MichaelAC350 Beiträge · seit 201413. Mai 2019 · #21
Bonebreaker schrieb:Hallo Lachenmann-Namrodt, ... Wenn Du aber auch Wert auf die Bildqualität legst, brauchst du über etwas Kompaktes nicht nachdenken. Dann geht es in Richtung Bridge oder zu den Systemkameras mit und ohne Spiegel. So leid es mir tut, die eierlegende Wollmilchsau gibt es leider nicht. Du musst immer Kompromisse eingehen, und abhängig welches Kriterium für dich entscheidend ist, dann auch mit den Nachteilen leben.
Volle Zustimmung - für 300€ Kompaktkamera ... da ist jedes (gute) Smartphone besser: - Warum sind die Ixus'e, Canon Axxx, Nikon Coolpix usw. wohl in den Stückzahlen auf praktisch Null zusammen gebrochen? - Die "Profis" nutzen alle ihre Smartphones als "Immerdabeikamera"
Meine Empfehlung - für dich - wären Richtung Bridgekamera - weil Tiere brauchen eben doch Brennweite. Dabei lasse ich mich von 2 Aspekten leiten, die ich deinen Prios entnommen habe: a. preisgünstig (deshalb eher keine Systemkamera, weil man da eher 2 Objektive braucht) b. wenig Fotoerfahrung, also Objektivwechsel wäre wohl als lästig empfunden.
Welche? Auch dazu 3 Tipps: - Keine Brennweite über (umgerechnet) 500 / 600 mm. Das ist entweder teu(r)er oder Schrott. (Warum kosten solche Objektive für Profis wohl 10.000€ mehr? Selbst die Mittelklasse für den ambitionierten Hobbyfotografen kostet 2000+ € !) - Vergiss die Absolutangabe "Lichtstärke". Diese Zahl ist als absolute Zahl irrelevant und nur in Verbindung mit der Sensorgröße zu beurteilen. "1.8" bei einer Kompaktkamera ist mittelmäßig und in keinster Weise mit z.B. "2.8" bei einer Vollformatkamera zu vergleichen, wo ein solches Objektiv richtig Geld kosten kann. - Marke und Modell: Egal, die tun sich alle nichts. Nimm die, mit deren Bedienung du am besten zurecht kommst. (Den gleichen Rat geben mittlerweile viele auch bei Profikameras der 5000€-Klasse: Das wichtigste ist, ob der Fotograf mit der Bedienung klar kommt.)
Zeit für ein (Zwischen-)Fazit für mich, was ich aus dem bisher Geschriebenen mitnehme.
Die beiden Extrempositionen ‚lieber ein Smartphone als eine Kompaktkamera’ und ‚es gibt sehr wohl gute Ergebnisse mit Kompaktkameras’ werden in diesem Thread wohl nicht zusammenfinden.
Die Lichtstärke ist offenbar weniger entscheidend, als ich angenommen hatte. Entscheidender ist wohl der Bildsensor und da hängt die eine oder andere Kompaktkamera mit ihrem 1 Zoll-Sensor ein Smartphone ab und ist auf dem Niveau einer preiswerten Bridgekamera.
Nichts desto trotz ist der Smartphone-Tipp recht nah an vielen meiner Ansprüche. Passt in die Hosentasche und offenbar werde ich wohl ohnehin eins mitnehmen.
Die eigentliche Krux ist der Zoom. Von dem 30fachen optischen Zoom hätte ich nie lesen dürfen, denn seit dem überlege ich, welche Kompromisse ich machen möchte, um einen Zoom (welcher Faktor?) mit auf die Reise zu nehmen.
Glücklicherweise haben sich ja auch noch zufriedene Kompaktkamera-User gemeldet. Die meinen Verdacht bestätigen, es gibt Menschen, denen genügt was Kleines.
Also werde ich jetzt abwägen zwischen der fatalistischen Variante (alles unter Bridgekamera bringt es nicht) und das Smartphone nutzen; der euphorischen Variante (das wird super) und mir eine günstige TX 81 mit 30fachen Zoom holen; und der pragmatischen Variante (1 Zoll Sensor) und eine der folgenden nehmen RX 100, TZ 101 oder TZ 202.
