Im Lande des Simón.....ein emotionaler Höllenritt!

Reisebericht 61 Antworten · 12,5k Aufrufe · gestartet 28. Sept. 2020 von busko
Themenstarter807 Beiträge · seit 201807. Okt. 2020 · #41
Wir kommen Nachmittags am Refugio Huayllajara, unser Übernachtungsort, am nordwestlichen Rand der Laguna Colorada (4300 m) an und werden sofort von der Landschaft eingefangen.
Ich gehe auf eine kleine, felsige Landzunge, die nach Ost-Südost in die Laguna hineinragt und verliere mich vollkommen in die perfekte Schönheit dieser Landschaft!.....alles ist mir egal.....die Kälte, die Höhe, die Kopfschmerzen, der Hunger.....alles völlig egal!.....ich gehe vollkommen in diese Landschaft auf, könnte ewig nur hier sitzen und die Seele sanft über die zarten Farben der Laguna, die Bergsilhouetten schweifen lassen!

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Es geht langsam Richtung Sonnenuntergang, die Sonne steht schon tiefer am Horizont und wirft Schatten von den Bergriesen Richtung Laguna. Die Bergsilhouetten sind zart in Schwarz- und Grautöne abgestuft, die Laguna, pittoresk mit Andenflamingos dekoriert, schillert jetzt in allen möglichen und einigen schier unmöglich erscheinenden Pastelltöne. Ich wische mir immer wieder die "Feuchtigkeit" aus den Augen, bin emotional ausgelaugt, vollkommen fertig, kann nicht mehr, bleibe trotzdem sitzen, verpasse das Abendessen im Refugio, aber es ist mir alles egal, völlig egal.....ich muss diesen kostbaren, kostbaren Moment bis zum letzten Lichtquant ausschöpfen!

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[Es ist so verwirrend schön, dass einem irre Gedanken durch den Kopf schiessen;.....Kindheit, Schule, Studium, Ausbau der geistigen und, vor allem, emotionalen Fähigkeiten, Heirat, Kinder, geographisch-beruflicher Werdegang.....all das, alles,.....nur als Vehikel, als "Booster-stufe" um diese kleine Raumkapsel - "ich" - hier und jetzt an diesen Ort zu bringen!?]

Irgendwann merke ich, dass es vollkommen dunkel ist, ich total durchgefroren bin und gehe langsam, die Bilder im Kopf eingebrannt Richtung Refugio.

Am nächsten Morgen fahren wir noch vor Sonnenaufgang los zum höchsten Punkt (4850 m) den wir auf dieser Reise auf 4 Rädern erreichen werden, zum Sol de Manana, ein Gebiet mit starker geothermischer Aktivität inklusive Geysire und Schlammlöcher.

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Immer wieder die gleiche Frage; "Was wollte der Leopard dort?"

Die Fahrt geht, noch am frühen Morgen zur Laguna Verde (4330 m) weiter wo wir die einmalige, früh-morgendliche Atmosphäre am Fuße des Volcán Licancabur genießen.
[busko-pedia:.....Der Volkán Licancabur ist 5920 m hoch, ein perfekt symmetrischer, markanter Vulkan mit Krater und Kratersee, der von weitem und von allen Seiten gut zu sehen ist.....auch z.B. von San Pedro de Atacama in Chile]

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Licancabur; Laguna Verde.

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Wunderbares Licht über der Laguna Blanca.

Wir treten jetzt die Rückfahrt nach Uyuní an. Unser Flieger geht in 5 Tage aus La Paz und wir müssen zusehen, dass wir uns langsam wieder nach Norden bewegen. Wir fahren nach Villa Mar, wo wir übernachten.....es gibt an diesem hässlichen Ort auch sonst gar nichts zu tun. Wir vermuten, dass unser Fahrer hier eine Bekannte hat, die er auf der Durchfahrt besuchen möchte!? Er nutzt den Nachmittag um das Fahrzeug (abenteuerlich) aufzubocken und die Blattfeder, die wegen fehlender Klammern auseinander klafft, mit Schlauch-Gummi-Streifen (???!!!) zu fixieren! Wir sind sehr skeptisch, aber es funktioniert tatsächlich und hält bis zum frühzeitigen, (aber dazu kommen wir noch.....) Ende unserer Reise mit dem Fahrer.

