KarstenBThemenstarter2'397 Beiträge · seit 201125. Nov. 2020 · #81
Masai Mara, 13.09.20
Heute haben wir ausgeschlafen und das Frühstück im Camp direkt am Mara-Ufer genommen. Dann ging es auf game drive, wobei sich zuerst die üblichen Verdächtigen zeigten, Impalas, Büffel, Zebras:
sowie Warthogs:
Auf dieser Reise gehörten Löwen aber auch schon beinahe zu den üblichen Verdächtigen:
Ein Landschaftsbild mit Suchaufgabe:
Hier ist schon die Auflösung: Whitebacked Vulture
Und dann kamen schon die nächsten Löwen, diesmal allerdings besondere: 2 von einst 4 mächtigen Brüdern, einer lebt allerdings schon nicht mehr.
Dieser hier hat nur noch ein Auge, deshalb auch als Scarface bekannt. Er wird aber immer noch gut von seinen Brüdern versorgt.
Es gibt in der Mara aber inzwischen so viele kräftige jüngere Männchen, dass es wohl nur eine Frage der Zeit ist, bis diese 3 die Macht (und wohl auch ihr Leben) abgeben müssen. Dann wurde es ruhiger, und ich hatte die Möglichkeit, auch mal ein paar Vögel zu fotografieren: Goliath Heron
Bateleur (die Bild-Datei ist fehlerhaft, die Originaldateien sind in HH, deshalb ein qualitativ nicht so gutes Ersatzfoto):
Whitebrowed Coucal:
Malachite Kingfisher mit Beute:
Wattled Lapwing:
Black-headed Heron:
Außerdem kamen wir an schlafenden Hyänen vorbei:
sahen diesen Reedbuck:
und rennende Gnus
und überhaupt wachsende Ansammlungen selbiger (die Hoffnung, ein Crossing zu erleben, steigt 😎 )
Dann sahen wir noch eine Löwin, die ihren Durst stillte,
bevor wir selbst unseren Lunch unter einem schattigen Baum mitten in der Mara zu uns nahmen.
KarstenBThemenstarter2'397 Beiträge · seit 201101. Dez. 2020 · #83
Masai Mara, 14.09.2020
Heute ging es wieder mal vor Sonnenaufgang los, zur Belohnung gab es ein schönes Foto davon:
Und nur 10 min später sahen wir diesen Löwen, den wir fast eine Stunde begleiten konnten:
Hier sieht man an seinem Atem, wie kalt es frühmorgens war:
Die Morgensonne genießt er sehr:
Schattenspiel:
Kurz darauf sahen wir noch eine Löwin im dichten Gebüsch, Impalas und etwas sehr Kurioses (leider ist das Foto sehr schlecht geworden): Ein Büffel, der einen anderen männlichen Büffel besprang. 🤪 Dann frühstückten wir am Mara-Fluss gegenüber der Mara Serena Lodge. (Das weckte Erinnerungen an 2003, als Véro dort eine schlimme Brech-Durchfall-Erkrankung behandeln und auskurieren ließ.) Nur weil wir frühstückten, hieß das nicht, dass der Fotoapparat Schonzeit hatte:
Mwanza Flat-headed Agama / Agama mwanzae: (Danke, Elvira!)
Sacred Ibis, Black-headed Heron und Cattle Egret:
Dies Paar habe ich in HH bestimmt, aber leider den Namen wieder vergessen (Arrow-marked Babbler, danke Elvira!):
Dann sahen wir unseren ersten (!) Elefanten auf dieser Reise. John erklärte uns, dass die Elefanten von den riesigen Gnuherden so genervt sind, dass sie sich zu dieser Zeit in die Wälder zurückziehen.
Auf der Rückfahrt zum Lunch sahen wir noch Büffel, Topi und diesen Strauß:
fotomatte2'516 Beiträge · seit 200901. Dez. 2020 · #84
Hallo Karsten,
den Kuhreiher würde ich bestätigen wollen. Dein "Paar" sind auf jeden Fall Drosslinge, also Babbler. Welche genau kann ich nicht sagen, da ich mich in Ostafrika nicht auskenne.
