tiggi1'558 Beiträge · seit 201121. Feb. 2018 · #162
Hallo Elsa, das war ein wundervoller Nachmittag für mich, an dem du nicht unbeteiligt bist. 😉 Heute Mittag stieß ich auf deinen Bericht, musste zwischendurch andere Dinge erledigen und habe den Abend genutzt, um euch bis in den Moremi zu folgen. Ein Highlight nach dem nächsten folgte, mit sehr schönen Bildern. 😘 Wir waren im Juli/August dort unterwegs und planen für diesen August vom Tiaan`s Camp in den KTP zu fahren, also genau in umgekehrter Richtung. Vor vier Jahren haben wir Heike, kurz nach der Eröffnung des Camps besucht, ich bin erstaunt, wie schön grün nun alles dort ist. Auch wenn euer Urlaub etwas unglücklich begann, so ist er jetzt absolut am Höhepunkt angelangt und der unglückliche Start sicherlich vergessen. Sehr schön finde ich, dass ihr eine Begleitung durch Siggi und Petra hattet. Das macht den einen oder anderen Abend doch interessant und kurzweilig. 😁 😉 Leider müssen wir immer zwischen Juni und August auf Tour gehen, (teure und überlaufene Reisezeit) und finden kaum Begleitungen, da alle Freude zu anderen Zeiten reisen. Ich hoffe, ihr habt noch weitere tolle Fotos und Erlebnisse, die du mit uns teilst? Dein Bericht ist abonniert!
ROrolfhorst538 Beiträge · seit 201221. Feb. 2018 · #163
Hallo Elsa, und DH, danke für Euren wunderbaren Reisebericht. Er ist ja so was von schön geschrieben, dass ich ihn die vergangenen drei Tage schon zweimal gelesen habe. Und das allerschönste dabei: Zur zweiten Aufführung hatte ich auch meine Frau dazugebeten und was soll ich sagen, das Fieber ist zurück, juhu! Eigentlich waren wir nach der letzten Tour der Meinung, jetzt seien wir in einer Altersstufe angekommen, da Urlaube in gemäßigten nördlichen Breiten angemessener seien, es sei daher die letzte Tour gewesen. Ich hatte auch über e i n Jahr nicht mehr ins Forum geschaut, doch "jetzt hat es zoom gemacht", dank Eurem Bericht. Elsa und DH, ich könnte euch drücken 🙂 🙂
Übrigens: obwohl der unglückliche Auftakt mit dem Ampelstrolch nicht nur Nerven raubte, sondern auch noch die Kamera, ist doch eine beachtliche Ausbeute an tollen Bildern zusammen gekommen. Alle Achtung. So und das Beste am Schluss: Im kommenden Frühjahr fahren wir auch wieder - und zwar in Euren Reifenspuren!
Kompliment, vielen Dank für den Bericht und Tschüssi,
Rolf
Koalaxl204 Beiträge · seit 201122. Feb. 2018 · #164
Hallo Elsa schön das du nun wieder Zeit gefunden hast an deinem schönen Bericht weiter zu schreiben.Tolle Fotos habt ihr gemacht. Und ja ich kann das gut nachvollziehen das ihr beim 2.mal die Natur besser genießen konnte.Bei unserer ersten Fahrt durch den Moremi waren wir auch sehr aufgeregt und freuen uns schon sehr auf September und denken das auch wir diese tolle Natur dann entspannter und besser genießen können. lg Petra
Hallo Elsa, da ich wegen eines zeitweisen Komplettausfalls des Computers Deinen Bericht nur per smartphone sehen konnte, das eine sehr eigenständige Rechtschreibverbesserungs-Rechthaberei betreibt, ist aus dem "Skimmer" ein "Sommer" geworden.....ich hab's jetzt verbessert! Ich freue mich über die Fortsetzung! Viele Grüße Friederike
ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201422. Feb. 2018 · #166
Hallo Friederieke,
ach sooo....! Ich gebe zu, ich stand etwas auf dem Schlauch 🙄 und habe mich etwas gewundert. Ihr hattet doch die gleichen Temperaturen! 😄 Ueber den Skimmer habe ich mich auch gefreut, 2 Stueck haben wir gesehen. Es war das erste Mal ueberhaupt. Nachher auf einer Sandbank am Chobe habe wir dann noch ganz viele gesehen.