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Fachmännische Blattfeder Reparatur auf Bolivianisch!

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Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
zuletzt bearbeitet 07. Okt. 2020
Themenstarter807 Beiträge · seit 201807. Okt. 2020 · #42
Am nächsten Tag fahren wir los, Wolken kommen auf und es zieht sich in Windeseile zu, wird immer dunkler, wir sehen erste Pfützen auf der Straße, sehen heftige Niederschläge über den Bergen runter kommen und.....

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Erste Pfützen auf der Straße lassen schlimmes ahnen!

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Dafür muss trotz "Weltuntergangsstimmung" Zeit bleiben!

.....stehen auf einem Mal am Ufer eines reißenden Stromes! Dort, wo wir vor wenigen Tagen noch durch den völlig trockenen Flusslauf des Rio Colorado gefahren waren ist nun ein reißender Strom! Wir stehen ratlos am Ufer, sehen Fahrzeuge auf der anderen Seite, die Richtung Süden wollen. Es regnet in allen Richtungen um uns herum, sieht wirklich nicht nach baldigem Aufhören aus. Unser Fahrer sagt es gibt keine Alternative zu dieser Furt, zuckt mit den Schultern und meint, wohl um uns Mut zu machen, er wäre schon Mal ohne Probleme eine Woche hier gestrandet gewesen. Eine Woche!!! Unser Flieger geht in 4 Tage und wir müssen noch einige km bis dahin zurück legen!!!
Mittlerweile kommen 3 weitere Fahrzeuge mit Abenteurer an; wir stehen am Ufer und rätseln was nun zu tun sei? Irgendwer kommt auf den Gedanken den Fluss zu Fuß zu durchwaten.....Schwachsinn!.....aber die Gedanken kreisen und kommen immer wieder dahin zurück und irgendwann sind wir dann soweit!

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Der Amazonas ist doch in Brasilien!?

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Stehen, gucken, rätseln.....was tun?

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Es regnet weiter.....
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.....und weiter.....
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.....und weiter!

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Weitere Wagen sind mittlerweile angekommen....

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Wir rätseln weiter.....jetzt in einer größeren Gruppe?!

Wir packen unsere 7 Sachen in kleine Rucksäcke, bedanken uns und verabschieden uns von unserem Fahrer.
Wir suchen eine Stelle an der der Fluss möglichst breit ist, in der Hoffnung, dass "breit" vielleicht "flach" bedeuten könnte, ziehen uns "unten rum" bis auf die Unterwäsche aus, bilden eine lange Kette und waten los! Wir halten die Kinder immer zwischen 2 kräftigen Männern. Man muss sich schon heftig gegen die Flut stemmen, die Kinder "flattern" schon Mal in der Strömung, aber, irgendwann haben wir es tatsächlich geschafft! Wir sind euphorisch, finden Fahrzeuge die uns die 15 km nach Uyuní mitnehmen wollen und kommen, adrenalinbeladen aber umfänglich zufrieden in unserer "Schweizer" Herberge an!

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GESCHAFFT!!! Man sieht die Erleichterung auf allen Gesichtern.....sie strömt förmlich aus allen Poren.....

Ja, was soll ich sagen?

Gestern die wunderbaren Panoramen der Jungas.....Heute die "Camino de los Muertes"!
Heute der "illegale Aufenthalt" in Peru.....Morgen die wunderschönen Eindrücke von Copacabana und Isla del Sol!
Gestern die Bilder von Sajama, Parinacota und Pomerape.....Heute die kälteste Nacht unseres Lebens, im Zelt, bei 4300 m!
Gestern die ephemeren Bilder der Laguna Colorado.....Heute den unpassierbaren Rio Colorado, verpasste Flüge.....

