Raubüberfall

511 Antworten · 116k Aufrufe · gestartet 03. Dez. 2018 von GinaChris
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274 Beiträge · seit 201704. Jan. 2019 · #61
Alleine bei uns im Stadtteil?
Da gehen wieder 3 Gruppen (1 Bande) um. Wenn die hier "durch sind", gehen sie zum nächsten Stadtteil.
Die Polizei kann nichts machen, erkläre hier lieber nicht warum!
Hartmut
568 Beiträge · seit 201405. Jan. 2019 · #62
hhdkram schrieb:Moin zusammen,
zur Abwechslung 'mal etwas Positvies. Als Selbstfahrer haben wir 2 Rundreisen in Namibia (2016) bzw. Namibia/Botswana (2018) unternommen. Davor 1 Mal jeweils mit einer Kleingruppe in Kenya und Tanzania/Sansibar. Unser Fazit: wir blieben von allen schlimmen Sachen wie Raub/Diebstahl/Überfall/etc. verschont. Vielleicht einfach nur Glück gehabt? Wir sind generell vorsichtig unterwegs und halten Augen, Ohren und alle Sinne offen! Dort, wo viel los war, z.B. in Ortschaften, vor Supermärkten, etc. nehmen wir immer gerne die Dienste eines Parkwächters in Anspruch.
Ich wünsche allen, die Ihre Reisen noch vor sich haben, eine gute und sichere Tour!
Gruß,

Als Opfer eines Raubüberfalls in Windhoek gebe ich mal meinen Senf dazu:
ich glaube weniger, daß ihr nur "Glück" gehabt habt, sondern wir haben "Pech" gehabt.
War auch nur ein einziges Mal bei mehreren Afrika-Reisen.

Das Problem ist die Wahrnehmung:
wenn auch nur jeder hunderste Tourist überfallen würde, gäbe es längst keine Angebote von Veranstaltern mehr.
Und selbst dann wäre deine Chance noch 99:1, daß du ohne größere Probleme durchkommst.

Ist aber ein allgemeines Phänomen:
man sorgt sich auch vor Haien und Terroristen, nicht vor Krankenhäusern oder dem Straßenverkehr.
Statistisch gesehen sollte es andersrum sein...

Klar: schöner wäre es, wenn Afrika eine geringere Kriminalität hätte.
Aber je größer das Gefälle zwischen Reichtum und Armut, desto höher die Gefahr durch Raub und Diebstahl.
Hätten die afrikanischen Kleinkriminellen Millionen auf der Bank, würden sie sich auch eher auf Steuerhinterziehung und Wirtschaftschaftskriminalität verlegen, wie die "anständigen" Reichen in aller Welt.

Ich wünsche (uns) allen ein friedliches gesundes und beglückendes (Reise-)Jahr.
Allen aus Not Kriminellen wünsche ich, daß sie Möglichkeiten bekommen, ihren Unterhalt legal zu erarbeiten.
Was ich anderen Kriminellen wünsche, würde die Anstandsregeln des Forums verletzen. 😈

Fröhliches 2019! 😘
33,1k Beiträge · seit 200609. Jan. 2019 · #63
"Weiterer Überfall in Swakopmund"
https://www.az.com.na/nachrichten/weiterer-berfall-in-swakopmund-2019-01-09/

Gleicher Ort wie vor 2 Wochen, deshalb vermutlich die gleichen Täter. Fluchtfahrzeug wurde von der NHW verfolgt, aber später verloren. Täter wohl aber namentlich bekannt.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
390 Beiträge · seit 201709. Jan. 2019 · #64
Randfontein schrieb:

Klar: schöner wäre es, wenn Afrika eine geringere Kriminalität hätte.
Aber je größer das Gefälle zwischen Reichtum und Armut, desto höher die Gefahr durch Raub und Diebstahl.
Fröhliches 2019! 😘
Das ist zum Glück eben kein weltweiter Automatismus, sondern ein afrikanisches Problem.
In Asien sind viele Menschen genauso arm. Da gibt es solche Probleme aber nicht in dem Maß. In Bangkok z.B. kann ich allein als Frau nachts durch die Gegend gehen. Klar gibt es da auch mal Überfälle, aber lange nicht in dem Umfang und der Brutalität.