Ich habe gerade etwas Probleme mit unserem seeeeehr ,seeeehr langsamen Internet 😈 . Gestern wollte ich im letzten Abschnitt noch ein weiteres Bild hochladen, das dauerte dann ganze 15 Minuten. Aber die Jungs sind gerade daran am arbeiten, ich hoffe heute nachmittag gehts wieder. Heftige Regenfaelle haben hier mal wieder so Einiges lahm gelegt. As usual... 😗 (TIB = this is Brazil 😎 )
LG, Elsa
ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201422. Feb. 2018 · #167
05.10.17 – Xakanaxa – North Gate /Moremi
Heute weckt uns die Vogelwelt im hohen Gras, wildes Gezwitscher von allen Seiten. Besuch hatten wir heute Nacht keinen, jedenfalls steht nichts in der Buschzeitung.
Unsere Nachbar-Campsite ist leer geblieben. Wie so einige in den verschiedenen Camps, wie wir auch dieses Jahr wieder feststellen konnten. Eine komplizierte Sache, diese Buchungsituation, da wird sich in naher Zukunft wohl auch nichts aendern, zumal verschiedene Faktoren da eine Rolle spielen. Vielleicht ist es aber auch ganz gut so.
Nach einem leckeren Fruehstueck machen wir uns auf den Weg nach North Gate.
vorbei auch am Xakanaxa Airstrip
Zunaechst geht es aber zu den Paradise Pools, die ihrem Namen alle Ehre machen. Allerdings gibt es nicht ueberall ein Durchkommen, denn groessere „Pfuetzen“ bremsen uns aus. An manchen Stellen gibt es zwar Reifenspuren, aber der Untergrund ist uns zu muddy, sodass wir nichts riskieren wollen. Es ist auch so wunderschoen und wir fahren kreuz & quer solange wir koennen.
das koennte man auch Dead-Tree-Island nennen...
Wir sehen jede Menge Voegel, hektsiche Guinea Fowls, Impalas, Warzenschweine, Hippos, Letschwes und Meerkatzen. Das kann auch nicht jeder: ein Kingfischer und 2 Hippos zusammen auf einem Foto! Ich gestehe, den Kingfischer habe ich erst spaeter entdeckt. Er sass einfach da im Weg.
Naechster Halt ist dann beim Dombo Hippo Pool. Natuerlich gibt es hier jede Menge Hippos und Voegel. Unterwegs sahen wir auch einige Elis und kleinere Impalaherden den Track kreuzen. Die Piste ist gut zu fahren, schoen heller Sand, stellenweise aber tiefe Elefanten-Badewannen. Kurz nach der Regenzeit ist diese Piste sicherlich kein Zuckerschlecken.
Beim Hippo-Pool legen wir einen Lunchstopp ein. Es ist bruetend heiß, aber der Bushlore Bushcamper hat ja eine praktische Markise, die zum ersten Mal ausgefahren wird. 35 Grad im Schaten, klebrige Kaesewuerfel, warmes Nutellabroetchen und Tee. Dazu Hippo-Grunzen und das baehhh-baehhh des Go-Away-Bird. Dafuer lassen wir jedes Sternemenu stehen.
Der Weg nach North Gate /Khwai zieht sich ganz schoen hin. Unterwegs beschliessen wir noch einen ShortCut einzulegen, obwohl wir vor dieser Gegend etwas Respekt haben. Wir haben uns hier schon einmal ziemlich verfranst. Nicht nur wir, sondern auch das Navi hatte den Drehwurm und manchmal hatten wir sogar gar kein Signal. Diesmal finden wir aber den Hauptrack problemlos wieder, ohne dass wir 3x vor der gleichen Wasserstelle stehen. Die tierische Ausbeute war allerdings etwas mager und vom Mopanewald links und rechts hat man irgendwann auch genug. Schoener und offener wird es wieder kurz vor North Gate am Khwai. Auf der offenen Ebene sehen wir Zebras, Impalas, Kudus, Waterbucks, jede Menge Voegel und Warzenschweine und zum ersten Mal auch Klunkerkraniche. Was fuer schoene Voegel.
