meinem Namen; der Fahrer war also pünktlich und zuverlässig. Nach den Geldwechseln gingen wir zum Auto, einem Pickup. Irgendeine große Baumaschine stand auf der Ladefläche, die auch nach „Barkhan“ geliefert werden musst. Mit Barkhan meine ich nicht die Sicheldüne, sondern das „Barkhan Dune Retreat“, wo ich die nächsten 6 Tage verbringen wollte. Für eine Rundreise war die Zeit zu kurz, außerdem reiste ich alleine; in einer Lodge zu bleiben, schien mir die beste Lösung.
Unterwegs mussten wir anhalten und warten, bis ein Konvoi vorbei war; der Präsident sei unterwegs, vermutete der Fahrer. Auf meine Bitte hin stoppten wir noch an einem kleinen Supermarkt, wo ich zwei große Wasserkanister kaufte und etwas Knabberzeug und dann ging es auf der B1 nach Süden. Mein Chaufeur hörte Radio, zunächst irgendwelche Kinderlieder in Afrikaans, dann deutsche Schlager. Mir machte nichts aus, im Gegenteil ich war eigentlich froh, dass die Kommunikation nur spärlich ausfiel, ich genoss sehr, was ich sah! Diese Farben und Formen waren genau das, was ich suchte. In Rehoboth bogen wir ab und als wir endlich auf einer Gravel Road waren, realisierte ich, dass ich nun in Namibia angekommen war. Nur wenige Fahrzeuge begegneten uns.
Über die D 1275 erreichten wir die Große Randstufe am Spreetshoogte-Pass. Am oberen Aussichtspunkt hielt der Fahrer an und wir stiegen aus. Mein Blick eilte in die weite Ebene der Namib-Wüste hinaus, blieb an einsamen Inselbergen hängen und verlor sich im Sandmeer, das bis zum Horizont reichte. Kaum vorstellbar, dass einst mächtiges Gebirge da war, das in nahezu unendlich langer Zeit bis auf seinen tiefsten Sockel erodiert wurde und nun unter den Sandmassen der Namib verborgen liegt; die Inselberge, wenn auch kümmerliche Reste, bezeugen seine Existenz und den Abtragungsprozess.

