Im Lande des Simón.....ein emotionaler Höllenritt!

Reisebericht 61 Antworten · 12,5k Aufrufe · gestartet 28. Sept. 2020 von busko
Themenstarter807 Beiträge · seit 201828. Sept. 2020 · #1
Guten Morgen zusammen!

Vor dem Hintergrund der "nicht-enden-wollenden" Seuche und der damit einher gehenden Flaute an "frischen" Reiseberichten könnte ich ein Schätzchen aus dem Jahre 2000 anbieten.
Es war eine Reise in das vielleicht doch landschaftlich schönste und extremste Land das ich bisher kennen lernen durfte.....aber.....wie fange ich am bessten an......?

Es war einmal ein Mann; der ist im Jahre 1830 im (nicht) Alter von 47 Jahren verstorben, und hat wie kein anderer seinen langen Schatten auf einen halben Kontinent geworfen. Er ist, noch vor einem sehr berühmten deutschen Forschungsreisenden, schlichtweg DER Held dieser Region.....

Wer kann schon von sich behaupten, dass in jeder Stadt zumindest eine Strasse, wenn nicht ein Platz, Oper usw. nach einem benannt ist?
Ja, sogar ein ganzes Land!.....

Wer weiss von wem und von welchem Land ich hier schreibe?.....und wenn das klar ist, gibt es Interesse an einem Bericht zu einer Reise in "pastellfarbenen-Gemälde" Landschaften?
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
zuletzt bearbeitet 28. Sept. 2020
1'737 Beiträge · seit 201028. Sept. 2020 · #2
Auf nach Südamerika - Simón Bolívar könnte der gesuchte Mann sein.
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
5'479 Beiträge · seit 200928. Sept. 2020 · #3
Moin,

ich habe auch schon Urlaub in einem von Simon geprägtem Land gemacht. Ob ich es als emotionalen Höllenritt bezeichnen würde bin ich mir unsicher, es war aber auf jeden Fall eine meiner beschissensten Reisen und und trotz der landschaftlichen Schönheiten zieht mich nichts mehr in dieses Land. Bin mal gespannt, ob wir beide das gleiche Land meinen.

Alles Gute
Thomas
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter807 Beiträge · seit 201828. Sept. 2020 · #5
@Botswanadreams......du hast es erraten 🙂 und somit habe ich jetzt auch das "´" aufs "o" gepackt! Übrigens hast du auch, völlig korrekt, das Akzent auf das "i" von Bolívar.....beide Namen werden nämlich auf diese Silben betont.....weiss auch nicht jeder!
Der deutsche Forscher von dem ich sprach ist übrigens Alexander von Humboldt, der im nördlichen Teil Südamerikas (noch viel mehr als in Deutschland!) hoch verehrt wird.....es gibt überall Humboldt-strassen und/oder -plätze.

Das Land von dem ich spreche hätte eins von 2 sein können.
Bolívar kam 1783 in Venezuela zur Welt.....
.....und Bolívien wurde nach ihm benannt!

Wir kennen beide Länder und haben (damals) in beiden sehr positive Erfahrungen gemacht (@Topobär).
Wobei Venezuela aber eher vom Orinoco und tiefer liegenden Landschaften geprägt ist, spielt sich Bolívien eher auf dem Altiplano ab.
[Bevor irgendeiner hier Wiederspruch einlegt.....ich weiss, dass Venezuela im Westen sich in die Anden und im Süden in die Gran Sabana erstreckt und, dass Bolívien durchaus im Osten bis ins Amazonas Becken reicht.]

In diesem Bericht möchte ich euch Bolívien näher bringen....
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
zuletzt bearbeitet 28. Sept. 2020
5'479 Beiträge · seit 200928. Sept. 2020 · #6
Wir waren im anderen erwähnte Land. 2000 in Venezuela. Wie gesagt, nie wieder.
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zuletzt bearbeitet 28. Sept. 2020
Themenstarter807 Beiträge · seit 201828. Sept. 2020 · #7
@Beatnick.....Bettina, dass du Interesse haben würdest war mir klar.....nach eurem wunderschönen Bericht aus ähnlichen Gegenden weiter südlich.....Ich werde versuchen nicht zu viel zu enttäuschen!

