Die Eulenmuckels auf Extratour im Okavango-Delta

Reisebericht 145 Antworten · 35,9k Aufrufe · gestartet 22. Dez. 2019 von Eulenmuckel
874 Beiträge · seit 200823. Dez. 2019 · #21
Ich muss schmunzeln, das eure Begleiter leider den "ATM" unterm Baum kennenlernen mussten.
Gewundert habe ich mich aber, dass ihr vor der Grenze noch getankt habt.
Das lebenselexier der Fahrzeuge ist doch in Bots erheblich günstiger.
Na ja, ist ja Urlaub
Ich dreue mich auf die Fortsetzung und wo ihr dann gemerkt habt, das keine Schaufel an Board ist
LG
Anita
ab 23.April 2019 für immer nach Namibia unser Blog: www.outinafrica.com.na
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200623. Dez. 2019 · #22
Hallo Anita und Anette,

wie schön, von euch zu hören. Bezüglich tanken habe ich mal nachgerechnet. In Botswana kostete ein Liter Diesel im letzten Oktober tatsächlich etwa 12 Eurocent weniger als in Namibia. Das war mir nicht bewusst. Wir tanken immer so früh wie möglich.
Die fehlenden Schaufeln haben wir noch vor Maun bemerkt.

Liebe Grüße
Uwe
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2'191 Beiträge · seit 201624. Dez. 2019 · #23
Hallo liebe Eulenmuckels,

bei Eurem Bericht bin ich doch gerne dabei, nachdem wir Euch jetzt persönliche kennen. Ich bin gespannt.

LG

Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
3'383 Beiträge · seit 200924. Dez. 2019 · #24
Hallo Ihr Zwei,

der Weihnachtsbaum ist geschmückt, die Packerl sind gepackt, also hat man Zeit, noch ein paar Reiseberichte durchzublättern.

Und da ist mir dann als aufmerksamer Leser folgender Satz aufgefallen:
Das Lesen der Erfolgsmeldungen über den BVB gelang aber auch ohne.
Hmmmm.... denkt sich der schorsch aus bayern, von welchen "Erfolgsmeldungen" habt Ihr gelesen ??? 😉 😉 😉 😛

Wir wünschen Euch ein schönes Weihnachtsfest!
Alle Gute für Euch,
der bayern schorsch und die schorschine

P.S. das BVB Zeichen habt Ihr mittels Taschenlampe KLASSE gemacht !
Link zu allen Reiseberichten: Reiseberichte Bayern Schorsch
zuletzt bearbeitet 24. Dez. 2019
1'927 Beiträge · seit 200824. Dez. 2019 · #25
Hallo Uwe,

ich erwarte zwar sehnlichst den Kaokoveld-Bericht 🤨

aber zwei Wochen Botswana, da bin ich auch dabei 🙂

Schöne Grüße
Peter
221 Beiträge · seit 200824. Dez. 2019 · #26
hallo ihr lieben Eulenmuckels,
leider bin ich ganz selten im Forum, aber sehnsüchtig denke ich an die Urlaube im südlichen Afrika zurück.
Nach 9 Jahren mussten meine beiden Landies dann doch mal wieder zurück ;-(
Aber ein bisschen neidvoll lese ich eure Berichte schon 😉 immer mal wieder.
Und so hoffe ich, dass man sich vielleicht doch mal wieder im Casa Piccolo trifft, um ein paar Worte
und Erfahrungen zu tauschen.
Gruß Georg
6'369 Beiträge · seit 201124. Dez. 2019 · #27
Hoi Ihr Eulenmuckels

Auch wenn ich es bei kaum einen Reisebericht des südlichen Afrikas schaffe ihn fertig zu lesen so geb ich mir hier alle Mühe das dieses mal zu schaffen! 😉
Freu mich schon auf die Weiterfahrt, also: Hü, los gehts! 😎
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
zuletzt bearbeitet 24. Dez. 2019
1'651 Beiträge · seit 201424. Dez. 2019 · #28
Hallo Ruth und Uwe,

na, das ist aber eine Überraschung. Ein Spontanurlaub vom letztem Jahr noch ganz spontan einen Reisebericht in diesem Jahr.
Er weckt bestimmt auch bei uns einige Erinnerungen die wir dieses Jahr in Botswana erleben durften

Wir sind gerne dabei und freuen uns auf tolle Fotos.

