Sossusvlei - so zerstört man es durch Gier

31 Antworten · 7'202 Aufrufe · gestartet 05. März 2018 von rolfhorst
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Themenstarter538 Beiträge · seit 201205. März 2018 · #1
Liebe Forumsmitglieder,
das Fotomagazin "Pictures" schämt sich nicht, in seiner aktuellen Märzausgabe, auf S.14/15 gleich doppelseitig zu zeigen, wie man das sensible Ökosystem Sossusvlei durch Gier nach "Sensationsfotos" in nullkomma nix zerstören kann.
Ich habe einen Leserbrief an den verantwortlichen Redakteur geschrieben. Vielleicht haben Sie Gelegenheit das obige Heft mal in irgendeinem Zeitungsladen anzusehen und möchten ja auch antworten.

An:hgbeer@sonic-media.de
5. März um 12:08
Sehr geehrter Herr Beer,

Sie verantworten i.S.d.P. obiges Foto Magazin.
In der angesprochenen Ausgabe lassen Sie einen Fotografen ("Freund Schöner Formen") zu Wort kommen, der gleich im ersten doppelseitigen WERK eine brutale Fahrspur (seine?) durch das Hidden Vlei vorstellt. Worin besteht eigentlich der Wert dieses blöden Fotos, warum zeigen Sie es?
Eigentlich darf man von Ihnen die redaktionelle Sorgfalt erwarten, Fotos, die nichts anderes als Naturzerstörung dokumentieren, abzulehnen.

Das Hidden Vlei ist für sämtliche Fahrzeuge gesperrt. Dies ist vor Ort hinreichend ausgeschildert.

Im Reiseführer ist zu lesen:
"dass in dieser immer noch weitgehend unberührten Wüstenlandschaft jede Fahrspur und jeder Schritt abseits der vorgegebenen Pfade das fragile Ökosystem Wüste zerstört" (Reise Know How - Namibia).

Viele haben zum Glück die Geistesgabe dies selbst zu reflektieren, auch ohne Hinweisschild.
Aber Sie haben mit Ihrer unkritischen Veröffentlichung des Fotos dieses "Freund Schöner Formen" der einmalig schönen Natur Namibias einen Bärendienst erwiesen. Ich bin wirklich entsetzt darüber. Werde mir daher auch erlauben, Ihr Printprodukt im "Namibia-Forum" kritisch vorzustellen.

Mit freundlichen Grüßen,


Dr. Rolf Förschner
4'382 Beiträge · seit 201505. März 2018 · #2
Hallo Rolfhorst, herzlichen Dank für Dein Engagement. Wir Touristen zerstören, was wir lieben - das ist wohl das Fazit.
Gruß von CuFs
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
4'129 Beiträge · seit 200805. März 2018 · #3
ich kenne das Foto in der Zeitschrift nicht,
möchte aber zu bedenken geben, dass es eine uralte Spur im Hidden Vlei gibt, die tatsächlich sehr ärgerlich ist, aber sowas verschwindet eben leider nimmermehr...

Zitat, 17. Jan 2010:
"Was mag sich derjenige wohl dabei gedacht haben, als er hier ins Vlei fuhr? Eher wenig."
link zum Reisebericht und Bild unten in der Signatur, #126380

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 05. März 2018
708 Beiträge · seit 201505. März 2018 · #4
Hallo,

ohne das von dir genannte Bild zu kennne: Als ich 2009 das erste Mal im Hidden Vlei war, gab es bereits eine solche Spur. Ich fand es unglaublich. Und ich vermute, dass sie noch immer da ist - vielleicht siehst du also einfach diese auf dem Bild?