Bei der letzten Variante kann ich mir dann auch noch den Kopf über die maximale Brennweite zerbrechen.
Danke auf jeden Fall für den Input. Ihr habt mir auf jeden Fall geholfen, mich zu sortieren, auch wenn ich noch keine Entscheidung getroffen habe.
Unabhängig davon was Du kaufst, kauf gleich auch noch Ersatzakkus und passende Ladegeräte dazu... Nichts schlimmeres als einen Leeren Akku bei einer aufregenden Sichtung... 😎
ich besitze (wie von den Vorschreibern sonst offenbar nur Stinu) eine Sony RX 100 Mark II. Wer die als Kompaktkamera abtut und meint, man könne da gleich zum Smartphone greifen, kennt die Kamera ganz offensichtlich nicht.
Zu beachten ist: Es gibt nicht DIE RX 100, mittlerweile sind, glaube ich, von Mark I bis Mark VI sechs nicht durchweg vergleichbare Modelle am Markt und mit den 300 € kommst Du somit auch nicht immer aus.
Die Kamera ist von Ihren Abmessungen her grundsätzlich 'hosentaschentauglich' aber nicht ganz leicht.
Der Hinweis mit dem Sucher ist bei grellem Licht ein ganz wichtiger, den gibt es mE ab der Mark III. Mark I und II haben ein Objektiv mit (umgerechnet auf KB) 28-100 mm Brennweite. Mark III bis V ein nochmals lichtstärkeres Objektiv mit 24-70 mm. Insgesamt also ein kleiner Zoombereich (Zoombereich (viele Linsen) geht nunmal zu Lasten von Lichtstärke und häufig auch Bildqualität).
Generell zeichnet sich die Kameraserie durch einen 1 Zoll-Sensor aus, der bei Hosentaschenkameras eher unüblich ist und preiswerte Bridgekameras nach meiner Einschätzung klar abhängt, aber bei Kompakt und Bridge muss man ohnehin immer das Gesamtpaket aus allen Komponenten vergleichen, anders geht es ja nicht.
Das Du mit einer solchen Kamera (bzw. deren Objektiv) keine weit entfernten Tiere formatfüllend ins Bild bekommst, versteht sich von selbst. Da wir in dieser Hinsicht andere Ansprüche haben, ist in Afrika die RX 100 eben auch nur die Immerdabeikamera (die wir aber nicht missen wollen), um ein paar schnelle Bilder zu machen, für Tieraufnahmen nutzen wir zusätzlich DSLR.
Viel Spaß beim weiteren Kopfzerbrechen und ganz wichtig: Rechtzeitig kaufen und viel vor dem Urlaub photographieren ... wenn der Löwe neben dem Auto ist, muss es schnell und sicher gehen. 😉
Gruß Henning
YAyanjep1'014 Beiträge · seit 201613. Mai 2019 · #25
Von einem zu langen Zoom oder gar digitalem Zoom würde ich die Finger lassen. In der Theorie und auf dem Datenblatt sieht das schick aus, in der Praxis taugt es nur, wenn Du absolut anspruchslos bist und Dich an einer grisseligen Pixelmatsche erfreuen kannt, die mal ein Löwe war. Ich persönlich würde auch großen Wert darauf legen, dass der Fokus nicht ausschließlich automatisch funktioniert sondern dass der Fokuspunkt frei gesetzt werden kann. Sonst hast Du dank Automatik herrlich scharfe Zweige, Blätter und Gräser und ein leider unscharfes Tier dahinter oder dazwischen.
