SuperfantiThemenstarter806 Beiträge · seit 201719. Apr. 2019 · #21
Um 14:00 Uhr kamen wir in der Bagatelle an. An der Rezeption war viel los und wir überbrückten die Zeit mit einem leckeren Begrüßungs- Saft. Als wir endlich an der Reihe waren, erhielten wir folgende Instruktionen: - Wir sollten ausdrücklich nur den Weg vom Hauptgebäude schnurstracks zu unserem Savannah Bungalow laufen wegen gefährlicher Tiere auf dem Gelände. - Wir dürfen nicht wandern. Dabei wollte ich eigentlich zum Sundowner Punkt wandern. Wie schade. Um gar nicht erst in Versuchung zu geraten, wurde uns eine Wanderkarte verweigert Der Ton war barsch und unfreundlich. Wir erhielten auch keine Info über die Existenz des Wasserlochs. Ich hatte es vergessen und wir somit schlichtweg übersehen. Wir überbrückten die Zeit, bis das Zimmer bezugsfertig war- Greg trank Kaffee und ich fotografierte allerlei Lodge Tiere, wie beispielsweise Strauße und einen Pfau. Ich wollte die bekannten Erdmännchen sehen und fragte an der Rezeption nach. Unwillig wurde ich an eine Stelle geführt und mir wurde geschwind eines gezeigt. Da wir ja nicht rumlaufen sollten, wurde ich umgehend wieder zum Hauptgebäude begleitet. Ich war schlichtweg enttäuscht Es wirkte auf uns alles sehr rummelig und unpersönlich und wir sehnten uns bereits jetzt nach der kleinen Auas.
Freunde f+rs Leben:
Das Beweisfoto:
Das Haus war ready und so fuhren wir zu unserem Häuschen, das wirklich sehr schön und großzügig war.
SuperfantiThemenstarter806 Beiträge · seit 201719. Apr. 2019 · #22
Wir freuten wir uns auf den Nature Drive durch die Kalahari. Dieser sollte um 16 Uhr starten. Viele hatten diesen Ausflug gebucht und so stürmten die Touris regelrecht die Jeeps. Wir waren zu zurückhaltend und so blieben noch 7 Dumme übrig, aber kein Auto. Unser Führer suchte tatsächlich geschlagene 15 Minuten seinen Jeep und somit starteten wir später als die anderen Gruppen. Wir Verbliebenen wunderten uns schon über die schlechte Organisation. Endlich konnten auch Greg und ich die Sitzplätze hintereinander auf Außenplätzen einnehmen.
Das Bagatelle Gelände ist riesig. Beim Anblick dreier Giraffen durften wir sogar kurz aussteigen. Das war schon ein besonderer Moment, so frei mit den Tieren in der Natur zu sein. Sie wirken so majestätisch, bewegen sich so grazil und traben so schön davon.
Wir jagten rasant über einige Hügelkuppen. Wir waren begeistert vom Anblick der roten trockenen Kalahari und den Salzpfannen. Der Guide aber nervte uns, denn er wollte so gar nicht reden oder stoppen, selbst als die Tiere sehr nah am Wegesrand standen. Ich rief des öfteren „Stop“, um ihn überhaupt mal zum Halten zu bewegen. Die Mitfahrer waren mir dafür sehr dankbar, da auch sie Frischlinge in Namibia waren. Überhaupt sahen die Gäste die Tiere oft vor dem unmotivierten und lustlosen Fahrer. Wir sehnten uns Frederik herbei und uns wurde bewusst, was für ein Glück wir am Vortag hatten.
Wir sahen springende Oryxe, Gnus, Giraffen, flüchtende Zebras, Springböcke und Antilopen und waren fasziniert über die rasanten Strauße. Der Guide hielt an einem verlassenen Straußeneinest und entnahm ein Ei für die Buschmänner. Der arme Strauß wird bei seiner Rückkehr verdutzt sein.
Am Ende fuhren wir durch die Salzpfanne und erfreuten uns an drei Giraffen.
