FOFocus517 Beiträge · seit 201810. Jan. 2019 · #81
Hallo, ebenfalls OT: Die Gewinne fließen wie hier in Deutschland und dem Rest der Welt dahin, woher die Investition kommt und die Steuern niedrig sind oder in das Leben der Besitzer......jedoch nicht zu denen, die den Ertrag produzieren vs. mit ihrer Arbeitskraft und Lebenszeit erwirtschaften. Zur Einschätzung des Kriminalitätsrisikos stimme ich mit Christian überein, wenn die große Mehrheit soviel hat, dass es für ein gutes und würdiges Leben reicht.... Zur Rechtfertigung bin ich mit Loser konform - ein Delikt bleibt ein Delikt und kein Lebensumstand entschuldigt eine Straftat. VG
YAyanjep1'014 Beiträge · seit 201610. Jan. 2019 · #82
Ich stelle mir gerade vor, ich sitze in einer vergammelten Blechhütte und nage an meinem letzten Hühnerfuß. Gleichzeitig wird ein (in meinen Augen) unvorstellbarer Reichtum in Form von Fotoausrüstungen, teuren Hilux und Luxus in Lodges zur Schau gestellt. Ich weiß, daß ich auf legalem Weg niemals die Chance habe, aus meiner Hütte rauszukommen und die Hühnerfüße sind mir auch ausgegangen. Tja, mein Nachbar hat die Taschen voller Geld, da werde ich wohl mal mitgehen, wenn er loszieht.....
Was ich sagen will: Gerechtfertigt sind Straftaten natürlich nie. Aber es wundert mich nicht, wenn so jemand auf dumme Gedanken kommt.
motorradsilke schrieb: Wo bleibt das Geld, was da erwirtschaftet wird?
OT aber eine mE sehr berechtigte Frage. In meinem vorherigen Forumsleben habe ich bei einer Diskussion zu diesem Thema und den hohen/überzogenen Preise die Meinung geäußert, dass oft (nicht immer) viel zu wenig von den Erlösen (vor allem des hochpreisigen Tourismus) im Land bleibt und noch viel weniger/zu wenig bei den dienstbaren Geistern ankommt. Mit dieser Meinung war ich klar in der Minderheit und die themenführenden Foristen haben unmissverständlich gesagt, dass die Kunst des Lebens eben darin besteht, nicht zu den dienstbaren Geistern zu gehören sondern zu denen die bedient werde. That’s life, Schluss mit Gutmenschentum. Werner
Ehrlich? Traurig! Ich werde nie verstehen, wie man in Ruhe und zufrieden leben kann, wenn die Bediensteten in bitterer Armut hausen. Zumindest nicht, wenn genug Geld verdient wird, dass es auch den Angestellten gut gehen kann.
Focus schrieb:Hallo, ebenfalls OT: Die Gewinne fließen wie hier in Deutschland und dem Rest der Welt dahin, woher die Investition kommt und die Steuern niedrig sind oder in das Leben der Besitzer......jedoch nicht zu denen, die den Ertrag produzieren vs. mit ihrer Arbeitskraft und Lebenszeit erwirtschaften.
VG
Naja, zumindest hier in Deutschland können aber auch die, die den Ertrag produzieren, gut leben. Zumindest überwiegend.
