ECUADOR & GALAPAGOS - mal ganz was anderes!!!

Reisebericht 206 Antworten · 31,0k Aufrufe · gestartet 17. Mai 2019 von bayern schorsch
8'054 Beiträge · seit 200822. Mai 2019 · #41
Coucou Bayern Schorsch,

Ich hätte fast die Reise verpasst! 🤩

Bin natürlich auch dabei. Es ist schon eine Zeit her als ich diese 2 Fleckchen besucht habe. Bin gespannt wie du sie empfunden hast.

Schönen Tag wünscht
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
6'152 Beiträge · seit 200622. Mai 2019 · #42
hallo Bayern Schorsch,
da ich ja schon einiges von der Reise weis, ist es doch was anderes so ausführlich darüber zu lesen und deine Reiseberichte haben einen besonders netten bayrischen Charme, ich geniesse es fremde Länder auf diese Weise kennenzulernen. Vielen Dank.
Einen schönen Tag wünscht dir
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
Themenstarter3'383 Beiträge · seit 200922. Mai 2019 · #43
Liebe Annick und liebe Hanne,

ja ja - Ihre zwei seid seit Jahren meine "treuesten" Begleiter.

Für jede von Euch ein dickes 😘 😘

Schön, dass Ihr mit dabei seid, es geht jetzt dann gleich wieder weiter,

LG
der bayern schorsch
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Themenstarter3'383 Beiträge · seit 200922. Mai 2019 · #44
... ich warne schon vorzeitig: der heutige Tag ist sehr textlastig, weil uns die Lust zum Fotografieren gehörig vergangen ist ... 🙁

Tag 4 – von Quito nach Otavalo (incl. einem Hertz-Drama und Ausfall unseres Navis)

Der Tag beginnt mit einem guten Frühstück, die Koffer sind gepackt, denn jetzt geht es endlich „über Land“. Otavalo, grad mal rund 60 km nördlich von Quito, dieses kleine Städtchen wollen wir heute ansteuern, schließlich findet dort der große und bedeutendste Mercado Indigena von Südamerika statt. Zwar wäre der Samstag der absolute Haupttag, aber auch unter der Woche gibt es viel zu sehen und zu erleben.

Die Strecke nach Otavalo wollen wir nicht auschließlich über die Panamericana, sondern die Nebenstrecken über Calderon, Guayllabamba, Oton und Cayambe fahren. Landschaftlich soll es hier einmalig sein, 5 km nördlich von Cayambe könnte man eine Blumenplantage besuchen, und in der Stadt bietet das Cafe Aroma mit deutsch-österreichischem Kuchen einen netten Zwischenstop auf dem Weg nach Otavalo.

So war der Plan – aber oft kommt es halt ganz ganz anders als man denkt. 😈 Unser Autoverleiher HERTZ, bei dem wir bereits im August letzten Jahres einen Leihwagen gebucht hatten, hat uns arg im Stich gelassen. Wir hatten alles perfekt geplant, ein Taxifahrer hat uns vom Casa Gardenia....

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zum Hertz-Stützpunkt, nämlich zu Inkas Car Rental in der Republica del Salvador 35-126 Suecia im Zante Gebäude gefahren. Wir hatten die Reservierungsbestätigung mit unserer Reservierungsnummer, die Anmietstation mit exakter Adresse und Telefonnummer sowie die Rückgabestation in Guayaquil, alles natürlich von der Uhrzeit her auf unsere Route abgestimmt.

Was war passiert? Der langen Rede kurzer Sinn – es gab keine Hertz-Niederlassung in Quito Stadt. Zwar haben wir zwei Tage vor unserem Abholtermin einen friendly reminder von Hertz bekommen, dass wir unsere Reservierung nicht vergessen sollten, aber das war´s dann. Natürlich haben wir bei Inkas Car Rental angerufen. Die haben uns aber erklärt, dass sie mit HERTZ schon seit Monaten nicht mehr zusammenarbeiten und von daher uns nicht weitergeholfen wird. Hhmmmm..... 🤢 😈
Und natürlich haben wir auch versucht, zumindest am Flughafen anzurufen, dort konnten wir aber niemand erreichen.

Jetzt standen wir einigermaßen dumm da. Der Taxifahrer sprach kaum Englisch, aber irgendwie haben wir ihm dann die Sachlage erklären können. Ein freundlicher Typ war das, unser Taxifahrer, denn er hat uns dann gleich mal zu Avis gefahren. Dort waren wir uns schnell einig, der Preis für´s Auto hat gepasst, nur hätten wir das Auto frühestens am nächsten Tag bekommen. Hmm..., das passte in unseren Plan natürlich überhaupt nicht rein. Also ging die lustige Taxifahrt weiter zu Budget, die mehr als das doppelte verlangt hätten, und so sind wir dann bei NAZCAR gelandet, wo wir ein Auto ausleihen konnten, das auch preislich einigermaßen im Rahmen lag. Unter dem Strich waren wir mit dem Taxifahrer knapp 4 Sunden (!!!) unterwegs, und man muss sich das mal vorstellen, wenn man in mitten einer Millionenmetropole von Autoverleiher zu Autoverleiher hetzt und am Ende dann „dankbar“ sein muss, überhaupt einen Wagen zu bekommen. Ein Wahnsinn, der nicht zu übertreffen ist.