KarstenBThemenstarter2'397 Beiträge · seit 201101. Dez. 2020 · #85
Danke Matthias, ja, Babbler war klar. Ich habe jetzt Tante Google bemüht und glaube, dass es sich um den Arrow-marked babbler handelt. https://en.wikipedia.org/wiki/Arrow-marked_babbler Herzliche Grüße, Karsten
fotomatte2'516 Beiträge · seit 200901. Dez. 2020 · #86
Nee, Karsten, das glaube ich nicht. Arrow-marked Babbler kenne ich, die gibt´s im Norden von Namibia, und die sehen anders aus, nicht so dunkelschiefergrau. Es sei denn, es gibt eine Eastern race. Aber ich habe keinerlei Führerliteratur von Ostafrika, kann es also nicht verifizieren.
Bin jetzt selber gespannt, wie die Vöchels heissen.... Matthias
KarstenBThemenstarter2'397 Beiträge · seit 201101. Dez. 2020 · #87
Hallo Matthias, Bei genauerem Hingucken muss ich Dir recht geben. Die Augen stimmen nicht, auch haben meine keine Spitzen auf dem Hinterkopf. LG, Karsten
KarstenBThemenstarter2'397 Beiträge · seit 201101. Dez. 2020 · #88
Hallo M., Ich habe jetzt mal auf Elviras (Bush Trucker) Seite geschaut. Demnach würde doch der Arrow-m. B. hinkommen, auf ihrem Foto fehlen auch die Arrows hinten am Kopf, und das Auge ist auch nicht 2-farbig gelb-orange. Der Brown Babbler kommt mMn jedenfalls auch nicht hin. https://bushtrucker.ch/html/home.html LG, K.
KarstenBThemenstarter2'397 Beiträge · seit 201102. Dez. 2020 · #89
Masai Mara, 14.09.20 nachmittags
Der Nachmittags Drive bescherte uns 2 der betagten Brüder:
Diese waren aber nicht in der Stimmung, auch nur ein Schnurbarthaar zu bewegen, so dass ich mich auf Detailaufnahmen konzentrieren konnte:
Und auch für den Lilac-breasted Roller in den Ästen über den Löwen fiel ein wenig Aufmerksamkeit ab:
Schon nach 5 min verließen wir die Löwen, um kurz darauf für ein Paar Tawny Eagle zu stoppen:
Bzw. für ein Landschaftsfoto mit Tawny Eagle:
Dann versuchte ein Strauß, möglichst graziös zu wirken:
Und auch noch mal mit Landschaft:
Wenig später verließ John die Pad, um querfeldein zu fahren. Ziemlich unmotiviert, wie es uns schien. Den Regenbogen hätten wir schließlich von der Straße aus genauso gut gesehen:
Aber sein Ziel war nicht der Regenbogen, sondern der Stock am Boden:
Ein Rock Python! Und dann passierte etwas Witziges: Eine Familie Southern Ground Hornbills interessierte sich für den Python. Nun ernähren sich die Ground Hornbills ja von Schlangen, und man konnte richtig sehen, was in den Köpfen der Vögel vor sich ging: "Lecker, aber ..."