Liebe Grüße
Ingrid und Hartwig
ONS LEWE BEGIN WAAR DIE TEERPAD EINDIG Den Wolken zwei Tage voraus, Fiffi zeigt Tinochika Heimat, Rock and Roll mit Tinochika 2016, Tinochika, Waltzing Mathilda KTP 17,Mit Tinochika vom Kaokoveld in Löwenwelt,Tinochika mit dem Rollenkoffer,Tinochika, 32 Tage im KTP, Die Tinochikas! Hier parkste richtig.
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200624. Dez. 2019 · #29
@bayern schorsch:
von welchen "Erfolgsmeldungen" habt Ihr gelesen ???
Lass uns kurz überlegen, vielleicht auch ein bisschen länger – jaaa, es könnte sein, dass die Erfolge schon etwas her sind.

@Peter: Auf den Kaokoveld-Bericht musst du noch bis nächstes Jahr warten. Der kommt aber auch noch.

@Georg: Vielleicht klappt es mit einem Treffen im Casa Piccolo doch wieder einmal. Ihr könnt euch ja ausrechnen, wann wir dort sind.

@Picco: Welch eine Ehre, dass du als Ostafrika-Reisender bei uns dabei bist. 😉
Wir geben uns auch Mühe, den Bericht nicht in die Länge zu ziehen.

@Ingrid, Hartwig und Gabi: Schön, dass ihr mit an Bord seid.

Euch allen wünschen wir frohe Weihnachten.
Uwe und Ruth
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Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200624. Dez. 2019 · #30
Tag 3 – 15. Oktober 2018 – Baine’s Babobabs

El Fari, Ghanzi – Baine’s Baobabs

Am Morgen war es kühler als erwartet. Bei 13 Grad lagen wir mehr neben als unter unseren dünnen Schlafsäcken und spürten die morgendliche Kühle. Aber nach dem Aufstehen um kurz nach sechs ging bereits die Sonne auf und wärmte sehr schnell. Wir tranken nur einen Kaffee und aßen ein Nutellabrot bzw. ein Rusk und packten unsere Sachen zusammen. Das übrige Holz packten wir ein.
Während Helga und Michael ihr Zelt einklappten und Michael duschte, pirschte Ruth ein paar Vögeln hinterher. Viele Mahaliweber und Glanzstare sprangen uns zwischen den Beinen umher.

Mahaliweber

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Brustbandprinie

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Rotstirn-Bartvogel

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Als Uwe den Laptop zum Laden während der Fahrt an die im Auto eingebaute Steckdose anschließen wollte, stellte er fest, dass diese keine Spannung führte. Auch in dem anderen Auto war es so, unabhängig davon, ob der Inverter oder die Zündung eingeschaltet waren. Offensichtlich funktioniert diese Steckdose nur dann, wenn der Wagen an eine externe Stromversorgung angeschlossen ist. Also bleibt uns nur der eine Anschluss am Inverter zum Aufladen.
Auf der Hauptstraße A3 fuhren wir Richtung Nordosten. Der Weg nach Maun zog sich lange dahin. Am Straßenrand standen viele Esel, und Kühe und Ziegen kreuzten häufig die Fahrbahn. Auch sahen wir am Morgen viele Steinböckchen. Obwohl wir nicht spät aufgebrochen waren, erreichten wir Maun erst am frühen Nachmittag.

