LotusblumeThemenstarter1'933 Beiträge · seit 200912. Dez. 2021 · #21
travelNAMIBIA schrieb:
Auf der Rückfahrt können wir Surfer beobachten, welche eine Wasser-Rinne zwischen Atlantik und Großer Bucht nutzen, um im spektakulären Tempo hin und her surfen. Das ist eine coole Sache und auch wir haben Spaß dabei zu zusehen. Leider erwischen wir kaum einen Surfer mit der Kamera, so einen Affen-Tempo haben die drauf.
Die Lüderitz Speed Challenge, eines der bekanntesten und schnellsten Surfrennen der Welt. Da kommt dir ganze Elite aus allen Herrenlaändern jedes Jahr für 4 Wochen zusammen.
Viele Grüße Christian
Danke Christian für diese Info. Die Surfer hatten locker 100 kmh drauf. Vielleicht war deshalb auch das Nest-Hotel gesperrt... (wir hatten beim Schrankenwärter nur etwas von Tagung, Event, viele Leute o.ä. verstanden, weshalb wir nicht rein durften).
LotusblumeThemenstarter1'933 Beiträge · seit 200913. Dez. 2021 · #22
11. November 2021 – Fahrt zum Elegant Desert Eco Camp, Nähe Sossusvlei
Zeitig bin ich wach und setze mich mit einer Tasse Tee auf die Terrasse.
Später knipse ich noch mit meinem Handy Fotos vom Inneren des Chalets. Es hat eine Küchenecke, Sitzecke mit Kamin, ein uriges Badezimmer und 3 Betten, wovon 2 zusammengeschoben sind. Es ist alles gemütlich und sehr sauber.
Dann werden die Klamotten im Auto verstaut und wir fahren zuerst zur Lodge M&M abholen und dann zum Frühstück.
Wir begleichen unsere moderate Rechnung (die Getränke gingen ja fast alle aufs Haus 😛 ) und 8:30 Uhr verlassen wir diesen schönen Ort mit etwas Wehmut. Wann werden wir es wiedersehen... Es sind schon 30 Grad. 😐
Fazit Klein- Aus Vista, Eagles Chalet
Einer unserer Stamm-Übernachtungsplätze in Namibia. Wir sind immer wieder sehr gerne hier. Piet ist der perfekte Gastgeber. Alle Angestellten sind sehr zuvorkommend und freundlich. Die Lodge war, lt. Piet, zu 75% belegt.
M&M waren sehr mit ihrer Unterkunft im Desert Horse Inn zufrieden und würden sogar eine 2+ dafür geben.
Eine Top Empfehlung, unbedingt mehrere Tage bleiben und genießen!
In Aus wird noch Geld geholt und dann bringt uns die C13 Richtung Helmeringhausen. An der Abzweigung D707 überlegen wir diese zu fahren, verwerfen es aber, da wir eine weite Fahrtstrecke haben, es jetzt schon beim Aussteigen sehr heiß ist und Valentina auch noch mal nach Helmeringhausen möchte um Feigenmarmelade zu kaufen. 1,5 Stunden später sind wir in Helmeringhausen.
Die Einkäufe sind schnell erledigt und Zeit für einen Cappuccino im schönen Garten-Restaurant bleibt auch. Wir sind wieder nur die einzigen Gäste.
Dann geht’s auf der C27 in 1,5 Stunden nach Betta. Hier legen wir für ein Eis einen Stopp ein. Es ist aber so brüllend heiß 😮 , dass wir es nicht lange auf der Terrasse am kleinen Cafe aushalten und es nach 10 Minuten vorziehen im klimatisierten Auto weiterzufahren.
Die C27 führt uns direkt durchs NamibRand Naturreservat. Landschaftlich ein Traum.
Später wird auf die D845 abgebogen, nach einem Stück auf der C19 und ein kurzes Stück auf der D854 und wir sind gegen 14:30 Uhr endlich in der Elegant Desert Lodge (ehem. Betesda Lodge). Auf der letzten Etappe, ab Betta, ist uns kein einziges Auto begegnet. Das ist schon sehr komisch, zumal es hier, in der Nähe zum Sossusvlei, einige Lodges gibt... alles leer.
Wir werden freundlich mit kalten Getränken empfangen und uns die Schlüssel zu unseren Zelten Nr. 2,3 und 4 ausgehändigt. Die Rezeptionisten erklärt uns noch den Weg dahin und sagt, dass wir die einzigen Gäste im Camp sind und extra „Bewacher“ haben. Wir erhalten für jedes Zelt noch eine Kühlbox mit Eiswürfeln. Auch in der relativ großen Lodge sind nur 2 Zimmer belegt. Erst mal gönnen wir uns einen GinTonic auf der schönen Terrasse der Lodge.
Dann fahren wir ins ca. 5 km entfernte Camp.
Von weitem sehen wir die Zelte (mittig im Foto) und sind voller Vorfreude.
Die Zelte sind schön eingerichtet, zeigen aber auch schon einige Gebrauchsspuren. Z.B. ist der Boden verkratzt, da man die Betten raus schieben kann. Und es ist unerträglich heiß im Zelt. Wir rollen alle Lüftungsmöglichkeiten für etwas Durchzug auf. Das Zelt hat sicherlich eine Innen-Größe von 30 m². Neben den Betten stehen noch Nachtische, ein offenes Regal für Klamotten, Deckenventilator und 2 Stühle, Safe ist auch vorhanden.
Das Badezimmer ist im Zelt integriert, also ist keine Privatsphäre diesbezüglich möglich, aber das wussten wir. Weniger passt die Einrichtung des Badbereiches zum Zelt.
Es gibt eine schöne große Außen-Terrasse und eine Außendusche.
An der großen Glasfront hängt leider nur eine dünne durchsichtige Gardine und bietet keinerlei Verdunklungsmöglichkeit bzw. Sonnenschutz.
Leider kann man es bei dieser Hitze, es sind über 40°, nur im Zelt unterm Ventilator aufm Bett liegend, aushalten. Die Terrasse ist bei solchen Temperaturen kaum nutzbar.
Manfred entschließt sich trotzdem auf den Berg zur Bar und Pool zu kraxeln.
Der Bar-Mann freut sich jedenfalls über seinen Besuch.
Wir sehen das leider auch nur von Fotos, es sieht ja wirklich sehr schön aus, aber bei dieser Hitze hat keiner Lust auf den Berg zur Bar oder zum Pool zu steigen. Es ist wirklich jammerschade... 🙁
Mittlerweile kommt Wind auf und es fühlt sich an, als ob jemand mit einem Riesenfön einem unentwegt heiße Luft ins Gesicht bläst. Wir beschließen unsere Außendusche in eine Bar umzuwandeln, es ist der einzige schattige Platz an dem auch kein Fön bläst.
Hier wurde die Bar gerade geschlossen 😉 , aber bezeichnend für den heißen Tag.