@Topobär.....Wir haben im Juni/Juli 2001 einen wunderbaren Uraub im Gran Sabana und Orinoco Einzugsgebiet (Llanos, Ciudad Bolivar usw.) verbracht.....vielleicht war der Trick dabei, dass wir aus Brasilien (Boa Vista nach Santa Elena) eingereist sind und somit Caracas weit umgehen konnten!

Liebe Grüsse,
busko
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
Themenstarter807 Beiträge · seit 201828. Sept. 2020 · #8
Emotionen!.....Ja, das ist so eine Sache! Es gibt ja positive sowie negative.....wie wir alle wissen.
Wenn ein Ausserirdischer einen weinenden Menschen begegnet, dann schaut er in seinen "Galakto-Wiki-puter" und sieht; "Trauer, Schmerz (physisch und seelisch), usw."
Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Es gibt so viele, auch positive Emotionen, die Tränen hervorbringen können.
Von vielen von diesen, hauptsächlich, aber nicht ausschliesslich, positiven Emotionen möchte ich im Folgenden, direkt, aber insbesondere indirekt (zwischen den Zeilen und hinter den Bildern) berichten!

Bolívien ist, mit 1,1 mio km² ca. 3 Mal so gross wie die BRD und mit seinen 11,5 mio Einwohnern, das am dünnsten besiedelte und auch ärmste Land Amerikas. Ein Grossteil des Landes (die westliche Hälfte) liegt zwischen der Cordillera Real und der Cordillera Occidental auf und zum Teil deutlich über 3000 m ü. nN auf dem sogenannten Altiplano (Hochebene). Die andere Hälfte des Landes verläuft von den eisigen Gipfeln der C. Real östlich bis ins Amazonas Becken. Es ist also ein sehr diverses Land, wovon wir allerdings hauptsächlich das Altiplano, mit der Ausnahme von 3 Abstecher nach Osten, besichtigt haben.

[P.S.: Man möge mir bitte verzeihen wenn ich nicht alle Akzente richtig setze.....es ist in meinem Computer einfach sehr aufwendig und ich möchte mir die Mühe sparen!]

Unsere (Selbstfahrer) Reise war in der Form von 3 Rundfahrten, jeweils ausgehend von La Paz konzipiert und fand ziemlich genau vor 20 Jahren im Juli/August 2000 statt.
Hierbei war unsere "Basis-Station" das (zumindest in 2000 empfehlenswerte) Hotel Casa Grande im Ortsteil Calacoto in La Paz. Wir sind nach jeder Schleife wieder hier eingekehrt um etwas "Zivilisation" zu tanken!

Erste Rundfahrt:
La Paz - Tiahuanaco - Desaguadero - Copacabana - Isla del Sol - San Pablo de Tiquina - Sorata - La Paz.

Zweite Rundfahrt:
La Paz - La Cumbre - Chulimani - Coroico - La Paz.

Dritte Rundfahrt:
La Paz - Patacomaya - Sajama - Oruro - Laguna Poopó - Uyuní - Salar de Uyuní - Ollague - Laguna Q`ara - Laguna Colorada - Sol de Manana - Desierto Dalí - Laguna Verde - Uyuní - Potosí - Sucre - Oruro - La Paz.

.....und nun geht es, nach diesem ganzen "vorgeplänkel", bald los.....
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
zuletzt bearbeitet 29. Sept. 2020
1'624 Beiträge · seit 201528. Sept. 2020 · #9
Lieber busko,
wirst Du der Sonnenaufgangs-, Sonnenuntergangsfotos und der Poesie müde? Ich finde Deinen Aufruf zu diesem Thema deshalb so schön, weil das Mitmachen so einfach ist und Du bist zum Glück sehr nachsichtig mit unseren Beiträgen. Oder hast Du zu viel Zeit?
Wie auch immer, klar freue ich mich auf den Eduardo Avaroa Park, Salar Uyuni, den Sajama NP und und und? Es ist so unfassbar schön dort.
Viele Grüße
Elisabeth
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4'382 Beiträge · seit 201528. Sept. 2020 · #10
Lieber Ulli, solange ich nicht „in Echt“ dorthin fahren muss, komme ich auch gerne mit Euch mit.
Viele Grüße
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
105 Beiträge · seit 201828. Sept. 2020 · #11
also ich kann die Meinung einiger Foriker nicht teilen.

