Reisebericht

Im Lande des Simón.....ein emotionaler Höllenritt!

von busko · begonnen 28. Sept. 2020 · 14 Teile

Teil 128. Sept. 2020
Guten Morgen zusammen!

Vor dem Hintergrund der "nicht-enden-wollenden" Seuche und der damit einher gehenden Flaute an "frischen" Reiseberichten könnte ich ein Schätzchen aus dem Jahre 2000 anbieten.
Es war eine Reise in das vielleicht doch landschaftlich schönste und extremste Land das ich bisher kennen lernen durfte.....aber.....wie fange ich am bessten an......?

Es war einmal ein Mann; der ist im Jahre 1830 im (nicht) Alter von 47 Jahren verstorben, und hat wie kein anderer seinen langen Schatten auf einen halben Kontinent geworfen. Er ist, noch vor einem sehr berühmten deutschen Forschungsreisenden, schlichtweg DER Held dieser Region.....

Wer kann schon von sich behaupten, dass in jeder Stadt zumindest eine Strasse, wenn nicht ein Platz, Oper usw. nach einem benannt ist?
Ja, sogar ein ganzes Land!.....

Wer weiss von wem und von welchem Land ich hier schreibe?.....und wenn das klar ist, gibt es Interesse an einem Bericht zu einer Reise in "pastellfarbenen-Gemälde" Landschaften?
Teil 228. Sept. 2020
@Botswanadreams......du hast es erraten 🙂 und somit habe ich jetzt auch das "´" aufs "o" gepackt! Übrigens hast du auch, völlig korrekt, das Akzent auf das "i" von Bolívar.....beide Namen werden nämlich auf diese Silben betont.....weiss auch nicht jeder!
Der deutsche Forscher von dem ich sprach ist übrigens Alexander von Humboldt, der im nördlichen Teil Südamerikas (noch viel mehr als in Deutschland!) hoch verehrt wird.....es gibt überall Humboldt-strassen und/oder -plätze.

Das Land von dem ich spreche hätte eins von 2 sein können.
Bolívar kam 1783 in Venezuela zur Welt.....
.....und Bolívien wurde nach ihm benannt!

Wir kennen beide Länder und haben (damals) in beiden sehr positive Erfahrungen gemacht (@Topobär).
Wobei Venezuela aber eher vom Orinoco und tiefer liegenden Landschaften geprägt ist, spielt sich Bolívien eher auf dem Altiplano ab.
[Bevor irgendeiner hier Wiederspruch einlegt.....ich weiss, dass Venezuela im Westen sich in die Anden und im Süden in die Gran Sabana erstreckt und, dass Bolívien durchaus im Osten bis ins Amazonas Becken reicht.]

In diesem Bericht möchte ich euch Bolívien näher bringen....
Teil 328. Sept. 2020
Emotionen!.....Ja, das ist so eine Sache! Es gibt ja positive sowie negative.....wie wir alle wissen.
Wenn ein Ausserirdischer einen weinenden Menschen begegnet, dann schaut er in seinen "Galakto-Wiki-puter" und sieht; "Trauer, Schmerz (physisch und seelisch), usw."
Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Es gibt so viele, auch positive Emotionen, die Tränen hervorbringen können.
Von vielen von diesen, hauptsächlich, aber nicht ausschliesslich, positiven Emotionen möchte ich im Folgenden, direkt, aber insbesondere indirekt (zwischen den Zeilen und hinter den Bildern) berichten!

Bolívien ist, mit 1,1 mio km² ca. 3 Mal so gross wie die BRD und mit seinen 11,5 mio Einwohnern, das am dünnsten besiedelte und auch ärmste Land Amerikas. Ein Grossteil des Landes (die westliche Hälfte) liegt zwischen der Cordillera Real und der Cordillera Occidental auf und zum Teil deutlich über 3000 m ü. nN auf dem sogenannten Altiplano (Hochebene). Die andere Hälfte des Landes verläuft von den eisigen Gipfeln der C. Real östlich bis ins Amazonas Becken. Es ist also ein sehr diverses Land, wovon wir allerdings hauptsächlich das Altiplano, mit der Ausnahme von 3 Abstecher nach Osten, besichtigt haben.

[P.S.: Man möge mir bitte verzeihen wenn ich nicht alle Akzente richtig setze.....es ist in meinem Computer einfach sehr aufwendig und ich möchte mir die Mühe sparen!]

Unsere (Selbstfahrer) Reise war in der Form von 3 Rundfahrten, jeweils ausgehend von La Paz konzipiert und fand ziemlich genau vor 20 Jahren im Juli/August 2000 statt.
Hierbei war unsere "Basis-Station" das (zumindest in 2000 empfehlenswerte) Hotel Casa Grande im Ortsteil Calacoto in La Paz. Wir sind nach jeder Schleife wieder hier eingekehrt um etwas "Zivilisation" zu tanken!

Erste Rundfahrt:
La Paz - Tiahuanaco - Desaguadero - Copacabana - Isla del Sol - San Pablo de Tiquina - Sorata - La Paz.

Zweite Rundfahrt:
La Paz - La Cumbre - Chulimani - Coroico - La Paz.

Dritte Rundfahrt:
La Paz - Patacomaya - Sajama - Oruro - Laguna Poopó - Uyuní - Salar de Uyuní - Ollague - Laguna Q`ara - Laguna Colorada - Sol de Manana - Desierto Dalí - Laguna Verde - Uyuní - Potosí - Sucre - Oruro - La Paz.