Nach 18 Uhr kann man es endlich auf der Terrasse einigermaßen aushalten und wir dösen ein bisschen.
Kurz vor Sonnenuntergang fahren wir die 5 km zurück zur Lodge zum Dinner.
Es ist eine so wunderschöne Anlage, aber leider ist außer uns nur noch ein weiteren Tisch mit 3 Personen belegt. Der Speiseraum (oder besser Saal) ist sehr schön möbliert und alles ist blitzsauber.
Das Essen mit Vorspeise und Dessert ist lecker und der eisgekühlte Weiswein sehr süffig.
Die Angestellten zünden extra für uns noch die Feuerstelle an, damit wir unseren Absacker romantisch einnehmen können.
Alle sind hier ausnahmslos sehr zuvorkommend und versuchen einem jeden Wunsch von den Augen abzulesen ohne aufdringlich zu sein. 😘
Ich frage später noch die Managerin, ob es möglich wäre evtl. vom Zelt in die Lodge zu ziehen, auch weil die Zimmer klimatisiert sind. Das wäre überhaupt kein Problem, da wir morgen sowieso nur die einzigen Gäste in der gesamten Lodge sind. Wir werden ihr morgen früh Bescheid geben, ob wir einen Wechsel vornehmen.
Gegen 21:30 Uhr fahren wir ins Zeltcamp. Es ist immer noch sehr heiß und der Wind bläst unaufhörlich. Wir sitzen alle auf unser Terrasse und lassen den Tag Revue passieren. Wir überlegen das Bett raus zu rollen, aber dieser Wind---also doch innen schlafen bei geöffneten Türen, Fenstern und mit Ventilator. Mit dem gleichmäßigen Klappern an der Zeltplane schlafen wir ein.
LotusblumeThemenstarter1'933 Beiträge · seit 200914. Dez. 2021 · #25
12. November 2021 – Ausflug Sossusvlei
Wir haben nicht so gut geschlafen, es war sehr warm im Zelt und die Zeltplanen klapperten die ganzen Nacht. Mit Kaffee und Tee begrüßen wir den neuen Tag auf unserer Terrasse. Es ist eigentlich wunderschön hier, wenn nur die Hitze tagsüber nicht so arg und die Zelte klimatisiert wären... wir beschließen in die Lodge zu umzuziehen.
Gegen 6:00 Uhr verstauen wir deshalb alle Sachen ins Auto und fahren zur Lodge um unsere bestellten Frühstückspakete abzuholen. Dem Angestellten erklären wir noch, dass sie bitte 3 Zimmer herrichten möchten, da wir umziehen.
Kurz vor der Lodge treffen wir auf unsere 2 Nacht-Wächter, welche den ganzen Weg im Morgengrauen zu Fuß zurück legten.
Wir fahren an einigen Lodges vorbei, trotzdem sehen wir bis zur Sossusvlei Lodge kein weiteres Auto. Es gibt auch keine Auto-Schlange am Gate. Unser Kennzeichen wird notiert und kurz nach 7 sind wir an der Elim Düne.
Wir kraxeln ein bisschen auf der Düne rum und später essen wir ein Sandwich aus unserem Frühstückspaket.. Leider ist die Box das ganze Gegenteil von der Frühstücksbox der Sossusvlei Lodge, welche wir vor 3 Jahren hatten. Es fällt ziemlich mager aus: 1 Apfel, 1 Ei, 2 Sandwich (aus 2 Scheiben Toast mit Käse/Schinken belegt), 1 Müsli Riegel und ein kleines Pack Apfelsaft.
Wir bleiben sicherlich 1 Stunde an der Elim Düne und genießen die herrliche Natur.
Weiter geht’s zur Düne 45. Am Parkplatz stehen gerade Mal 3 Autos.
Valentina möchte unbedingt nach oben und die M&M's begleiten sie. Ich schlendere eine bisschen mit meinem Mann am Fuße der Düne entlang und finde dann eine schattige Bank. Bänke habe ich hier, vor lauter Menschenmassen, tatsächlich noch nie gesehen.
Es wird immer heißer...
Valentina und Monika schleppen sich derweil nach oben.
Oben angekommen:
Nach über 1 Stunde kommen die Drei glücklich, aber ziemlich fertig wieder unten an. Unser Respekt ist Ihnen sicher. Nun werden die Reste aus unseren Frühstücksboxen vertilgt.
Als wir ins Auto steigen zeigt das Thermometer 39 Grad (10 Uhr). Vorbei an vielen Dünen geht’s zum Shuttle-Parkplatz. Es stehen keine 10 Autos da. Deshalb können wir auch gleich mit dem Shuttle los. Wir hatten eigentlich vor ins Dead Vlei zu gehen, aber das fällt der Hitze zum Opfer. Statt dessen lassen wir uns vom Shuttle im Sossusvlei absetzen und vereinbaren eine Abholung in spätestens 45 Minuten. Wir dampern ein bisschen herum, jeder Schritt fällt schwer. Puuh, ist das heiß.
Die Oryxe machen ein richtig... ein Schattenplatz ist die beste Wahl.
Ein Schakal auf der Suche nach Schatten (oder Eßbaren?) Er ist überhaupt nicht scheu und läuft 5 m neben uns her.
Eine Eidechse (Skink) ist beim Verspeisen eines großen Falters.
Und die Vögel suchen noch nach Futter.
Wir suchen uns ein schattiges Plätzchen und warten auf den Shuttle....und warten und warten...
Mit uns wartet eine französische Dame mit ihrem Enkel. Irgendwas an ihrem Auto ist kaputt, sie kommen nicht weg und warten auf ein Mechaniker oder wenigstens auf den Shuttle. Der Vogel ist von seinem gegenüber nicht begeistert. 😉
Ein Oryx unterm Nachbarbaum beäugt uns die ganze Zeit.
Nach über 1 Stunde kommt endlich der Shuttle und gerade dann als ich meinen Apfel begonnen habe zu essen. Beim Verstauen unserer Sachen fällt er mir aus der Hand. Aber die Vögel sind über diese Erfrischung dankbar.
In rasanter Fahrt geht’s, mit Stopp am Dead Vlei Parkplatz - auch hier stehen nur 4-5 Autos, zum Shuttle-Parkplatz. Über uns kreist derweil ein Hubschrauber.
Kurz vorm Gate kommen uns 2 Krankenwagen entgegen. Am nächsten Morgen erfahren wir, dass ein Franzose kollabiert und später verstorben ist. Er ist im Dead-Vlei zuerst auf eine Düne und dann zu Fuß ins Sossusvlei. Auf diesem Weg ist er zusammengebrochen.
Wir bezahlen unseren Eintritt (oder Austritt) und fahren zu einem Drink in die Sossusvlei Lodge. Hier akklimatisieren wir etwas im Barbereich. Das Thermometer der Lodge zeigt 43 Grad! Nach 1 Stunde fühlen wir uns abgekühlt und fit für die Rückfahrt zur Lodge, welche wir nach reichlich 30 Minuten erreichen.