Gesendet von meinem SM-T580 mit Tapatalk
33,1k Beiträge · seit 200609. Jan. 2019 · #65
Das ist zum Glück eben kein weltweiter Automatismus, sondern ein afrikanisches Problem.In Asien sind viele Menschen genauso arm. Da gibt es solche Probleme aber nicht in dem Maß. In Bangkok z.B. kann ich allein als Frau nachts durch die Gegend gehen.
Es gibt auch viele Städte und Länder in Afrika wo Du das machen kannst...
Zudem ist das Aufeinandertreffen von Reich und Arm insbesondere in Namibia, Südafrika und Botswana höher als irgendwo anders auf der Welt. Ich denke schon, dass Kriminalität aus "Neid" damit etwas zu tun hat. Meinem subjektiven Eindruck nach ist die Kriminalität in "generell armen" Ländern eher geringer. Natürlich mal Probleme wie häuslicher Gewalt wegen Alkohols etc ausgenommen.

Viele Grüße
Christian
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16,9k Beiträge · seit 201209. Jan. 2019 · #66
Zu den aktuellen Raubüberfällen in Swakopmund gibt es heute auch noch einen Kommentar in der AZ:

https://www.az.com.na/nachrichten/bringen-die-wahlen-die-rettung2019-01-09/

Gerade Mal eine gute Woche alt ist das neue Jahr, da sind schon drei Raubüberfälle in Swakopmund vermeldet worden. Beim ersten Fall wurde eine Frau am helllichten Tag in der Strandstraße attackiert und ausgeraubt....

LG
Logi
874 Beiträge · seit 200809. Jan. 2019 · #67
hallo zusammen,
wenn es passieren soll, passiert es. da kann man sowieso nichts großartiges machen.
wir (2 frauen mit 50+) sind nun schon seit mehr als 20 jahren in namibia und südafrika unterwegs und bisher ist uns - darüber sind wir unendlich froh - nichts passiert und wir wurden auch noch nicht bestohlen.
wenn wir aber mal in so eine situation kommen, das wir behelligt werden, würden wir alles abgeben - ohne diskussion - . das leben ist mehr wert als alles andere, zumindest für uns.
doof wäre nur, wenn das ganz auto geklaut werden würde 😐
ein wenig umsicht, nichts im auto liegen lassen - das halb bisher.
macht euch vielleicht nicht ganz so viele sorgen.
viele grüße
anita
ab 23.April 2019 für immer nach Namibia unser Blog: www.outinafrica.com.na
390 Beiträge · seit 201709. Jan. 2019 · #68
travelNAMIBIA schrieb:
Das ist zum Glück eben kein weltweiter Automatismus, sondern ein afrikanisches Problem.In Asien sind viele Menschen genauso arm. Da gibt es solche Probleme aber nicht in dem Maß. In Bangkok z.B. kann ich allein als Frau nachts durch die Gegend gehen.
Es gibt auch viele Städte und Länder in Afrika wo Du das machen kannst...
Zudem ist das Aufeinandertreffen von Reich und Arm insbesondere in Namibia, Südafrika und Botswana höher als irgendwo anders auf der Welt. Ich denke schon, dass Kriminalität aus "Neid" damit etwas zu tun hat. Meinem subjektiven Eindruck nach ist die Kriminalität in "generell armen" Ländern eher geringer. Natürlich mal Probleme wie häuslicher Gewalt wegen Alkohols etc ausgenommen.

Viele Grüße
Christian
Welche Länder und Städte sind das denn (ernst gemeinte Frage)?