.....und nun geht es, nach diesem ganzen "vorgeplänkel", bald los.....
Teil 429. Sept. 2020
.....wir reisen aus Brasilien (Rio) ein, mit Zwischenlandung irgendwo im nirgendwo im Bolívianischen Amazonasbecken (Santa Cruz) und Weiterflug nach La Paz. Bei der Landung in La Paz erleben wir prompt unseren ersten "Aha-Moment" der Reise! Die Flugzeugtür geht auf und die Luft strömt (gut fühlbar) aus dem Flieger raus! Es stellen sich bei den Meisten von uns leichte Kopfschmerzen ein und wir wissen warum.....sind ja routinierte, gut vorbereitete Reisende. Der Flughafen von La Paz liegt auf einer Höhe von gut 4150 m ü. n N, und trägt, wie auch das Viertel in dem er liegt, den passenden Namen "El Alto"!
[busko-pedia: Die Landebahn von El Alto ist ca. doppelt so lang wie die meisten die wir kennen, denn Flugzeuge müssen, wegen der dünnen Luft eine erheblich höhere Geschwindigkeit bei Start und Landung haben um den erforderlichen Auftrieb zu generieren um die Gravitation zu überwinden!]

Wir steigen in eine Taxi, fahren zu unserem Hotel (Casa Grande) im westlich vom Zentrum gelegenen Stadtteil Calacoto und machen erste Bekanntschaft mit dem chaotischen bolivianischen Verkehrsverhalten!
Es stell sich heraus (und das war nicht geplant, sondern Zufall), dass die Wahl des Hotels goldrichtig war, denn es liegt im tiefst gelegenen Viertel von La Paz, somit etwas einfacher für uns "Flachlandprimaten"!
Wir akklimatisieren ein wenig, versuchen es erstmals mit Coca-Tee, nehmen unser Fahrzeug (Nissan Patrol) in Empfang und schauen uns die Gegend etwas an.....

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Unser Hotel.....immer wieder.....!

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Local Couleur.....
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Kaum zu glauben.....von Hand betriebenes (nicht soooo riesiges) Riesenrad!
Was unser TÜV wohl dazu sagen würde?

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Kleine Erkundungsfaht zum "Valle de la Luna"
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"Teufelsmühle"

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Unser Dach-Gepäckträger wird sauber in der Tiefgarage gepackt und ordentlich verzurrt.....
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.....Anfängerfehler!.....das Auto passt nicht mehr durch die Tür.....Gepäckträger wieder abräumen und.....
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.....draussen wieder einpacken!!!

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Wir verlassen erst einmal La Paz, eine sehr öde, farblose Stadt, in einem Talkessel an der östlichen Flanke des Altiplanos gelegen.
Teil 530. Sept. 2020
Wir fahren über El Alto weiter in Richtung Westen.
Um uns herum die wunderbare Bergwelt der Cordillera Real im Osten und Norden, Berge, hauptsächlich Vulkane, mit magischen Namen wie; Illimani, Illampu, Ancohuma, Chacaltaya, Huayna Potosi, Condoriri uvm.....allesamt 6000er, mit weisser Zuckerhaube, unglaublich hoch und kristallklar in der dünnen, trockenen Höhenluft.
Überhaupt wird uns hier schon klar, dass es einen Grund gibt, weswegen sich die ESO (European southern observatory) gerade in dieser hohen, trockenen Region (zwar weiter südlich, in Chile nahe der Grenze Bolivien/Chile/Argentinien) befindet. Die Höhe und Trockenheit bewirken eine wohl einmalig klare, stabile Atmosphäre die sich wie keine andere zur Beobachtung von Himmelskörper eignet. Auch bewirken diese Bedingungen ein ganz besonderes Licht welches wir noch später im Verlauf unserer Reise sehen werden. Es lässt sich nur sehr ungenügend in Worte beschreiben.....man muss es in Persona gesehen haben um es wirklich zu verstehen!

Wir fahren also weiter Richtung Westen, über Tambillo nach Tiawanacu, wo wir die sehr bedeutende archäologische Grabungsstätte Tiahuanaco besichtigen. Bedeutsam, weil eine der wenigen erhaltenen Prä-Inka Kulturen Südamerikas. Die Kultur existierte, so denkt man Heute, zwischen ca. 1200 v. Chr. bis ca. 1000 n. Chr., mit einer "Blütenzeit" in etwa zwischen 300 und 600 n. Chr.

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Das Dorf Tiawanacu

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Übersicht der Grabungsstätte mit Tiawanacu im Hintergund
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Hier sieht man bereits sehr schön die extrem fachmännische Steinmetzkunst die später auch das Inka-Reich ausgezeichnet hat. Mitunter riesige Gesteinsbrocken sind so genau behauen, dass teilweise kein Blatt Papier in die trockenen (nicht mit Mörtel oder andere Bindemittel gefüllte) Fugen zwischen den Quadern passt! Dies ist bemerkenswert, vor allem wenn man berücksichtigt mit welch primitiven Werkzeugen dies alles bewirkt wurde!

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Zwischendrin immer wieder riesige Stelen, fachmännisch aus tonnenschwere Vulkangesteine gehauen!

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Immer wieder sehen wir auch Menschen; in Bolivien wie wohl in keinem anderen Land Südamerikas hauptsächlich eine noch sehr intakte indigene Bevölkerung, vorwiegend Aymara. Ganz charakteristisch sind die Hüte die nur von den Frauen getragen werden!

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Teil 601. Okt. 2020
Wir fahren in westliche Richtung zum Grenzübergang nach Peru bei Desaguadero wo wir wieder einmal "Südamerika zum schmunzeln" erleben. Der Grenzübergang ähnelt eher Jahrmarkt als ernste, internationale Grenze. Auf der einen Seite ganz locker, auf der anderen wird sogar unser Wagen, insbesondere die Reifen aufwendig desinfiziert! Der "Grenzzaun" ist auch ganz süss und besteht schlichtweg aus eine Rolle "NATO"-Rollstacheldraht!
An Hand der angepflockten, friedlich vor der Grenzbehörde weidender Llamas, sind die Grenzer entweder als Nebenjob Grenzer, oder eben als Nebenjob Campesinos!?
[busko-pedia.....Das Wort "Llama" wird nicht "Lama" ausgesprochen, sondern eher wie "Jamma"]
Es ist trubelig unübersichtlich, alles wuselt durcheinander, die Desinfektion lenkt von allem anderen ab and so machen wir hier unseren zweiten, diesmal doch etwas schwerwiegenderen, Fehler der Reise!