Wir waren bedient, und die Stimmung war so was von im Keller, dass es einem zum Heulen zu Mute war. Nur – alles Jammern bringt ja nichts, wir übernehmen die Kiste von NAZCAR und sind heilfoh, dass wir anstatt um 8.30 Uhr morgens irgendwann um 13.00 oder 14.00 Uhr nachmittags endlich on the road sind.

Übrigens: zu Hause haben wir natürlich bei HERTZ angerufen und von der Sachlage berichtet. Die Leute bei HERTZ waren sehr betroffen, man würde uns das Geld für das Auto umgehend überweisen (um die 500 USD) und es täte Ihnen leid, dass sowas passiert ist. Nach deren Aussage hätte das Geld am 13.05. angewiesen sein sollen, bis heute ist aber noch nichts da. Da sind wir gespannt, wie sich das alles ausgeht. Wenigstens sind wir bei Hertz bei der Buchung im letzten Jahr nicht in Vorkasse getreten, sonst müssten wir diesem Geld auch noch nachlaufen.

So- jetzt hab ich ein bisschen viel geschrieben, ich weiß. Aber es tut regelrecht gut, sich den ganzen Frust von der Seele zu schreiben. 😉

Jetzt aber gleich wieder Fotos, wobei mich im Nachhinein wundert, dass ich auf dem nächsten Bild überhaupt noch lachen kann (wahrscheinlich wegen der freundlichen Servicedame von Nazcar)

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Noch was: wir mussten ja, ob wir wollten oder nicht, für das Auto eigentlich dankbar sein. Aber trotzdem sei´s gesagt: es war eine ganz üble Kiste. Wobei uns das verbeulte und verrostete Zeugs ja nicht stört. Im Gegenteil. Aber wenn Du ein Auto hast, das viel zu tief liegt für Ecuadors teilweise miserable Straßen, mit dem man bei fast jeder Gelegenheit mehr oder weniger aufsitzt, und dann noch zu allem Überfluß derartig untermotorisiert ist, dass der Kiste in entsprechenden Höhen die Luft wegbleibt, dann ist das alles andere als lustig. Aber es ist nicht zu ändern.

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Dadurch, dass wir viel zu spät von Quito weggekommen sind, hat sich unser toller Plan, den wir uns zu Hause so schön zu recht gelegt hatten, in Luft aufgelöst. Froh waren wir, als wir spätnachmittags in unserem Gästehaus angekommen sind.
http://www.lacasasol.com


Wir haben hier das beste und teuerste Zimmer genommen, das das Haus zu bieten hat und haben für ÜN incl. breakfast 90 USD bezahlt. Aber nur, weil wir cash bezahlt haben. Bargeld scheint zumindest in Teilen Ecuadors doch recht beliebt zu sein.

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Von diesem Tag gibt’s kaum Bilder. Wen wundert´s???

Dafür aber können wir von unserem NAVI – Totalausfall berichten:
wenn einer eine Reise in ein fernes und fremdes Land tut, dann ist er gut beraten, sich zu Hause mit der Navigation (wenn man schon meint, man müsste selber fahren) zu beschäftigen. Gesagt, getan, der bayern schorsch kauft sich eine Micro-SD für das Garmin Nüvi für 45 Euro und spielt mit dem Ding zu Hause sogar ein bisschen rum. Die Navigation kann mit Base-Camp perfekt für die Tourenplanung genutzt werden – wenn man sich denn mit der Sache befasst und nicht nur a bisserl damit rumspielt. Irgendwie hab ich das mit dem Base-Camp und der Navitracks Micro SD nicht so recht kapiert, und Lust hatte ich zu Hause auch keine, mich mit der Materie auseinanderzusetzen.
„Das verschieben wir auf den Urlaub“ - da wird das Ding dann schon funktionieren, und entgegen aller Bedenken von Schorschine wandert die Navitracks SD zu Hause in die Schublade.

In Quito dann kommt das böse Erwachen: von wegen „schnell mal Otavalo“ eingeben und dann werden wir das Hotel schon finden. Weit gefehlt. Das war aber gar nicht möglich, denn man muss wissen, dass das Navi weder die Städte noch irgendwelche Hotels, auf dem Schirm hat. Hier ist nicht die Stadt, sondern die Provinz gefragt. Und die wussten wir natürlich nicht. Zu allem Überfluß aber gab dann das Navi noch den Geist auf. Zunächst dachten wir nur an einen Wackelkontakt mit dem Zigarettenanzünder, aber nach ein paar Stunden war dann klar – das Navi ist defekt. Was für ein Mist – jetzt stehen wir da mit einem Navi, das weder richtig gefüttert war und außerdem eh nicht mehr funtionstüchtig war. Na ja – irgendwie passt das ja alles zum heutigen Glückstag, und wir hatten so manche Diskussion über „gute Vorbereitung und Planung“ eines Urlaubes. Das Dumme an der Sache: ich bin wie immer für die gesamte Urlaubsplanung (wozu natürlich auch das Navi gehört) zuständig. Und einen Orden hat mir die Schorschine nicht verliehen.
Zum Glück hatten wir ein Smartphone mit an Bord. Also haben wir (Schorschine) das Teil aktiviert, und mit maps me haben wir das dann doch noch so einigermaßen hinbekommen.

Irgendwie ist uns die Lust an diesem Tag so richtig vermiest worden, und noch so ein kleines Schmankerl war dann das Dinner im Hotel. Es war zwar nett, und es hat auch recht gut geschmeckt, und wir wissen selbstverständlich, dass es deutlich Schlimmeres gibt. Nur - es hat zum heutigen einfach so richtig gut dazugepasst: das Restaurant im Casa del Sol war derart eingeräuchert, dass man sich mehr oder weniger durch Nebelschwaden hindurch hat unterhalten müssen / dürfen. Anscheinend war das Holz für den Kamin zu naß. Es hat geraucht, so was haben wir auch schon lange nicht mehr erlebt.

