franzicke2'085 Beiträge · seit 201218. Mai 2019 · #21
Ja, da schau her - der Bayern Schorsch (und ich mal wieder auf den letzten Drücker), das freut mich wirklich sehr! Und ganz besonders freut mich dabei, dass du mit Chrigu das Thema offensichtlich ganz offen angegangen bist und es damit im Namibia-/Afrika-Forum auch Platz gibt für andere schöne Ecken auf der Welt . Das zeigt halt mal wieder den sensiblen Kern im bajuwarischen Kerl 😘
Jetzt bin ich aber mal echt gespannt, ich hab schon nach ersten Rückmeldungen bei unseren hessischen Freunden gebohrt, aber ein Bericht aus erster Hand ist natürlich was ganz anderes - und von dir allemal! Schon mal Danke-Grüße und ein Extra-Grüße an deine Conny 😘 Ingrid
bayern schorschThemenstarter3'383 Beiträge · seit 200919. Mai 2019 · #24
Tag 1, Flug nach Ecuador und Ankunft in Quito:
Die Avianca wartet auf uns am Flughafen in München:
Abflug von München abends um 22.45 Uhr mit der kolumbianischen AVIANCA, immerhin Member of the Star-Alliance. Der Flug startet (das haben wir selten zuvor erlebt) 5 Minuten vor der planmäßigen Abflugszeit, und schwubs sind wir 12 Stunden später, also grad mal nach ein paar wenigen Stunden, in Bogota / Kolumbien, gelandet. Dort gibt’s einen Zwischenaufenthalt von ein paar Stunden, den wir uns mit freundlichen Kolumbianerinnen und beim „Hut probieren“ vertreiben.
Insgesamt sind wir rund 14 Stunden in der Luft und 3 Stunden am Boden, also schlägt die gesamte Zeit mit rund 17 Stunden zu Buche. Dafür sind wir aber jetzt auch in Südamerika!
Das Essen an Bord war nicht gut, der Service regelrecht schwach. Allerdings kam ich als großgewachsener Mensch in den Genuss, einen XL-seat zu bekommen, und das zum Nulltarif. Zwei Reihen hinter Schorschine, also waren wir nicht all zu weit voneinander gesessen. Ein upgrade in die Business-Class war nicht zu bekommen, der Flug war fully booked.
Was soll ich sagen? Die 12 Stunden Langstrecke vergehen schon irgendwie. Mehr oder weniger quält man sich durch die Nacht, aber man weiß ja, auf was man sich eingelassen hat. Mit einem leichten Schlaftabletterl, dem einen oder anderen Film im Entertainment, so vergeht Stunde um Stunde.
Auf Grund der Zeitverschiebung von immerhin 7 Stunden landeten wir überpünktlich morgens um 9.00 Uhr auf dem Aeropuerto Internacional Mariscal Sucre. Perfekt – jetzt sind wir also in Quito, der immerhin mit 2.850 m höchstgelegenen Landeshauptstadt der Welt. Wow!!! 🙂 😁
Ein gutes Gefühl kommt auf, denn oft ist man nicht in diesen Höhen unterwegs. Aber das Ganze soll ja noch viel viel höher werden. Der Flughafen liegt ca. 40 km außerhalb der Stadt bzw. von unserer Unterkunft entfernt. Man muss wissen, dass Quito mit seinen 2,5 Mio Einwohnern eine Längsausdehnung von sage und schreibe 60 km (!!!) hat, und das bei nur wenigen Kilometern Breite. Eingebettet in die Andengebirgskette, das sieht schon alles mehr als krass aus und ist fototechnisch gar nicht so recht einzufangen. Hier ein paar Eindrücke dieser großen Stadt:
Zurück zum Flughafen: wir ordern ein Taxi (25 USD) und brauchen für die Strecke vom Flughafen bis zu unserem Gästehaus eine Stunde. Der Verkehr ist dicht, und obwohl wir am Flughafen mit dem Taxichef klar vereinbart haben, dass uns unsere Taxifahrerin an einem Bankomaten vorbeifährt, fährt die gute Frau uns prompt bis vor die Türen unseres Gästehauses. Hmmmm...., das ist eigentlich nicht so gelaufen, wie ich mir das vorgestellt habe. Also musste uns der Sohn unseres Gästehauses das Taxi auslösen 😮 , und mit eine unserer ersten Aufgaben war, in Quito einen Bankomaten ausfindig zu machen.
