Expertentipps zwischen Kunene und Omaruru gesucht.

24 Antworten · 4'030 Aufrufe · gestartet 16. März 2018 von Typenradler
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Themenstarter72 Beiträge · seit 201316. März 2018 · #1
Liebe Forumsexperten,

wir, ein älteres Ehepaar aus Freiburg, wollen vom 20.05.-08.06.18, also für 20 Tage in Namibia, dieses mal schwerpunktmäßig das obere Kaokoland besuchen. Wir wollten zuerst nach Epupa hoch über den Etoscha. 2014 sind wir um diese Zeit in den 3 Etoscha-Camps ohne Probleme ohne Reservierung ausgekommen. Dieses mal wollten wir eigentlich über Okakuejo, Olifantus und das Dolomite Camp fahren, weil wir diese beiden nicht kennen, haben aber leider für die gewünschte Zeit nichts mehr reserviert bekommen. Ob wir wieder auf gut Glück nach Okaukuejo fahren sollten? Von Okaukuejo wieder zurückzufahren zu müssen nach Outjo wäre allerdings ärgerlich, sollten wir von Okaukuejo aus im Olifantrus und/oder Dolomite nichts mehr bekommen. Wie ich so lese, scheint, besonders im Dolomite ohne Reservierung nichts zu machen zu sein? Da es uns dieses mal aber mehr um Landschaft als um Tiere geht, könnten wir das verschmerzen.
Unsere weitere angedachte Route:
Von Ruancana, Epupa über Opuwo, wo wir zum letzten mal tanken vor (hoffentlich in) Sesfontein, über die D3707 ins Kaokofeld. Dort ins Marien- und Hartmannstal und dann über die westlichste Skeleton-Coast-Route nach Puros, Faerlesspass, Obias, Hoanib, zurück nach Sesfontein. Danach durch die Khowarib Schlucht und über die kleine Serengeti und den Otjitheka 4X4 Trail nach Palmwag. Also bis hier ganz ähnlich wie Axel (aos) das sehr schön beschrieben hat in seinem sehr lesenswerten Reisebericht: "Rastlos durchs Kaokoveld und Damaraland…."
Danach durch den Huab und den Aba Huab und den Goantagab zum Brandberg.
Von dort aus über den Messum Crater zum Cape Cross. Anschließend zum Omdel Dam und durch den Omaruru Riverbed Track bis zur Lewaterfarm und von dort aus über die kleine- und große Spitzkoppe und Ameib zurück nach Windhoek.
Habe vor einiger Zeit schon mal eine Anfrage ins Forum gestellt, ob da um diese Zeit noch jemand von Euch unterwegs ist. Leider noch keine Reaktion. Wir werden es hoffentlich auch allein schaffen mit Satellitentelefon und den üblichen Hilfsmitteln. Auch bei der Falkenberg Garage wollen wir mal vorbeifahren, um zu hören ob die unsere Kreditkartendaten brauchen, sollten wir mal liegenbleiben und wir keine schnellere Hilfe von unserem Vermieter erhalten können.

Die erste Frage, die mich momentan umtreibt ist die, wie weit uns der doppelte Tank also 140 Liter reichen für die Strecke von Opuwo bis Sesfontein, bzw. wie viele Reservekanister a 20 Liter wir noch zusätzlich mitschleppen sollten? Leider habe ich erst heute von African Tracks Windhoek erfahren, dass wir keine Reservekanister mehr außen am Fahrzeug anbringen können. Da das Dach zum Hochklappen ist, können wir auch da keine Kanister draufpacken, das wäre für den Schwerpunkt ja auch nicht zuträglich. Im Innenraum sind die Kanister auch nicht gerade willkommen. Ich hoffe die sind dicht und stinken nicht in der Nacht, mal ganz abgesehen vom raus- und reinräumen. Ich hoffe wir finden noch eine Lösung, wohin wir die innen stellen können. Vielleicht kann ich wenigstens ein paar kleine 5- oder besser10-liter-Kanister an einer Tankstellen dazukaufen, die man platzsparend unter den Liegebänken unterbringen könnte? Da die Tankanzeiger häufig ungenau anzeigen, könnten wir die Tanks notfalls auch ganz leerfahren und hätten dann am Schluss, etwa in Puros, von wo aus man notfalls die Route abkürzen könnte, noch einen gut kalkulierbaren Rest im Tank. Habe allerdings schon mal gehört, man solle den Tank besser nicht ganz leer fahren, weil sich sonst evtl. der Spritfilter zusetzten könnte? Leider hat unser Hilux keinen Bordcomputer, mit dem man den Spritverbrauch überwachen könnte, wie Axel.
Wir mieten einen 2.5 Hilux D4D-Schalter keinen Automatic. Der soll ja bei sparsamer Fahrweise weniger verbrauchen als einer mit Automaticgetriebe. Wir hoffen also mit gut 180 Litern (140 Liter Tankinhalt und 2X 20 Liter Reserve) auszukommen? Leider hat unserer keinen Bordcomputer. Axel (aos) hatte ja gute Buchführung gemacht auf dieser Strecke.
Hartmannstal: Hier wollen wir uns etwas anders orientieren als Axels im Juni 2017.
Es sind drei Strecken eingetragen in der Track4 Karte: Auf der Hinfahrt ins Hartmannstal wollen wir über die östliche Route ins Tal reinfahren.
Siehe Anhang 1. Leider habe ich es nicht geschafft hier die Screenshots von den Routen direkt rein zu kopieren, daher habe ich die jeweils in einen Anhang gepackt. Ich hoffe ihr kommt da mit, wo wir fahren wollen.