Aber uns haut so was nicht um – wenn man die HERTZ – Tragödie überstanden hat, das Navi im Eimer ist, dann sind das alles nur noch peanuts.

Bald sind wir im Bett (das unbequemste Bett des gesamten Urlaubs - das auch noch !!!) und denken uns nur noch, dass es doch gar nicht mehr schlimmer kommen kann. Wir hoffen inständig darauf, dass uns der morgige Tag nicht wieder solche Überraschungen bietet wie der heutige. Spätestens an diesem Abend haben wir uns das erste mal gefragt, wieso wir uns so was antun. Das braucht kein Mensch, und wir können auch heute im Nachhinein nicht verstehen, wie es zu dieser Panne mit Hertz kommen konnte.

Was ich mir persönlich gedacht habe war, dass ich unsere Reisen alleine so nie schaffen würde. Vielleicht bin ich ein guter Planer (bis auf die Sache mit der Navigation 😉 ) und kläre bestimmt alles mit Bedacht und sehr genau ab. Vor Ort sieht das aber oft ganz anders aus und es läuft nicht so, wie man sich das ausgedacht hat. Aber wenn´s dann hart auf hart kommt und die Situation eskaliert, dann läuft meine Schorschine zu wahrer Größe auf. Wenn ich schon längst entnervt die Segel gestrichen habe, geht sie an die Sache mit Bedacht und der nötigen Ruhe ran. Und dann geht´s auch wieder irgendwie weiter. Zum Glück!
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zuletzt bearbeitet 22. Mai 2019
132 Beiträge · seit 201322. Mai 2019 · #45
Ooh Ihr Ärmsten,
was für ein Start!
Wir haben von Deutschland aus über Avis gebucht. Hat alles gut geklappt. Wir wollten dann noch ein navi in Quito dazu buchen - hatten sie aber nicht und empfahlen uns Handy + Maps.me / Google Maps. Wir haben uns in den Unterkünften dann jeweils über wlan die offlinekarten heruntergeladen und am nächsten Tag genutzt. Hat grundsätzlich prima geklappt, wenn in Ecuador die Verwendung von Hinweisschildern schon erfunden wäre. Und Verkehrsregeln mehr als nur Empfehlungen an die Teilnehmer wären.
Ich bin gespannt, wie es Euch weiter ergangen ist. ( und natürlich auf die Bilder)
Liebe Grüße
Strassenkind
zuletzt bearbeitet 22. Mai 2019
2'261 Beiträge · seit 201122. Mai 2019 · #46
Lieber Bayernschorsch ,

ich melde mich spät, aber ich hoffe für mich ist noch Platz in dem schicken Auto. 🤩
Das fängt ja nicht so gut an, aber ich gehe davon aus, dass es jetzt nur noch besser werden kann.
Ich lese auf jeden Fall mit und bin gespannt was ihr sonst so erlebt habt.

Liebe Grüße
Guggu
Reiseberich Namibia August 2012: Tagebuchaufzeichnungen einer Wikingerin in Namibia Reisebericht Namibia/Botsuana August 2013: Frau HIRN on the floodplains Reisebericht Namibia 2015:A trip down Memory Lane NAM/BOT 2017 :So weit! So gut! Kenia/Masai Mara 2019 :Der Kreis schliesst sich
zuletzt bearbeitet 22. Mai 2019
661 Beiträge · seit 201522. Mai 2019 · #47
Hola Bayern Schorsch
Haha da muss ich schmunzeln! Der von uns reservierte Jeep bei Avis wurde als upgrad in eine Luxus Limousine umgewandelt.....die wir entschieden ablehnten wegen der niedrigen Höhe. Weil kein solches Fahrzeug zur Verfügung stand vertrösteten sie uns auf den nächsten Tag mit einem Toyota Fortuner. Super...... dachten wir, bis zu dem Tag wo morgens am Cotopaxi die Batterie den Geist aufgab und wir dabei feststellten,dass das Auto einen Service nötig hätte. Nach gefühlten 100 Telefonanrufen bei Avis erzwangen wir eine neue Batterie. Ohne die hohe Bodenfreiheit wären wir nie zum Cotopaxi hoch gekommen! Zum Glück war unsere folgende Übernachtung in der schönen Hacienda La Cienega wo wir starke Unterstützung bekamen.
Mit maps.me fanden wir immer unseren Weg durch ganz Südamerika!
Ich freue mich auf die Fortsetzung.
Grüessli
Malbec
zuletzt bearbeitet 22. Mai 2019
1'558 Beiträge · seit 201122. Mai 2019 · #48
Hallöle Schorschi,
wenn eure Reise so weiter geht, wie sie begann, dann wird das ein Abenteuer, das man bestimmt nicht vergisst! 😈
So viel Spannung schon in den ersten Tagen! 🤩 🤩 🤩

Liebe Grüße
Biggi
Meine Reiseberichte
2'191 Beiträge · seit 201622. Mai 2019 · #49
Hallo Bayern-Schorsch,

das ist ja ein richtiges Drama. Wieso seit Ihr denn nicht zum Flughafen gefahren? Hätte es da keinen Hertz Schalter gegeben?

