MOMoniD.Themenstarter7 Beiträge · seit 202009. Jan. 2020 · #1
Hallo zusammen,
ich heiße Moni, komme aus Bayern und werde zusammen mit meinem Freund im Juni für 17 Tage eine Selbstfahrereise in den Norden Namibias unternehmen. Ich habe nun lange überlegt ob ich diesen Beitrag überhaupt schreiben soll weil dieses Thema schon zig mal erläutert wurde, und ich habe mich zuvor auch im Internet und in diesem Forum versucht schlau zu machen, aber leider bin ich noch immer ratlos.
Als wir uns vor zwei Jahren über Namibia informiert haben, konnte man überall lesen Namibia wäre das Land für Afrika Einsteiger, eines der sichersten Länder Afrikas und mit gesundem Menschenverstand und bestimmten Vorsichtsmaßnahmen würde einem wahrscheinlich nichts passieren. Nun haben wir uns vor Weihnachten eine mehrteilige Doku "Destination Namibia" angesehen und diese hinterließ bei mir irgendwie einen faden Beigeschmack was die Kriminalität/Sicherheit anbelangt. Daraufhin habe ich mich vor den PC gesetzt und tagelang Erfahrungsberichte, Infos etc gelesen, ich war auch auf der Seite vom Auswärtigem Amt und das hat mich alles doch mehr als beunruhigt. Mittlerweile grenzt meine Angst an Hysterie und die letzten beiden Nächte habe ich so gut wie gar nicht geschlafen. Ich habe eine Schei....Angst vor dieser Reise und mein Freund ist nun auch nicht mehr sicher ob wir diese Reise noch machen sollen.
Daß man bei Dunkelheit nicht mehr in z.B. Windhuk unterwegs sein soll oder wie ein Protz durch die Gegend läuft wussten wir. Daß es getürkte Unfälle gibt bei denen man nicht stehen bleiben soll wussten wir auch. Auch daß man nicht alleine nach Katutura fährt, ist uns klar. Aber so wie ich das gelesen habe, sollen wir in Windhuk am besten nur zu den Stoßzeiten (morgens oder ab 15Uhr) unterwegs sein. Die Türen im Auto auch während der Fahrt immer verriegelt und die Fenster geschlossen halten wegen möglicher Raubüberfälle. Schlafen nur in einer bewachten Unterkunft. Wir haben in Windhuk ein Zimmer in der Pension Moni, da steht aber nichts davon daß diese bewacht wäre. Man soll niemanden sagen in welcher Unterkunft man untergebracht ist. Beim Tanken soll einer im verriegelten Auto sitzen bleiben. Auf Überlandfahrten nur an Stellen stehen bleiben an denen man eine herannahendes Fahrzeug sehen würde etc, etc, etc.
Aber was ist denn das für Urlaub? Ich war schon der Meinung, daß es tagsüber in Windhuk möglich wäre sich frei zu bewegen ohne daß ich Angst haben muss überfallen zu werden. Ich wäre auch gerne auf dem Weg zur nächsten Lodge mal stehen geblieben um ein Foto zu machen oder mir mal die Beine zu vertreten. Sollen wir denn dann jedes mal wenn ein Auto kommt in unseren Mietwagen springen vor lauter Angst es könnten irgendwelche Banditen sein? Muss ich bei jedem Auto daß vom Flughafen weg hinter uns ist Angst haben daß wir zur Unterkunft verfolgt und ausgeraubt werden? Wie verhalte ich mich denn wenn ich angebettelt werde und derjenige auch durch ein mehrfaches "Nein" nicht locker lässt und evtl. aufdringlich oder aggressiv wird? Was ich mache ich denn wenn ich beim Tanken sitzen bleibe und plötzlich jemand kommt und trotzdem die Scheibe einschlägt? Ich bin wirklich verzweifelt weil ich nun echt nicht mehr weiß ob es ratsam ist mit so viel Angst in dieses Land zu reisen. Ich weiß, daß es auch ganz andere, schöne Berichte gibt, die habe ich auch gelesen aber das beruhigt mich nicht weil ich gelesen habe, daß die Kriminalität und die Überfälle in Namibia auf Touristen deutlich zugenommen haben. Ist das alles wirklich nur Panikmache oder ist meine Angst gerechtfertigt?
