Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Hajo52409 Beiträge · seit 202226. Sept. 2023 · #122
Das Geld aus dem Versilbern der Traditionsbrauerei wird nun in ein Projekt investiert wo niemand weiß wann und wo es jemals genutzt wird? Da kann man ja gespannt sein wann denen das Geld ausgeht....
travelNAMIBIAThemenstarter33,1k Beiträge · seit 200629. Sept. 2023 · #123
In Walvis Bay wurde gestern der Grundstein für die erste Wasserstoff-Fabrik auf namibischem Boden gelegt. Laut den Betreibern O&L und CMB soll die Produktion bereits ab Mitte Juni 2024 beginnen. Zu Beginn beschränkt sich die Produktion auf Wasserstoff, der in Namibia für Energie und Treibstoff verwendet werden soll. Die belgischen Betreiberfirmen, aber auch die namibische Regierung erhoffen sich, in naher Zukunft auch den internationalen Markt zu bedienen. Finanzminister IipumbuShiimi betonte dabei gegenüber Hitradio Namibia: „Das ist der Startschuss für eine ganze Industrie. Wir dürfen es nicht nur als Projekt sehen, sondern als Industrie, die wirtschaftliche Möglichkeiten für Namibia schaffen wird. Und wir müssen es als Teil des globalen Netzwerks sehen, das wir schaffen müssen, um die Welt zu dekarbonisieren.”Auf dem Gelände wird neben der Wasserstoff-Fabrik auch eine Wasserstoff-Akademie entstehen, die Forschung und Fähigkeiten an die namibische Bevölkerung vermitteln soll.
(Hitradio Namibia, 29.9.2023)
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Hajo52409 Beiträge · seit 202229. Sept. 2023 · #124
Ist ja lustig. Und wo sind die Verbraucher für den Wasserstoff? White Elephant as usual.
travelNAMIBIAThemenstarter33,1k Beiträge · seit 200602. Okt. 2023 · #125
Ist ja lustig. Und wo sind die Verbraucher für den Wasserstoff? White Elephant as usual.
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Hajo52409 Beiträge · seit 202202. Okt. 2023 · #126
Ich wünsche es ihnen daß es über wishful thinking hinaus geht und sich tatsächlich Verbraucher/ Anwender finden.
travelNAMIBIAThemenstarter33,1k Beiträge · seit 200626. Okt. 2023 · #127
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
travelNAMIBIAThemenstarter33,1k Beiträge · seit 200607. Nov. 2023 · #128
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
TAtacitus1'127 Beiträge · seit 202207. Nov. 2023 · #129
Die Anlage ist die größenmäßig nächste Ausbaustufe einer in Lingen, D, stehenden Pilotanlage, also von ganz klein zu klein-klein und ist eigentlich ein (PS: 18:50 gefördertes) Forschungsprojekt mit Rückfinanzierung über das Produkt. https://w3.windmesse.de/windenergie/pm/45072-lee-nrw-wasserstoff-direktreduktionsanlage-grun-eisen-pilotanlage-eroffnung-eisenerz-hylron-konsortium-meilenstein-dekarbonisierung Die Erzeugung von Eisenschwamm (HBI odgl.) wird seit Jahren großtechnisch praktiziert. Allerdings mit einem aus Erdgas gewonnenen Reduktionsgas aus Wasserstoff und Kohlenmonoxid. Die betriebswirtschaftlichen Herausforderungen an die Direktreduktion mittels Wasserstoff waren schon vor der Energiekostensteigerung gewaltig. Im Anhang ist eine älterer Artikel über die Adaptierung derartiger Anlagen zu reinem Wasserstoffbetrieb. Der Artikel ist älter (was an der Prozessdarstellung nichts ändert), also vor der jetzigen Energiekostensteigerung. Aber sogar damals war das bei den herrschenden Energiekosten und Stahlpreisen über die Hochofenroute betriebswirtschaftlich nicht darstellbar. Aus den im Artikel genannten Stoff- und Energieumsätzen braucht man für 1 Mio. Jahrestonnen HBI rd. 3,3 TWh, mit Verlusten ist das ca. der Ertrag von 250 5 MW-Windrädern. Es ist gut, dass solche Projekte gemacht werden, aber für Wirtschaftlichkeit wird es seeeehr hohe CO2-und seeehr niedrige H2- Preise brauchen. Weltweit wird zur Wasserstoffreduktion geforscht, auch an anderen als der hier genannten Technologie. Große integrierte Hüttenwerke werden jedenfalls einen direkten „Heißeinsatz“ des Eisenschwamms oder sogar von Flüssigeisen (Wasserstoffplasma-Reduktion im Lichtbogen) anstreben, weil das den energetischen Wirkungsgrad verbessert. Sie stehen dann als Großabnehmer für HBI nicht zur Verfügung, weil sie diesen direkt am Standort erzeugen werden, vorausgesetzt sie können den „Grünstrom“ dafür aufstellen. Es wird alles noch seeehr lange dauern📎 BewertungderHerstellungvonEisenschwammunterVerwendungvonWasserstoff.pdf
travelNAMIBIAThemenstarter33,1k Beiträge · seit 200616. Nov. 2023 · #130
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
TAtacitus1'127 Beiträge · seit 202216. Nov. 2023 · #131
Wasserstoff ist ein „Erbfeind“ 😉 von Eisenwerkstoffen und durch Schweißen erst recht, das weiß man u.a. seit den zerbrochenen Liberty-Frachtern im 2. Weltkrieg und man hat gelernt das zu beherrschen. Auch Ammoniak ist kein Freund von Eisenwerkstoffen.