Zielscheibe
verletztes Zebra
Wir checken auf Campsite MK#5 ein, wo wir letztes Mal schon standen. Man hat es doch tatsaechlich geschafft, das Campsite-Nummernschild wieder an den Baum zu nageln. Sonst ist alles wie erwartet schrottig. Man mag gar nicht so ganu dran denken, wieviel man hier fuer eine Nacht zahlt. Die Tisch-Bank-Kombi ist noch etwas mehr zerfallen und die Muelltonne noch zerbeulter. Aber wir haben 10 Blaetter mehr Schatten, das ist doch schon mal was. Der Ablutionblock ist ok und sauber. Allerdings gibt es nur bei den Maennern warmes Wasser, was uns aber nicht stoert. Dann gehen wir halt bei den Maennern duschen.
Die frechen Baboons sind auch schon da und schleichen um uns herum. Heute heisst es genug Vorrat an Steinen fuer das Katapult anzulegen. Die Bister sind echt penetrant und letztes Mal habe wir hier unser Brot und 2 Paprikas eingebuest, als sie in unser Verdeck vom Asco-Bushcamper eingedrungen sind. DH macht gleich Jagd auf sie. Es soll sich gleich rumsprechen, dass wir gewappnet sind. Als wir zum Duschen gehen, verriegeln wir alles, das Dachzelt bleibt zugeklappt und die Zipper sind alle mit Draht gesichert. Als wir zurueck sind, entdecken wir natuerlich ihre Spuren an allen Fenstern. Saubande! Erfolg hatten sie diesmal nicht! (hum... noch nicht...)
Da unsere Driver heute von der Fahrerei genug haben, drehen wir nur noch eine kleine Runde bis zur Bridge und zum Office. Endlich mal wieder shopping, auch wenn es nur Essenzielles ist: Wasser, Karten und Schmuck. Am Khwai-Ufer entpuppen sich die vielen dunklen Felsen als eine grosse Hippo-Familie und ein einzelner Eli grasst gegenueber der Campsite. Die Bruecke ist wie ueblich von den Baboons ins Beschlag genommen.
in der Mitte bei den toten Baumstaemmen ist Campsite MK#3
Anschliessend lassen wir es uns beim Lagerleben gutgehen und bereiten das Essen und das Lagerfeuer vor. Vor der Daemmerung ziehen sich die Baboons auf ihre Schlafbaeume zurueck. Irgendwo weiter weg ziehen die Elis durchs Unterholz. Wir koennen sie leider nur hoeren. Auch wir haben irgendwann die noetige Bettschwere und verschwinden mit einem Amarula als Betthupferl in den Oberdecks. Dann kommen die Hyaenen. Nachts werde ich mehrmals wach und sehe sie an den Autos entlang schleichen.
LG, Elsa
Blende18.21'166 Beiträge · seit 201723. Feb. 2018 · #168
Hat sich hier einfach ein neuer Teil leise und heimlich reingeschlichen. Wenn ich das so lese freue ich mich, dass wir North Gate nicht haben, sondern die Private Khwai Villa haben ganz in der Nähe für 2 Nächte.
Die Paradise Pools schreiben wir mal auf unsere Liste, aber was mich interessiert sind die vielen Bilder vom Wasser auf der Pad. Sind das Durchfahrten die ihr gemacht habt oder habt ihr an den Stellen gedreht? Wir sind ja zur selben Zeit da und ich hätte nicht gedacht, dass es überhaupt so oft Wasser auf der PAD haben könnte. Hab' mich eigentlich auf Tiefsand only eingestellt.
Will jetzt hier nicht alle Bilder verlinken, aber manchal steht ja dann auch ein Fahrzeug kurz vorm Wasser, aber man sieht euch nie durchfahren.
ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201423. Feb. 2018 · #169
Hallo Robin,
bei den Paradise Pools war es so, dass wirklich einige Tracks ins Wasser liefen. Wir haben dann immer gewendet und haben keine Risiko-Wasserdurchfahrt gemacht. Bei diesem Bild hier: sind wir bereits auf der Weiterfahrt nach Khwai. Dort ist in Fahrtrichtung auf der rechten Seite eine Umfahrung, kann man vielleicht noch ganz schwach auf der linken Bildseite erahnen, hinter den Baumstaemmen. Der Bushlore Bushcamper biegt grad darauf ab, sieht man anhand der Reifenstellung.
