Elefanten fast zum Anfassen - Kruger Dez 2025

19 Antworten · 1'410 Aufrufe · gestartet 19. Dez. 2025 von Bonebreaker
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Themenstarter240 Beiträge · seit 201919. Dez. 2025 · #1
Im Dezember waren meine Frau und ich für eine Woche im Krugerpark. Die Idee entstand als klar war, dass ich meinen 50igsten Geburtstag etwas größer als die anderen Geburtstage feiern wollte und ich diese Feier in den Sommer verlegen würde. Somit stellte sich die Frage, was mache ich dann an meinem eigentlichen Geburtstag. Nach Prüfen des noch nicht verbrauchten Resturlaubs war klar, mehr als eine Woche ist nicht drin. Da wir Anfang des Jahres schon zum Tauchen waren und der nächste Tauchurlaub auch schon geplant ist, hatten wir Beide Lust mal wieder nach Afrika zu gehen. Somit fragte ich das Reisebüro nach einer Woche im Krugerpark Anfang Dezember an und Das kam dabei raus:

Tag 1: 06. - 07.12.2025: Böhms Zeederberg Country House, Hazyview
Tag 2-3: 07. - 09.12.2025: Skukuza Rest Camp, Kruger
Tag 4: 09. - 10.12.2025: Satara Rest Camp, Central Kruger
Tag 5-7: 10. - 13.12.2025: Baluleni Safari Lodge

Ich hoffe das Forum hat noch Lust auf einen weiteren Reisebericht aus dem Kruger, zumal „Buschstarren für Fortgeschrittene“ die Messlatte für einen Kruger Reise- und Fotobericht echt weit hochlegt. 🙂



Tag 1- Sa, 06.12.2025

„So ein verdammter Mist“ schoss es mir in dem Moment durch den Kopf. Gut, wer mich kennt, weiß das war gerade die zensierte FSK12 konforme Variante. Ich verwende, leider, in Stressmomenten eher deutlich ausdruckstärkere und nicht alltagstaugliche Formulierungen.
Seit genau 2 Minuten sitze ich am Steuer eines mir unbekannten Autos, ein KIA Sonet, kämpfe mit der Umstellung auf Links-Verkehr und anstatt meine Richtungsänderung mit dem Blinker anzuzeigen, schruppt munter fröhlich quietschend der Scheibenwischer über die trockene Scheibe. Vor mir sind 5 Spuren und ich sollte die richtige Spur erwischen um auf die R21 zukommen, die uns in die Richtung unsere Tagesziel leitet. Mein Navi hat aufgrund des massiven Parkhauses noch überhaupt kein Empfang und meine Reise-Vorbereitung war offensichtlich schlecht. Denn die Beschilderung über den Spuren hätte auch in Suaheli sein können, denn ich habe den totalen Blackout und wusste gar nichts mehr. Ich entscheide mich für eine Spur und kurz darauf ist klar, es war die falsche Wahl, wir fahren in die völlig falsche Richtung. Wenigstens funktioniert mein allgemeiner Orientierungssinn noch.

Nach dem mein Handy-Navi sich endlich dazu aufraffen konnte uns zu lokalisieren, kommt kurz darauf auch eine Route, die uns zum richtigen Ziel führt. Den Weg, den mein Navi vorschlägt, um überhaupt auf die richtige Autobahn zu kommen, ist allerdings völlig abstrus. Ich bezweifle, dass in Südafrika ein solch merkwürdige Verkehrsplanung üblich ist und gehe davon aus, der Übeltäter ist meine Navi-Software. Aber gut, wir kriegen die Kurve und dürfen feststellen, dass das Industriegebiet um den Flughafen Johannesburg herum nie ein Insider-Tipp bei den Marco-Polo Reiseführer werden wird.

Als wir dann endlich über die R21 auf die R12/N4 in Richtung Osten sind, fällt die Anspannung von mir ab und nüchtern betrachtet war das auch das Einzige, was bisher schiefgegangen ist und ich lasse die vorherigen 24h Revue passieren.

Am Freitag Morgen verlade ich unser Gepäck ins Auto und mache mich auf den Weg nach Frankfurt. Meine Frau war beruflich schon dort und es war abgemacht, dass wir uns bei meiner Schwester treffen. Die Autofahrt war staufrei und ich kam pünktlich zum Mittagessen, bei dem wir kulinarisch von meiner Schwester verwöhnt wurden. Gegen 16 Uhr waren wir dann am Flughafen und checkten bei British Airways ein. Bei der Sicherheitskontrolle ist nichts los, die Mitarbeiter haben Zeit für eine gründliche Kontrolle (inkl. Schuhausziehen) und ich weiß schon was passiert. Mein Rucksack mit den Objektiven und Kameragehäusen landet bei der Sprengstoffkontrolle. Der Wischtest geht schnell und ist negativ. Alles soweit gut. Was echt nervt: vor dem Körperscanner sagt Mitarbeiter 1 wegen meiner Kamera das Eine und Mitarbeiter 2 nach dem Körperscanner das Andere. Da kannste echt nur
verlieren. Und glauben die ernsthaft, dass ich einfach so vor den Augen von dutzend Reisenden meine sicher im Rucksack verpackten Objektive und Kamera-Bodies raushole und in die Plastikwanne lege. Was eh nichts ändert, da die Bleianteile in den Linsen das Durchstrahlen eh erschwert. Der Flug nach London geht pünktlich, der Flug von London nach Johannesburg startet aber mit 30min
Verspätung.



Den Flug selber schaffe ich, nach dem Abendessen und einem Film, zu verschlafen. Obwohl ich gefühlt mich alle 5 min rumwälze um mit meinen 1,9m irgendwie in diesen Economie Sitzen eine nicht total schmerzhafte Schlafposition zu finden, habe ich offenbar geschlafen, denn plötzlich und unerwartet geht das Bordlicht an und es gibt Frühstück. Trotz 30min späteren Abflug landen wir
pünktlich. Die Einreise ging abartig schnell und das Gepäckband für die Koffer war noch nicht mal gestartet. Als die Koffer endlich kamen, durfte ich mal wieder feststellen, dass der A380 eine ingenieurstechnische Meisterleistung ist, aber man als Passagier aufgrund der vielen Sitzplätze in der Maschine verdammt lange warten muss, bis die eigenen Koffer erscheinen. Für Menschen wie mich, ausgestattet mit einer blühenden Phantasie warum der Koffer nicht im Bauch der Maschine gelandet sein könnte, die reinste Quälerei. Aber entgegen meiner Schwarzseherei kommen unserer Koffer und wir gehen zu Europcar um unseren Mietwagen abzuholen.

Wir bekommen die Schlüssel ausgehändigt. Bei der Kontrolle des Mietwagens finden wir einen Steinschlag, aber der Mitarbeiter sagt lediglich, wir sollen ein Foto machen. Ein Übergabeprotokoll gibt es erstmal nicht, später kommt digital einer, auf dem steht, dass der Wagen keine Schäden hätte. Na super.

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Wir beladen das Auto und es beginnt die kleine Orientierungsfahrt um den Flughafen.

Unser Tagesziel ist das Böhms Zeederberg Country House. Als wir von der R12 auf die N4 kommen, kommt bald eine Raststätte und wir fahren raus um etwas zu essen. Lustigerweise ist es die Gleiche, die wir vor 10 Jahren auf dem Weg nach Mozambik auch angefahren haben. Bei näherer Betrachtung aber nicht verwunderlich, denn es ist auf der Strecke die erste Raststätte vom Flughafen kommend.

Bei der Wegbeschreibung des Reisebüros wurde empfohlen die N4 so lange wie möglich zu nutzen und dann über White River und Hazyview zu fahren. Etwas was ich aufgrund der Berichte über diese Region vermeiden wollte. Daher ging es von der N4 bei Evergreen ab und über die R539, R37 und R536. Ich habe mal im Netz den folgenden Spruch gelesen: „Navi zeigt als Ankunftszeit 17:15. Was
ein Mann versteht: Unterbiete diese Zeit um mindestens 10 Minuten“. Was soll ich sagen, ich bin halt auch nur ein Mann. Bis Evergreen tat sich an der Ankunftszeit nicht viel, als es dann abging und die Straße durch die Berge führte, kamen wir immer früher an. Bis irgendwann meine Frau nur trocken meinte: „Ich glaube du hast jetzt die 10 Minuten erreicht“. Um einen falschen Eindruck zu vermeiden: Nein ich bin nicht der rücksichtlose Raser, mir hat nur die Bergstrecke zu fahren Spaß gemacht und ich war flott unterwegs, habe aber nie die erlaubte Geschwindigkeit überschritten, wir hatten keine Autos vor uns, und ich war so unterwegs, dass ich noch das Bergpanorama genießen konnte und auch mal für ein Foto angehalten habe. Das Navi hatte für die Straßen einfach eine deutlich geringere Durchschnittsgeschwindigkeit programmiert gehabt, offenbar die Variante für Männer zum schnellen Schmeicheln des Egos.

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Um 17:05 erreichen wir unser Lodge und werden bei Abstellen des Autos vor dem Haupthaus von der Besitzerin Renate persönlich auf Deutsch begrüßt. Unsere Lodge ist einfach toll und es ist fast etwas schade, dass wir nur eine Nacht hier verbringen. Ich liebe diesen rustikalen afrikanischen kolonialen Stiel.

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Um 18:30 Uhr gehen wir zum Abendessen und es zeigt sich, wir sind an diesem Tag die einzigen Gäste. Bei einem tollen Blick auf das Tal, durch den der Sabie fließt, im Sonnenuntergang setzten wir uns an den Tisch und genießen ein leckeres Rumpsteak mit viel Gemüse und Kartoffeln. Oder wie Renate es uns offeriert hat: „Bei mir bekommen die Gäste viel Gemüse, damit sie gesund voller
Tatendrank in den Urlaub starten können“ Glücklicherweise hatte das Steak eine ordentliche Größe und nicht gemäß dem Witz: „Wie fanden sie ihr Steak? – Nach dem ich das Salatblatt angehoben habe, dann schon.“

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Müde vom langen Tag ging es dann für uns früh ins Bett.
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Themenstarter240 Beiträge · seit 201919. Dez. 2025 · #2
Tag 2- So, 07.12.2025

Tja, gut geschlafen zu sagen, wäre gelogen gewesen. Gegen 2 Uhr war ich schon wieder wach. Blöderweise hatten wir Frühstück für 8 Uhr ausgemacht. Irgendwie schaffte ich es mit Lesen (Tolino mit eingebauter Beleuchtung sei Dank) und etwas dusseln die Zeit bis zum Aufstehen rumzubringen. Um 8 Uhr ging es zum Frühstück, leider war das Wetter ziemlich bewölkt und kühl. Ich hatte
dummerweise nur das Wetter für den Krugerpark geprüft und da sollte es deutlich wärmer sein. Dass die Lodge in den Drakensbergen lag, habe ich übersehen. Aber als erfahrener Reisender hatte ich zum Glück genug warme Sachen dabei.

Gegen 9 Uhr hatten wir unsere Sachen zusammengepackt und im Auto verstaut und wir brachen auf.
In Hazyview noch ein kurzen Tankstopp eingelegt und dann erreichten wir gegen 10 Uhr das Phabenie-Gate.

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Beim Parken wurde ich gleich von einem Ranger angesprochen, der einen Blick in den Kofferraum werfen wollte. Auf die Frage ob ich eine Drohne dabei hatte, war mein verblüffter Blick zusammen mit einem klaren Nein wohl Aussage genug. Zum Bezahlen des Park-Eintritts ging es in Büro, wo eine unglaublich unmotivierte und unhöfliche Dame uns dann ein Karte Lesegerät einfach hinhielt. Auf
meine Erwiderung, dass wir vier Nächte im Park sein, bekamen wir dann die Antwort, dass wir die Parkgebühr in den Restcamps im Park bezahlen müssen. Nachdem das geklärt war, holte ich aus dem Kofferraum meine Kameras und wir fuhren in Kruger-
Park. Wir nahmen nicht die asphaltierte Straße nach Skukuza sondern die Gravelroad parallel zumSabie. Es dauerte nicht lange, da liefen schon die ersten Impalas uns über den Weg.

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Wir brauchten ca 3h bis zum Camp, und in dieser Zeit bekamen wir schon einiges zu sehen.

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In Skukuza konnten wir schon frühzeitig einchecken, gingen anschließend Mittagessen, bevor wir unsere Hütte bezogen und uns bis 15 Uhr ausruhten.

Dann bestiegen wir wieder das Auto und brachen auf. Es ging die Straße nach Süden bis wir auf die asphaltierte H1-1 zum Numbi Gate abbogen. Nach kurzer Zeit kommen wir zu einem Autostau, und dass kann im Kruger nur eins bedeuten: Raubkatze. Wir hatten schon immer wieder auf die Bäume geschaut, aber die Schwänze entpuppten sich immer als normale Äste. Doch diesmal ist es ein gefleckter Schwanz.

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Da Katzen einfach nur Langschläger sind, war mir klar, dass in der nächsten Zeit diese Dame sich nicht groß bewegen wird. Ich hoffte auf dem Rückweg, dass wir dann mehr Glück haben würden. Weiter ging es und die Straße S65, über die wir einen Rundweg zu Skukuza machen wollte, war gesperrt. Das war generell im Süden nicht unüblich, da wegen der letzten Flut offenbar viele Straßen
überspült waren, und jetzt noch nicht ausgebessert und daher gesperrt waren. Also fuhren wir die H1-1 bis die Abzweigung zum Vervoerdam kam. Und vielleicht war das auch unser Glück, denn wir haben richtig coole Sachen gesehen.


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Das nächste Highlight nach dem Leoparden war eine Hyäne mit vier Jungen. Am Straßenrand liegend, säugte sie gerade zwei Junge, während zwei weitere Jungen an eine Kadaverschädel rumnagten.

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Nachdem wir uns an den jungen Hyänen satt gesehen haben, biegen wir zum Vervoerdam ab und bleiben dort eine Zeit lang und genießen den schönen Blick über das Wasser und die Tierwelt.

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Es wird Zeit umzukehren und noch vor Sonnenuntergang wieder in Skukuza zu sein. Vorbei an der Hyänenmama mit ihren Jungen, taucht kurze Zeit später eine weitere Hyäne auf. Zuerst noch allein, kriechen plötzlich drei Junge aus dem Drainage-Rohr unter der Straße vor. Also wenn es mal läuft.


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Die Zeit tickt unaufhörlich in Richtung Sonnenuntergang und ich habe immer noch die Hoffnung, dass die Schlafmützenleopardin jetzt so langsam in Bewegung kommt. Also reisen wir uns von den süßen Hyänen los und halten nach dem Baum mit der Leopardin Ausschau. Und können ihn nicht finden. Was aber gar nicht schlimm ist, denn 7km vor Skukuza stoßen wir auf einen Autostau. Hhmmm was das bloß sein könnte. Während sich vor uns das übliche Drama abspielt, nämlich treu nach dem Motto „Wenn jeder an sich selbst denkt, ist an alle gedacht“ versucht jedes Auto ohne Rücksicht auf Verluste die Beste „Sichtposition“ auf die Leopardin zu ergattern, stelle ich mich hinten an und denke mir, dass ich bei dem Affentheater nicht mitmischen werde. Ich schaue umher und muss laut loslachen. Links neben mir im super Licht und kaum von Büschen versteckt, sitzt die Schönheit. Lange bleibt sie nicht sitzen
und läuft wohl irgendwann zwischen den Autos durch, kehrt wieder um und ich sehe noch kurzzeitig ihren langen Schwanz zwischen den Büschen verschwinden. Ich bin total happy, da wir Beide für einen kurzen Augenblick einen tollen Blick auf dieses schöne Tier erleben durften.

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Mit den letzten Sonnenstrahlen erreichen wir das Restcamp, gehen Essen und fallen anschließend totmüde ins Bett.
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zuletzt bearbeitet 19. Dez. 2025
Themenstarter240 Beiträge · seit 201919. Dez. 2025 · #3
Tag 3- Mo, 08.12.2025

Um 4:30 klingelt der Wecker. Pünktlich zum Sonnenaufgang. Die Blicke, die ich bei Familie, Freunde und Kollegen erhalte, wenn ich erzähle, wann wir in diesem Urlaub aufgestanden sind, sprechen Bände: „Völlig bekloppt, der gute Mann“. Das heute noch zusätzlich mein Geburtstag ist, machte es in ihren Augen noch schlimmer. Mir jedenfalls macht es nichts aus. Ganz im Gegenteil. Hier im Kruger zu sein, gespannt darauf welche tolle Tiersichtungen heute auf uns zukommen, es gibt nur Wenig was ich mir Schöneres vorstellen kann.
Eine halbe Stunde später sind meine Frau und ich abfahrbereit. Die meisten Nachbarn um uns herum sind offenbar pünktlich zur Gate-Öffnung aufgebrochen, bei uns ist es 5 Uhr als ich durchs Tor in den Park fahre. Von den berühmten afrikanischen Sonnenaufgängen bekommen wir leider nichts mit, dicke Wolke hängen über uns.

Unser Tagesplan heute: runter nach Lower Sabie, dort eine kleine Runde drehen und dann wieder zurück.

Überall sieht man, dass die Tiere Nachwuchs bekommen haben. Bei den Impalas, die für mich mittlerweile eine der schönsten Antilopenarten ist, gibt es davon reichlich.

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Der Weg nach Lower Sabie über H4-1 ist immer wieder wegen Schäden durch Überflutungen gesperrt. Aber es gibt jedes Mal gute Umleitungsstrecken. Da die Strecke größtenteils entlang des Sabies entlangführt, nutzen wir die Lookouts um auf den Fluss zu schauen.
Als ich nach einem Halt losfahren möchte, kommt von oben ein dunkler Schatten und es landen direkt neben mir ein Hornrabe und schaut mich auffordernd an. In den Camps hängen überall Plakate, man möge doch bitte Sichtungen melden. Man könnte fast meinen der Vogel vor mir weiß davon. Er stolziert über die Straße, wirft mir immer ein Blick rüber, läuft etwas durch Gras und fliegt dann davon, nachdem er sichergestellt hat, dass ich ihn auch wirklich gesehen habe. Das war auch der einzige Hornrabe, den wir während der Reise gesichtet haben.

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Als wir den Rastplatz Nkuhlu erreichen, halten wir an und machen bei Kaffee und heißen Waffeln eine kurze Pause.
Bei der Weiterfahrt nach Lower Sabie gibt es viel zu entdecken, und es fällt uns auf, dass es viele Elefanten hat.


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Wir treffen auf eine Horde mit Pavianen, die ungeniert auf der Straße rumtollen. Warum und wieso keine Ahnung, aber plötzlich taucht ein junger Pavian mit einer Plastiktrinkflasche auf. Ich vermute er hat sie aus dem Auto vor uns geklaut. Jedenfalls bricht sofort eine Rangelei zwischen den jungen Pavianen um diese Flasche aus. Eigentlich wäre das alles eine gute Situation zum Fotografieren. Nur ich halte mich zurück. Gestern hatten wir bereits eine Horde Pavianen gesehen und es hat Spaß gemacht diesen zuzusehen. Aber bei dieser Gruppe ist es anders. Es hat recht viele Tiere, die mit eingekoteten Hintern an unserem Wagen vorbeilaufen. Mir ist klar, dass dies Natur pur ist, und ich mag auch Situationen zu fotografieren, die nicht unbedingt in die Schublade „Schöne, heile Welt“
passt. Aber hier mag ich einfach nicht so richtig.

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Direkt in Sichtweite zum Lower Sabie Rest camp gibt es einen kleinen See. Schon vor 10 Jahren hatten wir dort Nilpferde und Krokodile gesehen. Und ich war gespannt, was wir diesmal vorfinden würden. Wir wurden nicht enttäuscht. Direkt in Ufernähe hat sich eine Gruppe Nilpferde versammelt, und eins davon war auf Krawall gebürstet.

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Gegen 10 Uhr kehren wir in Lower Sabie zu einem verspäteten Frühstück ein.
Unser Plan war einen kleinen Schlenker über die S29 und S30 zu machen, um dann zurück nach Skukuza zu fahren. Aus der Erfahrung der letzten Tage fragen wir noch extra bei der Rezeption nach ob diese Straßen offen sind. „Ja, ja die sind offen“ war die klare Aussage.


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Entlang der Grassavanne mit deutlich besseren „Weitblick“ fahrend, erinnere ich mich an das, was Renate in Bohms Zeederberg erzählt hat. Das es eben in diesem Bereich mehr Herdentiere wegen der Landschaft hat und man auch hier bessere Möglichkeit für Löwensichtungen hat. Und als ob ich es geahnt hätte, taucht eine Gruppe stehende Autos auf. Diesmal ist es für uns nicht ganz so einfach zu entdecken, was die andere sehen. Denn die Löwen, gar nicht so weit von uns entfernt, haben sich gut zwischen den Sträuchern versteckt. Und auch hier ist es wieder eine Mutter mit Jungen.


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Welch ein Geburtstagsgeschenk.

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Wir fahren weiter und schon kurz darauf taucht eine Büffelherde auf. Anfänglich noch von Sträuchern und Bäumen verdeckt, bewegt sich die Herde auf einen offenen Bereich zu. Wir beschließen ihnen zu folgen in der Hoffnung, mal die ganze Herde zu sehen.

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Der Plan klappt, sogar fast zu gut. Denn langsam, aber stetig ändert die Herde ihre Richtung um 90° und kommt auf uns zu, bis sie komplett auf unsere Straße stehen. Was mal wieder zu einem kleinen Ehedisput bei uns führt.

Als klar war, die Büffel wollen natürlich genau da auf die Straße, wo ich mit dem Auto stehe, muss ich das Auto wegfahren. Ich würde es gerne vermeiden, dem Autovermieter erklären zu müssen, wie der Büffelkopfabdruck in die Autotür gekommen ist. Also fahr ich nach vorne weg, damit die Tiere hinter uns auf die Straße können. Was sofort zu einer missbilligenden Äußerung meiner Frau führt, da sie jetzt die Büffel nicht mehr sehen kann. Nicht dass wir vor 10 Jahren die gleiche Situation schon mal gehabt hätte, und meine Entscheidung sich auch damals als richtig erwiesen hat, denn Büffel können sehr lange auf der Straße stehen bleiben. Während ich das Auto wende, und ich meiner Frau erkläre, dass man dank des serienmäßig verbauten Lenkrads die Richtung ändern kann, stehen wir kurz darauf so vor den Büffeln, dass wir sie aus der Frontscheibe beobachten können. Meine Frau ist wieder happy und ich fahre einfach langsam rückwärts, während die Büffel gemächlich die Straße entlanglaufen.

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Irgendwann haben wir genug Büffel gesehen, drehen um und fahren auf die Gravelroad S29. Plötzlich stehen wir vor einem abgesperrten Weg und kommen nicht weiter. Tja, so viel zum Thema nachfragen und ehrliche Antwort. Es hilft nichts, wir müssen umkehren, fahren aber über die S128 nach Lower Sabie.

In weiter Entfernung kommt eine Staubwolke auf uns zu. Es entpuppt sich als ein Geländewagen, der viel zu schnell unterwegs war. Als er uns erreicht, hält er an und signalisiert uns, dass er etwas zu sagen hat. Lustigerweise verstanden und interpretierten meine Frau und ich das Gesagte doch sehr unterschiedlich.

Ich verstand: „Hey da hinten kommt eine riesige Herde mit Elefanten, bestimmt hundert Tiere, mit Jungen, die gerade die Straße überqueren, voll cool“

Meine Frau verstand: „Passt auf, da hinten kommt eine riesige Herde mit Elefanten, bestimmt hundert Tiere, mit Jungen, die Eltern ganz aufgeregt, die blockieren die Straße, aber vielleicht habt ihr Glück und sie sind schon weitergezogen“

Während ich über beide Ohren grinsend weiterfahre, schaut meine Frau mich etwas konsterniert hat.

Als wir die Herde erreichen, sich die Tiere links und rechts von der Straße verteilt. Ob es wirklich hundert Tiere sind, können wir nicht feststellen, aber es waren schon ganz schön viele. Leider waren die meisten hinter den ganzen Büschen versteckt.

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Aber es war nicht die letzte Elefanten-Herde die wir sehen sollten. Als wir wieder zurück nach Skukuza entlang des Sabie fahren, ist auf der gegenüberliegenden Flussseite alles voll mit Elefanten.

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Gegen 15 Uhr erreichen wir Skukuza und machen erst Mal ein kleines Päuschen, bevor wir gegen 17 Uhr nochmal mit dem Auto eine Runde drehen. Wir fahren die gleiche Strecke wie gestern Abend, aber diesmal ist wirklich nicht viel los.

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Zum Abendessen geht es wieder in Restaurant im Skukuza und als Geburtstagsessen gab es diesmal die Wildplatte. Eigentlich für 2 Personen angedacht, war es so viel, dass es locker für drei gereicht hätte.

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zuletzt bearbeitet 19. Dez. 2025
241 Beiträge · seit 201619. Dez. 2025 · #4
Schöne Fotos! Für (nur) eine Woche Aufenthalt habt Ihr ja tolle Sichtungen gehabt (Leoparden und Hyänen-Kindergarten). Da war wohl ein Geburtstagskind artig im abgelaufenen Jahr.
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Themenstarter240 Beiträge · seit 201919. Dez. 2025 · #6
Tag 4- Di, 09.12.2025

Heute verlassen wir Skukuza und fahren nach Satara.
Wie gestern starten wir in den Tag um 5 Uhr morgens. Und diesmal können wir auf den ersten Km sowohl einen wunderschönen Sonnenaufgang als auch viele Tiere im Morgenlicht genießen.

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Eigentlich wollten wir uns nur auf der asphaltierten Straße in Richtung Satara bewegen, aber als wir einen Loop entdecken, der parallel zur Asphaltstraße verläuft, entscheiden wir spontan da lang zu fahren. Diese Strecke ist doch etwas ausgefahrener als die andere Gravelroads, aber der Kia kommt gut damit zurecht, auch ohne Allrad. Ich war doch sehr froh, dass wir uns für eine Auto mit mehr Bodenfreiheit entschieden hatten.

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Als ich anhalte, damit meine Frau einen Vogel durchs Fernglas beobachten kann, taucht von hinten ein Audi Q3 und ein Safari-Landcruiser auf. Der Q3 Fahrer fragt uns, ob wir einen Löwen sehen würde. Ich verneine und sage einfach nur „Bird“. Es folgt ein mitleidiger Blick des Fahrers und er fährt weiter. Und denke mir „Ah ja auch nur so ein Big-5-Abhaker“. Aber wie heißt es so schön, jedem Tierchen sein Pläsierchen.

Langsam folgen wir den beiden anderen Autos und als wir um eine Ecke biegen, gibt es einen Autoauflauf. Gut, da wäre dann wohl der Löwe. Wir sehen erstmal nichts, außer Autos und die bekannte „Hoppla jetzt komm ich“ Autorangiererei. Ich halte hinten an und halte Abstand. Ein Durchkommen ist so erstmal nicht möglich. Alle starren auf einen Punkt, den wir nicht sehen können.
Plötzlich kommt von rechts ein Löwe bei tollem Morgenlicht auf uns zu und läuft vor mir vorbei. Im Gegensatz zum Rest habe ich mal wieder die beste Foto-Position. Karma?

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Irgendwann zirkelt der Audi vor mir rechts vorbei und dann wird klar, was los ist. Mitten auf der Straße liegt ein zweiter Löwe.

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Die Lücke des Audi wird sofort von dem vor uns stehenden Safari Fahrzeuge genutzt. Ich Depp fahre sogar noch 5m zurück, damit die Fahrzeuge besser Platz zum Durchkommen haben. Ich dachte, lass die Fahrzeuge vorbei, dann kannst du in aller Ruhe um den Löwen rechts herumfahren und dann weiter unsere Wege ziehen. Was passiert: Safari Fahrzeug 1 fährt los, hält neben Löwen, 5min darf
jeder Gast sich das Tier anschauen. Alles so weit gut, aber dann fährt das Fahrzeug wieder los, an mir vorbei, wendet hinter mir und fährt wieder zum Löwen und bleibt wieder 5min stehen. Ich bin nicht losgefahren, weil ich dachte Safari Fahrzeug 2 folgt, zumal dieses auch schon angefahren war. Meine bisher gute und entspannte Laune verabschiedet sich, nimmt sich einen Cocktail und rennt nackig
über die Wiese. Mein Puls geht auf die 180 zu als von hinten neue Autos kommen, darunter ein Safari-LKW, der sofort ein Geschrei loslässt, weil er seine 20 Touris nicht auf der Stelle zum Löwen fahren kann. Klar ist auch, wenn dieses riesige Ding beim Löwen steht, geht gar nichts mehr. Als das Safari Fahrzeug 1 endlich wieder losfährt, stoß ich in die Lücke, gestikuliere irgendwie, in der Hoffnung, dass man meine Absicht versteht, dass ich nur weiterfahren will. Meine Frau macht beim Vorbeifahren noch ein Handy Bild. Ich selbst will nur noch weg. Zumal der Löwe mehr tot als lebendig aussieht und als Motiv nicht wirklich viel hergibt.

5 min später ist meine gute Laune angezogen wieder zurück. Kurz bevor wir wieder auf die Asphaltstraße stoßen, kommt noch eine Überraschung. Ein kleine Wasserdurchfahrt, etwas mit dem ich nicht gerechnet habe. Aber alles halb so wild. Der Untergrund war gut befestigt und der KIA schnurrte durch das Wasser.

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Auf meiner Wunschliste für dieses Jahr im Kruger stand ganz oben Wildhunde. Und heute ging dieser Wunsch in Erfüllung. Eine ganze Familie lag im Gras neben der Straße. Da auch die Wildhunde Nachwuchs hatten, welcher ganz offensichtlich unter ADHS litten, war die ganze Zeit Trubel. Immer wieder sprang einer auf und lief durch die Gegend, was es mir beim Fotografieren dann doch einfacher machte. Denn lagen die Tiere mal im Gras, waren sie so gut wie nicht zu entdecken.


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So schön es war, den Tieren zuzuschauen, irgendwann war dann doch genug und es ging weiter bis zum Tshokwane Rastplatz.


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Als wir am Tshokwane Rastplatz ankommen und Frühstück bestellen, erkenne ich diesen Ort auch sofort wieder. Und als ich die grünen Meerkatzen sehe, erinnere ich mich, dass die rotzfrech waren und versucht haben alles Essbare zu klauen. Es hat sich nichts geändert. Meine Frau und ich konnten live miterleben, wie ein solcher Affe eine Frauenreisegruppe beklaut hat.

Phase 1: Die Observation. Der Affe klettert auf den Baum und dort gezielt auf einen Ast über dem Tisch, so dass er genau beobachten kann, was es alles gibt. Die Reisegruppe findet das natürlich total toll.

Phase 2: Der Angriff. Als der Affe erkennt, dass ein Besucher direkt an dem Tisch vorbeiläuft, springt er vom Ast hinter den Besucher und bleibt in dessen Blickschatten, bis er auf Höhe des Tisches ist. Dann schnappt sich der Affe blitzschnell ein süßes Teilchen am Rand des Tisches. Die Reisegruppe findet das toll, die beklaute Dame eher weniger. Macht gute Miene zum bösen Spiel.

Phase 3: Nach erfolgtem Zugriff bringt der Affe sich auf dem Baum ganz oben in Sicherheit.

Phase 4: Der Affe klettert runter in der Hoffnung, dass Ganze zu wiederholen. Mittlerweile findet es die ganze Reisegruppe doof, da sie erkennen, dass sie gegen den Affen den Kürzeren ziehen. Darauf hin zieht die Gruppe mit langen Gesichtern in den überdachten Teil.



Gestärkt geht es weiter und wir stoßen mal wieder auf größere Gruppe mit Autos. Nur, was schauen die an? Eine Herde mit Wasserböcken steht in der Nähe, aber so etwas ist jetzt nicht unbedingt der Publikumsmagnet. Die Tiere schauen die ganze Zeit über zu einer Baumgruppe und wenn wir die Richtung der Ferngläser der Anderen richtig interpretieren, dann sind diese auch auf die Bäume gerichtet. Meine Frau ist mal wieder diejenige, die als erstes die Geparden entdeckt. Leider für gute Bilder viel zu weit weg, aber noch erkennbar. Erst zu Hause am Monitor erkenne ich die blutbefleckten Gesichter, und damit ist klar, die fressen gerade an einem frischen Riss.

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Gegen frühen Mittag und ohne weitere tolle Sichtungen erreichen wir Satara und müssen etwas die Zeit totschlagen, bis wir einchecken können. Um 16 Uhr starten wir zu unserem Nachmittagsdrive und fahren erstmal die Gravelroad S100 entlang. Aber außer einer großen Gruppe von Elefanten sehen wir nicht viel und entscheiden umzudrehen und die H7 entlangzufahren.

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Wir kommen an einen See, in dem sich Nilpferde tummeln.

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Wir entdecken später sogar einen Löwen, der aber einfach nur flach am Boden liegt und ab und an mit dem Schwanz zuckt. Die Kamera zu zücken, lohnt nicht. Letztendlich merken meine Frau und ich, dass wir für heute einfach tiergesättigt sind und bei uns die Luft raus ist. Wir kehren um und fahren ins Camp.

Leider war auch das Abendessen für mich ein Reinfall. Ich bin mal mutig und bestelle nicht die gewohnten Burger oder Steaks, stattdessen entscheide ich mich für ein Hot Pot Gericht mit Wild. Ich habe keine Ahnung was da schiefgelaufen ist, das Fleisch war zäh, fast nicht kaubar und hat furchtbar geschmeckt. Als wir im Dunkeln nur mit der Handytaschenlampe bewaffnet zu unserer Hütte laufen wollen, verpassen wir die Abzweigung, weil an der Stelle die Straße unglaublich breit und das Handylicht dafür zu schwach war und irren im Kreis A anstatt C herum. Irgendwann finden wir unsere Hütte und ich verbuche den ganzen Abend unter „Shit happens“.
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zuletzt bearbeitet 19. Dez. 2025
Themenstarter240 Beiträge · seit 201919. Dez. 2025 · #7
Tag 5- Mi, 10.12.2025

Heute haben wir einen etwas längeren Fahrtag vor uns. Unser nächstes Ziel heißt Baluleni Safari Lodge und liegt nicht mehr im staatlichen Teil der Krugerparks sondern im privaten Wildreservat, das an den Kruger anschließt. Die Zäune zum Kruger wurden demontiert und die Tiere konnten so in die neuen Bereiche einwandern. Die privaten Wildreservate werden ausschließlich privat unterhalten, mit allem was dazu gehört, inkl. Wilderei-Schutz. Geplant war, dass wir in der Safari Lodge gegen 13 Uhr einchecken um noch den Sundowner Game Drive mitmachen zu können.

Bei einem herrlichen Sonnenaufgang wirft meine Frau den Hüttenschlüssel in die Key-Box und ein neuer Kruger-Safaritag beginnt. Entlang der H1-5 geht es erstmal in Richtung Letaba und wir halten immer wieder für Tiersehenswürdigkeiten an.

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An einem Wasserloch ,eher einem Tümpel, endeckten wir einen Elefanten, der eine eher unkonventionelle Art des Trinkens hat. Ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung was der da getrieben hat. Anstatt zu trinken, spritzte das Wasser wie bei einem Rohrbruch links und rechts raus und auch beim Versuch das Wasser auf seinen Rücken zu katapultieren, verfehlte er sich um mehrere Meter.
Lustig anzuschauen war es auf alle Fälle.

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Wir kommen zu der riesigen Brücke über den Olifants, wo wir auch das Auto verlassen dürfen. Vor zehn Jahren balgten sich im Flussbett Hyänen um Aas, heute finden wir hier einen reißenden Strom vor.

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Ich beobachten einen Milan, der parallel zu Brücke, ca 3m über der Straße entlang fliegt, ohne Scheu vor den Menschen. In meinem ganzen Leben habe ich noch keinen wilden Greifvogel gesehen, der ohne Scheu so nah an Menschen vorbeigeflogen ist, wie diesen.

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In Letaba angekommen behalten wir unsere morgendliche Routine der letzten Tage bei und gehen frühstücken, was hier mit dem grandiosen Blick auf den Letaba zusätzlich versüßt wird.

Bei der anschließenden Fahrt zum Phalaborwa Gate bleiben die Sichtungen überschaubar.

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Wir verlassen den Park und fahren zum Grietjie Gate. Wir zahlen unsere 300Rand Gebühr und mein Führerschein wird eingescannt. Auf die Frage wo wir hinwollen, geht mir auf, dass ich mir diesen verflixten Lodge-Namen nicht merken kann und sage irgend etwas was sich so anhören könnte. Der Mann an der Pforte kriegt den totalen Lachflash und ich bekomme eine intensive Schulung in der
Namenskunde: Ba-lu-leni. Ich weiß nicht warum, ich krieg es immer noch nicht hin.

Wir passieren das Tor und folgen meinem Navi. An einer Kreuzung sagt die Beschilderung rechts, mein Navi links. Wir beschließen das Navi auszumachen und der Beschilderung zu folgen. Die Wege werden immer abenteuerlicher. Immer schmaler, mehr Schotterspuren als Schotterweg, oft vom Regen ausgewaschen mit tiefen Rinnen und hohen Hügeln. An sehr steilen Passagen sind
Betonplatten, gerade so breit wie die Reifen, verbaut. Hätten wir einen Hilux als Mietwagen, hätte ich längst auf Allrad umgeschaltet. Erstaunlicherweise fährt der KIA problemlos weiter und ich mache zehn Kreuze, dass wir so schlau waren ein Auto mit mehr Radstand gebucht zu haben. Ein normaler PKW wäre längst mit dem Unterboden entlanggeschrammt. An einer Engstelle liegt plötzlich ein großer Strauch auf dem Weg, der alles blockiert. Ich war noch am überlegen, ob ich versuchen soll den Strauch mit dem Wagen wegzuschieben oder besser auszusteigen, da kommt von rechts ein übelgelaunter Elefant mit aufgestellten Ohren und erhobenen Rüssel auf mich zu.
Oh verdammt. Ich dachte ja eher, dass wir von Südafrikaner an einer einsamen Straße überfallen werden, dass jetzt auch schon Elefanten zu solchen Methoden greifen, hätte ich eher weniger gedacht. Rückwärtsgang rein und zurückgesetzt. Von links kam dann ein ganz junges Elefantenbaby, dass ich wegen den Büschen nicht sehen konnte. Also doch kein Überfall, nur eine fürsorgliche Mutter.

Wir stehen 15min in sicherer Entfernung und hoffen, dass die Elefanten weiterziehen, was sie nicht machen. Wir schauen aufs Navi und finden einen alternativen Weg zur Lodge, der sogar kürzer wäre als der ausgeschilderte. Ich wende und fahr die Alternativstrecke mit einem unwohlen Gefühl. Warum führt die Lodge uns absichtlich über den langen Weg, was kommt auf uns zu? Die Strecke wurde noch krasser, als die Wege zuvor. Mit viel Gefühl aber auch teilweise mit Schmackes an den Stellen, wo Speed den fehlenden Allrad kompensieren kann, kommen wir erstaunlich gut an der Lodge an. Ich stelle noch vollgepumpt vom Adrenalin das Auto ab und fühle
mich wie der größte Autofahrer aller Zeiten. Bis ich aussteige und sehe, dass auf dem Parkplatz ein verdammter Opel Corsa und eine Honda Civic stehen. Was das Äquivalent zu einem Kübel Eiswasser über meinen Kopf darstellt. Also wenn die Anwohner den Weg mit den Autos fahren, dann bin ich,schluck, doch nicht der Größte???? Afrikanischer Pragmatismus schlägt deutsches „Auf Nummer
sicher gehen“.
Später kam noch ein Gästepärchen mit einem VW Polo. Allerdings kam auf meine Frage, wie oft sie mit dem Wagen aufgesessen sind, nur ein gequältes Lächeln. Solange der Untergrund fest ist, ist es wirklich erstaunlich, was ein Frontantrieb bewältigen kann. Wieder etwas gelernt.

Wir sind, wie geplant, pünktlich zum Mittagessen an der Lodge eingetroffen und bekommen ein leichtes Mittagessen in Form von Nudeln mit Scampis. Nach den vielen Kalorienbomben in den Kruger Restcamps eine wohltuende Abwechslung. Wir werden zu unserer Hütte geführt, die schön eingerichtet ist und wir von deren Terrasse einen schönen Blick in Richtung Fluss haben. Während wir auspacken, grasen die ersten Impalas vor unserer Hütte. Die Lodge hat bewusst keine Zäune errichtet, so dass die Tiere durch die Anlage sich frei bewegen können.

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Um 15 Uhr geht es zum geführten Gamedrive. Neben uns ist noch ein junges Pärchen im Auto, die 4 Wochen durch Südafrika reisen wollen. Unser Guide Claas ist wirklich gut. Jetzt nicht unbedingt, weil er die spektakulärsten Sachen findet, sondern, weil er immer interessante Informationen zu den Tieren hat und sich bemüht uns eine schöne Safari zu bieten.

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Highlight für meine Frau und mich an diesem Tag: Nashörner, die wir im Kruger leider nicht angetroffen haben.

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In der ganzen Zeit im Kruger Park hatten wir gefühlt mehrere hundert Elefanten gesehen. Ich persönlich sowie meine Speicherkarte waren gefüllt mit Elefanteneindrücken. Aber es kann immer noch besser werden. Spoiler: Die Elefantenerlebnisse steigerten sich Tag für Tag. Wir stoßen auf eine große Elefantenherde mit ein paar Jungen. Darunter auch eins, dass nach Aussage von Claas wohl nur ein paar Tage alt ist. Wir stehen mit dem Fahrzeug mitten in dieser Herde. Ab und an möchte ein Elefant von links nach rechts wechseln, Claas, als hätte er einen sechsten Sinn, hat jedes Mal das Auto schon weitergefahren, so dass die Tiere passieren können. Die
jungen Halbstarken müssen dennoch immer spielerisch ihre Dominanz anzeigen. Es war eine unglaublich tolle Stimmung. Friedlich grasten diese riesigen Tiere ein paar Meter neben uns. Selbst die Mütter mit ihrem Kälbern waren ganz entspannt, nahmen keinen Anstoß an uns. Man fühlte sich fast wie Teil dieser Herde.


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Im Dunkeln kommen wir in der Lodge an und werden gleich zum Abendessen geleitet. Wieder ein sehr leckeres 3 Gänge Menü, dass wir bei den üblichen Afrikageräuschen genießen können. Schön war, dass die Besitzer der Lodge, Heike und Andreas, bei uns saßen und sich mit uns Gästen unterhalten haben.

Zum Schlafen zu unserer Hütte geht es nur mit Begleitung eines Guides.
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zuletzt bearbeitet 19. Dez. 2025
Themenstarter240 Beiträge · seit 201919. Dez. 2025 · #8
Tag 6- Do, 11.12.2025

Um 5 Uhr brachen meine Frau und ich alleine mit dem Guide Claas für eine Tagessafari erneut in den Kruger auf. Über das Phalaborwa Gate ging es über Schotterstraßen nach Letaba.

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In Letaba machten wir Pause und nach unserem Frühstück besuchten wir auf Empfehlung von Claas das Elefantenmuseum, was wir beide mittlerweile auch empfehlen können. Wenn also jemand 20min Zeit hat, es lohnt sich da reinzugehen. Anschließend setzten wir unseren Weg gen Norden fort.

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Es war vielleicht nicht der spannendste Safari Tag der Reise, wir haben ihn dennoch genossen. Wir waren gegen halb vier wieder in der Lodge. Die anderen Gäste waren bereits zur Nachmittags-Safari aufgebrochen und so hatten wir die Lodge für uns. Mit einem Buch am Pool verbrachten wir die Zeit und schauten vorbeilaufenden Giraffen zu.

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Abgesprochen war, dass wir von unserer Hütte zum Abendessen abgeholt werden würde, weil es zu dem Zeitpunkt schon dunkel wäre. Rebellen wie wir manchmal sein können, entschlossen wir noch beim restlichen Tageslicht zum Haupthaus zu gehen und bei einem Rockshandy auf der Terrasse zu warten, bis die Safari-Gäste zurückkämen.

Während wir so dasitzen und unser Rockshandy genießen, sehe ich Bewegung bei Pool. Ein Herde von Elefanten waren eingetroffen und liefen ein paar Meter vor uns durch die Anlage. Einfach genial zumal wir dieses Schauspiel alleine erleben durften. Die Elefanten probierten intensiv die Gräser, Bäume und Büsche und betätigten sich aktiv an der Umgestaltung der Gartenanlage.
Wenn ein Elefant wo durchwill, dann geht er da durch. Auch wenn drei Meter daneben ein toller Weg ist, geht man halt doch durch den Busch. Hinterher hat der Busch halt ein elefantenförmiges Loch.

(Bildqualität ist leider suboptimal, da ich das Ganze lediglich mit dem Smartphone filmen konnte)

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Gegenhalb acht kamen die Safarifahrzeuge zurück und wir wechselten zum Abendessen in die Boma. Hier kam auch endlich die Gelegenheit nachträglich meine Geburtstagszigarre zu genießen. Meine Schwester war so lieb und hatte mir vor der Abreise ein kleines Geschenk übergeben, in dem eine leckere kubanische Zigarre und ein kleiner Rum drin waren. In den Camps des Kruger war es mir dafür zu ungemütlich, aber hier am Lagerfeuer in der Boma war es der perfekte Rahmen dafür.
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Themenstarter240 Beiträge · seit 201919. Dez. 2025 · #9
Tag 7- Fr, 12.12.2025

Unser letzter Safaritag brach an. An diesem Tag blieben wir im privaten Wildreservat. Leider hatten wir heute einen anderen Guide und nicht mehr Claas. Um es vorwegzunehmen, ich persönlich hatte meine Probleme mit ihm, andere Gäste weniger. Er war definitiv ein sehr erfahrener Guide, laut seiner Aussage macht er das seit mehr als zwanzig Jahre. Aber man merkte er war komplett auf Gäste
eingestellt, die nur auf die Big 5 aus waren bzw die andere üblichen Großtiere. Er ist mehrfach an interessanten kleineren Dingen achtlos vorbeigefahren. Vor allem am Nachmittag hatte meine Frau mehrfach „Stop“ gerufen und er kam dem eher widerwillig nach. Zum anderen erzählte er nichts. Mehr als „Da sind Elefanten“ kam nicht. Claas konntest du nach jedem Tier fragen und er konnte dir dann viel darüber erzählen, bzw er hat beim Anhalten und Betrachten von Tieren automatisch was Wissenswertes erzählt. Und am Vorabend fand ich sein Verhalten etwas arrogant, weil er meiner Frau und mir gegenüber versucht hat, Claas zu diskreditieren.

Der Vormittagsdrive war dennoch schön und die bekannte Kaffeepause verbrachten wir an einem malerischen Flecken.

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Auf dem Rückweg zu Lodge stießen wir auf einen Elefanten, der mehrfach leichte Scheinangriffe auf unser Fahrzeug ausführte.

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Was mich wirklich happy gemacht hat, war dass es mir gelang die Situation festzuhalten bei der eine Weihe von einem deutlicheren kleineren Vogel gejagt, geärgert wurde. Wir hatten dieses Verhalten schon oft in den letzten Tagen erlebt, aber es war immer zum fotografieren zu weit weg. Doch jetzt hatte ich meine Chance.

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Zum eigentlichen Frühstück um 9 Uhr waren wir wieder zurück und wir hatten zum ersten Mal auf unserer Reise Zeit etwas zu entspannen, denn erst um 15 Uhr ging es wieder los. Den Vormittag verbrachten wir wieder am Pool. Als gegen 12 Uhr immer mehr Geier über uns kreisten, meinte ich zu meiner Frau; „Lass uns Mittagessen gehen, die Geier kreisen schon“

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Den Nachmittag verzogen wir in unsere klimatisierte Hütte. Ich saß mit einem Buch auf der Verande, bis meine Frau kam und meinte ich soll mal kommen. 5m hinterher, getrennt nur durch unsere Hütte war ein Elefant gerade dabei die Büsch in dem Vorgarten wegzufuttern. Womit wir ein weiteres Elefanten-Highlight und Geschichte bekommen haben. Glücklicherweise verzog sich der Elefant bis 15 Uhr soweit zur Seite, dass wir dann zum Nachmittags-Gamedrive unsere Hütte verlassen konnten.

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Die Entscheidung von den Besitzern ihre Safari-Lodge nicht einzuzäunen, ist eine für die Gäste grandiose Entscheidung gewesen. Für mich werden diese Elefanten Begegnungen unvergesslich bleiben. Wir steigen ins Safari Auto und bis zum Sundowner am Olifants-River ist der Sichtungserfolg überschaubar.

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Auf der anschließenden Fahrt zur Lodge, treffen wir dann doch noch auf ein junges Löwenmännchen, dass auf der Straße liegt.

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Wie gesagt, mit unserem Tagesguide war ich etwas unglücklich, aber für die folgende Aktion muss ich ihm meinen Respekt zollen. Aus zügiger Fahrt, schon in der Dunkelheit, erkennt er beim Rumsuchen mit der Lampe ein Chamälion in einem Baum. Wenn er will kann er doch „Kleinzeug“ zeigen.

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Zurück in der Lodge sitzen wir ein letztes Mal am Lagerfeuer mit einem leckeren Rum in der Boma, genießen ein leckeres
Essen und lassen es uns gut gehen. In der Ferne brüllen Löwen und mit diesem Geräusch schlafe ich ein.
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zuletzt bearbeitet 19. Dez. 2025
Themenstarter240 Beiträge · seit 201919. Dez. 2025 · #10
Tag 8- Sa, 13.12.2025

Der Tag der Abreise ist, leider, angebrochen.

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Theoretisch hätten wir an dem Morgen den Morning Game Drive noch mitmachen können. Aber wir haben, ehrlich gesagt, genug. Die letzten Drives waren schön, aber nicht so dass wir unbedingt nochmal mitgemusst hätten. Wir wissen nicht wie schnell wir aus dem Wildreservat rauskommen, die vorherigen Tag haben gezeigt, dass Elefanten auf der Straße nicht unüblich sind und wir brauchen
etwa 6h bis zum Flughafen. So packen wir morgens in aller Ruhe unsere Sache, gehen Frühstücken, zahlen unsere Getränke und
als die Gäste vom Morning Drive zurückkommen, laufen wir zu unserem Auto, dass wohl am morgen jemand schon geputzt hat. Strahlendweiß anstatt rostrot besprenkelt, glitzert das Auto im Sonnenschein. Was für ein Service.

Durch das Reservat kommen wir ohne Schwierigkeiten und 40min später rollen wir durch das Grietjie Gate auf die Asphaltstraße und nehmen Kurs auf den Flughafen Johannesburg. Wir nehmen die östliche Route um den Drakesnberge, die vor uns majestätisch aufragen.

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Das Fotografieren überlasse ich meiner Frau mit dem Handy. Denn ich habe jedes Mal, wenn eine
Stelle zum Rausfahren kommt, immer eines dieser drei Probleme.
a) Es ist Zaun, Gebüsch, Leitungen im Weg und versperren die Sicht auf die Berge
b) Alles ist voll mit Andenkenläden. Aussteigen bedeutet gefühlt eine halbe Stunde die Verkäufer
abzuwehren
c) Irgendein Depp hängt mir wieder mit 2m Abstand im Heck und ein abruptes Abbremsen um
noch die Stelle zu erwischen, führt zu einem Auffahrunfall.

Auf Anregung von Heike und Andreas fahren wir über Dullstroom und essen dort zu Mittag. Es ist zwar ein Touristenort aber echt nett gemacht. Kurz vor 16Uhr erreichen wir den Flughafen. Die Engentankstelle zum Auftanken kann ich trotz Navi nicht finden, also landen wir mit leerem Tank bei der Europcar-Abgabestelle. Lässt sich nicht mehr ändern.

Bei der Durchsicht wird ganz aufgeregt auf den Steinschlag hingewiesen. Auch wenn wir eine entsprechende Versicherung haben, will ich dass so nicht stehen lassen und zeige das gemachte Foto. Offenbar hat es was gebracht. Bisher kam jedenfalls von Europcar nichts. Der Rückflug nach London verlief ohne Probleme, unser Anschlussflug nach Frankfurt geht 20min später, da ein technisches Problem gelöst werden musste, bevor wir fliegen konnten.


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Um 10 Uhr morgens landen wir in Frankfurt, nehmen unser Gepäck in Empfang und sind dann 2,5h wieder zu Hause.


Was kann ich über diese Reise abschließend sagen?

Mit der Fotoausbeute bin ich sehr glücklich und auch die vielen besonderen Tierbegegnungen haben sich tief in meine Erinnerung graben. So viele Elefanten wie bei dieser Reise hatten wir noch nie. Aber vor allem wie nah wir teilweise den Tieren waren, die Ruhe und Sanftheit, die diese Riesen ausstrahlen, werden für mich unvergesslich bleiben.
In den nächsten 2-3 Jahren wird es wohl erst mal nicht nach Afrika gehen, dafür haben wir schon zu viele andere Ideen. Aber Tansania steht definitiv noch auf meiner Wunschliste.
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1'523 Beiträge · seit 201119. Dez. 2025 · #11
Guten Tag Bonebreaker,

jep............ Dein herrrlicher Humor ist genau die richtige Morgenlektüre.....

alles so wie es einem selber passieren kann....... 😄 😄 😄

Habe mich bis jetzt immer gegn Krüger/Etoscha gewehrt und bin jetzt

dank Deinem Bericht fast schwach geworden......ABER: die Stadtautos, die teilweisen

Teerstrassen, die Staus und die Uneinsichtigkeit und die Rangiererei etc. haben

mich doch noch rechtzeitig wieder auf den Boden der Realität gebracht.... 😄 😄 😄

kein Krüger & kein Etoscha !!!!!!......wer von der Mara der 80-iger Jahre verwöhnt

ist, wird gerne verzichten...... 😄 😄 😄

LG................BMW
zuletzt bearbeitet 19. Dez. 2025
3'883 Beiträge · seit 201119. Dez. 2025 · #12
Vielen Dank für die tollen Aufnahmen und deine launige Beschreibungen:

Mit der Fotoausbeute bin ich sehr glücklich und auch die vielen besonderen Tierbegegnungen haben sich tief in meine Erinnerung graben. So viele Elefanten wie bei dieser Reise hatten wir noch nie. Aber vor allem wie nah wir teilweise den Tieren waren, die Ruhe und Sanftheit, die diese Riesen ausstrahlen, werden für mich unvergesslich bleiben.
In den nächsten 2-3 Jahren wird es wohl erst mal nicht nach Afrika gehen, dafür haben wir schon zu viele andere Ideen. Aber Tansania steht definitiv noch auf meiner Wunschliste.