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Wir fahren zunächst nach Nordosten, Richtung Pomata, dann östlich, um den Cerro Khapia herum nach Yunguyo wo wir wieder in Bolivien einreisen wollen.
Langsam nähern wir uns den Grenzposten, halten und.....

[.....ihr habt sicherlich alle schon mal folgendes erlebt: Ich bin im Ausland unterwegs, fasse in die Jackentasche, merke, dass meine Börse mit Geld, Kreditkarten, Führerschein, Personalausweiss, Reisepass, ja, eigentlich alles was "ich bin" mit einmal nicht mehr dort ist!.....es läuft einem eiskalt über den Rücken.....eigentlich mehr wie ein Stromschlag durch sämtliche Glieder! Alles was man jetzt machen muss.....Banken anrufen, Konten stilllegen, neuen Pass anfordern usw., usw. schiesst einem in Sekundenbruchteile durch den Kopf......]

.....Papiere weg?.....nein.....wir merken, dass wir im ganzen Gewirr von Auto desinfizieren usw. ganz vergessen haben offiziell (Pass-Stempel-mässig!) aus Bolivien aus- und in Peru einzureisen!!!.....Es ist ein solch unübersichtliches Durcheinander, dass es offensichtlich auch keinem Grenzer auffällt!
Es ist mittlerweile ca. 2,5 Stunden vor Grenzschliessung, aber es hilft nichts, wir müssen die 58 km zurück nach Desaguadero, Stempel holen und wieder zurück nach Yunguyo! Die Strasse ist eine gravel pad, aber eigentlich in ganz gutem Zustand so, dass ich etwas über die zulässigen 60 kmh fahre und hoffe, dass nicht gerade Heute ein gelangweilter peruanischer Verkehrspolizist nichts besseres zu tun hat als gerade auf dieser Strecke die Staats- (bzw. die eigene!) Kasse aufbessern zu wollen!
Wir kommen gut durch, die Grenzformalitäten gehen sehr zügig und so haben wir auf dem Rückweg nach Yunguyo sogar noch etwas Zeit die ganz besondere Stimmung vorm Sonnenuntergang einzufangen.....das ganz besondere Licht in dieser Höhe (über 4000 m ü.n.N.) zeigt sich bereits ansatzweise.....

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Wir queren die Grenze, lassen uns, ganz bewusst!, aus- und wieder einstempeln, der Adrenalinspiegel fällt langsam wieder ab und es entfaltet sich eine wohlig warme Zufriedenheit auf der kurzen Strecke nach Copacabana am südlichen Ufer des Lago Titicaca gelegen.....Copacabana???, ja, hat aber, glaubt es mir ruhig, ansonsten nichts, aber gar nichts mit dem berühmten Namensvetter in Rio zu tun! Wir kommen im Dunkeln an und essen ein wenig.
[hierbei können wir nur wärmstens die riesigen, pinkfarbenen "Truchas" (Forellen) aus dem Titicacasee empfehlen!]
Wir teilen uns (zu zweit) eine Flasche Casillero del Diablo und merken, dass diese wegen der Höhe mindestens die doppelte Wirkung entfaltet!....wenn ihr euch also billig berauschen wollt.....Copacabana ist hierzu ideal!
[busko-pedia: Der Titicacasee ist ca. 16 mal so gross wie der Bodensee und liegt auf 3800 m ü.n.N.]
Am nächsten Tag unternehmen wir einen Ausflug auf die vorgelagerte Isla del Sol, ein Heiligtum der Inka....

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Es ziehen im Laufe des Tages Wolken auf.....

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.....die sich am Nachmittag dann überm See "entladen".

Wir schauen uns noch ein wenig in und um Copacabana um.....
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Copacabana "an" Titicacasee.....

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Am Sonntag bringt man die Autos zur Kirche! Diese werden vom Priester gesegnet!.....offensichtlich auch in Einzelteile, wenn man die offene Motorhaube betrachtet.....

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Weiter geht es in östliche Richtung, nach San Pedro de Tiquina, zur Fähre über die Strasse von Tiquina, eine See-Enge die Süd- und Nordteile des Sees miteinander verbindet.

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"Tankstelle" a la Tiquina!

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.....und die sind, mit Thor Heyerdahl, bis in die Südsee gesegelt!
Teil 702. Okt. 2020
Wir fahren von Tiquina in östliche Richtung mit Tagesziel Sorata weiter, über die (namenlose) Passhöhe (4270 m ü.n.N.) und schauen erstmals auf dieser Reise nach Osten vom Haupt Andenkamm (Cordillera Real) in das endlose Amazonasbecken. Es ist ein schier atemstockendes Erlebnis. Die Täler sind enorm gross, wie nichts was wir sonst irgendwo jemals gesehen haben.....nicht einmal aus dem Himalaya sind uns solche Dimensionen bekannt!

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Waschtag auf bolivianisch! Kurz vor der Überquerung des Andenkammes Richtung Sorata.

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Erstmal ein Päuschen machen.....man kann ja auch im Sitzen der Wäsche beim trocknen zuschauen!

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Im Hintergrund einer der Bergriesen der Anden.....Ancohuma!
[busko-pedia:.....Mit 6425 m, der dritthöchste Berg in Bolivien.]

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Unglaublich grosse Landschaften erwarten uns an der östlichen Flanke der Cordillera Real.

Es geht auf einer ausserordentlich kurvigen Strasse weiter Richtung Sorata, wo die Strasse auch prompt endet. Das Dorf liegt in einem schmalen Tal so, dass die Sicht nicht besonders gut ist, Wir werden dafür von der tropischen Grüne schlichtweg umgehauen, vor allem auch wegen des Kontrastes zum kargen, kalten Altiplano!

