Discoverer 6 oder Dachzelt-Camper

16 Antworten · 3'613 Aufrufe · gestartet 30. Juni 2019 von alex9999
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Themenstarter44 Beiträge · seit 201930. Juni 2019 · #1
Hallo, frisch angemeldet und gleich eine Frage:
Wir wollen Weihnachten / Anfang Januar mit 4 Personen (2 Erwachsene und 2 Teenager Jungs) nach Namibia fahren. Wir waren noch nie dort. Die Idee ist, die "klassische" Tour zu fahren (runter zum Fish River, dann Sossusvlei, Swakopmund, Spitzkoppe, Hoada Camp, Etosha). Leider sind wir 4 alle ziemlich gross (1,75 - 1,9 m) und meine Frau ist nicht so wirklich die Camperin. Daher ist die Ueberlegung so ein Discoverer 6 Wohnmobil von Bobo Campers zu mieten. Dummerweise darf man mit dem Ding nur B und C Strassen befahren und scheinbar ist man fuer Schaeden auf Wellblechpisten (auch bei C-Roads) voll haftbar.

Frage also: ist diese Tour mit einem Wohnmobil ueberhaupt machbar? Wer hat Erfahrung und kann Tips geben?
Oder ist die Option HiLux mit 2 Dachzelten besser? Passen wir da ueberhaupt alle rein?
Und - last not least und nicht lachen - meine Frau hat echt Angst, dass im Dachzelt Schlangen, wilde Tiere etc nachts eindringen. Was kann man dazu sagen?

Vielen Dank, Alex.
zuletzt bearbeitet 30. Juni 2019
873 Beiträge · seit 201630. Juni 2019 · #2
Und - last not least und nicht lachen - meine Frau hat echt Angst, dass im Dachzelt Schlangen, wilde Tiere etc nachts eindringen. Was kann man dazu sagen?
DA kann ich Entwarnung geben, außer Fliegen wird es oben im Dachzelt definitiv nichts geben.

Zur Fahrzeugwahl kann ich nicht viel beitragen. Zur Entspannung der Platzsituation für vier Personen in zwei Dachzelten auf einem Auto wird aber öfter mal die Zusatzmiete eines Bodenzeltes empfohlen. Und auch das geht ohne beunruhigende Tierbesuche.

Christoph
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2'610 Beiträge · seit 200730. Juni 2019 · #3
Hallo Alex,

willkommen im Forum.

Du kannst deine Frau beruhigen, ins Dachzelt gelangen außer ein paar Mücken oder Fliegen (wenn man es nicht richtig schließt) keine Tiere. Die "Fenster" sind rundherum zu öffnen und alle mit feinem Mückenschutz gesichert. In jedem Dachzelt können 2 Personen schlafen, ganz ohne Probleme. Mein Mann ist 1.88m groß und auch er hatte noch nie Probleme. Denkt aber daran zu fragen, ob euer Vermieter Laken zur Verfügung stellt , sonst auf jeden Fall von zu Hause mitnehmen.

Ich würde Dachzelte auf jedem Fall einem Camper vorziehen. Im Dez./Jan. ist es sehr heiß und im Dachzelt ist es bedeutend luftiger (alle Fenster öffnen)

Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
zuletzt bearbeitet 30. Juni 2019
1'079 Beiträge · seit 201630. Juni 2019 · #4
Hallo Alex!
Willkommen im Forum. Ich würde dir auch das Dachzelt empfehlen. Bei meinem Vermieter ist das Dachzelt 2,4 x 1,4 Meter groß. Ich war auch im Dez und Jan mit Dachzelt unterwegs und habe es genossen, nachts im kühlen Zelt zu schlafen. Wir waren dann noch 3 Nächte in einer festen Unterkunft, was für ein Unterschied. Es war sehr heiss und wir haben uns wieder nach dem Zelt gesehnt. Wegen Tierchen brauchst du dir keine Sorgen machen, die kommen da nicht hoch.
Falls du noch keine Camperfahrung hast, stelle einfach hier im Forum die vernünftigen Fragen und du bekommst sicher vernünftige Antworten. So wie ich voriges Jahr.
LG 🙂
Ernst
33,1k Beiträge · seit 200630. Juni 2019 · #5
Hi Alex,
Dummerweise darf man mit dem Ding nur B und C Strassen befahren und scheinbar
damit hat sich die Thematik doch bereits erledigt. Was will man mit einem Auto, mit dem man kaum irgendwo hinfahren darf? Es gibt auch Gründe warum man solche "echten" Wohnmobile hier kaum sieht. Ich würde mir also Möglichkeiten wie 2 Dachzelte oder eben ein Dach und ein Bodenzelt genauer anschauen.
Hab zur Routenplanung nur im Hinterkopf, dass ihr in der Regenzeit reist (wenn es mal regnet kann Flexibilität gefragt sein) und im Hochsommer.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
ist man fuer Schaeden auf Wellblechpisten (auch bei C-Roads) voll haftbar.
es gibt aber keine offizielle Definition von Wellblechpisten...
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zuletzt bearbeitet 30. Juni 2019
Themenstarter44 Beiträge · seit 201901. Juli 2019 · #6
Danke fuer die Antworten.

Also, Hi Lux mit Dachzelt scheint das Mittel der Wahl zu sein. Dachte ich mir schon. Und die Wellblechklausel erscheint mir auch eher ein Freibrief fuer alle moeglichen Abzwackereien zu sein.
Normalerweise sind Zelte ja im Hochsommer eher schrecklich heiss. Zwar kuehlt es in der Wueste nachts gut ab aber es wird auch sehr schnell sehr heiss. Ein Vorteil im Wohnmobil ist ja die Klimaanlage. ,
Wie ist das mit der Regenzeit? Regen und Zelt ist ja auch nicht so prickelnd. Oder regnet es eher am Nachmittag? Und wie ist das bei Gewitter, da sind die Dinger doch ziemlich exponiert. Oder ist Regen in der Regenzeit ein eher seltenes Ereignis in Namibia?

Und, meine Frau laesst fragen: Wenn man nachts aus dem Zelt heraus muss, ist das gefahrlos? Oder muss man mit Loewen oder Hyaenen rechnen (ernsthafte Frage).
Wir haben zwar in Australien (Perth) gelebt dort aber nie gecampt und es gab zwar giftige Schlangen (auch nicht so schoen nachts) aber keine wirklich gefaehrlichen Gross-Wildtiere.
31 Beiträge · seit 201801. Juli 2019 · #7
Hallo Alex und herzlich willkommen,

Ich schliesse mich meinen Vorrednern an - ein Allradfahrzeug mit Dachzelten ist bestimmt die bessere Wahl - auch wenn nicht so komfortabel wie ein Wohnmobil (Wohnraum, Toilette, WC) . Beim Befahren von Schotterstrassen aber definitiv mehr Fahrkomfort. Dabei faellt mir jetzt gerade ein Schild ein, dass ich vor nicht langer Zeit (in QLD, Australien) gesehen habe: "Corrugations ahead. If you are not travelling in a 4x4 it's highly recommended you fasten your bra straps and remove your dentures" 😄

Was die Regenzeit anbelangt, kann natuerlich niemand das Wetter voraussagen. Klar ist Campen im Regen nicht so prickelnd und demnach dann im Wohnmobil auch bequemer. Aber auch die Strassenverhaeltnisse sind ggfs. durch Regenfaelle beinflusst und da seid Ihr mit dem 4x4 definitiv besser bedient. Im absoluten Notfall kann man sich sicherlich mit einer Uebernachtung in einer Lodge behelfen ..... all part of the adventure 🙂

