Champagner8'672 Beiträge · seit 201003. Mai 2021 · #61
BikeAfrica schrieb:
Bsc schrieb: 📎 Nam21Syn-Hb-30.jpg zur Abwechslung ab und zu Spielkugeln (was ist das für eine Pflanze?? )
Es ist nicht genau zu erkennen und die Pflanze selbst sieht schon ein wenig kaputt aus, aber ich denke, es sind Nara-Melonen. Hast Du noch ein größeres Foto von den Früchten?
Gruß Wolfgang
Also für mich sind das Tsamma-Melonen (Citrullus ecirrhosus). Die sind nicht kaputt, sondern wachsen so auf dem Boden. Nara-Melonen sehen ganz anders aus (auch innen, hab mir die damals bei den Topnaars am Kuiseb sehr ausführlich anschauen dürfen, sie haben helle Kerne) und wachsen an Büschen.
Champagner schrieb:Also für mich sind das Tsamma-Melonen
für mich auch 😁 und Grüße
BscThemenstarter173 Beiträge · seit 201903. Mai 2021 · #63
15.1. 21…und Wiedertreffen der Freunde
Morgens war die Regenstimmung vorbei , der erste Blick aus dem Dachzelt sah strahlend blauen Himmel. Mal wieder sind wir dem überall um uns herum niedergehenden „Jahrhundertregen“ entkommen. Da störte es uns auch wenig, daß wir kalt duschen mußten, weil wir den Donkey, der schon fertig mit Feuerholz gefüllt war, viel zu spät anheizten… Beim Frühstück erreichte uns die Nachricht unsrer Freunde: sie hatten über einen lokalen Makler gestern Abend noch ein supernobles neues Haus in Henties Bay für 1 Monat angemietet, Ferienhaus reicher Südafrikaner, die es nur gelegentlich selbst nutzten und in der Zwischenzeit vermieteten, mit mehreren Grills, mehreren Schlafzimmern und jeglichem denkbarem Komfort. Und das zu einem Preis, den man in einem Monat auch für Campingplätze ausgeben würde - erstaunlich, wie einfach so etwas geht. Wir seien herzlichst eingeladen… Also war unser nächstes Zwischenziel vor der weiteren Fahrt gen Süden klar - das um diese Zeit gottverlassene Nest Henties Bay. Über Omaruru, C33, B2 waren wir in kurzer Zeit in Swakopmund, um uns eine Permit für den nördlichen Sektor des Namib-Naukluft-Parks zu holen, wo wir die folgenden 2 Nächte verbringen wollten. Die Stadt wirkte ungewohnt einladend auf uns, leer und ruhig; nur am und erstaunlicherweise auch im Wasser tummelten sich einige Namibier. Coronabedingt hatten wir uns aber vorgenommen, Städte zu meiden, daher steuerten wir zielgerichtet nur das Office für die Permit an, ein mickriges Büro in einem alten dunklen Gebäude in einer Nebenstraße im 2. Stock. Die 2 Angestellten fühlten sich ganz offenbar in ihrer Dauerruhe gestört und konnten keinerlei Auskunft geben, aber immerhin - mit viiiel Ruhe….- die Permit verkaufen (dummerweise muß man im Voraus genau angeben, wann und wie lange man sich in dem Gebiet aufhalten will; dann kostet es 40 ND pP/Tag +20 ND für den PKW/Tag = für 2 Tage zahlten wir 200 ND). Einen Cafebesuch verkniffen wir uns. Stattdessen picknickten wir irgendwo am Meer neben der neuen, total leeren und langweiligen Straße von Swakopmund nach Henties Bay.
