Das ist ein heikles Thema........ohne jetzt ne grosse Kiste zu öffnen.........
.....................BMW
KOKompass20211 Beiträge · seit 202030. Okt. 2020 · #3
Ich habe mich gerade erkundigt. Also laut WWF darf man die Stacheln von Stachelscheinen einführen. Es ist kein geschütztes Tier. Es wird als unbedenkliches Souvenir geführt. Ein Stachelschwein verliert auch immer mal wieder ein paar Stacheln.
Aber natürlich ist selbstverständlich Vorsicht geboten. Und das Wohl der Tiere steht immer im Vordergrund.
Gefundene sind unbedenklich, aber das kann sich ändern, wenn man einen Markt schafft. Aus diesem Grund darf man auch in keinem NP Hörner …. bis Schuppen …. Stacheln etc. toter Tiere mitnehmen. Also lasst es einfach, so was anzubieten und noch dazu mit Hinweis auf die Verwendungsmöglichkeiten. Ich habe selber welche aus Afrika und Toskana in meinem Souvenierkisterl. Wenn ich sie nicht mehr will, verschenke ich sie in Familie oder Freundeskreis oder schmeiße sie weg und damit hat sich’s. BMW hat mE vollkommen recht mit seinem Hinweis.
Wie verhält es sich eigentlich beispielsweise mit Hauern von Warzenschweinen, Oryx- und Eland-Hörner, etc? Auf der Farm, wo ich mein Ferienhaus habe, verendet immer mal wieder ein Wildtier oder wird gerissen, man findet also regelmässig schöne "Trophäen". Dürfte man solche - für den Eigengebrauch - nach Europa mitbringen?
Das Universum antwortet auf die menschliche Suche nach Sinn und Glück mit Stille
binca751'567 Beiträge · seit 201504. Jan. 2021 · #7
Hi Khoisan,
problematisch wegen "Seuchenhygienebestimmung" (oder wie sich das schimpft). Da Reste von organischem "Tiermaterial" im oder am Horn enthalten sein könnte, darfst du es nicht einfach ausführen. Es müsste erst untersucht werden. Da wissen andere aber vielleicht genaueres. Ich wäre da vorsichtig... 😉
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200605. Jan. 2021 · #8
Hallo Bianca,
ich muss das mal etwas weiter ausführen, da ich mich mit dem Thema der Mitnahme von Pflanzenteilen schon beschäftigt habe. Für Teile von Tieren gilt es ziemlich entsprechend.
Das Herkunftsland interessiert es bei der Ausfuhr nur, wenn es sich um bedrohte oder geschützte Arten handelt (Stichwort: CITES). Interessant wird es bei der Einfuhr nach Deutschland aus Nicht-EU-Ländern. Hier ist die Einfuhr unbehandelter Tier- und Pflanzenteile generell verboten und bei Pflanzen wird z.B. ein sog. Pflanzengesundheitszeugnis verlangt. Besorg Dir sowas mal in Afrika. 😉 Da weiß gar keiner, von was man redet. Für Teile von Tieren wird etwas vergleichbares erforderlich sein. Es soll die Verbreitung von Krankheiten einschränken.
Die Bedingungen für die Einfuhr finden sich auf der Website des deutschen Zolls. Man kann sich da tatsächlich schnell in Schwierigkeiten bringen, wenn man in eine zufällige Kontrolle bei der Ankunft gerät (ich gerate aufgrund meines "gefährlichen" Aussehens da ständig hinein). Ich bin gelegentlich auf Veranstaltungen, bei denen der Zoll beschlagnahmte Dinge ausstellt. Da sind Sachen dabei, bei denen jeder erkennt, dass das nicht erlaubt sein kann, aber auch solche, bei denen man sich nichts denken würde, die mitzunehmen.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Yoda911873 Beiträge · seit 201606. Jan. 2021 · #10
BikeAfrica schrieb: Das Herkunftsland interessiert es bei der Ausfuhr nur, wenn es sich um bedrohte oder geschützte Arten handelt (Stichwort: CITES). (....) Die Bedingungen für die Einfuhr finden sich auf der Website des deutschen Zolls.