Die Sache mit dem Geld sorgte ja schon zu Hause für kleinere Meinungsverschiedenheiten. 😈 Wäre es nämlich nach meiner Schorschine gegangen, so hätte man bereits hier in Deutschland incl. den entsprechenden hohen Gebühren die Dollarnoten besorgen sollen. Das widerum gefällt dem guten Schorsch überhaupt nicht, schließlich hat man doch hier in der großen Stadt jede Menge Bankomaten. Na ja, man lernt halt nie aus, denn ein paar Dollars wären schon recht gewesen. Erst beim fünften oder sechsten Automaten bekamen wir Bargeld, nämlich bei der Banco Pichincha, und so war auch für Schorschine die Welt endlich wieder in Ordnung. Zurück im Gästehaus haben wir als erstes unsere „Schulden“ zurückbezahlt, und dann haben wir eingecheckt.
Preis 97,60 USD eine Nacht in der Penthouse-Suite für 2 Pers. incl. breakfast und incl. Tax, das war die Bleibe für die nächsten drei Nächte. Zur näheren Auswahl (nach genauer Recherche und dem Lesen unzähliger Reviews) standen das Casa Eden, das Casa Ecuatreasure oder eben unser gebuchtes Casa Gardenia, alle Häuser in der Altstadt Quitos, also sehr zentral gelegen.
Mit dem Casa Gardenia hatten wir Glück. Schon bei der Ankunft wurden wir als erstes zu einem späten Frühstück zu Tisch gebeten, das hat schon mal einen guten Eindruck gemacht. Unser Zimmer war auch schon bezugsbereit, und so war im dritten Stock mit einer schönen großen Dachterrasse (den Blick über Teile Quitos gibt’s gratis dazu) für die Schorschens aus Bayern alles perfekt hergerichtet.
Am Nachmittag sind wir dann in aller Ruhe zu einer ersten Altstadttour aufgebrochen. Die erste Anlaufstation war natürlich der Plaza Grande bzw. der Plaza de la Independencia. Dort auf einer Bank zu sitzen und dem Treiben von gefühlt einer Million Menschen zuzuschauen, ist für uns Luxus pur. Was für Eindrücke, was für Szenen:
An einem exponiertem Platz direkt am Plaza Grande liegt auch das Hotel Plaza Grande.
Für uns eine perfekte Anlaufstation, um dem Großstadtgewühl für ein paar Minuten zu entkommen und gleichzeitig die Gelegenheit zu haben, in höchst gediegenem Ambiente den Toilettengang zu absolvieren. Ein tolles Hotel, dieses Plaza Grande. Jetzt wussten wir, weshalb unsere Kid´s hier vor ein paar Jahren ihre Flitterwochen verbrachten. Beim Betrachten der Preisliste wussten wir dann auch, weshalb wir „alte Herrschaften“ die kleinen Gästehäuser Quitos bevorzugen. 😄 😉
Die nächste Station war dann die Basilica del Voto Nacional. Diese 140 Meter lange und 35 Meter breite Basilika ist ein „must do“ im Zentrum der Altstadt Quitos. Die beiden Kirchtürme sind die höchsten Bauten Quitos und es gibt in der Kirche für jede Provinz einen eigenen Altar. Immerhin in der Summe 24 Stück! Der schmale Nordturm der Kirche ist von den beiden Südtürmen aus über einen Bretterlaufsteg (sehr wackelig) und dann über höchst gewagte Konstruktionen aus Metalltreppenleitern erreichbar. Nur für total schwindelfreie Menschen geeignet, wobei sich der bayern schorsch entgegen der guten Schorschine nicht lumpen ließ und abenteuerlustig in wahrhaft schwindelerregenden Höhen den umwerfenden Blick über Quito genießen durfte.
Tausend Dinge gäbe es speziell im Bereich der Altstadt anzuschauen. Aber wir sind müde. Und wir sind hungrig. Also gehen wir, nachdem wir am Bankomaten der Pichincha-Bank nochmal entsprechend Dollar gezogen haben, ins nächstbeste Restaurant, das uns über den Weg lief. Zufällig haben wir dann im Nachhinein festgestellt, dass uns dieses Lokal (unter vielen anderen) auch von unserem Gästehausbetreiber empfohlen wurde. Das „Hasta la Vuelta“ sah recht nett aus, oben im zweiten Stock hatte man einen schönen Ausblick, aber das Essen war keine Sensation. Gegessen haben wir ecuadorianisch, nämlich eine Suppe „Locro de Papa“ und „Fritada“, das sind Schweinefleischstückchen im eigenem Saft geschmort, dazu etwas Maisbeilage.
Guten Morgen Bayern Schorsch, nein, wie schön ist dieser Zufall! Komplett überrascht entdecke ich diesen Reisebericht und freue mich riesig, da wir letzten Dienstag von unserer Reise nach Ecuador/Galapagos zurückgekehrt sind und immer noch nicht verstehen warum wir zurück geflogen sind. Zuhause herrscht noch Chaos, die vielen Fotos sind noch nicht sortiert und und und.. Gerne stehlen wir uns für kurze Zeit davon und reisen anhand Deines Reiseberichtes wieder zurück in eines der südamerikanischen Paradiese.