Außer einigen Fischern keine Menschenseele weit und breit. Zu Ferienzeiten steht hier ein Fischerauto neben dem anderen… Um 16.30 sind wir in Henties Bay, unser Freund Les holt uns an der Tankstelle ab. Von beiden Seiten ist die Wiedersehensfreude groß- dabei haben wir uns doch gestern früh erst getrennt…. Henties Bay wirkt um diese Zeit wie eine Geisterstadt, trocken, leer, in keiner Weise attraktiv. Aber es bietet Ruhe, wenn man die sucht. Und das Haus ist innen wirklich beeindruckend: alles voller großer Ledermöbel, Eismaschine, mehrere Grills, riesiger Fernseher, 2 Schlafzimmer und Bäder vom Feinsten - und von der Küche aus der Durchgang für den „Haushaltsteil“, das Reich der schwarzen Haushaltshilfe; so sei es leider immer noch typisch in SA, klärt uns Les auf.
Wir genießen Kaffee im geräumigen Innenhof , Waschmaschine und schnelles Internet. Nein, das verfluchen wir sofort : nur Horrormeldungen aus der Welt und aus Deutschland, Lockdownverlängerung, Kältewelle… TV aus! Stattdessen genießen wir lieber wieder im Hier und Jetzt gemeinsam einen schönen lauen Abend im Innenhof mit einem ganzen Kabeljau, Chips und einem guten Wein - auch das typisch südafrikanisch.
Namibia Camper 1999, 2005,2007, 2011, 2012; Botswana 2011,2012, 2018 ; Uganda+ Ruanda 2016; Südtansania 2018; Botswana/Limpopo zu Pferd 2018; Madagaskar zu Pferd 2019;Botswana+ Namibia/ Kaokofeld 2020; Namibia Camper 2021, Tansania-Vet-farm 2021, Okavango zu Pferd 2024, Lesotho zu Pferd 2024
BscThemenstarter173 Beiträge · seit 201903. Mai 2021 · #64
loser schrieb:
Champagner schrieb:Also für mich sind das Tsamma-Melonen
für mich auch 😁 und Grüße
Danke! Ja, das klingt zutreffender. Also schnell wieder umlernen - man muß ja flexibel bleiben, hält jung!
Namibia Camper 1999, 2005,2007, 2011, 2012; Botswana 2011,2012, 2018 ; Uganda+ Ruanda 2016; Südtansania 2018; Botswana/Limpopo zu Pferd 2018; Madagaskar zu Pferd 2019;Botswana+ Namibia/ Kaokofeld 2020; Namibia Camper 2021, Tansania-Vet-farm 2021, Okavango zu Pferd 2024, Lesotho zu Pferd 2024
Champagner8'672 Beiträge · seit 201003. Mai 2021 · #65
Bsc schrieb: Danke! Ja, das klingt zutreffender. Also schnell wieder umlernen - man muß ja flexibel bleiben, hält jung!
Genau 😄 !
Danke auch für den schönen Bericht - endlich mal hier offiziell und nicht nur hintenrum 😎 ! Leider komme ich momentan nur zum Querlesen im Forum, aber ich habe immerhin neue Lone-men-Erkenntnisse gewonnen, dieses Männchen, das den Kopf in den Händen hält, saß 2018 mal bei dem Männchen, das unter einem Baum sitzt (das Foto habe ich von der Facebookseite von House On The Hill geklaut) :
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200603. Mai 2021 · #66
… ich drehe das eine Bild mal …
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200603. Mai 2021 · #67
Champagner schrieb:
BikeAfrica schrieb:
Bsc schrieb: 📎 Nam21Syn-Hb-30.jpg zur Abwechslung ab und zu Spielkugeln (was ist das für eine Pflanze?? )
Es ist nicht genau zu erkennen und die Pflanze selbst sieht schon ein wenig kaputt aus, aber ich denke, es sind Nara-Melonen. Hast Du noch ein größeres Foto von den Früchten?
Gruß Wolfgang
Also für mich sind das Tsamma-Melonen (Citrullus ecirrhosus). Die sind nicht kaputt, sondern wachsen so auf dem Boden. Nara-Melonen sehen ganz anders aus (auch innen, hab mir die damals bei den Topnaars am Kuiseb sehr ausführlich anschauen dürfen, sie haben helle Kerne) und wachsen an Büschen.