Dem 2. Teil deiner Aussage würde ich nicht zustimmen. In Asien treffen genauso reiche Touris auf arme Bewohner. Und es gibt genauso reiche und arme Einwohner.
Das ist m.E. eine Einstellungsfage und Mentalitätsfrage.
33,1k Beiträge · seit 200609. Jan. 2019 · #69
OFF TOPIC
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Hi motorradsilke,
Dem 2. Teil deiner Aussage würde ich nicht zustimmen. In Asien treffen genauso reiche Touris auf arme Bewohner. Und es gibt genauso reiche und arme Einwohner.
Ich bezog meine Aussage nicht auf Touristen sondern auf die Allgemeinheit. Insgesamt ist es aber auch sicher eine Mentalitätsfrage, denn die Asiaten sind (aber auch nicht alle "Völker") insgesamt etwas "ruhiger" und "untergebener" (mit ein Grund warum ich viele klassische Reisegebiete Asiens meide, da mir die Mentalität null zusagt). Nicht richtig ist aber, dass es dort (also Asien als Pauschalbezeichnung) genauso reiche und arme Einwohner gibt. Dafür gibt es den Gini-Koeffizient. Und da haben außer China, Malaysia und PNG keine Staaten eine besonders große Schere zwischen arm und reich. Und wo der Koeffizient eben hoch ist gibt es v.a. auch mehr Schwerstkriminalität. Man schaue sich Mittelamerika als Zentrum von Morden an.
Welche Länder und Städte sind das denn (ernst gemeinte Frage)?
Die Liste wäre sehr lang. Ich persönlich bewege mich z.B. in Windhoek, aber auch Swakopmund und Kapstadt wie ich es auch in Hamburg, Rom oder Tokio mache. Aber z.B. wäre in klassisches Beispiel aus meiner Erfahrung (der ich lange in Sierra Leone gelebt habe und immer noch regelmäßig dort bin) Freetown. Sierra Leone ist eines der 5 (oder 10?) ärmsten Staaten der Welt und hat dennoch eine extrem geringe Kriminalität. Da kannst Du als blonde Frau auch nachts herumlaufen. Deshalb auch mein zuvor genannter Eindruck, dass in Staaten wo "alle" arm sind es weniger Diebstahl/Raub u.ä. gibt.

Viele Grüße
Christian
800px-2014_Gini_Index_World_Map,_income_inequality_distribution_by_country_per_World_Bank.svg.png

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Gini-Koeffizient)
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 09. Jan. 2019
16,9k Beiträge · seit 201209. Jan. 2019 · #70
Dieser Gini-Index (von dem ich bisher noch nie was gehört habe) kann ja wohl nur ein Scherz sein!

Ägypten mit den Benelux-Länder oder Frankreich oder Spanien oder gar Irland auf eine Stufe zu stellen? 😗

Wir sind 15 Jahre durch Ägypten gereist - und ich meine dabei nicht die schönen Badeorte am Roten Meer....

LG
Logi
33,1k Beiträge · seit 200609. Jan. 2019 · #71
OFF TOPIC
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Dieser Gini-Index (von dem ich bisher noch nie was gehört habe) kann ja wohl nur ein Scherz sein!
ich denke nicht, denn er ist z.B. wichtig gemeinsam mit dem Human Development Index) für die Vergabe internationaler Hilfsgelder für EZ-Projekte etc.. Nach Ländern aufgeschlüsselt findest Du den Gini hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Einkommensverteilung

Nicht ohne Grund ist die Verringerung des Gini-Koeffizienten eines der wichtigsten Ziele der Staaten (u.a. Namibia, Südafrika), die eben dort einen sehr hohen Wert haben. Siehe z.B. http://www.worldbank.org/en/country/namibia/publication/does-namibias-fiscal-policy-benefit-the-poor-and-reduce-inequality
Ägypten mit den Benelux-Länder oder Frankreich oder Spanien oder gar Irland auf eine Stufe zu stellen? 😗
macht keiner. Es geht ausschließlich um die Einkommensschere. Wenn ein Ägypter 100 Mio verdient und 100.000 nur 1, dann ist die Schere groß. Wenn aber ein Ägypter 100 verdient und 100.000 Ägypter 99, dann ist sie klein. Wie groß die Realwerte sind sagt der Koeffizient nicht aus.