liebe Gruesse
Gitta
873 Beiträge · seit 201601. Juli 2019 · #8
alex9999 schrieb:Wenn man nachts aus dem Zelt heraus muss, ist das gefahrlos? Oder muss man mit Loewen oder Hyaenen rechnen (ernsthafte Frage).
Bei Eurer geplanten Standard-Route und den entsprechenden Standard-Campingplätzen sehe ich keine Gefahr, wo ihr in kritischen Kontakt kommen könntet. Die Camps im Etosha sind eingezäunt und viel zu (Menschen-)belebt für Raubtierbesuche, außer Honigdachse an den Mülltonnen. Die wirklich 'wilden' Camps z.B. in Botswana oder im Kaokofeld steuert ihr nicht an.
Christoph
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33,1k Beiträge · seit 200601. Juli 2019 · #9
Hi Alex,
Wie ist das mit der Regenzeit? Regen und Zelt ist ja auch nicht so prickelnd. Oder regnet es eher am Nachmittag? Und wie ist das bei Gewitter, da sind die Dinger doch ziemlich exponiert. Oder ist Regen in der Regenzeit ein eher seltenes Ereignis in Namibia?
wenn man sich so die letzten Jahre anguckt, dann ist Regen auch in der Regenzeit ein sehr sehr seltenes Ereignis. Es kann nur besser (= mehr Regen) werden. Wenn, dann regnet es aber eigentlich auch in einer guten Regenzeit nur alle paar Tage mal für einige Stunden und das fast immer nachts.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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5'479 Beiträge · seit 200901. Juli 2019 · #10
Hallo Alex,
ich kann Euch nur zu einem 4x4 mit Dachzelt raten. Neben den schon genannten Gründen solltet Ihr bedenken, dass die Betten im Wohnmobil kleiner sind, als im Dachzelt. Darüber hinaus sind die Plätze für die 3. und 4. Person im Wohnmobil eine Katastrophe. Die sind hinten im Wohnteil und bieten nur eine sehr begrenzte Sicht nach draußen. Wer hinten sitzen muss, sieht nicht viel vom Land.

Das Schlafklima ist in den luftigen Baumwollzelten auch deutlich angenehmer als in der geschlossenen Box eines Wohnmobils. Die Zelte haben ein gummiertes Überzelt, so dass Regen kein Problem darstellt.

Versucht einen Wagen mit Markise zu mieten, bzw. eine Markise zum Wagen dazu zu mieten. Wird von manchen Vermietern angeboten. Bietet Schutz vor Sonne und Regen.

Alles Gute
Thomas
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16,9k Beiträge · seit 201202. Juli 2019 · #11
alex9999 schrieb:Und - last not least und nicht lachen - meine Frau hat echt Angst, dass im Dachzelt Schlangen, wilde Tiere etc nachts eindringen. Was kann man dazu sagen?
Hallo Alex,

dazu kann man gar nichts sagen, da Phobien völlig irrational sind.

Falls Deine Frau meinen sollte, in einem Lodge-Zimmer wären weniger Tiere zu erwarten, als in einem Dachzelt - da habe ich eine kleine, willkürliche Bilderschau unserer Mitbewohner zusammengestellt:











Wir sind übrigens keine Camper, sondern Warmduscher-Lodge-Hopper. 😗

LG
Logi
1'079 Beiträge · seit 201602. Juli 2019 · #12
Hi Alex!
Hier versuche ich jetzt ein Thema anzusprechen, das für manche etwas delikat erscheinen könnte. Auch meine liebe SPUSI (siehe RB in meiner Fußzeile) hatte sich Gedanken über die möglicherweise notwendigen Schlafunterbrechungen, bedingt durch Signale aus der Blase in der Nacht, gemacht. Suche einmal in Amazon URINELLA und ich denke, du wirst die richtigen Antworten finden. Es ist absolut NICHT notwendig, des nächtens aus dem Zelt zu klettern. Auch ich bin mit meiner besten Hälfte schon einige Jahre verheiratet und über die körperlichen Umstände bestens informiert. Ich denke, mehr sollte ich nicht dazu schreiben.
LG 🙂
wieder einmal
Ernst
zuletzt bearbeitet 02. Juli 2019
502 Beiträge · seit 201602. Juli 2019 · #13
Logi, Deine Beiträge sind unschlagbar!
LG, Dieter
Themenstarter44 Beiträge · seit 201903. Juli 2019 · #14
Danke Leute, eure Antworten sind sehr hilfreich. Es wird wohl ein Dachcamper. Ggf mieten wir fuer die abenteuerlustigeren und platzbedueftigen Familienmitglieder ein Bodenzelt hinzu, kostet scheinbar nur ein paar Euro am Tag. Und hin und wieder eine Gaestefarm um die notwendigen Waende nicht zu vergessen.

