TAtacitus1'127 Beiträge · seit 202204. Juli 2023 · #101
Weiter oben habe ich geschrieben: "Das heißt, die Elektrolyse soll an einer Küste stattfinden, der Strom muss aus der Fläche "dahinter" kommen" Das stimmt so nicht, denn die Projektplaner haben ausgetüftelt, dass der Transport des entsalzenen Wassers per Rohrleitung zur Stromquelle wirtschaftlich und technisch günstiger ist als der Stromtransport zum Meer. Daher soll laut den oben verlinkten Projektunterlagen die Elektrolyse im Beriech der PV-und Windstromanlagen stattfinden bzw. nicht an der Küste.
Sunerf208 Beiträge · seit 201611. Juli 2023 · #102
Guten Morgen Eine Frage an die Experten: Was passiert eigentlich mit Solaranlagen und Windturbinen bei solchen Sandstürmen, wie in diesem Video? Kann mir gut vorstellen, dass die Experten aus Deutschland bei ihren Windmessungen für die Durchführbarkeitsstudie ein wenig überrascht waren. 😉 https://www.facebook.com/namibiansun/videos/762284809023250
Frage für einen Freund. 😉 Sandige Grüße Sunerf
Hajo52409 Beiträge · seit 202211. Juli 2023 · #103
Sunerf schrieb:Guten Morgen Eine Frage an die Experten: Was passiert eigentlich mit Solaranlagen und Windturbinen bei solchen Sandstürmen, wie in diesem Video? Kann mir gut vorstellen, dass die Experten aus Deutschland bei ihren Windmessungen für die Durchführbarkeitsstudie ein wenig überrascht waren. 😉 https://www.facebook.com/namibiansun/videos/762284809023250
Frage für einen Freund. 😉 Sandige Grüße Sunerf
Ich kommentiere das lieber nicht, sonst beschweren sich die Fachleute hier wieder. Jetzt ist günstige Gelegenheit zum Testen: Der Ostwind bläst an der Küste.
tacitus schrieb:Weiter oben habe ich geschrieben: "Das heißt, die Elektrolyse soll an einer Küste stattfinden, der Strom muss aus der Fläche "dahinter" kommen" Das stimmt so nicht, denn die Projektplaner haben ausgetüftelt, dass der Transport des entsalzenen Wassers per Rohrleitung zur Stromquelle wirtschaftlich und technisch günstiger ist als der Stromtransport zum Meer. Daher soll laut den oben verlinkten Projektunterlagen die Elektrolyse im Beriech der PV-und Windstromanlagen stattfinden bzw. nicht an der Küste.
Danke tacitus, das wird auch im SPIEGEL Artikel vom Wochenende so auf dem Bild dargestellt, wie du beschreibst. Gruß, NASA
Sunerf208 Beiträge · seit 201612. Juli 2023 · #105
Guten Tag Und hier nur ein kleines Beispiel, was der sogenannte Ostwind mit Solaranlagen anstellt:
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
TAtacitus1'127 Beiträge · seit 202212. Juli 2023 · #107
TAtacitus1'127 Beiträge · seit 202212. Juli 2023 · #108
PS und OT zu obig Warum Fortescue den Umweg mit riesigem Ballast und/oder schlechtem Wirkungsgrad (Batterie oder Wasserstoff +PS: Brennstoffzelle) für die riesigen Muldenkipper in seinen Minen geht, ist für mich schwer verständlich. Weil es ja eine Alternative gibt, zumindest in kleinerem Maßstab (100t): Nämlich dieselelektrisch mit Oberleitung, mit Dieselbetrieb nur dort, wo es (noch) keine gibt oder rentiert. Das kann u. U. nur 10 % für Ersteres sein, die 90 % werden dann elektrisch aus erneuerbaren Quellen gefahren. Das „Powerpack“ für seine 240 t Muldenkipper wiegt 15 t! Das sind zwar nur ein paar Prozent des Gesamtgewichtes, aber der Wirkungsgrad ist schlecht, sind ja immerhin ca. 2.000 kW Antriebsleistung. Liegt es an der schieren Größe dieser Ungetüme, den Speichermöglichkeiten, daher das Interesse an Wasserstoff/Ammoniak? Für eine Erklärung bedanke ich mich im Voraus Grüße
Hajo52409 Beiträge · seit 202212. Juli 2023 · #109
Sunerf schrieb:Guten Tag Und hier nur ein kleines Beispiel, was der sogenannte Ostwind mit Solaranlagen anstellt:
Ich habe inzwischen einen frischen Videoclip vom Solar Park in Trekkopje erhalten. Da kann man sehen was der Ostwind mit Solarpanelen anstellt, geschweige denn Windrädern anstellen kann.