Berührt diese Strecke, die auch zur der Abkürzungsstrecke durch die Hartmannberge ins Mariental führt, schon die Hartmannsberge oder ist die auch gut zu fahrbar? Ich habe geplant diese auf dem Hineinweg ins Hartmannstal zu nehmen, um uns zu ersparen erstmal alle Tonnen alle abzufahren. Dann die westliche Hartmannstalroute auf dem Rückweg aus dem Hartmannstal wieder raus. So lernen wir zwei der Routen im Tal kennen und fahren nicht so viel doppelt (Sprit sparen). Mal sehen, ob wir es schaffen bis zur Monster Düne. Den Blick zum Kunene runter und nach Angola rüber werden wir hoffentlich geniesen können.
Die weitere Frage ist, ab welcher Tonne in Richtung Süden hat am wenigsten Wellblech? Eigentlich würde ich gerne die westlichste Route am Skeleton-NP entlang fahren wie Axel, bis zum "Viewpoint of the Skeleton Coast and Atlantic (the best)". Dann müssten wir allerdings am Ende die nerventötende D3707 auf Wellblech nach Puros fahren. Oder wir fahren ab Orumpembe durch den ganzen Khumib bis zum Viewpoint. Danach müssten wir allerdings wieder auf die D3707. Wenn wir auf den Viewpoint verzichten, könnten wir allerdings auch an der Sphinx vorbei zurück nach Puros fahren. Welche Variante ist landschaftlich am schönsten?
Zur Orientierung siehe Anhang 2

In diesem Jahr wollen wir auf dem Rückweg vom Kaokoland nach Windhoek evtl. noch durch die Khowaribschlucht, zum Brandberg und dann den Messum Crater fahren.
Dann möglicherweise durch den Omaruru-River, noch mal zur Spitzkoppe und vielleicht nochmal nach Ameib weil es uns bei unserem letzten Besuch auch dort besonders gut gefallen hat.
Ob sich der Schlenker durch die Khowaribschlucht und wieder zurück auf die Palmwagstrecke lohnt, trotz der z. T. schwierigen Padverhältnisse und des Staubs, darüber gibt es hier im Forum unterschiedliche Ansichten. Was meint Ihr für Anfang Juni? Da wird der Khowarib/Hoanib vermutlich trocken sein?
Ich fahre alles allein, weil meine Frau sich in Namibia nur im äußersten Notfall ans Steuer setzten möchte. Eingewiesen hat sie mich schon öfter, an brenzligen Stellen…..

Des weiteren überlege ich, ob wir anstatt direkt über die C35 zum Brandberg zu fahren, eine Alternativroute über die D3254 zu wählen. Diese könnte dann zunächst durch das Huab-Flußbett verlaufen. Bei Tweifelfontein und vor dem Aubadi Mountin Camp könnten wir diese Strecke wieder verlassen auf die D2612 oder aber erst bei Tweifelfontein starten auf die D2612, für den Fall, dass uns die komplette Alternativroute zum Brandberg zu mühsam ist. Wer ist hier schon gefahren und/oder kann uns eine noch schönere Alternativroute in Richtung Brandberg nennen?
Die westliche Strecke über das Desolation Valley/Zebra Canyon zur D2303, bei der man die Flüsse Huab und Ugab quert, sind wir schon gefahren. Ich habe mal einen Screenshot von dieser geplanten Route gemacht. Ich hoffe ihr könnt erkennen welche Strecke ich meine. Dazu Anhang 3

Zum Schluß dann noch unsere angedachte Route über den Omdel-Dam und durch das Omaruru-Riverbett. Ist das schon einer von euch gefahren? Ist die Riverbett-Route schön oder schwer zu fahren? Wenn der gelaufen ist und nicht trocken, können wir das sicher vergessen? War schon mal jemand von Euch in dieser Gegend? Ich habe nie zuvor davon gelesen.
Wenn ich nicht zufällig bei meinen Vorbereitungen auf die Route von Cape Cross zur Spitzkoppe auf diese (abgelegene?) Gegend gestoßen wäre. Bitte nicht verwechseln mit der Stadt Omaruru. Die liegt weit weg. Braucht man ein Permit zum Befahren?
Zu welcher Strecke würdet Ihr mir im zweiten Teil der Omaruru-Route raten? Die weitere Strecke, die an der kleinen Spitzkoppe entlang läuft oder die kürzere, die bereits in der Nähe des Minning Camps wieder auf die D1918 trifft? Im Anhang 4 zunächst die kürzere Route.

In der Track4-Software sind auch auch "Schleichwege" eingetragen (über Uithoufontein), die direkt zur Spitzkoppe führen, ohne die D1918 oder D1925 zu berühren. Da könnten wir dann auch ganz nahe an der kl. Spitzkoppe vorbeifahren. Ob das auch gut fahrbar ist?
Im Anhang 5 die längere die Routenvariante, entweder direkt zur gr. Spitzkoppe oder über die kl. Spitzkoppe:

So, nun genug der Fragen. Ich hoffe, ich habe Euch im Forum mit meine vielen Fragen nicht zu sehr gelöchert.
Bin schon gespannt auf Eure Kommentare.

Viele Grüße Georg
📎 Namibia2018Hartmanstal-RundeSreenshot.pdf
📎 Namibia2018RouteOranjedrumbisPuro.pdf
📎 Namibia2018RouteHuabbisWhiteLady.pdf
📎 Namibia2018KurzrouteOmdel-Spitzkoppe.pdf
📎 Namib.2018RouteOmdel,Omarurukl.u.gr.Spitzkoppe.pdf
874 Beiträge · seit 200816. März 2018 · #2
Hallo Georg,
Wir fahren fast die gleiche Strecke, jedoch von 27.4. bis zum 6.5.
Ich habe Doppel Tank und zusätzlich 25 l Diesel für den Notfall.
Viele Grüße
Anita
ab 23.April 2019 für immer nach Namibia unser Blog: www.outinafrica.com.na
73 Beiträge · seit 201816. März 2018 · #3
Hi,
wir waren gerade erst im Kaokoland.
In Epupa bekommt man bei Owen, gleich beim Zugang zu den Fällen , Sprit.
40-60 Liter sind möglich, aber nicht garantiert . In Okangwati verkaufen soviele Sprit, da haben wir insgesamt 140 Liter bekommen, bei einem Händler, mehr brauchten wir nicht.
Unsere Erfahrung mit den Hiluxen, aber 3.0 d4d, waren, 1. Automatik (Doka mit Dachzelt) über den Van Zyl und ins Hartmannstal bis Puros über 25 Liter/100km, Schalter 18 Liter (Buschcamper mit Kabine). Ich glaube nicht dass der 2.5er weniger braucht, der strengt sich mehr an. Wir haben den Tank einmal ziemlich geleert und insgesamt 155 Liter nachgetankt, wodurch sich gut 160L Kapazität ergeben. Im schlechtesten Fall sollten 800km möglich sein.
Wir hatten Kanister dabei, gut war das, der Automat säuft wirklich. Mit dem Schalter wäre ich ohne Kanister durchgekommen.in Puros gibt es auch Diesel.
Es lohnt sich also bei jeder unerwarteten Gelegenheit zu tanken, je nach geplanten km natürlich.
Lg peter