… deshalb dachte ich ja auch, dass die Pflanze im Eimer ist und wie die Früchte innen aussehen, konnte man auf dem Foto ja nicht erkennen. Aber Tsamma-Melonen passt vom Pflanzenwuchs natürlich eher. Die gab es seinerzeit häufig entlang der Strecke Usakos-Swakopmund.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
BscThemenstarter173 Beiträge · seit 201903. Mai 2021 · #68
Danke fürs Bilddrehen, Wolfgang!
Namibia Camper 1999, 2005,2007, 2011, 2012; Botswana 2011,2012, 2018 ; Uganda+ Ruanda 2016; Südtansania 2018; Botswana/Limpopo zu Pferd 2018; Madagaskar zu Pferd 2019;Botswana+ Namibia/ Kaokofeld 2020; Namibia Camper 2021, Tansania-Vet-farm 2021, Okavango zu Pferd 2024, Lesotho zu Pferd 2024
BscThemenstarter173 Beiträge · seit 201903. Mai 2021 · #69
Champagner schrieb:
Bsc schrieb: Danke! Ja, das klingt zutreffender. Also schnell wieder umlernen - man muß ja flexibel bleiben, hält jung!
Genau 😄 !
Danke auch für den schönen Bericht - endlich mal hier offiziell und nicht nur hintenrum 😎 ! Leider komme ich momentan nur zum Querlesen im Forum, aber ich habe immerhin neue Lone-men-Erkenntnisse gewonnen, dieses Männchen, das den Kopf in den Händen hält, saß 2018 mal bei dem Männchen, das unter einem Baum sitzt (das Foto habe ich von der Facebookseite von House On The Hill geklaut) :
LG Bele
Hallo Bele, daß diese lonely Männchen öfter mal den Ort wechseln - und dabei offenbar noch einsamer werden- finde ich ja interessant...Dann kann ich ja auch mein schlechtes Gewissen wieder ablegen, daß ich mal offenbar zu genau deren Standort geschildert hatte... Und es freut mich, daß Du meinen Bericht verfolgst - ich finde nämlich Deine Berichte immer ebenso spannend wir amüsant und dazu noch informativ! Danke auch dafür! Barbara
Namibia Camper 1999, 2005,2007, 2011, 2012; Botswana 2011,2012, 2018 ; Uganda+ Ruanda 2016; Südtansania 2018; Botswana/Limpopo zu Pferd 2018; Madagaskar zu Pferd 2019;Botswana+ Namibia/ Kaokofeld 2020; Namibia Camper 2021, Tansania-Vet-farm 2021, Okavango zu Pferd 2024, Lesotho zu Pferd 2024
BscThemenstarter173 Beiträge · seit 201905. Mai 2021 · #71
16.1.21 Northern Section Namib Naukluft
Das Haus mag noch so nobel sein- ich zumindest schlafe im luftigen Dachzelt deutlich besser…Dafür weckt dann das gemeinsame Frühstück im Innenhof meine Lebensgeister umso effektiver, das uns in Gesprächen rund um die Welt führt und wieder zurück… Danach verabschieden wir uns schon wieder, wieder mit Aussicht auf baldigen Besuch (zum Schluß unsrer Reise). Um 9.30 brechen wir auf Richtung Süden- dieses Mal lassen wir uns von den Jahrhundertregenmeldungen nicht abhalten, wir können schließlich jederzeit problemlos umdrehen - auch wenn die Meldungen ziemlich abschreckend klingen: Die Staubecken sind voll und müssen zT. abgelassen werden, sogar der riesige neue Neckartaldamm (was sucht hier der Neckartaldamm? Der gehört doch nach Heidelberg??); um Mariental herum wird Evakuierung geplant; Straßen Richtung Süden sind zT durch Wasser zerstört und nicht befahrbar -usw. Wir fahren über Walvis Bay auf die permitpflichtige D 2186 zum Kuiseb und biegen dann leichtsinnigerweise von der offiziellen Schotterstraße ab in Richtung Flussbett, einigen Fahrspuren folgend. Eine dumme Entscheidung - nach Kürze stecken wir im tiefen Sand fest und graben uns immer weiter rein…Glücklicherweise sind heute am Samstag viele ( erstaunlich viele! Die Erklärung finden wir später) weiße und schwarze Einheimische unterwegs, meist gruppenweise im Auto, mit Bierdosen und ganz offenbar in Partylaune…3 Hiluxe voller gut gelaunter junger Leute halten hinter uns an, der 1. Fahrer hat den Ehrgeiz, unseren Hilux aus dem Sand zu befreien. Nach vielen vielen Anläufen, mit Hilfe von Bier für ihn und Unterlegmatte fürs Auto und nachdem er den Reifendruck schrittweise auf 0,8 reduziert hat, schafft er es. … soviel Luft hätten wir uns nicht abzulassen getraut. Ok, wieder etwas dazugelernt. Nachdem sie fröhlich die Sandpiste weiterfahren, trauen wir uns auch.