Viele Grüße
Christian

Nachtrag zur Vollständigkeit: Es gibt ihn auch für Vermögensverhältnisse, wobei das nicht wirklich was über den Entwicklungsstand aussagt: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Verm%C3%B6gensverteilung
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zuletzt bearbeitet 09. Jan. 2019
390 Beiträge · seit 201709. Jan. 2019 · #72
travelNAMIBIA schrieb:OFF TOPIC
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Hi motorradsilke,
Dem 2. Teil deiner Aussage würde ich nicht zustimmen. In Asien treffen genauso reiche Touris auf arme Bewohner. Und es gibt genauso reiche und arme Einwohner.
Ich bezog meine Aussage nicht auf Touristen sondern auf die Allgemeinheit. Insgesamt ist es aber auch sicher eine Mentalitätsfrage, denn die Asiaten sind (aber auch nicht alle "Völker") insgesamt etwas "ruhiger" und "untergebener" (mit ein Grund warum ich viele klassische Reisegebiete Asiens meide, da mir die Mentalität null zusagt). Nicht richtig ist aber, dass es dort (also Asien als Pauschalbezeichnung) genauso reiche und arme Einwohner gibt. Dafür gibt es den Gini-Koeffizient. Und da haben außer China, Malaysia und PNG keine Staaten eine besonders große Schere zwischen arm und reich. Und wo der Koeffizient eben hoch ist gibt es v.a. auch mehr Schwerstkriminalität. Man schaue sich Mittelamerika als Zentrum von Morden an.
Welche Länder und Städte sind das denn (ernst gemeinte Frage)?
Die Liste wäre sehr lang. Ich persönlich bewege mich z.B. in Windhoek, aber auch Swakopmund und Kapstadt wie ich es auch in Hamburg, Rom oder Tokio mache. Aber z.B. wäre in klassisches Beispiel aus meiner Erfahrung (der ich lange in Sierra Leone gelebt habe und immer noch regelmäßig dort bin) Freetown. Sierra Leone ist eines der 5 (oder 10?) ärmsten Staaten der Welt und hat dennoch eine extrem geringe Kriminalität. Da kannst Du als blonde Frau auch nachts herumlaufen. Deshalb auch mein zuvor genannter Eindruck, dass in Staaten wo "alle" arm sind es weniger Diebstahl/Raub u.ä. gibt.

Viele Grüße
Christian
800px-2014_Gini_Index_World_Map,_income_inequality_distribution_by_country_per_World_Bank.svg.png

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Gini-Koeffizient)
Ich finde diesen Gini Koeffizienten aber in dem Zusammenhang nicht wirklich passend. Der Neid entsteht ja dadurch, dass Arme den Reichtum sehen. Und da ist es doch egal, ob das ein reicher Einheimischer oder ein reicher Touri ist.
Zumal sich die Überfälle ja zu großen Teilen gegen Touris richten.

Ansonsten haben wir warscheinlich verschiedene Wahrnehmungen. Ich bewege mich z.B. in Windhoek eben leider nicht so wie in Berlin oder Bangkok. Wenn schon auf dem Campingplatz davor gewarnt wird, nach Einbruch der Dunkelheit ein paar hundert Meter bis zur nächsten Gaststätte zu laufen, dann ist das etwas, was ich bisher nur in afrikanischen Städten erlebt habe.
Würdest du denn in Namibia abends allein einen Strandspaziergang machen?
1'014 Beiträge · seit 201609. Jan. 2019 · #73
Das Problem wird sich durch die gefühlt unzähligen neuen Premiumunterkünfte noch verschärfen. Und die Leute sehen ja, daß Übernachtungspreise gezahlt werden, bei denen sie für den Preis einer Nacht die komplette Sippe für ein Jahr sattkriegen während sie selber in einer Blechhütte mitten im Müll hausen und für die Touris sauber machen und Eier braten dürfen (sofern denn ein Job ergattert werden konnte) . Da kann ich nachvollziehen, wenn einem "Umverteilungsgedanken" näher getreten wird.

Yanjep
zuletzt bearbeitet 09. Jan. 2019
125 Beiträge · seit 201509. Jan. 2019 · #74
travelNAMIBIA schrieb:OFF TOPIC
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Hi motorradsilke,
Dem 2. Teil deiner Aussage würde ich nicht zustimmen. In Asien treffen genauso reiche Touris auf arme Bewohner. Und es gibt genauso reiche und arme Einwohner.
Ich bezog meine Aussage nicht auf Touristen sondern auf die Allgemeinheit. Insgesamt ist es aber auch sicher eine Mentalitätsfrage, denn die Asiaten sind (aber auch nicht alle "Völker") insgesamt etwas "ruhiger" und "untergebener" (mit ein Grund warum ich viele klassische Reisegebiete Asiens meide, da mir die Mentalität null zusagt). Nicht richtig ist aber, dass es dort (also Asien als Pauschalbezeichnung) genauso reiche und arme Einwohner gibt.
Hallo Christian,