LIebe Grüße aus dem Norden
Strassenkind
Clamat1'425 Beiträge · seit 201319. Mai 2019 · #27
Hi Bayern Schorsch, Vielen Dank für deinen Reisebericht, da werden Erinnerungen wach. Das Hotel Plaza Grande durften wir 2006 für eine Nacht genießen 🙂 Übrigens kannst du unten in unsrer Signatur Reiseberichte aus Chile/Argentinien finden LG aus den Westfjorden in Island Claudia
Enilorac65768 Beiträge · seit 201719. Mai 2019 · #28
Hallo, nehmt ihr mich auch noch mit? Eure Reise tönt interessant. Habt ihr die Höhe gut vertragen?
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
2024: Namibia und Südafrika
2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
Hola Bayern Schorsch In Quito habt ihr besser gewählt als wir. Es standen dieselben Hotels für uns zur Wahl...wir wählten die Casa Eden....was falsch war, es war sehr laut, weil an einer belebten Strasse gelegen 🤩 Ich freue mich auf die Fortsetzung ! Hasta luego Malbec
Daxiang5'050 Beiträge · seit 201420. Mai 2019 · #30
Hi Bayern-Schorsch,
schön, dass du hier von euren Erlebnissen in Ecuador und Galapagos berichtest! Ich reise gerne mit Euch und freue mich auf viele schöne Bilder. Wir waren bis jetzt 2 Mal (Kleingruppenreise) dort und kamen jedesmal begeistert wieder.
bayern schorschThemenstarter3'383 Beiträge · seit 200920. Mai 2019 · #31
Hallo zusammen,
vielen Dank an Euch für Euer Interesse. Danke auch an alle "Danke-Button-Drücker". 😘 😁
Casimodo/Carsten schreibt:
wow, damit habe ich nicht gerechnet 😎 😘 Ich lese später, wenn Du die Bilder eingestellt hast
Ja ja, da staunst Du, gelle!?! Hast nicht damit gerechnet, dass ich sooooo schnell bin. 😉
Strassenkind aus dem Norden schreibt:
nein, wie schön ist dieser Zufall! Komplett überrascht entdecke ich diesen Reisebericht und freue mich riesig, da wir letzten Dienstag von unserer Reise nach Ecuador/Galapagos zurückgekehrt sind und immer noch nicht verstehen warum wir zurück geflogen sind. Zuhause herrscht noch Chaos, die vielen Fotos sind noch nicht sortiert und und und.. Gerne stehlen wir uns für kurze Zeit davon und reisen anhand Deines Reiseberichtes wieder zurück in eines der südamerikanischen Paradiese.
Grüss Dich - ja das ist wohl ein Zufall. Jetzt bin ich selbst gespannt, ob unsere Tour sich in etwa mit der Euren deckt. Schau ma mal ....
Claudia/Clamat schreibt:
Vielen Dank für deinen Reisebericht, da werden Erinnerungen wach. Das Hotel Plaza Grande durften wir 2006 für eine Nacht genießen 🙂 Übrigens kannst du unten in unsrer Signatur Reiseberichte aus Chile/Argentinien finden
Sag mal, Du warst doch auch schon in jeder Ecke dieser Welt ?!? 😉 Und ja, das Plaza Grande ist wirklich ein besonders schönes Haus, auch wenn wir nur die Toiletten kennen. Die haben´s aber scho in sich! Und unsere Kid´s waren vor ein paar Jahren total begeistert. Auf der Dachterrasse wollten wir gerne zum Dinner einen Tisch reservieren. Da ist uns aber der Schnabel sauber geblieben. Es war nur für exclusive Gäste, u.a. natürlich auch für die Hotelgäste, reserviert. Dein Tipp mit RB von Euch zu Chile und Argentinien ist schon notiert. Vielen Dank dafür.
Malbec schreibt:
In Quito habt ihr besser gewählt als wir. Es standen dieselben Hotels für uns zur Wahl...wir wählten die Casa Eden....was falsch war, es war sehr laut, weil an einer belebten Strasse gelegen 🤩 Ich freue mich auf die Fortsetzung ! Hasta luego
Oh ja, da haben wir wohl Glück gehabt. Unser Zimmer war nach hinten raus zur Dachterrasse. Super gelegen mit Blick über Quito und trotzdem ruhig. Das Casa Eden war lange unser Favorit.
Konni schreibt:
schön, dass du hier von euren Erlebnissen in Ecuador und Galapagos berichtest! Ich reise gerne mit Euch und freue mich auf viele schöne Bilder. Wir waren bis jetzt 2 Mal (Kleingruppenreise) dort und kamen jedesmal begeistert wieder.