Wir fuhren zum Sundownerpoint, einem tollen Webervogelnest in Hasenform. Natürlich stießen wir als letzte zur lärmenden Großgruppe. Romantisch war es hier nicht. Der Sundowner Snack war bereits vernichtet und es gab nur eine beschränkte Getränkeauswahl. Ich hatte schlechte Laune - liebloser uninformativer Gamedrive, nichts zu Essen, kein Sonnenuntergang, Massenabfertigung. Natürlich düsten wir wieder als erstes davon. Ich ärgerte mich über den misslungenen Gamedrive, da ich die Landschaft und auch die Tierwelt dort grandios fand. Vielleicht kann ja jemand meine Stimmung nachvollziehen.
Das Abendessen wurde draußen am offenen Feuer serviert- es wirkte wirklich sehr schön und romantisch. Es war ein Mix aus Bedienung und Büffet. Wir entschieden uns für Butternut Soup, leckeres Kudu mit Couscous, Reis, Zucchini, Salat; Crème brûlée. Das Essen war wirklich herausragend.
SuperfantiThemenstarter806 Beiträge · seit 201719. Apr. 2019 · #23
3. Tag: 22.09. Keetmannshoop, Qziver Inn Guesthouse Abfahrt 10:10- Ankunft 14:10 Uhr/ 348 km hauptsächlich die B1
Die ersten Tage war es immer bedeckt- umso mehr freuten wir uns beim Aufwachen über den ersten blauen Himmel in Namibia.
Um 07:30 Uhr gab es ein Frühstück- Büffet (Toast, Rührei und enttäuschendes Dosenobst). Frisch gestärkt liefen wir verbotenerweise zu den Dune Chalets und machten auf dem Gelände Fotos. Schließlich müssen ja auch diese Bewohner zum Hauptgebäude und es liefen alle Touris sorglos rum. Vielleicht hatten wir uns zu einschüchtern lassen?
Der Blick von den Dünenchalets:
Passt gerade zu unserer Jahreszeit:
Wir stöberten noch ein bisschen im Souvenirshop und kamen mit einem Paar aus Mühlacker ins Gespräch. Gegen 10:10 Uhr fuhren wir weiter und freuten uns darauf, durch den Köcherbaumwald zu latschen (unser Hummeldumm Lieblingssatz)
Fazit: Bagatelle Kalahari Game Lodge Da ich mich soooo auf diese teure Lodge mit den durchweg positiven Bewertungen gefreut hatte, war ich schon enttäuscht. Wir fanden sie zu groß, unpersönlich, zu rummelig und überteuert. Die coolen, noch teureren Dünenchalets mit Weitblick waren meines Erachtens mittlerweile durch die zubetonierte Stelzen verschandelt. Traumhaft war der große Pool und auch unmittelbare Tierbestand, der natürlich auf dem roten Dünensand super fotogen gewirkt hat. Auch das leckere Abendessen unter freiem Himmel war wirklich ein Erlebnis, beim Frühstück hätte es ruhig frisches Obst und Brot geben können. Wir bereuten ein wenig unsere Entscheidung, nicht die Kalahari Anib Lodge oder Lapa Lapa Lodge (mit umwerfenden Wasserloch), die ebenfalls zur Diskussion standen. Für uns stimmte das Preis-Leistung Verhältnis nicht. Wir waren erstaunt, als wir später erfuhren, dass andere Gäste am nächsten Tag anreisten und keinerlei Anweisungen und Verbote erhielten. Diese liefen somit völlig unbekümmert herum. Wir fanden das alles suspekt.
Bei uns ist einfach nicht der Funke übergesprungen. Die kalahari selbst ist mega!