Für reine Schnappschüsse reicht aus meiner Sicht ein möglichst aktuelles gutes Mobile Phone (bsp. Huawei P20 oder noch besser P30) bzw. eine günstige 250 Euro Digicam. Wer dann auch keine Fotos wie aus den National Geographic Magazinen erwartet wird damit ausreichend zufrieden sein. Wer mehr will muss aber auch mehr Zaster investieren, so ist dies nunmal leider. Die Fotografie ist ein unglaublich tolles, aber auch extrem teures Hobby wenn man ihm etwas ambitionierter nachgeht. Das geht schnell in die >6'000 Euro...gerne 8k oder locker 10k Euro und mehr für eine gute Ausrüstung sind absolut keine Seltenheit. Abgesehen davon dass man dann mehr Geld ausgibt, hat man dann auch mehr Gewicht und Equipment zu schleppen. Objektive können locker mal eben 900-2'500g schwer sein. Merkt man dann schon wenn der Body auch 700-1'000g wiegt, dann noch Stativ, Filter, Akkus, Wechselobjektiv etc.
Für meine Ausrüstung zum Beispiel hätte ich mir auch locker nen niegelnagel neuen Oper Corsa kaufen können, aber der macht eben nicht so viel Spass 😉
Es ist eben alles eine Frage der Erwartungen, der Priorität und des Budgets. Wenn man vieles will aber nur schmales Budget hat, dann muss man seine Ansprüche halt dem Budget unterordnen. Hat man ausreichend finanziellen Spielraum, dann hat man halt viel mehr Möglichkeiten und weniger Grenzen. Ob dabei aber auch immer die besseren Fotos rauskommen wage ich stark zu bezweifeln, war schon oft überrascht was talentierte Menschen mit einem guten Gefühl für Stimmung und Komposition rausholen konnten, während die Technik fixierten noch immer nach den perfekten Einstellungen gesucht haben und am Ende mit einem "shitty" Pic da standen 😉
Egal was du mit nimmst, Hauptsache du fotografierst und hast Spass ........alles andere ist Zweitrangig 🙂
Cheers
Ich bin ein Wildlife-Fotograf & Photo-Coach aus der ländlichen Ostschweiz im Dreiländereck CH/AT/DE.
Mein Fokus liegt auf Wildtieren aus Afrika & dem südwesten der USA, mit dem Spezialgebiet Schlangen bzw. Reptilien
Hallo Lachenmann-Namrodt, Wenn Du eine Kamera für die Hosentasche suchst, solltest Du auch Sony DSC HX90V testen. Preisgünstig, 30fach Zoom, mit gutem (ausziehbarem) Sucher.
Ich werde versuchen, ein Bild anzufügen das ich mit dieser Kamera gemacht habe. Grüsse 🙂 Pete
Ich wollte mir heute eigentlich die TZ 101 kaufen und kam dann doch wieder ins Grübeln, ob mir nicht doch eine TZ 81 oder TZ 91 reichen würde.
Die junge Dame im Fachgeschäft meinte, so lange ich keine extremen Vergrößerungen anstrebe, reicht eine Kamera mit kleinem Sensor.
Jemand, den ich kenne und der sich mit dem Thema intensiver beschäftigt hat, sagte mir, dass ich einen Zoom mit einer Brennweite von mehr als 200mm Brennweite wohl vergessen kann. Da wird es in der Regel keine brauchbaren Ergebnisse mehr geben. Zoom sei etwas für größeres Equipment und gerne mit Stativ.
Doch der Falke ist mit einem kleinen Sensor und vermutlich großem Zoom und ohne Stativ aufgenommen worden
Ich habe nur gute Erfahrungen auch mit den extremen Zoom-Werten einer Bridge-Kamera: Das Foto hier ist freihändig aus dem Autofenster mit einer Bridge-Kamera (Panasonic FZ72, ist nicht mehr das neueste Modell) bei etwa 800 mm gemacht:
Rajang1'115 Beiträge · seit 201019. Mai 2019 · #31
Scharfe Aufnahmen mit einer Brennweite von weit über 200 mm freihändig sind nur mit eingeschaltetem Stabilisator möglich. Und das haben alle TZ Kameras. Und es funktioniert! Warum hat die TZ 202 nur eine Brennweite von ca 380 mm? Infolge des massiv grösseren Sensors gegenüber den TZ Reihe bis TZ96 soll es technisch nicht möglich sein eine noch grössere Brennweite in eine so kleine Kamera zu stecken. Habe die TZ81 und TZ71 und bin zufrieden. Gruss Rajang
Hosenmatz158 Beiträge · seit 201803. Juni 2019 · #32
Hi,
ich habe mir jetzt nicht alle Beiträge hier durchgelesen. Aber hier ist meine Empfehlung 🙂
Ich besitze auch die TZ101, wleche aber schon erkennbar schlechtere Ergebnisse liefert, wenn es etwas dunkler wird bzw. bei extremen Zoom.