Ihr gehört eindeutig auch zu den VIEL - und WEITGEREISTEN. Wobei mich "Kleingruppe" bei Euch wundert. Es ist, grad wenn man schon mal dort war, eigentlich eine recht einfach zu bereisende Destination.
So - dieses Mistwetter kommt mir grad recht, da hab ich später noch ein kleines Kapitel über unseren zweiten Tag in Quito.
bayern schorschThemenstarter3'383 Beiträge · seit 200920. Mai 2019 · #32
Tag 2 in Quito – Wandertag
Nach einer perfekten Nacht, in der wir hervorragend geschlafen haben, sind wir frühmorgens putzmunter und freuen uns auf den heutigen Tag. Das Frühstück war reichlich und gut, vor allem haben wir (nicht nur in diesem Gästehaus) sehr viel frische Früchte am Frühstückstisch gefunden. Dazu die obligatorische Eierspeise (Spiegeleier, Rühreier oder Omelett), einen guten Kaffee, und so kann der Tag beginnen. 🙂
Wie immer haben wir von unserer Dachterrasse aus einen tollen Ausblick auf Quito, heute morgen noch mit ein paar Wölkchen am Himmel. Apropos Wetter: es war die Tage in Quito schwülwarm, meist leicht bedeckt und nur wenig sonnig. Vielleicht zum Glück, denn durch die unmittelbare Lage am Äquator hat die Sonne eine derartige Intensität, dass wir schon am ersten Tag leichte Rötungen auf der Haut hatten.
Auf dem folgenden Bild sieht man rechts den sogenannten Brötchen-Hügel von Quito, den El Panecillo, der immerhin eine Höhe von 3035 m hat, und diesen kleinen Hügel möchten wir heute vormittag zu Fuß erkunden.
Oben auf der runden Kuppe steht eine im Jahr 1977 errichtete, etwas verunglückte Nachbildung der „beflügelten“ Jungfrau Bernardo de Legarda, satte 124 Tonnen schwer und mit 41 Metern Höhe eine stolze Bewacherin der Hauptstadt.
Auf dem Weg nach oben kommen wir zunächst aber noch in der Calle la Ronda vorbei, die älteste Gasse Ecuadors mit wunderschön renovierten, uralten Häusern. Das schön restaurierte und wiederbelebte sevillanische Gässchen erstrahlt in ganz besonderem Glanz.
Wir nehmen zum Gipfel hoch den direkten, sprich den kürzesten, über zig Stufen und damit auch beschwerlichsten Weg, und oben angekommen haben wir dann im Reiseführer folgendes gelesen:
trotz verbesserter Polizeipräsenz wird geraten, nicht den direkten Weg zum Brötchen-Hügel zu nehmen, sondern unbedingt, wenn man schon zu Fuß unterwegs ist, nur in einer Guppe zu laufen. Oder am besten gleich mit dem Taxi. Man wäre nicht der erste Tourist, der in den steilen und engen Treppengässchen überfallen wird.
Hm... also uns wäre nichts aufgefallen, und überhaupt zum Thema Sicherheit: untertags hatten wir kein einziges mal das Gefühl, dass da irgendwas „gefährlich“ werden könnte. Abends, ja abends, da sollte man sicherlich dunkle Straßen und Gassen meiden, aber das sagt einem ja schon der gesunde Menschenverstand. Übrigens wurde uns im Casa Gardenia als allererstes ein Stadtplan in die Hand gedrückt. Die Warnung war unmissverständlich:
rote Straßen – bitte am besten nie begehen gelbe Straßen – bitte mit Vorsicht zu genießen grüne Straßen – ja, da dürfen sogar wir Touris frei herumlaufen.
Na das hört sich doch schon mal alles sehr furchterregend an. Fakt ist, und wir haben uns bestimmt ganz normal und frei bewegt: es war nichts, und zwar nicht das Geringste. Zugegeben, man schaut sich schon öfters mal etwas vorsichtiger um und man ist, sagen wir mal, leicht sensibilisiert. Aber übertreiben braucht man die ganze Sache mit der Sicherheit sicherlich nicht.
Etwas unterhalb des Brötchen-Hügels machen wir dann diese Entdeckung: ein Schuhaufbewahrungsort der Extra-Klasse:
Nach dem Brötchen-Hügel El Panecillo haben wir uns vom Taxi auf die andere Seite der Stadt fahren lassen. Eine halbe Stunde Fahrt, 3 USD haben wir bezahlt, und schon waren wir am Teleferico, das ist die Seilbahn, die uns in grad mal 10 Minuten auf den Hausberg von Quito, den Rucu Pichincha, hochbringt. Die Seilbahn führt zum 4.000 m hohen Bergvorsprung Cruz Loma. Dort ist die Aussicht auf die Millionenstadt sehr beeindruckend. Hat man Glück (was wir nicht hatten), sieht man von hier bis zum Cotopaxi, Cotacachi und anderen Vulkanen.
