Kaokoveld und Damaraland August 2021

Reisebericht 12 Antworten · 3'989 Aufrufe · gestartet 14. Sept. 2021 von dany62
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Themenstarter6 Beiträge · seit 202114. Sept. 2021 · #1
Liebe Forumsfreunde,

wir haben bei unseren ersten beiden Namibiafahrten und nun auch bei unserer dritten Reise sehr für die Planung unserer Touren von den Berichten im Forum profitiert, darum möchten wir einen kurzen Bericht über unsere diesjährige Tour in Namibia vom 7.8.-5.9.21 berichten.
Wir sind als Familie mit 4 erwachsenen Kindern, also zu sechst mit zwei Autos und 3 Dachzelten unterwegs gewesen.

8.8. Oitjo/Sophienhof Lodge
9.8 Etosha/Hobatere Camp
10.8. Khowarib Schlucht Camp
11.8. Opuwo Lodge
12.8. Etanga Camp
13.8. Marble Camp Camp
14.8. Camp Syncro Camp
15.8. Camp Syncro Camp
16.8. Hartmannstal Wild Camp
17.8. Hoarusib Riverbed Wild Camp
18.8. Puros Camp
19.8. Hoanib Wild Camp
20.8. Xai Ais Wild Camp
21.8. Grooteberg Lodge
22.8. Huab/Desolation Valley Wild Camp
23.8. Vingerklipp Lodge
24.8. Vingerklipp Lodge
25.8. Rock Farmhaus Erongo Camp
26.8. Rock Farmhaus Erongo Camp
27.8. Spitzkoppe Camp
28.8. Spitzkoppe Camp
29.8. Swakop Meike´s Guesthouse
30.8. Swakop Meike Meike´s Guesthouse
31.8. Hauchabfontain Camp
1.9. Hauchabfontain Camp
2.9. Sossusvlei Camp
3.9. Windhoek/Kappsfarm Lodge
4.9. WIN- FRA


Da unser Flug FRA-JOB um einen Tag verlegt wurde, war der Flug gut gebucht und wir sind am ersten Tag nach den Einkäufen – statt in Windhoek noch eine Nacht zu verbringen - gleich nach Oitjo in die Sophienlodge gefahren. Die Einreise nach Namibia mit PCR Test war kein Problem. Wir hatten die zwei Hillux bereits letztes Jahr bei Safari Car Rental gebucht, super Autos, sehr gute Ausstattung und guter Service, überhaupt keine Probleme (im Vergleich zu den Autos, die wir das letztemal hatten).