Ich habe gerade geschaut, online scheint man gar nicht von Quito bis Guayaquil reservieren zu können, zumindest zeigen die Onlineportale nichts an. Hast du direkt bei Hertz reserviert?

Schade, dass es kein Safari Car Rental in Ecuador gibt. 😉

Ich hoffe, dass der Wagen Euch zumindest auf dem Rest der Reise nicht im Stich gelassen hat.

LG

Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
Themenstarter3'383 Beiträge · seit 200923. Mai 2019 · #50
Guten Morgen zusammen,

bevor ich mich auf bzw. in die Arbeit stürze (heute hab ich mal wieder gar keinen Elan) möchte ich Euch gerne antworten:

Strassenkind schreibt:
Ooh Ihr Ärmsten,
was für ein Start!
Wir haben von Deutschland aus über Avis gebucht. Hat alles gut geklappt. Wir wollten dann noch ein navi in Quito dazu buchen - hatten sie aber nicht und empfahlen uns Handy + Maps.me / Google Maps. Wir haben uns in den Unterkünften dann jeweils über wlan die offlinekarten heruntergeladen und am nächsten Tag genutzt. Hat grundsätzlich prima geklappt, wenn in Ecuador die Verwendung von Hinweisschildern schon erfunden wäre. Und Verkehrsregeln mehr als nur Empfehlungen an die Teilnehmer wären.
Ich bin gespannt, wie es Euch weiter ergangen ist. ( und natürlich auf die Bilder)
Oh ja, der Start war nicht gut. Wobei wir in Quito kein Auto hatten, was sicherlich die bessere Variante war. Dort mit dem Auto rumzugurken wäre völliger Unsinn, vor allem auch wegen des starken Verkehrs.
Der gestrige Tag mit der Autoübernahme war aber gleichzeitig auch der Tiefpunkt. Es geht jetzt nur noch bergauf (und das im wahrsten Sinne des Wortes) 😉

Guggu schreibt:
ich melde mich spät, aber ich hoffe für mich ist noch Platz in dem schicken Auto. 🤩
Das fängt ja nicht so gut an, aber ich gehe davon aus, dass es jetzt nur noch besser werden kann.
Ich lese auf jeden Fall mit und bin gespannt was ihr sonst so erlebt habt.
Schön, dass Du mit dabei bist. Und es ist nie zu spät, bei unserer Kiste kann ich gut weitere Unterstützung brauchen. 😄

Malbec schreibt:
Hola Bayern Schorsch
Haha da muss ich schmunzeln! Der von uns reservierte Jeep bei Avis wurde als upgrad in eine Luxus Limousine umgewandelt.....die wir entschieden ablehnten wegen der niedrigen Höhe. Weil kein solches Fahrzeug zur Verfügung stand vertrösteten sie uns auf den nächsten Tag mit einem Toyota Fortuner. Super...... dachten wir, bis zu dem Tag wo morgens am Cotopaxi die Batterie den Geist aufgab und wir dabei feststellten,dass das Auto einen Service nötig hätte. Nach gefühlten 100 Telefonanrufen bei Avis erzwangen wir eine neue Batterie. Ohne die hohe Bodenfreiheit wären wir nie zum Cotopaxi hoch gekommen! Zum Glück war unsere folgende Übernachtung in der schönen Hacienda La Cienega wo wir starke Unterstützung bekamen.
Mit maps.me fanden wir immer unseren Weg durch ganz Südamerika!
Ich freue mich auf die Fortsetzung.
Hallo Malbec, das mit der Bodenfreiheit kommt mir doch sehr sehr bekannt vor ! 😉 😠
Übrigens: in der Hacienda La Cienega waren wir zu einem Zwischenstop. Da hast Du Dir eine schöne Unterkunft rausgesucht. Mehr zur Hacienda im übernächsten Teil.

Biggi schreibt:
wenn eure Reise so weiter geht, wie sie begann, dann wird das ein Abenteuer, das man bestimmt nicht vergisst! 😈
So viel Spannung schon in den ersten Tagen! 🤩 🤩 🤩
Es wird noch deutlich spannender, aber das im positiven Sinn!

Gabi schreibt:
das ist ja ein richtiges Drama. Wieso seit Ihr denn nicht zum Flughafen gefahren? Hätte es da keinen Hertz Schalter gegeben?
Ich habe gerade geschaut, online scheint man gar nicht von Quito bis Guayaquil reservieren zu können, zumindest zeigen die Onlineportale nichts an. Hast du direkt bei Hertz reserviert?
Schade, dass es kein Safari Car Rental in Ecuador gibt. 😉
Ich hoffe, dass der Wagen Euch zumindest auf dem Rest der Reise nicht im Stich gelassen hat.
Hallo Gabi, ja - wir haben direkt bei Hertz reserviert. Und ich hab sogar noch 4 Wochen vorher angerufen, ob ich mit Vorkasse zahlen könnte wegen der AMEX-Creditcard. (da ist meine SB abgedeckt). Und außerdem hatte ich Bedenken, ob denn Inka - Car überhaupt ein Kreditkartengerät hat. Alles kein Problem - so zumindest der Mitarbeiter von HERTZ, ich soll erst in Quito bezahlen.
Eine ärgerliche Sache war das alles, mal schauen, wie jetzt nach unserer Rückkehr Hertz die Angelegenheit regeln will. Geld ist noch keines da. 😕

Bei der Gelegenheit auch mal wieder ein herzliches Danke an alle "Danke-Button-Drücker". Die nächsten Kapitelchen werden in jedem Fall deutlich "freundlicher".