Im naechsten Kapitel kommt noch eine groessere Wasserdurchfahrt, bei der Ausfahrt von Khwai Richtung Mababe. Aber auch diese kann umfahren werden. Dort gibt es sogar 2 verschiedene Moeglichkeiten. Wir sind ausser bei Third Bridge durch keine groessere Wasserstelle gefahren. Keine Sorge. Ich werde dazu auch noch Bilder einstellen. Durchs Wasser fahren wir nur da, wo es sich nicht vermeiden laesst. Dieses Kick brauchen wir nicht, denn der kann sehr schnell sehr teuer werden.
2017 war ein sehr nasses und regenreiches Jahr, viele Teile im Moremi waren nicht erreichbar und auch nicht befahrbar. Kein Vergleich zu vor 2 Jahren, wo ueberall extreme Duerre herrschte. Als wir jetzt dort waren, Anfang Oktober, hatte es auch schon das eine oder andere Mal geregnet. Ueberwiegend wirst Du mit Sand- oder Tiefsand konfrontiert werden.
Wie es dieses Jahr aussehen wird, haengt noch von der restlichen Regensaison und dem Wasser des Deltas ab. Ich wuerde aber mal ganz vorsichtig behaupten, dass es bei euch eher etwas trockener aussehen koennte. Vor 2 Jahren sind wir die gleiche Strecke gefahren und es war fast alles trocken.
Von der Khwai Villa habe ich auch schon gehoert, das sieht wirklich ganz gut aus und ist sicherlich eine gute Alternative. Allerdings wuerde mich der Zustand der Campsite jetzt nicht unbedingt daran hindern wieder dort zu uebernachten. Die Lage ist wirklich gut und die Baboons, na ja, man gewoehnt sich dran und stellt sich darauf ein. Es gibt uebrigens noch weitere Camps die, sagen wir mal , in etwas "bescheidenen" Zustand sind. Und es sind genau all die teuren, leider.
LG, Elsa
ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201423. Feb. 2018 · #170
Hi
@Bayern-Schorsch: vielen Dank fuer die Blumen!
@Biggi: schoen dass Dir mein RB gefaellt. Es mach mich eigentlich schon wieder ganz kribbelig jetzt beim Schreiben. Ich koennte die gleiche Tour grad nochmal fahren. Aber naechstes Jahr ist mal wieder Namibia dran, aber auch nochmal der KTP , als Schmankerl. Das Fahren mit Gleichgesinnten ist wirklich eine schoene Sache, vorausgesetzt man versteht und ergaenzt sich gut. Bei uns hat es gut gepasst, sodass wir schon wieder gemeinsame Plaene schmieden.
@Rolf: Glueckwunsch zum erneutes Ausbruch des Fiebers! Du hast doch wohl nicht gedacht, dass man das auskurieren kann, oder ? Deine Gedanken zur Altersstufe und den Urlauben in gemaessigteren Regionen kann ich verstehen, und sogar etwas nachempfinden. Vor der Reise haben wir auch gesagt, das wird wohl das letzte Mal Botswana sein. Inzwischen ueberdenken wir das schon wieder. Solange DH noch fit und so abenteuerlustig ist ... Also, dann mal ran die Planung und viel Spass dabei! Diese Vorfreude ist mindestens genauso schoen und spannend wie die Reise dann selbst.
@Koala-Petra: das ist richtig, bei dieser Reise haben wir vieles ganz anders und entspannter aufgenommen. Bei der ersten Reise hatten wir gar kein Auge fuer die Details und kleinen Dinge am Wegesrand. Ich beneide euch dafuer, dass ihr diesen September wieder fahren koennt.
