Kapstadt - so gefährlich!

25 Antworten · 6'553 Aufrufe · gestartet 10. März 2018 von Lotusblume
Antworten
Themenstarter1'933 Beiträge · seit 200910. März 2018 · #1
Eine unabhängige mexikanische Organisation hat anhand der Mordrate (Anzahl der Morde pro 100.000 Einwohner) die 50 gefährlichsten Städte der Welt (außerhalb von Kriegsgebieten), Stand 2017, ermittelt. http://seguridadjusticiaypaz.org.mx/ranking-de-ciudades-2017
Erschreckender Platz 15 für Kapstadt, Durban Platz 44 und Nelson Mandela Bay (Region um Port Elizabeth) Platz 46.
Liebe Grüße Lotusblume Reiseberichte(klick):2022-Sep/Okt Südafrika "Genuss-Reise ums Westkap"//2021-Nov "3670 km durch Namibias Nov.-Hitze"//2018-Okt Namibia "Von der Wüste zu den Wasserwelten"//2015-Aug/Sep Südafrika "Unser Wiedersehen mit Südafrika"//2013-Nov Namibia "Unsere Silberhochzeit bei Vollmond"//2010-Apr Namibia "Unsere Unterkünfte"
1'523 Beiträge · seit 201110. März 2018 · #2
Wenn man das mit Joburg vergleicht.....muss man Joburg beinahe heiligsprechen.... 😄 😄 😄

lg.....BMW
350 Beiträge · seit 201410. März 2018 · #3
... und man sollte neben Mexiko und Brasilien auch St.Louis, Baltimore, New Orleans und Detroit in USA meiden.

Erschreckend, wenn man dank solcher Statistiken einmal die Fakten sieht.
Viele Grüße, Michael
zuletzt bearbeitet 10. März 2018
1'794 Beiträge · seit 201310. März 2018 · #4
Hi Lotusblume, bin ein bißchen erstaunt, dass alle Orte außer die 3 südafrikanischen Städte in Amerikia liegen! Dies hätte ich so nicht erwartet!

LG NOGRILA
7'296 Beiträge · seit 200610. März 2018 · #5
... hier noch mal die Statistik auf einer deutschen Seite:
https://www.travelbook.de/orte/gefaehrliche-orte/mordrate-die-gefaehrlichsten-staedte-der-welt

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
324 Beiträge · seit 200811. März 2018 · #7
Hallo,

über solche Statistiken kann ich nur schmunzeln ! Diese und die darauf folgende Diskussionen sind nicht einmal ansatzweise geeignet bzw. sinnvoll, die objektive Situation für Touristen in Kapstadt wiederzugeben. Sie verunsichern nur! Wer würde denn ernsthaft daran denken, seinen Urlaub in einer der "gefährlichsten" Städte der Welt zu verbringen?! Viele Leute machen dies aber.

Wir leben nun seit 2011 in Kapstadt Zuerst in eine Apartmenthaus im CBD, wo unser europäischer Nachbar selbst im 13. Stock (!) sein Penthouse mit einem Elektrozaun gesichert hatte. Mittlerweile leben wir in einem Haus in Sea Point mit einem 1,5 m hohen Zaun (ohne Elektro). Der Zaun ist niedriger als bei unserem Haus in D- Ich pendele jeden Monat nach Deutschland. Meine Frau und meine Tochter sind dann allein. Wir machen sehr viel zu Fuß, tags und nachts, d.h. wir laufen sehr oft zur Waterfront, gehen zur Promenade oder in die Stadt (CBD) Selbst Woodstock und OBZ sind relativ unproblematisch. Wir hatten dabei noch nie Angst oder irgendwelche Probleme. Man sollte einfach ein paar allgemeingültige Regel beachten und wissen, wo man hingehen kann.