Viele Grüße
der bayern schorsch
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847 Beiträge · seit 201523. Mai 2019 · #51
Lieber Bayern-Schorsch,
das deine Schorschine keinen Herzkasper bekommen hat …. ich wäre hinüber 😮 das braucht ja nun wirklich niemand. Hoffentlich hält die Karre jetzt wenigstens und hoffentlich bekommt ihr noch etwas an Geld zurück.
Aber irgendwie lässt einen die Geschichte auch schmunzeln, so Navi mäßig 😉 . Jetzt geht es nur noch bergauf, mein Freund auf der Bank sieht das auch ganz entspannt …… freu mich auf die Weiterfahrt 😎
LG von der Netti
Jeder Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag 21 Tage Dauergrinsen im Caprivi? - Namibia August 2019 24 Tage Dauergrinsen - Namibia August 2017 Roadbook 2017 & 2019
Themenstarter3'383 Beiträge · seit 200923. Mai 2019 · #52
Hallo Netti,

Du schreibst:
das deine Schorschine keinen Herzkasper bekommen hat …. ich wäre hinüber 😮 das braucht ja nun wirklich niemand. Hoffentlich hält die Karre jetzt wenigstens und hoffentlich bekommt ihr noch etwas an Geld zurück.
Aber irgendwie lässt einen die Geschichte auch schmunzeln, so Navi mäßig 😉 . Jetzt geht es nur noch bergauf, mein Freund auf der Bank sieht das auch ganz entspannt …… freu mich auf die Weiterfahrt 😎
Na das hätt´s ja auch nicht gebraucht, dass Du wegen dem Navi noch in die Wunden reinbohrst. 😉
Was meinst Du, was hier zu Hause bei den Erzählungen als ERSTES (!!!) auf den Tisch kommt - natürlich die Navi-Story. 😄

Liebe Grüße zu Dir, jetzt geht´s dann gleich wieder weiter.

der bayern schorsch
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Themenstarter3'383 Beiträge · seit 200923. Mai 2019 · #53
Tag 5, von Otavalo zum Cotopaxi

Gerädert und unausgeschlafen (es war wirklich das unbequemste Bett des Urlaubs) gehen wir zum Frühstück. Zumindest scheint jetzt am morgen die Sonne, und vielleicht haben wir Glück, es könnte doch auch mal ein guter Tag werden.
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In Otavalo schauen wir als erstes zum Markt am Plaza de los Ponchos. Das ist der große Marktplatz mitten in Otavalo, wo die indigenen Völker Ihre Waren zum Verkauf anbieten. Speziell Webartikel aller Art, Hüte, Bilder, Keramik und sonstiger Schnickschnack wird feilgeboten. Für uns ein willkommener Anlass, unserem kleinen Enkelkind ein ecuadorianisches Souvenier mitzubringen:
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Der Markt ist bunt, wir sind zum Glück wieder sehr zeitig unterwegs, so dass sich das Getümmel noch in Grenzen hält.
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Mag sein, dass am Samstag, wenn der Haupttag stattfindet, hier der Bär brummt. Für uns ging das alles recht ruhig und gesittet ab, es war ein kleiner netter Markt, mehr aber nicht. Aber wie gesagt – nett war´s auf alle Fälle.

Nach dem Marktbesuch wollen wir den Parque del Condor besuchen. Das von der holländischen Regierung finanzierte Naturschutzzentrum in luftiger Höhe ist Heimat des vom Aussterben bedrohten Kondors. Im Park werden verletzte Greifvögel aller Art gepflegt und nach gewisser Zeit wieder in die freie Wildbahn entlassen. Zwei Flugvorführungen (4 USD p.P.) , nämlich um 11.30 Uhr und 16.30 Uhr gibt es hier zu bestaunen. Solche Flugshows sind vom Prinzip her nicht jedermanns Sache. Greifvögel in freier Natur sind uns lieber, aber es erfüllt hier seinen guten Zweck und deshalb sehen wir die Sache auch positiv.

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Hier kommt dann noch (neben den prächtigen Exemplaren der Greifvögel) noch ein ganz besonderer Vogel:

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Hier in und um Otavalo gäbe es noch so Einiges zu sehen. Es gibt Lagunen, auf denen man mit dem Boot eine Ausflugstour unternehmen könnte, und 2 oder 3-stündige Wanderungen stehen ebenso auf der Aktivitätenliste. Für all das haben wir keine Zeit, denn wir haben noch die Strecke zu unserer nächsten Unterkunft vor uns, nämlich die 139 km entfernte Chilcabamba Lodge.
https://www.booking.com/hotel/ec/chilcabamba-lodge.de.html

Bis dahin ist es aber ein weiter Weg, besonders dann, wenn es am Nachmittag einen Wolkenbruch am anderen hat. Ab nachmittags ca. 14.00 Uhr hat es im Abstand von einer halben Stunde jedesmal sintflutartige Regengüsse, so was haben wir selten zuvor erlebt. Unglaublich, welche Wassermassen binnen kürzester Zeit die Zufahrtsstraße zur Chilcabamba-Lodge (3.487 m hoch) in eine schlammige Rutschpartie verwandelten. Das ganze übersäht mit Schlaglöchern. Wobei das Wort Schlaglöcher nicht das beschreibt, was es war, nämlich richtig tiefe und große Straßenabsenkungen. Das war nun eine Slalomfahrt vom Allerfeinsten. Wie oft haben wir über die „alte“ Straße von Kasane nach Nata gesprochen. Ein Witzchen im Vergleich zu dem, was wir hier angetroffen haben.