Das ist sicher alles richtig. Das Thema ist allerdings größer, als nur FORMAL nichts Illegales zu tun: Indem vergleichsweise seltenere Tiere oder Pflanzen, die NICHT geschützt sind, als Mitbringsel angeboten werden und sich etablieren, entsteht dadurch ein Markt. Das führt dazu, dass vor Ort z.B. nicht nur ein paar herumliegende Stachelschwein-Stacheln eingesammelt und an auf einer Lodge an interessierte Besucher weitergegeben werden, sondern dass die Nachfrage dazu führt, dass auf allen Touri-Märkten Bündel von Stacheln auftauchen und die Einheimischen letztlich Stachelschweine WEGEN der Stacheln nachstellen und sie im Extremfall deswegen jagen (oder eine Pflanze WEGEN der kaufwilligen Touristen abzupflücken etc.).
Letztlich fast die gleiche Diskussion wie bei den Elefantenstoßzähnen: EIGENTLICH spricht nichts gegen die Nutzung von Elfenbein, wenn die Elefanten eine natürlichen Todes gestorben sind, aber das ist nun mal absolut nicht kontrollier- und abgrenzbar. Und auch die Vermarktung von beschlagnahmtem Elfenbein durch den jeweiligen Staat erzeugt einen Nachfragesog, der nicht im legalen Bereich einzugrenzen ist.
binca751'567 Beiträge · seit 201506. Jan. 2021 · #11
Lieber Wolfgang,
zuerst einmal: Dass du ein "gefährliches" Aussehen hast, kann ich nicht bestätigen. Würde total gerne mit dem "gefährlichen" Wolfgang mal wieder ein Bier auf einem Forumstreffen trinken... 😎
Ansonsten hab ich jetzt mal ein wenig recherchiert... 🙂 Zu "Hörnern und Hauern" konkret hab ich tatsächlich nichts gefunden...? 😗
Zur Ausfuhr von Pflanzen: Da musste ich tatsächlich schmunzeln... Hier ein kleiner Auszug aus dem Text: "Die Einfuhr von besonders gefährlichen Schadorganismen und natürlich auch von Pflanzen und Pflanzenprodukten, die von diesen befallen sind, ist grundsätzlich verboten. Zudem dürfen Sie im Reiseverkehr einige Pflanzen generell nicht aus einem Nicht-EU-Staat (Ausnahme: Schweiz und Liechtenstein) mitbringen." Zu den Pflanzen, die man nicht einführen darf aus Nicht-EU-Staaten gehören unter anderem: Kartoffeln... Damit hatte ich jetzt nicht gerechnet...
2006 waren wir auf Hochzeitsreise auf Mauritius und haben im Botanischen Garten eine riesige Kokosnuss geschenkt bekommen. 🤩 Ich wollte sie als Andenken unbedingt mitnehmen und so musste sie als Handgepäck mit in den Flieger. Das Teil war so groß wie ein ordentlicher Kürbis. In den Koffer hätte sie eh nicht gepasst... 😗 Ich hab mir eigentlich gedacht, dass ich sie am Flughafen abgeben muss (ist ja auch Flüssigkeit enthalten... 😗) Aber die Kokosnuss durfte mit nach Hause, wo sie jahrelang bis zur völligen "Verschrumpelung" den Garten zierte. 🤩
Jetzt habe ich also gelernt: Ananas, Durio (Was ist das?), Banane und Dattel benötigen kein Pflanzengesundheitszeugnis.
binca75 schrieb: : Kartoffeln... Damit hatte ich jetzt nicht gerechnet...
Die Kartoffel wächst im allgemeinen in der Erde und diese haftet dann an der Knolle. Aus den selben - bakteriellen - Gründen sind keine Topfpflanzen in Krankenhäusern erlaubt.
Durio (Was ist das?), Stinkfrucht! Und ich glaube nicht, dass das Flugpersonal es besonders schätzt, wenn das jemand ins Handgepäck legt - die übrigen Fluggäste wahrscheinlich auch nicht.... 🤢
LG Logi
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200606. Jan. 2021 · #13
binca75 schrieb: Jetzt habe ich also gelernt: Ananas, Durio (Was ist das?), Banane und Dattel benötigen kein Pflanzengesundheitszeugnis.
