Landenteignung ohne Abfindung

81 Antworten · 19,8k Aufrufe · gestartet 14. Aug. 2018 von GinaChris
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16,9k Beiträge · seit 201219. Okt. 2018 · #41
Ist das nicht herrlich? 🤢

Mitten in die ganze Aufregung um die Landreform, Enteignungen und Umverteilung platzt die Bombe, dass mehrere Farmen an einen russischen Oligarchen verscherbelt wurden....

https://www.az.com.na/nachrichten/land-an-meistbietende2018-10-19/

In dieser Woche wurde bekannt, dass der russische Oligarch und Besitzer der Luxus-Farm Marula Game Ranch bei Dordabis, Rashid Sardarov, in den Besitz von vier weiteren Farmen gekommen ist, indem er....

LG
Logi
3'883 Beiträge · seit 201119. Okt. 2018 · #42
Logi schrieb:Ist das nicht herrlich? 🤢

Mitten in die ganze Aufregung um die Landreform, Enteignungen und Umverteilung platzt die Bombe, dass mehrere Farmen an einen russischen Oligarchen verscherbelt wurden....

https://www.az.com.na/nachrichten/land-an-meistbietende2018-10-19/

In dieser Woche wurde bekannt, dass der russische Oligarch und Besitzer der Luxus-Farm Marula Game Ranch bei Dordabis, Rashid Sardarov, in den Besitz von vier weiteren Farmen gekommen ist, indem er....

LG
Logi
Hach, muss der nun auch zittern, dass er ohne Abfindung enteignet wird? 🤪
LG freshy
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211 Beiträge · seit 201319. Okt. 2018 · #43
freshy schrieb:
Logi schrieb:Ist das nicht herrlich? 🤢

Mitten in die ganze Aufregung um die Landreform, Enteignungen und Umverteilung platzt die Bombe, dass mehrere Farmen an einen russischen Oligarchen verscherbelt wurden....

https://www.az.com.na/nachrichten/land-an-meistbietende2018-10-19/

In dieser Woche wurde bekannt, dass der russische Oligarch und Besitzer der Luxus-Farm Marula Game Ranch bei Dordabis, Rashid Sardarov, in den Besitz von vier weiteren Farmen gekommen ist, indem er....

LG
Logi
Hach, muss der nun auch zittern, dass er ohne Abfindung enteignet wird? 🤪
LG freshy
Nachdem Putin Aggressoren mit der Atombombe gedroht hat, wird sich das wohl keiner mehr trauen 😉



2018-10-1915_39_41-PutinwillAngreiferaufRusslandmitAtombomben_ausradieren_.jpg
Wie kann man Namibia nicht lieben?
zuletzt bearbeitet 19. Okt. 2018
16,9k Beiträge · seit 201220. Okt. 2018 · #44
Logi schrieb:Ist das nicht herrlich? 🤢

Mitten in die ganze Aufregung um die Landreform, Enteignungen und Umverteilung platzt die Bombe, dass mehrere Farmen an einen russischen Oligarchen verscherbelt wurden....

https://www.az.com.na/nachrichten/land-an-meistbietende2018-10-19/

In dieser Woche wurde bekannt, dass der russische Oligarch und Besitzer der Luxus-Farm Marula Game Ranch bei Dordabis, Rashid Sardarov, in den Besitz von vier weiteren Farmen gekommen ist, indem er....
Und bei "Namibia Focus" darf man folgende Nachricht lesen:

Namibias Landreform nimmt Tempo auf: https://namibiafocus.com/namibias-landreform-nimmt-tempo-auf/

LG
Logi
348 Beiträge · seit 201120. Okt. 2018 · #45
Kleine juristische Trickserei,
der Russe ist nicht Besitzer, nur Pächter! Besitzer bleibt Namibia und hat dann in 99 Jahren wieder Zugriff
Ein Schelm, wer da böses denkt 😉 und wer die hohle Hand gemacht hat?!
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
Gast30. Okt. 2018 · #47
eine Übersicht zum Thema mit interessanten links,
https://www.crisisgroup.org/africa/southern-africa/south-africa/land-reform-south-africa-fact-and-fiction?utm_source=Sign+Up+to+Crisis+Group%27s+Email+Updates&utm_campaign=76ad19c71b-EMAIL_CAMPAIGN_2018_09_06_12_57&utm_medium=email&utm_term=0_1dab8c11ea-76ad19c71b-359780857
schon ein paar Wochen alt, aber substanziell Neues gibt es ja nicht
Werner
zuletzt bearbeitet 30. Okt. 2018
18 Beiträge · seit 201812. Nov. 2018 · #48
Dreamliner schrieb:Hallo,