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Zwei "Turtel"-Caracaras. (Leider etwas unscharf!)

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Sorata, ein eher armes, schmuddeliges "cul de sac" Dorf!

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Muss wohl eine Bank sein?! Erweckt bei uns zumindest nicht ein übertriebenes Gefühl von Sicherheit!

Wir fahren die Passstrasse wieder hoch und weiter in Richtung La Paz.
Etwas Zivilisation tanken und dann machen wir noch einen Tagesausflug auf der Ruta Chacaltaya. Die Strasse windet sich immer höher hinauf, wird schlechter und schmaler und endet in einem Ruinendorf.....

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.....Ruinendorf.....?

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Als auf einem Mal Kinder, wie durch Geisterhand, auftauchen wird uns mit Schrecken und nicht wenig Erstaunen klar, dass das Dorf durchaus bewohnt ist!!!

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"Pampa" an Lago Milluni.

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"nur" Pampa!

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.....immer wieder, von fast überall gut zu sehen thront der Illimani - Hausberg von La Paz, weissglänzend, erhaben über alles!
[busko-pedia:.....Der Illimani ist mit seinen 6440 m der zweithöchste Berg Boliviens.]

Noch etwas Kulturhistorie und lokal couleur in La Paz.....

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Teil 803. Okt. 2020
Wir verlassen La Paz erneut und fahren Richtung Osten. Die Strasse gewinnt ständig an Höhe und erreicht seinen Höhepunkt im La Cumbre (der Gipfel) Pass, mit seinen 4670 m einer der höchsten Pässe überhaupt über die Cordillera Real ins Amazonasbecken. Die Höhe macht sich bei Mensch und Maschine bemerkt, beide bekommen entscheidend zu wenig Luft! Das macht sich einerseits als Atemlosigkeit, andererseits als deutliche Leistungsabnahme bemerklich. Jetzt bräuchte man einen guten Superlader (Kompressor) um Luft in die Kolben zu pressen!

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Nach Überschreitung des Passes, öffnet sich die Unendlichkeit des Amazonasbeckens vor uns.....zunächst noch Wolken verhangen, dann immer grandioser und gewaltiger. Wenn mir eins aus dieser Gegend im Gedächtnis eingebrannt ist, dann ist es die enorme Grösse dieser Landschaft!
[Die tropischen Hänge in dieser Region östlich der Cordillera Real stehen als "die Jungas" bekannt]

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Von der Passhöhe Richtung Osten.

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Wir fahren in teilweise engen Serpentinen steil runter, alles ist auf einem Mal tropisch grün, überall wächst und gedeiht es; kleine Felder sind mit tropischen Pflanzen bepflanzt, zwischendrin immer wieder Coca-Plantagen und naturbelassene Urwald-"Enklaven". Es geht nach Südosten zur kleinen Stadt Chulimani wo wir eine Nacht verbringen und uns an dem üppigen Grün kaum satt sehen können.

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Ja, richtig gesehen.....Cocablätter trocknen in der Sonne!

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Die kleine Stadt Chulumani auf einem Bergrücken in den Jungas.

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Die doch sehr gut sichtbaren und offensichtlich nicht "heimlichen" Coca-Plantagen interessieren uns und wir kommen darüber mit Einheimische ins Gespräch. Wir meinen, dass doch vor wenigen Jahren Bolivien sich unter internationalem Druck dazu bereit erklärt hätte eine Obergrenze des Coca-Anbaus festzulegen, die alljährlich um einen gewissen Prozentsatz dann reduziert werden sollte!? Unser Gesprächspartner lachte nur laut und sagte, dass die damals festgelegte Obergrenze (die eigentlich den damaligen "Ist"-Zustand hätte abbilden sollen) so hoch gewählt worden wäre, dass sie auch Heute (Jahr 2000), trotz Degression noch lange nicht erreicht sei! Ja, auch so kann man "mitspielen", Sanktionen vermeiden und gleichzeitig die Campesinos zufrieden stellen!

Wir sind mit einer Engländerin verabredet, die vor vielen Jahren in diese Region gekommen war, sich in Land und Leute verliebt hatte und geblieben war. Sie betreibt einen kleinen Hof und bietet auch botanische Führungen in diese sehr artenreiche Gegend an. Mit ihr machen wir eine Tour die über ca. 500 Höhenmeter an einer Bergflanke geht und somit durch einige botanische Zonen führt. Es ist hoch interessant, es sind aber, wegen der schlechten Lichtverhältnisse und vor allem des schlammigen Untergrunds, wenige Bilder entstanden. Am Anfang der Tour sagte uns die Dame dann noch, mit typischem englischen "Understatement": "You may want to watch for the chiggers!" Diese Information geht, nicht zuletzt wegen der beiläufigen Art, bei uns unter, aber einige Stunden später, auf dem Weg nach Coroico fängt es bei einigen von uns an zu pieken und zu jucken....."Welcome to the world of chiggers!!!" Chiggers sind winzig kleine Milben, die wiederholt beissen und einen starken Juckreiz auslösen. In Coroico angekommen baden wir alle erst einmal und waschen sämtliche Kleidung die wir an dem Tag getragen haben.....so beschränkt sich die Pest auf wenige Tage!

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Coca Feld.

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Teil 904. Okt. 2020
Alles was wir bisher gesehen haben, und das ist sehr viel, ist nur Beiwerk zum eigentlichen Grund für unsere Reise nach Bolivien! Wir waren bereits mehrfach im Nordwesten von Argentinien und im Norden von Chile unterwegs gewesen und das hat riesig Lust auf mehr gemacht! Nun brechen wir auf in die Region südlich und westlich von La Paz, gekennzeichnet durch die Lage auf dem Altiplano, zwischen den Bergriesen der Cordillera Real und der Cordillera occidental, auf ca. 4000-4500 m, karg, trocken, flache, teilweise trockene Salzseen.

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Zunächst geht es Richtung Südwesten zu dem vielleicht schönsten und höchsten Berg Boliviens.....den Sajama!