Wir beziehen unsere herrlich klimatisierten Zimmer und schön sind sie dazu. 🙂 In der Dusche kann man tanzen.
Später wird sich im Pool abgekühlt.
Dann ruhen wir ein bisschen im Zimmer aus und beobachten später die wuseligen Erdhörnchen vor unserer Terrasse.
Ein anstrengender Tag mit großer Hitze verabschiedet sich.
Später wird in der offenen Küche unser Menü zubereitet. Wir sind die einzigen Gäste, trotzdem zaubert die Küche ein vorzügliches 3 Gänge-Menü für uns.
Der Manager fragt uns, ob alles okay sei und wir plaudern ein bisschen mit ihm. Es sind hier alle ausnahmslos sehr freundlich und haben so eine dezente Art, welche mich sehr anspricht.
Noch ein GinTonic und wir verschwinden in unseren schönen Zimmern. Das Bett ist bequem, die Bettwäsche blütenweiß und mit frischen Duft und vor allem es hat eine angenehme Zimmertemperatur... Bald sind wir im Reich der Träume.
bevor Du mir jetzt total davonläufst - denn Du legst hier ein mächtiges Tempo vor - muss ich nochmal auf Deine Rankingliste im eagles nest zurückkommen. Wir kennen nur zwei Chalets, das ist das The Rock und das eagles view. Beide haben uns sehr gut gefallen, und das The Rock würden wir, gleich Deiner Beurteilung, auf Platz 1 sehen.
Dein Bericht gefällt mir außerordentlich gut, was sicherlich auch daran liegt, dass sich unsere Geschmäcker hinsichtlich der Unterkünfte doch sehr ähneln. Dort wo Ihr hinfährt, da würd´s uns auch hinziehen. 🙂
Und die Geschichte mit dem Franzosen ist ja sehr dramatisch... Ich hatte darüber gelesen und mich gefragt, was da passiert ist. Es klingt als ob er sich überanstrengt hat in der Hitze der Wüste.
Gut, das ihr den Tag gut überstanden habt...
Liebe Grüße, Stefanie
5 Jahre in Botswana, 3 Jahre in Sierra Leone, 1 Jahr in Lesotho
außerdem Reisen in Namibia, Südafrika, Mozambique, Eswatini, Tansania und Äthiopien
www.kalahari-calling.com
Champagner8'684 Beiträge · seit 201015. Dez. 2021 · #28
Guten Morgen Lotusblume,
vielen Dank für die schönen Bilder, das weckt Erinnerungen!
kalaharicalling schrieb: Und die Geschichte mit dem Franzosen ist ja sehr dramatisch... Ich hatte darüber gelesen und mich gefragt, was da passiert ist. Es klingt als ob er sich überanstrengt hat in der Hitze der Wüste. Liebe Grüße, Stefanie
Ich habe mich vor kurzem lange mit zwei Leuten unterhalten, die Reisen im südlichen Afrika durchführen, also nicht vom deutschen Schreibtisch aus verkaufen, sondern wirklich mit den Problemen vor Ort dann zu tun haben. DER klassische medizinische Notfall, und zwar mit Abstand der häufigste, ist Dehydration. Das ging nicht nur einmal soweit, dass sie Rettungshubschrauber ins CKGR einfliegen lassen mussten, weil Kunden kollabiert sind. Inzwischen verkaufen sie ihre Reisen auch nur noch mit einer Mitgliedschaft bei Okavango Air Rescue, weil ihnen das Risiko zu hoch sei, erst mit einem Callcenter in XY telefonieren zu müssen um herauszufinden, ob die Krankenversicherung eine Flugrettung auch bezahlt.
Es sei extrem schwierig, den Leuten nahezubringen, dass sie trinken, trinken, trinken müssen. Oft würden die Leute, wenn sie sich unwohl fühlen, dies aufs afrikanische Essen und Wasser zurückführen, und dann noch weniger zu sich nehmen, mit fatalen Folgen. Ich hatte mich ein bisschen darüber lustig gemacht, dass wir, obwohl sehr rustikal und auch flexibel unterwegs, immer sehr deutschpünktlich unsere Mahlzeiten bekommen haben. Bis mir erklärt wurde, dass dies auch damit zu tun hat, dass man darauf achten müsse, dass die Kunden regelmäßig essen und vor allem trinken (abgesehen davon, dass hungrige Kunden schnell mal schlechte Laune bekommen 😉 ). Das Über-den-Durst-hinaus-Trinken ist aber trotzdem schwer zu vermitteln (die Guides sind explizit angewiesen, dies zu tun) und für den Kunden schwer durchzuhalten, geht mir ja selber so.
Wenn man nun selber unterwegs ist, muss man sich eben auch selber daran erinnern (geht mir ebenfalls selber so), und bestimmt gibt es viele, die sich unkaputtbar fühlen und dazu auch noch wenig Erfahrung mit der extremen Trockenheit im südlichen Afrika haben und daher einfach mal losmarschieren z.B. im Sossusvlei und dabei natürlich durch die körperliche Anstrengung noch mehr Flüssigkeit verlieren. Es geht wohl auch teilweise recht schnell, dass man die Folgen zu spüren bekommt, je nach persönlicher Disposition. Klar kann es in diesem speziellen Fall zusätzlich oder nur andere Gründe gegeben haben, aber ich war doch erstaunt zu hören, welch großen Anteil dieses Problem bei den medizinischen Notfällen hat. Ich hatte nur ganz nebenbei gefragt, was am häufigsten auf ihren Reisen passiert und da kam wie aus einem Mund und wie aus der Pistole geschossen das Wort "Dehydration"!
Darauf nun einen zweiten Kaffee 😄 - liebe Grüße von Bele
LotusblumeThemenstarter1'933 Beiträge · seit 200915. Dez. 2021 · #29
Guten Morgen! Lieben Dank Bele, Stefanie und Georg für Eure Rückmeldungen.
Die Hitze während unserer Reise war echt brutal. Wir waren seinerzeit zu unserer Silberhochzeit (2013) auch im November unterwegs. Klar war es damals auch sehr warm und teilweise heiß, aber diesmal... ich habe es zuerst auf mein Alter geschoben, dass man dann empfindlicher wird (ist sicherlich auch ein Aspekt), aber viele Einheimische berichteten uns, dass auch sie selten so eine anhaltende Hitze im November erlebten und der Regen dramatisch fehlt. Wir haben uns deshalb auch nicht auf die Dünen gewagt, ich hatte Bange dabei umzukippen. Hier ging bei uns Vernunft vor Ehrgeiz. Es war die erste Reise nach Namibia bei der ich meine Nasen-Innenwände mit Creme behandeln musste. Sie war ständig verstopft und ausgetrocknet. Andere aus unserer Gruppe hatten mehrmals Nasenbluten.