Dass die Werkstoffproblematik bei den Wasserstoff-und Ammoniakprojekten angegangen werden muss, war klar, kam aber in der medialen Euphorie nie durch. Ein oder mehr Jahrzehnte mehr oder weniger Lebensdauer machen in Amortisation ..... Versicherungsprämien eben einen großen Unterschied. D macht das sehr geschickt, BAM und ähnliche Institutionen profitieren, die Sache und NAM sowieso, "win win" mM 😁 .
travelNAMIBIAThemenstarter33,1k Beiträge · seit 200625. Nov. 2023 · #132
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
TAtacitus1'127 Beiträge · seit 202218. Dez. 2023 · #133
Dort wird auch die Entsorgung der Salzlake (brine) aus der Meerwasserentsalzung angesprochen, über die ich mich auch schon gewundert habe, weil die Mengen so gigantisch sind. Pi mal Daumen fallen für 300.000 Jahrestonnen Wasserstoff im Endausbau 4,1 Millionen m3 Salzlake bzw. 180.000 t Salz an. Für Informationen zur geplanten Einleitung bin ich dankbar.
Zum Thema Salzlake bin ich absolut kein Experte und kann nur Folgendes beitragen: Der Persische Golf hat nur einen relativ schmalen Zugang zum Indischen Ozean über die Straße von Hormuz, was erstmal geringen Wasseraustausch nahelegt. Die Golfmonarchien (vor allem VAE und Saudi-Arabien) betreiben da bereits in gigantischem Ausmaß Wasserentsalzung und wollen das noch etwa auf das Fünffache steigern. Die Salzlake wird zurück ins Meer geleitet. Mitte des letzten Jahrzehnts hatte ein Wissenschaftler dann Alarm geschlagen und prognostiziert, dass der Persische Golf dadurch zukünftig versalzen wird und das eine Ökokatastrophe gibt. Alle neueren Studien/Berechnungen haben das entkräftet und sagen, dass das schnell genug verdünnt wird und der Effekt in der Gesamtheit des Persischen Golfes im Prinzip nicht messbar ist. Wenn überhaupt drohen regional sehr eng begrenzt Probleme, wenn die Salzlake küstennah sehr konzentriert eingeleitet wird.
Namibia wird das in den Atlantik leiten. Der Atlantik hat das 50.000fache Volumen des Persischen Golfes und vor der Küste hat Namibia den starken Benguelastrom, der so viel kaltes Wasser herbeischaufelt, dass Namibia trotz heißer Temperaturen keinen Badetourismus hat. Umgerechnet ist es ein LKW mit 20t Salz pro Stunde, den man in den Atlantik kippt. Nochmal: Ich bin da kein Experte und ich will da auch nichts schönreden, aber es würde mich wirklich überraschen, wenn die Salzlake da ein ökologisches Problem ist.
Es gibt auch Überlegungen, die Salzlake anderweitig zu nutzen. Es gibt Projekte, das Salz in Beton zu verarbeiten. Für Batterien setzt man zukünftig stark auf Natrium-Zellchemien statt Lithium-Zellchemin. Vielleicht lässt sich die Salzlake dafür verarbeiten? Ansonsten muss man das Salz extra in Salinen gewinnen.
Für die Betroffenen braucht es eventuell einen Ausgleich, aber der Tourismus in und um Lüderitz generiert nicht mal 0,1 Promille dessen, was da an Wasserstoff-Projekten geplant ist. Entsprechende Bedenken tragen argumentativ nicht. Wenn an Hyphen unseriöse Geschäftemacher beteiligt sein sollten, wäre das sehr bedenklich. Ja und ob die namibische Gesellschaft in der Breite hinreichend partizipiert oder sich nur ein paar Fat Cats die Taschen füllen, das bleibt wohl erst mal eine offene Frage. Aber was ist die Alternative? Gleich alles sein lassen, weil SWAPO-Korruption möglicherweise alles versaut? Wieder warten, bis die Chinesen es machen?