[busko-pedia:.....Nevado Sajama ist gleich aus mehreren Gründen etwas ganz besonderes; Mit 6542 m Boliviens höchster Berg; Freistehend - er steigt, symmetrisch und unnahbar direkt aus der darum liegenden Hochebene (die auf etwa 4200-4500 m liegt) auf und befindet sich etwas östlich des Kauptkammes der Cordillera occidental; Der Sajama ist ein Schildvulkan, dadurch gekennzeichnet, dass er keinen Krater besitzt]

Wir nähern uns langsam den Berg, der bereits aus über 50 km gut zu sehen ist, halten immer wieder und staunen.

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Selbst hier gibt es immer wieder Flora und Fauna die diese unwirtliche evolutionäre Nische besetzen!

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Wir beabsichtigen im kleinen Dorf Sajama (4260 m) eine Unterkunft zu suchen, fahren dann aber weiter, weil wir uns schnell einig sind, dass eine Übernachtung in unserem Zelt zwar sehr kalt werden wird, es aber garantiert ohne Läuse, Milben und sonst welche Kriech- und Krabbeltiere von statten gehen wird!!! Ja, Sajama machte (damals) einen sehr unangenehmen Eindruck!
Wir fahren also weiter, Richtung Nordosten, also um den Sajama herum. Der Weg ist schlecht und geht stetig nach oben. Irgendwann finden wir einen gut übersichtlichen, flachen Lagerplatz, bauen unsere Zelte auf (u.a. Robbens Sikkens) und geniessen den späten Nachmittag und den Sonnenuntergang in vollen Zügen. Wir kochen etwas auf unserem Trangia, Nudeln & irgendwas und viel Tee und Kaffee, denn es wird bei Sonnenuntergang sehr plötzlich, sehr kalt!!! Die Höhe und trockene, klare Luft bewirken, dass die Temperatur innerhalb von kurzer Zeit von noch angenehmen ca. 15 Grad auf (geschätzt) etwa -15 Grad abfällt!
Wir essen und trinken schnell, lassen alles liegen und stehen, verschwinden in unsere Schlafsäcke und verbringen die unangenehmste Nacht der gesamten Reise.....an Schlaf ist nur zu denken.....sporadisch nicken wir wohl ein, aber die Höhe und Kälte verhindern einen längeren, tieferen Schlaf.

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Eine wunderschöne Abendstimmung.....wenn es nur nicht so kalt wäre!

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So kalt.....aber soooo schön!

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Der treue Trangia ist gut zu erkennen.

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Am nächsten Morgen entdecken wir in der unmittelbaren Nähe unseres Lagers warme Quellen! Das ist herrlich; die tiefgefrorene Glieder in das warme Wasser zu hängen, auch wenn man vorher eine dünne Eisschicht über das darunter fliessende Wasser aufbrechen muss.
Wir machen noch ein Paar Fotos, vollenden unsere Umfahrung des Berges und machen uns dann, über Ururo auf nach Uyuni.

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Der Sajama steht ganz klar und unschuldig da.....als wäre nichts gewesen!

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Ich steige auf eine kleine Anhöhe (bei der Höhe ist jeder Schritt nach oben schon anstrengend) und sehe das "Zwillingspärchen", nein.....nicht Kastor & Pollux, sondern Parinacota & Pomerape.
Parinacota ist ein Bilderbuch-Vulkan! Perfekt symmetrisch, steil und mit Krater inklusive Kratersee versehen.
[busko-pedia:.....P&P sind die fünft und sechst höchsten Berge in Bolivien, mit 6370 bzw. 6280 m]

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Parinacota mit kleinem Bergsee und den, in dieser Gegend obligatorischen Anden-Flamingos.

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Eine kleine (aber typische) Kirche im nirgendwo kommt pituresk daher und lässt sich auf verschiedener Weise mit dem Sajama auf ein Bild bugsieren.....
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Teil 1005. Okt. 2020
Es geht weiter nach Oruro und somit zurück auf die Hauptstrasse (Schotterpiste in einigermassen gutem Zustand) zwischen La Paz und Uyuni.

[Das Dreiländereck; Argentinien/Bolivien/Chile (alphabetisch - ohne Wertung!), ist für mich [b]der Brennpunkt des südamerikanischen Kontinents schlechthin. Diese länderübergreifende Region ist durch Höhe, Kargheit, Trockenheit, hohe Vulkane, Salzseen und eine durch genau diese Bedingungen hervorgerufene sehr gute und klare Sicht gekennzeichnet.]

Wir fahren an einige mehr oder weniger trockene Salzseen vorbei, unter anderem auch den Lago Poopó.....und.....ja, es stimmt, dies ist auch das "Hinter"-Ende der Welt!
Weiter geht`s nach Uyuní, wo wir eine ganz nette, wenn auch etwas "alternative" Herberge finden, bei einem leicht abgewrackt wirkenden Schweizer Aussteiger. Die Innenausstattung des Etablissements ist freundlich, grün und wie gesagt auch "unüberriechbar alternativ".....es gefällt uns auf Anhieb!
Uyuní selbst war damals keine Prachtstadt, eher ein kleines Dorf mit einer Eisenbahnstation, etwas Salzgewinnung, etwas Landwirtschaft (Kakteen und Llamas) und der damals noch kleine, aber bereits aufkeimende Tourismus.
Der Eigentümer der Herberge rät emphatisch von eine Selbstfahrer-Weiterfahrt ab. Wir hadern noch ein wenig, entscheiden uns dann aber doch das Auto stehen zu lassen und einen Fahrer mit Fahrzeug für die Schleife von Uyuní über die Lagunas, chilenischer Grenze und zurück zu engagieren. Im Nachhinein war das auch die richtige Entscheidung.
Wir fahren also mit unserem Fahrer in den Salar de Uyuní, zunächst zum Salzhotel welches wir staunend besichtigen aber nicht verbleiben, dann zur Isla del Pescado, ein inzwischen gut bekanntes "Muss"-Ziel in dieser Region.