Netti59847 Beiträge · seit 201519. Apr. 2019 · #24
Moin Superfanti, mensch, das tut mir aber leid, dass ihr so enttäuscht wurdet. Vielleicht ward ihr noch gefangen von den Eindrücken der Auas Ranch, denn für uns war und ist die Bagatelle immer noch eins der schönsten Erlebnisse unserer Tour 2017. Allerdings würde ich mich heute nach einer Alternative umschauen, denn die neuen Dune Chalets gefallen mir auch nicht mehr. Tja und die Erdmännchen … wir haben nicht damit gerechnet und vielleicht einfach nur Glück gehabt. Schade das ihr den Bushmann Walk nicht gemacht habt, wäre sicherlich eine Alternative zum Game Drive gewesen. So jetzt aber ab in den Köcherbaumwald - Neid ……. LG und schöne Ostertage Netti
SuperfantiThemenstarter806 Beiträge · seit 201719. Apr. 2019 · #25
Endlich fuhren wir wieder auf der schönen Schotterpiste. Wir haben uns schon richtig eingegroovt und sahen einige Erdmännchen. Wir kehrten kurz im Bastion Farmyard Coffee Shop ein und tranken Fanta bzw. Kaffee. Nach einer längeren Fahrtstrecke kann man in dieser grünen Umgebung hier sicher gut einkehren.
Wir folgten der geteerten öden endlosen B1- Linkerhand sah man einen endlosen Gebirgszug und eine Zugstrecke. Die Umgebung war flach und savannenhaft. Unterwegs sahen wir Affen, Pferde, Ziegen und Schafe.
In Mariental tankten wir das erste Mal bzw. ließen tanken und unsere Scheiben wurden geputzt.
Gegen 14:10 Uhr errichten wir die wichtigste Kleinstadt des Südens- Keetmannshoop mit rund 22.000 Einwohner). Die Besitzer des Quiver Inn waren wortkarg. Sie stellten sich nicht mal vor und uns wurde auch kein Saft angeboten. Ganz ungewohnt. Das Zimmer der Stadtpension lag ruhig, war sauber und für den Zweck absolut okay.
Wir spazierten kurz durch die Stadt, die nicht sonderlich einladend wirkte. Das sehenswerte kaiserliche Postamt sowie zwei Kirchen waren leider verschlossen
Wir fuhren gegen 16:15 Uhr 15 km nordöstlich von Keetmanshoop zur Gästefarm Gariganus, um den Permit für den Köcherbaumwald und den Giant´s Playground für 170 NAD zu kaufen. Auch diese Besitzer waren etwas wortkarg. Ist das der südliche Charme? Auf dem Grundstück trieb sich ein zutrauliches Warzenschwein rum.
Als erstes besichtigten wir den Giant´s Playground und ich durfte endlich mein erstes Farmtor hierfür öffnen. Ich hatte auf der Reise eigentlich mit mehr zu öffnenden Toren gerechnet. Im Nachmittagslicht wurden die riesigen Felsbrocken schön angestrahlt und sie wirken wie von Riesenhand in die Landschaft gestreut. Der kleine Rundwalk von ca 20 Minuten war ganz nett. Es gab auch vereinzelte Köcherbäume.
Danach ging es zum Köcherbaumwald. Der Köcherbaum ist eigentlich eine Aloenart, die bis zu 8 Meter hoch werden kann und ist vor allem durch Ihre Fähigkeit der langfristigen Wasserspeicherung gekennzeichnet. Früher höhlten die San die Äste der Bäume aus und die das Pflanzenmark umgebende Rinde diente als Köcher für die Pfeile. Manche der 300 Aloen sind 200 Jahre alt und erst mit Alter von 20-30 Jahren beginnen sie im Juni gelb zu blühen. Sie wachsen fast immer in schwarzen Felsformationen.
Wir mussten an das Buch Hummeldumm denken und so latschten wir durch den Köcherbaumwald und hüpften von einem Bein aufs andere. Zwei große Asiatenbusladungen schafften es, die mystische Atmosphäre des Waldes mit Lärmen zu zerstören. Sie rannten uns immer wieder geschickt ins Bild oder standen im Weg. Das war etwas nervig. Nur ein entzückender kleiner Klippschliefer wagte sich raus und die Asiaten nahmen von diesem glücklicherweise im Bäumerausch keine Notiz. Die Köcherbäume selbst fand ich im Sonnenuntergangslicht echt so schön angestrahlt; der Stamm sieht so anders aus, wie wir es eben kennen. Wir kamen in wahre Fotoflashs und genossen das Licht und die Bäume. Richtung Ausgang sahen wir weitere Europäer, die sich wohl vom Lärm abgehalten fühlten und es gar nicht erst in die Tiefen des Waldes wagten. Schade darum. Im letzten Licht fuhren wir gegen 18:45 Uhr heim.
