Namibia im Jan. 21

Reisebericht 91 Antworten · 16,4k Aufrufe · gestartet 22. März 2021 von Bsc
Themenstarter173 Beiträge · seit 201927. März 2021 · #21
5.1. Planänderung - lets go west!
Nachts gingen die Schleusen auf; mit den Wassermassen kamen die Mücken, und der 1. Schritt morgens aus dem Dachzelt führte ins Nasse. Die weiteren Schritte auch… Inzwischen kam zwar nichts mehr von oben, aber in den Nachrichten wurden weitere ergiebige Regenfällen im Osten und Süden angekündigt.
Beim Frühstücken überlegten wir den weiteren Routenverlauf erneut. Bei aller Neugier auf den Caprivi und den Khaudom NP, v.a. auch auf den „Lieblingsplatz“ unsrer weitgereisten Freunde, den Mudumu NP: Unsre Priorität war vorerst, schöne gemeinsame Abende in freier Natur genießen zu können (schließlich wohnten wir nicht Haus an Haus, sondern einen Erdteil voneinander entfernt…). Wir wollten nicht jeden Abend vor dem Regen und Moskitoschwärmen ins Zelt fliehen und auch nicht jeden Morgen Mühe haben müssen, ein nasses Zelt einzupacken. (Nicht, daß wir einzelne Moskitos nicht eingeplant hätten: Unsre Freunde hatten Moskitoschnelltests im Gepäck, die in SA offenbar billig problemlos zu bekommen sind, ich hatte Malarone als Stand by dabei, die mit Medikamenten - NW unempfindlicheren Männer hatten bereits begonnen, Doxicyclin zu nehmen … dennoch, auf Moskitomassen hatten wir keine Lust…).
Also wurde der am Vorabend ausgeheckte Tourenplan wieder verworfen. Wir hatten ja noch Plan B - und im NW war noch am wenigsten Regen zu erwarten. Also: lets go west! D.h., zunächst durch den Etosha NP (den unsre Freunde vorher ja schon ergiebigst durchfahren hatten), wo wir 2 Nächte einplanten, dann im W durchs Galton Gate wieder raus und nach NW.
An der Rezeption von Roys Restcamp nutzten wir nochmals ausführlich die rel. gute WLAN-Verbindung, dann fuhren wir los -jedes Auto für sich, nächster Treffpunkt Halali, wo wir die 1. Nacht verbringen wollten.
Zum Mittagspicknick waren wir in Namutoni. Sooo leer, völlig ungewöhnlich, dazu noch überall frisches Gras auf den leeren Plätzen von Regen, der hier offenbar runtergekommen war, von dem aber momentan nichts mehr zu spüren war. Jetzt war es heiß und sonnig (Wie die ganzen nächsten 14 Tage lang, trotz dauernder Regenmeldungen für den Rest des Landes!) Es wirkte richtig ungewohnt einladend, zumindest für uns, die wir keine Lodges, Restaurants und Läden suchten, sondern möglichst viel unberührte Natur. Für andere vielleicht gespenstisch vereinsamt…
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Namutoni
So ging es den Rest des Tages weiter: Kaum andere Fahrzeuge, überall leichter Grünschimmer und viele viele Jungtiere - die Natur wußte offenbar diese fruchtbare Zeit zu nutzen! Der Regen hat seine Spuren hinterlassen, ohne uns persönlich zu behelligen. So wünscht man sich das!