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Immer wieder "Löcher" in der Salzkruste aus denen Wasser aufquillt.....von den Einheimischen treffend "Ojos" genannt!

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Man kann kreuz und quer übers Salz fahren, sollte sich aber etwas auskennen um nicht in so einem "Ojo" eine Achse zu "hinterlassen"!

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Das Salzhotel.....grösstenteils aus Salz gefertigt!

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Selbst Tische, Stühle und Betten sind aus dicke "Salzsteine" gefertigt.
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Isla del Pescado mit Kakteenpracht!

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Die "Insel" hebt sich durch das dunkle, vukanische Gestein, insbesondere aber durch den wahnsinnigen Kontrast zwischen Gestein und Salz ab.
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.....und so sieht ein Radkasten nach ca. 100 km Salzsee aus!.....wir verstehen plötzlich warum unser Landcruiser so angegammelt aussieht!.....gut, dass es nicht mein Fahrzeug ist!

[busko-pedia:.....Der auf ca. 3700 m in einem riesigen, von Vulkanen umgebenen Talkessel gelegene Salar de Uyuní ist mit seinen 11600 km², 140 km Länge, 110 km Breite, bis 250 m Tiefe der mit Abstand grösste Salzsee der Welt]

[Damals war die Elektromobilität noch nicht mal in die Nähe des Horizonts gerückt so, dass die Salzgewinnung im Salzsee eine sehr kleine, von Familien, mehr oder weniger per Hand betriebene Sache war die mehr oder weniger unauffällig am Rande des Salars, an der Oberfläche stattfand und lediglich zur Gewinnung von Speisesalz diente. Mit dem kometenhaften Aufkommen der Elektromobilität wird nun industriell, mit grössten Maschinen, tief im Salz des Salars das Lithium für die Akkumulatoren der Elektro-Autos gewonnen!.....[b]eine schreiende Schande wie dieses Kleinod der Menschheit verschandelt wird! Leider befinden sich im Salz des Sees ein wesentlicher Anteil des leicht zugänglichen Lithiums unseres Planeten!.....damit ist die Todesglocke wohl eingeleutet!]

Die Fahrt geht in südliche Richtung weiter. Wir sehen einen Militärposten der uns laut lachen lässt; Das Gebäude hat die Form einer mittelalterlichen Burg, mit Zinnen und Türmchen, wobei letztere allerdings eine merkwürdige, eierförmige Form haben?! Die "Burg" ist vollständig in Tarnfarbe gestrichen, die sich allerdings genau wegen des "Tarnanstriches" wunderbar von der eintönigen Umgebung abhebt und so erst richtig sichtbar wird!.....wir lachen herzlich und taufen das merkwürdige Bauwerk kurzerhand "Die Eierburg"!

Wir fahren weiter, sehen einige Andenbewohner.....
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.....sowie "ehemalige" Andenbewohner!
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Wir sehen erstmals den Volcán Ollagüe, ein sehr imposanter, aktiver Vulkan.
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.....wir kommen näher und fahren östlich vorbei.....
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Die oben bereits andeutungsweise links oben am Berg zu sehende "solfaterra" war bei einer unserer vorherigen Reisen in 1997 durch u.a. den chilenischen Norden von der anderen Seite gut zu sehen.....
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"A room with(out) a view!"

[Als wir in 1997 im kleinen, chilenischen Grenzort an der Nordseite des Volkán Ollagüe an kamen, war es bereits spät am Nachmittag und wir sahen uns gezwungen eine Unterkunft für die Nacht zu suchen. In unserer Not sind wir im "Inka Wasi" gelandet, ein nicht nur "nicht sehr vertauenserweckendes", sondern ein "sehr nicht-vertrauenserweckendes" Etablissement! Es hatte so gut wie keine Fenster, wie auch aus der "kuscheligen" Bar zu erahnen. Die Zimmer hatten einen Lehm-Boden, ein Bett, 4 Wände, keine Fenster, eine Glühlampe die an einem Draht aus der Decke hing und, um alles schnuckelig abzurunden, eine Bar-ähnliche Tür, mit oben und unten einen Spalt von guten 20-30 cm!]

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Schlagzeile....."Dinosaurier verschlingt den Ollagüe!"

[busko-pedia:....."Ollagüe" wird eher wie "Ojag-u-e" ausgesprochen, wobei das "o" wie das in "osten", das "j" wie im französischen "je t`aime" ausgesprochen wird. Das Umlaut auf dem "u" verändert nicht die Aussprache des "u", sondern deutet an, dass "u" und "e" selbständig ausgesprochen werden sollen.
Der Volcán Ollagüe ist 5870 m hoch und liegt genau auf der Grenze nach Chile]
Teil 1106. Okt. 2020
Weiter geht es nach Süden, immer parallel zur an dieser Stelle Nord-Süd verlaufenden bolivianisch/chilenischen Grenze.
Die Landschaft wird immer schöner, karger und pastellfarben-extremer. Es geht vorbei an einige Lagunas, u.a. der Laguna Q´ara, die, fast künstlerisch mit Enten und Andenflamingos dekoriert daher kommt.
Vorbei auch an den direkt auf der Grenze liegenden, längsgestreckten Sairecabur (5980 m). Der Berg sieht eher wie eine farbenfrohe Schutthalde aus; die Farben, meist in Oker und Creme gehalten würden in ihre Vielfalt die Dachsteine von Siena vor Neid erblassen lassen!