Das Ticket hin und zurück kostet für die Ausländer 9 USD, für ausländische Senioren 6,50 USD, da ist der bayern schorsch sofort dabei und ich gehe auch ohne Vorzeigen eines Reisepasses schon allein vom Aussehen her locker als Senior durch. 😄 Die Aussicht dort oben ist in der Tat grandios, und man könnte von der Bergstation bzw. dem Bergvorsprung (4.050 m) zum Gipfel des Rucu Pichincha (4.698 m) hochwandern, allerdings ist uns diese Wanderung für den heutigen zweiten Tag hier in diesen Höhen doch zu gewaltig.
Dafür laufen wir einfach den Weg mit gefühlt ein paar tausend anderen Wanderern (teilweise in Flip Flops und Achselshirts, mit entsprechend glühend roten Schultern) ein halbes Stündchen nach oben, wo ein leckeres und verführerisches Essensangebot auf uns wartet. Empanadas vom Feinsten (Pasteten in Teigtaschenform, im schwimmenden Fett rausgebraten) – extrem lecker !!! oder Hornado (Schweinefleisch süßlich mit Haut) oder auch Mais- und Bananengerichte. Das Lieblingsgericht des Andenhochlandes, nämlich Cuy Asado, das sind gegrillte Meerschweinchen, 😈 wird hier oben nicht angeboten. Zu dumm nur, dass uns keiner erzählt hat, dass hier oben schon bald ein Gourmetkoch seine Künste betreibt, sonst hätten wir uns nicht vorher schon an der Bergstation einen Burger reingedrückt. Für eine Empanada hat´s aber immer noch gereicht.
Der Rückweg gestaltete sich mal wieder so richtig „bayern-schorsch-like“. Alle, aber auch wirklich alle Menschen, die sich eine Fahrkarte für die Seilbahn gekauft haben, sind natürlich auch mit der Seilbahn wieder zurück in die Stadt gefahren. Aber das kann ja jeder – wir beschließen für uns, den Rückweg zu Fuß anzutreten. Nichts ahnend, dass wir nach knapp 4 Stunden immer noch irgendwo am Berg herumgeirrt sind. Hier gibt´s nämlich keine Wegmarkierungen – es gibt nichts. Das ist zwar auch recht nett, wenn man mal so ganz allein unterwegs ist, aber nach ein paar Stunden ohne irgendeiner Orientierung (außer dass es halt ständig abwärts geht) wird’s einem dann doch mulmig. 😕 😮
Was für ein Glück, dass wir dann bei den ersten Häuseransammlungen einen freundlichen Busfahrer (der hat sich wahrscheinlich gedacht, da kommen 2 total Verrückte), der gerade seinen Bus gewaschen hat, getroffen haben. Der Mann hat die Situation bei unserem Anblick sofort gecheckt und uns mit „Händ und Füß“ zu verstehen geben: bitte einsteigen, er fährt jetzt dann eh zum Centro und würde uns mitnehmen. Oh ja – das ist grad noch gut gegangen, und wir waren dem Busfahrer zutiefst dankbar.
Was für ein Tag! Das war schon sehr sehr anstrengend. Am morgen die kleine Wanderung zum Brötchen-Hügel, am nachmittag dann den Hausberg Rucu Pichincha. Vor allem aber der Rückweg in die Stadt, das war schon wieder mal Abenteuer pur. Aber es war klasse und ist mehr als typisch für uns. Und stolz sind wir außerdem auch auf uns. Denn wer geht schon freiwillig diesen Berg da runter.
Zu unserer eigenen Belohnung sind wir dann abends in ein ganz tolles Lokal zum Dinner gegangen. Der Tipp stammt von Wolfram (der hier im Forum Mitglied ist), von dem wir auch zu Galapagos den einen oder anderen Rat bekommen haben. Vielleicht liest er hier mit – das würde uns freuen. Das Lokal war das Restaurante Mirador im Hotel Castillo Vista del Angel. Allein der Name sagt schon alles: einen superschönen Blick zum El Panecillo, wir wurden perfekt bekocht, und das zu einem sehr günstigen Preis. Einen Tisch hatten wir nicht vorbestellt, und wir waren die einzigen Gäste. Schade eigentlich, denn das Lokal und auch das Ambiente war sehr schön und hätte mehr verdient, als dass da grad mal zwei Leute aus Deutschland drinsitzen.