Mit den in der Statistik gennanten Morden kommt ein Tourist letztlich übehaupt nicht in Berührung. Die passieren an Orten und zu Zeiten, wo ein normaler Touri nicht ist oder sein sollte. Ich denke nicht, dass ein Tourist nachts in die CapeFlats fährt und in ein Gang-Schießerei gerät oder Opfer eines Mordes oder des häufig vorkommenden "Necklacings" in einer der vielen Townships wird.

Ich möchte in diesem Zusammenhang mal aus einem lesenwerten Buch von Don Pinnock "Gang Town" zitieren:

"Cape Town is two cities. One is beautiful beyond imagining, known since its beginning as the 'fairest cape' in the world. Here tourists come to lounge on beaches, scale misty peaks and dine in fine restaurants. The other is one of the most dangerous cities in the world, where police need bullet-proof vests and sometimes army backup. Here gangs of young men rule the night with heavy calibre handguns, dispensing heroin, cocaine, crystal meth and fear. This is the story of the second city… In Gang Town, investigative journalist and criminologist Don Pinnock draws on more than thirty years of research to provide a nuanced and definitive portrait of youngsters caught up in violent crime."

Das Buch gibt einen ziemlich fundierten und objektiven Überblick über die Ursachen und Entwicklungen der Kriminaltät in Kapstadt. Es wird auch beschrieben, dass selbst zu Appartheidszeiten die Polizei in bestimmten Bereichen den Kampf gegen die Kriminalität aufgegeben hatte. Es ist also keineswegs so, dass es schlimmer und schlimmer wird.

Was ich damit sagen möchte: Kapstadt ist eine der genialsten Städte der Welt! Sie ist für den "normalen" Touristen oder Einwohner keineswegs unsicherer, als jede andere Großstadt der Welt. Man sollte sich die Reise keineswegs dadurch vermiesen, dass man hinter jeder Ecke einen Angriff aus sein Leben vermutet! Da sollte man lieber zu Hause bleiben- Wenn ich heutzutage in den großen Städten in Deutschland unterwegs und das passiert sehr oft, erlebe ich es mittlerweile viel öfter, dass ich mich in bestimmten Situationen unwohl fühle und dies obwohl ich ursprünglich aus D komme. Deswegen und wegen vieler anderer Punkte bin ich auch heilfroh, wenn ich kommenden Montag wieder von D nach CPT fliege:-)

Noch eine abschließende Frage an alle die, welches immer noch anderes behaupten wollen: Wie viele Fälle gab es den in CPT in den letzten Jahren, wo ein Tourist ernsthaft zu Schaden gekommen ist. Ich kenne nicht viele und ich lese jeden Tag die örtliche Presse, die derartige Vorkommnisse regelmäßig umfangreich ausschlachtet.

VG

Ron
33,1k Beiträge · seit 200611. März 2018 · #8
Hi Ron,

so wie Du es beschreibst geht es mir in/benehme ich mich in Kapstadt auch - und das mache ich seit meinem Studium vor 12 Jahren dort so (und eigentlich davor auch schon) und kann keine große Veränderung der Sicherheitslage seitdem feststellen (außer, dass man mittlerweile an der Long Street sich vielleicht sicherer fühlt). Objektiv betrachtet sind die Zäune und Mauern um Häuser in Kapstadt niedriger als die Windhoek 🙂