In Keetmannshoop liefen wir zum nahegelegenen gut besuchten Schützenhaus, das überall in Deutschland hätte sein können. Die Inneneinrichtung war kurios- Oktoberfestbierkrüge, Teller vom Frankfurter Römer, Schützenpokale und Inschriften mit „Gut heil“. Wir gönnten uns eine Butternutsoup als Vorspeise. Ich aß Rouladen, die letztendlich besser schmeckten als sie aussahen. Greg aß Rumpsteak. Die Beilagen waren nicht so dolle, da sie verkocht waren. Wir fanden es auch mal wieder schön, nicht direkt in der Lodge zu essen, sondern in einem Restaurant.
Fazit: Viele rasen ab der Kalahari bis zum Fish River durch- wir waren super froh, den Köcherbaumwald so ausgiebig zum Sonnenuntergang zu erleben und den Tag so entspannt ausklingen zu lassen! Ein wunderbares Erlebnis.
Hallo Silke, ich springe auch noch schnell mit auf und fühle mich stark erinnert an meine erste Namibiareise vor 6 Jahren. Die Landschaft ist wirklich unfassbar schön, ich könnte sofort wieder hin! Grüße von der Gnukuh
Hallo Silke, auch ich begleite Dich gerne auf Euerer Tour. Dein Aufenthalt in der Bagatelle Lodge war ja leider eine Entäuschung. Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Auch wenn Sie immer hier empfohlen wird, bei uns ist der Funke einfach nicht übergesprungen. Mir war sie zu unpersönlich, sehr wahrscheinlich hatten wir auch zu hohe Erwartungen. Das mag jeder anders sehen, was auch gut ist. Ich wünsche Euch Allen schöne Osterfeiertage, bei traumhaften Wetter.
LG Hilde
Eines Tages wirst Du aufwachen und keine Zeit mehr haben für die Dinge, die Du immer wolltest. Tu sie jetzt.
Paulo Coelho
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Unsere Fern-Reisen im Laufe der Zeit
Thailand von Nord nach Süd, Bali, Philppinen, Malaysia, Singapur, Mexico, USA-Florida, Indien, 4x Namibia.
Liebe Silke, lieber Greg Jetzt sind wir auch mit aufgesprungen....auch wenn wir schon vorort viel gehört haben von euch, so detailliert ist es MEEEEGAAAA 😉 Auf zum Fishriver. Liebe Grüsse aus der Schweiz Gabi und Fridolin
Martina56573 Beiträge · seit 201419. Apr. 2019 · #29
Hallo Silke,
schade, dass ihr in der Kalahari Lodge so negative Erfahrungen machen mussten. Ich kenne sie nicht persönlich aber Deine Schilderungen hätten mich auch geärgert. Wir hatten damals nur ein Quartier, was wirklich aus dem Rahmen fiel, vor unserem Rückflug in Windhoek... Ich hoffe bei Euch war es auch nur ein Intermezzo mit der Lodge in der Kalahari. Beim nächsten Mal wird es besser 🙂 Schön, dass Ihr den Köcherbaumwald zum Sundowner besuchen konntet. Wir waren um die Mittagszeit dort, waren zwar alleine, aber das war natürlich nicht perfekt wegen der fehlenden Lichtverhältnisse. Es macht großen Spass mit Euch zu reisen. Ich genieße Deinen Bericht sehr. Liebe Grüße und schöne Ostern Martina
SuperfantiThemenstarter806 Beiträge · seit 201719. Apr. 2019 · #30
Es freut mich riesig, dass immer mehr zusteigen und mit uns mitreisen. Es gibt hier so viele Ersttäterberichte und daher hat man dann schon Zweifel, ob es überhaupt jemand interessiert.