Vielen Dank schon mal für eure Geduld beim Lesen diesen ellenlangen Beitrags. Liebe Grüße Moni
holgiduke291 Beiträge · seit 201409. Jan. 2020 · #2
Hallo Moni,
ich kann dich beruhigen, mir ging es vor unserer ersten Namibia-Reise ähnlich. Ich hatte mich auch sehr auf die Reise gefreut und die Planung hat viel Spaß gemacht. Als unsere Abreise dann aber langsam näher rückte, habe ich auch viele negative Berichte über Überfälle auf Touris gelesen. Auch die Warnhinweise auf der Seite des Auswärtigen Amts tragen ja nicht unbedingt zur Beruhigung bei und ich habe mir schon Gedanken gemacht, wo ich Frau und Kind da jetzt hinschleppe und ob die Entscheidung wirklich richtig war.
Im Nachhinein kann ich dir aber sagen, sie war es! Namibia ist ein wunderschönes Land mit vielen netten Menschen. Natürlich gibt es auch dort einige, die dir vielleicht nicht so wohl gesonnen sind, aber die gibt es hier genauso. Du hast ja schon viele Vorsichtsmaßnahmen aufgezählt und an einige sollte man sich auch wirklich halten. Aber tagsüber durch Windhoek laufen oder auf Pad mal anhalten, um sich ein wenig die Beine zu vertreten oder Fotos zu machen ist kein Problem.
Lass dir bitte nicht die Vorfreude auf dieses wunderschöne Land verderben, es wäre wirklich schade drum. Wir haben uns nach unserer ersten Reise auch gefragt, warum wir uns im Vorfeld überhaupt so verrückt gemacht haben und dass es im Nachhinein wirklich schade war, da man sich gar nicht wirklich auf die Reise freuen konnte. Deshalb haben wir uns am Flughafen in Windhoek auch gleich gesagt, dass wir auf jeden Fall wiederkommen. Dies haben wir bis jetzt auch schon mehrmals gemacht und nie bereut!
Deshalb meine Empfehlung: die gängigen Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigen und aufmerksam sein, dann sollte auch nichts passieren. Aber bitte nicht vorher verrückt machen.
Ich wünsche euch einen wunderschönen Urlaub und genießt die Vorfreude!
VG Holger
MOMoniD.Themenstarter7 Beiträge · seit 202009. Jan. 2020 · #3
Vielen Dank für deine Antwort.
Ja es ist der Traum meines Freundes einmal Namibia zu sehen und mittlerweile eigentlich ja auch meiner. Natürlich wäre es mehr als schade die Reise nun zu stornieren. Das komische ist nur, daß ich gleich nach der Buchung im Sept. ein ungutes Bauchgefühl hatte und das obwohl ich da nicht an Übefälle usw. gedacht habe. Nun habe ich natürlich Angst, daß dieses Bauchgefühl ein böses Omen ist denn es hat die ganze Zeit über angehalten und ich konnte mir nicht erklären warum. Aber wäre es vielleicht ratsam die Pension in Windhuk zu stornieren und lieber doch in ein Hotel zu gehen bei dem Wachpersonal vor dem Eingang steht? Ich habe ein ungutes Gefühl in einer kleinen Pension, nahe des Zentrums untergebracht zu sein.