Ich war 2 Mal in Venezuela, einmal 5 Wochen alleine unterwegs, einmal 4 Wochen mit Frau (die will auch nicht mehr hin 😉 ).
Ich allerdings war von den Landschaften und insbes. von den aufregensten Frauen überhaupt 😛 überaus angetan.

Meinen überhaupt ersten Höhenrausch holte ich mir in Merida.
Die Merida-Seilbahn führte 1989 noch vom Stadtrand des rund 1.500 m hoch gelegenen Mérida auf den Pico Espejo in 4.765 m Höhe in unmittelbarer Nähe zum höchsten Berg Venezuelas, dem Pico Bolívar. Sie war die längste und höchstgelegene Seilbahn der Welt.

Obs nun die Tepuis, der Orinoco am Oberlauf bei Puerto Ayacucho, oder bei Ciudad Guayana war, oder auch die vorgelagerte Isla de Margarita, usw., ich konnte mich dafür begeistern.

Leider fehlt mir noch Kolumbien, dann hätte ich die Andenkette durch 🙁 , aber meine Frau zieht da nicht mit!
Und nu, nu muss ich auch noch die für Januar gebuchte Reise nach Argentinien u. Chile stornieren, dabei läuft uns die Lebenszeit weg!!

LG
Schoggi
4'382 Beiträge · seit 201529. Sept. 2020 · #12
<< Verzicht auf protzige Reiseerfahrungen >> zudem ist einfach nicht genug Platz vorhanden !
.... und ich, lieber Schoggi, kann diese Anmerkung nach Deiner Aufzählung nicht so richtig nachvollziehen, hat so was Pharisäerhaftes.....
Schöne Grüße
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
zuletzt bearbeitet 29. Sept. 2020
56 Beiträge · seit 201829. Sept. 2020 · #13
Schoggi, wenn man es langsam angeht ist die Lagunenrunde ein Genuss, wir haben auf 4850m bei den Geysiren im Reisemobil übernachtet um dort den Sonnenaufgang zu erleben...
Wir waren in Bolivien gut 4 Wochen am Stück über 4000m, zum Glück ohne Höhenkrankeit.

Mit freundlichen Grüßen
Rolf
Mit freundlichen Grüßen Rolf
zuletzt bearbeitet 29. Sept. 2020
Themenstarter807 Beiträge · seit 201829. Sept. 2020 · #14
.....wir reisen aus Brasilien (Rio) ein, mit Zwischenlandung irgendwo im nirgendwo im Bolívianischen Amazonasbecken (Santa Cruz) und Weiterflug nach La Paz. Bei der Landung in La Paz erleben wir prompt unseren ersten "Aha-Moment" der Reise! Die Flugzeugtür geht auf und die Luft strömt (gut fühlbar) aus dem Flieger raus! Es stellen sich bei den Meisten von uns leichte Kopfschmerzen ein und wir wissen warum.....sind ja routinierte, gut vorbereitete Reisende. Der Flughafen von La Paz liegt auf einer Höhe von gut 4150 m ü. n N, und trägt, wie auch das Viertel in dem er liegt, den passenden Namen "El Alto"!
[busko-pedia: Die Landebahn von El Alto ist ca. doppelt so lang wie die meisten die wir kennen, denn Flugzeuge müssen, wegen der dünnen Luft eine erheblich höhere Geschwindigkeit bei Start und Landung haben um den erforderlichen Auftrieb zu generieren um die Gravitation zu überwinden!]

Wir steigen in eine Taxi, fahren zu unserem Hotel (Casa Grande) im westlich vom Zentrum gelegenen Stadtteil Calacoto und machen erste Bekanntschaft mit dem chaotischen bolivianischen Verkehrsverhalten!
Es stell sich heraus (und das war nicht geplant, sondern Zufall), dass die Wahl des Hotels goldrichtig war, denn es liegt im tiefst gelegenen Viertel von La Paz, somit etwas einfacher für uns "Flachlandprimaten"!
Wir akklimatisieren ein wenig, versuchen es erstmals mit Coca-Tee, nehmen unser Fahrzeug (Nissan Patrol) in Empfang und schauen uns die Gegend etwas an.....