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Die Stationen waren: Geldautomat, Supermarkt für Helga und Michael, wo sie sich die im Auto fehlenden Tassen kauften, Tankstelle. Beim Diesel-Nachfüllen fragten wir den Tankwart nach einem Laden, wo wir Schaufeln kaufen könnten. Zuerst verstand er Shower statt Showel und wollte uns in eine Lodge schicken. Aber dann meinte er, dass sie im Tankstellen-Shop sowas hätten, wir aber lieber zu einem Heimwerkermarkt fahren sollten, weil dieser billiger sei. Da wir aber keine Zeit verlieren wollten, liefen Helga und Ruth in den Autozubehör- und Hardware-Laden und kamen mit zwei leuchtend gelben Damen-Spaten wieder heraus. Nun kann der Sand kommen.
Besonders freuten wir uns auf den Besuch bei Hilary’s Coffee Shop mit ihren frisch zubereiteten Speisen. Wir aßen leckere Sandwiches, Quiche und gefüllte Avocado. Anschließend verdrückte Uwe noch ein Stück Pekanusskuchen, und wir tranken selbstgemachte Limonade und Kaffee.

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Pappsatt setzten wir uns in die glühend heißen Autos. Das Thermometer zeigte 38 Grad.
Auf schnellstem Weg verließen wir Maun nach Osten. Die Straße durch die Makgadikgadi-Pans war wie vor drei Monaten bereits mit zahllosen Schlaglöchern gesät, und trotz aufmerksamem Slalomfahren mussten wir durch den einen oder anderen Krater hindurch.

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Auch die anderen Fahrzeuge, die uns begegneten, fuhren wie die Besoffenen in Schlangenlinien. Dadurch kamen wir wieder nicht besonders zügig voran. Irgendwann erreichten wir das Nationalpark-Gate zu den Nxai Pans. Zwei super freundliche Ranger empfingen uns, und wir hatten eine Menge Spaß mit ihnen.
Wir ließen Luft aus den Reifen uns begaben uns auf die Sandstrecke zu den Baine‘s Baobabs.

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Sehr tief war der Sand jedoch nicht, und so kamen wir wenigstens hier vorwärts. Viele Tiere sahen wir noch nicht. Eine Straußenfamilie mit kleinen Küken, einige Gackeltrappen, die zeternd davonflogen und viele Termitenschmätzer waren neben einer Handvoll Steinböckchen unsere Sichtungsausbeute.

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Junger Erdschmätzer?

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Rebhuhnfrankolin

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Das späte Nachmittagslicht wurde immer schöner. Als wir kurz vor unserem Ziel über eine kleine Pfanne fuhren, entdeckten wir große Löwenspuren, die uns entgegen kamen. Wir blieben immer öfter zum Fotografieren stehen, und auch bei den Baine‘s Baobabs hielten wir und genossen diesen besonderen Ort. Die Einsamkeit, die Exklusivität und das Abendlicht bescherten uns ganz wunderbare Momente.

Weibliche Trappe

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Ein bisschen schade finden wir, dass einige Leute meinen, sich verewigen zu müssen. So sah der Baobab nur fünf Jahre früher noch aus:

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Auf unserer Campsite auf der anderen Seite der Pfanne stellten wir uns neben einen weiteren schönen Affenbrotbaum und schlugen unser Lager auf. Helga und Michael waren noch satt vom Essen bei Hilary’s, und so grillten nur wir uns zwei Oryx-Steaks. Zuvor probierten wir die einladende Eimerdusche aus. Leider kamen aus der Brause nur ein paar Tropfen Wasser, und so dauerte das Abseifen ziemlich lange. Ein einzelner Bellgecko rief ein paar Mal aus dem Gras. Sein abendlicher Gesang gehört zu unseren absoluten Lieblingsgeräuschen in Afrika.

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Wir saßen zu viert ein wenig am Feuer, waren dann aber auch ziemlich müde nach der langen Autofahrt und durch die Hitze. Wir spülten, programmierten die Fotoapparate für ein paar nächtliche Sternenaufnahmen und krabbelten ins Zelt. Irgendwo auf der Insel rief eine Schleiereule.

