Botswana 2020

67 Antworten · 9'554 Aufrufe · gestartet 18. Apr. 2019 von MK80
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Themenstarter66 Beiträge · seit 201618. Apr. 2019 · #1
Hallo zusammen,

da wir nun 3 mal in Südafrika bzw. Mosambik waren und dort vom Krüger National Park und Imfolozi was die Tiersichtungen angeht "leicht" verwöhnt sind und nun planen nach Botswana zu fahren wollte ich mal fragen ob man was die Tierdichte angeht diese beiden Destinationen vergleichen kann. V.a. auf den Bezug Big 5 + Wildhunde.
Vor allem halt die Raubkatzen. Mir ist klar das das alles eine Glückssache ist aber ich habe das Gefühl aufgrund der guten Infrastruktur kann man das im KNP recht gut beeinflussen. In Botswana kommt man ja auch nicht so schnell voran 🙂

Momentan sähe unsere Route so aus:
JHB - Maun - 3rd Bridge - Xanakaxa - Kwai - Savuti - Ihaha jeweils 2 Nächste - dann nach Kasana (Viktoriafälle) - Kongola und eventuell dort eine River Tour - Guma und eine 2 Tage Mokoro Tour.

Nun stellen sich für mich ein paar Fragen wo ich gerne eine Know How und eure Meinung lesen würde wollen. Gerne kann ich auch für die Planung kritisiert werden.

1. Ist die Tierdichte mit dem Krüger zu vergleichen ?
2. Ist eine Chobe River Tour ab Kasane absolute Pflicht und sollte man zwingend mitnehmen und lieber woanders einen Tag sparen ? Eventuell Ihaha ?
3. Den Caprivi habe ich nur mit einer Nacht eingeplant. Schlimmer Fehler ?
4. Mokoro Tour 2 Tage völliger Blödsinn wenn man nicht unbedingt der Birder ist sondern eher an Großtieren interessiert ist.

Das Problem Botswana ist für mich völliges Neuland und die Meinungen die ich bisher gelesen habe, haben mich eher verunsichert. Klar der Abenteuerfaktor sucht wohl seines gleichen aber am ende will man ja auch was vor die Linse bekommen.

Danke im Voraus.

VG
Michi
149 Beiträge · seit 201718. Apr. 2019 · #2
Hallo Michi,

da klinke ich mich mal mit ein. Ich werde in genau 5 Wochen eine ähnliche Route, nur in entgegengesetzer Richtung, fahren.
Wir haben für Caprivi allerdings 4 Nächte geplant und fahren dann über Kasane nach Botswana. Und da eben Savuti, Khwai etc. über Maun und dann zurüc nach Jo´burg.

Vielleicht bekomme ich hier ja noch ein paar tolle tipps bez. der Mokoro-Tour, oder anderen Empfehlungen, was man auf jeden Fall machen sollte.

Lasse mich mal überraschen!

LG Olli
99 Beiträge · seit 201121. Apr. 2019 · #3
Hallo Michi

Meine letzte Botswanareise ist zwar schon ein paar Jahre her aber ich hoffe ich kann dir trotzdem helfen...
Die Tierdichte ist nicht mit dem Krüger zu vergleichen. Es gibt zwar viele Elis und auch Wildhunde aber meist steckt man selber so i Gestrüpp, so dass es nicht ganz einfach ist Tiere zu spotten. Löwen haben wir keine gesehen. Moremi habe ich selber nich nie besucht, dort könntest du aber mehr Glück haben. Habe einen Fly-In-Abstecher ins Delta gemacht, war der absolute Wahnsinn in Sachen Tiere. Kann ich nur empfehlen umd ist sein Geld absolut wert.
Ich finde einen Mokorotrip sollte man wenigstens einmal gemacht haben. Man sieht vor allem die kleinen Tiere wie Frösche und Libellen und es ist dann schon ziemlich imposant wenn sich auf einmal ein Krokodil oder ein Eli zeigt.
Die Tour auf dem Chobe ab Kasane fand ich persönlich toll. Absolut entspannend und viele Elis.
Mit Caprivi kann ich dir nicht helfen, da wir das letzte Mal die südlichere Strecke gefahren sind.