Grüße
TAtacitus1'127 Beiträge · seit 202219. Dez. 2023 · #135
Danke für die Infos Es heißt, dass alles von den lokalen Umständen abhängt (Tiefe, Strömung, Gezeiten….), wie rasch und gut die Durchmischung und Verdünnung mit Frischwasser ist. Ist ja auch einleuchtend.
Als problematisch wird nicht nur das Salz angesehen, sondern auch erforderliche Zusätze von Bioziden udgl.
Lt. Artikeln im www sind nicht nur das Salz sondern auch die anderen Bestandteile der Salzlake (Ca, K, Mg) extrahier- und verwertbar. Deren Extraktion aus der Lake steigert auch die Ausbeute an Trinkwasser. Die Technologie gibt es, ob das gemacht wird, wird wohl eine Frage der Wirtschaftlichkeit am Standort sein.
travelNAMIBIAThemenstarter33,1k Beiträge · seit 200604. März 2024 · #136
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
TAtacitus1'127 Beiträge · seit 202204. März 2024 · #137
“...... The first phase, which is expected to enter production in 2026, will see the creation of 2 gigawatts of renewable electricity generation capacity to produce green hydrogen for conversion into green ammonia, at an estimated capital cost of US$4.4 billion. Further expansion phases in the late 2020s will expand combined renewable generation capacity to 5 gigawatts and 3 gigawatts of electrolyser capacity, increasing the combined total investment to US$9.4 billion”, said HYPHEN CEO Marco Raffinetti.....”
So war die Ansage in einer Presseaussendung von 4. Nov. 2021, was Alle mit Realitätssinn erstaunte.
Realiter endet jetzt die Vor-Vorstudie und ist die eigentliche Machbarkeitsstudio ab Mitte des Jahres angepeilt.
"………He observed that as March unfolds, the company Hyphen Hydrogen Namibia accelerates towards finalising pre-feasibility assessments and initiating the formal feasibility study phase.....”
„……..O! tönet fort, ihr süßen Himmelslieder! Die Thräne quillt, die Erde hat mich (uns 😎 ) wieder!.....“ ® J. W. v. Goethe, Faust
travelNAMIBIAThemenstarter33,1k Beiträge · seit 200604. März 2024 · #138
Aber wir haben ja auch noch nicht 2026 😉
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
China hat allein 2023 im Inland knapp 300 GW an Photovoltaik und Windkraft zugebaut (217 GW PV + 76 GW Wind) und dieses Jahr werden noch größere Zuwächse erwartet. Da erscheinen ab 2025 innerhalb von 1 bis 1,5 Jahren 2 GW Zubau in Namibia nicht völlig unmöglich. 2 GW nur mit Photovoltaik würde bedeuten, netto 10 Quadratkilometer mit PV-Paneln vollzupflastern. Brutto dürfte die Fläche etwa 3-4 mal größer sein, weil man typischerweise im Sinne geringerer Selbstverschattung etwas Abstand zwischen den Linien lässt, Wartungsstraßen dazwischen anlegt usw. Sicherlich ein sportliches Unterfangen, aber theoretisch noch im Rahmen des Möglichen.
Aber auch wenn die erst 2027 oder so produzieren würden, wäre es kein Beinbruch. Die Fragen sind für mich eher: Wird das überhaupt was? Nicht im Sinne von, ob das alles Sinn macht, sondern im Sinne von: Ist Hyphen hinreichend seriös und bekommt diese riesige Menge an Kapital organisiert? Da wurden ja durchaus ein paar Zweifel an den südafrikanischen Partnern der deutschen Enertrag gesät. Die andere Frage ist: Wird das alles so ausgestaltet, dass Namibia als Land und nicht in Form einzelner Individuen am Ende hinreichend profitiert?
Ich habe vergangene Woche in Lüderitz mit vier Mitarbeitern der KfW zusammengesessen und sie mal nach dem aktuellen Stand zu Namibias Projekten rund um das Thema grüner Wasserstoff befragt. Einhelliger Tenor: Das befindet sich alles noch relativ am Anfang des Planungsstadiums. Klang für mich jedenfalls nicht so, als ob da mit sehr schnellen Fortschritten zu rechnen sei….
Thema geschlossen
Dieses Thema ist geschlossen — neue Antworten sind nicht möglich.