Die Hauptroute von Quito bzw. von Otavalo zum Cotopaxi führt normalerweise über die Panamericana Richtung Tombillo und Machachi. Von Machachi aus wäre es nicht mehr weit zu unserer Unterkunft gewesen. Wir haben aber den Nebenweg, nämlich über Sanggolqui gewählt, was im Nachhinein ein grober Fehler war.

Einige Male dachten wir wirklich ans Aufgeben, aber irgendwie und mit Hängen und Würgen sind wir dann doch in der Lodge heil angekommen. Einfach so nach dem Motto „Augen zu und durch“ - wir sind bestimmt zehn wenn nicht zwanzig mal richtig „aufgehockt“.

Aber gut – wir sind angekommen und zum Auto bleibt festzuhalten: wenn mir noch einer sagt, die Straßen in Ecuador sind doch „nicht so schlecht“, 🤩 dann weiß ich es mittlerweile besser. Mag die Panamericana im Bereich der größeren Städte in gutem Zustand sein – sobald man die Hauptroute verlässt und das Wetter macht nicht mit, dann ist Schluß mit lustig. Und zugegebenermaßen war unser Auto ganz einfach zu klein. Hier wäre mehr Bodenfreiheit dringend nötig gewesen und wir würden jedem „Nachahmer“ empfehlen, mindestens einen SUV auszuleihen.

Die Chilcabamba-Mountain-Lodge ist eine wunderschöne Unterkunft. Mitten im Andenhochland, am Fuße des 5.897 m hohen Cotopaxi, der der höchste freistehende aktive Vulkankegel der Erde ist. 2015 stiegen ungeheuerliche Rauchschwaden wochenlang aus dem Krater hervor, und die Gipfelbesteigung ist bis dato untersagt. Seit März 2017 ist jedoch zumindest eine Gletscherbesteigung bis auf eine Höhe von 5.300 m erlaubt.

Zum Glück bleiben wir in dieser schönen Unterkunft zwei Nächte, das haben wir gut gemacht. Im Nachhinein muss man sagen, dass man es hier durchaus auch eine Woche lang aushalten kann. Die Betreiber der Lodge sind unglaublich freundlich und bieten den wenigen Gästen eine absolut schöne Bleibe. Die angebotenen Aktivitäten suchen seinesgleichen, man kann Reitausflüge zum Cotopaxi machen, man kann angeln und es werden tolle Wandertouren angeboten.

Die Zimmer sind rustikal, piccobello sauber, und ein romantischer Holzofen sorgt für wohlige Wärme. Essen gibt’s in der Bauernstube vorm Kamin, ein wirklich perfektes Fleckchen Erde.
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Für die Übernachtung in der Chilcabamba Lodge haben wir pro Nacht für die "beste" und gleichzeitig größte Suite 124 USD incl. Frühstück bezahlt, und die Nebenkosten für´s Dinner und ebenso die Getränkepreise sind mehr als günstig gestaltet. Außer uns ist am ersten Abend noch ein deutsches Paar in der Lodge, außerdem ein höchst komisches Paar aus Australien (solche, die ohne Punkt und Komma reden) und dann noch eine Familie aus Ecuador.

Als Empfangscocktail haben wir ein sehr sehr leckeres Getränk bekommen:

einen CANELAZO, a traditional spiced hot drink from the Andes, made with

Cinnamon (Zimt)
Naranjilla ( die Lulo, auf Spanisch auch Naranjilla genannt, ist eine südamerikanische Kulturpflanze aus der Gattung Nachtschatten in der Familie der Nachtschattengewächse.
Sugar and Aguardiente (Zuckerrohrschnaps)

Dieses feine Getränk ist zu unserem Lieblingsgetränk in Ecuador geworden. Schade, dass man es hier in Deutschland wohl nicht kaufen kann.

Den Cotopaxi haben wir übrigens heute nicht gesehen. Er war zwar zum Greifen nah, aber total eingehüllt in dicke Nebelschwaden. Dafür gibt´s morgen superschöne Bilder von diesem majestätischen Berg.

Für morgen haben wir auch schon einen Reitausflug mit der Lodge gebucht. Drei Stunden (für mich völlig verrückt, denn das hält ein normaler Mensch (Mann) gar nicht aus), aber es wird ein herrlicher Tag werden.
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zuletzt bearbeitet 23. Mai 2019
1'412 Beiträge · seit 201323. Mai 2019 · #54
Lieber bayern-schorsch,
auch wenn der Start in euer Mietwagenrundreise-Abenteuer mehr als holprig war (nein, sowas möchte ich mir mit unserem ganzen Geraffel überhaupt nicht vorstellen), so machen die Bilder (und eure Zeit in Quito) doch richtig Laune und Lust auf Ecuador.
Ich darf dir verraten, daß seit gestern ein Ecuador-Galapagos-Reiseführer unsere Reisebibliothek bereichert 😎 😉 .
Und ein Anbieter für eine barrierefreie Tour schlummert ja auch schon dank deiner Infos in unserem Ecuador-Galapagos-Ordner 😄 .
Und nach Canelazo und diversen Zutaten (Aguardiente) habe ich auch schon gegoogled ... und ein Genuss in Deutschland scheint tatsächlich nicht unmöglich ... nur nicht gerade preiswert.

Mach' nur so weiter - noch ist bei uns für 2020 nichts gebucht ... 😄 .