Das morgige Kapitel wird wieder sehr lang und bilderlastig.... Bis dann, Elsa
Esthi7157 Beiträge · seit 201823. Feb. 2018 · #171
Liebe Elsa
🤪 😄 Essenzielles ist: Wasser, Karten und Schmuck genau so muss man die Prioritäten setzen
Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung - so spannend, so schön!! Bei unseren gegenwärtigen Minustemperaturen kann ich von klebenden Käsewürfeln nur träumen 😉 Liebe Grüsse Esther
NANamdu152 Beiträge · seit 201724. Feb. 2018 · #172
Hi, durch Zufall bin ich auf Deinen kurzweiligen und schön bebilderten RB gestoßen. Der Tourbeginn war sicher nicht suboptimal. Obwohl nur die beiden ersten Stationen mit unseren diesjährigen Übernachtungsorten übereistimmen, lese ich aus Interesse und wegen der vielen Tipps Deinerseits für unsere Ersttäter-Tour interssiert mit. Man weiß ja nie, wozu man diese Infos noch braucht. Liebe Grüße Olaf
Hallo Elsa, wir möchten uns kurz mal outen....wir lesen total interessiert mit. 😗
Im November möchten wir ähnlich fahren und eigentlich würden wir am liebsten direkt sofort starten bei den tollen Bildern und Berichten.
Ganz toller Reisebericht. Vielen Dank. Lieben Gruß Manuela und Manfred
Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub :-)
ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201424. Feb. 2018 · #174
06.10.17 – North Gate/Khwai – Dizhana /Mababe
Nachts regnet es und wir hoeren Siggi, der er unsere Stuehle unter die Tische schiebt. Morgens kommen die Baboons wieder von ihren Schlafbaeumen herunter. Dann beginnt das Strolchen ueber die Campsites. Zuerst der „Chef“, ein Riese, dann folgt sein Harem und die Kinderschar in allen Altersklassen. Direkt hinter unseren Autos ist der „Kaefig“ fuer den Muell. Er ist bereits total zerbeult und der Deckel ist mit einem dicken Draht befestigt, damit die Baboons ihn nicht aufbekommen. So sollte es zumindest sein. Wir haben gestern abend auch unseren Muell dort deponiert. Ploetzlich schrecken wir hoch, als der Chef-Baboon wie wild an diesem Muell-Kaefig ruettelt und die Klappe einfach aufbiegt, als waere sie aus Pappe. Ich wuerde das nie schaffen, unglaublich was fuer eine Kraft er hat. Den Muell zerflueckt er komplett. Erst als er abmarschiert, wagen sich die Weibchen und die Kleinen in die Naehe.
Heute geht es ohne Fruehstueck auf Game-Drive, am Sueduefer des Khwai entlang. Landschaftlich wunderschoen, aber wo sind all die grossen Tiere? Beim letzten Besuch wimmelte es vor Elefanten und Zebras, heute nada, niente. Wir sehen aber jede Menge Voegel und die ueblichen Verdaechtigen, wie Kudus, Impalas, Waterbucks und das eine oder andere Zebra. Und Katzen? Erst recht nicht. Das Wetter ist heute etwas komisch, sehr diesig und schwuel-warm. Bei uns wuerde man sagen, da kommt Regen.
Nach dem Game-Drive fahren wir zur Campsite zurueck, fruehstuecken und machen uns dann auf den Weg nach Dizhana. Im Khwai Vilage kaufen wir noch ein paar Getraenke (sogar eisgekuehltes Savanna) und Holz.
Bei der Abmeldung am Gate haben wir uns noch ueber die aktuelle Lage der Wasserdurchfahrt kurz hinter Khwai informiert. Es gibt eine Umfahrung, ein paar hundert Meter vorher geht es rechts ab. Dort sollten wir dann auf keinen Fall die Bruecke nehmen, sondern durchs Wasser fahren. So so.. Da wir neugierig sind, wie die eigentliche Wasserdurchfahrt dieses Jahr aussieht, fahren wir zuerst dort hin und ignorieren zunaechst die Abzweigung der neuen Umfahrung.
rechts gehts zur neuen Umfahrung
Das Wasser steht in der Tat sehr hoch, rechts am Baum vorbei ist es ebenfalls recht tief und vor allem sehr muddy. Auf der gegenueberliegenden Seite steht ein Monstermobil, mit deutschem Kennzeichen. So wie es aussieht uebernachten sie sogar hier.