hinsichtlich der Farmenteignungen in Simbabwe muss man glaube ich mal mit ein paar Märchen aufräumen. Das Allgemeinwissen dazu sieht in der Regel so aus: "Simbabwe war einst die Brotkammer Afrikas und konnte viel Getreideüberschuß exportieren. Durch die Landenteignungen liegen nun die ganzen Farmen brach. Simbabwe produziert deshalb nicht mal mehr genug Getreide für den Eigenbedarf, muss Getreide importieren und viele müssen hungern."

Schauen wir uns mal die Maisproduktion an:
1978 1,205 Mio. Tonnen (unter weißer Herrschaft)
1979 1,760 Mio. Tonnen (unter weißer Herrschaft)
1980 2,767 Mio. Tonnen (Mugabe kam an die Macht)
2000 2,148 Mio. Tonnen (Mugabe startet Landreform)
2017 2,155 Mio. Tonnen

Generell ist die Maisproduktion sehr stark wetterabhängig (siehe aktuell Deutschland) und zwischendurch gab es in Simbabwe in Dürrejahren immer mal Produktionseinbrüche mit nur 600 Mio. Tonnen im Jahr. Es gibt auch belegbar Farmen, die nach der Enteignung nicht mehr produktiv sind/waren. Das generell die landwirtschaftliche Produktion zusammen gebrochen ist, stimmt aber einfach nicht. Sie ist ungefähr gleich geblieben. Auch beim wichtigen Exportprodukt Tabak ist die Produktionsmenge ungefähr gleich geblieben.

Wenn also die Getreideproduktion abgesehen von Dürrejahren ungefähr auf dem selben Niveau verblieben ist: Wie kann es sein, dass Simbabwe heute Getreide importieren muss und Simbabwer teilweise hungern? Als Mugabe 1980 an die Macht kam, hatte Simbabwe 7 Mio. Einwohner. Heute sind es je nach Statistik 12-17 Mio. Einwohner. D.h. der Eigenbedarf an Getreide hat sich verdoppelt und ist bei ungefähr gleich gebliebener Produktionsmenge nicht mehr gedeckt. Die primäre Ursache der Knappheit an Grundnahrungsmitteln liegt im Bevölkerungswachstum und nicht in der Landreform

Nichtsdestotrotz haben die Nebenwirkungen der Politik der Landenteignungen im Verbund mit anderen rassistisch motivierten Maßnahmen (fast alle Unternehmen sollten mehrheitlich schwarzen Simbabwer gehören) Simbabwe wirtschaftlich das Genick gebrochen. Wenn entschädigungslose Enteignungen drohen, wird jeder Investor vergrault. IWF, Weltbank und andere internationale Institutionen machen einen gewissen Rechtsrahmen zur Voraussetzung für Unterstützung. Da hat sich Simbawe auch selbst weitgehend den Zugriff auf Mittel abgeschnitten. Bezogen auf die Landwirtschaft kommt hinzu, dass sich ohne Enteignungen der allgemeine Fortschritt (Maschinen, Dünger, Saatgut, ...) wahrscheinlich in einer stärkeren Steigerung der Produktionsmenge niedergeschlagen hätte.

Südafrika und Namibia wird es bei entschädigungslosen Landenteignungen ähnlich wie Zimbabwe ergehen. Die globalen Rahmenbedingungen haben sich nicht geändert. Investoren werden fern bleiben. Namibia und Südafrika haben wie Simbabwe Jahr für Jahr ein Leistungsbilanzdefizit und sind auf Geldzuflüsse aus dem Ausland angewiesen. Die wird es nicht mehr geben. Die Wirtschaft wird in beiden Länder kollabieren. Das ist nicht das einzig mögliche Szenario für diese Länder, aber aus meiner Sicht das derzeit wahrscheinlichste Szenario.