da die Zeit bis Juni noch lang ist und ich finde, du solltest die Zeit mit Vorfreude und nicht mit Angst verbringen, schließe ich mich mal ganz schnell Holger an. Auch ich bin so ein Kandidat für "was-so-alles-passieren-kann" im Vorfeld einer Reise (allerdings erst die letzte Woche vor der Reise, nicht Monate vorher). Somit habe ich mir auch vor Namibia, genau wie ein Jahr vorher vor dem Norden Südafrikas, so meine Gedanken gemacht. Die waren jedoch eher mit wilden Tieren und mit unserem Plan zu campen, in Verbindung zu bringen. Wir sind jetzt seit Mitte November zurück und es vergeht kein Tag, an dem ich nicht hier im Forum stöbere und mir Ideen für den nächsten Namibia Trip hole. Denn: Ich möchte unbedingt wieder hin! Wie Holger schon schrieb, eine gewisse Vorsicht schadet nicht, aber Angst ist der falsche Begleiter. Und Vorsicht sollte man auch z.T. in einigen Gegenden in Deutschland und überall auf der Welt walten lassen. Wir waren an einem Sonntag in Windhoek und da war die Stadt schon ziemlich ausgestorben. Unsicher haben wir uns in keinem Moment gefühlt. Wir haben für Fotos, die Pipi-Pause oder auch für ein Picknick am Wegesrand angehalten und sind dabei nie in eine komische Situation gekommen. Wir sind in Swakopmund auch im Dunkeln vom Restaurant zur Unterkunft gelaufen und sind einigen anderen (meist weißen) Menschen begegnet. Niemand hat uns angesprochen. Wir sind an Tankstellen ausgestiegen, sind zum Kiosk gegangen und mit den Angestellten ins Gespräch bekommen. An Tankstellen ist viel Leben. Wir sind selten angebettelt worden, meist bietet man dir einen Dienst - wie z.B. das Einweisen in eine Parklücke - an. Dann kann man auch ruhig ein paar NAD geben. Einmal wurden wir im Supermarkt nicht in Ruhe gelassen, dann haben wir dem Mann eben ein Toastbrot und Butter gekauft. Na und? Angst haben uns solche Situationen nie gemacht, eher betroffen. Das einzige, was wir von deiner langen Liste konsequent befolgt haben, war, dass wir nicht im Dunkeln gefahren sind und dass wir die Autotüren verriegelt haben. Aber das macht man irgendwann automatisch und insbesondere in der Stadt finde ich das eine Vorsichtsmaßnahme, mit der man leben kann. Natürlich kann ich dir nicht versprechen, dass zu 100% nichts passieren wird, aber ich gehe davon aus, dass ihr bei 2 Wochen eh auf einer Standardroute unterwegs seid. Ihr werdet einigen Touristen begegnen - z.T. auch mit Kindern. Die können nicht alle irren und sich todesmutig der Gefahr aussetzen. Namibia ist ein wundervolles Land mit herzlichen, manchmal auch mürrischen 😉 , Menschen. Freu dich drauf!
Dazu sei noch anzumerken: wenn diese Doku die mit den beiden Fotografen ist, dann ist sie einfach auch grottenschlecht recherchiert. Die Aufnahmen sind ja ganz nett, inhaltlich sieht man aber nur zwei Ahnungslose beim Halbwissen o Blödsinn verbreiten (fotografisches Zeug mal außen vor). Gib also bitte nicht zu viel auf den Eindruck dieser Doku. Die beiden haben nicht viel mehr Ahnung als Du von Namibia.
Genieß die Reise, Panik ist sicher nicht angebracht. Eine gewisse Grundvorsicht ist wie in vielen Teilen der Welt sinnvoll, zudem kennst du ja die wesentlichen Tipps und Hinweise schon.
Biologe1'162 Beiträge · seit 201209. Jan. 2020 · #6
Hallo Moni,
wenn Namibia wirklich so furchteinflößend wäre, dann wären die Touristenströme längst erloschen. Zur Pension Moni: garni !! sie ist mit einem Elektrozaun rundum gesichert, das Hoftor wird ferngesteuert, die Autos parken im gesicherten Hof. Jedenfalls war das 2010 so, als ich dort 3 Nächte verweilte. Allerdings ist die Pension nicht gerade der große Luxus, und Lust auf einen 2. Aufenthalt hatte ich auch nicht. Sie liegt zwar nahe des Zentrums, aber in unmittelbarer Nähe gibt es nichts, man muß schon etwas laufen!
Beste Grüße Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
erstmal volle Bestätigung der Beiträge von Holger und Claudia!
Ich möchte es aber mal anders versuchen..... Wenn meine Gedanken beginnen in diese Richtung abzudriften, dann schaffe ich es fast immer diese Bedenken "weg-zu-relativieren"! Das geht folgendermassen.....
Es gibt in USA einige der gefährlichsten Gegenden überhaupt.....z. B. Bronx in New York sowie ähnliche Gegenden in Chicago und in vielen anderen US Grossstädten. Wer kommt da aber auf den Gedanken, deswegen nicht in die USA zu reisen?.....Keiner.....und warum? Weil jeder weiss, dass die USA in 99,9.....% sehr sicher ist. Nun ja, ganz ähnlich ist es in Namibia.....es ist zu 99,9.....% sicher!
.....oder.....