Wir fahren also wieder zurueck und nehmen die detour. Dann stehen wir vor der besagten Bruecke und einer tiefen Wasserdurchfahrt. Und jetzt? Ueber die Bruecke, hiess es, sollen wir in keinen Fall fahren. Warum ist uns nicht ersichtlich, aber einen Grund muss es ja haben, wenn man uns ausdruecklich davor warnt. Die Bruecke sieht neu und stabil aus. Siggi und DH testen die Tiefe des Wassers und auf Schenkelhoehe ist immer noch nicht die tiefste Stelle erreicht. Was nun? Also warten wir bis einer kommt und zuerst durchfaehrt.
Nach einer Weile kommt ein Safari-Auto, ohne Gaeste und faehrt natuerlich sofort durchs Wasser. Das sah aber ganz schoen tief aus. Also doch die Bruecke?
Siggi traut sich als erster rueber. So koennen wir ihn evtl. mit der Winde bergen, sollte was schief gehen.... Es geht aber alles gut und wir schaffen es dann auch rueber. Zwar mit etwas Herzklopfen, aber hauptsache rueber. Die Bruecke ist ganz schoen schmal und eng, da ist etwas Vorsicht angesagt.
Jetzt fragen wir uns natuerlich , was dieser Zirkus mit der Bruecke sollte? Aber wahrscheinlich ist es wieder so, der eine sagt das, der andere dann genau das Gegenteil.
Okavango Air Rescue - unterstuezen wir gerne und sind froh, ihren Service nicht in Anspruch nehmen zu muessen
originelle Brueckenbemalung
Auf halber Strecke nach Mababe, kurz hinter der 90 Grad-rechts-Kurve, biegen wir kurz entschlossen Richtung Magotho ab. Der Sandtrack ist zwar etwas tief, aber gut zu fahren. Es muss auch hier in den letzten Tagen geregnet haben, der Sand ist schwer.
Die Gegend um die Magotho Comm. Campsite ist rauh, ganz klar Elefanten-Verwuestungsgebiet. Die sehr rustikalen und „ohne alles“ Campsites sind verteilt ueber das Gelende. Eigentlich recht schoen, inkl. Wildlife hautnah. Sie liegen sehr grosszuegig unter groesseren Baumgruppen. Es gibt mehrere kleine Tracks die dann auf den Haupttrack am Ufer treffen. Dort fahren wir linkerhand weiter bis man auf die Cutline nach Norden trifft. Eine schoene Ecke fuer Game-Drives. Elis, Hippos, Giraffen, Warzenschweine, Crocs und Greif- und andere Voegel ohne Ende. Wie wir jetzt wissen, ist dieses ein Konzessionsgebiet und steht unter Verwaltung der Community und darf nur mit einem Permit befahren werden. Zu dem Zeitpunkt wussten wir das zwar nicht, aber da wir eine Buchung fuer Dizhana hatten, die im Konzessionsgebiet liegt, waren wir dann doch ganz legal unterwegs.
Eine der Campsites
ein Monstercroc
An der Cutline entlang fahren wir nach Norden und treffen dort wieder auf die Gravelroad nach Mababe.
Hinter Mababe ist die Weiterfahrt wieder durch eine groessere Wasserdurchfahrt gesperrt. Links gibt es eine Umfahrung, die es in sich hat. Schwarzer Tiefsand, im Zick-Zack durch den Busch. Wir kommen dabei auch durch das gesperrte und verwahrloste Camp Dijara. Es liegt direkt am Wasser. Dort kommen wir dann auch nicht mehr weiter, Wasser versperrt uns den Weg. Wir muessen ein Stueck zurueckfahren.
rechts sieht man einen Teil der uebriggebliebenen Daecher von Dijara
Irgendwann endet die Umfahrung wieder auf der Haupt-Gravelroad.
Nach einigen km kommt rechts die Abzweigung nach Dizhana und kurz darauf sind wir im Camp. Dizhana steht unter Verwaltung der Community. Ein freundlicher Mitarbeiter begruesst uns und weist uns den Weg zu unserer Campsite. Er entschuldigt sich fuer den Zustand der Huetten, wo Toilette und Dusche untergebracht sind. Die Baboons haben das Grasdach auseinander genommen.