Halali empfand ich völlig reizlos und langweilig, ich hatte es schöner in Erinnerung. Auch hier nur einzelne andere Camper. Egal, wir kamen erst gegen Sonnenuntergang an und wollten nur nächtigen. Die Ablutions waren sauber, die Duschen heiß. Und zu gemeinsamem Zusammenhocken bei Chili con Carne und Wein reichte es allemal.
Namibia Camper 1999, 2005,2007, 2011, 2012; Botswana 2011,2012, 2018 ; Uganda+ Ruanda 2016; Südtansania 2018; Botswana/Limpopo zu Pferd 2018; Madagaskar zu Pferd 2019;Botswana+ Namibia/ Kaokofeld 2020; Namibia Camper 2021, Tansania-Vet-farm 2021, Okavango zu Pferd 2024, Lesotho zu Pferd 2024
zuletzt bearbeitet 27. März 2021
Themenstarter173 Beiträge · seit 201927. März 2021 · #22
6.1. Etosha
Ein typischer Gamedrivetag- dazu gibts wohl wenig zu berichten. Wie schon am Vortag: insgesamt kaum andre Autos unterwegs, heiß und trocken, aber mit den deutlichen Nachwirkungen von vorherigen Regenfällen: ungewöhnlich viel Grün und vor allem ungewöhnlich viele Jungtiere!
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Und alle hatten sich lieb und genossen ihr das Dasein:
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zuletzt bearbeitet 27. März 2021
Themenstarter173 Beiträge · seit 201927. März 2021 · #23
meistens jedenfalls...
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zuletzt bearbeitet 27. März 2021
Themenstarter173 Beiträge · seit 201927. März 2021 · #24
Mist gebaut, sorry, war doppelt...
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Themenstarter173 Beiträge · seit 201927. März 2021 · #25
Mittagspause in Okaukuejo; zum ersten Mal sahen wir hier relativ viele Touristen, und fast alle schienen sich im Pool zu tummeln (was wir eigentlich auch vorhatten, daraufhin aber bleiben ließen). Bei der riesigen Anlage war es trotzdem nicht schwer, einen abgelegenen Stellplatz für ein Mittagspicknick zu finden, und unter dem Schattendach mit Blick aufs Wasserloch mit Springböcken und Zebras waren wir tatsächlich allein (ein sehr schönes schattiges Plätzchen für eine Mittagsruhe! )



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Die Strecke zwischen Okaukuejo und Olifantrus zieht sich hin…Eine staubigen Strecke, wenig interessant, kaum Abzweigungen, offenbar einige neue Straßenführungen im Bau. Außerdem viel abgebranntes Gebüsch. Auch für Tiere wenig interessant - außer offenbar Oryxe und Zebras. Horden von Zebras…..

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Ulm 17.00 erreichten wir Olifantrus. Ein rel. neues, sehr angenehmes, kleines Camp (keine Lodge!) mit schön angelegtem Steg zum Wasserloch, sauberen duschen und Abwaschgelegenheiten, funktionierendem WLAN, sehr nettem Personal . Und mal wieder nur einzelne weitere Camper .
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Am Wasserloch trafen sich nach Sonnenuntergang noch Hyäne und Schakal - danach wurde es zu dunkel
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zuletzt bearbeitet 27. März 2021
Themenstarter173 Beiträge · seit 201927. März 2021 · #26
7.1. Etosha (Olifantrus)-Opuwo
Von Olifantrus gen W begann die Strecke ebenso langweilig/ eintönig, wie sie am Vortag geendet hatte- ca 2 Std. nur Fahrerei ohne wesentliche Begegnungen außer den inzwischen gewohnten Horden von Zebras, Springböcke, einzelne Oryxe. (Daß irgendwo auch Löwen gelegen haben sollten, erfuhren wir erst später. Für uns war es dieses Mal ein löwenloser Urlaub. Wir konnten das verkraften, im Jahr zuvor im KTP waren sie uns oft begegnet, bis hin auf unsren Stellplatz…)
Erst kurz vor dem Dolomite Camp (schön am Hügel gelegen, für Lodgehopper sicher lohnend!) wurde es interessanter:

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White Rhino

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(dieses Spitzmaulnashorn (Black Rhino) war uns schon am Vortag begegnet- ich setze es nur zum Vergleich hierhin)

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Abseits vom Getümmel bedienen sich diese 2 Alten ungestört direkt an der Quelle...