Man kann zur Verteidigung von Lotusblume aber sagen, dass das Wort Tourismus oder Warnung an Touristen im Ausgangsposting nicht vorkommt. Ich denke es ging nur um eine einfache Sensibilisierung zum Thema Kriminalität in Südafrika. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Tourist in einer Schießerei in Mitchells Plain wiederfindet, halte ich auch für verschwindend gering.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 11. März 2018
454 Beiträge · seit 200611. März 2018 · #9
ich sehe es aehnlich aber man sollte es auch nicht verharmlosen. allein in den letzten 2 monaten sind am nordhoek strand und silvermine hiking trail etliche touris ueberfallen worden. aber grundsaetzlich denke ich ebenso, dass man es auch nicht uebertreiben sollte mit der angst. sich erkundigen wo man wann hingehen kann und umschauen.....
828 Beiträge · seit 201611. März 2018 · #10
shanti schrieb:
allein in den letzten 2 monaten sind am nordhoek strand und silvermine hiking trail etliche touris ueberfallen worden. aber grundsaetzlich denke ich ebenso, dass man es auch nicht uebertreiben sollte mit der angst. sich erkundigen wo man wann hingehen kann und umschauen.....
....und noch einer erstochen ende Januar bei Kalk Bay, der hat sich wahrscheinlich zu wenig umgeschaut. Der Mörder war dummerweise auch als Ranger verkleidet...

https://www.sapeople.com/2018/01/29/hiker-murdered-table-mountain-national-park/
zuletzt bearbeitet 11. März 2018
324 Beiträge · seit 200811. März 2018 · #11
Klar, das sind jetzt drei, vier oder auch fünf ernste Vorfälle. Von Silver Mine und den mehreren Vorfällen in Nordhoek hatte ich gelesen. Kalk Bay war mir neu.

Gerade lief aber auch hier in D in den Nachrichten, dass sie in Berlin ein junges Mädchen erstochen haben.

Es ist nicht meine Absicht, irgendetwas zu verharmlosen. Dazu hätte ich auch gar keinen Grund. Die Kriminalität in den Townships hat Ausmaße erreicht, die sich ein "Uneingeweiter" nicht einmal ansatzweise vorstellen kann. Davon sind die Touristen aber rein gar nicht betroffen.

Aus meiner Sicht macht es nur keinerlei Sinn im Urlaub überhaupt nach Kapstadt oder Südafrika zu kommen, wenn man sich ständig "umdreht", irgendetwas böses erwartet oder immer um sein Leben oder seinen Besitz fürchtet. Dann sollte man vielleicht lieber nach Sylt oder Usedom fahren, es sei denn, man möchte zu Hause unbedingt erzählen, man hätte eine der gefährlichsten Städte der Welt "überlebt".

PS: Letzten Sonntag bin ich übrigens noch über Platteklipp auf den Tafelberg hoch und wieder runter. Dort bestand keinerlei Gefahr überfallen, eher von den unzähligen Touristen umgerannt zu werden:-)

Ron
1'796 Beiträge · seit 201411. März 2018 · #12
Hallo,

wir haben grade in NAM unsere südafrikanischen Freunde getroffen. Ihre Berichte haben uns sehr nachdenklich gemacht.

Sie leben in Kommetjie und in ihrer Nachbarschaft wird in den letzten Monaten täglich eingebrochen. Sie selbst wurden im letzten halben Jahr 2 Mal bereits selbst Opfer von Raubüberfällen - beim Mountainbiken und beim Einkaufen.

Die Situation ist für die Beiden mittlerweile derart unerträglich, dass sie ernsthaft überlegen, Ihre Firma und Wohnsitz in "ruhigere" Gegenden zu verlegen. Wohin ist derzeit noch unklar. Der Entschluss steht aber mehr oder weniger fest.

Unsere Freundin geht jeden morgen in der Gegend mit einer Frauengruppe in den Bergen wandern - dies tut sie seit einigen Monaten nur noch "bewaffnet" mit Pfefferspray und Elektroschockern - früher undenkbar.

Ihren Berichten zufolge, werden die Überfälle immer brutaler - ein Menschenleben immer weniger wert.

Insgesamt ist die Situation in und um Kapstadt zumindest aus Sicht der Einheimischen dramatisch eskaliert.