VG trsi

PS Lilytrotter war schneller 🤩
Meine Afrikaerfahrungen: 2003 Tunesien und Libyen (2 Wochen) ¦ 2009 Namibia & Botswana (3 Wochen) ¦ 2011 Nambia, Sambia & Botswana (7 Wochen) ¦ 2016 Namibia & Botswana (4 Wochen) ¦ 2018 Kamerun (12 Tage) ¦ Namibia & KTP (5 Wochen) ¦ 2019 Uganda & Tansania (5 Wochen) ¦ 2020 Namibia (3 Wochen) ¦ 2021 Tansania (2 Wochen) ¦ Namibia (6 Wochen) ¦ 2022 Sabbatical in Namibia und Kapstadt (6.5 Monate) ¦ 2023 Namibia (2x 3 Wochen) ¦ 2024 Namibia (3 Wochen) ¦ 2025 Namibia & KTP (6 Wochen) ¦ 2026 Namibia (3 Wochen)
zuletzt bearbeitet 05. März 2018
4'129 Beiträge · seit 200805. März 2018 · #6
aus der Nähe, auf dem Bild, sieht das nach einem jahrelang benutzten alten Track aus...

somit revidiere ich mein altes Zitat... 🤪
es war nicht nur einer... 😎
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 05. März 2018
5'538 Beiträge · seit 200805. März 2018 · #7
Danke Panther für dieses wunderschöne Foto und es ist auch schon sehr, sehr alt. Aber trotzdem gebe ich rolfhorst Recht. In einer Zeitung für Naturschutz sollte man das nicht veröffentlichen. Es gibt immer wieder Leute, die das dann auch versuchen.

Liebe Grüße
Gerd
Themenstarter538 Beiträge · seit 201205. März 2018 · #8
Hallo Panther, und lieben Dank auch an: Lilytrotter, Gerd 1942, trsi, und CuF,

"Panther" hat exakt das Foto eingestellt, über das ich mich so aufrege. Es ist der Fotograf genannt und auch das Magazin.
Das Foto ist eindeutig aus einer erhöhten Position (Wagendach?) aufgenommen - oder soll ich glauben, dass Herr "Loke" wie weiland Ansel Adams mit der Leiter unterwegs war?
Wann und wie das Foto entstanden ist, weiß nur Herr Loke. Ich hoffe doch sehr, dass er sich angesprochen fühlt - oder von Herrn Chefredakteur Beer wird!
Ich werde Euch ggfs. "im Bilde" halten.

Beste Grüße,

Rolf
33,1k Beiträge · seit 200605. März 2018 · #9
Hi Rolf,
Das Foto ist eindeutig aus einer erhöhten Position (Wagendach?) aufgenommen - oder soll ich glauben, dass Herr "Loke" wie weiland Ansel Adams mit der Leiter unterwegs war?
ich muss nachfragen. Regst Du Dich über die Spur auf oder darüber, dass der Fotograf eine Leiter und/oder Wagendach (beides nicht verboten) dabei hat? Ersteres hätte ich absolut verstanden, aber die Spuren sind wie gesagt Jahre alt...

Viele Grüße aus WIndhoek
Christian
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81 Beiträge · seit 201705. März 2018 · #10
Naja, es gibt auch große Videostative die man problemlos bis auf 2m hochkurbeln kann. Das Livebild und den Auslöser per APP aufs Ipad.
Oder simpeler mit der Selfiestange.
Wenn man allerdings genau hinschaut kann das auch gut aus der Hand fotografiert sein. Anhand der Perspektive lässt sich das nicht genau feststellen. DIe moderneren Weitwinkelobjektive verzerren nicht mehr. Daher der Eindruck der Fotograf/ bzw die Kamera steht erhöht.
Von daher die ganze Sache immer etwas gelassener und reflektierter betrachten.
Gruß Ingo
zuletzt bearbeitet 05. März 2018
5'479 Beiträge · seit 200906. März 2018 · #11
Sorry, aber ich kapier die Aufregung nicht.