Abends dann noch auf unserer Dachterrasse einen kurzen Absacker und wie immer den faszinierenden Blick über die Stadt genießen - das ist Luxus in seiner schönsten Form. Und irgendwie können wir immer noch nicht glauben, wo wir hier gelandet sind. In Südamerika, es ist unfassbar, wir weit wir von zu Hause weg sind. 😮
sphinx1'624 Beiträge · seit 201520. Mai 2019 · #33
Hallo Bayern Schorsch so manches kommt mir doch bekannt vor 🙂 , wenn auch die Gässchen bei uns deutlich voller waren. Bin gespannt auf Eure Tour! Und ob Deine Argumente für eine Kreuzfahrt mich überzeugen können (wenn ich ehrlich bin, langweile ich mich schnell bei Bootsfahrten und habe viel zu wenig Auslauf dabei). Ich lass mich überraschen. Herzlich grüßt aus Gießen Elisabeth
franzicke2'085 Beiträge · seit 201220. Mai 2019 · #34
... den Mutigen gehört die Welt - oder zumindest der Berg 🤪 Da legt ihr ja gleich mal das Turbo-Aktiv-Programm vor, mir geht schon beim Lesen die Puste aus! Gefällt mir aber ausgesprochen gut - gerade auch, dass ihr euch nicht so kirre machen lasst, sondern euch in bewährter Schorschen-Manier ins Leben stürzt. Viele Grüße Ingrid
hab deine RB gerade eben erst gefunden, und hab mich schnell mal auf den neuesten Stand gebracht. Ist superinteressant, lieben Dank dafür. Da bleibe ich sehr gerne am Ball 🙂
Gabi-Muc2'191 Beiträge · seit 201620. Mai 2019 · #37
Hallo Bayern Schorsch,
ich bin mit Feuereifer dabei. Und was ich sehr erstaunlich finde - etliche Namibia-Fomis waren auch schon in Ecuador.
So weiss ich doch, wen ich bei meiner Reiseplanung zu diesem Land befragen kann. Ein Parallel-Forum habe ich nämlich auch nicht wirklich gefunden (nur dieses Latin-Forum mit Deinem Beitrag 😉 ).
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
Das Ticket hin und zurück kostet für die Ausländer 9 USD, für ausländische Senioren 6,50 USD, da ist der bayern schorsch sofort dabei und ich gehe auch ohne Vorzeigen eines Reisepasses schon allein vom Aussehen her locker als Senior durch.
Also Schorsch weiste ..... 🤢 🤢 🤢 😄 ich mag deine Reiseberichte sehr, immer was zum Schmunzeln 😉 ihr traut euch ja was - den Berg runter laufen, klar - ich hätte Schnappatmung bekommen. Hey, aber was für wunderschöne Aufnahmen, bin in einer neuen Welt eingetaucht und sehr gespannt, was noch alles so kommt. LG von der Netti
bayern schorschThemenstarter3'383 Beiträge · seit 200921. Mai 2019 · #39
Hallo zusammen,
das Wetter ist nach vor ein "mistiges", also bleibt wieder Zeit, Reisebericht zu schreiben. 😁
Elisabeth/Sphinx schreibt:
so manches kommt mir doch bekannt vor 🙂 , wenn auch die Gässchen bei uns deutlich voller waren. Bin gespannt auf Eure Tour! Und ob Deine Argumente für eine Kreuzfahrt mich überzeugen können (wenn ich ehrlich bin, langweile ich mich schnell bei Bootsfahrten und habe viel zu wenig Auslauf dabei). Ich lass mich überraschen.
Hallo Elisabeth, ich freue mich, dass Du uns begleitest. Danke dafür 😘 Die "vollen bez. leeren Gässchen" kann ich Dir schon begründen: kommt halt drauf an, zu welcher Uhrzeit du unterwegs bist. Die Calle le Ronda besuchten wir sehr zeitig am morgen. Ich denke, dass abends, wenn die Lokale geöffnet haben, dort ein ganz anderer Rummel herrscht. Wir wollten eigentlich gerne zum Abendessen nochmal dort hin, haben´s aber nicht geschafft. Ja und was die Cruise anbelangt - lass Dich einfach mal überraschen. 😉
Ingrid/Franzicke schreibt:
Da legt ihr ja gleich mal das Turbo-Aktiv-Programm vor, mir geht schon beim Lesen die Puste aus! Gefällt mir aber ausgesprochen gut - gerade auch, dass ihr euch nicht so kirre machen lasst, sondern euch in bewährter Schorschen-Manier ins Leben stürzt.
Ja - man sollte sich wirklich nicht "kirre" machen lassen. Mit nötigem Respekt vor dem fremden Land und einer Portion gesundem Menschenverstand läuft das im Regelfall alles wie geschmiert. Aber wem erzähle ich das, Ihr wisst es genau so gut wie wir .....