Da ich die MP4 Datei hier nicht posten kann, bin ich bereit sie per eMail weiter zu schicken an Interessierte. Nur eine eMail-Adresse kommentarlos als PM schicken. Ca. 4 MB. Kommt kommentarlos als Anhang.
da sollte sich der Planer ja in Grund und Boden schämen. 😊 Kennst Du den Park genauer, denn mich würde interessieren, ob die Module der Sonne nachgeführt werden. Zumindest deutet die Art der "Befestigung" der Module darauf hin.
Wir haben hier in DE ja mittlerweile einiges an Freiflächen PV und so ein Bild kannte ich bisher noch nicht, obwohl wir speziell im Noden ja durchaus auch mal 'n büschen Wind' haben... Die größeren Anlagen sind aber standardmäßig in fester Ausrichtung aufgeständert und deutlich stabiler verankert, wie es mir scheint. Ist bei unseren Breitengraden und unseren Windlasten aber auch sinnvoll.
tacitus schrieb:PS und OT zu obig Warum Fortescue den Umweg mit riesigem Ballast und/oder schlechtem Wirkungsgrad (Batterie oder Wasserstoff +PS: Brennstoffzelle) für die riesigen Muldenkipper in seinen Minen geht, ist für mich schwer verständlich. Weil es ja eine Alternative gibt, zumindest in kleinerem Maßstab (100t): Nämlich dieselelektrisch mit Oberleitung, mit Dieselbetrieb nur dort, wo es (noch) keine gibt oder rentiert. Das kann u. U. nur 10 % für Ersteres sein, die 90 % werden dann elektrisch aus erneuerbaren Quellen gefahren. Das „Powerpack“ für seine 240 t Muldenkipper wiegt 15 t! Das sind zwar nur ein paar Prozent des Gesamtgewichtes, aber der Wirkungsgrad ist schlecht, sind ja immerhin ca. 2.000 kW Antriebsleistung. Liegt es an der schieren Größe dieser Ungetüme, den Speichermöglichkeiten, daher das Interesse an Wasserstoff/Ammoniak? Für eine Erklärung bedanke ich mich im Voraus Grüße
Dieselmotoren laufen allgemein effektiv mit einem Wirkungsgrad von 30-40% und der Rest der Energie des Sprits geht als Wärme verloren. Elektromotoren laufen typischerweise mit etwa 85% Wirkungsgrad und selbst mit Ladeverlusten liegt die Elektrolösung vermutlich bis 70-75% Wirkungsgrad. Bei einem 240 Tonnen Muldenkipper machen 15 Tonnen nur 6,25% des Gesamtgewichtes aus. Das "versaut" den Gesamtwirkungsgrad nicht. Deshalb verstehe ich die Argumentation mit dem schlechten Wirkungsgrad nicht.
Mir stellt sich aber auch spontan die Frage, was Namibia bietet, dass es in Australien nicht gibt. In Namibia sind 5-10% mehr PV-Ertrag zu erwarten, aber ist das ausschlaggebend?
Grüße, Thorsten
TAtacitus1'127 Beiträge · seit 202213. Juli 2023 · #112
Danke mitglied19210, vielleicht war’s schlecht ausgedrückt. Anlass war die Erwähnung von Fortescu, das ist Bergbau. Gemeint war jedenfalls, in Langfassung:
@die diesel-elektrischen Muldenkipper im Bergbau müssen ja nicht nur bzw. immer diesel-elektrisch betrieben werden. Es geht auch als vornehmlich elektrischer Hybridantrieb, also andersrum gewichtet als beim PKW. Sie fahren dann über eine Oberleitung größtenteils elektrisch!! Der diesel-elektrische Antrieb kommt nur dort zum Einsatz, wo es wegen der Fahrsituation und Wirtschaftlichkeit keine Oberleitung gibt, bietet dann aber die gleich günstige Leistungscharakteristik wie direkt elektrisch.
@Wirkungsgrad (1) Gespeichert muss ja sowieso werden, egal ob zentral oder im Fahrzeug. Die Frage ist ob es wirklich sinnvoll ist, dass jeder Lader seinen Speicher mit sich herumschleppt anstatt diesen über eine Art von Stromschiene zu versorgen. Wegen der starken Bewegungen so eines Fahrzeuges ist das aber sicherlich aufwändiger als bei einem Schienenfahrzeug.