Wir stehen auf Campsite #2. In der Mitte steht ein grosser wunderschoener Schattenbaum. Der ganze Boden liegt voller lavendelfarbener Bluetenblaetter. Wie ein Teppich.
Um den Baumstamm herum gibt es eine Art Hochtisch fuer die Kuechenarbeiten, sowie eine Spuele. Neben dem Donkey stehen auch Solarpainels, aber sie scheinen nicht mehr zu funktionieren. Zum Duschen ist es auch so warm genug. Vom „Oertchen“ und der Freiluft-Dusche hat man freie Sicht in den Busch. Es steht sogar ein grosser Spiegel da. Huch... ich glaube, wir sind schon richtig im „out in Africa“-Modus, lieber nicht reingucken! Spiegel sind im Busch eh voellig ueberbewertet.
Keine 100 m von unserem Platz enfernt liegt ein Hippo im Schatten. Es ist durch einen Kampf am Ruecken verletzt und bewegt sich nicht viel. Trotzdem sollten wir es immer im Auge behalten.
Wir richten uns ein und machen „happy-hours“. Dabei haben wir immer das Hippo im Auge. Anschliessend bereiten wir ein Huehnchen-Curry und spaeter sitzten wir noch lange am Lagerfeuer.
Das Hippo sehen wir nicht mehr. Wir werden 2 Naechte hier sein und morgen bleiben die Autos stehen . Ein Chill-Tag steht auf dem Programm, bevor es dann nach Savuti geht.
Nachts hoeren wir entfernt Elefanten vorbeiziehen.
LG, Elsa
Champagner8'684 Beiträge · seit 201024. Feb. 2018 · #175
Hallo Elsa,
ich nutze die Warterei auf die Fotos für ein bisschen Blabla 😄 !
Da du dich ja momentan in meiner Lieblingsecke befindest zwei Anmerkungen dazu:
Elsa schrieb: Jetzt fragen wir uns natuerlich , was dieser Zirkus mit der Bruecke sollte? Aber wahrscheinlich ist es wieder so, der eine sagt das, der andere dann genau das Gegenteil.
Diese Brücke wurde ganz neu wegen des Hochwassers im Frühjahr 2017 gebaut. Wir sind im April mit dem Landcruiser von Bush Ways auch ein paar mal drüber gefahren (durchs Wasser wäre damals unmöglich gewesen) und es war schon sehr eng, keine Ahnung, warum man die Brücken so baut (hatten wir hinter Maun in Richtung Delta/Mokoro-Station auch). Edit: auf eurem Foto mir Auto sieht die Brücke doch nicht so eng aus - vielleicht hat sie andere Tücken? Eigentlich sind ja die ganzen Game-Drive-Autos auch nicht kleiner. Im August stand Face dann mit uns davor, und nach kurzem Überlegen meinte er, unsere Fahrzeuge wären ihm zu breit dafür, los, wir fahren durchs Wasser! Ich denke, für die Einheimischen ist eine Wasserdurchfahrt meistens die einfachere Lösung. Es macht ja auch mehr Spaß, durchs Wasser zu pflügen als in Schrittgeschwindigkeit über eine Brücke zu schleichen 😄 .
Die Gegend um die Magotho Comm. Campsite ist rauh, ganz klar Elefanten-Verwuestungsgebiet.
So wie ich es verstehe, seid Ihr von oben gekommen und dann durch den "Wald" mit den vielen toten Bäumen gefahren, richtig? Wenn du dieses meinst, dann tust du den Elefanten unrecht. Ausnahmsweise sind die mal nicht schuld. Das Ganze hat seine Ursache in den extremen Schwankungen des Grundwasserspiegels.