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Kilometer: 401
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zuletzt bearbeitet 24. Dez. 2019
6'369 Beiträge · seit 201125. Dez. 2019 · #31
Hoi zämä
Eulenmuckel schrieb:Wir spülten, programmierten die Fotoapparate für ein paar nächtliche Sternenaufnahmen und krabbelten ins Zelt.
Könnt Ihr mir mal einen Tippdazu geben?
Nein, weder zum spühlen noch zum krabbeln, sondern zur Programmierung.
Ich hab zwar Olympus, aber die grundsätzlichen Möglichkeiten sollten da auch vorhanden sein.
Was genau programmiert Ihr denn?
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
768 Beiträge · seit 201725. Dez. 2019 · #32
Ich freue mich sehr auf diesen Bericht und hoffe, ich finde noch irgendwo Platz im Auto...
Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten!
2016: Südafrika mit Gardenroute 2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius 2020: Kapstadt und Gardenroute 2022: Namibia 2024: Namibia und Südafrika 2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200625. Dez. 2019 · #33
Hallo Picco,

die Vorbereitung für nächtliche Serienaufnahmen läuft folgendermaßen: Ich mache mit Weitwinkel und Stativ einige Probeaufnahmen. Dabei wähle ich meist die kleinste Brennweite, die kleinste Blendenzahl und variiere dann je nach Helligkeit mit Belichtungszeit und ISO (ISO so niedrig wie möglich, Belichtungszeit nicht über 30 Sekunden). Wenn Ausschnitt, Belichtung und Schärfe (AF aus) stimmen, bleibt die Kamera in der Einstellung, und ich programmiere den Kabelfernauslöser, dass er z. B. alle 30 Sekunden ein Bild macht, bis einige Hundert Fotos aufgenommen sind (500-800). Entweder starte ich die Serienaufnahme unmittelbar, bevor wir ins Zelt gehen, oder ich stelle im Auslöser ein, dass er noch einige Zeit warten soll. Das hängt auch davon ab, wann der Mond auf- oder untergeht. Wichtig ist auch, während der nächtlichen Aufnahmen das Kameradisplay auszuschalten, um Strom zu sparen. Denn für so eine Sequenz benötigt man einen vollen Akku bzw. zwei (im Batteriegriff).
Manche Kameras haben so eine Serienaufnahme-Funktion bereits integriert (bei Nikon weiß ich es), meine Canon nicht.

Viel Spaß beim Sterne-Fotografieren
Uwe

@Caroline: Wir haben nahezu unbegrenzt Platz für Mitfahrer. Herzlich Willkommen!
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Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200625. Dez. 2019 · #34
Tag 4 – 16. Oktober 2018 – Gehen wir heute auf Löwenjagd?

Baine’s Baobabs – Nxai Pan South Camp

Baine’s Baobabs ist für uns ein ganz besonderer Ort. Es ist so einsam und friedlich dort, dass man am liebsten länger bleiben würde. Wir standen mit Sonnenaufgang auf und blickten über die Salzpfanne. Vor dieser einmaligen Kulisse frühstückten wir unter dem Affenbrotbaum. Es gab Müsli mit Maracuja, Nutellabrote und natürlich Kaffee und Tee. Anschließend wurden noch schnell Zähne geputzt und alle Sachen im Auto verstaut.

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Da wir etwas schneller waren als unsere Reisepartner, brachen wir schon früher auf und fuhren weiter über die Pfanne, um uns die Campsite Nummer 2 anzuschauen, von der wir bisher nur Fotos gesehen hatten. Sie liegt ebenfalls sehr schön zwischen zwei großen Baobabs.

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Wir sahen uns ein wenig um und fuhren dann zurück zu den Baine’s, wo wir unsere Reisepartner wieder trafen.

Danke an Michael für das Foto

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Steppenfalke

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Denselben Weg, den wir gestern gekommen waren, fuhren wir zurück zur Hauptpiste. In einem großen Bogen führte die Strecke durch ein gelbes Grasmeer mit vereinzelten Büschen, von denen einige in Blüte standen.

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Viele Termitenschmätzer flogen auf, und ein paar Steinböckchen sprangen davon.
Ein wenig hofften wir auf eine besondere Sichtung. Aber so viel wir auch schauten, weitere Wildtiere entdeckten wir nicht.

Foto von Michael:

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Auf der Cutline bogen wir ab nach Norden und fuhren durch teilweise sandige Passagen. Bald entdeckten wir den ersten Elefanten, ein kräftiger Bulle, der neben dem Weg stand und fraß.