auch wenn Du gleich die Einschränkung "nicht alle Völker" erwähnst, so finde ich Deine Bemerkung "ruhiger" und "untergebener" zu "den Asiaten" unagebracht, denn sie verkennt den kulturellen Hintergrund und die Unterschiede, die auch in Asien zu finden sind. So wie es in diesem oder einem anderen Thread darum ging, nicht pauschal zu sagen "Afrika geht den Bach runter", so finde ich, dass man entsprechend differenziert über jeden Kontinet sprechen sollte . Durch meine berufliche Tätigkeit habe ich unter anderem sehr viel mit Asien zu tun - ohne interkulturelle Kompetenz kann Vieles schief gehen, übrigens selbst innereuropäisch. Dazukommt, dass ich selbst asiatisch-deutsche Wurzeln habe und weitere Freunde/Bekannte, die mehr als ich in 2 Kulturkreisen aufgewachsen sind. Vieles, was wir über "die Asiaten", "die Afrikaner", "die Deutschen" usw. denken oder meinen zu wissen was typisch sei, sind oft eher tradierte Clichés als profunde Einsichten in eine fremde Kultur.

Einen schönen Abend!
zuletzt bearbeitet 10. Jan. 2019
390 Beiträge · seit 201709. Jan. 2019 · #75
yanjep schrieb:Das Problem wird sich durch die gefühlt unzähligen neuen Premiumunterkünfte noch verschärfen. Und die Leute sehen ja, daß Übernachtungspreise gezahlt werden, bei denen sie für den Preis einer Nacht die komplette Sippe für ein Jahr sattkriegen während sie selber in einer Blechhütte mitten im Müll hausen und für die Touris sauber machen und Eier braten dürfen (sofern denn ein Job ergattert werden konnte) . Da kann ich nachvollziehen, wenn einem "Umverteilungsgedanken" näher getreten wird.

Yanjep
Das sehe ich als ein großes Problem. Wir waren entsetzt, als wir erlebten, dass eine Lodge, bei der wir spontan anfragten (wir waren eigentlich mit dem Camper unterwegs, aber die Lage gefiel uns sehr gut) knapp 200 Euro für die Nacht haben wollte, und wir sahen, wie ein Mitarbeiter aus einer Blechhütte kam. Wo bleibt das Geld, was da erwirtschaftet wird?

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1'042 Beiträge · seit 201610. Jan. 2019 · #76
motorradsilke schrieb:
Ich finde diesen Gini Koeffizienten aber in dem Zusammenhang nicht wirklich passend.
Ich denke der passt nie. Das kommt auf die Mentalität darauf an und was auch sehr wichtig ist, wie die Verteilung ist. Da hier so schöne Zahlenbeispiele "gewürfelt" wurden: Wenn einer 10.000 € im Jahr verdient und 100 andere 100€ im Jahr, dann kann der mit den 10.000 € damit leben, die anderen aber nicht…
Beim gleichen Verhältnis nur einer hat 10.000.000 € im Jahr und die 100 anderen 100.000 € im Jahr kann jeder gut leben, einer halt besonders gut, aber da werden vermutlich weniger Überfälle aufgrund der Einkommensverteilung statt finden?
motorradsilke schrieb:
Der Neid entsteht ja dadurch, dass Arme den Reichtum sehen. Und da ist es doch egal, ob das ein reicher Einheimischer oder ein reicher Touri ist.
Zumal sich die Überfälle ja zu großen Teilen gegen Touris richten.
Welches Motiv die Täter haben sei einmal dahin gestellt, ist das immer Neid oder spielen da andere Faktoren (Arbeitslosigkeit, fehlende Zukunftsaussichten, Frustration etc.) auch noch eine große Rolle?
Wen würdest Du denn überfallen? Den Touristen mit Geld oder den Nachbarn der auch nichts hat?
motorradsilke schrieb:
Ansonsten haben wir warscheinlich verschiedene Wahrnehmungen. Ich bewege mich z.B. in Windhoek eben leider nicht so wie in Berlin oder Bangkok.
In Bangkok war ich noch nicht, werfe da einmal Amman mit in den "Topf", wobei ich mich da sicherer als in Berlin gefühlt hatte... 😄
motorradsilke schrieb:
Wenn schon auf dem Campingplatz davor gewarnt wird, nach Einbruch der Dunkelheit ein paar hundert Meter bis zur nächsten Gaststätte zu laufen, dann ist das etwas, was ich bisher nur in afrikanischen Städten erlebt habe.
Auf welchem Campingplatz war das denn?
motorradsilke schrieb:
Würdest du denn in Namibia abends allein einen Strandspaziergang machen?
Ja in Swakopmund an der Strandpromenade schon, wobei wir eigentlich immer zu dritt oder viert vom Essen gehen zur Lodge zurück sind, was vor einem Überfall aber auch kein wirklich effizienter Schutz wäre.