Schau dich in diesem Forum um.....es gibt nur ganz wenige schlechte Erfahrungen und die meisten davon sind Lapalien die einem überall passieren können. Weiterhin gebe ich zu bedenken, dass viele Forumsmitglieder, ja, wahrscheinlich die übergrosse Mehrheit, Ü50, wenn nicht gar Ü60 oder 70 sind.....also Menschen bei denen man meinen würde sie seien prädestinierte "Opfer" für kriminalität! Trotzdem gibt es nur sehr wenige schlechte Erfahrungen!
Ich wünsche euch auch einen sehr schönen Urlaub!
Liebe Grüsse, Ulli
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
Bonebreaker240 Beiträge · seit 201909. Jan. 2020 · #8
Hallo Moni,
für das Jahr 2017 habe ich eine Statistik gefunden, nach der 1,5 MIo Besucher nach Namibia gereist sind. 99,9 % sind glücklich, begeistert und wohlbehalten zurückgekehrt. Ja es gibt Gewalt und Kriminalität in Namibia, die gibt es auch in Deutschland. Während der "Flüchtlingskriese" in Deutschland hat die USA Reisewarnungen (unter anderem wegen den Vorfällen in Köln) ausgesprochen. Es werden liebend gerne von wenigen Vorfällen Rückschlüsse auf die allgemeine SItuation gezogen. Das ist aber totaler Quatsch. Zumal man sich vortrefflich über das Schlechte ewig auslassen kann, das Tolle wird umsoweniger gewürdigt. Ist eine menschliche EIgenheit, die tierisch nerven kann.
Wenn ihr tagsüber durch WIndhuek lauft, werdet eher angebettelt oder man versucht euch Souveniers anzudrehen, als das ihr überfallen werdet.
Lasst einfach euren "wie es so schön heist" gesunden Menschenverstand walten. Mit der Rolex und Goldketten behängt sollte man vielleicht nicht unbedingt duch Katatura alleine laufen. Meine Schwester ist zur Zeit mit Mann und ihrer zehnjährigen Tochter alleine In Namibia unterwegs. Die grinsenden und glücklichen Gesichter, die per Whats app geschickt werden, lösen bei mir nur die Sehnsucht aus, jetzt auch lieber am Jetty im Swakopmund zu sitzen, als im miefigen Büro.
Hallo MoniD, sicher warst du schon in Spanien und hast dich dort wohlgefühlt. Das habe ich bei meinem letzten Besuch dort vom Autovermieter erhalten. Das ist nur zur Info und ich will damit jetzt keine Diskussion vom Zaun brechen, ob wir schon afrikanische Verhältnisse in Spanien oder spanische Verhältnisse in Afrika haben.....bei Kalabrien bin ich mir ziemlich sicher 😉 .... und PS, jedenfalls kann man hier wie dort damit umgehen. Grüße und schönen Urlaub
MOMoniD.Themenstarter7 Beiträge · seit 202009. Jan. 2020 · #10
Ein herzliches Dankeschön an alle für eure aufmunternden Worte.
Wir haben übrigens die Gondwana Collection - Namibia mit Herz und Seele gebucht, falls das jemanden etwas sagt.
Es ist mir unerklärlich warum ich mich ausgerechnet was Namibia betrifft so verrückt machen lasse. 2017 wollten wir mit unseren 37 und 42 Jahren das Backpacking ausprobieren und waren knappe 3 Wochen in Thailand und obwohl wir nachts durch irgendwelche stockdunklen Straßen gelaufen sind oder am Strand spazieren gegangen sind habe ich mich nie unsicher gefühlt, ganz im Gegenteil. Nur einmal in Bangkok, da haben wir uns verlaufen und sind Abends in einer dunklen Seitengasse gelandet in der viele Betrunkene Einheimische rumgelungert sind. Da hatte ich Schweißausbrüche obwohl sie sich nicht bedrohlich verhalten haben, eher desinteressiert.
Was das Auswärtige Amt betrifft habe ich mich zum Vergleich auch über andere Länder u.a. Spanien informiert und ja, wenn ich nach dem gehen würde was da zu lesen ist dann würde ich wohl nie im Leben nach Barcelona fliegen. Ich werde nun versuchen mich zu beruhigen und mich auf Namibia zu freuen und vor allem auch meinem Freund nicht die Vorfreude noch mehr verderben als ich es ohnehin schon getan habe. Diese Reise wird für uns beide eine große Herausforderung und es gab genug Freunde die meinten, dazu hätten sie nicht den Mut und vielleicht bin deswegen auch etwas überängstlich.
Hallo Moni, meine Frau reist seit 2006 mit einer Freundin jährlich 3-4x im Jahr nach Namibia, ich bin seit 3 Jahren mit an Bord und wollte eigentlich nie nach Afrika. Mittlerweile hat mich das Fieber gepackt und wir werden sogar mit vielen, vielen Freunden dort im Februar heiraten. Ich kann dich beruhigen, passiert ist da nichts. Klar, man muss sich an Regeln halten, aber die musst du, wie meine Vorredner auch schon sagten, auch in Deutschland. In Windhoek kannst du dich ohne Probleme tagsüber bewegen und einkaufen gehen. Den ZooPark an der Independence Ave solltet ihr meiden. Ansonsten hast du alle vorsichtsnamen ja schon selbst genannt. Aber mach dich da nicht verrückt. Die meisten Menschen sind freundlich und hilfsbereit. Freu dich einfach auf einen fantastisch schönen und sicherlich unvergessenen Urlaub. Namibia ist toll!!!
YAyanjep1'014 Beiträge · seit 201609. Jan. 2020 · #12
Sei nicht so ein Schisser, Du fährst in den Urlaub in ein durchaus entwickeltes und auf internationalen Tourismus eingstelltes Land und planst keiine Treckingtour durch Afghanistans Bergwelt.
Auf Bekannte, die vage mal gehört haben, daß in Afrika überall gefährliche Tiere lauern und es vor wilden Stammeshorden, die mordend und brandschatzend auf Touris warten nur so wimmelt, soll man sowieso nichts geben. Was meinst Du was ich mir an "Hach, so viele Spinnen und Schlangen, da hätte ich aber Angst" Bemerkungen anhören darf, wenn ich mal wieder Richtung Australien aufbreche.....
Aber mal im Ernst, wenn man ständig Angst hat besteht die Gefahr, dass man sich schon durch seine Körpersprache als leichtes Opfer outet. Und das ist nie gut, würde ich z.B. in der Dortmunder Nordstadt auch nicht machen. Entspann Dich lieber, freue Dich auf die Reise in ein wurderschönes Land und genieße den Aufenthalt dort.
Yanjep
freshy3'883 Beiträge · seit 201109. Jan. 2020 · #13
MoniD. schrieb: Diese Reise wird für uns beide eine große Herausforderung und es gab genug Freunde die meinten, dazu hätten sie nicht den Mut und vielleicht bin deswegen auch etwas überängstlich. Gruß Moni
Hach, Moni, du glaubst vermutlich nicht, was sog. Freunde, Bekannte und sogar Reisebüros an Schwachsinn von sich geben: - Eine Bekannte nach dem Bekanntwerden unserer Reise nach Botswana: "Da soll es doch noch Menschenfresser geben!" (Nein, das ist kein Witz!") - Die Expertin im örtlichen Reisebüro zu Zeiten von Ebola konnten wir nicht davon überzeugen, dass die betroffenen Gebiete Tausende von Kilometern von Namibia entfernt sind. Das Reisebüro betrete ich wegen mangelnder Kompetenz nicht mehr.
busko schrieb: Weiterhin gebe ich zu bedenken, dass viele Forumsmitglieder, ja, wahrscheinlich die übergrosse Mehrheit, Ü50, wenn nicht gar Ü60 oder 70 sind.....also Menschen bei denen man meinen würde sie seien prädestinierte "Opfer" für kriminalität!
OT Na Danke Dir doch, busko, so ist das also?! 😮 Von wegen Vorsicht vor Forums-Konflikte auslösenden Pauschalisierungen, da zuckten jetzt nämlich sicher einige Schmetterlingsflügel bei den/uns grauen Panthern. 😉 Wenn ich mir die unzähligen Bilder im Forum von Unmengen von Essen und in natura die Resultate anschaue, wäre ich mir nicht so sicher @ Alterskriterien bei der Opferauswahl 😗 Grüße
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201309. Jan. 2020 · #15
Hallo Moni,
das meiste, was ich zu sagen hätte, wurde schon erwähnt. Von mir noch ein Wort zum verriegelten Auto. Die Autos, die wir auf den beiden letzten Touren in Namibia hatten, verriegelten sich nach dem Anfahren automatisch - genau wie unser Wagen in Deutschland, da sehe ich keinen Unterschied.