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Unser Hotel.....immer wieder.....!

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Local Couleur.....
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Kaum zu glauben.....von Hand betriebenes (nicht soooo riesiges) Riesenrad!
Was unser TÜV wohl dazu sagen würde?

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Kleine Erkundungsfaht zum "Valle de la Luna"
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"Teufelsmühle"

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Unser Dach-Gepäckträger wird sauber in der Tiefgarage gepackt und ordentlich verzurrt.....
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.....Anfängerfehler!.....das Auto passt nicht mehr durch die Tür.....Gepäckträger wieder abräumen und.....
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.....draussen wieder einpacken!!!

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Wir verlassen erst einmal La Paz, eine sehr öde, farblose Stadt, in einem Talkessel an der östlichen Flanke des Altiplanos gelegen.
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
zuletzt bearbeitet 01. Okt. 2020
358 Beiträge · seit 201329. Sept. 2020 · #15
Hola Ulli,

ich bin sehr gespannt auf deine Erlebnisse in Bolivien.
Und doch ist es wie Salz in der Wunde, denn wir hätten in 4 Wochen in Richtung Argentinien mit Weiterfahrt nach Chile und Bolivien aufbrechen sollen. Daraus wird dieses Jahr leider nichts...
Wir waren schon vor 2 Jahren in Bolivien und ein paar der Orte auf deiner Route sind mir bekannt, daher freue ich mich sehr auf diesen Reisebericht.
Salar de Uyuni war jedoch für dieses Jahr geplant, also werde ich mich mit deinen Fotos zufrieden geben. 😉
Wir haben die Höhen auch gut überstanden und zwar OHNE Coca-Blätter! 🙂

Wir empfanden La Paz gar nicht als "öde, farblose Stadt", sondern bunt (Hexenmarkt!) und voller Überraschungen!
Zu "Valle de la Luna" sind wir mit einem klapprigen Linienbus gefahren, allein das war schon ein Erlebnis!

Ich sage einfach: Vamos!

LG, Adriana
2018: Uganda, Ruanda, DR Kongo
Themenstarter807 Beiträge · seit 201829. Sept. 2020 · #16
Hallo Adriana!

Ich habe ob deiner Bemerkung zum "bunten, farbenfrohen La Paz" nachdenken müssen und habe gemerkt, dass wir beide Recht haben, die Eine mit dem "Tele-objektiv", der Andere mit dem "Weitwinkel"!
Es ist nämlich so, dass die Stadt natürlich im "Nahbereich", auf den Strassen sehr farbenfroh ist.....dies geht ja auch aus einigen der Bilder ganz gut hervor, wie ich denke? Sieht man sie aber im Überblick, von weitem (siehe letztes Foto), dann wirkt sie eher trist, auch weil die Gebäude zum grossen Teil aus rohen, ungestrichenen Materialien gefertigt sind und sich somit farblich kaum von der Umgebung abheben.

Ich werde alles drangeben um dir eine schöne Reise zu bieten.....

Liebe Grüsse,
busko
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1'250 Beiträge · seit 200929. Sept. 2020 · #17
Hallo busko,

Bolivien steht noch auf meiner Wunschliste.
Ich freue mich auf Euren Reisebericht und reite gerne auf dem Dachgepäckträger mit.
Bei niedrigen Garagentoren steige ich brav vorher ab. 🙂

Viele Grüße
Kiboko
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
105 Beiträge · seit 201829. Sept. 2020 · #18
CuF schrieb:
<< Verzicht auf protzige Reiseerfahrungen >> zudem ist einfach nicht genug Platz vorhanden !
.... und ich, lieber Schoggi, kann diese Anmerkung nach Deiner Aufzählung nicht so richtig nachvollziehen, hat so was Pharisäerhaftes.....
Schöne Grüße
Friederike
sorry, kann deine Aufregung nicht nachvollziehen.