Jeder der so eine Reise unternimmt sollte wirklich die Dehydration ernst nehmen! Vielen Dank Bele für Deine Ausführungen dazu. Verständlich und sinnvoll, dass das Reiseunternehmen nur noch Reisen mit einer Mitgliedschaft bei Okavango Air Rescue verkauft.
LotusblumeThemenstarter1'933 Beiträge · seit 200915. Dez. 2021 · #30
13. November 2021 – Fahrt zum Namib Dune Star Camp
Wir haben so gut geschlafen, wie lange nicht mehr. Es war eine Wonne und mit Elan starten wir in den neuen Tag. Vor dem Frühstück schlendere ich ein bisschen durch die hübsche Anlage der Lodge.
Nach einem herzhaften Frühstück werden die Klamotten im Auto verstaut und unsere Rechnung beglichen. Für die liebenswerten Angestellten wird die Tip-Box gefüttert. Es wird eine herzliche Verabschiedung. 🙂
Fazit Elegant Desert Eco Camp Umgebung: 1,5 Unterkunft: 2,5 Ich kann zu dieser Jahreszeit kein Zelt ohne Klimaanlage empfehlen. Auch müsste mehr Sonnenschutz angebracht werden. Ansonsten wunderschöne, einsame Lage.
Alle Angestellten sind sehr zuvorkommend, freundlich und motiviert. Die Lodge war quasi leer. Die Unterkünfte waren ausnahmslos sehr sauber. Der Garten der Lodge sehr gepflegt. Hier kann man es sehr gut auch länger aushalten. Eine sehr gute Empfehlung in der Nähe vom Sesrim / Sossusvlei.
Heute haben wir nur 78 km (ca.1 Std. Fahrtzeit) zur nächsten Unterkunft. Und weil wir alle heute so fit sind, habe ich schon Zuhause einen Umweg geplant.
Wir fahren die D854 bis zur Kreuzung D850 und machen nach ca. 30 Minuten Fahrt einen Halt im Tsauchab River Camp. Das Camp hatte mich mit seiner Metall-Ausstellung schon im Jahre 2013 fasziniert, als wir in der Zebra River Lodge wohnten. Dort angekommen suchen wir den Eigentümer oder Verwalter. Im Camp finden wir niemanden, um zu fragen, ob wir uns ein bisschen umsehen können. Da man aber unweigerlich, wenn man zum Gebäude/Restaurant möchte, durch die Metall-Ausstellung läuft, sehen wir uns ein bisschen um. Viele Kuriositäten erwarten uns.
Die Agame rekelt sich in der Sonne.
Der Storch bringt ein Baby...
Auch Holz wird zum Anschauungsstück.
Im Ehebett
Natürlich ist auch ein Strauß dabei
Es gibt hier so viel zu entdecken, man könnte tatsächlich mehrere Stunden durch die Anlage laufen. Aber nach 30 Minuten wird es uns schon wieder zu heiß und wir fahren auf der D850 zum Nachbarn, der Neuras Weinfarm, für eine Erfrischung. 😗
10 Minten später werden wir sehr nett empfangen und gefragt, ob wir eine Weinprobe möchten. Nunja, es ist zwar erst 10:30 Uhr, aber man soll ja viel trinken bei der Hitze. 😉
Außer dem Rose-Wein schmeckt mit der Wein nicht. Der Fahrer hat natürlich keine Weinprobe mit gemacht und nur mal genippt. Man kann hier aber schön sitzen (sicherlich Abends noch schöner) und so Weinselig wie wir jetzt sind, bleiben wir auch ein Weilchen.
Gegen 12 Uhr steigen wir wieder ins Auto und fahren Rüchtung BüllsPort durch schöne Berglandschaft. Es ist still im Auto geworden, außer dem Fahrer dösen alle. Die C14 bringt uns nach Solitaire.
Als wir die Autotüren öffnen bekommen wir kaum Luft vor Hitze. Auch Solitaire ist verwaist. Sonst war hier immer ein Gewusel, jetzt steht gerade mal ein Auto neben uns an der Tankstelle. Der Bäcker hat leider auch zu, so setzten wir uns in Lodge, bestellen Cappuccino und Kuchen. Das weckt unsere Lebensgeister wieder.
Fotos mache ich hier keine, erstes haben wir genug im Archiv und zweitens ist es viel zu heiß um rumzulaufen. Wir setzen unsere Fahrt, nun auf der C19, Richtung Süden fort.
Nach wiederum 30 Minuten sind wir in der Namib Desert Lodge. Für hier aus erfolgt der Transfer zum Namib Dune Star Camp. Wir werden mit kalten Tüchern und einem Kalt-Getränke sehr freundlich empfangen. Es wird uns noch das Prozedere mit Transfer erklärt und ein Mitarbeiter zeigt uns die Lodge-Anlage, welche wir aber bereits von 2018 kennen als wir ebenfalls im Dune Star Camp wohnten. Die gesamte Anlage ist sehr gepflegt und hat, vor den steinernen Dünen, eine tolle Lage.
Schnell ist ein schattiger Platz am Pool gefunden und ab geht’s ins erfrischende Wasser. 🤩
Ein Glanzstar begutachtet unsere Wasserspiele.
Zwischendurch bestellen wir uns ein kleinen lunch und gönnen uns einen GT. Die Zeit vergeht im Nu entweder im Pool oder auf der bequemen Liege. 16:30 Uhr besteigen wir, mit kleinem Gepäck, den offenen Wagen und werden zum Camp gebracht. Nur mit einem weiteren (und jungem) Paar (Honeymooner) werden wir im Camp sein.
Nach ca. 20 Minuten Fahrt durch herrliche Dünenlandschaft sehen wir das Camp auf einer Düne thronen. Das Camp hat 10 Bungalows.
Wir beziehen wieder Bungalow 1, M+M Nr. 2 und V+H Nr. 3. Ich finde auch, dass diese Bungalows die schönsten Ausblicke ins Tal (4+5 sind auch noch gut) haben. Die anderen Chalets blicken mehr auf eine Ebene.
Die Bungalows sind frisch renoviert und alles ist penibel sauber.
(Blick auf Bungalow 1 +2) Sie stehen ca. 25m voneinander entfernt.
Und der 1 Mio-§ Ausblick von unserer Terrasse 😘
Wir können uns gar nicht satt sehen...vergessen ist die Hitze.
Hauptgebäude mit Restaurant und Traum-Aussichts-Terrasse.
Natürlich wird mit einem GT auf diese herrliche Landschaft angestoßen.
Später machen wir uns etwas frisch für den sundowner und das Dinner. Natürlich knipsen wir immer wieder diese Traum-Landschaft.
Ich hatte schon in meinem letzten Reisebericht 2018 geschrieben, dass diese Landschaft nur noch mit Wolwedans zu toppen (oder sogar gleichrangig) ist und für mich zu den schönsten Namibias zählt. Meine Meinung hat sich nicht geändert.