Frage: Ist es notwendig ausser evtl. Etosha und Sossusvlei Campingplaetze wie Spitzkoppe oder Hoanda in der ersten Januarwoche schon jetzt zu buchen? Und ist es sinnvoller innerhalb oder ausserhalb Etosha / Sossusvlei einen Campingplatz zu suchen?
Irgendwo hatte ich gelesen, dass die NWR Campingplaetze teuer und schlecht seien. Generell muss ich sagen, das Namibia eine ziemlich famiilienunfreundliche Preisgestaltung hat. Campingplaetze werden immer pro Person gerechnet und ab 12 sind die Kinder meistens Vollzahler. Bei einem Campingplatz wie NWR Sesriem heisst das 120 EUR pro Nacht, fuer einen staubigen Campingplatz ... Nun, ja. Sportlich.
Themenstarter44 Beiträge · seit 201903. Juli 2019 · #15
Logi schrieb:
alex9999 schrieb:Und - last not least und nicht lachen - meine Frau hat echt Angst, dass im Dachzelt Schlangen, wilde Tiere etc nachts eindringen. Was kann man dazu sagen?
Hallo Alex,

dazu kann man gar nichts sagen, da Phobien völlig irrational sind.

Falls Deine Frau meinen sollte, in einem Lodge-Zimmer wären weniger Tiere zu erwarten, als in einem Dachzelt - da habe ich eine kleine, willkürliche Bilderschau unserer Mitbewohner zusammengestellt:

Logi
DIESE Tierchen sind gar nicht so das Problem. Wir haben in Australien und in Singapur gelebt, da kriecht auch ziemlich was herum und manch Getier ueberlebt auch das regelmaessige Fogging. Aber echte Menschenfressertiere, die nachts durch die Camps streifen und arglose Touristen schnappen, gibt es da eben nicht....(OK, im Norden Australiens gibts Krokodile, aber da wohnt ja keiner...).
Aber OK, Message angekommen.
5'479 Beiträge · seit 200903. Juli 2019 · #16
Hallo Alex,

die südafrikanischen Ferien enden am ersten Januarwochenende. Danach wird es auf den Campsites deutlich leerer.

Wie genau die Buchungssituation sein wird weiß natürlich niemand. Ich würde es allerdings so halten, dass ich Sesriem reservieren würde, Spitzkoppe und Hoada nicht und beim Etosha NP außerhalb campen würde.

Die Campsite in Sesriem wird zwar häufig kritisch bewertet, aber mir hat es dort immer sehr gut gefallen. Die mit einem Steinmäuerchen umgebenen Stellplätze unter alten Kameldornbäumen gefallen mir sehr gut. Abends kann man sehr gut in der nebenan liegenden Sossusvlei Lodge essen.

Beim Etoscha NP übernachten wir immer auf der Campsite des Etosha Safari Village (Anderson Gate) oder einer Campsite in Onguma (von Lindequist Gate). Die großen staubigen Campsites im Nationalpark sagen mir überhaupt nicht zu. Dass können auch die Wasserlöcher nicht rausreißen.

Alles Gute
Thomas
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33,1k Beiträge · seit 200603. Juli 2019 · #17
Die Campsite in Sesriem wird zwar häufig kritisch bewertet,
da gibt es ja nun bald eine Alternative, siehe https://namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/287733-neue-unterkuenfte.html
Generell muss ich sagen, das Namibia eine ziemlich famiilienunfreundliche Preisgestaltung hat.
ab 12 ist schon sehr großzügig. Ich kenne aus fast allen anderen Ländern ab 4 oder spätestens 7 Jahren...

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!