Am nächsten Tag fuhren wir über das Anderson Gate in die Etoscha und weiter in den Osten des Etoshapark über das Galton Gate nach Hobatere, toller Campingplatz – wir waren ganz alleine (Achtung Löwen).
Am nächsten Tag gings ohne Probleme durch die Kowaribschlucht (sehr empfehlenswert, tiefer Sand, aber mit Reifendruck veringern ohne Probleme) in das Communitycamp am Ende der Kowaribschlucht. Wieder alleine, netter Campingplatz. Die Fahrt nach Opuwo ging flott, in Opuwo wollten wir eigentlich am Campingplatz der Opuwolodge übernachten, aber der war wegen Hitze und Staub nicht sehr einladend, so übernachteten wir mit Sonderpreis bequem in der fast leeren Lodge.
Da wir die südlichere Route über Otjio und den oberen Hoarusib schon kannten, wollten wir diesmal über Etanga fahren. Die Fahrt war relativ eintönig und sehr steinig, das Communitycamp besteht nicht mehr. Aber es lässt sich gut in den zwei Flussbetten nach Etanga campen. Unbedingt empfehlenswert ist die Route nicht, ich würde nächstesmal eher wieder die südlichere Route fahren.
Auch am nächsten Tag Richtung Marble Camp eher steinige und anstrengende Piste. Auch die Fahrt über den Jan Joubert Pass ist anspruchsvoll, erst im Marienflußtal war die Sache entspannt. Im Camp Syncro relaxten wir zwei Tage, außer uns trafen wir noch zwei Autos aus SA.
Die Abkürzung vom Marienflußtal ins Hartmannstal wieder sehr fordernd und steinig, teilweise mit 40 cm hohen Stufen (unser vierter Reifenwechsel). Wer sich im Fahren etwas unsicher ist, sollte das gesamte Marienflußtal herausfahren und
nicht die Abkürzung verwenden. Herrliches Wildcamp in den Dünen im Hartmannstal, Fahrten im tiefen Sand.
Der nächste Tag bescherte uns eine lange Fahrt Richtung Puros, wo wir etwa eine Stunde nordwestlich am Rande (Elephanten!) des Hoarusib campten. Die anschließende Fahrt im Riverbed nach Puros war entspannt. Im Communitycamp wieder alleine. Ganz alleine waren wir die nächsten Tage auch durch den Puros Canyon über den Hoanib (viele Elephanten) über das Blackridge und Theun´s Camp zur unsrer Übernachtungstelle Kai-Ais. Alle diese „Camps“ sind mitten im Nirgendwo und besitzen natürlich keine „facilities“. Dafür gönnten wir uns dann zum Relaxen die herrlich gelegegene Grootberglodge, auch hier wieder fast die einzigen Gäste.
Landschaftlich begeisternd war dann das Desolation Valley, herrliche Steinformationen mit guten Möglichkeiten zum Campen und vielen Wüstenelefanten. Leider hatten wir nur einen Tag eingeplant, man könnte hier durchaus noch weitere Tage verbringen und das Flussbett weiter erkunden. Zwei Tage erholten wir uns dann in unserer sehr geliebten Vingerklipp Lodge, bisserl in die Jahre gekommen, klar - aber sehr engagierte Manager, die extra für uns das Eaglenest Restaurant öffneten. Über Omaruru ging es dann ins Erongogebiet zur Erongo Rockfarm. Vier ruhige Campingplätze in phantastischer Landschaft, die Plätze wunderbar eingerichtet, jeweils völlige Alleinlage, tolle Granitformationen . Auch hier hätten wir gerne noch länger geblieben.
Zwei kalte und windige Tage verbrachten wir auf den sehenswerten Campingplätzen an der Spitzkoppe. Die Landschaft ist unfassbar beeindruckend aber der Wind.....! Swakopmund überraschte uns mit „Strandwetter“, wir haben es ausgiebig genossen und sogar gebadet! Meikes Guesthouse - hier im Forum schon viel gelobt, besser und persönlicher geht’s nicht!
Die nächsten Tage verbrachten wir im Namib Naukluft in Hauchabfontain, ruhiger Campingplatz, den wir ganz für uns hatten, mit Wandermöglichkeiten zu einem Köcherbaumwald. Am lautesten war es dann am Campingplatz vor Sossusvlei , hier gut gebucht. Wobei die vielen Lodges zum großen Teil wohl leer standen. Mit so wenigen Autos wird man Sossusvlei kaum wieder besuchen können. Von dort ging es fünfeinhalb Stunden zurück nach Windhoek.
Dort Übernachtung in der Kappsvalley Farm, eine wunderbar gelegene Guestfarm, sehr persönlich geführt, wir durften bis spät nachmittags unsere schön renovierten Zimmer nutzen, die engagierten Besitzer haben uns noch zum Testen gefahren und die Fahrt nach WH zum shoppen organisiert. Leider liegt die Farm etwas abgelegen, wenn man nur nochmal packen, ausruhen und dann zum Flughafen möchte, ist sie aber ideal.

Zusammenfassend kann man sagen, dass man für diese Tour etwas Erfahrung mit Fahrten im tiefen Sand und steilen, steinigen Pässen haben sollte. Als Einsteigertour ohne 4WD Erfahrung ist sie nicht geeignet. Wichtig ist es sich auf die Fahrzeuge verlassen zu können. Optimale Vorbereitung mit GPS (Tracks4Afrika und zB. Guru Maps) hat uns sehr geholfen, Satellitentelefon zur Sicherheit würde ich empfehlen.

Tip: Am Wochenende sind die Getränkemärkte geschlossen, über Internet kann man im Embassy Liquor Store Getränke bestellen und am Wochenende abholen oder zur Unterkunft liefern lassen.
Auch wir hatten in den Wochen und Monaten vor der Reise viele Zweifel, wie sich die Lage vor Ort entwickeln würde, ob wir bei Rückkehr in Quarantäne müssen und und und...aber wir sind froh und dankbar, dass wir gefahren sind, es war unsere bisher schönste Reise in Namibia, überall fühlten wir uns sehr willkommen, und alle waren äußerst bemüht, unsere Reise zu dem Traum zu machen, der sie war!

Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.
Thomas und Daniela
📎 Fotos.pdf
zuletzt bearbeitet 15. Sept. 2021
2'085 Beiträge · seit 201215. Sept. 2021 · #2
Hallo Thomas und Daniela,
vielen Dank für eure Zusammenfassung eurer Tour - einen Teil der Strecken werden wir Ende September/Anfang Oktober fahren, so auch von Etambura kommend über den Joubert Pass nach Camp Syncro. Die Strecke habt ihr als recht anspruchsvoll eingeordnet, hoffen wir mal, dass wir das gut packen, ein bisschen Erfahrung haben wir bereits. Im Moment haben wir mal noch offen gelassen ob wir für 1 oder 2 Nächte in Camp Syncro bleiben - wir hätten dann eben entsprechend 1 oder 2 Wild-Camping-Nächte zur Verfügung. Den Shortcut lassen wir definitiv aus und nach Opuwo nehmen wir dann weiter die Strecke untenrum (obenrum kennen wir auch schon). Lohnt sich nach eurer Einschätzung ein zweiter Tag in Camp Syncro? Oder hat man letztlich mehr von der Landschaft, wenn noch eine 2. Nacht irgendwo auf dem Rückweg bleibt?
Viele Grüße mit etwas Reisefieber
Ingrid
reisebericht tansania 2016 repeat in mashatu, premiere im kruger 2017 kaokoveld&etosha herbst 2017
Themenstarter6 Beiträge · seit 202115. Sept. 2021 · #3
Hallo Ingrid,
ach Ihr seid zu beneiden!
wir waren nach der anstrengenden Fahrt über den Jan Jobert Pass mehr als froh, einen zweiten Tag im Camp Syncro zu haben. Das war ja auch irgendwie ein highlight dieser Reise und das Camp ist sehr schön am Flusss gelegen. Toller Blick beim Sundowner von den umgebenen Hügeln. Außerdem ist es schön schattig. Dies ist ja manchmal das Problem bei Wildcamps, dass eventuell der Schatten fehlt (zB. im Hartmannstal). Wir haben den freien Tag genutzt , um die örtliche Schule zu besuchen, war richtig schön! Hier sind zwei engagierte junge Lehrer, die mit 140 jungen Schülern im Internat wohnen. Falls Ihr noch Platz im Koffer habt, über Kleidung wie tshirts oder kurze Hosen für ca 6-15 J würden sie sich sehr freuen. Viele Kinder hatten nur ein Tuch um die Hüften- die Eltern können ihnen nichts mitgeben.

Liebe Grüße
📎 Campsyncro.pdf
zuletzt bearbeitet 15. Sept. 2021
2'085 Beiträge · seit 201216. Sept. 2021 · #4
Hey ihr beiden,
nochmals vielen Dank - das ist noch mal ne gute Anregung für die Planung und wie wir's dann wirklich machen, können wir ja dann vor Ort entscheiden. Der Joubert Pass sorgt zwar im Moment eher für einen größeren Kloß im Hals, aber die Vorfreude ist natürlich viel viel stärker! Danke auch für den Hinweis für Kinder-Kleidung - die ist bei uns nicht wirklich vorrätig, aber eine letzte Einkaufsrunde drehen wir eh noch und Nachbarn (mit Kindern) gibt's bei uns auch rundum.
Irgendwie kann ich 's manchmal kaum glauben - die Tour ist natürlich auch schon verschoben - aber dieses Mal wird's. Und ich freu mich sooo!
Ganz herzliche Grüße
Ingrid
reisebericht tansania 2016 repeat in mashatu, premiere im kruger 2017 kaokoveld&etosha herbst 2017
2'779 Beiträge · seit 200717. Jan. 2022 · #5
hallo ihr beiden,
euer Kurzbericht ist ganz nach meinem Gusto, die angefahrenen Destinationen und die gewählte Streckenführung kann ich bestens nachvollziehen da wir diese Orte schon mehrmals auf unseren Touren eingeschlossen haben. Auch ich ziehe die südlichere Route derjenigen über Etanga vor und den shortcut M-tal H-tal würden wir auch nur sehr geübten 4x4 Enthusiasten empfehlen.

