Tipps Reiseroute Botswana im März/April 2019

12 Antworten · 3'875 Aufrufe · gestartet 24. Sept. 2018 von Remminger
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Themenstarter10 Beiträge · seit 201824. Sept. 2018 · #1
Hallo in die Runde.
Wir sind eine vierköpfige Familie mit 9 Jahre alten Zwillingen. Nachdem wir schon 2 mal mit den Lüdden in Südafrika waren und wir früher, vor den Kindern, schon Tansania und Kamerun bereist haben, soll es nun für 2,5 Monate nach Moçambique, Kapstadt und Namibia/Botswana gehen. Die Planungen für Mosambique und Kapstadt sind soweit schon abgeschlossen.

Nun heißt es die restlichen 33 Tage mit Hilux und Doppeldachzelt in Namibia/Botswana zu verteilen. Gerade bei der Planung für Botswana tue ich mich sehr schwer. Zeitlich werden wir uns von Ende März bis Mitte April 2019 in Botswana aufhalten. Es wird also noch sehr nass sein. Nachdem ich hier viel im Forum über Routen gelesen habe, bin ich sehr am zweifeln, ob es wirklich als Alleinfahrer mit zwei Kindern eine gute Idee ist von Kasane über Kachigau, Savuti, Nort Gate, South Gate nach Maun zu Fahren. Oder ob es doch besser wäre, lieber außen rum die Tour über Nata und Maun, mit Besuch der Nata Bird Sanctuary und des Makgadikgadi Pans National Parks, zum South Gate und von da aus dann ein paar Tage verschiedene Loops (Black Pools) fahren.

Botswana.JPG



Über ein paar hilfreiche Antworten würden wir uns sehr freuen.
4'984 Beiträge · seit 201624. Sept. 2018 · #2
Hallo Remminger,

du weißt, dass die campsites im Moremi/Chobe ggü jenen in Südafrika nicht eingezäunt sind;
möchte das wegen deiner Kinder nur bemerkt haben 😉

Also ich persönlich denke schon dass ihr das schaffen könnt.
Kachikau > Savuti empfanden wir in der Regenzeit nicht so schlimm, weil der Sand nicht so lose ist.
Ab Savuti jedenfalls die Sandridge, und keinesfalls die Marsh Rd nehmen!
Dann stößt du bereits auf die Transit Rd (gravel) nach Khwai,
und von dort würde ich wenns wirklich matschig sein sollte, wieder die Transit (gravel) nach Mababe nehmen.
Die Strecke zum South Gate ist nicht so einsam, dass dir im Notfall niemand helfen könnte.
Mein Rat: nimm jedenfalls ein Sat-phone mit allen hilfreichen Nrn mit.
Gruß Gina
Themenstarter10 Beiträge · seit 201824. Sept. 2018 · #3
Hallo Gina,
vielen Dank für den Hinweis mit den nicht eingezäunten Campsites. Das wussten wir schon und macht natürlich auch den besonderen Reiz aus. Wir hatten diese Erfahrung auch schon in der Serengeti gemacht und fanden es einfach toll.
Die Kinder sind zur unserer Reise schon fast 10 und sollte dann nicht das Problem sein.

Danke für das Mut machen und die Routenempfehlungen. Das ganze Unternehmen ist ja sehr stark abhängig von der Ergiebigkeit der Regenzeit. Das kann jetzt ja leider nicht vorausgesagt werden und da ohne Vorbuchen von Campsite in den Parks nichts läuft, kann die Route dann ja leider nicht spontan total geändert werden.
Schwierig, schwierig....
1'166 Beiträge · seit 200825. Sept. 2018 · #4
Hallo Gina,

eure Route ist nicht von der Ergiebikeit der Regenzeit abhängig. Es kann aber etliche Matsch- und Wasserlöcher auf den Pisten geben, wenn es kurz vorher noch heftig geregnet hat.

Wenn du alte Beiträge gelesen hast, weißt du, dass Savuti kritisch ist. South Gate sollte eigentlich immer gehen (zu deiner Reisezeit). Statt North Gate würde ich Magotho (https://namibia-forum.ch/forum/19-routen/292288-strecke-north-gate-nach-mwandi-view.html#471027) oder Tshaa (https://namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/290724-camping-moremi-chobe.html?start=36#452153) vorziehen.