Nach kurzer Picknickpause kehren wir sicherheitshalber wieder auf die D 2186 zurück, wo wir dauernd überholt werden. Zunehmend wundern wir uns über den regen Verkehr- so viele Autos haben wir in der gesamten Zeit bisher nicht gesehen, und das in dieser eigentlich verlassenen, permitpflichtigen Gegend…Irgendetwas scheint es da vorn umsonst zu geben…Einige km weiter endlich die Auflösung des Rätsels: Der Kuiseb fließt! Das scheinen manche zum 1. Mal im Leben zu sehen: Ein fließender Fluß! Viele Autos und Bierkisten am Flußufer, laute Musik aus irgendwelchen knarrenden Lautsprechern, Kinder und Erwachsene plantschen oder hocken im Wasser…Wassertourismus! So langsam verstehe ich, was der Jahrhundertregen bedeutet… Wir fahren weiter über Gobabeb zur Homeb CS.
Auch hier strömt der Kuiseb zT mit Gefälle, was einige Jugendliche mit viel Spaß zum „Surfen“ nutzen. In der Nähe gepflegte kleine Baracken. Wir überlegen kurz, ob wir hier bleiben, entscheiden uns dann aber doch, noch 1 Std. bis Mirabib zu fahren , wo wir um 17.00 ankommen.
Es ist kein weiteres Auto da, wir haben die große Auswahl und suchen uns genau die CS aus, wo wir vor 12 Jahren schon einmal standen…nichts hat sich verändert. Während mein bodenständiger Mann sich ums Feuer und Abendessen kümmert, zieht es mich nach oben - ich muß den Blick in die Weite auf mich wirken lassen.