Mittags verließen wir (wieder beide Autos gemeinsam) den Etosha NP durch das Galton Gate (gähnende Leere..)
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zuletzt bearbeitet 27. März 2021
768 Beiträge · seit 201727. März 2021 · #27
Schön mit so vielen Jungtieren!
2016: Südafrika mit Gardenroute 2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius 2020: Kapstadt und Gardenroute 2022: Namibia 2024: Namibia und Südafrika 2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
Themenstarter173 Beiträge · seit 201927. März 2021 · #28
Über den weiteren genauen Tourverlauf waren wir noch nicht sicher. Nur das entferntere nächste Ziel war klar: Camp Syncro am Kunene, im äußersten NW Namibias. Das wollten wir unbedingt erreichen, nachdem wir es im Vorjahr schon anvisiert hatten, dann aber durch einen kräftig strömenden Hoarusib am Purros Crater an der Weiterfahrt gen N gehindert worden waren.
Als nächsten Nachtplatz steuerten wir zunächst Camp Aussicht an (war uns vom Vorjahr in guter Erinnerung), verfehlten dann aber den richtigen Weg und landeten letztlich nach (zu) langer Fahrerei in Opuwo in der Countrylodge - Campsite. Und wieder war dieser eigentlich nicht anvisierte Platz ein Glückstreffer: Die Lodge liegt uphill, unbehelligt vom Stadtgewusel, gut bewacht durch eifrige, aber unaufdringliche Nachtwächter, und vor allem: Wir waren mal wieder fast allein! Und wir waren willkommen; So hatten wir nicht nur die Campsite mit den Ablutions, sondern auch noch die Infrastruktur der einige Fußminuten entfernten Lodge ganz für uns: Terrasse mit Aussicht, herrlicher Pool, kaltes Bier - und WLAN. (Letzteres holte uns allerdings ein wenig raus aus unsrer heilen Welt: Nur Horrormeldungen über steigende Coronazahlen in Europa, über Terror in den USA, wo die Republikaner das Weiße Haus stürmen, über durch Regenmassen zerstörte Straßen und darin schwimmende Autos im Süden Namibias- nein, das wollten wir jetzt alles garnicht wissen…. )


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C 35 gen N
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Die Lodgeterrasse mit wunderbarer Aussicht
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Ziegen statt Touristen auf der Terrasse
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herrlicher Pool ganz für uns allein-zum Träumen...
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abends auf der CS Besuch von einem äußerst freundlichen Katzenpärchen
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Beim Abendessen (nicht in der Lodge, obwohl wir freundlich eingeladen wurden, sondern auf der CS) wurde uns einmal mehr klar, wie gut wir es doch haben…
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Namibia Camper 1999, 2005,2007, 2011, 2012; Botswana 2011,2012, 2018 ; Uganda+ Ruanda 2016; Südtansania 2018; Botswana/Limpopo zu Pferd 2018; Madagaskar zu Pferd 2019;Botswana+ Namibia/ Kaokofeld 2020; Namibia Camper 2021, Tansania-Vet-farm 2021, Okavango zu Pferd 2024, Lesotho zu Pferd 2024
Themenstarter173 Beiträge · seit 201903. Apr. 2021 · #29
8.1. endlich ins Kaokofeld!
Morgens genossen wir noch einmal die Annehmlichkeiten der Zivilisation: Herrlich heiße und saubere Duschen , ein schönes schattiges Plätzchen mit Aussicht zum Schreiben (und immer mit Gesellschaft von einem sehr gepflegten verschmusten Katzenpärchen), an der Lodge WLAN - Verbindung für Kontakte nach Hause..
Dann wagten wir uns notgedrungen in das Gewusel des Sparmarktes in Opuwo. Manche beschreiben es ja als „interessante bunte Mischung verschiedener Ethnien“ : Im Laden nebeneinander barbusige, meist etwas ratlos wirkende Himbafrauen, einzelne bunt verpackte , eher stolz auftretende Hererofrauen, meist sauber und modern gekleidete Inländer (die Frauen mit Spaghettiträgern, die Männer eher mit Anzug), dazwischen zahlreiche eher verlottert und meist dreckig erscheinende Abenteuertouristen (man verzeihe mir die Pauschalisierung…). Ich empfand es schon im letzten Jahr als notwendiges Übel, jetzt unter Coronaeinfluß geradezu als abstoßend: einerseits hatte ich Mitleid: wie mag es den halbnackten Himbafrauen gehen, die, ausnahmslos mit Kind auf dem Arm, im Gewühle mit ratlos fragendem Blick an der riesigen Käsetheke stehen neben den vollgepackten Einkaufswägen der „eher verlottert aussehenden Abenteuertouristen“? Andererseits fühlte ich mich gerade von diesen Himbafrauen mit Kind auf dem Arm vor dem Markt mehr als bedrängt, wenn sie bettelnd an mir zerrten und alle die gleichen Armringe verkaufen wollten… Letztes Jahr hatte ich mich hinreißen lassen, für viele einzelne 10ND -Scheine einzelne Ringe von 2 Frauen zu kaufen ( mehr konnte ich nicht verkraften, wir wollten ja noch weiterfahren…) mit dem Hinweis, sie mögen das Geld untereinander teilen. Gab nur Ärger….In diesem coronageprägen Jahr war uns das definitiv zu viel Nähe. Also: Einkauf und dann möglichst schnell weg!
(Daß ich mich seit Jahrzehnten ausführlich mit dem Leben / Überleben oder eben langsamen Sterben der Himbas - und anderer indigener Volksstämme beschäftige, macht die Begegnung leider nicht leichter oder angenehmer).
Zu „coronageprägt“: Im Laden trugen alle Masken, wenn auch zT. sehr verrutscht. Vor dem Laden stand ein großer Kanister mit Desinfektionsmittel (das zumindest stand drauf) und Ablaufhahn, unter dem sich fast alle brav ausführlich die Hände rieben.