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Gerade als wir denken es könnte nicht mehr extremer werden, fahren wir über einen Bergrücken und sehen vor uns ausgebreitet die sogenannte "Desierto Dalí". Der Name ist sehr gut gewählt, denn die Landschaft sieht tatsächlich einigen der großen Gemälde des Meisters (den ich persönlich übrigens sehr schätze!) erstaunlich ähnlich. Wir schauen uns einige der verworrenen "Skulpturen" an, die so genial von Wind und Wetter über Jahrtausende geschaffen worden sind und stoßen dabei auf die wirklich merkwürdigen Viscachas.....sieht aus wie Hase, aber mit langem Schwanz?!
Diese leben in den Felseninseln in der Wüste, teilweise auch sicherlich von dem so einladend wie saftiges Gras aussehenden, grünen Felsen-"Überzug".....aber aufgepasst!.....beim Sitzversuch hat sich einer von uns mehrere zig Dornen in den Hintern gezogen.....Das Zeug ist unerwartet hart und sehr fein-stachelig!

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Desierto Dalí.

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Bitte "sätzen sä säch!".....NICHT!

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Hase mit langem Schwanz.....oder doch Murmeltier mit langen Ohren?

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Der älteste, noch lebende Baum der Welt!.....oder doch ein riesen Pfifferling?.....genau so standen wir, rätzelnd davor.

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Dann kommen wir zu meinem absoluten Sehnsuchtsort überhaupt auf diesem Planeten.....die Laguna Colorada!
Teil 1207. Okt. 2020
Wir kommen Nachmittags am Refugio Huayllajara, unser Übernachtungsort, am nordwestlichen Rand der Laguna Colorada (4300 m) an und werden sofort von der Landschaft eingefangen.
Ich gehe auf eine kleine, felsige Landzunge, die nach Ost-Südost in die Laguna hineinragt und verliere mich vollkommen in die perfekte Schönheit dieser Landschaft!.....alles ist mir egal.....die Kälte, die Höhe, die Kopfschmerzen, der Hunger.....alles völlig egal!.....ich gehe vollkommen in diese Landschaft auf, könnte ewig nur hier sitzen und die Seele sanft über die zarten Farben der Laguna, die Bergsilhouetten schweifen lassen!

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Es geht langsam Richtung Sonnenuntergang, die Sonne steht schon tiefer am Horizont und wirft Schatten von den Bergriesen Richtung Laguna. Die Bergsilhouetten sind zart in Schwarz- und Grautöne abgestuft, die Laguna, pittoresk mit Andenflamingos dekoriert, schillert jetzt in allen möglichen und einigen schier unmöglich erscheinenden Pastelltöne. Ich wische mir immer wieder die "Feuchtigkeit" aus den Augen, bin emotional ausgelaugt, vollkommen fertig, kann nicht mehr, bleibe trotzdem sitzen, verpasse das Abendessen im Refugio, aber es ist mir alles egal, völlig egal.....ich muss diesen kostbaren, kostbaren Moment bis zum letzten Lichtquant ausschöpfen!

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[Es ist so verwirrend schön, dass einem irre Gedanken durch den Kopf schiessen;.....Kindheit, Schule, Studium, Ausbau der geistigen und, vor allem, emotionalen Fähigkeiten, Heirat, Kinder, geographisch-beruflicher Werdegang.....all das, alles,.....nur als Vehikel, als "Booster-stufe" um diese kleine Raumkapsel - "ich" - hier und jetzt an diesen Ort zu bringen!?]

Irgendwann merke ich, dass es vollkommen dunkel ist, ich total durchgefroren bin und gehe langsam, die Bilder im Kopf eingebrannt Richtung Refugio.

Am nächsten Morgen fahren wir noch vor Sonnenaufgang los zum höchsten Punkt (4850 m) den wir auf dieser Reise auf 4 Rädern erreichen werden, zum Sol de Manana, ein Gebiet mit starker geothermischer Aktivität inklusive Geysire und Schlammlöcher.

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Immer wieder die gleiche Frage; "Was wollte der Leopard dort?"

Die Fahrt geht, noch am frühen Morgen zur Laguna Verde (4330 m) weiter wo wir die einmalige, früh-morgendliche Atmosphäre am Fuße des Volcán Licancabur genießen.
[busko-pedia:.....Der Volkán Licancabur ist 5920 m hoch, ein perfekt symmetrischer, markanter Vulkan mit Krater und Kratersee, der von weitem und von allen Seiten gut zu sehen ist.....auch z.B. von San Pedro de Atacama in Chile]

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Licancabur; Laguna Verde.

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Wunderbares Licht über der Laguna Blanca.

Wir treten jetzt die Rückfahrt nach Uyuní an. Unser Flieger geht in 5 Tage aus La Paz und wir müssen zusehen, dass wir uns langsam wieder nach Norden bewegen. Wir fahren nach Villa Mar, wo wir übernachten.....es gibt an diesem hässlichen Ort auch sonst gar nichts zu tun. Wir vermuten, dass unser Fahrer hier eine Bekannte hat, die er auf der Durchfahrt besuchen möchte!? Er nutzt den Nachmittag um das Fahrzeug (abenteuerlich) aufzubocken und die Blattfeder, die wegen fehlender Klammern auseinander klafft, mit Schlauch-Gummi-Streifen (???!!!) zu fixieren! Wir sind sehr skeptisch, aber es funktioniert tatsächlich und hält bis zum frühzeitigen, (aber dazu kommen wir noch.....) Ende unserer Reise mit dem Fahrer.

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Fachmännische Blattfeder Reparatur auf Bolivianisch!

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Teil 1307. Okt. 2020
Am nächsten Tag fahren wir los, Wolken kommen auf und es zieht sich in Windeseile zu, wird immer dunkler, wir sehen erste Pfützen auf der Straße, sehen heftige Niederschläge über den Bergen runter kommen und.....

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Erste Pfützen auf der Straße lassen schlimmes ahnen!

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Dafür muss trotz "Weltuntergangsstimmung" Zeit bleiben!