Das ist das größte Problem bei den Kameras mit kleinem Sensor. Tolle Bilder bei Sonnenschein aber sobald es nur leicht dämmert, werden die Bilder sehr schlecht.
Hallo, wir haben uns als zweite Kamera vor der Namibiareise ein Panasonic FZ 1000. Genau richtig. Leicht, nicht zu groß, riesiger Brennweitenbereich. Seit März gibt es ein Nachfolgemodell, ist teurer.
Inzwischen sind wir aus Tansania zurück und ich wollte eine kurze Rückmeldung geben. Ich bin mit der Kamera absolut zufrieden. Natürlich kommt der 15fache Zoom - gerade bei kleineren Objekten wie Vögeln - an seine Grenzen, doch die Alternative war gar keine Kamera mitzunehmen.
Von Fotografie habe ich ja nach wie vor keine Ahnung, daher habe ich alle Fotos mit der iA (= "intelligente Automatik") Einstellung gemacht.
Die Ergebnisse der erwähnten Kamera überzeugen mich als Amateur-Fotografen nicht wirklich und die Bilder sind leider auch nicht wirklich scharf, bzw. an der falschen Ebene scharf. Als ich aber gelesen habe dass sie mit der Automatik "geschossen" wurden musste ich diese eher negative Meinung ein kleinwenig relativieren ...
Für's private Album und um die Fotos Familie und Freunde zu zeigen reichen sie von der Qualität alle mal locker. Denke aus der Kamera könnte mit etwas mehr Wissen und Erfahrung noch viel rausgeholt werden.
Immer schön am Ball bleiben und bei Interesse mal einen Fotokurs eines guten erfahrenen Anbieteres besuchen. So 1-2 Tage Theorie schaden nie und können die Resultate und die Weise wie du fotografiest massgeblich verändern - im positiven Sinne natürlich 😉
Da aber meine Anforderungen und Erwartungen nicht auch gleiche deine, oder eure sein müssen, ist dies natürlich alles nur eine rein subjektive und absolute persönliche Meinung. Die unterschwellige Kritik die mitschwingt ist also bitte keinesfalls persönlich zu nehmen.
Just my tow cents
Ich bin ein Wildlife-Fotograf & Photo-Coach aus der ländlichen Ostschweiz im Dreiländereck CH/AT/DE.
Mein Fokus liegt auf Wildtieren aus Afrika & dem südwesten der USA, mit dem Spezialgebiet Schlangen bzw. Reptilien
@Monokelkobra, tatsächlich nehme ich an, dass unsere Erwartungen und Ansprüche weit auseinandergehen. Ich bin tatsächlich sehr zufrieden mit den Ergebnissen.
Ich habe absichtlich nicht das beste Foto, sondern das erstbeste von einem schwierigen "Model" gepostet.
Der 15fache optische Zoom bringt die Kamera an ihre Grenzen - zumindest, wenn das "Model" so klein ist. Da stellt die Automatik prinzipiell alles mögliche (Zweige, Äste usw.) scharf, jedoch nicht unbedingt das eigentliche Objekt.
Hier ist ein etwas weniger anspruchvolles Motiv :
Vor dem Urlaub habe ich es leider nicht mehr geschafft, mich mit der Kamera zu beschäftigten. Daher habe ich vor dem Abflug vielleicht 10 Fotos damit gemacht - und vorher auch nie eine Digitalkamera besessen. Doch die Idee ist, dass ich mir noch eines der Bücher über die TZ 202 kaufe, um die Kamera und ihre Möglichkeiten besser zu verstehen.