Gesendet von meinem SM-A500FU mit Tapatalk
Themenstarter72 Beiträge · seit 201317. März 2018 · #4
Anita40 schrieb:Hallo Georg,
Wir fahren fast die gleiche Strecke, jedoch von 27.4. bis zum 6.5.
Ich habe Doppel Tank und zusätzlich 25 l Diesel für den Notfall.
Viele Grüße
Anita
Hallo Anita, danke für Deine Antwort. Schade, Ihr seid viel früher dran als wir. Und viel kürzer insgesamt. Da seid Ihr ja flott unterwegs für die Strecke. Mit nur 25 l Diesel als Reserve bist Du aber sehr optimistisch würde ich denken.
LG Georg
Themenstarter72 Beiträge · seit 201317. März 2018 · #5
Dünenpeter schrieb:Hi,
wir waren gerade erst im Kaokoland.
In Epupa bekommt man bei Owen, gleich beim Zugang zu den Fällen , Sprit.
40-60 Liter sind möglich, aber nicht garantiert . In Okangwati verkaufen soviele Sprit, da haben wir insgesamt 140 Liter bekommen, bei einem Händler, mehr brauchten wir nicht.
Unsere Erfahrung mit den Hiluxen, aber 3.0 d4d, waren, 1. Automatik (Doka mit Dachzelt) über den Van Zyl und ins Hartmannstal bis Puros über 25 Liter/100km, Schalter 18 Liter (Buschcamper mit Kabine). Ich glaube nicht dass der 2.5er weniger braucht, der strengt sich mehr an. Wir haben den Tank einmal ziemlich geleert und insgesamt 155 Liter nachgetankt, wodurch sich gut 160L Kapazität ergeben. Im schlechtesten Fall sollten 800km möglich sein.
Wir hatten Kanister dabei, gut war das, der Automat säuft wirklich. Mit dem Schalter wäre ich ohne Kanister durchgekommen.in Puros gibt es auch Diesel.
Es lohnt sich also bei jeder unerwarteten Gelegenheit zu tanken, je nach geplanten km natürlich.
Lg peter

Gesendet von meinem SM-A500FU mit Tapatalk
Hallo Peter,
danke für Deine Antwort. Vor Opuwo haben wir wahrscheinlich keine Spritprobleme. Erst wenn wir von dort aus sicherheitshalber die einfachere Strecke über die D3707 ins nördliche Kaoko nehmen, wollen wir die weitere Route möglichst spritsparend legen. Über Okangwati und den Van Zyls ist man natürlich kürzer und sparsamer unterwegs ins Mariental. Da braucht man auch entsprechend weniger Reserve mitnehmen. Mal sehen wie lange die beiden Tanks reichen, wenn wir die, bevor wir den vorletzten Kanister reingeleert haben ganz leerfahren. Puros tanken nur im äußersten Notfall.
LG Georg
2'536 Beiträge · seit 200717. März 2018 · #6
Wieviel Kilometer hast denn ausgerechnet zwischen Opuwo und Sesfontain (wobei ich aus persönlichen Gründen eher Palmwag als erste wirkliche Tankmöglichkeit annehmen würde)?

Ich gebe auch noch zu bedenken, dass die die Mietwagenfirma untersagen wird, Diesel im Innenraum des Bushcamper zu transportieren. Wenn dir der irgendwie auskommt, kannst den gesamten Innenraum rausreißen, den Gestank bekommt man nicht mehr raus. Das wird dann teuer.

LG Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
Gast17. März 2018 · #7
Hallo,

mit einem aktuellen 2.4D-Hilux-Schalter fährt man eine Runde Opuwo - Red Drum - Marienflusstal - Blue Drum - Hartmannstal - Green Drum - D3707 - Purros - Amspoort - Sesfontein je nach Jahreszeit und Pistenzustand mit 12-14 Litern Durchschnittsverbrauch. Das sind rund 850 Routenkilometer. Mit ein paar Abstechern sind es effektiv 950-1000km. 140 Liter reichen dafür. Wenn man vernünftig mit dem Auto umgeht. Es ist nur ein Teil der Route Tiefsand und man fährt da auch keine 140km/h. Auf festem Untergrund bei 30-60km/h lässt sich der aktuelle Hilux mit deutlich unter 10 Litern bewegen. An Stellen mit Tiefsand sind es dann auch mal gut 20 Liter. Im Durchschnitt ergibt das dann den oben genannten Bereich. Mehrfach gefahren. Immer ohne Extrakanister und ohne Nachtanken. Die 25-30 Liter Verbrauch, von denen man gelegentlich hört, schaffen nur die ganz großen Offroadhelden oder ältere große Benziner mit älterer Automatik.

Den Backup-Plan hast Du ja selbst schon benannt. Wenn das wegen Motorproblemen o.ä. doch nicht aufgeht, reicht es garantiert für die 700-800km bis Purros, wo Du zur Not nachtanken oder nach Sesfontein abkürzen kannst. Einfach das Auto angemessen bewegen und Du brauchst keine Extrakanister und hast keine Probleme.

Viele Grüße

Ulf
zuletzt bearbeitet 17. März 2018
874 Beiträge · seit 200817. März 2018 · #8
hallo georg,
wir fahren nicht genau die gleiche strecke, daher auch ein wenig kürzer. und selbstverständlich werden wir überall tanken wo es etwas gibt. wir sind da nicht so blauäugig.
viele grüße und allzeit gut pad
anita
ab 23.April 2019 für immer nach Namibia unser Blog: www.outinafrica.com.na
Themenstarter72 Beiträge · seit 201317. März 2018 · #9
Ulf Ko schrieb:Hallo,

mit einem aktuellen 2.4D-Hilux-Schalter fährt man eine Runde Opuwo - Red Drum - Marienflusstal - Blue Drum - Hartmannstal - Green Drum - D3707 - Purros - Amspoort - Sesfontein je nach Jahreszeit und Pistenzustand mit 12-14 Litern Durchschnittsverbrauch. Das sind rund 850 Routenkilometer. Mit ein paar Abstechern sind es effektiv 950-1000km. 140 Liter reichen dafür. Wenn man vernünftig mit dem Auto umgeht. Es ist nur ein Teil der Route Tiefsand und man fährt da auch keine 140km/h. Auf festem Untergrund bei 30-60km/h lässt sich der aktuelle Hilux mit deutlich unter 10 Litern bewegen. An Stellen mit Tiefsand sind es dann auch mal gut 20 Liter. Im Durchschnitt ergibt das dann den oben genannten Bereich. Mehrfach gefahren. Immer ohne Extrakanister und ohne Nachtanken. Die 25-30 Liter Verbrauch, von denen man gelegentlich hört, schaffen nur die ganz großen Offroadhelden oder ältere große Benziner mit älterer Automatik.