Nach dem Sonnenuntergang wird diese Landschaft zur Magie. Wer jetzt nicht in Romantik-Modus verfällt hat tatsächlich einen Stock verschluckt.
Wir sind alle richtig glücklich und zufrieden hier zu sein – es ist ein wahres Geschenk! 😘
Teilweise leuchtet es Rosafarben.
Nach diesem Farbenrausch nehmen wir an unseren schön eingedeckten Tisch Platz.
Es wird ein leckeres 3 Gänge-Menü gereicht, der Wein ist eisgekühlt (und schmeckt viel besser als auf Neuras). Wir genießen jeden Augenblick.
Später schieben wir das große Doppel-Bett auf die Terrasse und bestaunen das Sternenzelt über uns. Lange liegen wir noch wach... bis der Schlaf siegt. 😊 😘
Danke, ebenfalls. Auch mir hat der Wein nicht geschmeckt, trotzdem war Neuras ein netter Zwischenstop.
Bei Tsauchab sind wir natürlich auch vorbeigekommen. Schade, ich habe das nicht gewusst, dass die dort so eine tolle "Ausstellung" haben. Und unverständlich, dass unser Busfahrer John auch hiervon keine Ahnung hatte. Ein Wort von ihm ...
Interessant ist, dass wir das Namib Dune Star um ein Haar als Hochzeitslocation gebucht hätten. Es war zumindest auf unserer Hitliste ganz oben gestanden.
LotusblumeThemenstarter1'933 Beiträge · seit 200916. Dez. 2021 · #32
14. November – Fahrt nach Swakopmund, Hansa-Hotel
Irgendwann in der Nacht, gegen 3 Uhr, werde ich von einem seltsamen Geräusch wach. Neben bzw. teils unter unserer Terrasse sitzen 2 Oryxe und unterhalten sich. 😁 Ich bestaune wieder den Sternenhimmel und bin bald wieder eingeschlafen. Halb 6 ist die Nacht dann endgültig vorbei, wir sind zum Morgenspaziergang mit einem Guide verabredet.
Herrlich in der Morgenluft durch die Dünen zu laufen.
Unser Guide erzählt uns von Fauna und Flora der Wüstenbewohner.
Und diese Landschaft...
Auf einer kleinen Anhöhe ist Kaffee und Rusk für uns angerichtet.
Langsam laufen wir zurück. Wir beneiden den Guide um seinen Arbeitsplatz.
Wir packen unsere Sachen zusammen und ab 7:30 Uhr wartet ein leckeres Frühstück auf der Terrasse auf uns. Dies ist neu – vorher wurde man um diese Zeit zurück zur Desert Lodge gebracht und es wurde dort gefrühstückt. So ist es viel schöner und wir können noch ein bisschen die herrliche Landschaft genießen. Eine Stunde später klettern wir in den offenen Wagen und es geht zurück zur Lodge.
Es geht wieder vorbei an den steinernen Dünen.
Wir bezahlen unsere Getränkerechnung und verabschieden uns herzlich, natürlich mit einem Tip, von unserem Guide und dem gesamten Team.
Fazit Namib Dune Star Camp Umgebung: 1+ Unterkunft: 1,5 (keine Luxusunterkunft, aber sehr schön und es war frisch renoviert) Essen: 1,5 Gastgeber: 1
Eine Traumlandschaft lädt zum Genießen ein!
Alle Angestellten sind sehr freundlich und motiviert. Namib Dune Star war quasi leer und in der Desert Lodge haben wir 2-3 Paare gesehen – also auch sehr leer.
Die Unterkunft war blitzsauber. Der Garten der Desert Lodge sehr gepflegt. Hier kann man es sehr gut auch länger aushalten. 😘 100% Empfehlung in der Nähe vom Sesrim / Sossusvlei.
Heute sind reichlich 300 km bis Swakopmund zurück zu legen. Die Stimmung im Auto bestens und wir schwelgen in Erinnerung an das Dune Star Camp.
Vorbei geht’s an Solitaire auf die C14. Nach 1,5 Stunden Fahrt machen wir den obligatorischen Stopp bei der Rostock Ritz Lodge. Wir werden sehr freundlich vom Eigentümer empfangen und nach unseren Wünschen gefragt: Bitte Kaltgetränke und Cappuccino. Später plaudern wir ein bisschen mit ihm und auch seine Lodge ist wegen Corona verwaist. Es ist alles ein shit... auch er musste einige Angestellte entlassen, was ihn heute noch sichtlich berührt. Derweil trotten draußen ein einige Zebras in brütender Hitze durchs Gelände. (nur Handyfotos)
Bei 41 Grad steigen wir wieder ins Auto. 🤩 Vorbei am Kuiseb Canyon – es ist einfach zu heiß, um auch nur 1 Schritt auf den Boden zu setzen, geht’s Richting Walvis Bay. Und das Thermometer sinkt... und sinkt... und sinkt. Walvis Bay erwartet uns nach 2,5 Std. Fahrt bei kühlen 18 Grad. 🤩 Was für eine Temperatursturz, aber wir genießen es. An der Promenade ist gähnende Leere, nur einige Flamingos und 2 Robben sind zu sichten.
Unser Auto steht einsam an der Promenade und die paar Leute auf dem Foto ist unsere kleine Gruppe.
Nachdem wir durchgepustet und abgekühlt sind geht’s die letzten knapp 40 km nach Swakopmund.
Das Hansa-Hotel ist schnell gefunden und das Auto wird sicher im Hof geparkt. Auch hier werden wir freundlichst empfangen und uns die Zimmerschlüssel ausgehändigt. Wir erhalten die Gartenzimmer, wie von mir gewünscht mit Terrasse und zum begrünten Innenhof.
Unser Zimmer Nr. 4 mit Badewanne
Blick von unserer Terrasse (darauf gibt es Stühle mit Hocker, Tisch und eine Liege)
Die beiden anderen Paare erhalten die Zimmer nebenan, Nr. 3 + 2 (mit Dusche), aber ansonsten genauso eingerichtet.
Kleiner Vorraum – Abtrennung zum Schlafbereich
Uns allen gefällt es hier super und wir lieben den Charme aus vergangen Zeiten. Erbaut wurde es 1905 Wir haben in Swakopmund schon ins sehr schönen Pensionen, Appartements oder Hotels gewohnt, aber diesmal musste es das Hansa sein.
Nachdem wir uns etwas eingerichtet haben treffen wir uns zum Colonial Kaffee. Der wird normalerweise in der Bar zelebriert, aber der Barmann ist erst ab 17 Uhr da. So nehmen wir auf einen riesigen Ledersofa Platz und die bezaubernde Luzy verwöhnt uns mit leckeren Colonialen Kaffee. 4 Sorten Alkohol werden erhitzt und mit Schlagsahne verfeinert. Lecker...lecker. Aber der hat es auch in sich... 🤪
Dann bummeln wir noch ein bisschen durch Swakopmund.