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Weitere Elefanten folgten, und die Sandpad war voll mit ihren Fußspuren. Im South Camp checkten wir im Rangerbüro ein. Der Parkangestellte war sehr forsch und wies uns auf die Einhaltung der Parkregeln hin: Kein Feuerholz sammeln, kein Picknick außerhalb des Camps, leises und umsichtiges Verhalten gegenüber Tieren, kein Off-Road-Fahren, … Das versprachen wir gerne.
Zuerst fuhren wir zum künstlichen Wasserloch, wo wir drei weitere Elefanten, Strauße, ein paar Springböcke, einen Milan und einen Wollkopfgeier sahen. Die Luft flimmerte, und die Bedingungen für gelungene Fotos waren mehr als suboptimal.

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Riesentrappe

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Rotscheitellerche

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Außerdem standen viele Waffenkiebitze am Wasser. Wir blieben nicht lange, entdeckten aber am Fuße eines Termitenhügels vier Löwen. Sie lagen faul im Schatten und waren meist von Gebüsch verdeckt. Es war nicht anzunehmen, dass sie sich in der nächsten Zeit sonderlich viel bewegen würden. Also beschlossen wir, es ihnen gleich zu tun und im Camp eine lange Siesta zu machen.
Auf unserer Campsite Nummer 1 war es trotz des Schattens unter den Bäumen brüllend heiß.
Wir bauten die großen Sonnen-Markisen auf und setzten uns darunter. Nach einem kleinen Picknick mit Wildschinken und Käsebroten waren wir so träge, dass wir uns längere Zeit nicht mehr bewegen konnten. Der gemütliche Hängesack-Campingstuhl, den Ruth extra noch bei der Autovermietung gegen den vorhandenen eingetauscht hatte, erwies sich nun als gar nicht mehr so praktisch. Hier scheiden sich bei uns die Geister. Während man auf dem einen besser am Tisch sitzen und essen kann, sammelt das andere Modell Punkte im Einfach-nur-gemütlich-Abhängen. Was Ruth bis dahin aber noch nicht bedacht hatte, war die Hitze. Man konnte darin zwar wunderbar herumflätzen, hatte aber auch nach kürzester Zeit bereits einen nassen Rücken, da der gespannte Stoff durchgängig war, und so kein ohnehin nicht vorhandenes Lüftchen durchließ. Da half nur eins: sich einfach Uwes Stuhl schnappen.

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Uwe war damit erstaunlicher Weise aber gar nicht einverstanden. Er sicherte Fotos, Ruth machte neue von ein paar Vögeln. Ein Gelbschnabeltoko attackierte sein Spiegelbild in unserem Autofenster. Wie wild hieb er mit seinem Schnabel immer wieder auf den vermeintlichen Eindringling, der einfach nicht zurückweichen wollte.

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Ähnlich unermüdlich wie der Toko zeigte sich Ruth, die über eine längere Zeit hinweg einem Buntastrild nachstellte. Der kleine, hübsche Vogel hielt keine Sekunde lang still, während er im Boden nach Insekten stocherte.

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Es ist schon schön, mit Leuten unterwegs zu sein, die sich bei einem solchen Anblick nicht fragen, aus welcher Anstalt man soeben entlaufen ist. (Zumindest haben sie sich bisher nicht in diese Richtung gehend geäußert.) Uns ist aber doch klar, dass wir hier schon ein wenig speziell sind. Während Helga und Michael sich mit entsprechendem Spott taktvoll zurückhielten, schaute sich dieser Milan Ruths Anstrengungen mit eindeutigem Blick skeptisch von oben herab an.

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Elfenastrild

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Anschließend gingen wir zum Duschen und Wäschewaschen. Hinter dem Duschhaus stand ein großer Elefant und sog Wasser aus einem unterirdischen Reservoir.

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Auch wir schütteten immer weiter Wasser und andere Getränke in uns hinein. Es war einfach unglaublich heiß. Ruth versprach bereits jetzt, sich nie wieder über die Temperaturen im Winter zu beschweren.

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zuletzt bearbeitet 25. Dez. 2019
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200625. Dez. 2019 · #35
Kurz nach vier war es mit über 40 Grad zwar noch ziemlich heiß, aber wir machten uns nochmal auf den Weg, denn wir wollten die Löwen vom Vormittag aufsuchen. Im Rangerbüro erfragten wir die genauen Öffnungszeiten. Von 5.30 bis 19.00 Uhr darf man täglich durch den Park fahren. Wir steuerten das Wasserloch an, fanden jedoch von den Löwen keine Spur mehr. Stattdessen war dort eine Familie mit ihrem Mietwagen, den sie aber verlassen hatten. Trotz der anwesenden Elefanten wurde munter herumspaziert und sich lautstark unterhalten. Wir wiesen sie darauf hin, dass wir vor ein paar Stunden an dieser Stelle noch Löwen gesehen hatten und sie doch besser wieder einsteigen sollten. Zum Glück taten sie das auch.
Am Wasserloch waren viele einzelne Elefanten, und es kamen immer neue hinzu.

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Sie tranken und bewarfen sich dann mit Schlamm. Eine Schar Perlhühner kam ebenfalls zum Wasser und wuselte den Elefanten um die Beine.

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Eine gute halbe Stunde lang beobachteten wir das Treiben der Elefanten, dann beschlossen wir, doch noch mal nach den Löwen zu suchen. Während sich Helga und Michael noch nicht losreißen konnten, fuhren wir ein Stück an der Wasserstelle vorbei und hielten nach den Katzen Ausschau. Hier war jedoch alles wie ausgestorben. Noch nicht einmal ein Springbock oder Waffenkiebitz ließ sich blicken. Wir waren nicht lange gefahren und drehten wieder um. Am Wasserloch hatte sich in der Zwischenzeit nicht viel geändert. Die Elefanten hielten noch immer die Stellung.

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Raschen Schrittes trabten zwei Schakale herbei.

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Obwohl uns hier durchaus etwas geboten wurde, hatten wir die leise Ahnung, dass das Löwenrudel doch noch in der Nähe sein könnte, und so informierten wir Helga uns Michael, dass wir vor Sonnenuntergang noch eine kleine Runde drehen wollten. Die beiden waren einverstanden, fuhren vor und bogen nach Norden ab. Nach ein paar hundert Metern hielten sie an. Unser Verdacht hatte sich bestätigt. Acht Löwen dösten im Gras neben der Fahrbahn. Das war keine 100 Meter von der Stelle entfernt, an der wir zuvor gedreht hatten. So nah können Glück und Pech für eine besondere Sichtung liegen. Heute Abend hatten wir also doch noch Glück. Zunächst lagen die Löwen noch faul herum, aber bald reckten sie sich, gähnten ausgiebig und standen nacheinander auf.

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Eine ältere Löwin machte den Anfang, und alle anderen folgten mit Abstand. Wir überholten sie mehrfach und warteten dann wieder auf das Rudel. Die Tiere ließen sich durch uns nicht stören und spazierten gemütlich entlang der Straße in Richtung Camp.

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Wir begleiteten sie bis nach Sonnenuntergang. Als es zu spät und zu dunkel wurde, rissen wir uns los und fuhren zum Camp. Kurz davor stand noch ein großer Elefantenbulle neben der Spur.

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Helga machte sich Gedanken, wohin die Löwen wohl unterwegs gewesen seien. Immerhin lag unser Camp genau auf ihrem Kurs. Wir beruhigten sie, dass es doch eher unwahrscheinlich sei, dass sie im Dunkeln genau über unsere Campsite spazieren würden. Wir machten ein großes Feuer und backten Pizza. Ruth stellte ein paar Kerzen auf. Im Dunkeln hörten wir Schakale rufen, und einer huschte in einigem Abstand immer wieder zwischen unseren Autos hindurch. Unser Abendessen wurde vom Gesang einiger Nightjars und einer Schleiereule begleitet. Unsere Löwenfreunde hörten wir jedoch nicht mehr. Wir wussten nicht, ob wir darüber erleichtert oder enttäuscht sein sollten. Gemeinsam liefen wir mit der Taschenlampe bewaffnet noch einmal zu den Ablutions. Es ist doch so, dass Löwen sich bewegende Lichter eher meiden, richtig? Bevor wir uns in unsere Zelte verkrochen, entdeckte Ruth in einem Baumloch einen Bilch, der aus großen schwarzen Knopfaugen neugierig nach Nahrung Ausschau hielt.

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Kilometer: 64
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zuletzt bearbeitet 25. Dez. 2019
8'672 Beiträge · seit 201026. Dez. 2019 · #36
Guten Morgen Ihr zwei etwas Speziellen 😉 ,

besser kann man einen 2. Weihnachtsfeiertag wohl kaum beginnen: draußen ist es noch dunkel, kalt und nass - drinnen steht inzwischen Kaffee Nr.3 neben mir und am Laptop folgt ein tolles Foto von euch auf's andere 🤩 ! Offensichtlich war der Beleuchter mal wieder mit auf Tour 🙂

GENIAL!

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Auch die Vogelpics sind mal wieder super gelungen - ja, und Baines Baobabs... ein echter Sehnsuchtsort! Leider war ich bisher dort nur tagsüber, aber das hat gereicht, um mich anzufixen - und eines Tages hoffe ich, dort auch mal zu campen!

Vielen Dank für den Genuss am frühen Morgen und ganz liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 26. Dez. 2019
6'369 Beiträge · seit 201126. Dez. 2019 · #37
Hoi zämä

Vielen Dank für die Beschreibung!
So ein Reisebericht mit integriertem Fotokurs hat schon was! 🤩 😎
Darf ich noch fragen wie Du scharfstellst?
Denn das ist etwas was ich bisher noch nie exact hinbekommen habe.
Teilweise hats schon scharf ausgesehen, aber beim hineinzoomen am PC wars dann doch nicht wirklich scharf...wie machst Du das?
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
186 Beiträge · seit 200626. Dez. 2019 · #38
herzlichen Dank für diesen Superreisebericht
LG Kudu
4'382 Beiträge · seit 201526. Dez. 2019 · #39
Champagner schrieb:Guten Morgen Ihr zwei etwas Speziellen 😉 ,

besser kann man einen 2. Weihnachtsfeiertag wohl kaum beginnen: draußen ist es noch dunkel, kalt und nass - drinnen steht inzwischen Kaffee Nr.3 neben mir und am Laptop folgt ein tolles Foto von euch auf's andere 🤩 ! Offensichtlich war der Beleuchter mal wieder mit auf Tour 🙂

GENIAL!

20181016-175933-LV6A5403.JPG

Auch die Vogelpics sind mal wieder super gelungen - ja, und Baines Baobabs... ein echter Sehnsuchtsort! Leider war ich bisher dort nur tagsüber, aber das hat gereicht, um mich anzufixen - und eines Tages hoffe ich, dort auch mal zu campen!

Vielen Dank für den Genuss am frühen Morgen und ganz liebe Grüße von Bele
Bele hat ja zumeist Recht - aber hier besonders!
Der Bericht macht Lust auf ........Dorthinwollen 😉 😉 😉
Viele Grüße
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
8'672 Beiträge · seit 201026. Dez. 2019 · #40
So, nachdem mir dieses Foto den ganzen Nachmittag keine Ruhe gelassen hat, werfe ich es hier mal in den Ring mit der Bitte um Aufklärung der Autoren oder sonstigen Obercheckern. Entweder hat meine Brille einen Produktionsfehler oder es handelt sich hier tatsächlich um einen Elefanten mit Hörnchen 🤩 🙄 :

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Den sechsbeinigen Doppelschwanzdoppelrüssler hab ich übrigens selber durchschaut 😉 :

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Und wofür sich euer Beleuchter besonders interessiert, auch 😛

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So, genug dumm daher geredet 😊 - ich bin (u.a.) gespannt darauf, wie sich die Elefantenfrage klärt 😎 .

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 26. Dez. 2019