Bernd/Kiboko schreibt:
der Kiboko fährt auch gerne mit. 2014 war ich mit Lichtangler im Hochland und auf Galapagos unterwegs. Somit bin ich jetzt gespannt, was Ihr so gesehen und erlebt habt.
Hallo Bernd, welche Ehre!!! Das freut mich wirklich außerordentlich, von Dir zu hören. Das weißt Du! 🙂 Ja, wir haben viel erlebt. Das Andenhochland war absolut krass, und über die Galapagos brauch ich Dir ja nichts erzählen. Es dauert aber noch, bis wir zu den Inseln kommen. Also noch etwas Geduld.
Uwe/Sternschnubi schreibt:
hab deine RB gerade eben erst gefunden, und hab mich schnell mal auf den neuesten Stand gebracht. Ist superinteressant, lieben Dank dafür. Da bleibe ich sehr gerne am Ball 🙂
Schön, dass Du auch mit an Bord bist. Und "superinteressant" war die Reise in der Tat. 🙂
Gabi schreibt:
ich bin mit Feuereifer dabei. Und was ich sehr erstaunlich finde - etliche Namibia-Fomis waren auch schon in Ecuador. So weiss ich doch, wen ich bei meiner Reiseplanung zu diesem Land befragen kann. Ein Parallel-Forum habe ich nämlich auch nicht wirklich gefunden (nur dieses Latin-Forum mit Deinem Beitrag 😉 ).
Hallo Gabi, das ist in der Tat erstaunlich, wie viele Fomis bereits in Ecuador und auch auf den Galapagos waren. Mich freut das dadurch um so mehr, denn so kann der eine und andere seine eigenen Reiseerlebnisse wieder nachempfinden.
Netti schreibt:
Das Ticket hin und zurück kostet für die Ausländer 9 USD, für ausländische Senioren 6,50 USD, da ist der bayern schorsch sofort dabei und ich gehe auch ohne Vorzeigen eines Reisepasses schon allein vom Aussehen her locker als Senior durch.
Also Schorsch weiste ..... 🤢 🤢 🤢 😄 ich mag deine Reiseberichte sehr, immer was zum Schmunzeln 😉 ihr traut euch ja was - den Berg runter laufen, klar - ich hätte Schnappatmung bekommen. Hey, aber was für wunderschöne Aufnahmen, bin in einer neuen Welt eingetaucht und sehr gespannt, was noch alles so kommt.
Liebe Netti, ich war sehr erstaunt, dass ich einfach so als Senior durchging. Im Regelfall heißt das immer: oh- sind sie denn schon so alt !?! 😉 😉 😉 😉 😉
bayern schorschThemenstarter3'383 Beiträge · seit 200921. Mai 2019 · #40
Tag 3, noch ein ganzer Tag in Quito:
Und wieder haben wir gut geschlafen. Zum Glück in einem kingsize-bed mit durchgehender Matratze und vor allem durchgehender Decke. Übrigens war das bei allen Unterkünften so. Das hab ich also gut gemacht!!! 😉 😘
Was steht für heute auf dem Programm? Genau – mit so einem roten „Hop-on-hop-off-Bus“, da wollen wir eine Tour machen, um auf bequeme Art und Weise die Stadt zu erkunden. Leider konnte uns unser Gästehaus nicht so recht sagen, wo denn die Einstiegsmöglichkeiten für die Bustour waren, also liefen wir einfach mal (wie meist) zum Plaza Independencia, dort trifft sich eh alles, was Rang und Namen hat und ist (für uns zumindest) so was wie der Ausgangspunkt für alle möglichen Unternehmungen.
Und siehe da – keiner hat´s uns gesagt, keiner hat uns drauf hingewiesen: den Bus haben wir zumindest für den Moment nicht gefunden, dafür aber sind wir mittendrin bei der allwöchentlichen Wachablösung, die immer am Montag um 11.00 Uhr stattfindet. Dann marschieren die Granaderos wie lebensgroße Spielzeugsoldaten auf den Platz. Ein tolles Spektakel, das wir glücklicherweise hautnah miterleben dürfen:
Was für ein Menschenauflauf. Kurioserweise durften wir als Touris innerhalb der Absperrungen uns frei bewegen, alle Einheimischen mussten außerhalb der Absperrung im Menschengetümmel ihren Platz suchen. Eigenartig, aber wir nehmen dieses kleine Privileg gerne an.