Menschenleere Strandpromenade
Nur die Perlhühner leisten uns Gesellschaft.
Gegen 18:30 Uhr sind wir zurück im Hansa Hotel. Wir hübschen uns ein bisschen auf, denn das Chateaubriand Dinner wartet auf uns.
Noch ein kleine Aperitif in der Bar
und dann werden wir in die schicke „private Lounge“ geleitet. Extra für uns wurde dieses private Raum geöffnet. Wir sind begeistert von dieser Privatsphäre, obwohl das Hotel nur ca. 30% belegt ist.
Wir bestellen südafrikanischen Chardonnay. Und dann kommen die Platten. 😎
Es sieht nicht nur lecker aus, es ist ein Spitzen-Dinner. 😘
Schon deshalb lohnt sich hier zu übernachten. Die Küche ist hervorragend und ich möchte behaupten, eine der Besten Namibias. Wir verbringen einen wunderschönen Abend.
Später besuchen wir nochmals die Bar auf einen kurzen Absacker.
Glücklich und zufrieden schlafen wir bald ein... 😛
felix__w705 Beiträge · seit 201416. Dez. 2021 · #33
Gerade zurück aus Namibia bzw Botswana lese ich hier auch mit. Tsauchab war der Abschluss der vorletzten Reise im April 19.
Lotusblume schrieb:14. November – Fahrt nach Swakopmund, Hansa-Hotel
Irgendwann in der Nacht, gegen 3 Uhr, werde ich von einem seltsamen Geräusch wach. Neben bzw. teils unter unserer Terrasse sitzen 2 Oryxe und unterhalten sich. 😁 Ich bestaune wieder den Sternenhimmel und bin bald wieder eingeschlafen. Halb 6 ist die Nacht dann endgültig vorbei, wir sind zum Morgenspaziergang mit einem Guide verabredet.
Und das Namib Dune Star Camp habe ich schon auf einer möglichen nächsten Reise 'eingeplant'.
ich bin grün vor Neid darüber, dass Ihr im Hansa Hotel das Chateaubriand genießen durftet - und natürlich den sensationellen Kolonial Kaffee. Was haben wir für lustige, um nicht zu sagen alberne, Erinnerungen daran. Nicht nur Schlagsahne, sondern auch Schlagseite! 😛
Und wie schön zu sehen, dass Luzy dort immer noch arbeitet. Ich habe so oft an die Angestellten gedacht und wie es ihnen in der ganzen Corona Situation wohl gehen mag.
LG Logi
LotusblumeThemenstarter1'933 Beiträge · seit 200917. Dez. 2021 · #35
Guten Morgen!
Vielen Dank für Eure Rückmeldungen.
@Claus, dass Dune Star Camp wäre sicherlich eine gute Alternative gewesen, auch wegen der Hochzeichtsnacht unterm Sternenzelt. 😘 Aber, und wir kennen die Bagatelle Lodge mit Umgebung, finde ich die Unterkünfte dort ein wenig chicer und das Farmhaus ist natürlich eine super Unterkunft für diesen Anlass. Ihr habt alles richtig gemacht!
@Felix, ich freue mich, dass auch Du bei unserer Fahrt durch Namibia virtuell dabei bist. Natürlich habe ich Deinen Reisebericht auch im Abo 🙂
@Logi, ich kann dir versichern, dass war das beste Chateaubriand ever. 😛 Wir hatten schon vor 3 Jahren im Hansa das Chateaubriand gegessen und es war für uns (damals zu Viert unterwegs) klar dies zu wiederholen. Seinerzeit hat uns die Managerin die Zimmer gezeigt und wir wussten das nächste Mal geht es nicht nur zum Essen ins Hansa sondern auch zum Schlafen.
LotusblumeThemenstarter1'933 Beiträge · seit 200917. Dez. 2021 · #36
15. November – ein Tag in Swakopmund
Wir haben bestens geschlafen...und wie üblich starte ich den Tag mit frischen Tee.
Heute machen wir uns einen schönen entspannten Tag in Swakopmund sagen wir zu Luzy, die uns auch heute wieder lieb umsorgt, während unseres schmackhaften Frühstücks. Es ist alles dekorativ als Buffet angerichtet und Eierspeisen werden nach Wunsch zubereitet, sogar Ei Benedikt. Keiner hatte Lust auf die Wüsten-Tour (little five), wir haben diese schon 5x mit gemacht oder andere Aktivitäten also starten wir gegen 10 Uhr zu Fuß durch Swakopmund.
Hansa-Hotel zeigt von außen schlichtes Understatement
Entertainment-Center, das dazugehörige Hotel und Spielcenter - alles geschlossen
Dann geht’s quer durch die Stadt zum Hohenzollern Haus
Bei der Gelegenheit statten wir Peters Antiquitäten, gegenüber, einen Besuch ab.
Der Europa Hof ist auch geschlossen.
Schräg gegenüber ist das Prinzessin Ruprecht Heim. Auch ein geschlossenes Hotel.
Dann schlendern wir Richtung Strand. Auf der gleichnamigen Straße geht’s entlang zum Beach Hotel, welches geöffnet hat. Wir gönnen uns auf der schönen Terrasse eine Pause mit lecker Cappuccino. Mit dem Manager oder Eigentümer kommen wir ins Gespräch – auch sein Hotel hat nur eine Auslastung von 10-15% und wenn sich nicht bald etwas ändert, wird auch er seine Pforten schließen. 🙁
Über die Strandstraße gelangen wir zur Sam Nujoma Avenue und biegen dann zum Woermann Haus mit Damaraturm ab.
Weiter geht’s in die Swakpmunder Buchhandlung an der Hauptstraße. Hier werden einige Kalender für die Familie/Freunde gekauft.
Gleich um die Ecke beginnt die Fußgängerzone. Als erstes wird bei Sibold (Lederwarengeschäft) eingekauft: 3 Paar Vellies, Gürtel, Hut, Geldbörse ist die Ausbeute unserer Gruppe. 😎
Danach setzten wir die Männer im Brauhaus ab und wir Frauen gehen alleine weiter shoppen. Es werden noch einige schöne Sachen gekauft (vor allem ohne ständig den Satz zu hören: davon hast du schon genug / wird nicht gebraucht etc.) 😛
Gegen 17 Uhr sind wir wieder im Hotel und bereit für einen Colonial Cafe 😉 Diesmal wird im Barbereich eingeschenkt. Immer wieder lecker.
Danach machen wir uns ein bisschen frisch und beratschlagen wo wir zum Abendessen hingehen. Fisch siegt. Also nochmals Richtung Mole
Im schicken Oecan Cellar (im Strandhotel-Komplex) bekommen wir einen schönen Tisch. Ich bestelle fish & ships. Es schmeckt fantastisch.