Danke auch an die Dankedrücker und kommt mit uns Richtung Fish River.;-)
@ Netti: Ja, dein Bericht hatte mir so unendlich Lust auf die Bagatelle gemacht. Jeder hat eben andere Sichtweisen und Erlebnisse. Der Nature Drive wäre wohl auch super geworden, wenn es pünktlich gestartet hätte, der Fahrer nicht so mega gerast wäre, uns etwas dazu erzählt hätte und bei den Tieren auch gehalten hätte. Er war halt völlig inkompetent. Das hatte mich einfach geärgert- schön war die Landschaft nichtsdestotrotz. Wie dem auch sei- weiter geht’s zu meiner Traumlodge am Fish River;-).
@ Gnukuh: Schön, dass du dich auch wieder an deine erste reise erinnerst. Ja, die erste Tour ist schon etwas besonderes. Wie oft bist du seitdem zurückgekehrt und planst schon die nächste Tour?
@ Hilde: Danke, dass Du dich auch äußerst und die Lodge unpersönlich fandest. Ich hatte bisher noch nie ein negatives Wort gelesen und die Bewertungen sind überall durchweg sehr hoch. Da zweifelt man selbst an sich. Wir mögen die kleinen Lodges einfach viel lieber, denn da steckt noch Herzblut drin und man ruht sich nicht auf dem positiven Ruf aus.
@ Gabi und Fridolin: Gruezi und schön, dass ihr auch noch aufgesprungen seid;-). Da ihr ja fast immer dieselben Stationen hattet, werdet ihr bestimmt viel wiedererkennen. Greg singt immer noch den Amarula Song aus der Emanya und so denken wir öfters an euch. Wie würden uns freuen, wenn es bald mit einem Wiedersehen klappt.
@ Martina: Danke für dein positives Feedback. Wir waren wirklich mit dem Grossteil der Lodges sehr zufrieden und für uns war es eine Traumreise. Ja der Köcherbaumwald zum Sonnenuntergang war schon ein Erlebnis. Ich freue mich auch schon auf euren Caprivi Bericht und werde dir und Netti (so jetzt setz ich dich mal unter Zugzwang) folgen.
SuperfantiThemenstarter806 Beiträge · seit 201722. Apr. 2019 · #31
4. Tag 23.09.2018 Tag Fish River Canyon:
Abfahrt: 0850 Uhr - Ankunft 12:50 Uhr/ 151,60 km Um 07:30 Uhr gab es englisches Frühstück mit Würstchen vom Wild, was ja so gar nicht mein Fall ist. Ein am Nebentisch sitzendes chinesisches Paar fragte, ob die Würstchen "german" sind. Insgesamt waren wir froh weiterzufahren. Sicherheitshalber tankte Greg nochmal voll, während ich im Supermarkt nebenan unsere Snackvorräte aufbesserte. Nach einer kurzen Irrfahrt durch Keetmanshoop, die uns weitere Eindrücke der Stadt vermittelte, ging es über die asphaltierte langweilige B4 Richtung Lüderitz, beidseitig sah man Weidezäune.
Endlich ging es auf die Sandpiste C12 Richtung Fish River Canyon und wir fühlten uns sogleich wieder heimisch;-). Schon jetzt wissen wir, dass wir viel lieber gravel fahren, da man das das Gefühl der Weite viel mehr spürt.
Wir durchquerten auf einer kleinen Furt den wasserführenden Fluss "Löwen" , stoppten an einer Destillerie am Naute Damm und Greg bestellte sich einen Espresso, Wir kamen mit der Besitzerin, deren Vorfahren Kolonisten waren, ins Gespräch. Sie sprach völlig akzentfreies Hochdeutsch;-) Es ist sehr grün mitten im Nirgendwo und es wird dort erstaunlicherweise Wein angebaut.
Süsser Hund im Restaurant:
Wir fuhren auf der C37 in den Gondwana Park, der auch als „klein Etoscha des Südens“ bezeichnet wird. Er ist zaunfrei und es gibt neben Antilopenarten sogar Bergzebras und vier Spitzmaulnashörner, die wir aber nicht zu Gesicht bekamen.