Nach dieser Aufführung wollen wir den Food-Market besuchen. Das ist eine riesige Halle, ähnlich den Hallen der Viktualienmärkte bei uns zu Hause, jedoch mit einem komplett anderen Angebot. Bier und Wein, das lass sein, denn es gibt hier entweder Fruchtsäfte (sehr lecker) oder Wasser. Das war´s dann schon, was das Trinken anbelangt. Aber Food-technisch gibt es alles, was man sich so denken kann. Wir probieren eine Gambas-Suppe. Die Gambas sind gut, die Suppe schmeckt exakt wie in Thailand. Ausgezeichnete Küche, und das zu einem Spottpreis. Die Beilage zur Suppe war eine kleine Schüssel mit popcorn. Auch ganz witzig. 😄
So gestärkt schauen wir nun doch nach unserem Bus. Schließlich steht die Busfahrt noch auf dem Programm, die wir unbedingt machen wollen. Nur – trotz intensiven Suchens finden wir den Bus nicht. Was machen wir?
In so einer Situation ist es immer gut, in Quito mittlerweile Freunde zu haben. Der superfreundliche und nette Concierge vom Hotel Grande Plaza hat sich sofort bereit erklärt, uns die Busstation zu zeigen. Wobei er mit "zeigen" nicht zeigen oder erklären meinte, sondern er ist mit uns über den Plaza Independencia marschiert, und das Ganze hat bestimmt 15 Minuten gedauert. Und siehe da – auch die Blindesten unter den Blinden sind dann endlich fündig geworden. Das war schon fast peinlich, aber der nette Concierge wollte uns unter allen Umständen begleiten. So was von freundlich findet man wohl selten, da waren wir regelrecht berührt.
Über die Busfahrt selbst gibt’s nicht viel zu berichten. Hier ein paar Bilder:
Man sieht halt viel von der Stadt, die ganze Sache dauert um die zwei Stunden, und man sammelt viele Eindrücke. Aussteigen wollten wir nicht mehr, also sind wir auf unseren Sitzen festgeklebt und irgendwie waren wir mittlerweile auch müde. Schließlich wollten wir Urlaub machen und waren dann froh, als wir nach ein paar Stunden endlich auch mal unser Casa Gardenia genießen konnten.
Spät abends sind wir dann nochmal unterwegs. Am Hotel „Patio Andaluz“ sind wir die Tage vorher immer vorbeigegangen und dachten uns jedesmal, dass das schon ein sehr schickes und kleines Boutiquehotel ist. Sogar ein Restaurant ist dabei, das sollte man sich doch etwas genauer anschauen. Es war ja grad mal 2 Blocks (man spricht hier in Quito nicht von Straßen sondern von Blocks) von unserem Gästehaus entfernt.
Nun – durch die Fensterscheiben sehen wir, dass hier eine „Fanesca“ angeboten wird. Das ist eine Fastensuppe, die vornehmlich in Quito während und vor der Osterwoche gekocht wird. Eine dickflüssige, stundenlang zubereitete, vorzügliche Getreidesuppe mit bis zu 12 verschiedenen Hülsenfrüchten und Kochbananen, in Milchsahne eingelegte Erdnußsoße, Ei und vor allem noch zusätzlich eine Portion getrockneter Stockfisch.
Es hat gut geschmeckt (die Suppe besser als der Stockfisch), und kulinarisch war das in Quito sozusagen das highlight. Wir gönnten uns außer der Fastensuppe noch ein paar Krabben, eine weitere Locro-Suppe und dazu ein Flascherl Rotwein aus Chile, summa summarum 65 USD. Ein teuerer Spaß, aber jeden Cent wert. 🙂
Und dass man im Urlaub grundsätzlich nicht ohne Kamera unterwegs sein soll, hat sich auch hier wieder mal bewahrheitet. Darum gibt’s ein paar Fotos von der homepage des schönen Hotels „Patio Andaluz“, das nicht nur wegen des guten Restaurants ein Geheimtipp für Quito wäre.
Schön ist hier im Gästehaus, dass man abends herrlich auf ein Schöpperl Wein auf der Dachterrasse sitzen kann. Und wenn´s zu kühl wird, gibt es auch innen eine nette und gemütliche Sitzgelegenheit. Der Blick über Quito ist wirklich einmalig und wir freuen uns auf morgen, denn 3 volle Tage hier in Quito sind genug. Endlich können wir morgen unsere Tour über´s Land beginnen.
Nur – wenn wir auch nur annähernd geahnt hätten, was uns morgen für ein Dilemma erwartet, dann wären wir wohl besser im Casa Gardenia geblieben. 😈 😈 😈
Was uns übrigens in Quito nicht gefallen hat, das waren die vielen herumstreunenden Hunde. Und herumstreunende Hunde mögen wir nicht weil man nie weiß, ob und wann sie zuschnappen. Und die Hinterlassenschaften dieser Hunde mögen wir schon zwei mal nicht. Das waren eindeutig zu viele Hundehaufen, manchmal musste man regelrecht „Slalom“ laufen, damit man nicht in den nächstbesten Hundehaufen reingetreten ist.