Monika, Heiner und ich teilen uns noch eine 3er Portion Austern. Und stelle, auch nach Jahren, wieder fest: das ist nicht meins. 🙄
Dafür ist das Dessert eine Wucht.
Eine A-Cappella Band begeistert uns, vorm Nachhauseweg, noch mit ihrem Repertoire.
Im Hansa-Hotel angekommen genehmigen wir uns noch einen Absacker.
Ein für uns perfekter Tag in Swakopmund neigt sich dem Ende. 😘
Lotusblume schrieb:Schräg gegenüber ist das Prinzessin Ruprecht Heim. Auch ein geschlossenes Hotel.
Guten Morgen,
das Prinzessin Ruprecht Heim ist in erster Linie ein Seniorenheim und kann von daher gar nicht geschlossen sein. Unsere Freundin arbeitet dort ehrenamtlich und macht mit den Senioren Gymnastik.
Das Konzept des Hauses sieht vor, dass durch Zimmervermietung an Touristen zusätzlich Gelder zum Unterhalt der Einrichtung erwirtschaftet werden.
LG Logi
LotusblumeThemenstarter1'933 Beiträge · seit 200917. Dez. 2021 · #38
Moin Logi,
um so besser, wenn für die Senioren weiter gesorgt wird! Es machte trotzdem einen sehr verlassenen Eindruck - so war meine Annahme, dass dies zu ist.
LotusblumeThemenstarter1'933 Beiträge · seit 200920. Dez. 2021 · #39
16. November – Fahrt zur Omurenga Lodge / Erongo
Nach erholsamen Schlaf frühstücken wir, packen unsere Klamotten zusammen und verabschieden uns herzlich vom Hansa-Hotel Team. Vor allem Luzy ist uns in der kurzen Zeit sehr ans Herz gewachsen, sie ist eine so liebenswerte Person und hat ihren Humor am richtigen Fleck. 😘
Fazit Hansa-Hotel Umgebung: 1, zentraler geht’s nicht in Swakopmund, wenn man nicht unbedingt am Meer wohnen möchte Unterkunft: 2+ Essen: 1 Gastgeber: 1
Alle Angestellten sind sehr freundlich und umsorgen ihre Gäste mit einem erstklassigem Service. Die Unterkunft war tiptop sauber. Das Hotel und der Garten sehr gepflegt. Wir werden das nächste Mal wieder hier wohnen > 100%ige Weiterempfehlung.
Als erstes möchten wir heute durch die Mondlandschaft zur Goanikontes Oase.
In Goanikontes werden wir schon erwartet.
Boah, hat sich das hier verändert. Vor 3 Jahren war es noch einen kleine, kuschlige Oase nun hat es hier einen riesiges Gartenrestaurant und ist auf viele Besucher eingestellt.
Wir bestellen uns Cappuccino und Kaltgetränke. Die Farmtiere wuseln zwischen uns herum.
Schön ist es hier, da zum Glück keine weiteren Gäste anwesend sind. Wir sehen uns noch ein bisschen um und nach ca. ¾ Stunde fahren wir weiter. Ich empfehle diesen Stopp, trotz Vergrößerung des Gartenrestaurants, gerne weiter.
Wir fahren die D1911 bis zur B2 und biegen auf diese ab. Es sind viele LKW's unterwegs. Nach ca. 40 Minuten halten wir am Soldatenfriedhof von Trekkopje. Das Gefecht von Trekkopje am 26. April 1915 war eines der größten im Feldzüge gegen Deutsch-Südwestafrika. Es endete mit einer herben Niederlage der Deutschen Truppen. Eine der Gründe war, dass die deutsche Flugaufklärung (der österreichische Pilot Fiedler) die mit Maschinengewehr bewaffneten Rolls Royce Panzerwagen als Gulaschkanonen - Küchenanhänger identifiziert hat.
In Usakos wird noch getankt und wir beratschlagen, ob wir noch einen Abstecher zur Ameib Gästefarm mit den schönen Fels-Formationen machen. Da wir gut in der Zeit liegen ist dies beschlossene Sache. Am Farmtor begleichen wir unseren Eintritt und fahren vorbei an der Gästefarm Richtung BullsParty. Die Landschaft verzaubert uns.
Am Parkplatz angekommen sehen wir uns ein bisschen um.
Aber diese Hitze erlaubt nur einen klitzekleinen Aufstieg, Wir haben 42 Grad. 🤩
So verlassen wir nach einer halben Stunde diesen heißen Ort.
Über die D-Straßen 1935, 2306 und 2315 erreichen wir nach 1,5 Stunden die Omurenga Lodge. Wir alle sind sehr gespannt, auch weil es die teuerste Unterkunft des Urlaubs ist. Schon die Anfahrt verspricht Gutes. Die kleine Straße windet sich einen Berg hoch. Oben angekommen werden wir schon mit kalten Tüchern und kalten Getränken von der Managerin erwartet. Schon beim Betreten der main-Lodge verschlägt es uns dem Atem, aber nicht vor Hitze sondern vor Luxus.
Wir werden dann zu unseren Chalets geführt. Die Lodge hat nur 4 und wir belegen 3 davon, die andere bleibt leer.
Wir erhalten das Zebra Chalet.
Das nenne ich Mal Kingsize: 2,00 x 2,00 m misst ein Bett.
An 3 Seiten ist ein umlaufende Terrasse mit diversen Sitzmöbeln und Liegen.
Und wir haben einen Whirlpool. 😎
Alles ist sehr chic und sehr großzügig. Das Chalet hat eine Größe von 100 m². Neben dem großen Badbereich hat es seinen separaten Toilette mit Bidet und auch von hier einen tollen Ausblick. Es gibt auch eine kleine Küche mit großem Kühl-/Gefrierschrank.
Und es gibt einen begehbaren Safe. 😉 (wir sind hier auf einer Jagd-Lodge).
Wir richten es uns ein und genießen dabei immer wieder diese tolle Aussicht.
Auch die anderen beiden Paare sind von ihrem Chalet begeistert. M+M sind im Kudu Chalet.
Wir treffen uns später am Pool, um mit einem GT auf diese chice Unterkunft anzustoßen.
Natürlich wird der Pool auch benutzt.
Der Himmel füllt sich mit Gewitterwolken, aber auch heute wird kein Regen kommen.
Später hüpfen wir noch ins unseren Whirlpool. Die Männer haben in der Zwischenzeit Champagner geordert und werden uns natürlich in den Pool folgen.
So verleben wir einen sehr entspannten Nachmittag auf Omurenga.
Gegen 18 Uhr hübschen wir uns auf und gehen später zum Dinner.
Die Vorspeise fotografiere ich noch mit dem Handy, dann fällt der Strom aus.
In der Küche wird es, durch den Stromausfall, etwas hektisch, aber alles klappt, um uns mit einem 3-Gang-Menü kulinarisch zu verwöhnen. Alles ist optisch sehr schön angerichtet und es schmeckt sehr gut. Vor allem das Kudufleisch ist eine Wucht. Nach dem Dessert ist auch der Strom wieder da.