D.
Von wem kommen die Statistiken? Von der Regierung?
Bei der Maisproduktion muss man auch beachten, dass es kommerzielle Farmer gibt (Deren Ernten gewoehnlich statistisch erfasst werden) und die Subsistenzfarmer bei denen das weniger der Fall ist oder war.
Das Wetter spielt zwar eine Rolle, aber selbst dafuer treffen die Maisanbieter ja auch Vorsorge.
Ist mehr Bevoelkerung vorhanden, wird auch mehr Mais angebaut, wenn da nicht institutionell reingepfuscht wird. Ganz einfach weil der Anbieter dann ja auch mit Annahme rechnen kann, sofern die Kunden natuerlich Geld haben.
Enteignungen = Desinvestition : Stimmt.

Suedafrika wird das aber noch viel staerker treffen als z.B. Simbabwe. Ganz einfach weil die Bevoelkerung staerker verstaedtert und die Wirtschaft staerker industrialisiert ist.
loser schrieb:eine Übersicht zum Thema mit interessanten links,
https://www.crisisgroup.org/africa/southern-africa/south-africa/land-reform-south-africa-fact-and-fiction?utm_source=Sign+Up+to+Crisis+Group%27s+Email+Updates&utm_campaign=76ad19c71b-EMAIL_CAMPAIGN_2018_09_06_12_57&utm_medium=email&utm_term=0_1dab8c11ea-76ad19c71b-359780857
schon ein paar Wochen alt, aber substanziell Neues gibt es ja nicht
Werner
Der Artikel strotzt auch nur so von Unsinn und Fehleinschaetzungen Muss ich das richtigstellen?
zuletzt bearbeitet 12. Nov. 2018
Gast12. Nov. 2018 · #49
Das weiße Nashorn schrieb:
"Der Artikel strotzt auch nur so von Unsinn und Fehleinschaetzungen Muss ich das richtigstellen?"

Nein, mach dir nur keine Mühe, Argumente machen nur Arbeit. Du bist ja von dort, das reicht schon als Begründung.
Werner
zuletzt bearbeitet 12. Nov. 2018
120 Beiträge · seit 201512. Nov. 2018 · #50
Dreamliner schrieb:Hallo,

............ Durch die Landenteignungen liegen nun die ganzen Farmen brach. Simbabwe produziert deshalb nicht mal mehr genug Getreide für den Eigenbedarf, muss Getreide importieren und viele müssen hungern."

Schauen wir uns mal die Maisproduktion an:
1978 1,205 Mio. Tonnen (unter weißer Herrschaft)
1979 1,760 Mio. Tonnen (unter weißer Herrschaft)
1980 2,767 Mio. Tonnen (Mugabe kam an die Macht)
2000 2,148 Mio. Tonnen (Mugabe startet Landreform)
2017 2,155 Mio. Tonnen

Generell ist die Maisproduktion sehr stark wetterabhängig (siehe aktuell Deutschland) und zwischendurch gab es in Simbabwe in Dürrejahren immer mal Produktionseinbrüche mit nur 600 Mio. Tonnen im Jahr. ........
.........Wenn also die Getreideproduktion abgesehen von Dürrejahren ungefähr auf dem selben Niveau verblieben ist: Wie kann es sein, dass Simbabwe heute Getreide importieren muss und Simbabwer teilweise hungern? Als Mugabe 1980 an die Macht kam, hatte Simbabwe 7 Mio. Einwohner. Heute sind es je nach Statistik 12-17 Mio. Einwohner. D.h. der Eigenbedarf an Getreide hat sich verdoppelt und ist bei ungefähr gleich gebliebener Produktionsmenge nicht mehr gedeckt. Die primäre Ursache der Knappheit an Grundnahrungsmitteln liegt im Bevölkerungswachstum und nicht in der Landreform........