Gute Vorbereitungszeit
Osprey
"Reisen veredelt den Geist und räumt mit allen unseren Vorurteilen auf." Oscar Wilde
Themenstarter66 Beiträge · seit 201621. Apr. 2019 · #4
Hallo osprey,
Erstmal vielen Dank für die Info. Ist es wenn man v.a. wegen game drives dahin fährt als selbstfahrer überhaupt sinnvoll nach Botswana zu fahren oder ist es eher das allgemeine Camping Erlebnis was dort der Bringer ist.
Bei der mokoro fahrt bin ich noch nicht sicher. Favorisiere eher einen 3 Tage Trip mit dem Boot auf dem kwando
280 Beiträge · seit 201821. Apr. 2019 · #5
Hallo Michi,
wir waren letztes Jahr - nach vielen SA-Aufenthalten - zum ersten Mal in Botswana. Unsere Tiersichtungen fanden wir ok, aber durchaus nicht überragend (u.U. haben wir im Vorfeld zuviel darüber gelesen und zu große Erwartungen gehabt 😗 ), aber es waren schon zwei, drei Highlights dabei. Das Fahren auf den Teerstraßen fanden wir - im Gegensatz zu SA - oft eintönig, die Landschaften in den Parks aber schon sehr beeindruckend. Letzendlich ist bei uns der Funke nicht übergesprungen wie in SA, trotzdem bin ich sehr froh, diese Reise gemacht zu haben. "Leider" hatten wir die Viktoriafälle auch schon auf einer vorherigen Reise gemacht, sonst wäre das Gesamtbild vielleicht noch ein bisschen aufregender ausgefallen. Auf jeden Fall ist dieses Jahr wieder der Kruger dran.
Was die Bootstouren angeht : wir haben keine Mokorotour gemacht (zum einen kommt man den Hippos, Elis und Krokodilen dort für unseren Geschmack evt. ein bisschen zu nahe, zum anderen kann man sich über längere Zeit nicht wirklich viel bewegen - ich stelle mir das durchaus anstrengend vor ). Touren mit kleineren und auch größeren Booten haben wir einige gemacht und fanden alle ausnahmlos toll - und wir haben es auch als angenehme Entlastung für den Rücken empfunden, da man beim Fahren auf den Sandpisten (egal ob selbst fahren oder geführter Drive) doch ganz schön durchgeschüttelt wird.
Noch zu deiner Gesamtroute : du startest ja sicher aus Kostengründen in JNB. Allerdings hast du mit den Fahrtagen und der (eventuellen) 3-tägigen Bootstour auch viel "Leerlauf" drin. Jetzt hab ich nicht nach Preisen geschaut, würde aber für mich mal folgende Routenoption durchrechnen : Flug JNB-Kasane, 3Tage Bootstour, dann erst das Auto übernehmen, durch den Chobe über Ngoma in den Caprivi und von Divundu über den Panhandle nach Maun, dort evt. Rundflug und dann über 3rd Bridge - Xanakaxa - Kwai - Savuti wieder nach Kasane. Auto abgeben und noch 1-2 Tage zu den Victoria Falls.
Wie gesagt, ist nur eine Idee, aber wir achten mittlerweile drauf, uns lange Transferstrecken zu ersparen und lieber auch mal 2-3 Nächte an einem Ort zu bleiben.
LG Rockshandy
Themenstarter66 Beiträge · seit 201621. Apr. 2019 · #6
Hallo rockshandy,

Mit den langen Fahrten kann ich verstehen, mir wäre es anders auch lieber aber der Preis entschwindet am ende aber werde deine Idee mal durchrechnen.
Ich versuche einfach die Erwartungen ganz unten zu lassen. Wir waren 3 mal im Kruger und haben alles gesehen in allen Varianten und Szenarien. So sehr ich den Krüger auch liebe, er versaut einen von den sichtungen schon immens.
Die nächsten Wochen müssen wir dann noch mal überdenken ob Krüger mal zu einer anderen Jahreszeit, wenn er mal grün ist, oder Botswana im Oktober. Schwierige Entscheidung
131 Beiträge · seit 201721. Apr. 2019 · #7
osprey schrieb:
Die Tierdichte ist nicht mit dem Krüger zu vergleichen. Es gibt zwar viele Elis und auch Wildhunde aber meist steckt man selber so i Gestrüpp, so dass es nicht ganz einfach ist Tiere zu spotten. Löwen haben wir keine gesehen. Moremi habe ich selber nich nie besucht, dort könntest du aber mehr Glück haben. Habe einen Fly-In-Abstecher ins Delta gemacht, war der absolute Wahnsinn in Sachen Tiere. Kann ich nur empfehlen umd ist sein Geld absolut wert.
Kommt wohl auch ein wenig auf die Gegend an. In Botswana haben wir jeden(!) Tag Löwen gesehen, d.h. jeden Tag an dem wir einen Gamedrive mit dem Wagen gemacht haben - auf der Mokoro-Tour natürlich nicht.

Leoparden gab es fast jeden Tag, Gepard hingegen nur einmal.
99 Beiträge · seit 201121. Apr. 2019 · #8
Ja, Krüger ist schon eine Nummer für sich... Die beiden NP lassen sich aber überhaupt nicht miteinander vergleichen, Chobe ist auch von der Infrastruktur nicht annähernd so (ich sag jetzt mal) luxuriös. Es ist hal viel wilder und die Camps sind auch nicht eingezäunt. Für mich stand damals das 4x4 Erlebnis Vordergrund.