Später sitzen wir noch ein bisschen auf der Terrasse zusammen bevor wir uns alle in unsere chicen klimatisierten Chalets zurück ziehen. Ein wiederum schöner Tag neigt sich dem Ende... 😘
LotusblumeThemenstarter1'933 Beiträge · seit 200922. Dez. 2021 · #40
17. November – Fahrt zur Vreugde Gästefarm / Ethosha
Mit einen Traum-Ausblick wachen wir auf. Mit Tee setze ich mich auf die Terrasse und sauge diese atemberaubende Landschaft auf. 😘
Wir lassen uns diesen Morgen ausgiebig Zeit und so frühstücken wir auch erst halb Neun.
Das Frühstück ist wie zu erwarten sehr gut und ansprechend angerichtet, außerdem sind Mango-, Ananas und Orangensaft frisch gepresst.
Einige „Unzertrennliche“ zwitschern um uns herum.
Langsam heißt es Abschied nehmen von dieser wunderschönen Lodge.
Wir packen unsere Sachen zusammen und bezahlen unsere Getränkerechnung. Die 2 Flachen Wein zum Abendessen werden uns, auf Grund des Stromausfalls, erlassen. Wir finden dies eine großzügige Geste. Die Managerin entschuldigt sich nochmals für diesen Ausfall – und wir versichern, dass es für uns überhaupt kein Problem war eine ¾ Stunde romantisch nur bei Kerzenlicht zu sitzen.
Wir quatschen noch ein bisschen mit der Managerin und erfahren, dass die Lodge erst im Jahre 2014 als Jagdlodge eröffnet wurde. Nunmehr aber auch für alle Gäste offen steht. Sie ist im Eigentum von Hubert Herzog ist. Hubert und seine Frau wanderten 1984 nach Nambia aus. Er ist auch Besitzer der Omaruru Beverages Ltd, kurz Oasis Mineralwasser, welches 1990 gegründet wurde. Ein Sohn von Herzog ist wiederum mit der Tochter vom Pächter Otjohotozu Guestfarm, auf der wir vor 3 Jahren waren, verheiratet. Sehr interessante Familiengeschichte...
Besser geht’s kaum. Ob Service, Sauberkeit, Qualität der Speisen und Getränke, Ausstattung der Chalets, Landschaft alles topp! Eine Traumunterkunft und eine 100%ige Weiterempfehlung!
Wir fahren die D2315 zurück und erreichen ca. 15 Minuten später das San Living Museum. Auch hier waren wir schon 3-4 Mal zu Gast.
Wir werden freundlich empfangen. Wir wünschen keine Führung - möchten uns nur etwas umsehen. Wir zahlen den moderaten Preis und werden zugleich von den Kindern begrüßt.
Sie sind so herzig.
Es wird uns die Schmuckherstellung aus Straußen-Eiern erklärt
Wir bleiben länger am Schmuckstand stehen und kaufen auch 2 Ketten, 2 Armbänder und mein Mann noch einen Köcher mit Pfeilen für sein Arbeitszimmer. Irgendwie hinterlassen solche Besuche bei mir immer einen komischen Beigeschmack und ich fühle mich unwohl. Den Rest der Gruppe geht’s genauso. Natürlich ist und klar, dass jeder Besuch für die San eine wichtige Einnahmequelle ist.
Da die Sonne schon wieder erbarmungslos ist fahren wir nach einer ¾ Stunde weiter.
Wieder auf der D2315 steht etwas weiter weg eine kleine Giraffe. Von der Mutter sehen wir nix.
Nach einer knappen ¾ Stunden erreichen wir Omaruru. Eigentlich wollten wir wieder im Wronsky Haus einen Pause machen, das hat uns vor 3 Jahren gut gefallen. Leider ist geschlossen. So fahren wir ein Stückchen zurück in die Stadt und finden im Central Hotel ein schattiges Plätzchen im schönen Garten.
Bei Kaltgetränken und Cappuccino sprechen wir ein bisschen über den Besuch der San.
Die flotte Bedienung ist auch in Plauderlaune und erzählt uns von den massiven Geschäftseinbruch wegen Corona. 😕 Es ist mittlerweile fast Mittag und wir haben noch eine Kilometer vor uns, also weiter geht’s.
Nach knapp 2 Stunden erreichen wir Outjo und sind bereit für einen nächste Pause. Wir kehren deshalb zum obligatorischen Stopp im Farmhouse, unmittelbar an der Hauptstraße, ein. Auch hier wurde vergrößert und die Handwerksarbeiten sind noch im vollen Gange. Wir sitzen im schönen neu gestalteten Gastgarten und bewundern die Blumen und Blüten um uns herum.
Nach einem leckeren Hamburger nehmen wir die letzte Etappe unter die Räder.
Auf der C38 kommt uns kaum ein Auto entgegen, normalerweise die Rennstrecke nach Etosha.
Ca. 15:30 Uhr sind wir bei Vreude und werden herzlich von Rachel begrüßt. Außerdem gratuliert sie mir und meinem Mann zum Hochzeitstag! Wow, ich hatte ihr vor ca. 5 Monaten geschrieben, dass wir gerne auf Vreugde diesen besonderen Tag verbringen möchten – sie hat es, im Gegensatz zu uns, nicht vergessen. 🤩 Mit einem 😘 gratulieren wir uns gegenseitig ... nach 33 Jahren hätten wir es tatsächlich fast vergessen. 😕
Jedenfalls fühlen wir uns sofort hier wieder sehr wohl!
Wir bekommen die 3 Bungalows nebeneinander.
Außer uns ist nur 1 Gäste-Paar anwesend.
Später begrüßt uns noch Elsie herzlichst. Sie ist die Seele von Vreugde und so ein liebenswerter Mensch. 😘
Den Nachmittag verbringen wir im herrlichen Garten, springen in den Pool, trinken GT und genießen unser Leben.
Später machen wir uns frisch für das Dinner, welches in der Boma als Buffet angerichtet wird. Die Crew singt für uns noch ein Hochzeitslied und wir müssen tatsächlich eine Träne verdrücken. Es wird sich hier so rührend um alles und jeden gekümmert.
Das Essen mit verschiedenen Vorspeisen, Salaten, Springbock Filet und Game- Auflauf schmecken köstlich. Und endlich gibt’s meinen geliebten Malva Pudding. Nach dem Essen spendieren die Gastgeber noch eine Flasche Sekt für uns. Wir sind sehr gerührt. Später sitzen wir mit Rachel und Danie noch eine Weile zusammen und plaudern über Gott und die Welt.
Es ist ein Ankommen bei Freunden und wir sind glücklich hier zu sein!
Mit diesen Worten wünsche ich allen Lesern meines Reiseberichts und allen Fomis ein glückliches Weihnachtsfest!