Wir hielten am Canyon Roadhouse. Dieses ist aufgrund der vielen dekorativ schönen Oldtimer bekannt. Aus dem Motorraum eines Wracks ragt ein Köcherbaum. Im Innenraum des Restaurants sind lustige Blechschilder und weitere Fahrzeuge, wie beispielsweise ein Krankenwagen, zu bestaunen. Greg war hin und weg, denn er war absolut ahnungslos gewesen und somit gänzlich überrascht. Wir setzten uns an die Bar, die rundum mit allerlei deutschen Autokennzeichen geschmückt war. Wir bestellten unseren ersten Rockshandy sowie einen Apfelstrudel. Wir unterhielten uns sehr nett mit dem Personal, fragten sie nach namibischen Worten und versuchten die Klick Sprache nachzusprechen, was uns mißlang und die Kellner sehr amüsierte.
Wir fuhren weiter. Es war wenig los, so dass Greg die Weite Namibias mit dem wilden Westen verglich. Riesige Staubwolken warnten uns bereits von weitem vor entgegenkommenden Autos. Als wir aneinander vorbeifuhren, wurden wir dermaßen eingestaubt, dass wir sekundenlang nichts mehr sahen. Unglaublich.
SuperfantiThemenstarter806 Beiträge · seit 201722. Apr. 2019 · #32
Ursprünglich hatten wir das Canyon Village gebucht und wurden wegen Überbuchung kurzfristig upgegradet. Gegen 12: 40 Uhr erreichten wir die traumhafte Canyon Lodge. Ein Oryx erwartete uns direkt am Parkplatz. Die kleinen Häuschen liegen inmitten von rotbraunen Felsen, Felsen dienen teilweise auch als Außenwände. Wir waren hin und weg von unserem einsamen Häuschen Nummer 25, das sich an vorderster Front befand und eine tolle Aussicht in die unendliche Weite bot. Ich hatte es explizit reserviert und war superglücklich mit der Wahl, denn wir fanden es das beste und einsamste.
Wir spazierten über das einzigartig schön angelegte Gelände und waren immer wieder geflasht: Der Poolbereich hatte eine superschöne Weitsicht. Dort befand sich auch ein Kühlschrank des Vertrauens- man durfte Getränke rausnehmen und sollte im Gegenzug die Zimmernummer aufnotieren. Klippschliefer tummelten sich auf dem Gelände und gelbe Vögel nisteten in Bäumen Wir gingen kurz zur Kaffee und Kuchen/Kekstime und genossen nach unserem Spaziergang die endlose Weitsicht auf der Terrasse unseres Häuschens. Es war wieder einmal etwas windig und kühl und es schaute nach Regen aus.
Wir nahmen um 17:45 Uhr am kostenlosen, wirklich empfehlenswerten Sundowner Walk teil. Eine Angestellte trug den Snack die kleine Anhöhe hinauf. Der Walk führte an einigen Felsformationen vorbei und dauerte ca 8 - 10 Minuten. Von oben hatte man einen umwerfenden 360 Grad Blick auf die Landschaft, das Canyon Village und das Gelände der Lodge. Oben stand erstaunlicherweise ein prall gefüllter Kühlschrank mit alkoholischen und antialkoholischen Getränken bereit und die Angestellte richtete den Snack an, der aus Käse, Cracker, Chips, Nüssen und Camembert bestand. Wir waren nur eine kleine Gruppe von acht Personen: 2 Berliner, 2 Schweizer aus Winterthur, die Magdeburgerin Silvia mit ihrem Mittelfranke Manni aus Dieburg. Greg und ich teilten uns lieber aus Furcht vor dem Rückweg ein Glas Wein. Die Angestellte erzählte uns, dass sie ursprünglich aus dem Norden kommt, drei Kinder hat, die sie nur alle zwei Monate für zwei Wochen sehen kann.
Leider gab es aufgrund einer Wolkenfront wieder keinen Sundowner und mittlerweile glaube ich, dass die traumhaften Sonnenuntergänge ein Märchen sind, um Touristen nach Namibia zu locken.