Hallo yanjep, es heißt zwar: Never, ever argue with experts (ich habe mitgekriegt, dass du im Strafrecht tätig bist). Ich hänge mich trotzdem etwas raus: MEIN laienhaftes (!!) Täterprofil eines Täters, der am Parkplatz Touristen mit Gewaltandrohung oder –ausübung beraubt, ist nicht der eines verzweifelten Familienvaters, der seine Familie nicht ernähren kann sondern das eines hartgesottenen, gewaltbereiten/fähigen professionellen Kriminellen. Denen sollte man mE nicht das Feigenblatt einer sozialen Notlage für manchmal sehr schwere Gewaltverbrechen liefern (wie z. B. Raub, carjacking und Hauseinbrüche mit extremer Gewaltanwendung). Vielleicht irre ich mich, aber für mich sind solche Straftaten in einer eigenen Kategorie. Natürlich kann man argumentieren, dass sie nicht so geworden wären, wenn die Gesellschaft nicht so ungerecht wäre, aber das ist ein eigenes Thema auf das ich mich jetzt nicht einlasse. Wer die Mafia als sozioökonomisches Produkt erklären will, wird sich in Widersprüchen verlieren. Die internationalen Touristen liegen zwar in der Kriminalitätsstatistik des Landes höchstens im Promillebereich (siehe Christian), sind aber in ihrem Umfeld mE bevorzugte/ideale Opfer, weil sie viel Geld und Wertgegenstände mitführen und in der Regel leichte Beute und einfache Opfer sind. Mein Fazit daraus: Wo immer möglich einen großen Bogen um den Mainstreamtourismus machen (ein besseres Wort fällt mir gerade nicht ein). Und das nicht nur im südlichen Afrika. Deine und motorradsilkes Beobachtungen und Anmerkungen über die Ungleichheit und Ungerechtigkeit in diesen Ländern teile ich unbedingt, zumal das hier Seltenheitswert hat und wahrscheinlich deswegen bald gelöscht werden wird. Bez. Überfällen mit Messer oder Schusswaffe auf wehrlose Leute ziehe ich aber andere Schlüsse. Werner
YAyanjep1'014 Beiträge · seit 201610. Jan. 2019 · #86
Das Problem ist die Verrohung in bestimmten Kreisen. Taten mit Waffeneinsatz oder körperlicher Verletzung anderer Leute sind schrecklich und nicht und durch gar nichts zu rechtfertigen, auch nicht mit der vielzitierten "schweren Kindheit". Dennoch ist es nun mal so, daß eine "Beißhemmung" einfach nicht entwickelt oder bestimmte soziale Normen nicht erlernt oder verinnerlicht werden. Außerdem gibt es tatsächlich eine gewisse Gruppendynamik, wenn ein "starker Mann" es vormacht und die anderen dann nachziehen. Das ist mir aus meiner beruflichen Praxis (Du hast Recht, Staatsanwältin im Bereich Organisierte Kriminalität) nur zu gut bekannt. Die Opfer haben einer solchen Gewaltbereitschaft meist nichts entgegen zu setzen. Und sind häufig genug so traumatisiert, daß sie sich von ihrem früheren normalen Leben auf Dauer verabschieden müssen.
Yanjep
ESEstark43 Beiträge · seit 201810. Jan. 2019 · #87
motorradsilke schrieb:
travelNAMIBIA schrieb:
Das ist zum Glück eben kein weltweiter Automatismus, sondern ein afrikanisches Problem.In Asien sind viele Menschen genauso arm. Da gibt es solche Probleme aber nicht in dem Maß. In Bangkok z.B. kann ich allein als Frau nachts durch die Gegend gehen.
Es gibt auch viele Städte und Länder in Afrika wo Du das machen kannst... Zudem ist das Aufeinandertreffen von Reich und Arm insbesondere in Namibia, Südafrika und Botswana höher als irgendwo anders auf der Welt. Ich denke schon, dass Kriminalität aus "Neid" damit etwas zu tun hat. Meinem subjektiven Eindruck nach ist die Kriminalität in "generell armen" Ländern eher geringer. Natürlich mal Probleme wie häuslicher Gewalt wegen Alkohols etc ausgenommen.
Viele Grüße Christian
Welche Länder und Städte sind das denn (ernst gemeinte Frage)?
Dem 2. Teil deiner Aussage würde ich nicht zustimmen. In Asien treffen genauso reiche Touris auf arme Bewohner. Und es gibt genauso reiche und arme Einwohner. Das ist m.E. eine Einstellungsfage und Mentalitätsfrage.
In der Dominikanischen Republik kommen auch Touristen in ein armes Land. Wenn es dort weniger Überfälle gibt, liegt es daran, dass die meisten Touristen in Ferienanlagen "kaserniert" sind.
FOFocus517 Beiträge · seit 201811. Jan. 2019 · #89
…..21:19 Uhr und ne Gucci Sonnenbrille geklaut...…………. 🤩 🤩 🤩 🤩
RORockshandy280 Beiträge · seit 201812. Jan. 2019 · #90
Ohne das Gaze runterspielen zu wollen - so richtig nachvollziehen kann ich's auch nicht, dass man zum Abendessen "Ausrüstung" im Wert von über 2000 Euro dabeihaben muss . . .
piscator1'483 Beiträge · seit 200912. Jan. 2019 · #91
@ Focus und rockshandy. Ich weiß nicht, ob ihr als Betroffene diese ( eure) Argumentation verstehen würdet. Wenn wir die geringsten Zweifel an der Sicherheit einer Unterkunft haben, dann nehmen wir unsere Fotoausrüstung selbstverständlich mit zum Abendessen. Das habe ich auch schon in einer Lodge getan, als ich an der Zimmertür ältere Einbruchspuren gesehen habe.