Ja, eben; "ein emotionaler Höllenritt!".....
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
zuletzt bearbeitet 07. Okt. 2020
1'737 Beiträge · seit 201007. Okt. 2020 · #43
Hallo busko

Ein grosses Dankeschön für Deine bezaubernden Eindrücke einer mir bis dato doch recht unbekannten Ecke diese Welt. Wenn ich einige Deiner Fotos so betrachte, dann erinnert mich das doch irgendwie an die Region Changtang in Ladakh - die Seen, die Farben und die Bergwelt im Hintergrund.

LG
Christa
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
Themenstarter807 Beiträge · seit 201807. Okt. 2020 · #45
@Botswanadreams:
Danke für die freundlichen Worte!
Aus Indien und Nepal sind uns zwar auch schöne Bilder im Kopf.....sowas haben wir dort aber nicht gesehen!
Vielleicht ist Ladakh ja doch noch was ganz anderes.....hatte es bislang gedanklich in die "Schublade" (= Nepal) gepackt!?

@Gu-ko:
Auch dir, danke für dein Lob.....auch wenn er nur der Landschaft gilt!
Ja, da musst du unbedingt mal hin.....und.....bitte bei der Rückkehr ein Reisebericht?!
Die (gescannten) Bilder von damals geben die wahre Schönheit nur andeutungsweise wieder.....ich denke, dass eine gute, mit der heutigen Technik ausgestatteten Kamera da viel besseres abliefern Kann!

Liebe Grüsse,
busko
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
zuletzt bearbeitet 07. Okt. 2020
1'737 Beiträge · seit 201007. Okt. 2020 · #46
@busko
In Nepal war ich noch nie und werde auch in diesem Leben nicht mehr hin kommen. Bilder von den unterschiedlichen Regionen in Ladakh darfst Du Dir bei Interesse gern auf unserer Homepage anschauen. Dann bekommst Du sicher einen Vergleich zu Nepal.

LG
Christa
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358 Beiträge · seit 201307. Okt. 2020 · #47
Hallo Ulli,
was für ein Abenteuer!
Die surreale Landschaft, die kräftigen Farben, die Geysire und dann als Krönung die Überquerung des Flusses! Man braucht keine Coca-Blätter mehr!
Das ist eine Reise genau nach meinem Geschmack.
LG, Adriana
2018: Uganda, Ruanda, DR Kongo
661 Beiträge · seit 201507. Okt. 2020 · #48
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Hallo Busko
Das war unsere erste Begegnung mit den Menschen in Bolivien, als wir von San Pedro de Atacama geführt die Lagunen Verde y Colorada besuchten.
Der Wunsch nach mehr Bolivien war geboren!!! Ein Jahr später war es soweit....es war traumhaft schön!!
Herzlichen Dank für deinen RB der uns viel Freude bereitet und in den Erinnerungen schwelgen lässt.
Liebs Grüessli
Malbec
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zuletzt bearbeitet 07. Okt. 2020
1'624 Beiträge · seit 201507. Okt. 2020 · #49
busko schrieb:@Sphinx:
Ja, den Trangia habe ich nur "eingebaut" um zu prüfen, ob du auch wirklich mit ließt!?
😄 ich habe bestanden! 😄

Eure Flussdurchquerung bräuchte ich nicht, dafür haben wir immer viel zu viel Gepäck dabei 😗 (natürlich nur deswegen 😄 ).
jetzt bin ich ja gespannt, ob Ihr das Glück hatte die Salar Uyuni überflutet mit Spiegelungen zu erleben.
ich warte immer noch auf "fun-Fotos" 😉
busko schrieb: Die (gescannten) Bilder von damals geben die wahre Schönheit nur andeutungsweise wieder.....ich denke, dass eine gute, mit der heutigen Technik ausgestatteten Kamera da viel besseres abliefern Kann!
Die Farben schaffen moderne Kameras einfacher und sie verblassen halt auch nicht mit der Zeit, aber manche Landschaften kann man überhaupt nicht mit einem Foto "einfangen", man muss sie selber erleben und vielleicht ist auf dem Altiplano auch ein wenig Höhenrausch notwendig.
Herzliche Grüße
Elisabeth
Reiseberichte/ Fotos im Namibiaforum: Namibia, 2x Kenia, Äthiopien/Djibouti, Südafrika, Marokko, Ecuador Festland Reiseberichte/Fotos in Ingrids Forum: Baja California, Delta und Krüger, Simbabwe, Réunion, Ecuador/Galapagos, 2x Indien, Milos/Santorini, Kanada "Viele sagen, man soll gehen, wenn es am schönsten ist, aber ich finde, man soll lieber dahin gehen, wo´s am schönsten ist." Das Känguruh
Themenstarter807 Beiträge · seit 201808. Okt. 2020 · #50
Wir übernachten noch einmal in Uyuní und überlegen was wir noch in den uns verbleibenden 2 Tagen machen können? Da wir den direkten Weg zwischen Uyuní und Oruro vom Hinweg bereits kennen, entscheiden wir uns für einen letzten Abstecher Richtung Osten und zwar über Potosí und Sucre nach Oruro und La Paz.
Der Weg führt zunächst nach Nordosten, bis Potosí, geht dann durch hügeliges Altiplano, mehr nach Norden und in die hügeligen, tropischen Landschaften die ins Amazonas Becken führen nach Sucre. Von Sucre geht es nach Nordwesten, wieder zurück aufs Altiplano nach Oruro.

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Von Uyuní gehts nach Nordosten in eine karge, bergige Landschaft.
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Verlassene Bergbau Siedlung. In dieser Gegend gibt es auch Heute noch viel Blei, Zinn, Zink, Kupfer und Silber!

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Man sieht der Landschaft förmlich die Mineralisation an!

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Fröhliche Andenbewohner!
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Potosí, eine hässliche aber interessante Stadt. Etwas links von der Bildmitte sind die traurigen Überbleibsel des Cerro Rico zu sehen, der im Laufe der Metallgewinnung zum großen Teil abgetragen worden ist.

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Das (für an Mineralien interessierte) durchaus interessante Bergbau-Museum.
[Es gibt mindestens 17 Mineralien, hauptsächlich Erze, die zuerst in Potosí entdeckt wurden wovon ca. 8 bislang weltweit nur in Potosí vorkommen!]

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Zum letzten Mal auf dieser Reise dürfen wir die Riesigen Täler östlich der Cordillera Real bewundern.
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[busko-pedia:.....Sucre ist die Hauptstadt Boliviens, auf moderaten 2800 m inmitten einer tropischen Landschaft gelegen. Eine eher kleine Stadt im Vergleich zu La Paz oder Santa Cruz, schön gelegen und machte einen durchaus netten Eindruck.
Potosí, auf 4070 m gelegen ist eine hässliche, dafür aber durchaus interessante Stadt. Potosí erwirtschaftete zeitweise, zur spanischen Kolonialzeit ein Großteil der Bodenschätze die nach Spanien verschifft worden, insbesondere Silber. Die Silberminen sind Heute noch in Betrieb.]

Wir tauchen noch ein letztes Mal in die farbenfrohe Welt in den Straßen und Gassen von La Paz ein und werden dann von einem "zornigen" Himmel verabschiedet.....alles geht aber mit der Abreise gut.....vielleicht weil wir alle, jeder für sich und ohne Worte, versprechen wieder zu kommen!

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Armenviertel im oberen Teil des Talkessels von La Paz.