D.
Hallo,
ich habe dein Beitrag ein bisschen gekürzt!
Eigentlich stellst du hier zwei "aussergewöhliche" jahre der Maisproduktion in Zimbabwe (2000 und 2017) . Die Jahre dazwischen ergeben ein ganz anderes Bild:
Jahr mio Tonnen
2000 2148
2001 1467
2002 500
2003 800
2004 900
2005 750
2006 900
2007 700
2008 525
2009 650
2010 1000
2011 1010
2012 999
2013 857
2014 1456
2015 742
2016 512
2017 2155
Quelle: https://www.indexmundi.com/agriculture/?country=zw&commodity=corn&graph=production

Ob du mit deinem Beitrag was besonderes "erreichen" wolltest kann ich nicht verstehen....
Renzo
33,1k Beiträge · seit 200612. Nov. 2018 · #51
Die Jahre dazwischen ergeben ein ganz anderes Bild:
"ANALYSIS: Was Zimbabwe ever the breadbasket of Africa?"
https://africacheck.org/2017/11/28/analysis-zimbabwe-ever-breadbasket-africa/

Zur Ausgangsfrage: SImbabwe war nie der Brotkorb Afrikas, erntet aber (Mais und Weizen( seit der Landreform praktisch "nichts" mehr.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
18 Beiträge · seit 201812. Nov. 2018 · #52
travelNAMIBIA schrieb:
Die Jahre dazwischen ergeben ein ganz anderes Bild:
"ANALYSIS: Was Zimbabwe ever the breadbasket of Africa?"
https://africacheck.org/2017/11/28/analysis-zimbabwe-ever-breadbasket-africa/

Zur Ausgangsfrage: SImbabwe war nie der Brotkorb Afrikas, erntet aber (Mais und Weizen( seit der Landreform praktisch "nichts" mehr.

Viele Grüße
Christian
Also "nichts mehr" ist uebertrieben. Die meisten Felder scheinen aber brach zu liegen und es besteht ein akuter Mangel an Lebensmitteln. Das mit dem "Brotkorb Afrikas" war wohl auch nur ein gefluegeltes Wort. Simbabwe hat aber reichlich Nahrungsmittel exportiert und konnte die eigene Bevoelkerung hinreichend ernaehren.

Die Argumentation in dem Artikel ist, dass Suedafrika im selben Zeitraum ja mehr Mais produziert haette (Rund ein Viertel des Gesamtkontinents). Nun ist Simbabwe auch kleiner als Suedafrika. Und hat trotzdem wohl vor den anderen afrikanischen Laendern gelegen. Nun ist es aber auch so, dass Subsistenzwirtschaft in Afrika verbreitet ist, und diese Ernten bestenfalls geschaetzt werden und es daher keine einigermassen zuverlaessigen Statistiken dazu gibt.
loser schrieb:Das weiße Nashorn schrieb:
"Der Artikel strotzt auch nur so von Unsinn und Fehleinschaetzungen Muss ich das richtigstellen?"

Nein, mach dir nur keine Mühe, Argumente machen nur Arbeit. Du bist ja von dort, das reicht schon als Begründung.
Werner
Der Pigou Artikel scheint sich mehr um Trump als um Suedafrika zu drehen. Er spielt einige Sachverhalte runter und stellt auch Bezug her, der fuer die Ausgangslage irrelevant ist. Ich stelle auch fest, dass das keine Genauigkeitsfehler sind, sondern oft nur wiederholte Klischees. Die werden durch Wiederholung aber auch nicht wahrer.

Tatsache:
- Enteignungen finden statt, die Frage ist nur das Ausmass und/oder ob die Verfassung zu weiteren Enteignungen geaendert werden muss.
- Es gibt eine Abstimmung im Parlament dazu.
- Ein Bezug zu den Farmmorden besteht. Die versucht der Autor auch runterzuspielen, dass es da ja nur um Raub gehen wuerde und das es halt nichts politisches sei. Dem stehen aber ziemlich unverhohlene Aussprachen von Politikern entgegen.

Das Problem scheint zu sein, dass der Autor seine eigene Agenda hat und er sich dann eben die Sache zurechtbiegt, so dass er seine Praemissen auch weiterhin vertreten kann.
zuletzt bearbeitet 12. Nov. 2018
90 Beiträge · seit 201813. Nov. 2018 · #53
Renzo schrieb:Ob du mit deinem Beitrag was besonderes "erreichen" wolltest kann ich nicht verstehen....
Werden hier jetzt auch schon Verschwörungstheorien gebaut? Ich wollte die weit verbreitete Ansicht widerlegen, dass heute so ziemlich alle Farmen und Felder in Simbabwe brach liegen und da wenig bis kein Mais angebaut wird. Natürlich gab es Einbrüche in der Produktion, natürlich ist diese stark wetterabhängig und wahrscheinlich wäre die Produktionsmenge erheblich höher, wenn es die ganzen weißen Farmer noch gäbe. All das habe ich schon geschrieben. Hast Du es nicht gelesen oder nicht verstanden?