Wie Logi schon schrieb, heißt die auf Deutsch Stinkfrucht und der m.E. gängigere Name ist Durian. Gibt es häufig in Asia-Läden auch hierzulande zu kaufen. Die Frucht ist etwa so groß wie 'ne Wassermelone und wenn man sie aufschneidet, weiß man auch sofort, woher der deutsche Name stammt. In vielen asiatischen Ländern ist die Mitnahme dieser Frucht in öffentlichen Verkehrsmitteln verboten. So wie sich bei uns an Bussen so kleine Symbole befinden, die Eiscreme oder Rollschuhe verbieten, ist da in Asien eine Durian abgebildet.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200606. Jan. 2021 · #14
CuF schrieb:
ich gerate aufgrund meines "gefährlichen" Aussehens da ständig hinein).
Guten Abend, Wolfgang, nu wird’s aber Zeit, mal ein Foto von Dir einzustellen
… und hinterher beschwerst Du Dich über Alpträume. 😉
Ich bin bislang nach meinem ersten Flug (1984?) nur ein einziges Mal ohne manuelle Handgepäckkontrolle in Frankfurt in den Flieger gekommen, aber da musste ich die Schuhe ausziehen (das war noch weit vor den berühmten Anschlägen). Auch bei der Sprengstoffkontrolle war ich schon mehrfach.
Mein persönlicher Rekord waren vier(!) manuelle Handgepäckkontrollen und zusätzlich ein Sprengstofftest vor einem Flug. Ich denke, das ist nur noch schwer zu übertreffen … Ich bin bei den Kontrollen immer völlig entspannt. Ich glaube, ich würde mir mehr Sorgen machen, wenn ich eines Tages mal nicht manuell kontrolliert werde.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
wenn Du beim hoffentlich in absehbarer Zeit wieder stattfindenden Forumstreffen bei mit übernachtest, werde ich zur Steigerung Deines Wohlbefindens Dein Gepäck durchsuchen. 😉 Die Schuhe brauchst Du nicht ausziehen, hast ja meist eh nur Schlappen an. 😛 Ansonsten halte ich es mit Bianca: ich fürchte mich nicht vor Dir. 🤪
Bleibt alle gesund. Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
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Strelitzie2'845 Beiträge · seit 201106. Jan. 2021 · #16
Moin, Wolfgang, ich bestätige: Du siehst nicht gefährlich aus! 🙂 Mein Handgepäck wird übrigens auch gern händisch nachkontrolliert, jedes Objektiv gern in die Hand genommen.... 🤩
binca75 schrieb: : Kartoffeln... Damit hatte ich jetzt nicht gerechnet...
Die Kartoffel wächst im allgemeinen in der Erde und diese haftet dann an der Knolle. Aus den selben - bakteriellen - Gründen sind keine Topfpflanzen in Krankenhäusern erlaubt. LG Logi
Moin,
anhaftende Erde mag noch ein kleines Zusatzproblem sein aber speziell bei der Kartoffel gibt es einige Krankheiterreger, die über die Knolle übertragbar sind und die u. a. in der EU als Quarantäneschadorganismen (mit zum Teil harten Folgen für betroffene Betriebe und Regionen) eingestuft sind. Spätestens wenn solche Krankheiten über Urlaubsmitbringsel und den heimischen Garten in die Umgebung verbreitet werden, ist der Schaden groß.
2020 war übrigens das internationale Jahr der Pflanzengesundheit... der eine oder andere hat vielleicht beim Warten am Flughafen mal ein entsprechendes Plakat oder Video gesehen?
Zum Thema anhaftende Erdreste, Australien schottet sich da auch rigoros ab und hat sicherlich gut Gründe dafür. Dort sind auch Zeltheringe mit anhaftenden Erdreste zum Import verboten
Clamat1'425 Beiträge · seit 201306. Jan. 2021 · #20
Hi Burkhard, Die strengsten Vorschriften gibt es bei der Einreise nach Neuseeland. Da darf aber nicht das kleinste Krümelchen Erde an Wanderschuhe etc. sein (mussten auch schon nachputzen 😊, Putzzeug ist aber an der Einreisekontrolle vorhanden) und Angelequipemet muss noch mal separat desinfiziert werden. Selbst unsere mitgebrachten (original im Glas verpackten), gefriergetrockneten italienischen Kräuter mussten wir abgeben. Aus dem Grund gehen wir bei der Einreise in Länder mit Fruchtkontrolle etc. grundsätzlich durch die "red line" und zeigen alles mal vor bevor wir uns Ärger einhandeln. Übrigens, selbst nach Norwegen ist die Einfuhr von (rohen) Kartoffel verboten 😉 LG Claudia