@Wirkungsgrad (2) Wasserstoff/Brennstoffzelle: Warum den Weg von .... PV, Wind > Strom > Elektrolyse > Wasserstoff > Verdichter > Tank > Brennstoffzelle = Strom > Elektromotor .... gehen, wenn man den primär erzeugten Strom gleich direkt verwenden könnte? So dachte/fragte ich jedenfalls. Oder geht man diesen Umweg nur wegen des Speicherpotenzials von Wasserstoff? Grüße
TAtacitus1'127 Beiträge · seit 202218. Juli 2023 · #113
Anlässlich des Sandsturms wurde die Tauglichkeit von PV und WindE für namibische Verhältnisse etwas angezweifelt. Andererseits gibt es weltweit seit Jahrzehnten unter solchen Bedingungen produzierende Anlagen und es wird ständig dran getüftelt und verbessert. Leider hat sich keiner der angesprochenen Sachkundigen geäußert aber es gibt ja (GsD) auch „Anekdotisches“. Daher (m)ein Versuch in „soft intelligence“: Was weiß man denn mittlerweile über die Schäden an PV und Windkraft durch den in den Videos gezeigten Wüstenwind?
Danke im Voraus und Grüße
Hajo52409 Beiträge · seit 202226. Juli 2023 · #114
Wie üblich in Namibia, redet man hinterher nicht mehr über tatsächlich aufgetretene Schäden. Man repariert, und das war´s. Besonders bei solchen Anlagen die nach politischer Agenda aufgesetzt werden.
Hajo52409 Beiträge · seit 202226. Juli 2023 · #115
Es kommen inzwischen viele kritische Fragen beim umstrittenen Projekt am südlichen Waterberg, wo viele die Grundwasser-Vorräte bedroht sehen, denn Entsalzungsprojekte so weit vom Meer können niemals wirtschaftlich sein. Sind die "geheimen Gesellschafter" auch im Familienverbund im deutschen Wirtschaftsministerium zu suchen?
TAtacitus1'127 Beiträge · seit 202226. Juli 2023 · #116
Hajo52 schrieb:Wie üblich in Namibia, redet man hinterher nicht mehr über tatsächlich aufgetretene Schäden. Man repariert, und das war´s. Besonders bei solchen Anlagen die nach politischer Agenda aufgesetzt werden.
Gibt’s wirklich nix Genaueres? Unwetterschäden an Energie- u.a. Anlagen, Gebäuden etc. passieren ja ununterbrochen und werden in Medien von Eigentümern, Geschädigten, Sachverständigen, Versicherungen usw. beziffert. Ist das in Namibia so anders?
Hajo52409 Beiträge · seit 202226. Juli 2023 · #117
Vielleicht, aber nicht bei mir. Ich habe nicht die Zeit das so weiter zu verfolgen. Es gibt produktivere Aktivitäten. Was glaubst Du wie viele solche weißen Elefanten ich in meinem Leben gesehen habe. In Afrika heißt es: Do not expect anything. Be happy about every thing that happens.
TAtacitus1'127 Beiträge · seit 202226. Juli 2023 · #118
Hajo52 schrieb:Vielleicht, aber nicht bei mir.....
Das war jetzt für mich, nach deiner Ansage vorher, im Informationswert etwas enttäuschend. Macht aber nichts und alles klar: Du weißt es nicht und hast Besseres zu tun. Ich bleibe trotzdem dran, weil es mich interessiert und wiederhole meine Frage an die hier vertretene namibische Community mit Landeskenntnis: Wie schwer waren die Schäden .... xx% des Anlagewerts? Muss doch irgendwo und von Irgendwem beziffert worden sein.
Hajo52409 Beiträge · seit 202227. Juli 2023 · #119
Ob tatsächlich Schäden aufgetreten sind läßt sich für Außenstehende schwer beziffern. Die jährlichen Ostwinde blasen meistens ziemlich konstant, das produziert normalerweise geringere Schäden als plötzlich auftretende Böen. Gravierender ist die fortlaufende "Bestrahlung" mit Sand und Feinstaub bei höheren Windgeschwindigkeiten, wie auf dem Videoclip zu sehen. Die da mitgeblasenen Insekten spielen wohl keine Rolle.
Hajo52409 Beiträge · seit 202206. Sept. 2023 · #120