In diesem Sinne - wir verfolgen dein südamerikanisches Abenteuer sehr aufmerksam und gerne.
Liebe Grüße
Beate & Stefan
LG Stefan Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19 Unsere Reiseberichte
zuletzt bearbeitet 23. Mai 2019
Themenstarter3'383 Beiträge · seit 200924. Mai 2019 · #55
Guten Morgen Beate und Stefan,

CANELAZO ist wirklich ein gaaaaaaanz leckeres Getränk. Uns hat das sehr gut geschmeckt, vor allem aber nach unserer Horrorfahrt zur Chilcabamba-Lodge. Der gute Mann wusste wahrscheinlich gar nicht, wie dringend nötig wir diese kleine Geste hatten.

Ecuador-Galapagos-Reiseführer kaufen, das hört sich schon mal gut an. Das Land ist einmalig, und mit Schiffsreisen kennt Ihr Euch ja aus. Unser Schiff hatte an Bord 6 oder 8 Pangas, da könnte ich mir gut vorstellen, dass es auch für Beate eine "Extra-Tour" gibt. Wir hatten oft zuerst mit den Pangas eine Tour entlang den Steilküsten, bevor es später an Land ging.

Viele herzliche Grüße zu Euch,
der bayern schorsch
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1'558 Beiträge · seit 201124. Mai 2019 · #57
Hallo Ihr beiden,
die vielen bunten Farben erinnern uns an den Urlaub in Guatemala im letzten Jahr. Auch dort sind die Märkte ähnlich bunt, aber mit anderen Motiven. ...und morgen geht es mit dem Pferd weiter - wie schön! 😄 🙂 Wir sind vor zwei Jahren auf Kuba durchs Vinales Tal geritten, es ist so schön, da man die Natur ganz anders wahrnimmt. Das wird bestimmt eine tolle Tour! Ich glaube, so allmählich könnte ich mir auch einen Urlaub in der Region vorstellen!! 🤩
Lieben Dank !

Gruß
Biggi
Meine Reiseberichte
Themenstarter3'383 Beiträge · seit 200925. Mai 2019 · #58
Hallo Biggi und hallo Konni,

lieben Dank für Eure Rückmeldung. Gestern hab ich´s nicht mehr geschafft, den nächsten Teil reinzustellen, dafür aber jetzt dann.

Biggi schreibt:
die vielen bunten Farben erinnern uns an den Urlaub in Guatemala im letzten Jahr. Auch dort sind die Märkte ähnlich bunt, aber mit anderen Motiven. ...und morgen geht es mit dem Pferd weiter - wie schön! 😄 🙂 Wir sind vor zwei Jahren auf Kuba durchs Vinales Tal geritten, es ist so schön, da man die Natur ganz anders wahrnimmt. Das wird bestimmt eine tolle Tour! Ich glaube, so allmählich könnte ich mir auch einen Urlaub in der Region vorstellen!! 🤩
Ja Biggi, das hast Du völlig recht. Auf dem Rücken eines Pferdes nimmt man die Natur und Landschaft völlig anders wahr, als wenn man zu Fuß unterwegs ist. Es waren ein paar traumhafte Stunden.

Konni schreibt:
CANELAZO ist wirklich ein gaaaaaaanz leckeres Getränk.
Lieber Bayern Schorsch,
da kann ich dir nur zustimmen!!!!!!!!
... dann sind wir auf einer Wellenlänge. Weißt Du, wo man hier in Deutschland so was kaufen kann? Stefan Löffel hat dazu etwas geschrieben.

Bis dann
der bayern schorsch
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Themenstarter3'383 Beiträge · seit 200925. Mai 2019 · #59
Tag 6, unsere zweiter Tag am Cotopaxi

Haben wir gestern bei Ankunft den Cotopaxi nur erahnen können, so zeigt er sich heute von seiner ganzen Schönheit. Es soll Reisende geben, die den Cotopaxi innerhalb einer Woche nicht einmal zu Gesicht bekommen haben. Was haben wir für ein Glück:
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Bevor wir zu unserem Reitausflug starten schauen wir uns auf dem Gelände der Mountain-Lodge um. In der Tat, ein schönes Plätzchen ist das hier:
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Schon kurze Zeit später sind wir im Cotopaxi Nationalpark, der Control-Norte Zugang ist 5,8 km von der Chilcabamba Lodge entfernt, ein Katzensprung. Wir wundern uns, dass man für den Nationalpark keinen Eintritt bezahlen muss. Es ist zwar ein Wärterhäuschen da und selbstverständlich muss man sich ins Logbuch eintragen, aber kosten tut das hier nichts. Auch nicht schlecht, das nehmen wir gerne an.
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Kurz hinter dem Control-Norte werden wir schon erwartet. Ein Guide sattelt die Pferde, gibt uns ein paar wenige Instruktionen und schon werden wir in die Chaps (von span. chaparajos) gesteckt, das sind lederne Beinkleider ohne Gesäßbesatz. Das hab ich im Internet nachgeschaut, wie diese „Lederbeinkleider“ heißen. Sieht komisch aus, beim nächsten Mal würde ich das Zeugs nicht mehr anziehen, denn die Bewegungsfreiheit ist dadurch sehr eingeschränkt.
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Und dann geht’s auch schon los – eine tolle Sache, wir waren zu Dritt unterwegs, nicht im Galopp und auch nicht im Trab, sondern unsere Pferde sind einfach dem Guide und seinem Pferd gefolgt. Schon nach 5 Minuten haben wir den ersten Kondor in freier Wildbahn gesehen. Das war schon sehr beeindruckend, leider sind unsere fotografischen Künste für ein gutes Bild nicht gut genug. Aber wir haben insgesamt 5 Kondore gesehen.
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Wir sind am Vorabend gefragt worden, ob wir eine, zwei oder drei Stunden reiten möchten. Unbedacht und voller Euphorie hab ich mich logischerweise gleich mal für die drei Stunden eingetragen, sehr zur Freude aber auch zur großen Überraschung meiner Schorschine. Na ja, hat sie sich gedacht, der wird schon wissen, was er tut.