@ Wernfried, wo warst du denn genau? Ich denke diese Info könnte für Michi nützlich sein.
"Reisen veredelt den Geist und räumt mit allen unseren Vorurteilen auf." Oscar Wilde
195 Beiträge · seit 201521. Apr. 2019 · #9
... so tolle der Krüger auch ist, absolut, würde ich die Parks in Botswana doch grundsätzlich als "Steigerung" ansehen was das gesamte Naturerlebnis betrifft. Wie schon erwähnt, sind nicht eingezäunte Camps schon eine andere Liga, man will danach nie wieder in einem fenced camp schlafen. Man ist irgendwie näher dran an der Natur in den BOT-NPs, alles einfacher, weniger reglementiert, unkomplizierter, abenteuerlicher. Und weitläufiger, die Tiere sind ja genauso außerhalb der Parkgrenzen anzutreffen. Aber auch mehr Eigenverantwortung ist gefragt. Und wenn Du die Big 5 eh schon so oft gesehen hast, warum jagst Du denen dann noch hinterher? Ziele für Moremi wären eher Sitatunga, Painted Dog und Wattled Craine, wobei ich solche Sichtungswünsche im Grunde doof finde, man sollte die Augen offen halten in den Parks und sich an den Tiere und Situationen erfreuen die man zu sehen bekommt.
Wenn Du Einsamkeit suchst und Dich dabei nicht fürchtest: Von Savuti die östliche Route nach Kasana.
River Cruising am Chobe: Pflicht!
Mokoro-Tour würde ich ins Okavango-Delte mit Fly-In verlegen, dort bieten sie ja auch die mit Ranger begleiteten Walk-In-Safaris an, wobei im Okavango-Delta die Ranger keine Waffe dabei haben, unvergesslich auf diese Weise zu Fuß stundenlang dem Löwengebrüll nachzupirschen, den Elefanten näher und näherzukommen.
Next Level wären dann manche Parks in Zimbabwe, in den Krüger so man ihn schon kennt will man dann üblicherweise nicht mehr zurück.
Aber jeder hat andere Interessen und empfindet die Dinge anders.
Grüße
Martin
facebook.com/martin.friedl.790
15 Beiträge · seit 201821. Apr. 2019 · #10
Wir haben dem Caprivistreifen 6 Nächte gegönnt und keine davon bereut. Es ist ein ganz besonderer Landstrich und wir waren froh über jede Minute, die wir dort verbracht haben. Die Bootsfahrten auf dem Okavango und später Kavango sind durch nichts zu toppen.
Themenstarter66 Beiträge · seit 201622. Apr. 2019 · #11
Ich habe im caprivi 3 Tage bootstour eingeplant.
Was ich mich frage ob es ohne Fly inn eigentlich sinn macht?
Momentan habe ich jeweils 2 Nächte xanakaxa, 3rd bringe, savuti, khwai und ihaha noch eingeplanten. Dann Viktoriafalls und bootstour auf dem chobe.
Gibt es eine halbwegs günstige Möglichkeit für fly inn Safari für selbstfahrer ?
131 Beiträge · seit 201722. Apr. 2019 · #12
osprey schrieb:Ja, Krüger ist schon eine Nummer für sich... Die beiden NP lassen sich aber überhaupt nicht miteinander vergleichen, Chobe ist auch von der Infrastruktur nicht annähernd so (ich sag jetzt mal) luxuriös. Es ist hal viel wilder und die Camps sind auch nicht eingezäunt. Für mich stand damals das 4x4 Erlebnis Vordergrund.

@ Wernfried, wo warst du denn genau? Ich denke diese Info könnte für Michi nützlich sein.
Wir waren im Delta (Little Vumbura und Pelo Camp) und im Linyanti Gebiet (Selinda Explorers) - also Fly-In und keine Selbstfahrer Camps.
195 Beiträge · seit 201522. Apr. 2019 · #13
Hallo MK80!

Ich habe im caprivi 3 Tage bootstour eingeplant.
Ev etwas viel 3 Tage lang Bootstour

Was ich mich frage ob es ohne Fly inn eigentlich sinn macht?
Ja, Moremi macht auch Sinn ohne FlyIn, ich war beim ersten Besuch 3 Tage Fly In auf Chief Island, danach aber noch 7 Mal mit dem Auto als Selfdriver, weil Moremi halt Moremi ist.