Ich habe in meinem Beitrag lediglich geschrieben, dass ich gerne zur Vervollständigung der Andenkette noch Kolumbien besuchen würde.
Die Signatur weist nur darauf hin, dass ich es "manchmal" äußerst protzig finde, wenn jemand dort kundtut, dass er soundso oft in Namibia, SA, Botswana ..... war.
Bei rund 60 bereisten Ländern könnte ich das auch, finde ich aber nicht sooooooooo wichtig wie anscheinend manch einer hier im Forum.

LG
Themenstarter807 Beiträge · seit 201829. Sept. 2020 · #19
Hallo Kiboko!

Du kennst ja den Unterschied zwischen dumme und "weniger" dumme Menschen.....!?
Dumme machen immer die gleichen Fehler, weniger dumme immer neue!.....das mit dem Garagentor ist mir nur einmal passiert.....schwöre!

Wie ich dich einschätze, wird dir Bolivien sehr gut gefallen.....wenn, ja wenn du die Höhe gut verkraften kannst.

Also, willkommen auf dem Dach.....ich verspreche alle zu niedrige Hindernisse zu vermeiden!

Liebe Grüsse,
busko

P.S.: Morgen gehts weiter.....versprochen!
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Themenstarter807 Beiträge · seit 201830. Sept. 2020 · #20
Wir fahren über El Alto weiter in Richtung Westen.
Um uns herum die wunderbare Bergwelt der Cordillera Real im Osten und Norden, Berge, hauptsächlich Vulkane, mit magischen Namen wie; Illimani, Illampu, Ancohuma, Chacaltaya, Huayna Potosi, Condoriri uvm.....allesamt 6000er, mit weisser Zuckerhaube, unglaublich hoch und kristallklar in der dünnen, trockenen Höhenluft.
Überhaupt wird uns hier schon klar, dass es einen Grund gibt, weswegen sich die ESO (European southern observatory) gerade in dieser hohen, trockenen Region (zwar weiter südlich, in Chile nahe der Grenze Bolivien/Chile/Argentinien) befindet. Die Höhe und Trockenheit bewirken eine wohl einmalig klare, stabile Atmosphäre die sich wie keine andere zur Beobachtung von Himmelskörper eignet. Auch bewirken diese Bedingungen ein ganz besonderes Licht welches wir noch später im Verlauf unserer Reise sehen werden. Es lässt sich nur sehr ungenügend in Worte beschreiben.....man muss es in Persona gesehen haben um es wirklich zu verstehen!

Wir fahren also weiter Richtung Westen, über Tambillo nach Tiawanacu, wo wir die sehr bedeutende archäologische Grabungsstätte Tiahuanaco besichtigen. Bedeutsam, weil eine der wenigen erhaltenen Prä-Inka Kulturen Südamerikas. Die Kultur existierte, so denkt man Heute, zwischen ca. 1200 v. Chr. bis ca. 1000 n. Chr., mit einer "Blütenzeit" in etwa zwischen 300 und 600 n. Chr.

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Das Dorf Tiawanacu

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Übersicht der Grabungsstätte mit Tiawanacu im Hintergund
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Hier sieht man bereits sehr schön die extrem fachmännische Steinmetzkunst die später auch das Inka-Reich ausgezeichnet hat. Mitunter riesige Gesteinsbrocken sind so genau behauen, dass teilweise kein Blatt Papier in die trockenen (nicht mit Mörtel oder andere Bindemittel gefüllte) Fugen zwischen den Quadern passt! Dies ist bemerkenswert, vor allem wenn man berücksichtigt mit welch primitiven Werkzeugen dies alles bewirkt wurde!

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Zwischendrin immer wieder riesige Stelen, fachmännisch aus tonnenschwere Vulkangesteine gehauen!

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Immer wieder sehen wir auch Menschen; in Bolivien wie wohl in keinem anderen Land Südamerikas hauptsächlich eine noch sehr intakte indigene Bevölkerung, vorwiegend Aymara. Ganz charakteristisch sind die Hüte die nur von den Frauen getragen werden!

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zuletzt bearbeitet 30. Sept. 2020