Vor allen das Junge schien Hin- und hergerissen:
Im Auto wurden Wetten abgeschlossen, ob eins der Vögel zuschlagen würde oder der Python. Aber nichts von beidem passierte, die Hornbills sahen irgendwann ein, dass sie sich nach kleinerem Getier umsehen mussten. (Wenn man die Größe der Hornbills mit 0,9 m annimmt, dann kann man den Python auf gut 4 m Länge schätzen, ein ungewöhnlich großes Exemplar lt. Wikipedia.) Dann gab es noch einen schönen Sonnenuntergang:
bevor wir zurück ins Camp fuhren. Plötzlich fing es an zu regnen bzw. zu schütten, und wir mussten die Dach- und Seitenplanen festmachen, um nicht völlig durchnässt zu werden. Nicht so viel Glück wie wir hatte dieser Löwe, der plötzlich vor uns im Scheinwerferlicht auftauchte:
KarstenBThemenstarter2'397 Beiträge · seit 201105. Dez. 2020 · #90
Masai Mara, 15.09.20 Nach einem gemütlichen Frühstück am Ufer des Mara-Flusses sahen wir als erstes eine Leopard-tortoise. wir sollten heute noch 2 weitere sehen, hier die größte:
Es wurden natürlich sofort Witze gemacht - das sei ein gutes Omen, dass wir nun endlich Leoparden sehen würden. John fand es überhaupt nicht normal, dass wir bisher noch keine gesehen hatten. Wir haben schon gezielt gesucht, die Flussläufe abgefahren, aber außer einigen Bäumen mit sehr verwesten Kadavern in den Ästen haben wir keine Spuren gefunden. Dafür sahen wir nach einer Giraffengruppe ein junges totes Eland (der Grund für das Ableben war nicht ersichtlich) und natürlich einen Löwen (einen der 3 Brüder):
Schau mir in die Augen, Kleiner:
Dann eine Topimutter mit Jungem:
und einen Punk in praller Sonne:
Der hat dann die Nähe des Autos gesucht:
Véro war das noch nicht nah genug:
Wenn ich das gemacht hätte, wäre sofort die Scheidung eingereicht worden! 🤩
Das Katzenfestival ging mit dieser Gepardin
und ihren beiden Kleinen weiter:
Da letztere sich aber überhaupt nicht bewegten, fuhren wir bald weiter. Weitere Sichtungen neben den üblichen Verdächtigen Gnus, Zebras, Warthogs waren Tüpfelhyänen:
Hallo Karsten. Das sind tolle Fotos! Eine Python habe ich noch nie live gesehen. Es macht Spaß eure Game Drives mitzuerleben. Vor allem, weil ich die Masai Mara unbedingt in eine unserer nächsten Keniareisen einbauen möchte.
KarstenBThemenstarter2'397 Beiträge · seit 201109. Dez. 2020 · #94
Noch 15.9.20, Nachmittags Wir waren mit unserem Lunch fertig, andere waren noch dabei:
Der Himmel war spektakulär, irgendwo regnete es, so ergaben sich schöne Fotomotive:
Leider war das Licht für die Elefantenfotos dadurch nicht so gut:
Aber da Elefantensichtungen selten waren und die beiden etwas Besonderes - der eine hatte nur einen Stoßzahn, der andere ein eingerissenes Ohrwaschel - werden sie hier festgehalten. Und dann war es auch schon Zeit für die Sonnenuntergangsfotos:
KarstenBThemenstarter2'397 Beiträge · seit 201110. Dez. 2020 · #96
Masai Mara, 16.9.20 Als wir an diesem Morgen um 6 Uhr ins Auto stiegen, ahnten wir nicht, dass wir erst um 19:30 wieder im Camp zurück sein sollten. 🤩 Der junge Tag hielt erst mal einen schönen Sonnenaufgang für uns bereit:
sowie frühstückende Hyänen:
Schakale und White-backed Vultures:
Dann fuhren wir auf den Look-out Hill,
um uns einen Überblick zu verschaffen:
Das sah doch schon recht vielversprechend aus.
Unten trafen wir Scarface wieder:
sowie die üblichen Verdächtigen:
Dann war aber erst mal wieder Frühstück am Fluss angesagt:
Saddle-billed Stork:
Nach dem Frühstück stellten wir fest, dass die Ansammlung der Gnus immer mächtiger wurde.