Noch schnell zur Tanke, dann sind wir um 11.30 „auf pad“.
Die zunächst staubige unschöne Schotterstrecke auf der D3704 haben wir schnell hinter uns. Die D3707 ist deutlich schöner, wenn auch z.T. steiniger und zum Fahren etwas stressig.
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D 3707 am Hoarusib entlang

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Gut beschildert....

Mehrfach laufen uns Straußfamilien über den Weg, Esel dösen in der Hitze, ab und zu Impalas oder Zebras. Der Hoarusib, dessen Verlauf wir folgen, ist staubtrocken. Etwa dort, wo die D3707 den Hoarusib gen N verläßt, wollen wir in einem Wildcamp die Nacht verbringen. Wir finden ein winziges Schild „Camp“ , folgen ein kurzes Stück dem Flussbett und finden einen sehr schönen scheinbar unberührten Platz unter großen Bäumen am Flussufer mit herrlichem Blick in die Berge.
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So ganz unberührt doch nicht, sehen wir schnell: Auf einem handgemalten Schild steht „Palm Spring CS“, darunter: „no toilet, no water“. Das nenne ich exakte Beschreibung.
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Und allein sind wir auch nicht: Im Flussbett spielen die Kinder und machen Faxen, sobald sie uns sehen, und um uns herum meckern die Ziegen.
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Und kurz drauf erscheint ein älterer Mann, der nicht englisch kann, aber uns zu verstehen gibt, daß das Campen 100 ND pP kostet. Er ist sehr freundlich, die Kinder auch, und wir runden für 4 Leute auf 500 ND auf. Das war offenbar eine Aufforderung: Kurz drauf erscheint ein junger Mann und erklärt uns in recht gutem Englisch, daß seine Mutter große Rückenprobleme habe; im Hintergrund erscheinen auch gleich mehrere Himbafrauen mit Kindern im Arm - die eine da sei seine Mutter… Man erwartet ganz offensichtlich von uns die Lösung des Problems…Wir überlegen kurz und geben ihm 4 Schmerztbl. mit eindringlicher Erklärung, das helfe sehr gut gegen Schmerzen, aber sie solle unbedingt nur 1/2 tgl. nehmen, sonst werde ihr sehr übel. (Ibuprofen 400 - selbst wenn sie alle 4 auf einmal nimmt, bringt sie das nicht um…) Als „Gegenleistung“ bitte ich um Fotoerlaubnis, die mir "gerade so" gewährt wird.
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Dann allerdings will sie statt eines Dankes mit fordernd- unfreundlicher Geste auch noch die Getränke, die sie bei uns auf dem Tisch stehen sieht, und ist offenbar sauer, daß wir das ablehnen . Beim Gehen wirft sie uns nur einen bösen Blick zu.
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Mhm. Da haben wir offenbar mal wieder etwas falsch gemacht…
Dennoch wird es ein sehr schöner Abend auf einem sehr schönen Fleck Erde mit einmal mehr unvergleichbarem Sonnuntergang. Afrikafeeling…

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Namibia Camper 1999, 2005,2007, 2011, 2012; Botswana 2011,2012, 2018 ; Uganda+ Ruanda 2016; Südtansania 2018; Botswana/Limpopo zu Pferd 2018; Madagaskar zu Pferd 2019;Botswana+ Namibia/ Kaokofeld 2020; Namibia Camper 2021, Tansania-Vet-farm 2021, Okavango zu Pferd 2024, Lesotho zu Pferd 2024
Themenstarter173 Beiträge · seit 201903. Apr. 2021 · #30
9.1. bis Roidrum
Bei der Abfahrt um 8.30 werden wir von 4 Youngstern genauestens beobachtet, die uns zwar immer näher rücken, aber letztlich in respektvollen Abstand bleiben.
Wir folgen weiter der D 3707. Eine landschaftlich wirklich schöne Strecke.

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4 Std. später sind wir in Marble Camp. Eigentlich wollten wir dem Betreiber Trevor einen Besuch abstatten, den unser Freund aus Südafrika aus Jugendzeiten gut kennt; ich möchte ihn gern kennenlernen, den kreativen Menschen, der die einsame Gegend hier mit seinen vielen phantasievoll gestalteten Steinmänner belebt, alle fein nummeriert und etikettiert. Leider haben wir bisher trotz intensiver Ausschau keine entdeckt (kommt aber noch!). Und leider ist Trevor nicht da und das Marble Camp offiziell geschlossen. Allerdings kommt sofort ein junger Mann aus dem oberhalb gelegenen „House of the Hill“, wo Trevor wohnt und auch einzelne schöne Chalets vermietet (650 ND pP), und erklärt freundlich, wir können gern alles benutzen, auch Duschen usw. sofern sie funktionieren (tun sie zT.), und wir können auch gern hier übernachten. Aber es ist noch so früh am Tag, deshalb ziehen wir nach einer Dusch- und Picknickpause lieber noch weiter.
Die Strecke wird immer interessanter, landschaftlich asgesprochen reizvoll, aber auch fahrtechnisch anstrengender, steiler, steiniger. Der Joubert-Paß ist schon eine kleine Herausforderung (wenn auch sicher nichts gegen den Van Zyls - Paß, den unser Freund aus früheren Zeiten kennt... :"for crazy young people only"..)

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Endlich, kurz hinter dem Joubert-Paß, das erste Steinmännchen ...

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Ca 2 km vor Roidrum finden wir in einem sandigen Flussbett wieder ein schönes Plätzchen zum Camp aufschlagen. Außer vielen Skorpionen bekommen wir an diesem Abend keinen Besuch.

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zuletzt bearbeitet 03. Apr. 2021
761 Beiträge · seit 201003. Apr. 2021 · #31
Hallo,

ich bin auch noch dabei! 🙂
Unsere Vorfreude steigt, da wir im September/ Oktober Teile der Route mit 4x4 Bushcamper bereisen wollen.

Gruß Doro
~ Africa is a feeling ~
2'772 Beiträge · seit 200603. Apr. 2021 · #32
Zur Palm Springs CS:
wir waren 2018 dort. Die CS war einfach und einsam. Richtig wohl gefühlt haben wir uns da auch nicht. Bis spät am Abend und schon sehr früh morgens schlichen Jugendliche durch die Büsche. Wir standen zwar unter ständiger Beobachtung, aber angebettelt wurden wir nicht.
Gruß Pascalinah
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind. Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist. Fotobuch Caprivi/Botswana 2024: https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955 Fotobuch Kruger National Park 2025: https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278
Themenstarter173 Beiträge · seit 201904. Apr. 2021 · #33
ja, so ging es uns ja auch-unter Beobachtung, aber ohne Grenzüberschreitung...
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Themenstarter173 Beiträge · seit 201904. Apr. 2021 · #34
freut euch drauf! Schöne Strecke!
Namibia Camper 1999, 2005,2007, 2011, 2012; Botswana 2011,2012, 2018 ; Uganda+ Ruanda 2016; Südtansania 2018; Botswana/Limpopo zu Pferd 2018; Madagaskar zu Pferd 2019;Botswana+ Namibia/ Kaokofeld 2020; Namibia Camper 2021, Tansania-Vet-farm 2021, Okavango zu Pferd 2024, Lesotho zu Pferd 2024
Themenstarter173 Beiträge · seit 201905. Apr. 2021 · #35
Ich lese noch ein wenig in der Hängematte in „Guten Morgen, Namibia“ von Erika von Wietersheim , das ich mir im Vorjahr in einem kleine Farmshop bei Kalkfeld gekauft hatte, kurz nachdem es erschienen war. Seitdem lag es daheim ungeöffnet rum - umso besser, denn eigentlich ist es ideale Lektüre während eines Namibia- Aufenthaltes, es hat mir das Land und seine aktuelle Entwicklung noch einmal näher gebracht. Und: Nein, ich kriege keine Provision!) Abends gibts es mal wieder Steak vom Grill…

10.1. Etappenziel erreicht! Bis Camp Syncro
Nach einem ganz ausführlichen Frühstück - wir haben heute nicht mehr viel vor uns - brechen wir um 9.00 auf. Kurz drauf erreichen wir die Roidrum.
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Während ich mich für die leere Weite begeistere, interessieren sich die Männer mehr für das Wenige, was hier von der Zivilisation übrig ist

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Kurz drauf erfahren wir dann, wie eventuell diese Überbleibsel hierher gekommen sein könnten: Wir treffen ein junges Pärchen aus Windhoek, das mit einem "einfachen" PKW (oje, was war es? Jedenfalls kein Allrad) einen Ausflug machen wollte und nun mit Reifenpanne hier hängengeblieben ist - ohne Ersatzreifen, ohne Werkzeug und vor allem auch ohne jegliches Wasser oder gar einen Behälter dafür... Aber sie schienen guter Dinge und hielten es für selbstverständlich, daß wir ihnen nicht nur den Reifen flickten, sondern auch eine unsrer Flaschen mit Wasser spendierten. Mhm. Wir halfen gerne, aber der geflickte Reifen würde nicht ewig halten, das Wasser auch nicht, und sie hatten noch einiges vor....

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ab und zu mußte das Feuerholz auf dem Dach wieder festgezurrt werden...(oder auch: immer wieder lohnte sich ein Blick vom Dach)

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der Aufforderung "no offroad driving" zu folgen , war eine unlösbare Aufgabe - where the hell is the road?

Die dann folgende Strecke durchs Mariental ist für mich der schönste Abschnitt der ganzen Tour. Die Weite, die Leere, die Farben, die unberührt Natur, die Stimmung…und wir haben alles ganz für uns allen…. Coronaregeln leeren die Leere…

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Nein, ganz allein sind wir doch nicht. Ab und zu Himbahütten, bewohnte und unbewohnte,
ab und zu Schilder , z.B. mit so toller Verheißung wie "icecold beer", und ab und zu ein Steinmännchen..

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Am frühem Nachmittag erreichen wir Camp Syncro. Auch hier haben wir wieder das ganze Camp für uns. Es kommen auch keine weiteren Autos. Dennoch sind die Duschen heiß und sauber und die einzelnen Angestellten freundlich und zurückhaltend.

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Den Rest des Tages verbringen wir mit Wäsche waschen, Brotbacken, chillen in der Hängematte (mit Ausblick wie im Breitwandkino auf die Landzunge im Kunene, die offenbar als Waschraum gilt: zunächst kommt eine Gruppe Himbafrauen mit Babies zur ausführlichen gemeinsamen Körperpflege, später ein einzelner junger Mann, der offenbar sehr genau weiß, daß er von der CS aus beobachtet werden kann, und die Gelegenheit sehr ausdauernd nutzt, um seinen durchgestylten Vorzeigebody in jede Position zu bringen….),

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gibt es eine schönere Küchenaussicht?

und später im Abendlicht machen wir einen Spaziergang im trockenen Teil des Flussbettes

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,
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dann mit ausführlichem Grill - und - Salat - Abend.

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Von den angekündigten Kroks sahen wir nur die Nasenspitze im Abendlicht
Mal wieder ein sehr schöner gemeinsamer Abend.

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zuletzt bearbeitet 05. Apr. 2021
663 Beiträge · seit 201605. Apr. 2021 · #36
Hallo Bsc,

Danke für die Fortsetzung Deines RB mit den schönen Fotos.
Auf diesen Abschnitt habe ich mich besonders gefreut denn Ende Mai sind wir - hoffentlich - erneut in dieser Gegend unterwegs.

2017 waren wir schon mal im Marienflusstal unterwegs. Das hat uns damals so nachhaltig beeindruckt das wir da unbedingt noch einmal hin müssen. Dieses Mal mit noch ein wenig mehr Zeit.

Freue mich auf Eure weiteren Etappen.

Gesunde Grüsse
Gerhard
Namibia 1998/2002/2005/12-2020 & 05+06/2021 Namibia/Botswana/Vic-Falls 1987/1995/2017 Namibia 1980 (u. a. 2 Monate auf einer Rinderfarm nördl. Okahandja)
zuletzt bearbeitet 05. Apr. 2021
Themenstarter173 Beiträge · seit 201906. Apr. 2021 · #37
mika1606 schrieb:Hallo Bsc,

Danke für die Fortsetzung Deines RB mit den schönen Fotos.
Auf diesen Abschnitt habe ich mich besonders gefreut denn Ende Mai sind wir - hoffentlich - erneut in dieser Gegend unterwegs.

2017 waren wir schon mal im Marienflusstal unterwegs. Das hat uns damals so nachhaltig beeindruckt das wir da unbedingt noch einmal hin müssen. Dieses Mal mit noch ein wenig mehr Zeit.

Freue mich auf Eure weiteren Etappen.

Gesunde Grüsse
Gerhard
Ja, Gerhard, ich hoffe auch, nicht das letzte Mal im Mariental gewesen zu sein ! Es ist soo schön! Und zu Coronazeiten sooo leer! Das werdet ihr ja im Mai auch so erleben.. Ich wünsche euch, daß das klappt! (Letztes Jahr mußten wir auf dem Weg dorthin umdrehen, weil der Hoarusib bei Purros unüberwindbar war und wir auf einen großen Umweg keine Lust hatgen. Stattdessen waren wir dann bei den Epupafalls- da haben uns die Wassermassen nicht gestört,, sondern beeindruckt..
Namibia Camper 1999, 2005,2007, 2011, 2012; Botswana 2011,2012, 2018 ; Uganda+ Ruanda 2016; Südtansania 2018; Botswana/Limpopo zu Pferd 2018; Madagaskar zu Pferd 2019;Botswana+ Namibia/ Kaokofeld 2020; Namibia Camper 2021, Tansania-Vet-farm 2021, Okavango zu Pferd 2024, Lesotho zu Pferd 2024
4'382 Beiträge · seit 201506. Apr. 2021 · #38
Hm, Bsc,
das
Coronaregeln leeren die Leere…
mußt Du mir näher erklären.....
Im Übrigen hat mich die „Wiederbegegnung“ mit dem Marienflußtal und Camp Syncro sehr gefreut und auf Weiteres freue ich mich auch!
Schöne Grüße
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
Themenstarter173 Beiträge · seit 201906. Apr. 2021 · #39
CuF schrieb:Hm, Bsc,
das
Coronaregeln leeren die Leere…
mußt Du mir näher erklären.....
Im Übrigen hat mich die „Wiederbegegnung“ mit dem Marienflußtal und Camp Syncro sehr gefreut und auf Weiteres freue ich mich auch!
Schöne Grüße
Friederike
Das erklär ich gerne: ( Fast) Leer ists da eigentlich immer- aber wegen Corona( ein- und ausreisereglemetierungen usw) ists nun wirklich total leer! Einfach gar kein Auto, gar kein Mensch ( außer denen, die da immer sind)- na, und dann hört sich doch einfach gut an oder nicht?
Namibia Camper 1999, 2005,2007, 2011, 2012; Botswana 2011,2012, 2018 ; Uganda+ Ruanda 2016; Südtansania 2018; Botswana/Limpopo zu Pferd 2018; Madagaskar zu Pferd 2019;Botswana+ Namibia/ Kaokofeld 2020; Namibia Camper 2021, Tansania-Vet-farm 2021, Okavango zu Pferd 2024, Lesotho zu Pferd 2024
Themenstarter173 Beiträge · seit 201906. Apr. 2021 · #40
Bsc schrieb:
CuF schrieb:Hm, Bsc,
das
Coronaregeln leeren die Leere…
mußt Du mir näher erklären.....
Im Übrigen hat mich die „Wiederbegegnung“ mit dem Marienflußtal und Camp Syncro sehr gefreut und auf Weiteres freue ich mich auch!
Schöne Grüße
Friederike
Das erklär ich gerne: ( Fast) Leer ists da eigentlich immer- aber wegen Corona( ein- und ausreisereglemetierungen usw) ists nun wirklich total leer! Einfach gar kein Auto, gar kein Mensch ( außer denen, die da immer sind)- na, und dann hört sich doch einfach gut an oder nicht?
naja, und ein bißchen schwingt mit, daß ich es so paradox finde , daß die Coronaregeln dazu führen ( sollen), daß man im Hais bleibt, statt „ in die Leere“ zu ziehen, wo die Ansteckungsgefahr = 0 ist..
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