Die Leute sind irgendwie selber schuld mit so vielen Wertsachen in der Nacht durch Swakop zu laufen... gewarnt wird ja genug, aber auch immer wieder bagatellisiert. ----------------------------------------------------------------------------------------- German tourists robbed in Swakopmund
A German couple was walking home from a restaurant in Kramersdorp Swakopmund on Monday night at around 21:19 when four thugs allegedly jumped out of a car and grabbed all their belongings they had on them. The total value of the stolen items is N$34 000
German tourists robbed in Swakopmund www.facebook.com/Nam...VgfF4jQSQQ&__tn__=-R
das ist doch der Fall von dem wir hier seit 3 Tagen reden... siehe Ausgangsposting #544597 vom 9.1.
Viele Grüße Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
@TN ...das ist mir schon klar...hab nur noch den Text eingestellt für nicht FB und AZ user...
...und noch meinen Senf dazu gegeben. Im Gegensatz zu dir warne ich die Leute immer Nachts in Windhoek oder Swakop rumzulaufen...
lg M
FOFocus517 Beiträge · seit 201812. Jan. 2019 · #95
Hallo Piscator, ich verstehe jede Argumentation. Ich war selber 2x "Betroffener" einmal selber zu dämlich, 1x außerhalb meines Einflussbereiches. Wenn ich so teures Zeug im Urlaub brauche, dann verhalte ich mich danach. Sprich ich wandere nachts / abends nicht mit 2000,-€ an Wertgegenständen in der Gegend rum. Dann gehe ich nicht Essen und bleibe bei meinem Zeug im Hotel und bestelle mir was zu essen, oder ich lasse mich fahren oder fahre selbst. Ich hatte es schon mal geschrieben das ich Leute mit ihren prallen Rucksäcken nicht verstehe, die in der Stadt damit rumlaufen. Die leuchten wie Bojen in der Masse und einzeln gleich ganz und gar. Ich habe zum Beispiel gar nichts mit (außer das Geld was ich brauche) und laufe auch in Swakop überall hin. Wer ist nun das bessere Ziel? Ich oder jemand mit dem dicken "Daypack" auf der Schulter????? Und wenn ich zum "Abendessen" gehe, dann habe ich auch keine 200,-€ Sonnenbrille mit.
Und in einem Hotel habe ich mir immer an der Rezeption den Sicherheitsraum zeigen lassen und ggf. mein Zeug da drin eingelagert, wenn mir die Gegend oder das Zimmer zu unsicher war.
Aber jeder wie er es mag - jeder fühlt sich so sicher wie er es handhabt. Ich verstehe nur die Logik nicht. Die Hemmschwelle jemanden den Rucksack von der Schulter zu reißen ist weit aus niedriger angesiedelt als in ein Hotel einzubrechen, dort den Safe aufzuknacken und dann ungesehen aus dem Hotel zu verschwinden...… VG
Cruiser2'530 Beiträge · seit 201114. Jan. 2019 · #97
Und das wäre nicht das erste Mal.
Best Regards
Adolf
Conservation is our passion!
Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'!
Sponsor of Desert Elephant Conservation.
Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA.
Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
Gabi-Muc2'191 Beiträge · seit 201614. Jan. 2019 · #98
Wie kann man denn mit einer goldenen Rolex im Wert von 25.000,00 EUR nach Namibia fahren?
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
Wie kann man denn mit einer goldenen Rolex im Wert von 25.000,00 EUR nach Namibia fahren?
Uhr um den Arm, Mensch mit Arm ins Flugzeug nach Namibia und schon ist man da 😉
Viele Grüße Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
MAMarkus6151'042 Beiträge · seit 201614. Jan. 2019 · #100
Hallo Gabi,
Gabi-Muc schrieb: Wie kann man denn mit einer goldenen Rolex im Wert von 25.000,00 EUR nach Namibia fahren?