Schade, dass ihr nicht länger unterwegs wart.

Vorweihnachtliche Grüße
freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
387 Beiträge · seit 202119. Dez. 2025 · #13
Sehr schöne Fotos und erstaunlich saftiges grün in den Bildern. Meine Frau drängt mich dazu, den Kruger zu buchen. Ich bin da so'n Schisshase, der sich von der Kriminalitätsentwicklung im Land im Vergleich zu Namibia abschrecken lässt. Schaun mer mal.
4'382 Beiträge · seit 201519. Dez. 2025 · #14
Hallo Bonebreaker ( ich hoffe, der Name ist nicht Programm.... 😗 ) - tolle Aufnahmen sind Dir/Euch gelungen. Unglaublich, was Ihr in dieser kurzen Zeit alles gesehen habt. Danke für das Teilen!
Gruß
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
1'822 Beiträge · seit 201619. Dez. 2025 · #15
Hallo Bonebreaker,
vielen Dank für diesen Turbo-Bericht aus dem grünen Kruger!
Was für ein Unterschied zu unserem Braun im Oktober.
Ich habe deinen Bericht sehr gern gelesen. Ihr hattet unabhängig von der überschaubaren Zeit im Park wirklich sehr schöne Sichtungen: Löwen, Leopard, Geparden, Wildhunde... Wirklich toll.
Bei den Elefantennahbegegnungen schwanken wir auch immer wieder zwischen Begeisterung und Angst.
Danke fürs Teilen!
Sascha
Website: www.picturesgonewild.de SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
Themenstarter240 Beiträge · seit 201919. Dez. 2025 · #16
@BMW
Es freut mich, wenn jemand Spaß an meinem Humor hat. Vielen Dank für die lieben Worte. Ja im Vergleich Masai Mara vs Kruger, liegt die Masai Mara vorne. Wir hatten zum Glück Nebensaison und somit wenig Besucher, aber als wir abreisten fingen gerade die Ferien in Südafrika an. Und da wird sich wohl ein anderes Bild ergeben

@Freshy
Vielen Dank. Länger dort geblieben wäre ich auch gerne, aber die Urlaubstage sind leider begrenzt. 🙂

@JP K
Auch Dir vielen Dank. Sicherheit ist immer eine persönliche Sache. Ich verstehe dich, ich hatte im Vorfeld auch wegen der Kriminalität Bauschmerzen. Wir hatten aber in der ganzen Zeit nie eine blöde oder gefährliche Situation und ich habe mich immer sicher gefühlt. Sowohl bei Bohms Zeederpark wie auch Baluleni habe ich die Besitzern dazu ausgefragt. Und der Tenor war immer. dass, unter Beachtung der üblichen Vorkehrungen, es immer noch sicher sei. Aber wenn ihr nur Krüger machen wollt, könnt ihr das elegant mit einem Flug in den Krügerpark, wie es H.Badger gemacht hat, umgehen.

@Cuf
Nein der Name ist nicht Programm, ganz im Gegenteil. Als ich damals einen Namen bei der Anmeldung aussuchen musste, war ich gerade in einer Zockerphase und habe viel Titanfall gespielt. Und da waren solche Namen halt cool 🙂 und ohne groß nachzudenken, habe ich den weiterverwendet, was im Nachhinein in einem Reiseforum etwas aus dem Rahmen fällt 😁
Ja wir hatten echt Glück mit den Sichtungen. Als wir von den anderen Gästen in Baluleni nach unseren Sichtungen im Park gefragt wurden, wurden deren Gesichter im länger. Da ist uns klar geworden, so ganz normal war unser Sichtungsglück wohl nicht.

@H.Badger
Vielen Dank auch Dir. Ich habe deinen Reisebericht als stiller Leser genossen und bin gespannt wie es weitergeht. Wie der Krüger innerhalb von 2 Monaten sein Gesicht verändern kann, ist schon krass. Das Grün hat aber auch das Fotografieren schwerer gemacht, weil die Tiere sich gut verstecken konnten.
Was die Nahbegegnung angeht. Für uns allein hätten wir uns nie so nahe an die Elefanten rangetraut (Die Situationen in der Lodge davon ausgenommen). Ich vertraue einfach den Guides, dass sie wissen was sie tun. Und mittlerweile haben meine Frau wie auch ich etwas Erfahrung mit den Elefanten, dass wir auch beurteilen können, ob der Guide weiß was er tut.
Namibia 2013 | Mosamik,Südafrika 2016 | Botswana, Namibia 2019 | 5 Tage Etosha Dez. 2020 | USA 2024 Wale, Vulkane, Geysire | Kruger Dez 2025 | Honduras/Roatan März 2026 Tipps Fotografie
zuletzt bearbeitet 19. Dez. 2025
3'383 Beiträge · seit 200920. Dez. 2025 · #17
Hallo Bonebreaker,

vielen Dank für den humorig geschriebenen Bericht. Sehr nett!

Das, was Ihr in den wenigen Tagen an Tiersichtungen hattet, war ja eine regelrechte Flut an Tieren. Unglaublich, und Du hast dazu wunderschöne Bilder gezeigt. Vielen Dank für´s "Teilen".
Wir werden im Februar Deinen Spuren folgen und wären mit Deiner Tierausbeute schon mehr als zufrieden.

Herzliche Grüße
der bayern schorsch
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Themenstarter240 Beiträge · seit 201920. Dez. 2025 · #18
@bayern schorsch
Vielen Dank. Dann wünsche ich euch auch ganz viele tolle Sichtungen, wenn ihr im Februar da seid. Die größte Tierdichte hat es wohl im Süden. Dort sind vermehrt die Herdentiere und damit auch die Raubtiere. Zumindest wurde es uns so erklärt und wir haben es auch so erlebt. Ich drück die Daumen.
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4 Beiträge · seit 202522. Dez. 2025 · #19
Hallo Bonebreaker,

vielen Dank für Deinen kurzweiligen Turboreisebericht. Wir waren im September im Kruger und der Norden war noch sehr trocken. Wie hast Du die sehr langen Gateöffnungszeiten empfunden? Sicherlich muss man dann am Tag mehrere Pausen einlegen und kann nicht nonstop Safari machen. Übrigens hat uns in Tshokwane auch einmal eine listige Meerkatze den Rüblikuchen vom Teller gestohlen, obwohl wir aufgepasst hatten. Viele Grüsse Mario und Annette
Themenstarter240 Beiträge · seit 201923. Dez. 2025 · #20
@wilddogs67
Wir sind mit den langen Öffnungszeiten ganz gut zurecht gekommen. Aber wie du schreibst, eben mit etlichen Pausen dazwischen und nachmittags waren wir meisten wieder im Camp, und haben uns etwas ausgeruht.
Ja die Meerkatzen sind richtige schnelle Schlingel, wir hatten bisher Glück.
LG
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