Nach dem Essen genießen wir noch lange die Stille, die Einsamkeit, die Weite, den Sternenhimmel…
Namibia Camper 1999, 2005,2007, 2011, 2012; Botswana 2011,2012, 2018 ; Uganda+ Ruanda 2016; Südtansania 2018; Botswana/Limpopo zu Pferd 2018; Madagaskar zu Pferd 2019;Botswana+ Namibia/ Kaokofeld 2020; Namibia Camper 2021, Tansania-Vet-farm 2021, Okavango zu Pferd 2024, Lesotho zu Pferd 2024
franzicke2'085 Beiträge · seit 201205. Mai 2021 · #72
Hallo Barbara, eine wirklich tolle Tour habt ihr da gemacht - das schürt die Sehnsucht enorm! Da ist es mal wieder Zeit für ein ausgeschriebenes DANKE! Ingrid
BscThemenstarter173 Beiträge · seit 201905. Mai 2021 · #73
Ingrid -es freut mich, wenn dich der Bericht ein wenig nach h Namibia versetzen kann, zumindest in Gedanken. Mir geht es genauso: beim Schreiben steigt schon wieder die Sehnsucht nach mehr...Liebe Grüße aus dem immer noch ungemütlich kalten Oberbayern, Barbara
Namibia Camper 1999, 2005,2007, 2011, 2012; Botswana 2011,2012, 2018 ; Uganda+ Ruanda 2016; Südtansania 2018; Botswana/Limpopo zu Pferd 2018; Madagaskar zu Pferd 2019;Botswana+ Namibia/ Kaokofeld 2020; Namibia Camper 2021, Tansania-Vet-farm 2021, Okavango zu Pferd 2024, Lesotho zu Pferd 2024
BscThemenstarter173 Beiträge · seit 201905. Mai 2021 · #74
17.1.21 weiter gen Süden Nachts wurde es kühl - zum Schlafen sehr angenehm, zum Aufstehen weniger. Deshalb packen wir das Zelt zusammen ,wechseln zum Frühstück auf die andere Seite des Felsberges in die Morgensonne und nutzen dann die Zeit, bevor es wieder zu heiß wird, zu einem ausgedehnten Morgenkletterspaziergang auf den Fels. Um 10.30 brechen wir auf, zunächst - den Wendekreis querend - nach N auf die C 14, dann Richtung W zum „Viewpoint Kuiseb Canyon“ mit tollem Ausblick auf den momentan fast reißend strömenden Kuiseb.
Den dort abzweigenden Fußweg zur Henno - Martin - Shelter verfolgen wir nur ein kurzes Stück- es wird zu heiß. Nach kurzer Picknickpause gehts weiter nach S. Wieder begegnen uns ungewöhnlich viele einheimische Autos - Wochenendausflug zum Wasser ist momentan DIE Attraktion. Im Radio heute die Nachricht: Leider keine weiteren Niederschläge in Sicht. Uns solls recht sein…
Um 17.00 erreichen wir Camp Gecko. Die neue Pächterin Anna kommt uns gleich entgegen : momentan keine weiteren Gäste, wir haben freie Auswahl. Auf meine neugierigen Fragen erzählt sie u.a. , sie und ihr Mann hätten das Camp vor ca. 1 Jahr von den Vorbesitzern übernommen und seien derzeit noch dabei, Einiges zu renovieren; bes. die Tented Camps bzw. Bungalows seien derzeit nur zT. bewohnbar.
Wir schauen uns also alle CS an und entscheiden uns für „Eagle“, mit herrlichem Ausblick in die Weite und auf eben diese schön gelegenen Tented Camps.
Den Spaziergang dorthin verschieben wir auf den nächsten Morgen, den heutigen Abend lassen wir bei Steak und Gemüse vom Grill ausklingen.
Namibia Camper 1999, 2005,2007, 2011, 2012; Botswana 2011,2012, 2018 ; Uganda+ Ruanda 2016; Südtansania 2018; Botswana/Limpopo zu Pferd 2018; Madagaskar zu Pferd 2019;Botswana+ Namibia/ Kaokofeld 2020; Namibia Camper 2021, Tansania-Vet-farm 2021, Okavango zu Pferd 2024, Lesotho zu Pferd 2024
RMrik m.608 Beiträge · seit 202005. Mai 2021 · #75
Hallo Barbara, schön, dass Du weiter schreibst! Ich verfolge eure Fahrt mit Interesse und Fernweh. 😉
BscThemenstarter173 Beiträge · seit 201905. Mai 2021 · #76
ja, ich versuche zu eilen, bevor alles in Vergessenheit gerät....das schlechte Wetter hier hilft 🙂
Namibia Camper 1999, 2005,2007, 2011, 2012; Botswana 2011,2012, 2018 ; Uganda+ Ruanda 2016; Südtansania 2018; Botswana/Limpopo zu Pferd 2018; Madagaskar zu Pferd 2019;Botswana+ Namibia/ Kaokofeld 2020; Namibia Camper 2021, Tansania-Vet-farm 2021, Okavango zu Pferd 2024, Lesotho zu Pferd 2024
BscThemenstarter173 Beiträge · seit 201905. Mai 2021 · #77
18.1.21 noch weiter gen Süden
Noch vor dem Frühstück und vor der großen Hitze machen wir einen Morgenspaziergang in die weite Ebene hinunter.