Viele Grüße
Sabine
Kaoko BA Light //"Nix als Wüste" // Botswana Bush Adventure Light // Von Wilderness zum Addo NP // Karibuni Tansania // ... und das Beste kommt zum Schluss! // Ein 80ster Geburtstag // Neulinge auf Tour
1'014 Beiträge · seit 201611. März 2018 · #13
Das beschauliche, kulturell und kulinarisch wundervolle Straßbourg, Sitz des Europarats hat oder hatte jedenfalls noch vor ein paar Jahren die höchste Kriminalitätsrate in Frankreich, direkt nach Marseille. Davon haben die Touristen aber nichts mitbekommen, weil man sich als Besucher üblicherweise nicht in den Vorstädten aufhält. Natürlich kann man als Besucher Opfer von Kriminalität werden, das ist meiner Ansicht nach aber vollkommen unabhängig von einer Kriminalitätsstatistik. Denn bestimmte Formen von Kriminalität sind bestimmten Personengruppen vorbehalten. Als Tourist in New York oder Los Angeles habe ich kaum Berührungspunkte mit Gangkriminalität, kann aber sehr wohl ausgeraubt oder bestohlen werden. Am Zuckerhut kann mir das gleiche passieren, aber ich werde kaum zufällig in einen Drogenkrieg in einem der Slums hineingezogen werden. Wenn in Berlin ein 15jähriger eine 14jährige tötet oder wie neulich in Dortmund nach einem Streit unter Jugendlichen eine 14jährige tot auf einem Parkdeck endet, betrifft das auch keine Touristen oder auch nur Anwohner sondern es sind Beziehungstaten.

Yanjep
33,1k Beiträge · seit 200612. März 2018 · #14
Hi Sabine,
Insgesamt ist die Situation in und um Kapstadt zumindest aus Sicht der Einheimischen dramatisch eskaliert.
das sind halt (von Dir wie auch von mir) Einzelaufnahmen und Einzelmeinungen. Ich habe viele Freunde und Verwandte in und um Kapstadt und die sagen, mit Ausnahme der deutlichen Zunahme an Carjacking (was aber in ganz Südafrika deutlich zunimmt), hat sich in den vergangenen Jahren für den "normalen" Kapstädter nichts geändert. Sie haben auch an ihrem Verhalten nichts geändert (mal vom Wassersparen abgesehen).

Die Wahrheit wird so häufig irgendwo in der Mitte liegen.

Viele Grüße aus dem beschaulichen 😉 Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
546 Beiträge · seit 201812. März 2018 · #15
Gut, dass ich gerade auf diesen Thread gestoßen bin, bevor ich versuche, in einem ähnlichen (über die Sicherheitslage in Kenya) mich nochmal zu äußern. Eure Beiträge hier spiegeln gut wieder, wie komplex und vielfältig diese Dinge sind. Danke, Ron, für Deine Darstellungen - eine ähnliche Lanze würde ich persönlich für Nairobi brechen (ha, und das taucht in diesen Statistiken bis Platz 50 nicht mal auf!).
Danke Yanijep für Deinen Beitrag, der deutlich macht, dass es ein großer Unterschied ist, ob man als Tourist irgendwo hin reist, oder dort lebt.
Danke, Christian, für Deinen Satz "Die Wahrheit wird wohl irgendwo in der Mitte liegen".

Unser Traum von Sicherheit läßt sich eben nirgends auf diesem Planeten finden. Wir sollten uns dem stellen und uns damit einfach aktiv und konstruktiv auseinandersetzten, und nicht nur vergleichen (schon gar nicht mit Einzelberichten), denn was der eine glorifiziert und der andere nieder macht, hängt sehr von den persönlichen Erfahrungen ab.....
Ich wünsche Euch allen einen guten Tag, egal wo auf diesem Planeten Ihr Euch gerade befindet! Und falls der Tag schlecht wird:
"Wenn das Leben dir eine Zitrone gibt, mach Limonade draus!"
Antje
Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya Reiseberichte: Botswana April 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april.html Malawi 2015-2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/154-diverses/297418-kleinode-in-malawi.html Tanzania - Tarangire April 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299356-tansania-pulsiert-trotz-corona.html?start=0
Themenstarter1'933 Beiträge · seit 200912. März 2018 · #16
travelNAMIBIA schrieb:

Man kann zur Verteidigung von Lotusblume aber sagen, dass das Wort Tourismus oder Warnung an Touristen im Ausgangsposting nicht vorkommt. Ich denke es ging nur um eine einfache Sensibilisierung zum Thema Kriminalität in Südafrika.
Viele Grüße
Christian
Genauso ist es!
travelNAMIBIA schrieb:
Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Tourist in einer Schießerei in Mitchells Plain wiederfindet, halte ich auch für verschwindend gering.
Ich erinnere mich sehr ungern als wir uns vor 21 Jahren im Township Kapstadt verfahren haben. Wir hatten noch paar Stunden Zeit bis zu unserem Heimflug, sind vom Flughafen Richtung Meer und wollten die Zeit am Strand verbummeln. Tja... sind in einem riesiegem Township gelandet...nach endlosen Rumgekurve durch Blech-/Kartonhütten, Müll, vielen alkoholisierten Menschen sahen wir das Meer....die "Straße" endete leider an einem großen Stacheldraht-Zaun, also nochmal durchs Township. Ich habe echt gebetet, da wieder heil raus zu kommen. Diese 1,5 Std. waren echt argh. Wir haben aus Angst auch Niemanden nach dem Ausgang gefragt. Wir hatten echt Angst um unser Leben!
Es war nie unsere Absicht jemals ein Township zu "besuchen" und wir werden dies auch nie auf einer geführten Tour machen.

Ich will mit dieser kurzen Ausführung nur ausdrücken, dass es schon mal passieren kann an ungewünschten Orten zu stranden.
Liebe Grüße Lotusblume Reiseberichte(klick):2022-Sep/Okt Südafrika "Genuss-Reise ums Westkap"//2021-Nov "3670 km durch Namibias Nov.-Hitze"//2018-Okt Namibia "Von der Wüste zu den Wasserwelten"//2015-Aug/Sep Südafrika "Unser Wiedersehen mit Südafrika"//2013-Nov Namibia "Unsere Silberhochzeit bei Vollmond"//2010-Apr Namibia "Unsere Unterkünfte"
zuletzt bearbeitet 12. März 2018
828 Beiträge · seit 201612. März 2018 · #17
Lotusblume schrieb:

Ich erinnere mich sehr ungern als wir uns vor 21 Jahren im Township Kapstadt verfahren haben. Wir hatten noch paar Stunden Zeit bis zu unserem Heimflug, sind vom Flughafen Richtung Meer und wollten die Zeit am Strand verbummeln. Tja... sind in einem riesiegem Township gelandet...nach endlosen Rumgekurve durch Blech-/Kartonhütten, Müll, vielen alkoholisierten Menschen sahen wir das Meer....die "Straße" endete leider an einem großen Stacheldraht-Zaun, also nochmal durchs Township. Ich habe echt gebetet, da wieder heil raus zu kommen. Diese 1,5 Std. waren echt argh. Wir haben aus Angst auch Niemanden nach dem Ausgang gefragt. Wir hatten echt Angst um unser Leben!
Es war nie unsere Absicht jemals ein Township zu "besuchen" und wir werden dies auch nie auf einer geführten Tour machen.

Ich will mit dieser kurzen Ausführung nur ausdrücken, dass es schon mal passieren kann an ungewünschten Orten zu stranden.
Ja das geht schneller als du denkst. Eine falsche Ausfahrt und man endet an einem "komischen" Ort zum Beispiel Khayelitsha wie ihr damals.

Als ich kürzlich den Baden-Powell Drive dem Meer entlang gefahren bin, war der etwa ab Mitte wegen Sand auf der Fahrbahn gesperrt. Die Polizei hat dann einfach den ganzen Verkehr durch Khayelitsha -dem schlimmsten und grössten Township in Kapstadt- in Richtung Flughafen geleitet. Khayelitsha ist ein riesiges Labyrinth und die Umleitung war nicht oder ganz schlecht ausgeschildert.

Nach einer Weile habe ich mich jedenfalls in eine ganz üble Gegend verfahren und geflucht und an Rotlichtern nicht mehr gehalten, wie übrigens fast alle anderen auch nicht.

Nicht das dort alles Verbrecher und Mörder sind. Im Gegenteil, viele sind sogar ausgesprochen freundlich und sie helfen dir wieder rauszukommen. Aber einige sind eben nicht so freundlich und zimperlich und es kann sehr schnell gehen und du hast ein gröberes Problem dort. Wegen solchen Gegenden ist CPT unter den Top15 der gefährlichsten Städten.

Und sobald ein Township in der Nähe ist, ist auch die umfliegenden Gegend nicht mehr sicher. Dies bekommt die Gegen um Nordhoek zu spüren. In Sea Point, Champs Bay lebst du als Turi hingegen sehr sicher, weil es dort fast nur weisse Locals und eben Turis hat...lg Maputo
zuletzt bearbeitet 12. März 2018
33,1k Beiträge · seit 200612. März 2018 · #18
Dies bekommt die Gegen um Nordhoek zu spüren.
Oh, habe gute Freunde die gerade in Noordhoek gebaut haben. Sie und ihre Nachbarn (die meist ja eher Rentenalter haben) halten es für den sichersten "Vorort" von Kapstadt. Nicht ein Haus hat eine richtige Mauer, keine Stromzäune etc. They call it "a liitle paradise".

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
828 Beiträge · seit 201612. März 2018 · #19
travelNAMIBIA schrieb:
Dies bekommt die Gegen um Nordhoek zu spüren.
Sie und ihre Nachbarn (die meist ja eher Rentenalter haben) halten es für den sichersten "Vorort" von Kapstadt. Nicht ein Haus hat eine richtige Mauer, keine Stromzäune etc. They call it "a liitle paradise".
....dann ist ja schön und die Beach ist ja auch gleich dort und ladet zum spazieren---- die gehört zu den sichersten in ganz Südafrika, das wissen deine Freund sicher auch 😄 ... und jetzt bringt die Diskussion wirklich nichts mehr....
2'530 Beiträge · seit 201113. März 2018 · #20
travelNAMIBIA schrieb:
Dies bekommt die Gegen um Nordhoek zu spüren.
Oh, habe gute Freunde die gerade in Noordhoek gebaut haben. Sie und ihre Nachbarn (die meist ja eher Rentenalter haben) halten es für den sichersten "Vorort" von Kapstadt. Nicht ein Haus hat eine richtige Mauer, keine Stromzäune etc. They call it "a liitle paradise".

Viele Grüße
Christian
Manchmal glaubt man Du kennst Kapstadt überhaupt nicht oder bist etwas blauäugig. Schön reden hilft niemanden etwas. Lieber einmal zu vorsichtig als in eine gefährliche Situation geraten. Das Gleiche gilt auch für Windhoek und sonstwo.
Bringt doch nichts wenn man alles schönredet, und morgen passiert es. Bereite doch lieber Unerfahrene darauf vor was passieren könnte, auch wenn is 1/1000 oder 1/100 sind. Was Du machst oder Deine Freunde, kann ganz gewaltig schief gehen.

Der erfahrene Tourguide welcher letztes jahr im Caprivi überfallen wurde und an seinen Verletzungen starb, sah es genau so wie Du. Fühlte sich sicher und kampierte in einer Gegend wo er es immer tut. Ich glaube es war Andy oder so. Kann mich nicht erinneren. Ich mache das nicht, wild campen in einer Gegend die total übervölkert ist. Im Damaraland, oder in der Namibwüste, kein Problem. Alles wird schnell zur Gewohnheit bis es schief geht.
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!