Da wurde von einem Profifotografen eine uralte Fahrspur im Hiddenvlei künstlerisch fotografiert und dann in einem Fotojournal abgebildet. Was ist daran verwerflich? Der Fotograf hat die Spur ja schließlich nicht verursacht, sondern nur dokumentiert. Wo wurde mit diesem Foto im Sossusvlei etwas durch Gier zerstört?

Ratlose Grüße
Thomas
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zuletzt bearbeitet 06. März 2018
Gast06. März 2018 · #12
Ich kenne den Ort. Das Foto wurde exakt hier aufgenommen:
https://www.google.de/maps/place/24%C2%B044'56.4%22S+15%C2%B019'50.2%22E/@-24.7499366,15.330049,337m/data=!3m1!1e3!4m6!3m5!1s0x0:0x0!7e2!8m2!3d-24.7490083!4d15.330598

Aufgrund der perspektivischen Wirkung drängt es sich auf, ein Foto um die Spur herum zu komponieren. Diese Spur ist seit mindestens 15 Jahren da. Vielleicht ist sie auch schon 50 Jahre da. Sie wird wahrscheinlich auch noch in 50 Jahren da sein, wenn der Tsauchab nicht zwischendurch einmal extreme Wassermengen führt, so daß das Wasser bis ins dieses Vlei läuft. Der Boden da ist hart und ohne Wasser verschwindet die Spur nicht.

Viele Grüße

Ulf
59 Beiträge · seit 201806. März 2018 · #13
Moin zusammen,

auch ich kenne das Foto aus verschiedenen Publikationen der letzten Jahre.
Es ist schlichtweg atemberaubend.. und ja, es ist eine Dokumentation was der Mensch für Spuren hinterlässt in der Natur.
Ich für meinen Teil betrachte dies erstmal völlig wertfrei und erfreue mich an der Ästhetik des Bildes, da ich die Umstände unter der die Spur entstanden ist nicht kenne. Trotzdem würde ich nicht auf die Idee kommen selbst mit dem Auto selbst drüber fahren zu wollen.

Idioten gibt es stets und überall. Man kann den Rest der Welt nicht vor ihnen schützen indem man aufhört über vorhandenes zu berichten oder es fotografisch festzuhalten und zu publizieren. Dieser Fotograf und dieses Magazin haben diese Naturkulisse mit den menschlichen Spuren weder forciert, geschweige denn selbst verursacht.
2'396 Beiträge · seit 201106. März 2018 · #14
Hallo Christian,
Du schreibst: "Wagendach (beides nicht verboten)"
Wie ist das Wagendach da hingekommen? 😵 😗
Oder ist es erlaubt, mit dem Auto ins Vlei zu fahren? (Evtl. mit Ausnahmegenehmigung?)
LG aus dem sonnigen und warmen Puerto de la Cruz,
Karsten
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
Themenstarter538 Beiträge · seit 201206. März 2018 · #15
Hallo Topobär, Ulf Ko, und Sophie Cat,
egal wer, wann und wie, mit seiner Kiste derart rücksichtslos durchs Hidden Vlei pflügte, hat diesem landschaftlichen Juwel schweren Schaden zugefügt. Es ist wie eine Wunde, die nicht heilen will, vielleicht gar nicht mehr kann? Jedenfalls nicht in unserem Leben. Reicht das nicht, soll man das abnicken - oder nicht doch immer wieder scharf monieren?

Wer so etwas anrichtet, nimmt sich rücksichtslos und damit gierig, was ihm gar nicht gehört. Motto: Hauptsache Spaß gehabt.
Insoweit hätte ich es gut gefunden, das Foto mit einer kritischen Anmerkung zu versehen. Dies ist Standard, common sense, und so gehört es sich eigentlich!
Aber kommentarlos mit seiner Kamera Linien als künstlerisches Mittel zu suchen, um Ästhetik und Dreidimensionalität einer (geschundenen!) Landschaft darzustellen, ist zu wenig. Mir ist das mit Verlaub zu l e i c h t-sinnig.
Im Übrigen habe ich nicht behauptet, der Fotograf habe diese Spur gelegt. Wäre es so, hätte ich an dieser Stelle kein Fragezeichen gesetzt. Ich habe lediglich den verantwortlichen Redakteur etwas heftiger hinterfragt.