Lokal Couleur.....
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Der Vorhang geht auf, der Regisseur sagt leise zum Licht-Techniker; .....Spot.....ON!
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Mit viel Wehmut verlassen wir La Paz ein letztes Mal, sehen den Illimani noch Einmal und stürzen uns wieder in die "Altäglichkeiten" des "nicht-Abenteurer" Lebens!
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
zuletzt bearbeitet 08. Okt. 2020
358 Beiträge · seit 201308. Okt. 2020 · #51
Wie, schon zu Ende? 🙁
Danke für diesen interessanten und melancholischen Reisebericht. Jetzt weiß ich, was mir nächsten Monat entgeht...
Ich oute mich als busko-pedia Fan 😄 , einige Infos weren mir neu.
Auch wenn die Fotos eingescannt sind, sie lassen die Schönheit der Landschaften erahnen.
Seid ihr später zurück nach Bolivien gekommen?

LG, Adriana
2018: Uganda, Ruanda, DR Kongo
4'382 Beiträge · seit 201508. Okt. 2020 · #52
vielleicht weil wir alle, jeder für sich und ohne Worte, versprechen wieder zu kommen!
....und hat das geklappt?
Vielen Dank, lieber Ulli, für diesen stellenweise „berauschenden“ Bericht. Diesen Teil der Erde werde ich bestimmt nicht mehr „in Echt“ erleben, umso schöner, dass Du ihn u a. mir näher gebracht hast!
Viele Grüße
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
zuletzt bearbeitet 08. Okt. 2020
Themenstarter807 Beiträge · seit 201808. Okt. 2020 · #53
Hallo zusammen!

Zunächst will ich mich recht herzlich bei allen "bekennenden" sowie "heimlichen" Mitreisenden bedanken!
Wenn ich euch diese wirklich einmalige Region ein wenig näher bringen konnte, dann habe ich eines meiner beiden Ziele erreicht.....
Das andere Ziel, mich mit unserer damaligen Reise intensiv zu beschäftigen und sie dadurch noch einmal zu erleben habe ich sowieso realisiert. Hierbei ist mir wieder erneut klar geworden, dass diese Region, genau wie das südliche Afrika und Namibia, durchaus mehrere Besuche "vertragen" kann!

Vielleicht geht es einigen von euch auch so wie mir?
Die bloße Beschäftigung mit so einem Thema (bereits schon mal erlebt wie in diesem Fall oder auch "noch" ungesehen) setzt den ersten Keim ins Gehirn, dieser schlummert im dunkeln, kommt immer wieder sporadisch an die Oberfläche, wächst ein wenig und irgendwann entwickelt sich ein konkreter Plan für eine Reise!
Ich spüre, dass ich den "Dreiländerecks-Keim" bei mir gepflanzt habe.....er wird vielleicht wegen "Dürre" (Corona.....) eine Weile schlummern, aber irgendwann ist es soweit.....

.....Salta landen - Auto mieten - östlich des Andenkamms in Argentinien nach Norden - bei Laguna Verde über die Grenze nach Bolivien - weiter nach Norden - Lagunas - UyunÍ (wenn bis dahin noch nicht komplett abgebaggert!!!) - Sajama - über die Grenze nach Chile Richtung Arica - dann aber möglichst nahe der Anden nach Süden - Parque Lauca - Reserva Vicunas - Parque Isluga - Ollagüe - San Pedro de Atacama - Reserva Flamencos - Parque Llullailaco - vielleich noch Ojos del Salado - über die Grenze nach Argentinien - an den Anden wieder nach Norden nach Salta.....

Eine Wahnsinnstour, ich weiß. Lässt sich aber beliebig sowohl im Norden in Bolivien/Chile sowie auch im Süden in Argentinien/Chile abkürzen, je nach Lust, Durchhaltevermögen, Finanzen und Zeitschiene.

Hiermit ist, glaube ich eure Frage (@CuF & Adriana) auch beantwortet.....Nein, wir waren nie wieder in Bolivien (außer einmal im Rahmen einer äußerst abenteuerlichen Zwischenlandung!.....aber das ist eine andere Geschichte!), haben aber die Regionen rund herum (Chile, Argentinien, Peru, Ecuador) auch bereist.