Gibt es eine halbwegs günstige Möglichkeit für fly inn Safari für selbstfahrer ?
Kannst Du unkompliziert vor Ort buchen, in ganz Maun stehen A-Steher, auf manchen steht das aktuelle Mittagsmenü, auf den anderen die Angebote für Fly In.

Schöne Reise
Martin
facebook.com/martin.friedl.790
Themenstarter66 Beiträge · seit 201622. Apr. 2019 · #14
3 Tage Bootstour kann natürlich lange werden.da sind aber auch Zelten und Wanderungen dabei,daher denke ich sollte passen.

Fly inn klingt wirklich super aber sprengt dann doch den Geldbeutel denke ich um einiges. Da ich 12 Tage in den verschiedenen Gebieten bin hoffe ich genügend zu sehen.
Gast24. Apr. 2019 · #15
Hallo
Wir waren in Moremi und Savuti im Herbst 2016 und es war toll.In Moremi die Kwai Region war sehr gut, wir waren dort drei Nächte und wir haben mehrere Löwen Familien,Leoparden mit Baby und sogar Wild dogs vor Savuti neben der Strasse.Wir sind von Kwai die Marsch Road hochgefahren ,sehr staubig!
Was damals nicht gut gesewen ist, den Chobe NP,schreckliche Piste und eine Jeep nach der anderen von Luxus Lodge Touristen. Es war denn sehr sehr trocken und wir haben keinen Elefanten gesehen, sie waren alle in Namibia .Wir waren in Moremi auch in April und die Sicht war sehr schlecht gegenüber den Herbst ( aber 40 Grad ,das muss man wissen),dafür war der Chobe River unglaublich schön mit Herden bis zu 80 Elefanten.
Botswana ist ein Juwel, teuer auch für Individualreisenden, dafür umso ruhig und wild.
Themenstarter66 Beiträge · seit 201624. Apr. 2019 · #16
Hallo 67mila,

Also wurdest du vom chobe komplett abraten im Oktober weil alles abgewandert ist. Ich habe bisher 4 Tage für chobe eingeplant und nun wenn da keine Tiere sind ist das natürlich verlorene Zeit.

Wandert da alles ab ?
195 Beiträge · seit 201524. Apr. 2019 · #17
ja, im oktober sind alle tiere weg! die haben da herbstferien, viele fahren in den krüger oder ans meer. ab 28./29. oktober trudeln sie wieder ein.
facebook.com/martin.friedl.790
Themenstarter66 Beiträge · seit 201625. Apr. 2019 · #18
War klar das eine idiotenantwort käme.

Meine frage war ob da wirklich viel abwandern und ob es sinn macht im oktober dort zu sein.
195 Beiträge · seit 201525. Apr. 2019 · #19
wahrscheinlich wird moremi für dich zu jeder zeit eine enttäuschung sein, wenn du so wie eingangs geschrieben die tierdichte und anzahl deiner täglichen sichtungen, im idealfall big 5, an deinen erfreulichen erfahrungen in krüger misst. das wurde dir hier schon so vermittelt. ich kann nur wiederholen, dass ich das okavangodelta für sehenswert halte, zu jeder jahreszeit, man sich aber auf das abenteuer einer neuen region einlassen sollte und das so nehmen sollte wie es dort ist. einzigartig in vielen bereichen, landschaftlich wunderschön, und tiere ohne ende, aber sicher nicht so gut und einfach zu spoten wie in krüger, schon wegen der dichteren vegeation, wegen des weniger dichten wegenetzes, usw.
was du vor ort an tieren sehen wirst kann niemand wissen, der oktober ist jedenfalls keine speziell tier-arme zeit, und tierbeobachtung ist immer glückssache. wir hatten mal eine reise wo wir in 2 monaten in 15 nationalparks waren und keinen einzigen löwen gesehen haben, dann fährt man in einen unbekannten park ohne jegliche erwartung und schon vor dem eigentlichen gate liegen 12 löwen. that's nature. nicht planbar. und deshalb so spannend.
findet martin
facebook.com/martin.friedl.790
99 Beiträge · seit 201125. Apr. 2019 · #20
Ich teile da ganz Martins Meinung. Aber Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Wenn euch die Tiersichtungen auf Selbstfahrer Game Drives , vor allem von grossen Tieren so wichtig sind, dann werden andere NPs euch nicht zufrieden stellen. Überlegt für euch ob ihr mit weniger Sichtungen leben könnt und falls nicht, dann fahrt am besten wieder in den Krüger. Krüger hat auch vieles zu bieten, besucht eine Region und Camps die ihr noch nicht besucht habt, bucht einen 4x4 Track oder macht einen Bush Walk. Es wird euch bestimmt nicht langweilig.
"Reisen veredelt den Geist und räumt mit allen unseren Vorurteilen auf." Oscar Wilde