. Ein anhänglicher Hund begleitet uns den ganzen Weg über, irgendwie vermittelt er Sicherheit. (Er gehört dem Mitarbeiterehepaar, das mit dem Pächterpaar zusammen das Camp versorgt, erfahren wir später. ) Wir schauen uns die Tented Camps etwas genauer an. Einige sind renovierungsbedürftig und geschlossen, andere warten vorbereitet auf Gäste. Sie gefallen uns wirklich gut - zT. feste Zelte, zT. zweistöckige kleine Bungalows mit Wohnraum, Bad und vorgelagerter Terrasse unten und Schlafraum mit Balkon mit tollem Blick oben.
Camp Gecko gefällt uns insgesamt sehr gut: Alle Campsites mit toller Aussicht, unsere CS „Eagle“ mit Freiluftclo (mit Wasserspülung!) und Freiluftdusche (mit heißem Wasser, wenn man den bereitstehenden gefüllten Donkey rechtzeitig anheizt, was wir dieses Mal tatsächlich schaffen), eine weitere CS „Hilltop“ für etwas komfortbedürftigere Gäste mit gemauertem Sanitärhäuschen, die 3. CS „Moonlight“ etwas abgelegen für besonders romantiksuchende Camper.
Eigentlich könnte man hier gut auch 2 Tage verbringen - es gibt viele Möglichkeiten für ausgedehnte Spaziergänge/Wanderungen. Aber dafür ist es jetzt im Januar definitiv zu heiß. Daher brechen wir gegen Mittag auf und fahren am Neukluft-Gebirge entlang weiter Richtung Süden, erst der C 14 folgend, dann auf die D 854 - eine sehr schöne Strecke. Der Plan, im Naukluft- NP zu campen und dort kleinere Wanderungen zu unternehmen (was wir von früher als sehr schön in Erinnerung hatten), scheitert auch an der Hitze -wir fahren zwar in den NP hinein, drehen aber vor der Rezeption (erst 13 km nach Parkeinfahrt) wieder um. Weit und breit kein Mensch oder Auto; das Wassertourismus - Wochenende ist vorbei. Die Spuren der Regengüsse werden allerdings Richtung Süden zunehmend deutlicher: die Wege sind z.T. heftig zerstört, z.T. an der Grenze der Befahrbarkeit. Dafür sprießt am Wegrand zunehmend lichtes Grün, wo sonst nur Wüste ist. Ein fast unwirkliches Bild..
Um 16.30 erreichen wir das Tsauchab River Camp mit den unzählig vielen fantasievollen Figuren aus Autoschrotteilen („paßt auf, daß ihr den Wagen nicht hier stehen laßt, sonst fehlen nachher Teile!“ werden wir ermahnt.)…
Wir bleiben zunächst eine Weile bei gutem Cappuccino und schnellem Internet an der menschenleeren Bar (am WE sei hier aber viel Betrieb gewesen) und werden dann zu der großen Gruppen- CS „Korhan“ einige km weiter geschickt, da die direkt an der Farm gelegenen Plätze überflutet gewesen und jetzt nicht benutzbar seien. Die riesige CS ist normalerweise für südafrikanische Reisegruppen gedacht, die hier zu deren Ferienzeiten offenbar in Scharen einbrechen. Jetzt haben wir alles für uns allein: Eine ganze Anlage mit überdachter Küchenecke, Sanitätshaus mit kochend heißem Wasser, Freiluftdusche zusätzlich, mehrere Waschbecken, dazu schöner Blick auf den River. Ich schaukele in meiner Hängematte, lese in „Guten Morgen, Namibia“, schreibe ein wenig und werde mir einmal mehr bewußt, wie gut es uns doch geht…