.....stehen auf einem Mal am Ufer eines reißenden Stromes! Dort, wo wir vor wenigen Tagen noch durch den völlig trockenen Flusslauf des Rio Colorado gefahren waren ist nun ein reißender Strom! Wir stehen ratlos am Ufer, sehen Fahrzeuge auf der anderen Seite, die Richtung Süden wollen. Es regnet in allen Richtungen um uns herum, sieht wirklich nicht nach baldigem Aufhören aus. Unser Fahrer sagt es gibt keine Alternative zu dieser Furt, zuckt mit den Schultern und meint, wohl um uns Mut zu machen, er wäre schon Mal ohne Probleme eine Woche hier gestrandet gewesen. Eine Woche!!! Unser Flieger geht in 4 Tage und wir müssen noch einige km bis dahin zurück legen!!!
Mittlerweile kommen 3 weitere Fahrzeuge mit Abenteurer an; wir stehen am Ufer und rätseln was nun zu tun sei? Irgendwer kommt auf den Gedanken den Fluss zu Fuß zu durchwaten.....Schwachsinn!.....aber die Gedanken kreisen und kommen immer wieder dahin zurück und irgendwann sind wir dann soweit!

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Der Amazonas ist doch in Brasilien!?

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Stehen, gucken, rätseln.....was tun?

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Es regnet weiter.....
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.....und weiter.....
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.....und weiter!

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Weitere Wagen sind mittlerweile angekommen....

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Wir rätseln weiter.....jetzt in einer größeren Gruppe?!

Wir packen unsere 7 Sachen in kleine Rucksäcke, bedanken uns und verabschieden uns von unserem Fahrer.
Wir suchen eine Stelle an der der Fluss möglichst breit ist, in der Hoffnung, dass "breit" vielleicht "flach" bedeuten könnte, ziehen uns "unten rum" bis auf die Unterwäsche aus, bilden eine lange Kette und waten los! Wir halten die Kinder immer zwischen 2 kräftigen Männern. Man muss sich schon heftig gegen die Flut stemmen, die Kinder "flattern" schon Mal in der Strömung, aber, irgendwann haben wir es tatsächlich geschafft! Wir sind euphorisch, finden Fahrzeuge die uns die 15 km nach Uyuní mitnehmen wollen und kommen, adrenalinbeladen aber umfänglich zufrieden in unserer "Schweizer" Herberge an!

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GESCHAFFT!!! Man sieht die Erleichterung auf allen Gesichtern.....sie strömt förmlich aus allen Poren.....

Ja, was soll ich sagen?

Gestern die wunderbaren Panoramen der Jungas.....Heute die "Camino de los Muertes"!
Heute der "illegale Aufenthalt" in Peru.....Morgen die wunderschönen Eindrücke von Copacabana und Isla del Sol!
Gestern die Bilder von Sajama, Parinacota und Pomerape.....Heute die kälteste Nacht unseres Lebens, im Zelt, bei 4300 m!
Gestern die ephemeren Bilder der Laguna Colorado.....Heute den unpassierbaren Rio Colorado, verpasste Flüge.....

Ja, eben; "ein emotionaler Höllenritt!".....
Teil 1408. Okt. 2020
Wir übernachten noch einmal in Uyuní und überlegen was wir noch in den uns verbleibenden 2 Tagen machen können? Da wir den direkten Weg zwischen Uyuní und Oruro vom Hinweg bereits kennen, entscheiden wir uns für einen letzten Abstecher Richtung Osten und zwar über Potosí und Sucre nach Oruro und La Paz.
Der Weg führt zunächst nach Nordosten, bis Potosí, geht dann durch hügeliges Altiplano, mehr nach Norden und in die hügeligen, tropischen Landschaften die ins Amazonas Becken führen nach Sucre. Von Sucre geht es nach Nordwesten, wieder zurück aufs Altiplano nach Oruro.

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Von Uyuní gehts nach Nordosten in eine karge, bergige Landschaft.
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Verlassene Bergbau Siedlung. In dieser Gegend gibt es auch Heute noch viel Blei, Zinn, Zink, Kupfer und Silber!

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Man sieht der Landschaft förmlich die Mineralisation an!

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Fröhliche Andenbewohner!
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Potosí, eine hässliche aber interessante Stadt. Etwas links von der Bildmitte sind die traurigen Überbleibsel des Cerro Rico zu sehen, der im Laufe der Metallgewinnung zum großen Teil abgetragen worden ist.

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Das (für an Mineralien interessierte) durchaus interessante Bergbau-Museum.
[Es gibt mindestens 17 Mineralien, hauptsächlich Erze, die zuerst in Potosí entdeckt wurden wovon ca. 8 bislang weltweit nur in Potosí vorkommen!]

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Zum letzten Mal auf dieser Reise dürfen wir die Riesigen Täler östlich der Cordillera Real bewundern.
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[busko-pedia:.....Sucre ist die Hauptstadt Boliviens, auf moderaten 2800 m inmitten einer tropischen Landschaft gelegen. Eine eher kleine Stadt im Vergleich zu La Paz oder Santa Cruz, schön gelegen und machte einen durchaus netten Eindruck.
Potosí, auf 4070 m gelegen ist eine hässliche, dafür aber durchaus interessante Stadt. Potosí erwirtschaftete zeitweise, zur spanischen Kolonialzeit ein Großteil der Bodenschätze die nach Spanien verschifft worden, insbesondere Silber. Die Silberminen sind Heute noch in Betrieb.]

Wir tauchen noch ein letztes Mal in die farbenfrohe Welt in den Straßen und Gassen von La Paz ein und werden dann von einem "zornigen" Himmel verabschiedet.....alles geht aber mit der Abreise gut.....vielleicht weil wir alle, jeder für sich und ohne Worte, versprechen wieder zu kommen!

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Armenviertel im oberen Teil des Talkessels von La Paz.

Lokal Couleur.....
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Der Vorhang geht auf, der Regisseur sagt leise zum Licht-Techniker; .....Spot.....ON!
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Mit viel Wehmut verlassen wir La Paz ein letztes Mal, sehen den Illimani noch Einmal und stürzen uns wieder in die "Altäglichkeiten" des "nicht-Abenteurer" Lebens!

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