Seit diesem April bin ich ein "Fan" vom KD2 (Kalahari Concession) im Südwesten (falls es auf dem Weg liegen sollte):
https://namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/282737-campsite-zwischen-kang-und-ghanzi.html?start=12#521993
https://namibia-forum.ch/forum/19-routen/295945-ktp-kenner-gefragt.html?start=12#528824
https://namibia-forum.ch/forum/19-routen/295807-von-der-mabua-nach-grenze-namibia-buitepos.html#526922

Viele Grüße
Axel
Solo die zweite 04/19 - Namibia-Teil Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Botswana / Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Namibia Rastlos durchs Kaokoveld und Damaraland ... (2017) Stippvisite im Damaraland und Kaokoveld (2016)
zuletzt bearbeitet 25. Sept. 2018
4'984 Beiträge · seit 201625. Sept. 2018 · #5
Guten Morgen Remminger,

nun, die Regenfälle 2017 hatten uns einen dicken Strich durch ein paar der vorgebuchten campsites im CKGR gemacht;
sie waren einfach nicht erreichbar. Dank Sat-phone konnten wir aber den Betreiber anrufen, die Lage erklären, und problemlos auf erreichbare sites ausweichen. Es ist nicht immer alles so voll wie es vorab dargestellt wird 😉
Gruß Gina
4'984 Beiträge · seit 201625. Sept. 2018 · #6
Guten Morgen Axel,

ich denke dein Beitrag war für Remminger gedacht 😉
Gruß Gina
Themenstarter10 Beiträge · seit 201825. Sept. 2018 · #7
Hallo Axel,

Danke für deine Tipps. Leider liegt die KD2 nun gar nicht auf unserem Weg, werde mir aber mal deine Tipps Magotho und Tshaa anschauen.

Danke
Themenstarter10 Beiträge · seit 201825. Sept. 2018 · #8
Hallo Gina,

das SAT-Phone hatte ich ja schon mitgebucht.
Das mit dem unkompliziertem Umbuchen bei Unerreichbarkeit beruhigt mich ja ein bisschen.
546 Beiträge · seit 201825. Sept. 2018 · #9
Hallo Remminger,
vor sehr ähnliche Fragen standen wir Anfang des Jahres auch: Mit unserem Landcruiser und 4 Kindern (zwischen 9 und 13) von Malawi aus Botswana geplant - für Anfang April!
Afrikaerfahren sind wir, ebenso Rough-Road - aber Botswana konnten wir echt schlecht einschätzen. Erst recht die genannte "berüchtigte" Strecke zwischen Kasane-Savuti-Moremi. Und dann noch Ende Regenzeit!?

Ich hatte ebenso Bedenken, ob das eine kluge Idee ist mit nur einem Fahrzeug.

Habe mit googlen und mit Hilfe einiger in diesem Forum dann aber diese Strecke eingeplant - und das war definitiv KEIN Fehler!!!!
Vielleicht kann ich also Deine Bedenken noch etwas zerstreuen:

Also, die Einschätzungen über diverse Rough Roads in Afrika unterscheiden sich mannigfaltig - und haben dann auch wiederum sicherlich damit zu tun, wer sie wann in welchem Zustand gefahren ist.
Hinterher sagen mein Mann und ich zu diesen Strecken jedenfalls: Also, das sind schon Strecken, die ein völlig Unerfahrener nicht zu leicht nehmen sollte - aber sooooo herausragend herausfordernd, wie sie manchmal gemacht wird, finden wir sie auch wiederum nicht. Wir haben auch schon anderes erlebt....

Eigentlich war's bei uns IM Moremi mehrfach kritischer als auf genannter Strecke gen Norden durch den Chobe - und bös steckengeblieben sind wir ebenfalls im Moremi (Zwischen South Gate und North gate - wo wir es überhaupt nicht erwartet hatten!!!!)
(nachzulesen in meinem Reisebericht "Botswana's Beasts and Beauty im April" auf den Seiten 33 und dann weiter auf S. 37ff).

Die "Savuti-Strecke" war bei uns eine Matschschlacht - aber nicht kritisch (siehe Reisebericht Seite 42ff). Und eben: kein Tiefsand, da sehr naß! 😏
(by the way: unsere Kinder fanden das mega-lustig!!!! 🤩 🤩 🤩 🤩 )

Eine Woche vorher muss es noch sehr viel schlammiger gewesen sein (von dem was andere sagten, mit denen wir uns paar Tage vorher in einem Camp austauschten) - und der letzte Starkregen war glücklicherweise gerade ein Tag BEVOR wir da hoch fuhren. Dennoch: Selbst all jene haben es dort gut durch geschafft.
Und ich kann bestätigen, was mir Leute im Forum versicherten:
Auch im April wirst Du auf dieser Strecke nicht mutterseelenalleine 3 Tage hängen. Sollte es Euch wirklich erwischen, wird kein Tag vergehen, ohne dass andere vorbei kommen! (und hoffentlich nicht nur winkend vorbei fahren??? 🤨 )
Also, nur Mut!!!