Namibia Camper 1999, 2005,2007, 2011, 2012; Botswana 2011,2012, 2018 ; Uganda+ Ruanda 2016; Südtansania 2018; Botswana/Limpopo zu Pferd 2018; Madagaskar zu Pferd 2019;Botswana+ Namibia/ Kaokofeld 2020; Namibia Camper 2021, Tansania-Vet-farm 2021, Okavango zu Pferd 2024, Lesotho zu Pferd 2024
BscThemenstarter173 Beiträge · seit 201905. Mai 2021 · #78
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BscThemenstarter173 Beiträge · seit 201906. Mai 2021 · #79
19.1. 21 Sussusvlei unter Wasser
Ein ausgedehnter Morgenspaziergang im Riverbed des Tsauchab läßt uns die Wassermassen ahnen, die hier kürzlich durchgeflossen sein müssen:
überall sprießt junges Grün:
Beim Auschecken hören wir, daß auch das Sussusvlei unter Wasser stand und vorübergehend nur per Hubschrauber zu besichtigen war. Sicher sei es jetzt noch ein einmaliges Erlebnis, dorthin zu fahren. Ok; wir sind ja flexibel: eigentlich hatten wir Sussusvlei schon vor vielen Jahren abgehakt. Nachdem wir bei unsrem 1. Namibiabesuch 1999 noch eine Schotterstraße bis zum Ende durchgefahren waren, dort auf einem Tagesparkplatz übernachtet hatten und das Deadvlei in völliger Morgenstille mit Oryxen vor Sonnenaufgang erleben konnten (einmalig!), empfanden wir es ca. 15 J. (?) Später recht abschreckend, als wir morgens vor dem Toreingang in einer Kolonne anderer Fahrzeuge auf die Öffnung warten, dann in eben dieser Kolonne die inzwischen geteerte Piste entlangfahren und uns die Dünen mit vielen weiteren Tourist teilen mußten. Damit war es von unsrer möglichen ToDo - Liste gestrichen.. Aber jetzt war ja wieder eine einmalige Situation: Kaum Touristen, aber Wasser… Also ändern wir kurzentschlossen unsre eh nur vagen Pläne und fahren Richtung Sussusvlei. Dort treffen wir tatsächlich kaum andere KFZ, leider natürlich nicht das ideale Fotolicht, da schon etwas spät am Tag, aber dennoch ungewöhnliche Farbspiele, alles mit leichtem Grüneinschlag…
Nach Ende der Teerstr. wird die Fahrerei tatsächlich etwas kritisch, einiges war überflutet, an manchen Stellen Durchfahrt-verboten-Schilder. Also drehen wir nach einer Fuß-Umrundung des „Sussusvlei-Sees“ um - leider, ohne die Durchfahrt zum Deadvlei gefunden zu haben. Trotzdem hat es sich gelohnt.
Wir fahren zurück bis Hauchabfontein ; da auch hier einige CS durch Wasser zerstört sind, eskortiert uns der Besitzer selbst zu einem abgelegenen Platz - auch hier eine große Gruppen- CS, am Fluß gelegen, aber etwas erhöht und vor Flut gesichert.
Namibia Camper 1999, 2005,2007, 2011, 2012; Botswana 2011,2012, 2018 ; Uganda+ Ruanda 2016; Südtansania 2018; Botswana/Limpopo zu Pferd 2018; Madagaskar zu Pferd 2019;Botswana+ Namibia/ Kaokofeld 2020; Namibia Camper 2021, Tansania-Vet-farm 2021, Okavango zu Pferd 2024, Lesotho zu Pferd 2024
RMrik m.608 Beiträge · seit 202006. Mai 2021 · #80
Sehr spannend anzusehen! Ich war noch vor dem Regen dort - und der Vgl jetzt ist schon irre! Mir gefällt auch das Bild mit den aufgesprungen "Lehmplatten" sehr gut!