Liebe Grüße und nochmal besten Dank fürs Mitreisen!
busko
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
zuletzt bearbeitet 08. Okt. 2020
1'712 Beiträge · seit 201609. Okt. 2020 · #54
Vielen Dank für den Bericht, Busko! Ich habe auch eine halbfertige nächste Tour in der Schublade, mal sehen, wann es was wird.

Um Bolivien habe ich allerdings eher so halbherzig drumherum geplant. Wir wollen schon sehr, sehr gerne. Wenn, ja wenn die Höhe nicht wäre... 😣

Liebe Grüße,
Bettina
Alle Reiseberichte von Betti und Thomas im Überblick
1'543 Beiträge · seit 201310. Okt. 2020 · #55
Hallo Uli
Was für eine tolle Landschaft, was für Farben. Unsere Tochter war nach ihren Studium eine Weile dort und berichtet noch heute begeistert von dieser Reise. Sie sind mit einem einheimischen Guide dort gewandert und wohl wg. der Höhe an ihre absolute Grenze gekommen.
Bei mir ist das wie bei Berti, ich kann die Auswirkungen der Höhe auf meinen Organismus nicht einschätzen, und daher wird diese Ecke der Welt wohl eher nichts, aber manche Reisen kann man ja auch virtuell ganz gut machen 😎 .
Wollen wir hoffen, dass der Corona-Spuk bald vorbei ist, und wir alle wieder wunderbare Reisen in ferne Länder machen können.
Obwohl ich nicht kommentiert habe, habe ich euch die ganze Zeit mit großem Vergnügen begleitet. Hab vielen Dank für diesen sehr schönen, informativen Reisebericht.
Que te vayas bien
Saludos
Beate
Reiseberichte: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299353-patagonien-2020-zwischen-anden-pampa-und-eis.html Das schönste Ende der Welt-Südafrika März 2017 https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/292402-das-schoenste-ende-der-welt-suedafrika-maerz-2017.html Südafrika 2018-Ohne Braai gibt es keine Katzen https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/296432-suedafrika-2018-ohne-braai-gibt-es-keine-katzen.html
661 Beiträge · seit 201511. Okt. 2020 · #56
Hallo busko

Zuerst herzlichen Dank für den interessanten RB.
Die Idee in deiner neuen Traumplanung tönt gut.....aber ein Problem gibt es bei der Auto Miete. Ich kenne keinen Vermieter der erlaubt die Grenze nach Bolivien zu überqueren. Nur Argentinien und Chile haben ein Abkommen.
Ich träume auch davon!
Liebs Grüessli
Malbec
1'624 Beiträge · seit 201512. Okt. 2020 · #57
einen ganz herzlichen Dank fürs Schreiben. das Hinwegträumen in diese Gegend hat mir sehr gut getan.
eine schöne Woche mit hoffentlich vielen schönen Sonnenauf- und untergängen 🙂
Elisabeth
Reiseberichte/ Fotos im Namibiaforum: Namibia, 2x Kenia, Äthiopien/Djibouti, Südafrika, Marokko, Ecuador Festland Reiseberichte/Fotos in Ingrids Forum: Baja California, Delta und Krüger, Simbabwe, Réunion, Ecuador/Galapagos, 2x Indien, Milos/Santorini, Kanada "Viele sagen, man soll gehen, wenn es am schönsten ist, aber ich finde, man soll lieber dahin gehen, wo´s am schönsten ist." Das Känguruh
1'250 Beiträge · seit 200918. Okt. 2020 · #58
busko schrieb:
Wie ich dich einschätze, wird dir Bolivien sehr gut gefallen.....wenn, ja wenn du die Höhe gut verkraften kannst.
Hallo Busko,

ich habe Deinen Reisebericht sehr genossen.
Vielen Dank für das Mitnehmen.