Gruß Markus
390 Beiträge · seit 201710. Jan. 2019 · #77
Markus615 schrieb:
motorradsilke schrieb:
Ich finde diesen Gini Koeffizienten aber in dem Zusammenhang nicht wirklich passend.
Ich denke der passt nie. Das kommt auf die Mentalität darauf an und was auch sehr wichtig ist, wie die Verteilung ist. Da hier so schöne Zahlenbeispiele "gewürfelt" wurden: Wenn einer 10.000 € im Jahr verdient und 100 andere 100€ im Jahr, dann kann der mit den 10.000 € damit leben, die anderen aber nicht…
Beim gleichen Verhältnis nur einer hat 10.000.000 € im Jahr und die 100 anderen 100.000 € im Jahr kann jeder gut leben, einer halt besonders gut, aber da werden vermutlich weniger Überfälle aufgrund der Einkommensverteilung statt finden?
motorradsilke schrieb:
Der Neid entsteht ja dadurch, dass Arme den Reichtum sehen. Und da ist es doch egal, ob das ein reicher Einheimischer oder ein reicher Touri ist.
Zumal sich die Überfälle ja zu großen Teilen gegen Touris richten.
Welches Motiv die Täter haben sei einmal dahin gestellt, ist das immer Neid oder spielen da andere Faktoren (Arbeitslosigkeit, fehlende Zukunftsaussichten, Frustration etc.) auch noch eine große Rolle?
Wen würdest Du denn überfallen? Den Touristen mit Geld oder den Nachbarn der auch nichts hat?
motorradsilke schrieb:
Ansonsten haben wir warscheinlich verschiedene Wahrnehmungen. Ich bewege mich z.B. in Windhoek eben leider nicht so wie in Berlin oder Bangkok.
In Bangkok war ich noch nicht, werfe da einmal Amman mit in den "Topf", wobei ich mich da sicherer als in Berlin gefühlt hatte... 😄
motorradsilke schrieb:
Wenn schon auf dem Campingplatz davor gewarnt wird, nach Einbruch der Dunkelheit ein paar hundert Meter bis zur nächsten Gaststätte zu laufen, dann ist das etwas, was ich bisher nur in afrikanischen Städten erlebt habe.
Auf welchem Campingplatz war das denn?
motorradsilke schrieb:
Würdest du denn in Namibia abends allein einen Strandspaziergang machen?
Ja in Swakopmund an der Strandpromenade schon, wobei wir eigentlich immer zu dritt oder viert vom Essen gehen zur Lodge zurück sind, was vor einem Überfall aber auch kein wirklich effizienter Schutz wäre.

Gruß Markus
Ich würde Niemanden überfallen, weder den Nachbarn noch den Touri. Ich würde mir Gedanken machen, wie ich Geld verdienen kann.

Das ist auf dem Urban Camp in Windhoek. Da hängen an jeder Campsite die Warnungen, nicht im Dunkeln durch die Straßen zu laufen.