Da ich die Bilder tagsüber vom Sundownerpoint schöner fand, füge ich diese ein;-)
Die Stimmung unter uns war super entspannt, so dass wir uns kurzerhand entschlossen, zusammen zu Abend zu essen- wie eine lustige Reisebusgruppe 😉. Die Konstellation passte gut und das Reisen verband. Uns wurde von zwei weiteren Traumzielen vorgeschwärmt, die wir ebenso auf der Must-Do Liste haben: Costa Rica und die Galapagos Inseln. Auch stellten wir fest, dass zwei Paare ebenso den Ritt über Ai- Ais , Rosh Pinah nach Lüderitz wagen wollten und es war beruhigend, dass es noch andere Verrückte gab.
Es gab wieder einen Mix aus Bedienung und Büffetessen und so speisten wir überbackene Aubergine, Kudusteak mit Kartoffeln und Karotten sowie Griessauflauf.
Es war wirklich ein schöner gemeinsamer Abend, verließen als letzte das Restaurant und verabschiedeten uns mit bester Laune.
SuperfantiThemenstarter806 Beiträge · seit 201724. Apr. 2019 · #33
5. Tag 24.09.2018 Tag Fish River Canyon:
Fahrt 10-16 Uhr / 94,5 km
Heute ließen wir es gemütlich angehen, da der Canyon eh erst 2,5-3 Stunden nach Sonnenaufgang ausgeleuchtet ist. Also keine Hektik, gemütlich frühstücken und losfahren.
Wir hielten am Hobas Camping, um uns den Permit für 170 NAD zu besorgen. Von dort führt eine 10 km lange Autostrasse direkt zum Hauptaussichtspunkt Der Fish River Canyon gilt als drittgrößter Canyon der Welt und ist bis zu 160 km lang, 27 km breit und bis zu 550 m tief. Wir genossen die umwerfende Aussicht am Hauptaussichtspunkt und liefen entlang des Canyonrandes zum Hikers Point, wo auch die 86km geführte Wanderung beginnt. Da man wirklich keinen Schatten im Grund entdecken konnte, wäre das für uns nichts. Der Fischfluss hatte vereinzelt noch Wasser und so konnte man den Flussverlauf nachvollziehen. Wir trafen Manni und Silvia und sind mit ihnen bei netten Gesprächen zurückgelaufen. Ich testete die Toiletten am Hauptaussichtspunkt, die erstaunlicherweise sauber waren.
Vom Hauptaussichtspunkt aus biegt man nach ca zwei km auf einer Strasse nach rechts ab, um am östlichen Canyonrand zu weiteren vier Aussichtspunkten zu fahren und evt. ein wenig zu laufen. Diese wurden von vielen gar nicht angefahren, aber wir fanden auch diese Ansichten grandios.
Greg reizte es auch, zu einem 12 km entfernten Aussichtspunkt zu fahren, der nur mit Allrad zu erreichen war. Na denn- wer weiß, was noch alles auf uns zukommt und vorherige Übung schadet ja bekanntlich nicht. Schlaglöcher, Steine, hoch und runter- für uns was das schon aufregend. Auf der gesamten Strecke sahen wir auch nur ein weiteres Auto. Die Aussicht war eher enttäuschend, so dass sich dieser einstündige Umweg nicht lohnt. Für die Aussichtspunkte haben wir uns wirklich sehr viel Zeit genommen. Greg kannte den Grand Canyon und war trotzdem vom Fishriver begeistert.
An der Lodge genossen wir wieder Kaffee und Kuchen. Greg ist zum entspannten Lodger geworden und so lief ich alleine zum Sundownerpoint, um die Aussicht bei besserem Licht zu genießen. Oben angekommen war es echt richtig windig und ich hatte ein bisschen Angst, weggeweht zu werden. Ich schlenderte noch etwas über das Gelände.
Da es heute schon wieder so zugewölkt war, verzichteten wir auf den Sundownerwalk.
Zum Essen gab es: Kudu Capaccio- Oryx Steak mit leckerer Süßkartoffel- Karotte- Orangen Salat- Maiskolben- Schokokuchen und dazu noch einen Rockshandy. Greg hielt mich vom Souvenirkauf ab, dabei fand ich den Flaschenhalten, den ich ja bereits bei Lauras Bericht entdeckt hatte, sehr cool.