Ich habe das Ende gar nicht so richtig mitbekommen.
Kiboko hockt noch auf dem Dachgepäckträger an der Furt.
Und alle sind schon weg. 🤪

Nach Deinem Bericht steigt bei mir die Lust diese Gegend der Welt zu bereisen.
Die Landschaft ist einfach fantastisch.
Höhenprobleme erwarte ich nicht.
Mein höchster Punkt war bisher nur ein Kurzbesuch auf dem Parkplatz am Cotopaxi (4650m).
Leider war der Aufenthalt nur kurz, da uns ein höhenkranker Reiseleiter einer anderen Gruppe entgegentorkelte.
Der musste ganz dringend nach unten und wir waren dort das einzige Fahrzeug.
Statt noch etwas hochzulaufen, ging es schnellstmöglich wieder nach unten.

Was die Höhe angeht, gibt es noch etwas Luft nach oben. 🤩

Viele Grüße
Bernd
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
Themenstarter807 Beiträge · seit 201819. Okt. 2020 · #59
@Beatnick:
Danke Bettina.....und.....gerade bei euch würde ich so gerne sehen was ihr fototechnisch aus diesen "Zutaten" noch alles machen könntet! Wenn ich eure Bilder aus dem Süden des Kontinents betrachte, würde ich unglaubliche Bilder aus dem Länderdreieck erwarten!

@Kiboko:
Ach, so ist das also!!! DUUU hast unsere Ecuador Landkarte am Cotopaxi-Parkplatz geklaut!!!
Nein.....Scherz beiseite.....diese Region toppt die "Avenida de los Vulcanos" noch deutlich.....offensichtlich hast du mit der Höhe wohl weniger Probleme.....also, fahr doch mal hin und überzeuge dich selbst!
Danke fürs Mitlesen.....wenn du tatsächlich auf dem Dachgepäckträger dabei gewesen wärst, dann wärst du Heute noch am Auftauen!

@Sphinx:
Danke Elisabeth.....und.....es folgen noch einige Sonnenauf- und -untergänge!

@Malbec:
Danke fürs Mitlesen!
Ja, da wär dann wohl das Problem mit der Automiete.....wenn ich wählen müsste, würde ich wohl zum Chile/Argentinien Teil tendieren, denn die Bolivien-Seite kennen wir schon deutlich besser.

@Old Women:
Danke für dein Interesse am RB Beate!
Das mit der Höhe sollte man nicht über bewerten.....hierzu 4 Gründe weswegen es euch mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht trifft;
1. vielleicht seid ihr nicht so empfindlich,
2. ihr seid erfahrene, gut vorbereitete Reisende und werdet wissen, dass man mit guter Akklimatisierung manches ermöglichen kann,
3. es gibt "Mittelchen" die die Akklimatisierung stark beschleunigen können....."Diamox",
.....und das Wichtigste 4. .....Höhenverträglichkeit ist einer der ganz, ganz wenigen Dinge die tatsächlich sehr oft mit höherem Alter besser werden!!!
Also.....nur zu.....!

Nochmal, herzlichen Dank an Alle die uns begleitet haben!

Liebe Grüße,
busko
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
148 Beiträge · seit 201820. Okt. 2020 · #60
Hallo Busko,
Danke für diesen schön geschriebenen und toll bebilderten RB.
Wir waren 2019 in Nordchile und "leider nur" für 3 Tage im bolivianischen Teil des Altiplano. Geplant waren 7 Tage, eine Fahrzeugpanne verkürzte die Aufentaltsdauer. Wir erinnern uns heute noch sehr gerne an den erlebten Farbenrausch. Der Höhenrausch war eigentlich erträglich, unangenehm nur bei intensiverer Bewegung und kurz vorm Einschlafen. Dank Kokatee ging es aber.
@Malbec: Es gibt in Chile einen Vermieter holidayrent.cl , dieser erlaubt Grenzübertritte nach Argentinien, Peru und Bolivien. Da lassen sich gute Rundtrips planen. Der Service ist erstklassig, wir durften ihn erfahren. Merkt man ja immer erst wenn etwas schief läuft.
Gruß Till