Ich meinte so richtige Strandspaziergänge. Gut, das trifft in Nambia nicht so zu, weil es die Infrastruktur nicht gibt. In Asien ist es überall üblich, da gibt es oft viele Restaurants am Strand, da kann man schön spazieren, sich irgendwo draußen hinsetzen.
33,1k Beiträge · seit 200610. Jan. 2019 · #78
OFF TOPIC
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Hallo Ann_Ka,
"ruhiger" und "untergebener" zu "den Asiaten" unagebracht, denn sie verkennt den kulturellen Hintergrund und die Unterschiede, die auch in Asien zu finden sind. So wie es in diesem oder einem anderen Thread darum ging, nicht pauschal zu sagen "Afrika geht den Bach runter", so finde ich, dass man entsprechend differenziert über jeden Kontinet sprechen sollte . Durch meine berufliche Tätigkeit habe ich unter anderem sehr viel mit Asien zu tun - ohne interkulturelle Kompetenz kann vieles schief gehen, überigens selbst innereuropäisch. Dazukommt, dass ich selbst asiatisch-deutsche Wurzeln habe und weitere Freunde/Bekannte, die mehr als ich in 2 Kulturkreisen aufgewachsen sind. Vieles, was wir über "die Asiaten", "die Afrianer", "die Deutschen" usw. denken oder meinen zu wissen was typisch sei, sind oft eher tradierte Clichés als profunde Einsichten in eine fremde Kultur.
klar, ich habe pauschalisiert und hätte die Einschränkung Südostasien vielleicht noch machen sollen. Da wir auch Afrika, Europa etc pauschalisieren, wollte ich da nicht ins Detail gehen. Ich bin übrigens beruflich seit 20 Jahren in Asien (v.a. Osten und Südosten) tätig und habe eine Schwägerin aus Ostasien. Das nur zum Hintergrund. Ich persönlich kann mich eben mit der Kultur und dem Verhalten (pauschalisiert) was in Südostasien vorherrscht nicht identifizieren. Wie Du aber richtig schreibst, gibt es kulturelle Unterschiede, v.a. zu "Afrika". Und da habe ich generell die Südostasiaten als deutlich ruhiger und zurückhaltender kennengelernt. Ich spiele da z.B. auch auf so etwas an: http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/a-563863-4.html

Aber nun schweifen wir doch sehr ab 😉

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
33,1k Beiträge · seit 200610. Jan. 2019 · #79
HI Markus,
Wen würdest Du denn überfallen? Den Touristen mit Geld oder den Nachbarn der auch nichts hat?
Du magst durch die AZ etc den Eindruck gewinnen, dass die Reisenden das Ziel allen Übels sind. Aber das ist eben nicht so. Die Kriminalität (ob hier oder in Südafrika) spielt sich zu 99,9 Prozent in den Armenvierteln ab, eben genau zwischen "den Nachbarn die auch nichts haben". Was meinst Du wie häufig die Behausung unserer Haushaltshilfe leer geräumt wurde. Meist einfach durch "Nachbarn", die gerne den 30 Jahre alten Zweiflammenkocher haben wollten oder den 15 Zoll Röhrenfernseher.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Gast10. Jan. 2019 · #80
motorradsilke schrieb: Wo bleibt das Geld, was da erwirtschaftet wird?
OT aber eine mE sehr berechtigte Frage. In meinem vorherigen Forumsleben habe ich bei einer Diskussion zu diesem Thema und den hohen/überzogenen Preise die Meinung geäußert, dass oft (nicht immer) viel zu wenig von den Erlösen (vor allem des hochpreisigen Tourismus) im Land bleibt und noch viel weniger/zu wenig bei den dienstbaren Geistern ankommt. Mit dieser Meinung war ich klar in der Minderheit und die themenführenden Foristen haben unmissverständlich gesagt, dass die Kunst des Lebens eben darin besteht, nicht zu den dienstbaren Geistern zu gehören sondern zu denen die bedient werde. That’s life, Schluss mit Gutmenschentum.
Werner
PS zum Thema: Ein Raubüberfall ist eine schwere Straftat. Punktum. Sozialer Notstand ist keine Rechtfertigung, aber u. U. eine Milderungsgrund beim Strafmaß. Raub kann man nicht in der selben Kategorie wie „petty theft“ betrachten. Zumindest nach meinem Rechtsverständnis.
zuletzt bearbeitet 10. Jan. 2019