Den Backup-Plan hast Du ja selbst schon benannt. Wenn das wegen Motorproblemen o.ä. doch nicht aufgeht, reicht es garantiert für die 700-800km bis Purros, wo Du zur Not nachtanken oder nach Sesfontein abkürzen kannst. Einfach das Auto angemessen bewegen und Du brauchst keine Extrakanister und hast keine Probleme.

Viele Grüße

Ulf
Ja, ich denke Du hast recht. Auch nach meiner Rechnung werden es effektiv mit einigen Abstechern so um die 950 km sein. Jedenfalls, wenn es Diesel gibt in Sesfontein. Zu meiner und meiner Frau Beruhigung werde ich dann vielleicht noch einen oder mehrere kleine 5-10 l Kanister an einer Tankstelle kaufen und in Opuwo füllen. Deren Dichtigkeit werden wir zunächst mal im Fahrerraum hinter den Sitzen prüfen. Wenn da nach dem Geschüttel nichts stinkt, wandern die in die Hohlräume unter den Liegen für alle Fälle. Damit wäre das Thema "genug Sprit für die Runde?" abgeschlossen?!

Wer ist meine angegebenen Alternativrouten Ugab-Brandberg und Omaruru schon gefahren? Wären die Okay so?
LG Georg
1'042 Beiträge · seit 201617. März 2018 · #10
Hallo Georg,
Typenradler schrieb:
Ja, ich denke Du hast recht. Auch nach meiner Rechnung werden es effektiv mit einigen Abstechern so um die 950 km sein.
Die sollte man in der Regel so hin bekommen ohne dass man Kanister braucht.
Typenradler schrieb:
Jedenfalls, wenn es Diesel gibt in Sesfontein.
Darauf würde ich mich nicht verlassen. Ich bin mir gerade unsicher, aber wenn das was man auf dem Weg zum Fort Sesfontein sieht die einzige Tankstelle ist? Na dann. Da gab es zumindest keinen Diesel in der Ausführung "schwefelarm"... 😉
Typenradler schrieb:
Zu meiner und meiner Frau Beruhigung werde ich dann vielleicht noch einen oder mehrere kleine 5-10 l Kanister an einer Tankstelle kaufen und in Opuwo füllen. Deren Dichtigkeit werden wir zunächst mal im Fahrerraum hinter den Sitzen prüfen. Wenn da nach dem Geschüttel nichts stinkt, wandern die in die Hohlräume unter den Liegen für alle Fälle. Damit wäre das Thema "genug Sprit für die Runde?" abgeschlossen?!
Das ist Mist (darf man nicht mehr sagen, daher) suboptimal. Wenn die zuerst nicht stinken, dann machen die dass eben später. Was mir schon alles "undicht" geworden ist auf irgendwelchen Rüttelpisten oder direkt kaputt gegangen, das glaubt man fast nicht. Bierdosen und dergleichen sind ja noch die harmlose Variante. Einen Katalysator komplett in Einzelteile (innen) zerlegt, kam auch schon vor ich behaupte einfach mal ganz frech, dass die Kanister NIE dicht halten. Da kommt irgendwann immer etwas raus und dann stinkt alles. Wenn dann müssen Kanister AUSSEN am Fahrzeug angebracht sein sofern das möglich ist. Ich fahre ja selber auch privat einen Diesel, aber den Geruch dieses Kraftstoffes kann ich gar nichts ab gewinnen... Super hingegen "riecht einfach super" 😉

Falls Du doch Kanister transportieren willst, dann nimm noch eine Polyamid Folie (oder ähnliches) mit und wickel die Kanister darin ein. Die üblichen PE Folien (daraus sind auch Müllbeutel) kannst Du getrost vergessen, die halten Dieselgestank (und auch die Flüssigkeit) eher schlecht bis gar nicht zurück.

Gruß Markus
874 Beiträge · seit 200817. März 2018 · #11
Hallo Marcus,
Was macht man denn wenn kein schwefelarmer Diesel weit und breit zu bekommen ist ??
Jetzt machst du mir ein wenig Angst
Viele Grüße
Anita
ab 23.April 2019 für immer nach Namibia unser Blog: www.outinafrica.com.na
2'536 Beiträge · seit 200717. März 2018 · #13
Hallo Georg,
jetzt hab' ich mal bisschen mehr Zeit, daher ein Versuch der ausführlicheren Information bzw. Erfahrung.
Typenradler schrieb:
Liebe Forumsexperten,
wir, ein älteres Ehepaar aus Freiburg, wollen vom 20.05.-08.06.18, also für 20 Tage in Namibia, dieses mal schwerpunktmäßig das obere Kaokoland besuchen.
Ich gehe mal einfach davon aus, dass ihr wisst, wie man sich in ariden Gegenden bewegt, dass ihr entsprechend vorbereitet seid, genügend Vorräte mitführt, fit genug seid, auch bei 30 Grad einen Reifen zu wechseln, mindestens zwei Reservereifen mit habt, wisst, dass im Falle eines Schadens die Mietwagenfirma nicht innerhalb von einem Tag da ist und euch einen neuen Wagen bringt, etc. pipapo. Dass ihr eure Strecken auf GPS mit habt, wisst wo ihr ungefähr hinwollt und wo ihr seid und auch eine Papierkarte für den Notfall mit habt. Seid ja erwachsen und zumindest so erfahren, dass ihr wisst, dass dort oben relativ wenig Leute sind.
Achtung, wenn ihr aus Etoscha rausfahrt, da müsst ihr über den Vet-Zaun Richtung "Süden" und dürft offiziell kein Fleisch mitführen. Kontrolliert wird jedenfalls der Kühlschrank. Der Rest vom Auto bleibt in der Regel unkontrolliert.
Typenradler schrieb:
Wir wollten zuerst nach Epupa hoch über den Etoscha. 2014 sind wir um diese Zeit in den 3 Etoscha-Camps ohne Probleme ohne Reservierung ausgekommen. Dieses mal wollten wir eigentlich über Okakuejo, Olifantus und das Dolomite Camp fahren, weil wir diese beiden nicht kennen, haben aber leider für die gewünschte Zeit nichts mehr reserviert bekommen. Ob wir wieder auf gut Glück nach Okaukuejo fahren sollten? Von Okaukuejo wieder zurückzufahren zu müssen nach Outjo wäre allerdings ärgerlich, sollten wir von Okaukuejo aus im Olifantrus und/oder Dolomite nichts mehr bekommen. Wie ich so lese, scheint, besonders im Dolomite ohne Reservierung nichts zu machen zu sein? Da es uns dieses mal aber mehr um Landschaft als um Tiere geht, könnten wir das verschmerzen.
Es kann sein, dass ihr in Okaukuejo noch einen Stellplatz bekommt. In Olifantrus ist die Wahrscheinlichkeit, wenn ihr da jetzt shcon keine Reservierung mehr bekommen habt, äusserst gering. Da gibt's in Summe vielleicht 12 Stellplätze. Dolomite Camp ist überhaupt nur etwas mit Lodgen und keine Camping-Möglichkeit. Wenn ihr dort auf eure Anfrage nichts bekommen habt, dann braucht ihr dort mit dem Camper auch gar nicht hinfahren.
Möglichkeit wäre, von Okaukuejo Richtung Olifantrus zu fahren, wenn ihr dort nichts bekommt, dann weiter Richtung Galton Gate, dort raus und in der Hobatere Campsite gleich vis a vie vom Gate nachfragen. Wenn's dort auch nichts gibt, könnt ihr auf der Asphaltstraße Richtung Norden fahren und dann links auf den Otjisakumuka Trail fahren. Dort gibt's nach einiger Zeit dann Möglichkeiten wild zu campieren. In Summe wären das aber ca. 250 Kilometer, da dürftet ihr euch im Park nicht zu lange aufhalten. Sechs Stunden Fahrtzeit müsste man da schon rechnen.
Typenradler schrieb:
Unsere weitere angedachte Route:
Von Ruancana, Epupa über Opuwo, wo wir zum letzten mal tanken vor (hoffentlich in) Sesfontein, über die D3707 ins Kaokofeld. Dort ins Marien- und Hartmannstal und dann über die westlichste Skeleton-Coast-Route nach Puros, Faerlesspass, Obias, Hoanib, zurück nach Sesfontein. Danach durch die Khowarib Schlucht und über die kleine Serengeti und den Otjitheka 4X4 Trail nach Palmwag. Also bis hier ganz ähnlich wie Axel (aos) das sehr schön beschrieben hat in seinem sehr lesenswerten Reisebericht: "Rastlos durchs Kaokoveld und Damaraland…."
Danach durch den Huab und den Aba Huab und den Goantagab zum Brandberg.
Von dort aus über den Messum Crater zum Cape Cross. Anschließend zum Omdel Dam und durch den Omaruru Riverbed Track bis zur Lewaterfarm und von dort aus über die kleine- und große Spitzkoppe und Ameib zurück nach Windhoek.
Habe vor einiger Zeit schon mal eine Anfrage ins Forum gestellt, ob da um diese Zeit noch jemand von Euch unterwegs ist. Leider noch keine Reaktion. Wir werden es hoffentlich auch allein schaffen mit Satellitentelefon und den üblichen Hilfsmitteln. Auch bei der Falkenberg Garage wollen wir mal vorbeifahren, um zu hören ob die unsere Kreditkartendaten brauchen, sollten wir mal liegenbleiben und wir keine schnellere Hilfe von unserem Vermieter erhalten können.
Die Falkenberggarage ist in Kamanjab, das liegt - zumindest was ich bis dato gelesen habe - nicht auf eurer Route. Ausser ihr fahrt von Okaukuejo in den Süden raus und den großen Umweg Richtung Opuwo.
Typenradler schrieb:
Die erste Frage, die mich momentan umtreibt ist die, wie weit uns der doppelte Tank also 140 Liter reichen für die Strecke von Opuwo bis Sesfontein, bzw. wie viele Reservekanister a 20 Liter wir noch zusätzlich mitschleppen sollten? Leider habe ich erst heute von African Tracks Windhoek erfahren, dass wir keine Reservekanister mehr außen am Fahrzeug anbringen können. Da das Dach zum Hochklappen ist, können wir auch da keine Kanister draufpacken, das wäre für den Schwerpunkt ja auch nicht zuträglich. Im Innenraum sind die Kanister auch nicht gerade willkommen. Ich hoffe die sind dicht und stinken nicht in der Nacht, mal ganz abgesehen vom raus- und reinräumen. Ich hoffe wir finden noch eine Lösung, wohin wir die innen stellen können. Vielleicht kann ich wenigstens ein paar kleine 5- oder besser10-liter-Kanister an einer Tankstellen dazukaufen, die man platzsparend unter den Liegebänken unterbringen könnte? Da die Tankanzeiger häufig ungenau anzeigen, könnten wir die Tanks notfalls auch ganz leerfahren und hätten dann am Schluss, etwa in Puros, von wo aus man notfalls die Route abkürzen könnte, noch einen gut kalkulierbaren Rest im Tank. Habe allerdings schon mal gehört, man solle den Tank besser nicht ganz leer fahren, weil sich sonst evtl. der Spritfilter zusetzten könnte? Leider hat unser Hilux keinen Bordcomputer, mit dem man den Spritverbrauch überwachen könnte, wie Axel.
Wir mieten einen 2.5 Hilux D4D-Schalter keinen Automatic. Der soll ja bei sparsamer Fahrweise weniger verbrauchen als einer mit Automaticgetriebe. Wir hoffen also mit gut 180 Litern (140 Liter Tankinhalt und 2X 20 Liter Reserve) auszukommen? Leider hat unserer keinen Bordcomputer. Axel (aos) hatte ja gute Buchführung gemacht auf dieser Strecke.
Also wenn ich mir das anschaue, sind das von Opuwo ins Marienflusstal bis Camp Synchro, dann ins Hartmannstal über die Drum-Route bis zur Big Dune, dann über die Westroute und Orumpembe nach Purros und weiter nach Sesfontein ca. 850 Kilometer. Das solltet ihr ohne Kanister etc. schaffen. Ich würde auch jedenfalls von irgendwelchen fünf Liter Plastikkanistern abraten. Die sind euch im Weg, hinten fallen sie um oder es rinnt bei den Wellblechpisten Diesel aus, versaut euch den Bushcamper, etc. Wie schon geschrieben, im schlimmsten Fall fällt euch ein Kanister um, Diesel rinnt aus und ihr könnt eurem Vermieter die ganze Box zahlen, weil man den Gestank nie wieder rausbekommt.
Tankt in Opuwo voll, nach unserer Erfahrung (ich war mit "Dünenpeter" unterwegs) solltet ihr dann locker 150 Liter mithaben und eigentlich keine Probleme bekommen, vor allem mit dem Schalter. Im Extremfall (und das empfehle ich euch vor allem aus meiner Erfahrung mit dem Tanken in Sesfontein) tankt in Purros 40-60 Liter einfach nach. Kommt aus dem Fass ist aber sauber und ohne Probleme nutzbar. Ich hab dem Verkäufer einen Pumpenschlauch dort gelassen, damit er den Sprit nicht immer mit dem Mund ansaugen muss. der füllt aus dem 200 Liter Fass den Sprit in 20 Liter Kanister um und füllt euch die ein.
Typenradler schrieb:
Hartmannstal: Hier wollen wir uns etwas anders orientieren als Axels im Juni 2017.
Es sind drei Strecken eingetragen in der Track4 Karte: Auf der Hinfahrt ins Hartmannstal wollen wir über die östliche Route ins Tal reinfahren.
Siehe Anhang 1. Leider habe ich es nicht geschafft hier die Screenshots von den Routen direkt rein zu kopieren, daher habe ich die jeweils in einen Anhang gepackt. Ich hoffe ihr kommt da mit, wo wir fahren wollen.
Das bedeutet aber, dass ihr gar nichts ins Marienflusstal bzw. zum Camp Syncro wollt. Das reduziert natürlich die Kilometer und das Dieselproblem nochmals.
Typenradler schrieb:
Berührt diese Strecke, die auch zur der Abkürzungsstrecke durch die Hartmannberge ins Mariental führt, schon die Hartmannsberge oder ist die auch gut zu fahrbar? Ich habe geplant diese auf dem Hineinweg ins Hartmannstal zu nehmen, um uns zu ersparen erstmal alle Tonnen alle abzufahren. Dann die westliche Hartmannstalroute auf dem Rückweg aus dem Hartmannstal wieder raus. So lernen wir zwei der Routen im Tal kennen und fahren nicht so viel doppelt (Sprit sparen). Mal sehen, ob wir es schaffen bis zur Monster Düne. Den Blick zum Kunene runter und nach Angola rüber werden wir hoffentlich geniesen können.
Ich kenne euren Tagespläne nicht. Würde euch aber wirklich empfehlen, hier zu übernachten: S17° 15.423' E12° 09.348'
Wie schon in anderen Threads beschrieben ist dort eine kleine Abzweigung vom "Hauptpfad" zu einer Bogenbrücke und einer kleinen "Abfahrt". Ein super Platz, die Autos stehen im Schatten und man kann dann durch die Bogenbrücke gehen und sieht nach Westen in die Ebene hinein. Ist meiner Meinung nach besser, als auf der Big Dune zu übernachten. In meiner Version der T4A ist die "Big Dune" übrigens viel weiter südlich eingezeichnet als sie tatsächlich ist. Klar kann man dort oben auch übernachten, aber man ist ziemlich ausgesetzt, es gibt keine wirklich ebene Stelle dort oben und wenn der Wind geht (was eigentlich fast immer der Fall ist) wird's sicher unangenehm. Von der Bogenbrücke kann man am nächsten Tag zur Big Dune fahren und dann die Westroute Richtung Purros fahren, das ist kein Problem zeittechnisch gesehen.
Typenradler schrieb:
Die weitere Frage ist, ab welcher Tonne in Richtung Süden hat am wenigsten Wellblech? Eigentlich würde ich gerne die westlichste Route am Skeleton-NP entlang fahren wie Axel, bis zum "Viewpoint of the Skeleton Coast and Atlantic (the best)". Dann müssten wir allerdings am Ende die nerventötende D3707 auf Wellblech nach Puros fahren. Oder wir fahren ab Orumpembe durch den ganzen Khumib bis zum Viewpoint. Danach müssten wir allerdings wieder auf die D3707. Wenn wir auf den Viewpoint verzichten, könnten wir allerdings auch an der Sphinx vorbei zurück nach Puros fahren. Welche Variante ist landschaftlich am schönsten?
Zur Orientierung siehe Anhang 2
Wir sind von der Big Dune ganz im Westen Richtung Purros gefahren. da ist die Pad schon sehr sehr breit und auch mit Wellblech versehen. Zudem kommen einige kleine Sanddünen schon in die Pad hinein. Aber alles kein Problem. Nach der Drum wird's ein wenig besser, aber nicht wirklich viel. Muss man halt in Kauf nehmen, TIA. Zum Übernachten gibt's dort nix, alles flaches, weites Land, bei uns mit starkem Wind, der viel Sand transportiert hat.
Wir sind dann bei Orumpembe in den Khumib Rivertrail gefahren und dort haben wir dann nach ca., 20 Kilometern südlich von Orumpembe einen Platz ausserhalb des Flussbettes gefunden, wo zwei Bäume uns ein wenig vom Wind abgeschattet haben. Nicht der beste Platz, aber besser als nix. Würde euch auch empfehlen, anschließend den Rivertrail weiter zu fahren, aber dann über die Hochebene und durch die Berge in den Hoarusib River zu wechseln und nicht die 3707 nach Purros zu fahren. Landschaftlich ist das absolut genial. Passt aber bei der Überfahrt auf eure Reifen auf (so wie dort oben fast überall!).
Bei uns war im Februar/März dieses Jahres dort oben alles staubtrocken. In Purros hat's die letzten drei Jahre nicht geregnet. So wie fast überall dort. Jetzt scheint es ein wenig Niederschlag gegeben zu haben, im Mai/Juni sollte aber dort alles trocken sein.
Typenradler schrieb:
In diesem Jahr wollen wir auf dem Rückweg vom Kaokoland nach Windhoek evtl. noch durch die Khowaribschlucht, zum Brandberg und dann den Messum Crater fahren.
Dann möglicherweise durch den Omaruru-River, noch mal zur Spitzkoppe und vielleicht nochmal nach Ameib weil es uns bei unserem letzten Besuch auch dort besonders gut gefallen hat.
Ob sich der Schlenker durch die Khowaribschlucht und wieder zurück auf die Palmwagstrecke lohnt, trotz der z. T. schwierigen Padverhältnisse und des Staubs, darüber gibt es hier im Forum unterschiedliche Ansichten. Was meint Ihr für Anfang Juni? Da wird der Khowarib/Hoanib vermutlich trocken sein?
Trocken ist er sicher. Hängt vielleicht ein wenig davon ab, ob ihr in Sesfontein Sprit bekommt. Falls ja, seid ihr eh gut versorgt, dann macht das. Ist fahrtechnisch dann auch nicht mehr so viel anders, als das, was ihr schon hinter euch habt. Falls die Tankstelle in Sesfontein keinen Diesel haben sollte (leer oder Pumpe kaputt) fragt euch im Dorf durch, wir hatten dort schon einmal auch aus einem Fass getankt. Irgendwer hat dort sicher Sprit. Oder ihr fahrt von dort einfach auf der Hauptstraße nach Palmwag.
Typenradler schrieb:
Des weiteren überlege ich, ob wir anstatt direkt über die C35 zum Brandberg zu fahren, eine Alternativroute über die D3254 zu wählen. Diese könnte dann zunächst durch das Huab-Flußbett verlaufen. Bei Tweifelfontein und vor dem Aubadi Mountin Camp könnten wir diese Strecke wieder verlassen auf die D2612 oder aber erst bei Tweifelfontein starten auf die D2612, für den Fall, dass uns die komplette Alternativroute zum Brandberg zu mühsam ist. Wer ist hier schon gefahren und/oder kann uns eine noch schönere Alternativroute in Richtung Brandberg nennen?
Die westliche Strecke über das Desolation Valley/Zebra Canyon zur D2303, bei der man die Flüsse Huab und Ugab quert, sind wir schon gefahren. Ich habe mal einen Screenshot von dieser geplanten Route gemacht. Ich hoffe ihr könnt erkennen welche Strecke ich meine. Dazu Anhang 3
In Summe kann man meiner Meinung nach dort wenig falsch machen. Ist halt auch einsam, aber für mich landschaftlich wunderschön. Deine geplante Route im Anhang 3 bin ich mit dem Motorrad schon gefahren, das ist wirklich schön.
Typenradler schrieb:
Zum Schluß dann noch unsere angedachte Route über den Omdel-Dam und durch das Omaruru-Riverbett. Ist das schon einer von euch gefahren? Ist die Riverbett-Route schön oder schwer zu fahren? Wenn der gelaufen ist und nicht trocken, können wir das sicher vergessen? War schon mal jemand von Euch in dieser Gegend? Ich habe nie zuvor davon gelesen.
Da kann ich auch nichts dazu sagen, leider.


Viel Spaß bei der weiteren Planung und vor allem bei der Reise!
Ist wunderschön dort oben! Auch wenn's bei uns noch ganz extrem trocken war. Aber vielleicht sprießen bei euch ja ein paar Gräser in der Steinwüste hervor.

lg
Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
2'536 Beiträge · seit 200717. März 2018 · #14
Hi, du auch mittlerweile hier 😉
Dünenpeter schrieb:
Unsere Erfahrung mit den Hiluxen, aber 3.0 d4d, waren, 1. Automatik (Doka mit Dachzelt) über den Van Zyl und ins Hartmannstal bis Puros über 25 Liter/100km,
Habe das übrigens aus meinen Aufzeichnungen jetzt nachgerechnet. Von Opuwo bis Palmwag sind wir ca. 1150 Kilometer gefahren. Insgesamt habe ich da von "volltanken in Opuwo" inkl. Nachfüllen der Kanister, Tanken in Okangwati und Tanken in Purros bis "volltanken in Palmwag" 231 Liter getankt. Das sind knapp über 20 Liter/100 Kilometer.
Weniger als gefühlt, ich hab' laut meinen Aufzeichnungen in Palmwag auch "nur" 104 Liter getankt.

lg
Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
zuletzt bearbeitet 17. März 2018
1'166 Beiträge · seit 200818. März 2018 · #15
Hallo Georg,

warum fahrt ihr denn nicht von Opuwo nach Orupembe, sondern über Sesfontein? Hat das einen besonderen Grund?

Die meisten Kanister, die man Mieten kann, sind nicht richtig dicht.

Grüße
Axel
Solo die zweite 04/19 - Namibia-Teil Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Botswana / Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Namibia Rastlos durchs Kaokoveld und Damaraland ... (2017) Stippvisite im Damaraland und Kaokoveld (2016)
2'536 Beiträge · seit 200718. März 2018 · #16
aos schrieb:
warum fahrt ihr denn nicht von Opuwo nach Orupembe, sondern über Sesfontein? Hat das einen besonderen Grund?
Das hat er eh vor, das ist vielleicht nur ein wenig missverständlich geschrieben. 😉
Das Sesfontein war nur für's Tanken gemeint. So habe ich das zumindest verstanden.

lg
Wolfgang
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Themenstarter72 Beiträge · seit 201318. März 2018 · #18
Lieber Wolfgang,

das ist ja toll, wie ausführlich Du auf meinen Beitrag eingegangen bist! Vielen Dank!

Ja, vorbereitet sind wir, denke ich, ganz gut und wir machen uns keine Illusionen über die Strecke.
Ich denke, wir werden dieses mal auf Etoscha verzichten und dafür mehr die schönen Wüstenlandschaften genießen.
Tiere haben wir in Botswana im KTP, Makgadikgadi, CKGR, Nxai, Moremi, Linyanti, Chobe im letzten Jahr genug gesehen. Da ist es wohl besser wir fahren gleich über Kamanjab zum Kunene hoch.
Diese, Deine Tipps, bzgl. Übernachtung hinter Kamanjab habe ich aber gleich mit in meinen Tagesplaner übernommen:
"In der Hobatere Campsite gleich vis a vie vom Gate nachfragen. Wenn's dort auch nichts gibt, könnt ihr auf der Asphaltstraße Richtung Norden fahren und dann links auf den Otjisakumuka Trail fahren. Dort gibt's nach einiger Zeit dann Möglichkeiten wild zu campieren"

Bzgl. der Reservekanister finde ich die Idee von Markus, das mit dem Umwickeln mit der Polyamid Folie, ähnlich wie auf dem Flughafen die Rucksäcke, um ein Abreißen der Schnallen zu vermeiden, gar nicht so schlecht. Die müssten halt sehr eng und dicht umwickelt werden. Ich werde das schon hier zuhause mal ausprobieren, ob man die damit dicht bekommt. Eine Rolle Folie wäre ja leicht mitzunehmen. Ansonsten werden wir, wie Du räts in Puros soviel nachtanken, dass es uns, sollte es in Sesfontein kein Diesel geben, noch bis Palmwag reicht. Die Sauerei mit ausgelaufenem Diesel wollen wir auch auf jeden Fall vermeiden.
Ins Camp Syncro wollen wir auch. Das hatte ich wohl nicht extra erwähnt, weil es da nichts zu fragen gab.
Deinen Übernachtungsplatz habe ich gleich mal als Wegepunkt eingetragen. Deckt der sich, mit einer von Axel angegebenen Koordinate zu der er aber nicht hoch gekommen ist wegen zu viel Luft im Reifen?
Deckt sich die von Dir beschriebene "Big Dune" mit der, in meiner T4A Maps Namibia, mit "Monster Düne" bezeichneten Düne? Ich hoffe wir kommen da hoch. Mit welchem Luftdruck habt Ihr das denn geschafft? Wir haben ein etwas "schlapperes Auto" als Ihr und wollen natürlich auch kein unnötiges Risiko eingehen, da wir allein sind.
Klar, dass wir bei dem Wind da oben nicht übernachten werden. Danke für den Tipp für einen windgeschützteren Platz.
Zurück dann über die Westroute. Den Roidrum-Pass sparen wir uns gerne.

Du schreibst dann weiter:
"Wir sind dann bei Orumpembe in den Khumib Rivertrail gefahren und dort haben wir dann nach ca., 20 Kilometern südlich von Orumpembe einen Platz ausserhalb des Flussbettes gefunden, wo zwei Bäume uns ein wenig vom Wind abgeschattet haben. Nicht der beste Platz, aber besser als nix. Würde euch auch empfehlen, anschließend den Rivertrail weiter zu fahren, aber dann über die Hochebene und durch die Berge in den Hoarusib River zu wechseln und nicht die 3707 nach Purros zu fahren. Landschaftlich ist das absolut genial."

Ja, diese Route werden wir dann wohl auch nehmen. Wir müssten dann zwar auf den in der T4-Software eingetragenen "besten Viewpoint zur Skeletoncost und Atlantic" westlich von Puros verzichten, zu diesem Aussichtspunkt direkt am Skeleton Coast NP soll man aber auch schwer hochkommen mit dem Kfz. schreibt einer im Forum.
Dann wollen wir nach Puros durch den Sawurogab über den Fearlesspass und durch das Obias-Flussbett zum Hoanib. Das soll wohl landschaftlich die schönste Strecke sein. Den anschließenden Powder Dust über die Okambonde Plains nehmen wir dann halt in Kauf, weil es die kürzere Strecke ist nach Sesfontein. Wenn die Tankstelle dort keinen Sprit haben sollte, werden wir uns mal durchfragen, ob vielleicht einer dort Sprit hat, so wie Du meinst.
Falls wir danach nicht direkt nach Palmwag fahren müssen um Diesel zu tanken, werden wir nach Sesfontein über den Schlenker Khowarib-Klein Serengeti nach Palmwag fahren.

Am Aba Huab werden wir voraussichtlich wieder in das Riverbett wechseln. Wenn Du die Trockenflussstrecke zum Brandberg schon mal mit dem Motorrad gefahren bist und es als "landschaftlich wunderschön" empfunden hast werden wir diese sicher auch auswählen.
Nun fehlt mir nur noch ein Erfahrungsbericht vom Omaruru River, dann hätte ich meine Route komplett.
Mal sehen ob da noch was kommt. 🙂

Vielen Dank nochmals für die Zeit, die Du mir für wertvolle Tipps geopfert hast!
LG Georg
2'536 Beiträge · seit 200718. März 2018 · #19
Hi Georg,

anbei noch zwei Screenshots.
Eine vom Hartmannstal, damit du dich ungefähr orientieren kannst. Die türkis punktierte Linie zeigt den Track zum Übernachtungspunkt mit dem Felsbogen. Die andere türkise Linie die Fahrt am nächsten Tag zur "Monster Dune". Die ist - wie schon geschrieben - weiter weg als in T4A eingezeichnet.
Wir sind dort mit ca. 1,4 Bar Druck hinaufgefahren. Mit Untersetzung und ich hab in der Automatik den zweiten Gang gesperrt gehabt. Einfach am Gas bleiben, falls man dann "verhungern" sollte passiert auch nichts, dann halt einfach rückwärts wieder hinunter. Ist nicht schlimm. Muss mal das GoPro Video raussuchen.
hartmannstal.jpg



Und den "Viewpoint" über die Skeleton Coast kannst du von Purros aus auch in einer Tagestour durch den Hoarusib erreichen. Dazu müsstest du kurz vor der Lodge, die da erhöht gebaut wurde rechts aus dem Hoarusib rausfahren. Die Abzweigung sieht man kaum, das müsste man sich sicherlich im T4A entsprechend vorplanen und aufs GPS spielen. Das letzte Stück dort hinauf ist auch ziemlich steil, aber steinig und nicht sandig. Wir sind das auch mit Untersetzung gefahren, soweit ich mich erinnere, hab' ich da sogar den ersten Gang in der Automatik gesperrt gehabt. Die Ausblicke sind wirklich toll von dort oben.
purros-hoarusib-viewpoint.jpg




Viel Spaß jedenfalls, uns hat's extrem gut gefallen. Und das nächste Mal werden wir Etoscha auch auslassen... 😉

lg
Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
2'536 Beiträge · seit 200718. März 2018 · #20
Hier übrigens ein Video von der Auffahrt auf die "Monster Dune".

Bei YouTube ansehen ↗

Es kommt die Steilheit in dem Video der GoPro natürlich nicht wirklich raus (und es ist auch nicht sooo steil, es ist eher die Kombi Sand und Auffahrt), aber du siehst, dass das auch wenn es sich nicht ausgeht, kein Problem ist. Dann lässt du dich zurückrollen und versuchst es nochmal oder drehst einfach um.

lg
Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
zuletzt bearbeitet 18. März 2018