Es gibt auf eurer Route zwei Orte welche ihr besonders genossen habt über die ich gerne etwas mehr Informationen einholen möchte:
Erongo Rockfarm und Kappsvalley
Habt ihr da eventuell ein paar Bilder oder zusätzliche tipps?
Besten Dank schon
leona
Gruss Leona
5 Beiträge · seit 202230. Juni 2022 · #6
Hallo Thomas und Daniela,

darf ich euch mit einigen Fragen beschäftigen?
Wir starten in 2 Wochen nach Namibia und sind auch mit Autos von Safari Car unterwegs.
Wir sind zu neunt unterwegs, 2 Familien (große Kinder -15 -20 Jahre alt) uns überlegen, ob wie die Autos / Zelte so richtig gebucht haben... Noch können wir umbuchen.
Wir haben den Toyota 2.4TD für 4 Personen und den 2.8TD Expedition für die 5 Personen.
Aktuell ist auf dem 2.4er ein Dachzelt drauf und ein Bodenzelt dabei, der 2.8er hat 2 Zelte und dann auch noch ein Bodenzelt.
Im kleinen Toyota mache ich mir etwas Sorgen, ob der Platz für das Gepäck für 4 reicht, wenn zusätzlich noch Zelt, Matratze und 2 Schlafsäcke hinten rein müssen.
Die Schlafsäcke im Dachzelt können drin bleiben, wenn man es einklappt, richtig?
Wir hatten uns für das Bodenzelt entschieden, da mein Mann schnarcht... und ich evtl. nachts auch mal zur Toilatte müsste.
Wie sind eure Erfahrungen mit 2 Zelten auf dem Dach? Kommt man zur Ruhe? Wackelt der Wagen, sobald sich einer umdreht? Oropax für alle nimmt ja auch keinen Platz weg ; )
Wir haben zu zweit vor 20 Jahren schon mal fast die gleiche Tour gemacht, damals aus Kostengründen mit Bodenzelt - allerdings im November.
Zu Spitzkoppe schreibst du von Kälte und Wind - was ist denn die ideale Klamotte? Hattet ihr zusätzliche Decken? Wir reisen mit unseren eigenen Schlafsäcken an.
Mütze, Handschuhe, Skiungerwäsche reicht, oder mehr? Oder etwas ganz anderes, an das ich gar nicht denke?
Was sollte man aus eurer Sicht auf jeden Fall dabei haben oder dort kaufen, bzw. bei Safari Car leihen?
Fragen über Fragen...

Ihr würdet mir sehr helfen, die Planung auf den letzten Metern zu optimieren!
7'272 Beiträge · seit 200630. Juni 2022 · #7
Hallo ferike

Herzlich Willkommen im Namibia-Forum.
Wir sind zu neunt unterwegs, 2 Familien (große Kinder -15 -20 Jahre alt) uns überlegen, ob wie die Autos / Zelte so richtig gebucht haben... Noch können wir umbuchen.
Wenn ihr noch etwas umbuchen könnt, dann würde ich euch dringend raten ein drittes Fahrzeug dazu zu buchen. Zu viert in einem Fahrzeug mit dem ganzen Camping Equipment ist schon eine Herausforderung. Zu fünft hat es mächtiges Potential für eine schlechte Stimmung im Fahrzeug.

Die beiden Hilux sind innen genau gleich gross. Einzig der Motor ist in einem Fahrzeug etwas stärker. Eng wird es in beiden Fahrzeugen.