Hat er natürlich nicht, der bayern schorsch. Nach 1 ½ Stunden haben meine Aduktoren 😈 derart geschmerzt, dass ich keinen Meter mehr weiter geritten bin. Also runter vom Pferd, und während Guide und Schorschine ihre größte Freude hoch zu Roß hatten, bin ich neben den Beiden schön brav dahergelaufen, das Pferd im Schlepptau. 🤪
Nach einer halben Stunde war dann wieder „alles gut“, und bevor ich mich total zur Lachnummer mache, bin ich doch die letzte halbe Stunde nochmal geritten.
Wir würden das sofort wieder machen. Auch ich! Das war soooo schön, durch kleine Flüsse und Bachläufe, bergauf und bergab, über blühende Wiesen, und immer den Cotopaxi vor der Nase. Was für ein wirklich schönes Erlebnis.
Wir sind mittags wieder zurück in unserer Hazienda, genehmigen uns einen Canelazo und schon sind wir wieder unterwegs. Wir wollen nochmal in den Park, es ist einfach unglaublich schön dort.

Auf 4.500 m Höhe gibt es einen Parkplatz, von dem man zur Schutzhütte Refugio Jose Ribas auf 4.800 m hochwandern kann. Die Luft ist in diesen Höhen derartig dünn, dass mir im wahrsten Sinne des Wortes die Luft wegblieb. Wir haben es versucht, und ich hab mich wirklich angestrengt. Aber außer, dass meine Kleidung (kurzärmlig und ohne Wollmütze) indiskutabel und völlig unzureichend war, konnte ich diese 300 Höhenmeter ganz einfach nicht hochlaufen. Nach 10 Minuten bekommt man (wenn man so drauf ist wie ich) sämtliche Zustände. Kopfweh (trotz Aspirin), Übelkeit – halt einfach das komplette Höhen-Negativ-Programm. Leider – wir wären sehr gern hochgegangen, aber Schorschine allein da hoch ist auch keine Alternative.

Und dabei wär´s gar nicht so weit gewesen, wie man an den nächsten Bildern sieht:
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Wir lassen uns aber die gute Laune nicht verderben, denn heute war ein total schöner Tag.
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Auf dem Rückweg zur Lodge sehen wir viele Wildpferde, und was uns hier in Ecuador immer wieder fasziniert hat, das war das Wetter, das sich oft binnen wenigen Minuten von superschön in superschlecht verwandelt hat. Unglaublich, das waren wunderbare Stimmungen:

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Beim nächsten Bild kann man sehen, wie sich binnen von Minuten die Wetterlage total veränderte:

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Abends in der Lodge gibt’s dann wieder ein sehr gutes Dinner. Heute stand Lasagne auf dem Programm (all you can eat), davor eine der besten Locros, die wir in Ecuador gegessen haben und Salate zum Abwinken. Dazu das gute „Pilsener“ (nicht importiertes, sondern local beer), ja hier lässt sich´s gut aushalten. Was uns besonders gut gefallen hat, war die klassische Musik im Hintergrund. Das hat alles derart gut gepasst und hat für tolle Stimmung gesorgt.

Was natürlich auch so eine Sache war: wir waren ja noch gar nicht ganz beim Abendessen gesessen, schon haben sich die Angestellten nach dem Reitausflug erkundigt und wie denn das so war. Sie hätten nämlich gehört, dass da jemand abgestiegen und sein Pferd zu Fuß geführt hat. Na ja, zum Glück hab ich mit solchen Geschichten kein Problem. 😉 😄

Die Betten waren bequem, der Holzofen sorgte wieder für wohlige Wärme, es ist alles perfekt hier. Bis auf die Höhe.
Die Lodge liegt zwar „nur“ auf 3.500 m, aber – so gut Schorschine die Höhenluft auch vertragen hat – mir hat das nicht gut getan. Ohne mindestens 2 Aspirin hätte ich schlaflose Nächte gehabt. Komisch, denn eigentlich dachte ich, dass mir das überhaupt nichts ausmachen würde. Aber na ja, man wird anscheinend doch ganz schön alt mittlerweile.
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zuletzt bearbeitet 25. Mai 2019
49 Beiträge · seit 200925. Mai 2019 · #60
Hallo Bayern Schorsch,
bin heute durch Zufall auf deinen Reisebericht und die eingestellten Bilder gestoßen. Schaue sonst nur auf Beiträge über das südliche Afrika.
Mein Gedanke war: " Equador kennst du doch - schau mal auf die Bilder." Und ich sah viel Bekanntes. Einige meiner Bilder zeigen fast identische Motive.
Das Land ist für mich fast genauso interessant wie Namibia, Botswana...
Durch den Amazonas-Regenwald hat es auch
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noch etwas Besonderes. Wer eine private Reise nach Equador plant und einen guten deutschsprachigen Guide sucht, darf sich gern an mich wenden.
zuletzt bearbeitet 25. Mai 2019