Das andere: Vorbuchen... Ja, auch so ein Thema in Botswana, und für uns erstmals dieses - in Kenya, Tanzania, Malawi, Zambia hatten wir das NIE gebraucht!
Es war auch gut so, dass wir vorgebucht hatten - aber ganz ehrlich:
Nach der jetzigen Erfahrung würde ich sogar wagen, Anfang April das auch ohne Buchen zu versuchen:
In South Gate waren beide Nächte nur insgesamt 3 von 10 Plätzen belegt.
In Third Bridge sind wir nur durch gefahren, in Xakanaxa ebenfalls - aber beide waren fern von ausgebaucht.
North Gate hingegen war voll.
Dass man ohne Buchung gar nicht rein gelassen wird, glauben wir nicht: man kann auch einfach Eintritt zahlen und behaupten, man will nur den Tag über durch fahren. Und dann gucken, ob man eine Bleibe findet. Wir sind bei sowas vielleicht etwas "afrikanischer kommunikativ" - da findet sich dann irgendeine Lösung..... Man sollte dann aber eben auch bereit sein, mit "irgendwas" zufrieden zu sein....
Allerdings: wenn's dumm läuft ist eben doch alles voll, und die Wege sehr weit..... Von daher war uns das zu brisant, mit 4 Kindern dann bei unserem ohnehin knappen Zeitplan evtl. auch noch weiter ziellos durch die Gegend zu juckeln, und wir haben geplant und gebucht, und es hat (größtenteils…) auch gepasst.

Savuti war uns zu teuer, deshalb sind wir von Süden kommend von Mankwe Camp bis Mwandi View (bei Kavimba, kurz vor Ngoma Bridge) durchgefahren.
Das war überhaupt kein Problem in einem Tag. Wir haben uns sogar am Anfang noch 1 h verfahren und in Savuti noch 2 1/2 h game drive eingebaut.
Allerdings würde ich, wenn man das macht, statt Mankwe empfehlen: sucht Euch eine Campsite am Khwai (Magotho, oder Dizhana oder so).
Sollte alles voll sein schafft man es auch bis Kaziikini Camp site weiter im Süden, und fährt dann eben über South gate wieder in den Moremi. Ist suboptimal, aber möglich, falls Ihr keine andere campsite kriegt. Aber vielleicht bekommt Ihr ja für Savuti auch noche einen Platz!

Wir fanden South Gate ganz toll - udn acuh die Black pools dort! Dafürmuss mans ich aber auch zeit nehmen (ca. 3 bis 4 h für einen vernünftigen game drive)
Xakanaxa hätte uns auch serh gut gefallen - North Gate hingegen fanden wir nicht schön (im Gestrüpp....). Ich würde wieder versuchen, außer South Gate auf Camps außerhalb des Parks auszuweichen.
Aber das ist wie immer: sehr persönlich gefärbt! 😉

Hoffe es hilft weiter? Bei weiteren Fragen gerne, falls ich was beitragen kann!
Herzliche Grüße (habt Ihr noch 4 Plätze frei? Unsere Kinder würden sicher gerne mitkommen!!!! 🤩 🙄 🤪 )
Antje
Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya Reiseberichte: Botswana April 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april.html Malawi 2015-2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/154-diverses/297418-kleinode-in-malawi.html Tanzania - Tarangire April 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299356-tansania-pulsiert-trotz-corona.html?start=0
Themenstarter10 Beiträge · seit 201826. Sept. 2018 · #10
Hallo Antje,

das ist ja großartig, dass du uns hier so ausführlich antwortest und uns so viel Mut machst. Ich hatte nämlich schon vorher deinen Reisebericht hier im Forum, auch wegen der Mitreisenden Kindern, sehr aufmerksam verfolgt und war da schon begeistert mit welcher Unaufgeregtheit ihr diese Reise mit 4 Kindern gestemmt habt. Mein größten Respekt dafür.
Wenn man schon so lange wie ihr in Afrika lebt und reist , kann einem wahrscheinlich nichts so schnell aus der Ruhe bringen.

Ich werde deine Tipps und Einschätzungen mit in unsere Routenplanung einbeziehen. Wir werden das ganze dann nochmal in der Familienrunde besprechen und dann den ersten Routenenwurf hier posten.