Du hast nichts zur Tour geschrieben. Wenn ihr wie Thomas und Daniela auch ins Kaokoveld und Damaraland wollt, braucht ihr noch viel Wasser, Lebensmittel und evtl. auch noch Zusatzkanister. Das wird richtig eng.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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796 Beiträge · seit 201530. Juni 2022 · #8
Hallo Ferike,
einige Antworten kann ich dir geben. 4 Leute mit Gepäck in einen Toyota geht. Was ich mir nicht vorstellen kann, ist eine zusätzliche Matratze unterzubringen. Hier würde ich unbedingt eine selbst aufblasende Matratze empfehlen. Diese Dinger haben wir sogar für uns alle dabei und legen die auf die Dachzeltmatrazen, ist einfach bequemer. Wir mussten Schlafsäcke und Zusatzmatratzen aus den Dachzelten nehmen, um diese ordentlich schließen zu können. Staubeintritt muss unbedingt vermieden werden. Wenn Nachts jemand aus dem Zelt klettert, werden alle wach und es entsteht ein Familien-Piesel-Nacht-Event. So war es zumindest bei uns immer. Platzprobleme werdet Ihr bei 9 Leuten und 2 Wagen bekommen. Ich würde genau überlegen was Ihr mitnehmt. Eine flexible Tasche für Jeden, und eine Zusätzliche (oder einen großen Sack) für Schlafsäcke, Decken usw. Wichtig sind auch stabile Müllsäcke als Staubschutz. Habt Ihr auch noch ein Ersatzrad im Aufbau? Dies würde den Platz natürlich noch erheblich einschränken. Egal wie eng es wird, werdet Ihr eine tolle Reise haben.
Gruß
Markus
Reisebericht: Familienabenteuer Namibia und Bostwana, Juli/Augus 2016 Videotagebuch: Der wilde Nord-Westen, Videotagebuch von Simon, Juni/Juli 2018 Reisebericht: "4.375km durch den Nord-Westen" von Moritz 14 J. Reisebericht: Über das Kaokoveld in den Caprivi, Jul/Aug 2022
5 Beiträge · seit 202230. Juni 2022 · #9
Hej Chrigu ,
nein, ins Kaokoveld und Damaraland fahren wir nicht. Wir wechseln eigentlich immer zwischen 2 Nächten Campsite und auch mal in eine Unterkunft. Aber ja, Wasser und einige Lebensmittel müssen schon mit.
Dann bin ich ja froh, dass wir die 4er Familie sind... und die 5er Schwester-Familie im anderen Wagen ; )
zuletzt bearbeitet 30. Juni 2022
5 Beiträge · seit 202230. Juni 2022 · #10
Danke für deine Antwort Markus!
Wieviel Gepäck habt ihr denn im Flieger dabeigehabt? Bei 23 kg und einem Gepäckstück p.P. wird das mit Thermarest und Schlafsack ja echt knapp. Vielleicht doch noch ein Gepäckstück für uns 4 dazunehmen?
Weiche Taschen wollen wir auf jeden Fall mitnehmen - und wenig Klamotten...
2 lange, 2 kurze Hosen, 5 Shirts, 2 Pullis/Sweats/, Skiunterwäsche, Kappe, Mütze, Handschuhe(?), 2 Paar Schuhe, Schlappen, Jacke, Fleecejacke, U-Wäsche, Socken - irgendwas in der Art
Und ja, beim kleineren Toyota ist das Ersatzrad auch hintendrin. : 0
2'779 Beiträge · seit 200730. Juni 2022 · #11
Hallo Ferike
Wir starten in drei Wochen zum dritten Mal als 9er Familie. Vor 10 waren die 3 Jungs noch klein und es ging für die Familie mit einem normalen und einem (speziell vorher angefragten) breiten Dachzelt für alle fünf. Auf der zweiten Reise war das nicht mehr möglich und der kleinste schlief auf der Rückbank auf einer "bedroll" Schaum Matratze ca.7cm dick. Er genoss sein Einzelzimmer. Meines Erachtens ist der große Unterschied beim Fahrzeug. Wir mieten lieber Land Cruiser, denn sie bieten für Passagiere hinten mehr Platz und eine viel bessere Sicht dank der großen Scheiben und vorne hat der Beifahrer + Copilot ein riesiges Handschuhfach wo sogar eine Camera Platz findet. Aluaufbau mit Schubladen System für Nahrungsmittel und sonst einfach viel Platz neben und hinter dem Kühlschrank für das Gepäck welches dank einheitlicher Dimension stapelbar ist. Wir alle reisen nur mit Handgepäck (55×35×25) plus einem kleinen Tagesrucksack für die Kabine tagsüber. Wir mieten die Schlafsäcke.
Viele Grüße LL
Gruss Leona
796 Beiträge · seit 201530. Juni 2022 · #12
Naja wir benötigen (4 Wochen Dachzelt und Lodge) 1 große Reisetaschen plus Rucksack pro Person. Schlafsack und die Matratzen müssen da rein. ich habe zusätzlich kleinere Taschen mit und bei der Autoübergabe wird umgepackt. Zusätzlich ist noch eine Tasche für Lampen, Werkzeug usw., wir wollen ja auch in einsame Gegenden.
Ein großer Fehler, sind zu viele Klamotten. Wenn man zu Zweit unterwegs ist, mag dies Ok sein. Bei 4 Leuten, langen z.B. ein Paar Schuhe die man trägt und Badelatschen oder Grogs, eine Jacke und eine Fleecejacke. Eine oder Beide auf dem Flug anziehen, sich dort von der Klimaanlage eine Erkältung holen wäre super blöd. Wen wir gut packen langen für Kleidung zwei Taschen. Ich stopfe meist sogar noch mein Kopfkissen mit ins Gepäck. Man muss in Namibia nicht jeden Tag sein Outfit wechseln. In den meisten Unterkünften gibt es einen über Nacht Wäscheservice (auch wenn die Kleidung danach etwas anders aussieht und riecht).
Ein zusätzliches Gepäckstück (für 400,- bei LH) würde ich nicht buchen. Die Kohle kann man sinnvoller ausgeben.
Zu viert geht gut, haben wir bereits zwei Mal so gemacht und hatten keine Probleme. Ihr dürft 124 kg Zeug mitnehmen, dies ist echt eine Menge. Die Campingmatratzen für etwas unter 100,- haben ein echt kleines Packmaß. Ich würde auf die nicht verzichten. Sehr warm von unten und man liegt nicht gleich auf dem Blechboden des Dachzeltes. Wir hatten da bisher immer sehr dünne Matratzen. Schlafsäcke gibt es ja auch vom Vermieter. Ob man die nutzen möchte, muss man selbst entscheiden.
Wir werden uns vor Ort noch günstige Decken kaufen. Praktisch für Dachzelt und Lagerfeuer.
Gruß
Markus
Reisebericht: Familienabenteuer Namibia und Bostwana, Juli/Augus 2016 Videotagebuch: Der wilde Nord-Westen, Videotagebuch von Simon, Juni/Juli 2018 Reisebericht: "4.375km durch den Nord-Westen" von Moritz 14 J. Reisebericht: Über das Kaokoveld in den Caprivi, Jul/Aug 2022
Themenstarter6 Beiträge · seit 202103. Juli 2022 · #13
Liebe Ferike,
Du hast ja schon einige Antworten bekommen, vielleicht kann ich noch etwas ergänzen.
Neun Leute in zwei Autos wird sehr, sehr eng, das ist wenig Komfort. Ich würde euch auch dringend zu einem dritten Auto raten.