Ich will nicht jedes Jahr sezieren, aber um mal auf die letzten einzugehen:
2014 1456
2015 742
2016 512
2017 2155

2014 war die Menge OK. 2015 und 2016 herrschte bekanntlich im ganzen südlichen Afrika eine schlimme Dürre. Auf den Feldern sind die Pflanzen vertrocknet und die Ernten fielen entsprechend aus. In 2017 gab es dann guten Regen - in einigen Teilen des Landes im Zuge eines Zyklons im Februar sogar zu viel Regen.

D.
120 Beiträge · seit 201513. Nov. 2018 · #54
Dreamliner schrieb:

Werden hier jetzt auch schon Verschwörungstheorien gebaut?
Nee ich habe mich einfach gefragt wieso du nur diese 2 Jahre gewählt hast.
Dreamliner schrieb:
Hast Du es nicht gelesen oder nicht verstanden?
Wahrscheinlich nicht verstanden 🙂 leider (oder zum Glück) ist deutsch nicht meine Muttersprache.

Ich kenne mich überhaupt nicht aus aber ich frage mich ob es Sinn macht die Produktion vor 40 Jahren (1978-80) mit der von Heute zu vergleichen. Haetten die technologische Fortschritte nicht eine höhere Produktion als Folge haben müssen?

🙂 Egal..
Einen schönen Tag noch.
Renzo
zuletzt bearbeitet 13. Nov. 2018
3'883 Beiträge · seit 201113. Nov. 2018 · #55
Warum sachlich bleiben,, wenn es auch persönlich geht! 😠
Ich finde das Thema grundsätzlich wichtig, aber ich werde das Abo jetzt löschen.

Grußlos
freshy
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18 Beiträge · seit 201813. Nov. 2018 · #56
Renzo schrieb:.....
Ich kenne mich überhaupt nicht aus aber ich frage mich ob es Sinn macht die Produktion vor 40 Jahren (1978-80) mit der von Heute zu vergleichen. Haetten die technologische Fortschritte nicht eine höhere Produktion als Folge haben müssen?

🙂 Egal..
Einen schönen Tag noch.
Renzo
Der technologische Fortschritt ist das eine. Aber Traktoren, Duenger und Bewaesserungstechnologie gab es damals auch. Der Unterschied ist wohl eher in der Marktnachfrage zu sehen. Die Bauern bauen das an wofuer sie guten Absatz erwarten koennen. Im suedlichen Afrika spielt da Bewaesserung eine grosse Rolle. Die kostet Geld aber es lohnt sich, wenn man damit zuverlaessig ein vielfaches pro Hektar ernten kann. Daher ist das auch nicht primaer eine Land, sondern vor allem auch eine Kapital und Technologie frage.

Die Statistiken, mit denen Mugabe-Apologeten oft kommen, sind auch anzuzweifeln. Die alten Ziffern moegen stimmen, aber nach dem Disaster mit der "Bodenreform", hatte man von offizieller Seite ein Interesse daran den Schein aufzupolieren. Ist so aehnlich wie mit den Kriminalstatistiken. Die Zaehlenden koennen da Interessenkonflikte haben. Daher mit Vorsicht geniessen. Dass so 4 Millionen Simbabwer das Land verlassen haben, spricht ja auch fuer sich.

Was Enteignung betrifft, so gibts das uebrigens in jedem Lande. Allerdings mit geregeltem Prozess. Wobei es in der suedafrikanischen Debatte geht, sind willkuerliche Enteignungen durch Regimevertreter. Die wollen eine Blankovollmacht haben, die sich dann gegen jeden richten kann, nicht nur gegen Weisse. So laesst sich dann spaeter Geld erpressen und eventuelle interne Opposition ausschalten.
2'530 Beiträge · seit 201113. Nov. 2018 · #57
WhiteRhino schrieb:Wobei es in der suedafrikanischen Debatte geht, sind willkuerliche Enteignungen durch Regimevertreter. Die wollen eine Blankovollmacht haben, die sich dann gegen jeden richten kann, nicht nur gegen Weisse. So laesst sich dann spaeter Geld erpressen und eventuelle interne Opposition ausschalten.
Spekulationen ... und so weit sind wir noch lange nicht. Überlass das lieber den Medien. Fake News oder nicht. 😗
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
18 Beiträge · seit 201813. Nov. 2018 · #58
Cruiser schrieb:
WhiteRhino schrieb:Wobei es in der suedafrikanischen Debatte geht, sind willkuerliche Enteignungen durch Regimevertreter. Die wollen eine Blankovollmacht haben, die sich dann gegen jeden richten kann, nicht nur gegen Weisse. So laesst sich dann spaeter Geld erpressen und eventuelle interne Opposition ausschalten.
Spekulationen ... und so weit sind wir noch lange nicht. Überlass das lieber den Medien. Fake News oder nicht. 😗
Nein, keine Spekulation. Sondern plausible Erklaerung aufgrund von:
- Programmatischen Aussagen des ANC und der SAKP mit der viele fuehrende Vertreter Doppelmitgliedschaften haben.
- Debatten im Parlament. Aussagen von Regierungsvertretern.
- Erfahrungen mit aehnlichen Organisationen und Regimen anderswo.
- (Von der EFF ganz zu schweigen).

Ob das umsetzbar ist, steht freilich auf einem anderen Blatt.

Noch was zur Maisproduktion (nicht nur fuer Simbabwe). Isoliert kann man die Produktionsziffern pro Jahr nicht betrachten. Eben weil auch Fruchtwechsel stattfindet. Daher immer zusammen mit Angaben aehnlicher Feldfruechte auflisten. In Simbabwe ist das z.B. die Mohrenhirse oder auch Sonnenblumen. Die Mohrenhirse bringt weniger Ertragsmenge ist aber z.B. Duerre-bestaendiger. Ferner muss man die Groesse der Flaechen kennen, um das ueberhaupt durchschauen zu koennen. Die Ackerflaechen in suedlichen Afrika sind z.B. wegen der Trockenheit und einiger anderer Faktoren begrenzt.

Um 2014/2015 hatte die simbabwische Botschaft zu mir uebrigens Kontakt aufgenommen um im grossen Stil Mais anzukaufen. Allerdings schienen die das Prozedere nicht ganz zu begreifen. Ich haette zwar damit sehr viel Geld machen koennen, aber ich bin bei so Regierungssachen eher skeptisch. Selbst wenn die den Mais "gratis" verteilen, kann das z.B. dazu fuehren, dass Kleinbauern Absatzschwierigkeiten bekommen und dann die Produktion einstellen. Somit kann so etwas das Problem letztendlich noch vergroessern.
Themenstarter4'984 Beiträge · seit 201615. Nov. 2018 · #59
Die erste Runde ist eingeläutet...

Parliament of RSA

@ParliamentofRSA
1 Std.Vor 1 Stunde

The Constitutional Review Committee has today adopted its report on the amendment of Section 25 of the Constitution. The report will be forwarded to the National Assembly and the National Council of Provinces for consideration.

Parliament of RSA

@ParliamentofRSA
Vor 1 Stunde

The Constitutional Review Committee has today adopted its final report that recommends the amendment of Section 25 of the Constitution.
In Support: 12
Against: 4

Gruß Gina
Gast15. Nov. 2018 · #60
die folgenden (Nachtrag 21:40: parlamentarischen) Schritte (zur Verfassungsänderung) sind hier erläutert:
"...... that Parliament must appoint a mechanism to now draft the amendment, and that this must be done before the Fifth Parliament rises before the 2019 general elections. The process will now go through a number of phases. This report will be tabled in the National Assembly this term, and if it is adopted by the House, another committee will be tasked with drafting the amendments. This process would entail another public participation process and would have to be passed with a two-thirds majority in the National Assembly."
https://mg.co.za/article/2018-11-15-committee-votes-to-amend-the-constitution-to-allow-expropriation-without-compensation
Werner
zuletzt bearbeitet 15. Nov. 2018