Kleiner Exkurs zum Thema Crossing: Die meisten von Euch werden im Fernsehen das ein oder andere Crossing gesehen haben: enorme Massen von Gnus und Zebras, die sich in den Fluss stürzen, mit Krokodilen um ihr Leben kämpfen und, falls erfolgreich, am anderen Ufer versuchen, die Böschung zu überwinden. Dabei wird aber ein entscheidender Teil der Realität unterschlagen: das stundenlange Palaver der Gnus, ob dies jetzt wirklich der richtige Zeitpunkt ist und der richtige Ort. Jedes Gnu äußert seine Meinung dazu: "Yeah!" - "No!" - "Yeah!" - "No!", und das stundenlang. Und wenn dann die ersten Gnus die Beine endlich im Wasser haben, fühlt sich ein Gnu nicht mehr an den Mehrheitsbeschluss gebunden und zieht weg. Und immer mehr ziehen hinterher, zu einem anderen Crossing Point. Und wenn sich dann endlich alle dort versammelt haben, beginnt das Spiel von neuem: sie ziehen wieder ab zu einem neuen C.P. (was in unserem Fall bedeutete, zurück zum ursprünglichen C.P.) Wir haben über 2 Stunden im Auto gesessen und dies Spiel beobachtet. Aber dann, endlich, bekam John vom gegenüberliegenden Ufer (auf jeder Seite des Flusses standen etwa 5 Autos), die Nachricht: "Es geht los!" Alle Autos fuhren dann in einem Höllentempo ans Ufer, um einen guten Beobachtungspunkt zu ergattern. Ich möchte nicht wissen, was los ist, wenn nicht nur 5, sondern wie in normalen Jahren 40 Autos im Rennen um die Pole Position sind. Erwähnte ich schon, dass John ein ausgezeichneter Fahrer ist? Jedenfalls ergatterten wir einen hervorragenden Aussichtspunkt:
Endlich, unser erstes Crossing! Der Auslöser glühte:
Wenn man genau hinsieht, erkennt man neben diesem Croc die Hornspitzen eines jungen Gnus:
Dieses Crossing dauerte insgesamt nur wenig mehr als 6 Minuten, aber wir waren mehr als happy.
John war der Meinung, dass dies noch nicht alles gewesen sei für den heutigen Tag. Um nichts zu verpassen, rief er im Camp an und orderte Lunch. In der Zwischenzeit fuhren wir noch ein wenig durch die Gegend:
bis wir das Auto mit dem Koch, etlichen Angestellten und unserem Lunch trafen:
KarstenBThemenstarter2'397 Beiträge · seit 201111. Dez. 2020 · #98
Masai Mara, noch 16.9.20, nachmittags Die Entscheidung, den Lunch mitten in der Masai Mara eingenommen zu haben, stellte sich als richtig heraus, wie die neuerlichen Ansammlungen zeigten:
Aber noch war Warten angesagt, die Gnus und Zebras rannten mal hierhin, und dann doch lieber wieder dahin:
Diese Gnus hatten die Hufe schon im Wasser, haben dann aber lieber wieder kehrt gemacht:
Und wieder wurde hin- und hergerannt:
Aber dann ging es wieder los:
Die Zebras erwiesen sich mal wieder als deutlich cleverer als die Gnus, ließen sie letzteren aus leicht verständlichen Gründen den Vortritt:
Ein Großteil war auf die andere Seite gekommen:
Etliche kehrten aber auch wieder um:
Der Grund hat sich mir nicht erschlossen, aber so hatte ich Gelegenheit, einige Fotos mit viel Staub und Gegenlicht zu schießen:
Der Spur-winged Lapwing, der sich den Gnus mutig entgegenstellte, beeindruckte mich besonders:
Dauer des Crossing 7 min, mit den Rückkehrern 35 min. Hochzufrieden kehrten wir ins Camp zurück.
KarstenBThemenstarter2'397 Beiträge · seit 201112. Dez. 2020 · #100
Masai Mara, 17.9.20
Heute haben wir erst mal wieder gemütlich im Camp am Mara-Ufer gefrühstückt, nachdem wir gestern so lange im Auto gesessen hatten. Dafür haben wir abgemacht, über Mittag wie am Tag zuvor nicht ins Camp zurückzufahren, denn es gab Hoffnung auf weitere Crossings. Diesmal wurde der Lunch aber gleich mitgenommen.
Löwensuchbild (2):
Topi in typischer Wächterstellung:
Lilac-breasted Roller:
Sie sammeln sich schon wieder:
Und wir müssen warten.
Das bietet Gelegenheit, einige Vögel abzulichten
Saddle-billed Stork:
Und dann geht es wieder los:
Denkste, Fehlalarm. Aber eine Stunde später war es endlich so weit:
Während die Massen schon auf der anderen Seite waren:
hatten einige Feiglinge keine Lust, sich ins Wasser zu begeben:
und haben es sogar geschafft, dass die Verwandschaft wieder umgekehrt ist:
Dies Crossing hat eine knappe Viertelstunde gedauert - oder knapp 100 Fotos. 🤩 Ihr seht, ich war gnädig mit Euch. 😎 Dann sind wir ins Camp zurück, denn den Sonnenuntergang wollten wir diesmal im Camp beim Dinner erleben: