saipalThemenstarter10 Beiträge · seit 201405. Juli 2019 · #1
Hallo Ihr Lieben,
nachdem wir schon viele Male in Südafrika und einmal in Namibia waren, glauben wir uns bereit für "Adventure next Level" und planen für 2020 Botswana. Uns schwebt eine Allradtour mit Hilux und Dachzelt vor. Allerdings haben wir hier die erste Herausforderung: unsere Allrad Kenntnisse halten sich im überschaubaren Rahmen. Zeitmäßig könnten wir April oder Oktober fahren. Wahrscheinlich ist der Oktober trockener und besser (einfacher?) zu fahren?
Das ist die aktuell geplante Tour:
Start Johannesburg
Nähe Pilanesberg - Finfoot Lake Reserve | 1 Nacht
Kang - Kalahari Rest | 1 Nacht
Maun - Tshima Bush Camp | 1 Nacht
Moremi Game Reserve - Third Bridge Campsite | 2 Nächte
Khwai Community Area - Mbudi Campsite Khwai | 2 Nächte
Chobe NP - Thobolo's Bush Lodge | 2 Nächte
Chobe River Front - Kwalape Safari Lodge | 3 Nächte (von hier aus geht's als Tagestour zu den Vic Falls)
Marakele National Park - Tlopi Tented Camp | 2 Nächte
Wie findet ihr die Tour? Klar der zweite Tag von Pilanesberg nach Kang ist ein Rutsch, trauen wir uns aber zu. Wie schauts mit dem Rest aus - auch hinsichtlich unserer Allrad Künste. Wir (48 und 53) sind grundsätzlich besonnene Fahrer.
Ich freue mich über eure Anregungen, Tipps und Vorschläge 🙂
Schönes Wochenende
Saipal
GinaChris4'984 Beiträge · seit 201605. Juli 2019 · #2
Hi Saipal,
für meinen Geschmack etwas "rushy" eure Tour 😉 Schwierig vorherzusagen wann es einfacher zu fahren ist. Im Oktober kann Tiefsand ein (überwindbares) Hindernis, im April Regen ein Problem sein.
ich würd Gina zustimmen wollen, das wäre mir irgendwie zu viel reingepackt. Daher würde ich es ein wenig entschlacken.
Was mir als erstes auffällt: wo ist Savuti? 😉 Wenn Ihr schon Moremi - Khwai - hoch zum Chobe macht, dann wäre für mich persönlich Savuti zwingend. Dafür würde ich definitiv die 2 Tage Thobolo's Bush Lodge opfern und diese gegen Savuti tauschen.
Weiter würd ich mich entscheiden: Nxai oder Makgadikgadi Pans, möglicherweise dann 3 Nächte (statt jeweils 2 Nächte), dann hättet ihr eine weitere Reservenacht. Für welchen Park Ihr Euch entscheidet, ist dann sicher Geschmackssache. Mit dem Boteti ist Makgadikgadi für meinen Geschmack abwechslungsreicher, die Wahrscheinlichkeit Löwen zu sehen, halte ich hingegen für das Nxai Wasserloch deutlich größer.
Marakele würde ich komplett streichen. HIer würde ich nur noch einen Zwischennacht irgendwo einschieben, dann wäre ein weiterer Reservetag übrig. Eventuell würde ich auch vom African Ranches River Camp nach Jo-burg durchfahren, dann wären es sogar 2 Reservetage.
Die Reservetage würde ich in jedem Fall für Moremi nehmen, hier dann mindestens 3 Nächte. Einen weiteren Reservetag würd ich vermutlich für Pilanesberg nehmen. Hätte den Vorteil, nicht gleich am Anfang 3 volle Fahrtage zu haben, sondern ihr könntet so einen entspannnten vollen Tag im Park machen. Man will ja im Urlaub auch ankommen 😉
Sofern Ihr einen dritten Reservetag rausarbeitet, würde ich eventuell 2 Nächte in Maun planen. Das hätte den Vorteil, Ihr müsst am Ankunftstag nicht hetzen, könnt am nächsten Tag in Ruhe die EInkäufe machen und am Nachmittag einen Deltaflug. Am Tag darauf könnt Ihr dann ohne EInkaufsstress Richtung Moremi starten und habt so auch wieder Zeit gespart und Entspannung gebucht 😉
Wie gesagt, das sind die ersten Gedanken, die ich bei der Route hatte. Alles natürlich persönlicher Geschmack.
Viel Spass bei der Planung.... und dann sehen wir uns, bin auch im Oktober 2020 wieder in Bots 🙂
LG Mogambo 🙂
Andre008794 Beiträge · seit 201306. Juli 2019 · #5
Im Elephant Sands ist eine Nacht völlig ausreichend, denn dort gibt es eigentlich nix zu tun. Nachmittags ankommen, Elefanten gucken und am nächsten Tag weiterfahren passt völlig...
Am Chobe würde ich die Serondela Lodge empfehlen. Da könnt ihr die Tier vom Chalet aus beobachten und man ist mitten im NP, jedoch auf Namibia Seite...
Makgadikgadi langt m.E. eine Nacht auch. Dafür, wie bereits geschrieben, unbedingt Savuti einbauen...
Ich würde den April vorziehen, aus verschiedenen Gründen. Tieferer Wasserstand, Beginn Nebensaison, weniger Touristen... Einziger Nachteil sind die kalten Nächte im Dachzelt. Einfach Skiunterwäsche und dicker Schlafsack mitnehmen dann sollte das passen. Ansonsten ist die Route auch ohne 4x4 Erfahrung machbar. Einfach ein gutes Auto wählen mit guten Reifen und zwei Ersatzreifen (z.B. Bushlore von Joburg, auf keinen fall Britz...). Waren dieses Jahr im Mai/Juni im Moremi/Savuti/Chobe unterwegs. War extrem trocken und sandig, sind.
Maun würde ich nicht zwei Nächte bleiben. Lieber früh in Kang losfahren, damit ihr gegen Mittag in Maun seid, dann könnt ihr am Nachmittag ein Rundflug über das Delta machen und ggf. noch Einkaufen. Das reicht völlig aus.
Warum übernachtet ihr in Khwai nicht im North Gate. Dort könnt ihr die Chance auf jede menge Tiere, auch Löwen.
Umbedingt versuchen zwei Nächte in Savuti zu bleiben, da gibt es viele Leoparden und Löwen.
Nxai Pan würde ich im April auslassen, allenfalls eine Nacht bei den Baobab Trees, nachdem ihr bereits im Moremi und Chobe ward werdet ihr dort wohl enttäuscht sein über den mässigen Wildreichtum.
Falls ihr gerne Fotografiert, ist in Kasane das Pangolin Hotel von Pangolin Photo Safaris zu empfehlen. War das Highlight unserer Reise.
wenn ihr im April startet, würde ich auf jeden Fall das CKGR besuchen (anstelle von Nxai). Xade könntet ihr prima über die Cutlines von Kang aus erreichen. Eine Nacht Makgadikgadi könntet ihr nach dem CKGR auch noch einbauen. Alternativ könntet ihr anstelle von Kang bis ins Khama Rhino Sanctuary fahren und dann über Matswere Gate ins CKGR.
Im April sind die Nächte nicht kalt, in der Regel im zweistelligen Bereich (12-18°C). Die Zeltwände können morgens etwas Feucht sein.
tatsächlich ist Eure Tour gerade am Anfang ziemlich gehetzt. Wir haben eine ähnliche Tour gerade (Mai 2019) in 32 Tagen gemacht (allerdings mit CKGR und Fly-in zum Kwando). In drei Tagen von Johannesburg nach Tshima ist ein ziemlicher Höllenritt. Da seht Ihr nix und seid nur dabei, Kilometer herunterzureißen. Da wäre zu überlegen, die Tour in Maun zu starten und zu beenden. Das einzige, worauf Ihr dann verzichten müsstet, wäre Marakele Tlopi Tented Camp. Ist zwar sehr nett dort, aber ist eigentlich die Entfernungen am Anfang und Ende nicht wert. Alles andere sind nur Etappen von und nach Johannesburg.
Tshima ist eine gute Wahl! Erspart Euch Kwalape. Wir fanden die Unterkunft furchtbar. Das ist eine unserer All-Times-Low-Lights.
Wenn Ihr tatsächlich nicht mehr Zeit investieren könnt, um die Tour zu entschleunigen, dann nehmt Maun als Start- und Endpunkt und nutzt die dadurch gewonnenen Tage auf der verbleibenden Tour (z.B. das von anderen empfohlene Savuti für zwischendurch oder vielleicht am Ende ein Fly-in nach Moremi Crossing o.ä. als Abschluss-High-Light). Vermeidet auf jeden Fall Kwalape (oh je, 3 Nächte in dieser Unterkunft, was für ein Graus).
Viele Grüße
Thomas
2010 - 2024 Nam, Nam/Bot, SA, Nam/Bot, Bot/SA, Nam/KTP, Nam/Bot
saipalThemenstarter10 Beiträge · seit 201407. Juli 2019 · #9
Erst mal vielen Dank für euer Feedback. Ich seh schon, da müssen wir nochmal dran. Ich werde sicher weitere Fragen haben, aber erst mal muss ich eure Antworten etwas für mich sortieren. Bis dahin wünsche ich euch ein schönes Wochenende!
saipalThemenstarter10 Beiträge · seit 201408. Juli 2019 · #10
Hallo zusammen,
so, habe die Reise etwas modifiziert. Ob es jetzt gechillter ist 😕 Mögliches Streichpotenzial wären die zusätzliche Nacht in Maun und Elephant Sands Lodge. Wobei ich da eher Elephants Sands nehmen würde. Makgadikgadi brauchen wir m.E. als Zwischenstopp da die Entfernung von Nxai Pan (würde ich bevorzugen) und Khama River Camp zu weit ist. Oder habt ihr eine andere Idee?
Topobär schrieb:Der Wasserstand im Delta ist allerdings im Oktober höher als im April.
Ups, ich dachte es sei im Oktober trockener und damit auch der Wasserstand geringer 😵 Mir geht es hauptsächlich um die Flussdurchfahrten - da habe ich echt Respekt vor. Mehr Touristen im Oktober würden uns erst mal nicht stören, da es uns vlt. auch mehr Sicherheit gibt, schließlich wäre es unsere erste Allradtour.
ThF schrieb: ... Erspart Euch Kwalape. Wir fanden die Unterkunft furchtbar. Das ist eine unserer All-Times-Low-Lights....
Was war den so furchtbar? Wir wären ja "nur" auf dem Campingplatz 😵 Und würden von dort eine Bootstour, zwei Drives und einen Tagesausflug zu den Vic Falls machen. Vlt. hat ja einer eine schöne Alternative?
LG Saipal
Topobär5'479 Beiträge · seit 200908. Juli 2019 · #11
Ob April oder Oktober würde ich davon abhängig machen, ob Ihr für April noch die gewünschten Campsites in den Nationalparks bekommt. Wenn das nix wird, könnt Ihr immer noch auf Oktober ausweichen und rechtzeitig ein Jahr im voraus reservieren.
saipalThemenstarter10 Beiträge · seit 201408. Juli 2019 · #12
Topobär schrieb:Ob April oder Oktober würde ich davon abhängig machen, ob Ihr für April noch die gewünschten Campsites in den Nationalparks bekommt. Wenn das nix wird, könnt Ihr immer noch auf Oktober ausweichen und rechtzeitig ein Jahr im voraus reservieren.
Zumal da Ostern drin ist - allerdings direkt am Anfang 🤪
Kwalape liegt auf der falschen Seite der Straße. In und um Kasane gibt es wirklich schöne Fleckchen für eine Lodge/Unterkunft. Kwalape fanden wir lieblos und heruntergekommen. Uns hat eine Nacht dort mehr als gereicht. Da wir kein Camping machen, habe ich leider keine entsprechende Alternative. Direkt neben der Water Lily Lodge gibt es die Chobe River Cottages als Selbstverpfleger Unterkunft direkt am Wasser.
Den Zwischenstopp von Kasane nach Nxai Pan würde ich nicht streichen. Das wäre mir zu gehetzt. Warum bleibt Ihr in Maun 2 Nächte. Eigentlich ist das doch bloß ein Zwischenstopp, oder?
In Marakele könnte man eine zweite Nacht bleiben. Der Park ist zwar klein, aber nur für eine Nacht ein bisschen Schade. Und das Camp ist wirklich nett (aber kein Dachzelt).
Gruß
Thomas
2010 - 2024 Nam, Nam/Bot, SA, Nam/Bot, Bot/SA, Nam/KTP, Nam/Bot