Nachts machte Greg die ersten Versuche der Sternenfotografie und wir hörten ungewohnte Tiergeräusche. Irgendwann schritt aus dem Nichts ein einsamer Oryx durch die Nacht- ein besonderes Erlebnis.
Netti59847 Beiträge · seit 201524. Apr. 2019 · #34
Hi Silke, die Lodge sieht unwirklich aus, mit ihrem grünen Rasen 🤩 aber ansonsten wäre das auch MEIN Traum gewesen. Ich glaube, dass ich wirklich mal am Rim stehen müsste, um den Vergleich zum GC ziehen zu können. Schönes Foto von euch beiden 😉 und was diese Flaschenhalter angeht, bitte beim nächsten Mal ein Zebra mitbringen 😘 die sind einfach nur cool.
Schneewie725 Beiträge · seit 201724. Apr. 2019 · #35
Diese Permits, die Du für den Köcherbaumwald und den Fish River ansprichst, habe ich jetzt mehrmals gelesen. Auch wenn man Gast der Lodge am Canyon ist, oder in einer Unterkunft im Köcherbaumwald logiert, braucht man das Permit? Gibt es in diesem Forum eine Übersicht über die Permits, wo man welche benötigt und diese auch erhalten kann?
ich will dich nicht wirklich irritieren, aber es gibt an der Canyon Lodge wirklich schöne Sonnenuntergänge, gerade vom Hausfelsen aus! 😗 😎 Die gibt es wirklich das ist kein Werbeslogen!!! 🤩
(Den farblich angepassten Kühlschrank 😣 musste ich unbedingt aus einer anderen Perspektive digitalisieren 😄 )
Gruß Markus
Kapstadt Namibia VicFalls 2012
Namibias Süden & KTP 2018
Cuba 2019
Eifel 2020
Ostfriesische Nordseeküste 2021
Schottland 2022
Australien 2023
Stockholm 2024
Dublin 2024
Edinburgh 2024
Al Andalus 2025
Und dieses Jahr noch Venedig, Athen und Edinburgh
Flash20101'425 Beiträge · seit 201525. Apr. 2019 · #39
Hallo Silke,
wie schade, dass ihr auf Bagatelle so empfangen wurdet 😮 das war bisher das erste Negative, was ich darüber lese. Ich werde im Juni auch sehr euphorisch nach Erdmännchen fragen und hoffe, dass die Reaktion bei euch eine Ausnahme war. Ich finde es unmöglich für eine Lodge in dieser Preisklasse, so ein Benehmen an den Tag zu legen. Ich hoffe einfach, dass es bei uns anders kommt und wir nicht so enttäuscht werden.
Weiterhin lese ich sehr gerne mit und genieße "die Fahrt" 😎
.........und eins kann ich garantieren: Wenn ich so einen Flaschenhalter irgendwo zur Verkauf sehe, ist er MEINER 😄 ...und für Netti wird auch einer eingesteckt 🙂
Netti59847 Beiträge · seit 201525. Apr. 2019 · #40
Flash2010 schrieb: Ich werde im Juni auch sehr euphorisch nach Erdmännchen fragen und hoffe, dass die Reaktion bei euch eine Ausnahme war. Ich finde es unmöglich für eine Lodge in dieser Preisklasse, so ein Benehmen an den Tag zu legen. Ich hoffe einfach, dass es bei uns anders kommt und wir nicht so enttäuscht werden.
.........und eins kann ich garantieren: Wenn ich so einen Flaschenhalter irgendwo zur Verkauf sehe, ist er MEINER 😄 ...und für Netti wird auch einer eingesteckt 🙂
Liebe Grüße Laura
Hi Laura, also die Erdmännchen … ich glaube das es absolute Glücksache ist und wir hatten das Glück, aber auch nur einen Tag. Am zweiten Tag war kein Bursche mehr zu sehen. Ich drücke euch jedenfalls die Daumen. Wir können auch nichts Negatives berichten, Personal, Essen, Unterkunft - alles Tippi-Toppi.
Und bitte jaaaaaaaaa …………… wenn du diesen super Flaschenhalter siehst ………………. 😉 😘 😘 😘