Mit Safari Car habt ihr eine sehr gute Wahl getroffen, super Autos, gut ausgerüstet. Mit Bodenzelten kann man unterwegs sein, wenn man nicht gerade im Kaokeveld unterwegs ist, dort hatten wir im Khowarit Camp ein Löwenrudel nachts. Zwar sind auch auch den Campingplätzen im Erongo Leoparden unterwegs, aber man bekommt sie nie zu Gesicht. Kein Problem.

Die Dachzelt sind sehr bequem und stabil, wir haben die Schlafsäcke immer im Dachzelt belassen, das geht sehr gut. Solltet ihr drei Autos haben, ist ja auch auf den Dachträgern noch Platz Gepäck unterzubringen (Seesack und darin staubdichter Müllsack).

Ja, an der Spitzkoppe Anfang September war es bei uns kalt und sehr windig für zwei Tage, kann natürlich bei euch ganz anders sein. Fleece, winddichte Jacke und dünne Skiunterwäsche und Mütze hatten wir immer dabei. Handschuhe braucht ihr nicht. Zusätzliche Decken benötigt man bei guten eigenen Schlafsäcken auch nicht.

Wir haben uns bei Safari Car noch zusätzliche Kisten zur Verstauung des Proviants besogt (pro Auto noch drei Kisten). Hier kann man das Chaos im Gepäckraum reduzieren und bestens die Verpflegung unterbringen. Zusatzkanister für Diesel benötigt ihr nur im Kaokeveld. Bei mehreren Autos sollte man auch konsequent mehrfach mitgegebene Ausrüstung wie Wagenheber, Pfannen, Werkzeug aussortieren, das spart auch nochmal Volumen!

Wir wünschen euch viel Spaß in Namibia, liebe Grüße aus Innsbruck

Daniela und Thomas