So, und nun noch zu den Fotos, die schon vor dem Blabla da waren: ich hab noch nie einen juvenilen Klunkerkranich gesehen - Neid! 🤩
Jetzt geh ich mal schauen, was es bildertechnisch Neues gibt - Gruß Bele
P.S. So, jetzt sind die Bilder von der Brücke da. Okay, bei diesem Wasserstand fahren die natürlich lieber gschwind durchs Wasser! Bei uns war es damals noch etwas tiefer, so einen schönen Sandstrand gab es nicht - und trotzdem fand Face das die bessere Lösung: 📎 khwaiw2aNAMBOT17.JPG
So oder so - dein Bericht bereitet mir heftiges Heimweh und ich bin froh, dass es kein halbes Jahr mehr dauert, bis ich wieder dort bin 🙂
freshy3'883 Beiträge · seit 201124. Feb. 2018 · #176
Hach, die Khwai-Region, wie bekannt mir die Fotos doch vorkommen! Anbei eine map, aus der hervorgeht, wo die Überflutungen uns die Straßen 😉 versperrten. Da sich das Wasser jedes Jahr einen anderen Weg sucht, bekommt man das wohl nie in den Griff.
Herzlichen Dank für deinen interessanten Reisebericht freshy
ElsaThemenstarter455 Beiträge · seit 201424. Feb. 2018 · #179
Hi
@Olaf: ich gruesse Dich ebenfalls hier! Dieses Jahr seid ihr ja nun auch endlich dran, habt ja auch lange auf das erste Mal warten muessen.
Man weiß ja nie, wozu man diese Infos noch braucht.
Genau! Und wenn Du Dir das Afrika-Fieber erst einmal geholt hast.... Aber das kennst Du ja auch, die Sache mit dem Fieber, oder?
@Manuela und Manfred: ich gruesse auch euch hier! So ergeht es uns eigentlich immer wieder. Man liest die vielen schoenen und inspirierenden Reiseberichte und moechte am liebsten SOFORT los. Immer wieder.
@Bele: mensch, Du warst ja schnell... und musstest dann so lange warten. Es war aber auch wieder ein Akt die Hochladerei der Bilder, unser Internet ist immer noch so langsam. Aber nun zu Deinen Anmerkungen: na klar, wenn das meine "Hausstrecke" waere, wuerde ich da auch immer durchrauschen, wenns irgendwie geht, ist doch auch Gaudi. Die Bruecke ist wirklich etwas schmal geraten und man musste wirklich aufpassen, mit den Reifen nicht an den Seitenbalken entlang zu schrammen. Und da sie so neu und stabil aussah, war ja genau das, was uns dann so gewundert hat. Vielleicht wurde irgendeine Schwachstelle ja auch schon wieder repariert. Und diese Info kann ja schliesslich sehr lange brauchen, bis sie die 5 km bis zum Gate geschafft hat... 😗 😄 Nach Magotho sind wir von Norden kommend gefahren, das ist richtig. Man haette ja auch quer rueber fahren koennen, aber es hiess, dass es an einigen Stellen schwierig sei, zuviel Wasser. Das ist ja interessant zu wissen, mit dem Grundwasserspiegel. Jetzt wo man es kennt, absolut nachvollziehbar.
So oder so - dein Bericht bereitet mir heftiges Heimweh und ich bin froh, dass es kein halbes Jahr mehr dauert, bis ich wieder dort bin 🙂
Ich sage nur: Neid, Neid und nochmal Neid 🤢
@Freshy: danke fuer die Kartenausschnitte, das ist sehr interessant! Und wie Bele schon anmerkte, das ist Natur! Ein Glueck kann sich hier das Wasser immer noch seinen eigenen Weg suchen.
Mal schauen, ob ich heute noch unseren Chill-Tag einstellen kann. Aber erst muss ich noch etwas arbeiten...wenn, dann wird es auf jeden Fall spaet. LG, Elsa
Champagner8'684 Beiträge · seit 201024. Feb. 2018 · #180
freshy schrieb: Ich beklage mich ja auch gar nicht! 😉 😄
🙂 So war's ja auch gar nicht gemeint von mir 😘 !
Elsa schrieb: Mal schauen, ob ich heute noch unseren Chill-Tag einstellen kann.
Genau - dazu wollte ich ja auch noch was schreiben: ein CHILL-Tag in der Khwai-Concession? Das nenn' ich mal Mut zur Lücke 🤩 . Einfach nur Campsite? Kein Drive am Khwai entlang? 😐 Ich glaube, dafür würde mir die innere Ruhe fehlen, es sei denn, ich wäre mehrere Tage dort.... 🤨 !