Ich komme bestimmt noch einmal auf dich zu.

Vielen Dank nochmal und herzliche Grüße aus Hamburg
Remmy
Themenstarter10 Beiträge · seit 201822. Nov. 2018 · #11
Sooo, nach langem hin und her sind die 33 Tage jetzt wie folgt verteilt.
Vielleicht kann sich dem ja jemand annehmen und konstruktive Kritik oder auch Lob aussprechen.
Ich glaube, das ganze ist so ganz gut machbar...

Route:
16.03. Ankunft aus Kapstadt wo wir vorher schon 2 Wochen verbracht haben, Autoübernahme, Einkauf, Lake Oanob Resort,
17.03. Bagatelle Kalahari Game Ranch, Mariental, Namibia
18.03. Sesriem Campsite - NWR, Sesriem,
19.03. Sesriem Campsite - NWR, Sesriem,
20.03. Swakopmund (Kajaktour, Living Desert Tour, Robben etc.)
21.03. Swakopmund (Kajaktour, Living Desert Tour, Robben etc.)
21.03. Spitzkoppe Community Restcamp, Spitzkoppe, Hentiesbaai
22.03. Spitzkoppe Community Restcamp, Spitzkoppe, Hentiesbaai
23.03. Brandberg White Lady Lodge,
24.03 Ugab Terrace Lodge
25.03. Ugab Terrace Lodge
26,03, Hoada Campsite
27.03. Okonjima Plains Camp
28.03. Groot Waterberg, WATERBERG PLATEAU CAMPSITE
29.03 Groot Waterberg, WATERBERG PLATEAU CAMPSITE
30.03. n'Kwazi Lodge & Camping
31.03. ngepi camp
01.04. Mobola Lodge
02.04. Mobola Lodge
03.04. Nambwa Campsite
04.04. Nambwa Campsite
05.04. Kubu Lodge oder Chobe Safari Lodge oder THE BIG 5 CHOBE LODGE (Mit Tagesausflug zu den VicFalls)
06.04. Ihaha CS
07.04 Liyanti
08.04 Linanti
09.04. Magotho CS
10.04 Xakanaxa CS
11.04. 3rd Bridge CS
12.04. 3rd Bridge CS
13.04. Southgate
14.04. DISCOVERY BB, Maun
15.04. DISCOVERY BB, Maun
16.04. Dqae Qare San Lodge
17.04. Ondekaremba Campsite
18.04. Windhoek, Rückflug
1'055 Beiträge · seit 201622. Nov. 2018 · #12
Hallo Remmi ,
ich bin zwar kein Experte , aber mir ist doch etwas aufgefallen . Wie wollt ihr das denn machen : am 5.4. von Nambwa nach Kasane und am selben Tag zu den Victoriafällen ? Das klappt nicht und ist meiner Meinung nach viel zu kurz für die schöne Gegend . Ich würde 1 Nacht in Maun abzwacken , von Nambwa nach Kasane , eftl. abends Bootsfahret auf dem Chobe ( falls da überhaupt noch Zeit bleibt ) Am nächsten Tag dann Vicfalls . Den nächsten Tag nach Ihaha . Ihr müßt ja auch noch einkaufen , tanken usw . Linyanti hat uns 1 Nacht gereicht , da man dort nicht viel bzw nur durch dichten Busch fahren konnte . Bei Interesse - lies mal unseren RB

Liebe Grüße Conny
Namibia zum 1. Elefantenrunde Abschied für immer Auf neuen Wegen ins Kaokoveld (hummeldumm?") [url//namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/306123-der-kreis-hat-sich-geschlossen-bot-nam.
Themenstarter10 Beiträge · seit 201826. Nov. 2018 · #13
Hi Conny,
vielen Dank für dein Verbesserungsvorschlag und deine Tipps. Du hast natürlich völlig Recht, dass mit der Anreise und gleichzeitigem Tagesausflug zum den V-Falls ist natürlich viel zu sportlich. Wir nehmen uns dafür jetzt 2 Tage Zeit. Auch haben wir den Routenzwischenstopp Linyanti, auf Savuti geändert. Der Teil wäre sonst auch zu beschwerlich.

Da ich heute erfahren habe , dass es trotz unserem Regenzeit-Reisemonats Anfang März/ Mitte April 2019 schon für viele Campsites zu spät ist zum Buchen (Sorry, we are fully booked) 🙁 , müssen wir mal sehen wie eine alternative Route aussieht. Hätte ich so dann doch nicht gedacht...

Grüße
Remmy