Und abschließend @ Christian: Nein, weder Leiter noch Fotos vom Wagendach könnten mich erzürnen.

Ich wünsche allseits einen schönen Nachmittag,
Rolf
Themenstarter538 Beiträge · seit 201206. März 2018 · #16
Hallo Sophie Cat,
Du schreibst: "Es ist schlichtweg atemberaubend" - Gut so, dann sind wir e i n e r Meinung.

Grüße,
Rolf
5'479 Beiträge · seit 200906. März 2018 · #17
Das Foto wurde in einem Fotomagazin abgedruckt und nicht in einem Umwelt- oder Politikmagazin. Somit halte ich es für völlig gerechtfertigt, dass es in diesem Fall rein um die Ästhetik ging. Da muss man sich weder als Fotograf, noch als Redakteur rechtfertigen. Wäre es anders, würde ein Fotomagazin zur Hälfte aus solchen Kommentaren bestehen, denn in sehr vielen Fotos lässt sich ein Ansatz zur Kritik mangelnder political correctness finden.

Ich habe mich zum Beispiel auch nicht veranlasst gefühlt, mich für diese Bilder...




...zu rechtfertigen, als ich sie hier im Forum veröffentlicht habe.

Diese Hinterlassenschaften stammen genauso wie die Spuren aus einer Zeit, als die Namib nicht Nationalpark, sondern Bergbaugebiet war. Die Spuren im Hiddenvlei sind meiner Kenntnis nach eine alte Zufahrt nach Fischerbrunn, welches in der Mündung des Tsauchab liegt und somit keine 40km Luftlinie vom Sossusvlei entfernt. Das war damals die kürzeste Strecke durch die Dünen.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
zuletzt bearbeitet 06. März 2018
Gast06. März 2018 · #18
@ Naturzerstörung, OT zum inkriminierten Bild aber doch irgendwie zum Thema gehörig.

Die Naturzerstörung und Übernutzung natürlicher Ressourcen im südlichen Afrika durch den Massentourismus in den letzten Jahrzehnten ist mE weit fortgeschritten.
Das reicht von der ganzjährigen Nutzung, den kaputten Wegen bis zur ****(*) Unterkunft und Verpflegung in der Wildnis bis zu den zahmen Tieren und den Landschaftsruinen durch viel zu viele Elefanten.
In diesem und ähnlichen Foren habe ich noch kaum eine Auseinandersetzung damit wahrgenommen. Es wird im Gegenteil bedauert, dass nicht noch mehr Kapazitäten geschaffen werden. Andererseits ist eine Diskussion darüber auch längst sinnlos geworden, weil der Zug längst abgefahren ist.
Grüße
33,1k Beiträge · seit 200606. März 2018 · #19
Hi Loser,

ich stimme Dir im Prinzip zu (Tourismus bringt auch Nachteile mit sich - ob weniger Tourismus weniger Nachteile mit sich bringt weiß ich nicht), aber diese Argumente verstehe ich nicht:
Das reicht von der ganzjährigen Nutzung
Nutzung von was?
, den kaputten Wegen
Was haben kaputte Wege mit Natur zu tun - ein Weg (im Sinne von Straße?) ist per se schon eine Zerstörung.
bis zur ****(*) Unterkunft und Verpflegung in der Wildnis
Wieso sollte eine ****(*)-Unterkunft mehr Schaden anrichten als eine Campsite oder eine 3-Sterne-Unterkunft? Ganz im Gegenteil. Der Großteil der Luxusunterkünfte im südlichen Afrika steckt eine große Menge Geld gerade in den Erhalt der Umwelt. Da sind die Möglichkeiten von z.B. von Betreibern von niedrigpreisigen Übernachtungsmöglichkeiten weit begrenzter. Hochpreisig bedeutet in aller Regel weniger Touristen insgesamt (man schaue sich Botswana an) und damit folglich - vielleicht - weniger Zerstörung.
und den Landschaftsruinen durch viel zu viele Elefanten.
Wieso haben zu viele Elefanten was mit Tourismus zu tun? Das hat eher was mit zu wenig Lebensraum zu tun (aber durch die Verdrängung durch Menschen im Allgemeinen, nicht durch den Tourismus im speziellen).

Viele fragende Grüße aus dem regnerischen Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 06. März 2018
Gast06. März 2018 · #20
travelNAMIBIA schrieb:Hi Loser,
Viele fragende Grüße aus dem regnerischen Windhoek
Christian
Hi auch, ein paar Erklärungen dazu:
@ ganzjährige Nutzung und kaputte Wege: Die Schlammschlachten in der nassen Jahreszeit hinterlassen tiefe Spuren. Was für die Allradfreaks Abenteuer und Selbstbestätigung ist, schaut in der trockenen Zeit nicht so schön aus. Aber es ist wie es ist, meine Zuschrift geht eher dahin, dass man sich das besser schon jetzt für die x-fache Besucherzahl vorstellen sollte. Nicht umsonst waren viele Parks früher im Sommer GESCHLOSSEN!
@Verkehrsfrequenz i. A. braucht man sich nur den KTP anschauen, der Park wird/wurde mE übernutzt und zu Grunde gerichtet. Ich schaue mir auch gern die Katzen dort an, aber ein Naturerlebnis habe ich dort nicht und wer doch, kommt wahrscheinlich aus Duisburg oder Birmingham.
@ zu viele Elefanten, Landschaftsruinen und Tourismus: Die sicherste Methode zur totalen Vegetationsvernichtung durch Großtiere ist ganzjährige Wasserverfügbarkeit bei gleichzeitigem Mangel an Lebensraum bzw. Futter (= Überbestand). In den begehrtesten Parks gibt es keine ganzjährige Wasserverfügbarkeit, alles ist künstlich, sonst könnte man die Tiere nicht im Park halten und den Touristen nichts bieten. Damit ist (für mich) der Kontext klar. Außerdem wollen ja alle Touristen möglichst viele „Elis“ sehen und lehnen eine Bestandskontrolle vehement ab.
@Luxus in der Wildnis. Scampi, und 4-Gangmenü, täglich frische Bett-und Tischwäsche, AC…etc. ….und das noch dazu in ariden Gegenden….und Nachhaltigkeit schließen sich für mich gegenseitig aus. Der Logistikaufwand und Ressourcenverbrauch ist mE ein Mehrfaches dessen eines bescheideneren Reisestils. Ich persönlich kann auch den Sinn nicht erkennen, in einsame Gegenden zu fahren um etwas noch halbwegs Naturbelassenes zu sehen und dann zu leben wie zu Hause. Das ist aber Ansichtssache.

….Wobei, um wieder den KTP als Beispiel herzunehmen, auch zu viele mit einfachem Reisestil schon untragbar Viele sein können. Dort ist nämlich täglich (mehrfach) zu duschen auch ein untragbarer Luxus, es fehlt das Wasser. Seit Jahren steigt der Salzgehalt und die bisher praktizierte Schweretrennung reicht nicht mehr aus. Die Touristen trinken ihr Wasser aus der Flasche, das Personal aber aus dem Wasserhahn, mit allen Folgen für die Gesundheit.
..........und könnte man fortsetzen, will ich aber nicht....wollte nur in Erinnerung bringen, dass Naturzerstörung zu den Kernkompetenzen des Tourismus gehört
…..und in ein paar Tagen ist meine Erkältung sicher kuriert, dann habe ich wieder Besseres zu tun 😗 .
Grüße
zuletzt bearbeitet 06. März 2018