Übrigens habe ich mir angewöhnt, auf den Parkplätzen unserer heimischen Supermärkte das Auto sofort nach dem Einsteigen zu verriegeln, weil ich dort schon mehrfach von osteuropäischen Bettlern massiv belästigt wurde. Ich habe kein Problem mit so einer Sicherheitsmaßnahme, wenn sie mir ein gutes Gefühl gibt.
Genießt die Vorfreude und den Urlaub!
Liebe Grüße von Gabriele
-----------------------------------------------
Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
piscator1'483 Beiträge · seit 200909. Jan. 2020 · #16
Guten Abend Moni,
ich habe überlegt, ob ich auf deinen ersten Post noch antworten soll, weil ja schon so vieles Richtige zu deiner Beruhigung geschrieben worden ist. Wir sind inzwischen mit Ü70 „Graue Panther“, waren es bei unserer ersten Namibiareise aber noch nicht. Meine Frau tendiert auch in „Richtung“ ängstlich. Wir haben aber nach dem Studium all der Berichte festgestellt, das ängstlichere Personen dazu neigen, Gefahren erstens überall zu sehen und sie zweitens auch gedanklich(ängstlich) zu überdimensionieren. Wenn man sich das klarmacht, relativieren sich die Berichte über Kriminalität in NAM doch sehr! Mit der schon empfohlenen, mit gesundem Menschenverstand nachvollziehbaren Aufmerksamkeit, halte ich NAM bis heute für ein sehr gut als Selbstfahrer zu bereisendes Land. Mir würde auf Anhieb kaum ein afrikanisches Land einfallen, das ich mit derselben Beruhigung bereisen würde. Wir haben uns in Swakop und Windhoek bislang auch nach Sonnenuntergang mit dem Gefühl der Sicherheit bewegt. Übrigens, auch hier im Raum Bremen fahre ich mit verriegelten Autotüren und meide bestimmte Gegenden.
Hallo Moni, nun kommen auch noch meine "two cents" dazu, weil ich diese Panik auch kenne, allerdings tritt sie bei mir immer erst kurz vor der Abreise auf. Bei Fernreisen, egal wohin, befällt mich kurz vorher eine diffuse Angst, obwohl ich monatelang geplant und mich auf die Reise gefreut habe. Die Gedanken kommen, ob das nicht doch alles völlig verrückt ist, so weit weg zu fliegen, was ist wenn einem von uns beiden etwas passiert, etc. Das Wunderbare ist aber, dass alles gut ist, sobald ich am Check-in-Schalter stehe. Dann ist da nur noch freudige Erwartung auf das, was kommt. Ich wünsche dir, dass es dir auch so geht, genieße Namibia, und wenn du das erste Mal mit deinem Sundowner Drink das Farbenspiel genießt, dann weißt du, dass du alles richtig gemacht hast. Liebe Grüße von der Gnukuh
La Leona2'779 Beiträge · seit 200710. Jan. 2020 · #18
Jemandem mit solch zahlreichen Bedenken und Ängsten vor der Reise und den ich nur durch wenige Beiträge in einem anonymen Forum einschätzen kann, würde ich abraten die Reise anzutreten. Anders wäre es wenn ich diesen jemand persönlich kennen würde.
Gruss Leona
SHshanti454 Beiträge · seit 200610. Jan. 2020 · #19
kann ich la leona nur recht geben...denn das sind dann auch meisten die leute denen was passiert weil sie es nach aussen schon raustragen....und sonst wird hier immer davor gewarnt nicht alles zu verschoenen, sondern auch mal die realitaet zu sehen und jetzt ploetzlich der umgekehrte fall....schon sehr komisch und willkuerlich wie hier teilweise reagiert wird...
gerne würde ich dies mit dir diskutieren.....allerdings, nur unter folgenden Bedingungen: - Unter 4 Augen und, - bei einem kühlen (in dieser Jahreszeit vielleicht auch einem heissen) Getränk deiner Wahl.
.....aber, hier und jetzt im Forum.....hmmm.....vielleicht "time for plan B: "unilateral deescalation""!
Liebe Grüsse, Ulli
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz