Reisebericht

Im Land der Giganten - Botswana quer durch - 2017

von Elsa · begonnen 08. Jan. 2018 · 34 Teile

Teil 108. Jan. 2018
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Liebe Fomis,

seit fast 3 Mon. sind wir nun schon wieder zurueck aus Botswana, unsere 4. Afrikareise. Die Erinnerungen an das Erlebte sind aber noch sehr frisch. Ach war das schoen!

Wir waren vom 11.09. bis 15.10. unterwegs, 31 Tage davon mit dem Bushcamper.
Dieses Jahr stand der KTP und die Parks in Botswana im Fokus. Start war wieder in Windhoek, dann ging es durch den KTP und der Mabua-Section nach Norden, ueber den Boteti und durch den Makgadikgadi NP zum Nxai Pan NP . In Maun trafen wir dann auf unsere lieben Reisegefaehrten „BJmaniac“ - Petra & Siggi, und gemeinsam ging es durch den Moremi und Chobe bis nach Kasane. Eine schoene Zeit.
Einige Location kannten wir bereits von der ersten grossen Botswanareise vor 2 Jahren. Wir wollten diese Gegenden noch einmal besuchen, diesmal um einiges gelassener.
Waehrend uns bei der letzten Reise die Tiefsandpisten noch die Angst- und Schweissperlen auf die Stirn trieben, machte es diesmal richtig Spass. Ich hoere noch immer das Motorengeraeusch, wie sich der Bushcamper durch den Sand wuehlt ...

Fuer uns war es wieder eine ganz besondere Reise. Auch wenn sich unser Loewen-Sichtungsglueck in Grenzen hielt und wir einen Start mit Hindernissen hatten, wurden wir totzdem mit schoenen Erlebnissen und fuer uns besonderen Sichtungen beglueckt. Es war keiner krank, wir hatten keine groessere Panne und wir waren ein super Team.
Allerdings hatten wir auch einen unschoenen Vorfall gleich zu Beginn der Reise.

So eine teure Reise ist keine Selbstverstaendlichkeit und kein Wellnessurlaub, manchmal sogar das Gegenteil. Aber fuer uns ist es Wellness fuer die Seele und die Sehnsuechte.
Familie und Freunde verdrehen inzwischen die Augen wenn sie von unseren Plaenen hoeren, aber wir lieben nun mal diese Reiseart und das Campingleben. Das Fahren im Bush, das Lagerleben. Aber vor allem die Tiere und die einzigartigen Landschaften und Begegnungen faszinieren uns .

Die Buchungen im KTP auf SA-Seite haben wir in Eigenregie gemacht, die Camps in Botswana hat Tara von Botswana Footprints fuer uns uebernommen. Ihren Service koennen wir uneingeschraenkt empfehlen. Der Kontakt war auesserst herzlich und es hat alles bestens geklappt.

Den Bushcamper haben wir dieses Mal bei Savanna Car Hire gemietet. Oneway, von Windhoek bis Kasane.
Ein tolles Auto.
Auch wenn wir nicht ganz ohne Probleme gereist sind (dazu spaeter mehr), so wuerden wir diesen Wagen sofort wieder mieten. Mit Savanna mussten wir im Nachhinein zwar ein ernsteres Wort reden, aber inzwischen sind wir wieder versoehnt.
Der Reiseboom im suedlichen Afrika bringt nicht nur Positives mit sich. Nach 5 Reisen sehen wir inzwischen einige Dinge kritischer, vieles Andere im Gegenzug aber auch gelassener.

Ich habe mir sehr lange ueberlegt, ob ich wieder einen RB schreiben soll. Der Stil und der Ton hier im Forum haben mir schon mal deutlich besser gefallen. Aber ich denke mir meinen Teil und gut ist!
Nun, es gibt also doch einen Bericht.
Erstens fuer mich selbst, es macht mir Spass und dient als Nachbearbeitung des Erlebten. Aber auch als Danke an viele Gleichgesinnte und Afrikaverrueckte wie mich, und an die fleissigen Schreiberlinge, mit ihren inspirierenden Berichten und sachlichen Informationen.
Wer diesen x-ten 0815 RB nicht lesen mag, muss es ja nicht. Einfach nicht anklicken oder ignorieren und alle sind gluecklich, so einfach ist das.

Photographische Hoechstleistung gibt es ebenfalls nicht, unter den ggb. Umstaenden bin ich ueber jedes einzelne Foto froh und guecklich. Grundsaetzlich bin ich eh nur eine Urlaubsknipserin. Bis zur Haelfte der Reise waren wir leider mit „sehr leichtem“ Foto-Equipment unterwegs. Ich muss sagen, es war auch mal schoen, nicht immer alles nur durch die Linse zu sehen...

Das waren unsere Stationen:

12.-13.09.17 – Pension Steiner, Windhoek
13.-15.06.17 – Bagatelle Kalahari Game Ranch, Campsite #4
15.-16.09.17 – KTP – Mata-Mata, Campsite #6
16.-17.09.17 – KTP – Urikaruus Wilderness Chalet #4?
17.-18.09.17 – KTP – Two Rivers Campsite #4
18.-19.09.17 – KTP – Rooiputs Campsite #1
19.-21.09.17 – KTP – Nossob Campsite (1 x basic, 1 x premium)
21.-22.09.17 – KTP Mabuasehube – Bosobogolo Campsite #1
22.-24.09.17 – KTP Mabuasehube – Mabuasehube Campsite #2+3
24.-25.09.17 - Kalahari Rest Campsite Jackal, Kang
25.-26.09.17 - Sedia Hotel Campsite, Maun
26.-28.09.17 – Tiaans Campsite #6, Khumaga
28.-30.09.17 – South Camp Campsite #5, Nxai Pan
30.09.-01.10.17 – Island Safari Lodge Campsite, Maun
01.-02.10.17 – Moremi – South Gate Campsite #4
02.-04.10.17 – Moremi – Third Bridge #3
04.-05.10.17 – Moremi – Xakanaxa #5
05.-06.10.17 – Moremi – North Gate Campsite #5
06.-08.10.17 – Dizhana Camp Campsite
08.-10.10.17 – Chobe – Savuti #3
10.-11.10.17 – Chobe – Linyanti #1
11.-12.10.17 – Chobe – Ihaha #3
12.-13.10.17 – Chobe River Cottages, Kasane
13.-14.10.17 – Kasane Selfcatering, Kasane

Es gruesst euch,
Elsa

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Teil 209. Jan. 2018
11./12.09.17 - Ankunft in Windhoek - welcome in Africaaaa! - Pension Steiner

Endlich ist er da, der Tag an dem es wieder auf die andere Seite des Teiches geht, rueber nach Afrika. Nach 10 Std. Flug und puenkltlich zur afrik. Morgendaemmerung geht es ueber die Auslauefer der Namib und die roten Duenen der Kalahari. Das Umsteigen in J´burg laeuft glatt, auch unsere Koffer sind mit an Bord auf dem Weiterflug nach Windhoek.
Goo.le maps aus der Luft.
Wenn mich nicht alle Sinne getaeuscht haben, fliegen wir genau ueber die noerdliche Mabuasehube-Region. Jede Menge Salzpfannen sind zu sehen.

Wie fuer alle Wiederkehrer, bedarf dieses Bild wohl keiner weiteren Erlaueterung...

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Wir sind wieder da!

Am Airport geht dann alles ratz fatz. Waehrend die meisten Passagiere noch mit den ueblichen Formularen beschaeftigt sind, stehen wir bereits nach 15 Minuten, mit Taschen und den richtigen Stempeln im Pass, in der Halle.
Um groesseres Chaos zu vermeiden, haben die Einreisebehoerden zumindest heute die biometrische Erfassung der Reisenden aufgehoben. Vielleicht ist es doch besser, die ganze Sache in der Nebensaison noch mal zu ueben.

Samuel, der Fahrer von Savanna erwartet uns bereits. Schnell noch zum ATM draussen vor dem Eingang und schon geht’s Richtung Stadt. Auf dem Weg die ueblichen Verdaechtigen:
Baboons, Polizei und weisse Bakkies. Alles auf der falschen Seite. Und es sieht alles gruener aus als vor 2 Jahren.

Unser Zimmer in der Pension Steiner duerfen wir schon beziehen, obwohl es grad mal mittag ist. Das bestelltes Fleisch und die Wuerste von der Klein Windhoek Schlachterei ist auch schon da. Wir sollen es morgen ja nicht vergessen mitzunehmen, meint das Maedel von der Reception noch zu mir. Wir hatten es uns vorsichtshalber schon am Vortag hierher liefern lassen. Man weiss ja nie.
Dann rufen Dusche und Koje. 12 Std. Economy steckt man nicht mehr so leicht weg, auch wenn SA mit die Beste Airline ist, die wir in den letzten Jahren geflogen sind.
Spaeter dann das erste Savanna und ein kleiner Rundgang! Sieht irgendwie alles etwas verlassen hier aus. Auch andere Gaeste sehen wir nicht.

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Am spaeten Nachmittag treibt uns der Hunger ins nahe gelegene Craft Cafe. Dort essen wir eine Kleinigkeit auf der Terrasse. Das reicht uns heute.

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Fuer Souveniers haben wir heute noch kein Auge. Ausserdem hatte ich eigentlich nur ein Vogelbestimmungsbuch kaufen wollen, aber das gibt es hier leider nicht. Und die kleine Buecherei um die Ecke hat leider schon zu. Dumm gelaufen.
Leider hatten wir keine Moeglichkeit mehr, es uns vorher schicken zu lassen. Das waere vor dem Abflug nicht mehr angekommen, wenn es denn ueberhaupt bei uns angekommen waere.

Zurueck in der Pension gibt’s noch ein Absacker-Savanna und ein Bier im Garten. Morgen frueh um 08:00 werden wir von Samuel abgeholt.
Schoen, dann kommen wir ja frueh los und koennen noch eine Sundowner-Fahrt auf Bagatelle mitmachen.

Tja, dachten wir ... es sollte aber anders kommen. 😵

LG,
Elsa
Teil 310. Jan. 2018
13.09.17 – Windhoek – Bagatelle Kalahari Game Lodge

Um kurz vor 7 sitzen wir schon beim Fruehstueck und ich bekommen erst einmal ein schlechtes Ei serviert.
Da wissen wir noch nicht, dass das heute das kleinere Uebel sein wird.
Noch bevor die Eier am Tisch sind, kam uns der faule Duft entgegen. Ich bringe sie postwendent wieder zurueck in die Kueche. Ausser mir merkt das wohl keiner, obwohl die ganze Bude stinkt. Das Buffet ist ok, aber der Hunger ist mir erst einmal vergangen. Na ja, ein starker Kaffee tut es auch.
Fuer weniger oder gleiches Geld hatten wir schon mal bessere Unterkuenfte. Es ist sauber und ok, aber mehr auch nicht. Die Zimmer koennten eine Auffrischung gebrauchen. Die Innenstadtlage ist ein Pluspunkt, allerdings gibt es grad eine grosse Baustelle gegenueber.

Wir packen unsere 7 Sachen und deponieren sie im Aufbewahrungsraum. „Denk dran, das Fleisch duerfen nachher nicht vergessen!“, rufen wir uns noch gegenseitig zu.
Um kurz vor 8 werden wir zu Savanna gebracht. Das Gepaeck wollen wir spaeter nach dem Einkauf abholen.

Da steht ja unser Bushcamper schon vor der Tuer. Super Teil!

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Waehrend ich fuer den Papierkram zustandig bin , will DH sich schon mal unserem Wagen widmen. Aber halt, es ist gar nicht unser Bushcamper der da steht. Unserer steht noch dreckig hinten im Hof. Er ist gestern nachmittag erst zurueckgekommen und wird noch durchgecheckt und gewaschen. Eine Weile wird es wohl noch dauern. Na toll... warum holt man uns dann schon so frueh ab?

Im Office bekommen wir von Valerie noch ein paar Infos und Erklaerungen. Sie kennen wir uebrigens schon von unserer Reise 2013, da war sie noch bei African Tracks beschaeftigt.

DH wird langsam ungeduldig und schaut den Jungs hinten im Hof ueber die Schulter. Nach der Wagenwaesche wird erst das ganze Geruempel vom Vorgaenger aus der Kuechenklappe entladen und nach und nach kommen dann die neuen sauberen Sachen aus dem Lager. Da wir eh nur dumm rumstehen, schauen wir uns schon mal alles selber an, helfen beim Einladen des Equipments und dem Befuellen des Wassertanks und der Kisten. Wir hatten, w.m., um einen grossen 60 ltr. Engel Kuehlschrank gebeten und bekommen ihn auch. Normalerweise ist der Grosse wohl nur in den Landcruisern eingebaut. Der Kuehlschrank ist schon kalt, auch das sep. Gefrierfach und wird mit Spanngurten auf die freie Flaeche hinter den Sitzen gezurrt und angeschlossen. Daneben haben wir noch genuegend Platz fuer sonstige Dinge. Tagesrucksaecke, Toolbox, leere Taschen, Wasserkanister und Schuhe.

Der Bushcamper hat 101.000 KM auf dem Buckel, macht aber einen guten Eindruck. Das Dachzelt ist zwar schon etwas abgenutzt, aber die Zipper scheinen zu funktionieren und es hat keine Loecher oder Risse. Ueber die vielen stratches an beiden Seiten der Fahrerkabine sind wir ganz froh, dann muessen wir im Busch nicht bei jeden vorbeischrammenden Ast in Panik geraten.

Es folgt dann noch einmal eine richtige Einweisung und um 10.45 Uhr verlassen wir endlich den Hof.
Nun schnell zur Maruea Mall zum Einkauf. Haette Savanna uns informiert, dass der Wagen erst spaeter fertig ist, haetten wir diese 2 Std. schon fuer den Einkauf sinnvoll nutzen koennen.

Um 12.35 Uhr fahren wir vor die Pension und laden schnell unser Gepaeck ein . Erst einmal alles hinten reinschieben und Klappe zu. Rucksaecke und Kleinkram verstauen wir neben dem Kuehlschrank. An der Tankstelle gegenueber tanken wir noch schnell voll, denn der Tank ist nur 1/3 befuellt.
Ein Glueck sind wir schnell auf der B1. Jetzt nix wie raus aus der Stadt und so schnell wie moeglich Richtung Sueden. Urspruenglich hatten wir geplant, gemuetlich ueber Dorbabis zu fahren, das koennen wir jetzt knicken. Wir sind viel zu spaet dran.

Wir sind grad ein paar KM raus aus der Stadt raus, auf der Hoehe einer Polizeistation auf der B1, da faellt es uns ein:
das Fleisch! Scheeiii....
Wir wenden am Strassenrand und fahren das ganze Stueck wieder zurueck zur Pension. Ich stopfe das Fleischpaket in den Engel und schnell geht’s wieder los.
Boah, was fuer ein Stress. Was hatten wir gesagt? Denk an das Fleisch!
Es ist heiß, wir haben nix gegessen oder getrunken und sind noch nicht vom Fleck.
Natuerlich sind an allen Kreuzungen alle Ampeln auf rot . An der 3. Kreuzung, wir stehen gerade, fuchtelt auf einmal ein junger Bursche an DH Fahrertuer. Er reisst die Tuer auf und haelt DH irgendwelche bunte Zettel vor die Nase. Ich, vom Beifahrersitz aus, bruelle ihn an, reflexartig auf Portugiesisch natuerlich und der Typ verschwindet wieder. DH zieht die Tuere wieder zu. Das ganze dauert vielleicht 2-4 Sekunden. Die Ampel geht auf gruen und wir fahren los. Wir kommentieren diese Ablenkungsmasche an den Ampeln noch etwas belustigt, denn wir kennen das alles von Rio. Blos nicht drauf eingehen, ignorieren und weiterfahren. Und immer mit zentralverriegelten Tueren fahren. Geht beim Anfahren eigentlich bei fast jeden Auto schon automatisch. Nur nicht bei unserem Hillux, da muss man noch aufs Knoepfchen druecken.
Ca. 2-3 km weiter ueberholt uns ein weisser Bakkie, der Fahrer macht irgendwelche Handzeichen und deutet nach hinten auf die Kabine. Alles klar amigo, tschuess und winke-winke! Du kannst uns mal. Wir ignorieren es und fahren weiter.
Endlich sind wir raus aus der Stadt, der Verkehr nimmt ab und und die Landschaft wird oeder. Dann bemerke ich, dass es an der hinteren Beifahreseite etwas rauscht. Es zieht auch etwas.
Da faellt sofort der Groschen. Die hintere Tuer ist nicht richtig zu und mein Tagesrucksack, der hinter meinem Sitz klemmte, ist nicht mehr da.
Ich kann es noch garnicht glauben. Wir halten an und steigen aus.
40 Jahre Brasilien und viele andere Reisen ohne Schaden ueberstanden. Da muss man zur Premiere zum 3. Mal nach Windhoek kommen.
Es ist uns sofort klar, wie die Sache gelaufen ist. Der Typ mit den Zetteln an der Fahrerseite war das Ablenkungsmanoever, waherend ein zweiter ganz leise die hintere Tuer oeffnet und sich das erste schnappt, was greifbar ist. Und das war mein Rucksack. Mit Kamera und -tasche, das ganze Gedoens an Kabeln, SD-Karten, Ladegeraeten, meine einzige Jacke, eine Ersatzlesebrille sowie die Tracks4Africa Botswana + Namibia Papierkarte.

Da unser Wagen keine automatische Zentralverriegelung hat, koennen wir jetzt nicht mehr genau nachvollziehen, ob DH in dem ganzen Stress des Zurueckfahrens, Fleisch einladen und wieder losfahren dann auch wieder auf den Knopf gedrueckt haben. Wir wissen es einfach nicht. Es kann aber auch sein, dass die Tueren doch verriegelt waren. Als der Typ anfingt an der Tuer rum zu fuchteln, griff DH reflexartig zur Verriegelung und dabei kann es passiert sein, dass die Tueren wieder entriegelt wurden.
Wir vermuten allerdings , dass es die erste Variante war. Dumm gelaufen, wir wissen es.
Ihr koennt euch nicht vorstellen, wie wir uns darueber geaergert haben. Selbst schuld. Man sieht, 3-4 Sekunden reichen dafuer.

Mir wird ganz schlecht. Erst recht, als mir dann klar wird, dass wir eigentlich Glueck im Unglueck hatten. Denn beim erneuten Losfahren, diesmal mit Fleisch, hole ich aus dem besagten Rucksack noch unsere ganzen Papiere und Reiseunterlagen, Voucher und Geld raus und packe diese Sachen in meine Handtasche. Diese ist immer zu meinen Fuessen, egal wo, mit einem Karabinerhaken am Sitz befestigt.
Haette ich das nicht gemacht, waere der Urlaub jetzt wohl zu ende gewesen bevor er ueberhaupt begonnen hatte. Ich mag gar nicht daran denken.

Wir fahren weiter. DH versucht mich zu troesten, was aber nicht so richtig gelingt. Ich weiss nicht ob ich losheulen soll oder froh sein soll, dass es nicht schlimmer ausgegangen ist.
Zurueck nach Windhoek zu fahren, zur Polizei und Anzeige erstatten erscheint uns ueberfluessig. Wir werden nur eine Zahl mehr sein in derer Statistik, wenn ueberhaupt. Aendern wird das eh nichts. Die Typen stehen bestimmt schon wieder an irgendeiner Kreuzung und suchen sich das naechste Opfer. Es ist so, wir kennen das Thema nur zu gut.

Nun fahren wir also in den Urlaub und haben keine Kamera mehr! Yess...
Dann faellt mir ein, dass im anderen Rucksack noch die kleine alte Digikam ist. Ein Glueck hatten wir diese ueberhaupt eingepackt. Und das Ladekabel dazu auch. Der Urlaub ist gerettet, na ja, so ein bisschen fuer den Moment jedenfalls.
Irgendwo unterwegs halten wir einen einem neuen Einkaufscenter, dort kaufe ich 3 sauteure SD Karten. Irgendwie muessen wir ja jetzt weiterdenken, nachdem uns bewusst ist, dass wir hier in der Budnik auch nicht an eine neue Kamera kommen. Nach einer Flasche Cola und einem igitt Sandwich kommen wir dann langsam wieder runter.

Jetzt wollen wir nur noch ankommen. Wir hatten uns diesen ersten Tag doch so anders vorgestellt.
Bei schoensten Sundownerlicht kommen wir endlich auf Bagatelle an. Die traumhafte Landschaft laesst uns das Geschehene wenigsgten fuer eine Weile vergessen.

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Wir bekommen Campsite #4.und sind begeistert. Jetzt erst einmal Stuehle raus (dafue muessen aber erst gefuehlt 100 Einkaufstueten aus dem Canopy geraumt werden) und das erste Savanna geniessen, nein, zelebrieren ist eher angesagt. Bis wir heute mit dem Aufbauen, Auspacken, Einrauemen und sonstige Gedoens fertig sind, ist es schon dunkel. Also alles im Stirnlampenlicht.
Beim staendigen rein- und wieder rausklettern aus der Kabine bricht auf einmal die Aluleiter aus der Befestigungschiene im Einstig ab. Ich stuerze, natuerlich vollbeladen, zwischen die Tritte der Leiter und schramme mir ordentlich das Schienbein. Ein Glueck ist es keine offene Wunde, aber ein Bluterguss wie aus dem Bilderbuch. Dann... der Kuehlschrank fuehlt sich etwas warm an. Egal, spaeter, jetzt nicht. Es reicht.

Es ist so schooooeeen hier. Langsam kommen wir an.
Spaeter fahren wir zum Abendessen noch einmal in die Lodge und lassen es uns gutgehen. Ziemlich kaputt fallen, ach nee, steigen wir dann irgendwann in unsere Betten im Faltdach. Die gewohnten Geraeusche sind auch wieder da. Wir sind wieder da, in Africcaaaa....

Unser Fazit des Tages: Das Fleisch war schuld!

Sorry, heute war es etwas Textlastig. Ab morgen sieht die Urlaubswelt wieder besser aus, na ja, so ein bisschen zumindest...

LG,
Elsa
Teil 411. Jan. 2018
14.09.17 – Ein etwas anderes Rahmenprogramm auf Bagatelle oder „der letzte Schuppen hinten links “ in Mariental

Ein Rascheln im Grass weckt uns bei Sonnenaufgang. Auch die Vogelwelt ist schon aktiv. Wir haben erstaunlich gut geschlafen, unser Dachzelt ist wirklich bequem und kuschelig. Es herrscht noch etwas Chaos ueberall, weil noch nicht alles seinem Platz gefunden hat.
Wir klappen die Seitenfenster runter und gucken ein Weilchen in die Landschaft. Ich liebe diese Farben und die Morgenstimmung. Hinter unserer Campsite auf den Huegel sind jede Menge Strausse unterwegs.

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Mit der Sonne kommt die Waerme. Wir duschen ausgiebig (das ging gestern abend voellig unter..) und machen Fruehtsueck. Ein (oder das?) Eland kommt vorbei und zupft sich sein Fruehstueck in den Bauemen direkt neben uns. Dazwischen kruschten wir ueberall so ein wenig rum bis wir die meisten Sachen fuers erste untergebracht haben. DH ist ein Meister im Suchen, egal wie gut er die Sachen ordnet oder versteckt. Er sucht immer.

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Unser Kuehlschrank ist derweil lauwarm, zumindest das Hauptfach. So eine Sch.... Das Fleisch ist G.s.D. noch einigermassen gefroren, gut so. Ein Glueck habe ich mir bei Savanna zeigen lassen, wie man den Engel an und ausstellt und auf was man achten muss. Wir druecken hier und da, an und aus, er springt auch kurzfristig wieder an um dann 5 Minuten spaeter wieder aus zu gehen. Wir putzen auch das Solarpainel auf dem Dach und stellen uns zur Sonne gerichtet. Die Batterie muesste nach der gestrigen Fahrt eigentlich voll sein.

Krisensitzung ist angesagt. So koennen und wollen wir nicht weiterfahren. Ohne Kuehlschrank durch Botswana geht gar nicht. Und die Einstiegsleiter muss auch repariert werden. Wir sind zwar ziemlich gelenkig und fit, aber 4 Wochen lang ohne die Leiter in die Kabine steigen ist dann doch etwas too much.
Also fahren wir vor zur Lodge. Von der Reception rufe ich bei Savanna an und schildere unsere Probleme. Man kann uns nicht wirklich helfen, oder will es nicht. Die Lodge hat einen Elektriker/Mechaniker samt Gehilfen, die inzwischen zu uns gestossen sind. Nun werkeln und fummeln 3 Mann am Wagen rum. Simultan telefonieren wir mit Hr. Geschke, der Chefmechaniker von Savanna. Ich diene derweil als Uebersetzer hin und her, irgendwann wird mir das aber zu bunt und ich uebergebe das Telefon. Nun geht es auf Afrikaans untereinander weiter.
In der Zwischenzeit versuche ich mich um unser 2. Problem zu kuemmern, die Leiter. Der Securityman, der inzwischen auch zu uns gestossen ist, erklaert uns wo wir in Mariental eine Werkstatt finden koennen, die Alu schweissen kann. Denn hier in der Umgebung hat keiner die Mittel dazu.
Inzwischen liegt unsere Bordbatterie zerlegt auf dem Boden, Kabel hier und da, fragende Blicke von allen Beteiligten. Am anderen Ende der Leitung immer noch Hr. Geschke. Ein Glueck bekommt er genau mit, was hier abgeht. Fast 3 Stunden lang geht das so. Nicht dass es nachher heisst wir haetten ...

Irgendwann einigt man sich, dass unser Kuehlschrank direkt an die Batterie kurzgeschlossen wird. Dafuer muss aber die komplette Innenbeleuchtung der Kabine, sprich die LEDs am Bett sowie am Einstieg und in den Aussenfaecher lahmgelegt, bzw. gekappt werden. Ok, damit koennen wir leben, hauptsache der Engel laeuft wieder. Man koennte jetz wild spekulieren, wo das Problem liegt. Gebrochenes Kabel beim Einbauen des Kuehlschrank, ausgelutschte Batterie, der Kuehlschrank selbst, ein Kurzer...

Die Batterie wird wieder eingebaut und der Kuehlschrank faengt langsam an zu kuehlen, wenn denn der Motor an ist. Alle Jungs bekommen ein grosszuegiges Trinkgeld, auch die, die nur die Zange hielten und mit dem Kopf nickten. Nur gemeinsam ist man stark, oder?

Es ist bereits nach mittag und wir muessen noch nach Mariental. Vor dem Losfahren bemerkt einer der Jungs, dass unsere Reifen doch etwas mehr Luft vertragen koennten. Wie jetzt? Wir hatten gestern, als wir auf die D1268 auf Gravel kamen den Luftdruck auf 1,8 reduziert. Asphalt wuerden wir ja die naechsten Tage keinen mehr sehen.
Wir checken die Reifen und sehen, dass wir nur knapp ueber 1,2 -1,4 drin haben. Allerdings stellen wir dabei auch fest, dass die Anzeige am Luftdruckmessgeraet kaputt ist und wir somit bei jedem Checken einen anderen Wert angezeigt bekommen. Nun ist uns klar, dass wir gestern zuviel Luft abgelassen haben. Wir hatten uns auch etwas gewundert, dass es laenger dauerte als gewohnt und wir extrem weich fuehren.
Wir fahren kurzerhand mit dem Mechaniker der Lodge in deren Werkstatt und pumpen die Reifen dort wieder hoch. Danach fahren wir endlich los.

Wir kurven den halben Nachmittag in Mariental rum, von Werkstatt zu Werkstatt, von Hinterhof zu Hinterhof, von Autohaus zu Autohaus. Man schickt uns von Hinz nach Kunz und keiner kann uns helfen, weil keiner ein Schweissgeraet fuer Aluminium hat. Auch ein neues Messdruckgeraet kriegen wir nirgends gekauft.

Ziemlich entnervt, schwitzig und hungrig machen wir uns dann wieder auf den Weg zurueck. Bevor wir wieder auf eine Hauptstrasse finden, erinnere ich mich, irgendwo da hinten links, vor dem Fluss soll noch ein groesser Schuppen sein. Ein letzter Versuch, wenn wir schon mal in der Naehe sind.
Ich weiss gar nicht mehr was fuer eine Werkstatt das war, jedenfalls hat der Besitzer ein grosses Herz und schenkt uns sein altes manuelles Messdruckgeraet. Ich falle ihm fast um den Hals vor Freude. Grad als wir weiterfahren wollen, ruft er uns zurueck. Er haette da noch eine Idee wer uns helfen kann mit dem Schweissen. Er schickt seinen Kumpel mit seinem Bakkie los, wir sollen ihm folgen. Im wohl letzten Hinterhof, den wir noch nicht kannten, werden wir dann fuendig und bekommen tatsaechlich unsere Leiter wieder geschweisst. Wir sind gluecklich.

Puenktlich zum Sundowner kommen wir wieder auf unser Campsite auf Bagatelle an.
Der Kuehlschrank laeuft, die Leiter ist geschweisst, wir haben ein neues Luftdruckmessgeraet. Was wollen wir mehr. Und Mariental haben wir auch noch kennen gelernt.

Wir ziehen uns nur kurz um und fahren vor zur Lodge zum Abendessen. Wir goennen uns erst einmal ein kaltes Bier und ich einen Rock Shandy. Doppelt bitte.
Waehrend wir beim relatif guten Wifi unsere emails checken, kommt uns eine Idee. Wir bestellen schnell ueber Amaz... eine neue Kamera. Petra & Siggi koennten sie mitbringen, sie fliegen doch erst in 10 Tagen. Ein Glueck kennt DH das Passwort fuers Konto. 10 Minuten spaeter ist die Kamera bestellt. Waehrend DH sich schon ueber das Buffet hermacht, skype ich mit Petra und mache die Sache klar. Der Tag ist gerettet und wir koennen in den Geniessermodus switchen.

Eines ist sicher, ich werde nie vergessen wie es zu dieser neuen Kamera gekommen ist. Hierbei handelt es sich uebrigens nur um eine Bridgekamera, eine Lumix FZ 200. Aber sie ist mir genauso wichtig wie die groesseren Exemplare den versierteren Photographen.

Ab jetzt wird alles gut! Und nach Bagatelle muessen wir noch einmal kommen und von vorne anfangen.

Erleichterte Gruesse
von Elsa
Teil 513. Jan. 2018
15.09.17 – Bagatelle – Mata-Mata /KTP – Erdmaennchenalarm

Ab heute haben wir endlich richtig Urlaub! Und was macht man im Urlaub? Genau, den Tag langsam angehen. Fruehstueck mit allem, was dazu gehoert und Springboecke im Hintegrund.

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Wir geniessen diese wundervolle Umgebung. Dann packen wir zusammen und begleichen in der Lodge unsere Rechung. Alle waren super nett und mega hilfsbereit und wir waeren gerne laenger geblieben. Auch das Haus-Eland und der Sprinbock am Abendtisch haben wir kennengelernt, nur fuer die Erdmaennchen hat es nicht gereicht. Wir kommen bestimmt wieder, denn wir haben ja einiges nachzuholen.

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Nun muessen wir Strecke machen. Bis zur C20 sind wir wieder auf Gravel unterwegs, aber diesmal mit richtigem Reifendruck. Wir sind ja wieder bestens ausgestattet. Fuer das Zwischenstueck bis Stampried erhoehen wir den Druck. Kurz hinter dem Ort muessen wir dann wieder Luft ablassen. Es ist sehr windig und ich werde dabei am Strassenrand regelrecht sandgestrahlt. Die erste Polizeikontrolle haben wir ebenfalls hinter uns.

Die Fahrt entlang des Auob Trockenflusses ist schoen, wenn auf ie Dauer auch etwas eintoenig. Wir werden ziemlich oft von anderen Wagen ueberholt und fragen uns, warum man auf Gravel so rasen muss. Da braucht man sich nicht ueber die Unfallstatisktik wundern.

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In Gochas tanken wir voll. Unser Bushcamper hat ja nur einen 140 ltr Tank. Da muss man doch etwas genauer auf den Verbrauch achten, als bei den anderen Bushcampern, die 160 ltr haben.

Kurz vor Twee Rivers faellt uns noch einmal die Bestellung unserer Kamera ein.
Oh man, das war ja eine Aktion. Aber sind da auch ein Ladegeraet und die entsprechenden Kabel mit dabei? Da haben wir in dem ganzen Stress ueberhaupt nicht drauf geachtet, hauptsache schnell den „jetzt kaufen“-Button druecken. Ohne Kabel und Ladegeraet nuetzt uns auch keine neue Kamera, also muessen wir das jetzt noch unbedingt klaeren. Jetzt oder nie.
Aber wie, wenn man irgendwo im „off“ ist?
Ein Glueck kommen wir kurz drauf an der Kalahri Game Lodge vorbei. Nix wie hin und hoffen, dass sie Internet haben. Ja, sie haben und wir bekommen sogar noch kuehle Getraenke aufs Haus serviert. Dann haben wir endlich alles in trockenen Tuechern und schicken auch Petra & Siggi noch einmal letzte Info, bevor wir fuer die naechsten 10 Tage untertauchen.
Der Manager der Lodge bietet uns an, fuer einen special price heute hier zu bleiben. Wir lehnen dankend ab und sagen, dass wir eine Buchung in Mata-Mata haben. Seine Offerte kommt nicht ohne Grund, denn es ist bereits 16:00 Uhr und um 16:30 Uhr schliesst die Grenze!
Im Turbogang verlassen wir die Lodge und und kommen genau um 16:30 an den Grenzposten. Die Fahne wird gerade eingeholt. Der Grenzwaechter winkt uns zu, wir sollen schnell durchs Tor fahren und dann erst ins Office gehen. Wenn das Tor einmal zu ist, dann gibt’s kein wenn und aber mehr. Vorschrift ist Vorschrift.

Geschafft. Die Lady im Office des Camps ist dafuer die Ruhe in Person. Als sie sieht, wo wir wohnen, geht das ganze Prozedere noch 10 Minuten laenger. Aber small-talk ist ja immer nett und alle freuen sich. Waehrend des ganzen Urlaubes muss ich mindestens 10 x versprehen, dem einen oder anderen beim naechsten Besuch ein Neymar-Fussballtrikot mitzubringen.

Das Camp ist fast voll, wir koennen uns aber noch einen Platz aussuchen. Wir bleiben im mittleren Bereich, vis à vis des Hides, unter den Baeumen stehen. Hinten am Zaun ist zwar noch Platz, aber von hier aus koennen wir das Wasserloch besser beobachten. Ausserdem sind ueber uns in den Baumen viele Webervogel-Nester, da ist auch immer was los.

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Da haben wir ja grad noch Glueck gehabt, kaum im Urlaubsmodus angekommen, troedeln wir schon um ein Haar zu viel rum.
Nun erst einmal ein Savanna und ein Windhoek Lager aus einem eiskalten Kuehlschrank!
Im Shop muessen wir uns dann noch fuer teures Geld einen SA-Stromkabel-Adapter holen. Uns wundert es, dass so ein Adapter nicht in der Ausstattung des Bushcampers vorhanden ist, denn diese Autos kommen doch hier staendig durch.

Am Wasserloch ist derweil tote Hose. Weiter hinten, bei den Chalets, entdecken wir die ersten Oryxe. Wir machen es uns gemuetlich und bereiten unser erstes Braai vor.

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Und dann, wie aus dem Nichts, ist Erdmaennchenalarm! Quer ueber die Campsite . Nicht 1, sondern mindestens 15-20 Stueck. Wie geil ist das denn!!!

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Sie kommen Grueppchenweise aus Richtung Hide zu uns herueber, ueberall wuseln welche rum, auch bei unseren Nachbarn. Die kleinen Kerlchen sind sowas von witzig und „maedchenmodus an“ sueesss! “maedchenmodus aus“. Wir hatten erst vor ein paar Monaten den Film „Die Waechter der Wueste“ gesehen und sind hin und weg. Es wird gejagt, gespielt, gebuddelt, geknuddelt und geputzt. 2 Waechter halten Stellung. Das geht eine halbe Stunde lang so, dann sind sie wieder so schnell weg wie sie gekommen sind.

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Es ist zu schoen, dafuer verpasse ich auch gerne Loewen am Wasserloch, wenn denn welche dagewesen waeren.

Danach kommen wir endlich zum braaien. Heute gibt es zur Feier des Tages das beste Elandfilet, was wir bis heute gegessen haben. Wir hatten uns alle moeglichen Gamefleischsorten in 2x200 gr. Portionen einvakummieren lassen. Und es ist richtig klasse. Auch Wuerste, Salami und Schinken. Trotz unserer Kuehlschrankkapriolen war alles bis zum Ende immer perfekt und roch noch frisch.

Nach dem Essen ziehen wir mit einem Amarula zum Hide. Auch wenn keine „Grossen“ anzutreffen sind, man kann auch mit den Kleinen Unterhaltung haben. Nach dem ersten tierischen highlight des Tages, die Erdmaennchen, sehen wir zum ersten Mal eine Wildkatze. Sie spielt und huepft hinter den Faltern im Flutlicht her, keine 5 Meter vor uns. Zuerst hatten wir sie gar nicht gesehen, so gut ist sie durch ihre Farbe getarnt. Fuer ein Foto ist es mit der kleinen Digi leider schon zu dunkel, ausserdem waere wahrscheinlich eh nur das Schwanzende drauf. Ich hoffe, ihr glaubt es mir auch so!

Spaeter am Abend wird es richtig frisch und in der Nacht fallen ein paar Tropfen.
Und wir hoeren die ersten Loewen! Zwar ziemlich weit enfernt, aber es ist schoen zu wissen, sie sind da!
Morgen geht es weiter nach Urikaruus.

Wieder angekommen in Africaaaa,
gruesst Elsa
Teil 614. Jan. 2018
16.0917 – Mata-Mata – Urikaruus Wilderness Camp /KTP

Bei Sonnenaufgang wird ueber uns im Baum die Vogelwelt aktiv. Auch das Camp erwacht langsam, Gaskocher rauschen und der erste Duft von Speck und Eiern zieht ueber den Platz. Irgendwann in der Nacht habe ich nochmal die Loewen gehoert, aber immer noch ziemlich weit weg.
Wir beobachten eine Weile das Campleben von unserem Logenplatz aus. Das ist das Schoene am Dachzelt, man kann alles von oben ueberblicken. Das haben wir damals im Bushcamper von Asco entwas vermisst.

Es ist noch recht frisch als wir fruehstuecken. Am Wasserloch die ueblichen Verdaechtigen: ein paar Schabrackenschakale, jede Menge Tauben, Strausse und etwas weiter weg ein einzelnes Oryx, wie bestellt und nicht abgeholt.

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ich habe es tatsaechlich mal geschafft, den hier ganz aufs Bild zu kriegen, auch wenn er grad bloed guckt

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Heute sind es nur 50 km bis Urikaruus und die Strecke selbst ist der Gamedrive. Von Wasserloch zu Wasserloch. Die Landchaft ist ein Traum. Die Piste gut zu fahren und nicht viel Verkehr.
Die Duenen linkerhand sind wuenderschoen und wir halten Ausschau nach Loewen oder sonstigen Katzen. Aber gar nicht so einfach, denn das Licht ist grell und die Duenen teilweise recht fern. Meinem linken Arm droht langsam der erste Sonnenbrand.

Aber dann!
Ich glaube ist es war zwischen Sitsas und Craig Lockhart! Auch wenn es sehr weit weg ist, erkennen wir durch die Fernglaeser 4 Loewinnen, schlafend (was sonst ) zwischen den Graesern am Duenenhang. Auch wenn das folgende Foto grottenschlecht ist, fuer mich ist es wieder ein ganz besonderer Moment. Erst etwas spaeter erkennen wir, dass es sogar 5 Loewinnen sind.
Der Tag ist gerettet, egal was noch folgt.

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Wir beobachten sie eine Weile, auch wenn sie sich kaum bewegen. Faul wie Loewen nun mal sind. Aber bei der Hitze und Sonne wuerde ich draussen auch nicht rumlatschen.
Irgendwann muessen wir uns dann doch losreissen und fahren weiter. Ich bin gluecklich.

An einem grossen Baum kurz vor Dalkeith entdecken wir 2 Sekretaere. Wir stellen uns in den Schatten und beobachten sie eine Weile. Wirklich wunderschoene Voegel. Vor allem fliegen sie nicht so schnell weg, so dass sie es ganz aufs Foto schaffen.

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Und dieser hier sitzt auch gleich nebenan. Ueberhaupt, wir sehen erstaunlich viele Greifvoegel. Meistens allerdings zu sehr weit weg fuer ein g´scheites Foto.

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Liebe Experten der Vogelwelt: wie heisst dieser hier?

Rund um Dalkeith treffen wir auf jede Menge Giraffen. Immer so elegante Tiere. Uns faellt auf, dass viele hinten an den Flanken ausgeblichen sind. Hat das eine Bedeutung (z.B. Alter ) oder ist es Zufall? Einfach nur ausgeblichen denke ich ist es nicht, dann waere die Rueckenpartie ebenfalls ausgeblichen.

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An den weiteren Wasserloechern ist nicht viel los. Es ist schon mittags und entsprechend heiß. Aber: wir halten schliesslich auch auf fuer Gnus und Oryxe! Bei denen ist eh immer was los und einer sorgt immer fuer Zoff.

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Springboecke sind hier nicht unbedingt von Aussterben bedroht, deswegen sind wir auch nicht traurig, dass sein Kumpel heute abend bei uns auf dem Grill liegt

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Fuer uns eine Premiere ist auch die Kapcobra. Ganz schoen gross war dieses Exemplar mit ca. 1,5 Meter. Sie kreuzte die Pad vor unserem Auto. Durch ihre gelbe Farbe konnten wir sie schon von Weitem ausmachen. Eine Weile ist sie neben dem Auto. Als sie den Vorderkoerper anhebt und anfaengt zu zuengeln, schliessen vorsichtshalber das Fenster. Dann verschwindet sie in einem Erdloch.

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Dann kommen wir nach Urikaruus.
Wir hatten Glueck und konnten eine Nacht hier ergattern. Die einmalige Anlage ist wirklich toll gelegen und man koennte es hier durchaus ein paar Tage laenger aushalten. Wir bekommen das erste Chalet rechts. Kein Nachbar zur Rechten und trotz Baum noch direkten Blick zum Wasserloch. Inzwischen gibt es hier einen neuen Ranger, er heisst Jock und weist uns sehr freundlich ein.

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Da es noch frueh ist, laden wir nur kurz das Noetigste aus dem Auto. Vor allem die Kuchensachen. Waehrend wir ausladen muss einer immer das Tor halten, da es sonst automatisch wieder zufaellt. Wegen der Loewen! Und bevor man wieder zum Auto geht ist es ratsam die Gegend noch einmal abzuscannen, vor allem auch unter dem Auto.
Das Springbockfilet hatten wir heute morgen schon vor Abfahrt mariniert. Es steht ein nagelneuer Kuehlschrank in der Kueche und wir nutzen ihn natuerlich um alle unsere Frischwaren mal richtig zu kuehlen. Ueberhaupt ist die Kueche mit allem Noetigsten ausgestattet und alles sieht ziemlich neu aus.

Dann fahren wir noch einmal los Richtung Kamqua.
Eine riesige Springbockherde mit einem einzelnen Gnu kreuzt den Weg, wir muessen eine ganze Weile warten bis wir weiterkommen.

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Puenktlich zum Sundowner kommen wir zurueck nach Urikaruus. Ist das schoen hier. Auf der Terrasse trinken wir erst einen Gin-Tonic, bevor wir mit dem Braai anfangen.

Waehrend wir Feuer machen steht Jock, der Ranger, auf einmal bei uns in der Kueche. Er wollte nicht rufen und keinen Krach machen , denn am Wasserloch trinkt gerade ein LEO!!!
In dem gleichen Minute entdecken wir ihn auch. Damit hatten wir in dem Moment ueberhaupt nicht gerechnet, denn es war eine ganze Weile ueberhaupt nichts los am Wasserloch.
Es ist leider schon ziemlich dunkel und die Kamera hatte ich schon beiseite gelegt. In letzter Minute mache ich noch dieses schlechte Beweisfoto, bevor er abzieht.

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Das nennen wir Glueck: der 4. Leo bei der 4. Reise. Wir koennen ihn leider nur ca. 2-3 Minuten lang mit dem Fernglas beobachten, dann verschwindet er entgueltig in der Dunkelheit.
Wow. So ist das mit den Tieren, wenn man es nicht erwartet, dann sind sie auf einmal da.

Da schmeckt das Springbockfilet gleich nochmal um einiges besser, auch der Wein. Und der Amarula.

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Wir sitzen noch lange am Feuer. Als es dann richtig kalt wird, geht’s in die Betten in der oberen Etage.
Auch heute nacht hoeren wir Loewen.

Loewen, Leo , Kapcobra...
Es freut sich die Elsa
Teil 717. Jan. 2018
17.09.17 – Urikaruus – Two Rivers KTP/Botswana

So gegen 3 Uhr nachts werden wir durch ein lautes und sehr nahes Gebruell aus dem Schlaf gerissen. 1 x lang, 3-4 x kurz. Loewen! Einer zumindest muss direkt neben dem Chalet sein, ein zweiter antwortet von der Duene hinter dem Rangerchalet.
Wir sitzten wie angewurzelt im Bett, sogar DH, der sonst eher die naechtlichen Aktionen verschlaeft. Mit der Taschenlampe leuchte ich die Umgebung ab, kann aber nichts erkennen. Auch aus den anderen 3 Chalets sehen wir Lichter. Einer hat ein Flutlicht dabei, da kann man bis Mata-Mata leuchten. Am Wasserloch ist nichts zu sehen. Wahrscheinlich haben sie dort getrunken und ziehen bereits weiter. Jedes neue Gebruell hoert sich dann etwas weiter weg an .

Es ist eisig kalt und vor lauter Aufregung kann ich nicht mehr einschlafen. Es sind genau diese Momente, fuer die wir (auch) ins suedl. Afrika kommen und uns immer in Erinnerung bleiben werden.
Ein Glueck liegen wir heute im Chalet unter richtig dicken und warmen Decken.
Bei Sonnenaufgang sehen wir durch das grosse Fenster die ersten Tiergruppen zum Wasserloch laufen. Das Thermometer zeigt 7 Grad an. Im Chalet, nicht draussen!

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Wir geniessen den Luxus einer heissen Dusche. Beim Fruehstueck, auf der Veranda eine Etage tiefer, ist es noch richtig kalt. Ich trage 3 Shirts uebereinander, denn meine einzige Jacke ist ja futsch. Die Veranda liegt um diese Uhrzeit leider noch voellig im Schatten.

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Es ist wunderschoen hier.
Wir dehnen das Fruehstuck ziemlich aus und beobachten dabei die einzelnen Tierherden, die nach Rang und Ordnung ans Wasserloch kommen.

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Was ist das hier fuer ein Schoener? Ich versuche es mal: ein Martial Eagle /Kampfadler? Leider habe ich die Vorderseite nicht zu sehen bekommen.
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Leider muessen wir uns heute wieder von hier verabschieden.

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Wir raeumen unseren „Engel“ wieder ein, verabschieden uns von Jaques und fahren weiter Richtung Twee Revieren.

Mit dem Kuehlschrank haben wir uns nun arrangiert. Er kuehlt gut, solange wir fahren. Wir stellen ihn ziemlich kalt ein und legen zusaetzlich einige kleine Wasserflaschen ins Eisfach. Somit haben wir immer kaltes Wasser und spaeter wenn sie gefroren sind, helfen sie die Kuehle laenger zu bewahren. Ueber Nacht kann er somit die Temperatur relatif gut halten. Hauptsache das Fleisch taut nicht jedesmal ab. Das klappt ganz gut. Allerdings muss man schon sehr ueberlegt den Kuehlschrankinhalt einrauemen, damit er moeglichst wenig geoffnet wird. Es laesst sich trotzdem nicht vermeiden, dass man ihn manchmal in der groessten Nachmittagshitze dann doch einmal komplett ausraemen muss. Wenn z.B. der Gin + das Tonic mal wieder ganz unten drin liegen. Aber Uebung macht den Meister.

Die Strecke ist landschaftlich wirklich einmalig und der weisse Sand auf der Pad zudem auch schoen zu fahren. Verkehr ist kaum. Es wird wieder schnell heiß.

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Unterwegs halten wir immer mal wieder an, nicht nur an den Wasserloechern.
Es gibt die eine oder andere tierische Strassenblokade. Die erste ist eine Erdmaennchenkolonie. Wir schauen ihnen eine ganze Weile zu, es ist einfach zu lustig. Jahrelang hofft man auf eine Sichtung und dann auf einmal so viele, wir zaehlen sie schon nicht mehr. Sie sind hervorragende Unterhalter.
Der Oberwaechter scheint etwas muede zu sei. Er kommt immer mehr in Schraeglage und kippt irgendwann sogar um. Das wiederholt sich sogar noch 2x, bevor die Bande dann weiter zieht.

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Je naeher wir uns Twee Revieren naehern, desto schlechter wird die Pad. Nicht uebelstes- aber nerviges Waschbrett. Landschaftlich ist es hier weiter unten im Sueden nicht mehr ganz so schoen, mir fehlen die Baeume. Aber die kahle Duenenlandschaft hat auch was.
Oben auf dem Huegel, wo das Museum ist, hat man eine schoenen Rundumblick. Hier machen wir einen kurzen Boxenstopp, essen unsere Brote und schauen uns in dem kleinem Museum um.

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Es ist Mittagshitze und weit und breit sind keine Tiere zu sehen. Genau hier standen wir vor 10 Jahren schon einmal, als wir auf unserer 1. Afrikareise einen 2-taegigen Abstecher hier in den KTP machten. Eine Nacht in TR und einige km das Nossob Flussbett hoch haben damals schon gereicht um zu der Erkenntniss zu kommen, hier muessen wir auf jeden Fall noch einmal herkommen. Ich hoffe der naechste Besuch wird nicht so lange auf sich warten lassen.

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In Twee Revieren gehen wir kurz in den Shop, besorgen uns noch Eier, Holz und ein paar Kleinigkeiten und ich finde auch eine gute Botswana-Papierkarte. Ihr wisst ja, meine ganzen Karten sind doch in Windhoek verblieben.

Wir kommen zum Grenzposten, holen dort alle noetigen Stempel ab und tragen uns wieder in saemtliche Buecher und Listen ein. Dann geht’s zur nahe gelegen Two Rivers Campsite auf Botswanaseite. Waehrend es in Twee Revieren auf SA-Seite recht trubelig vor sich geht, fast wie in einem Dorf, sind wir hier in diesem Camp voellig alleine. Unsere site 4 liegt schoen, mit Weitblick, am hinteren Ende. Keine Menschenseele weit und breit. Nur wir und 2 Fuchsmangusten, die uns nicht mehr von der Seite weichen.

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Wir schlagen unser Lager auf, weihen auch unsere Haengematte endlich ein und machen "happy-hour" mit einem eiskalten Gin-Tonic.

Die Ablutions sind, sagen wir mal, in einem recht bescheidenen Zustand. Die Duschboiler sind halb aus der Wand gerissen und es sieht aus, als wenn hier schon sehr lange keiner mehr nach dem Rechten geschaut hat. Eine Dusche geht, natuerlich kalt und die Toiletten tun es auch noch grad. Den Hebel am besten nicht zu fest bedienen, sonst faellt er auch noch ab. Also heisst es noch in den warmen Nachmittagsstunden duschen gehen. Auf dem Weg zurueck zur Campsite entdecken wir auf den anderen 3 sites verdaechtig viele Spuren im Sand. Fuer einen Schakal zu gross, fuer einen Loewen zu klein. Aber dazwischen gibt es ja noch andere 4-Beiner mit Tatzen. Nur so viel dazu, dass die Campsite "fenced" ist.

Zuerst finden wir es etwas spooky, so ganz alleine hier zu stehen, aber dann fangen wir an zu geniessen. Wie war das nochmal, mit den ganzen ausgebuchten Camps in Botswana …? (kopfschuettel...)

Ab heute heisst es also, abends haben wir draussen nichts mehr zu suchen, ausser noch am Feuer zu sitzten .
Und das in der Naehe des Autos.
Es ist recht windig geworden und wir haben Muehe, unseren Kocher am Laufen zu halten. Einer der 2 Brenner tut es nicht richtig, vielleicht war aber auch die Gasflasche nicht voll. Heute gibt es deswegen schnelle Kueche aus der Pfanne. DH baut einen Windschutz und muss nebenbei die aufdringlichen Mangusten vertreiben. Auch wenn sie putzig und so schlau aussehen, sie koennen ganz schoen laestig werden. Das kommt davon, wenn die Leute sie mit Essensresten oder Knabberzeugs anziehen. Wir tun den Tieren damit nichts Gutes, im Gegenteil.

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Nach dem Essen sitzten wir noch ein Weilchen draussen bis es dunkel ist, dann verziehen wir uns mit einem Amarula ins Oberdeck, oeffnen die Seitenfenster und schauen noch eine Weile in die Dunkelheit. Heute nacht hoeren wir nur die barking Geckos, ansonsten ist es sehr ruhig. Wir bleiben heute die Einzigen auf dieser Campsite. Und wir haben keinen Besuch. Erstaunlich dass die morgendliche Buschzeitung doch immer was anderes erzaehlt.

LG,
Elsa
Teil 819. Jan. 2018
18.09.17 – Two Rivers – Rooiputs /KTP

Nach einer ruhigen Nacht gehe ich mit einen Kaffee erst einmal die Buschzeitung lesen. Es gibt neue Spuren, vermutlich aber nur Schakale.
Die Voegelwelt ist wirklich sehr beeindruckend. Jetzt, wo wir durch die vielen Birder im Forum etwas sensibilisiert wurden, „sehen“ wir bewusst viel mehr Voegel als auf vergangenen Reisen. Am meisten fallen uns die vielen Greifvoegel auf, von denen sehen wir wirklich sehr viele. Also ich kann schon verstehen, dass man im suedl. Afrika schnell zum Birder werden kann. Ich bleiben trotzdem bei den Grossen und verschone euch mit Bildern von unscharfen Schwanzfedern.

Unser Tagesziel, Rooiputs, ist nicht weit. Deshalb lassen wir heute alles sehr gemuetlich angehen.
Ausserdem ist DH nicht so der Fruehaufsteher.
Es ist immer noch sehr windig und der eine Gaskocher zickt wieder rum. So viel Gas haben wir noch gar nicht verbraucht und die Flasche fuehlt sich wirklich leerer an.
Heute gibt es Ruehreier mit leckerem Black Forest Schinken dazu. Dem "Fleisch" haben wir inzwischen verziehen.
Die beiden Mangusten sind auch wieder da. Irgendwann gibt es mit der Kelle eine ueber die Ruebe, dann ist wieder fuer 10 Minuten Ruhe.

Wir packen zusammen und fahren noch einmal kurz nach Twee Revieren, weil wir etwas vergessen haben. Danach geht es Richtung Rooiputs.

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Bei Leeudril ist nichts los, ein Schakel hier, ein Strauss da. Und jede Menge Tauben. Wir kommen spaeter noch einmal her. Dann fahren wir weiter nach Kij Kij. Bekanntelich soll es da ja oefters Katzen geben.
Und YES, ein Loewenpaar liegt im Schatten eines Baumen. Die einzige Action besteht natuerlich nur darin, sich von rechts nach links zu drehen und wieder zurueck. So sind sie nun mal. Ein paar Springboecke und 2 Schakale, die sich an ihnen vorbei zur Wasserstelle trauen, lassen die beiden voellig kalt. Die Wasserstelle ist uebrigens augetrocknet. Wie wir spaeter erfahren , schon seit einigen Tagen.

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Obwohl es erst spaeter Vormittag ist, entscheiden wir uns, gleich zur Campsite nach Rooiputs zu fahren. Es koennte ja sein, dass sie schon frei ist. Und so ist es. Unsere site 1, die erste auf der rechten Seite, liegt sehr schoen. Wir haben einen phantastischen Blick und einen Schattenbaum haben wir auch. Und einen A-Frame. Das gefaellt uns. Ein Jammer dass wir hier nur eine Nacht buchen konnten.
Den Longdrop teilen wir uns mit den Nachbarn. Die sites liegen soweit auseinander, dass man vom Nachbar eh nichts mitbekommt.

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Wir schlagen das Lager auf und machen uns einen Drink. Wir werden erst spaeter noch einmal losfahren und geniessen derweil das Lagerleben und bereiten das Essen vor.
Es ist bereits sehr warm. Immer wieder kommt Wind auf und wir haben Muehe mit dem Kocher. Wir befestigen unser Sonnensegel am A-frame und schaffen so eine windgeschuetzte Ecke.

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Unser Vorgaenger hat eine kleinen Behaelter mit Wasser fuer die Voegel aufgestellt. Auch 2 kleinere Schakale suchen diese Wasserstelle immer mal wieder auf. Wir sind immer etwas hin und her gerissen, ob es gut ist, da einzugreifen.
Aber als Tierliebhaber bringt man es manchmal einfach nicht uebers Herz, den Kleintieren, die auch sonst auf den Campsites anzutreffen sind, bei der Hitze ein wenig Abhilfe zu verschaffen.

Am spaeten Nachmittag fahren wir nochmal los und sind ueber 2 Stunden unterwegs. Die Gegend hier um Rooiputs ist landschaftlich wieder einmalig schoen. Nur die Pad staubt dermassen, dass man bei ueberholenden Fahrzeugen komplett in eine weisse Wolke verhuellt wird.

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Bevor es zurueck zur Campsite geht, bleiben wir nochmal laenger bei Kij Kij stehen, denn inzwischen ist ein zweites Loewen-Maennchen dazu gekommen und es kommt langsam Bewegung in die Szenerie.

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Hach... was bin ich schoen!

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Punktlich zum Sundowner sind wir zurueck auf der Campsite. Ein Sonnenuntergang mit Seufzfaktor.

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Als es dann dunkel ist verziehen wir uns ins Dachzelt und hoeren noch lange den naechtlichen Geraeuschen zu. Da wir in Loewengebiet sind haben wir abgesprochen, dass wir nachts nur gemeinsam „raus“ gehen. Und dann auch nur "ums Eck".

Mit einem Gin-Tonic in der Hand,
gruesst Elsa
Teil 921. Jan. 2018
19.09.17 – Rooiputs – Nossob /KTP

Bei Morgengrauen muessen wir „mal raus“. Doch in dem Moment hoeren wir Loewengebruell. Noch ist es ziemlich weit weg. Wir warten ob es naeher kommt oder sich entfernt. Und es kommt naeher, und das sehr schnell. Genau in unsere Richtung. Er bruellt in einer Tour.
Wir oeffnen das Canvas der Fenster und bleiben auf unserem Logenplatz. Vergessen dabei komplett was wir draussen eigentlich wollten. Dann endlich sehen wir ihn. Ein Glueck ist es schon so hell, dass mir ein Foto gelingt, auch wenn ein sehr schlechtes. Ich war einfach zu aufgeregt und die Kamera dazu noch falsch eingestellt. Ein grosses Loewenmaennchen. Wow..

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Er kommt genau ueber unsere Campsite . Bleibt an jedem Baum und Strauch stehen, riecht und bepieselt ihn. Und er bruellt. Es ist so laut, dass es einem kalt ueber den Ruecken laeuft.

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Er hoert auch unser Fluestern im Dachzelt, bleibt stehen, guckt und laeuft dann langsam weiter zu unseren suedafrikanischen Nachbarn. Dort legt er sich vor ihre Bushlapa. Er beobachtet was, ist in Lauerstellung. Erst einige Zeit spaeter sehen wir warum. Zwei Loewinnen laufen etwas weiter weg ueber die Campsite 3.

Nun trauen wir uns auch raus. Der Loewe ist abgelenkt. Es passiert auch nichts weiter, er liegt einfach nur da und schaut in die Richtung, wohin die beiden Loewinnen verschwinden. Unsere Nachbarn sind erst mal gefangen in ihrem Bodenzelt.

Da wir auf Gamedrive und anschliesend gleich weiter nach Nossob wollen, ziehen wir uns nur kurz an, klappen das Dachzelt ein und fahren los. Zunaechst erst einmal in Richtung unserer Nachbarn, wo inszwischen schon 2 weitere Autos stehen. Der Loewe liegt immer noch da, genau vor ihrer Tuer und es sieht aus, als ob er laenger dort liegen bleiben wird. Wir wissen ja was passiert, wenn Loewen sich erst einmal liegen. Lange und nichts.

Bei Leeudril ist schon wieder nichts los. Nur ein paar Greifvoegel und natuerlich Tauben.

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Dann fahren wir halt nach Kij Kij. Aber unsere gestrigen Loewen sind heute morgen nicht da. Dafuer ein Straussentreffen. Und natuerlich Schakale, die verzweifelt an der Wasserstelle nach dem kuehlen Nass suchen.
Aber es ist immer noch staubtrocken. Genau wie die Pad. Die Autos ziehen eine lange, weisse Wolke hinter sich her.

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Wir warten bis wir wieder Durchblick haben und fahren auch langsam weiter nach Norden. Von anderen Autos versuchen wir Abstand zu halten und lassen sie ziehen. Die haben es eh alle eiliger als wir.
Ein paar km vor Melkvlei begegnen wir einem Loewenpaar, direkt an der Pad. Sie nehmen von uns kaum Notiz , queren die Pad und laufen auf der anderen Seite die Duene hoch. Dort legen sie sich hinter Straeucher, wo wir sie nicht mehr sehen koennen. Es scheint als wenn die Loewin Junge hat. Der Loewe ist noch ein juengeres Maennchen und seine blonde Maehne noch nicht ausgewachsen.

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2 x Loewen vor dem Fruehstueck, das nennen wir einen gelungenen Start in den Tag. Nun gibt es erst einmal ein ausgiebiges Fruehstueck am „unfenced“ Picknickplatz bei Melkvlei. Auch wenn es hier gestattet und normal ist, dass man aus dem Auto aussteigen kann, sollte man die Umgebung trotzdem im Auge behalten. Rundum ueberall so schoenes Loewengras... Also heisst es Ausschau halten nach Ohren im Grass oder weisse Schwanzspitzen. Waehrend des Fruehstuecks unterhaelt uns die Voegelwelt.

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Es wird immer heisser und wir haben noch ein Stueck zu fahren bis Nossob. Entsprechend wenig Tiere sehen wir an den kommenden Wasserloechern. Ueberall stehen kleine Tiergruppen in den Schatten der Baueme.

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Im Nossob Rest Camp finden wir noch einen ruhigen und zumindest etwa schattigen Platz am Zaun. Im hinteren Bereich, wo es zum Pool geht, stehen die Wagenburgen Backe an Backe.

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Im Shop bestellen wir fuer nachmittags frische Roosterkoeks. Unsere fast leere Gasflasche koennen wir hier leider nicht befuellen. Wir haben ja noch die 2. Flasche und mit der kommen wir locker bis Maun.
Die heissen Mittagsstunden verbringen wir am sehr frischen Pool. Wir unterhalten uns mit 2 Suedafrikanern, die frueher hier ihren Dienst absolviert haben. Es ist interessant Geschichten zu hoeren, die nicht in Reisefuehern oder im www. Stehen.

Anschliessend schmeissen wir den Grill an. Es gibt leckere Boerewors und Restspaetzle von gestern. Da wir heute keine Lust mehr aufs Fahren haben, vertroedeln wir den restlichen Nachmittag auf der Campsite. Sichern Fotos, machen klar Schiff im Auto und unterhalten uns mit den Nachbarn. Einer schenkt uns eine Flasche Rotwein und wuenscht uns Glueck auf dem Nossob-Mabua Trail. Er erzaehlt uns, dass die Nachbarn zur rechten Seite sich dort festgefahren haben und die Nacht im Bush verbringen mussten, bevor sie am naechsten Morgen von einem anderen Fahrzeug geborgen wurden. Zunaechst macht uns das ein wenig Angst. Erst spaeter sehen wir um welchen Wagen es sich handelt. Ein tiefliegender 2x4 Subaru. Wir fragen uns, was so ein Auto in der Mabuasehube Region zu suchen hat und sehen unser Challange in 2 Tage schon lockerer entgegen.

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Den Abend verbringen wir mit Savanna & Knabberzeugs am Hide und werden dort lange von einem Loewenpaar „in love“ unterhalten.

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Und „in love“ geht es die ganze Nacht durch, auch direkt bei uns hinter dem Zaun. Wir schlafen im Alle-halbe-Stunde-Takt.

LG,
Elsa
Teil 1023. Jan. 2018
20.09.17 – Nossob /KTP

Das war eine Nacht, Schlaf gab es nur im Stundentakt.
Wir lieben ja Loewen ueber alles, aber sie haetten ja auch mal eine Pause einlegen koennen...
Als es hell wird, ist endlich Ruhe. Dafuer geht das Geklapper im Camp los. Aber wir wollten ja eh frueh aufstehen. Wir schmieren uns Brote und machen uns einen Tee, dann geht es zum Morning-Gamedrive Richtung Polentswa.

Beim noerdlichen Ausfahrttor stehen 2 Autos. Als wir gerade durch das Tor fahren wollen, setzt das Vorderauto zurueck. Da wir noch nicht wissen warum, fahren wir weiter und als ich das Tor hinter uns schliessen will, entdecke ich sie: Loewen. 2 Loewen und 3 Loewinnen liegen im Gras zwischen Straeuchern, direkt am Zaun.
Also auch wieder zurueck. Wieder innerhalb des Camps koennen wir aussteigen und recht nahe an den Zaun gehen. Die beiden Loewen sind ziemlich entspannt (na, warum wohl...?), 2 Loewinnen doesen vor sich hin und die 3. Loewin beoabachtet uns aufmerksam . Sie verfolgt jede unserer Bewegungen. Sie liegen ca. 10 Meter von uns entfernt.

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Fat cat...

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Loewe muesste man sein... das ist ein Leben

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Am Tor staut es sich nun, immer mehr Autos halten. Wir konnten sie eine Weile lang gut beobachten und raeumen nun das Feld.

Die Lanschaft Richtung Norden ist traumhaft schoen, wir sehen jede Menge Gnus, Springboecke und Strausse. Und nateurlich wieder einige Greifvoegel. Katzen sehen wir keine. Geht ja auch nicht, die liegen ja vor dem Tor bei Nossob. Spaeter zurueck im Camp erfahren wir von unserem Nachbarn, dass auf der linken Seite des Tores auch 3 Loewinnen lagen. Ausserdem erzaehlt er uns, dass er auf dem Weg hierher bei Melkvlei einen Toilettenstopp machen wollte. Seine Frau sei zum Toilettenhaeuschen gelaufen und sei ganz aufgeregt und keidebleich wieder zurueck gekommen. Drinnen sass ein Leopard! Also ist die Sperre am Eingang auch nicht unbedingt sicher. Gestern sind wir beide einfach gedankenlos, ohne vorher zu gucken, dort reingelaufen.

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Je noerdlicher wir kommen, desto bumpiger wird die Pad. Wellblech vom Feinsten und ziemlich nervig. Der Grader, den wir gestern auf dem Weg nach Nossob ueberholt haben, ist hier noch nicht im Einsatz gewesen.

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Beim Bedingt Wasserloch machen wir Fruehstueckspause und gucken den Gnus zu. Wie immer gibt es ein Tier, das fuer action sorgt und alle in Aufregung versetzt.

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Da wir morgen einen langen Ritt bis Bosobogolo in der Mabua-Section haben, fahren wir zurueck ins Camp und geniessen das Lagerleben. Wir haben auch einen Campsite-Wechsel vor uns und sind heute Nacht auf einer der neuen Premium-Campsites im hinteren Bereich. Hier haben wir unsere eigenen Ablutions, Wasser und Strom. Alles recht neu, gepflegt und grosszuegig.

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Urspruenlich hatten wir fuer diese Nacht eine Buchung auf Matopi 2, als Unterbrechung auf dem Weg nach Mabua. Wir wir hatten vorab keine 2 Naechte in Nossob bekommen. Kurz vor der Reise gab es doch noch eine Luecke so konnten wir dann doch 2 Naechte bleiben. Matopi 2 habe ich dann kurzfristig storniert.

Waehrend DH eine Siesta haelt, erkunde ich das Camp, schaue am Wasserloch vorbei (nichts los...) und gehe nochmal in den Shop. Ich kaufe Roosterkoeks und , nachdem ich mit einem Ranger gesprochen habe, noch einmal 3 Gallonen Wasser. Zur Sicherheit. Wir unterhalten uns eine Weile und er erzaehlt, dass im Camp Wassermangel herrscht. Die Pumpe ist kaputt und wir duerfen auch kein Wasser auffuellen. Wer dabei erwischt wird, muss zahlen. Jetzt frage ich mich, wie man das kontrollieren will, wenn man auf der Campsite den Tank befuellt.
Auch in der Mabua-Section gebe es kein Wasser.

Spaeter grillen wir. Heute ist Kudu-Tag. Das Fleisch ist wirklich erstklassig, denn Kudu kann sonst auch mal nur so la la sein. Anschliessend wird im Camper noch ein wenig gerauemt und besser verstaut, denn die morgige Piste verspricht spannend zu werden.

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Am Abend gehen wir noch einmal zum Hide. Das Loewenpaar ist auch heute wieder da. Ansonsten kommen nur abwechselnd ein paar Schabrackenschakale.

Auf eine ruhige Nacht.
Elsa
Teil 1124. Jan. 2018
21.09.17 – Nossob – Bosobogolo/Mabuasehube

Heute konnten wir gut schlafen. Es ist nachts immer schoen frisch, sodass wir die Decken brauchen und die Fenster schliessen. Und das, obwohl wir tagsueber ca. 33 - 36 Grad haben.
Heute stehen wir wieder frueh auf, fruehstuecken aber noch in aller Ruhe und machen uns dann abfahrbereit. Getankt hatten wir gestern schon und auch den Reifendruck noch etwas reduziert.
Der bevorstehenden Tagesetappe gehen wir mit noetigen Respekt entgegen, aber eigentlich haben wir keine Bedenken und und hoffen nur, dass uns nicht zu viele Autos entgegen kommen. Voweg sei schon mal gesagt, dass wir in den insgesammt 6,5 Std, die wir unterwegs, kein einziges Auto sehen und somit uns auch keines entgegen kommt!

Heute morgen sind am Wasserloch und auch am Gate keine Loewen zu sehen.
5 km hinter Nossob kommt die Abzweigung zum Nossob- Mabua Trail. Dort kommt uns eine grosse Gnuherde entgegen. Diese lassen wir erst alle passieren, bevor wir das Nossob Trockenflussbett kreuzen und die ersten sanften Duenen erreichen.

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Die ersten 30 km des Trails sollen die schweirigsten sein, wobei nach 20 km die hoechste Duene zu queren ist. Auf den ersten Duenen koennen wir schon etwas ueben, vor allem den Schwung, um ohne ein Abwuergen des Motors bis auf dem Duenenkamm zu kommen.

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1 x sind wir zu langsam und bleiben auf halber Strecke stehen. Wir fahren einige Meter zurueck um dann einen neuen Anlauf zu starten. Dabei muss man dann allerdings auch aufpassen, nicht zuviel Schwung zu bekommen. Bei einigen Duenen geht es direkt hinter dem Kamm gleich in eine Kurve. An einer Stelle haette es uns gleich nach der Kuppe fast aus der Spur in die Buesche geworfen, wir waren zu schnell. Danach haben wir oben immer kurz angehalten und geschaut, wie es weitergeht und nach entgegen kommenden Fahrzeugen Ausschau gehalten. Meistens kann man dabei die naechsten 1-1,5 km gut ueberblicken. Nur 1 x muessen wir kurz den Low4 einlegen, ansonsten laesst es sich gut fahren.
Kurz vor und hinter den Duenen ist der Trail manchmal ziemlich zerfahren, vermutlich von sich kreuzenden oder auch festgefahrenen Fahrzeugen. Es gibt ja Mutige und Leichtsinnige, die sich auch in eher "ungeeigneten" (diplom. ausgedrueckt) Fahrzeugen hierher wagen.

Die Landschaft gefaellt uns, obwohl wir kaum Tiere sehen. Ein paar Oryx , Gnus, Springboecke und Mangusten. Ansonsten ist der Blick und die Konzetration auf den Track gerichtet, deswegen machen wir unterwegs auch nur wenig Fotos. Zwischendurch fasziniert uns immer mal diese tolle Graslandschaft. Ich liebe diese Farben.

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Nach 3,5 Std. erreichen wir die Matopi Campsites. Zuerst kommt man an Matopi 1 vorbei, dort halten wir kurz an. 11 km weiter liegt Matopi 2, wo wir eine Mittagspause einlegen. Wir sind froh, nicht hier uebernachtet zu haben.
Ein Nichts im absoluten Nichts. Heiss, 1 Schattenbaum, ein dreckiger Longdrop, Feuerstelle, kein Wasser, keine Sicht.

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Wir setzen uns mit unseren Stuehlen in den Schatten des Autos, essen eine Kleinigkeit und fahren nach einer halben Stunde weiter. Wir sehen keine Notwendigkeit, die Strecke Nossob -Mabua hier fuer eine Uebernachtung zu unterbrechen. Obwohl wir nur bis Bosobogolo fahren, kann man es auch bis Mabuasehube gut in einem Tag schaffen. Matopi waere fuer uns nur ein Notplatz.

Nach weiteren 2,5 Std. erreichen wir die Bosobogolo Pan. Die Strecke ab Matopi war wesentlich einfacher zu fahren, auch wenn stellenweise noch etwas tiefsandig und ziemlich bumpy. Das Steuer habe ich heute ausnahmsweise die ganze Strecke DH ueberlassen.

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Nach genau 6 Std. Fahrt kommen wir auf unserer Campsite Bosobogolo 1an, die wunderschoen auf einer leichten Anhoehe liegt.

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Wir haben eine tolle Sicht auf die Pan, wo wir viele Tiere ausmachen koennen. Strausse, Oryxe, Gnus und sehr viele Trappen. Es gibt ein A-Frame, ein Longdrop und eine Vorrichtung fuer eine Eimerdusche sowie ein Spuelbasin. Der Platz macht ein gepflegten Eindruck, obwohl der Muell schon ein paar Tage lang nicht entsorgt wurde. Wasser gibt es nicht. Aber viele lichte Baueme, unter denen man am Nachmittag noch etwas Schatten findet und sehr viele bunte Voegel. Und alle moeglichen Spuren im Sand gibt es auch.
Es gefaellt uns auf Anhieb gut hier und wir goennen uns zum Ankommen und Relaxen einen kuehlen Gin-Tonic.

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Am spaeten Nachmittag fahren wir noch einmal los und umfahren die Boso-Pan. Viele Tiere sind nicht zu sehen, nur die ueblichen Verdaechtigen. Waehrendessen stuermen Guinea Fowls unsere Campsite. Wir hoeren sie schon von Weitem als wir zurueck kommen.

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Bevor es dunkel wird haben wir dann auch schon gegrillt. Nach dem doch etwas anstrengenden Fahrtag machen wir uns dann ziemlich frueh im oberen Deck lang.

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Nachts werden wir durch ein lauteres Geraeusch direkt neben dem Auto geweckt. Im Schein der Taschnlampe sehen wir eine grosse Eule (Uhu?) auf dem A-Frame sitzen. Immer wieder fliegt sie weg und kommt dann wieder.
Auch mehrere Schakale laufen ueber die Campsite. Sonst ist es sehr ruhig.

LG,
Elsa,
die euch die fotographische Ausbeute der gefiederten Fraktion erspart. Es waren eh nur noch Schwanzfedern drauf...
Teil 1226. Jan. 2018
22.09.17 – Bosobogolo Pan – Mabuasehube Pan

Bewusst haben wir als naechtliche Besucher nur die Eule wahrgenommen, aber offensichtlich waren auch Vierbeiner unterwegs.

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Der Longdrop und die Trockendusche liegen sehr idyllisch, allerdings auch schoen nah am unuebersichtlichen hohen Gras. Die Klobrille jedenfalls ist der Beweis, dass das Oertchen nicht nur von Zweibeinern aufgesucht wird. Sie ist ringsum total zerbissen.

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Waehrend des Fruehstuecks unterhalten uns die verschiedenen Voegel, vor allem von den „Violet eared Waxbills“ (ihr seht, ich uebe ein wenig) sind wir begeistert, diese Farben sind einfach irre.
Das einzige Foto von ihnen habe ich in einem „alle-Vogelbilder-sind-Mist-Frust-Moment“ wohl geloescht. Dafuer schaffe ich es aber, eine ganze Gackeltrappe aufs Foto zu bekommen. Na ja, zumindest fast ganz.

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Hier gefaellt es uns besonders gut. Auch wenn die Tierwelt hier nicht gerade ueppig verteten ist, so ist es die Landschaft die einen in den Bann zieht. Und diese Ruhe. Wir haben seit gestern morgen nur ein einziges Auto gsehen, das waren unsere Nachbarn auf Boso 2, ein paar km weiter.

Wir packen zusammen und machen uns auf den Weg zur Mabuasehube Pan.
Wir nehmen den Umweg ueber Monamodi und Lesholoago. Auf dem Weg sehen wir die Reste eines Kills im Baum und am Boden viele Nara-Melonen.

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In Afrika haengen die Weihnachtskugeln das ganze Jahr im Baum...

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Beide Pans haben ein kuenstliches Wasserloch, welches jetzt auch Wasser hat.
Aber es hat kaum Tiere, ein paar Strausse, 2 riesige Warzenschweine, hier und da ein Schakal. Es ist sehr heiß.
Bei Monamodi beobachten wir einen grossen stattlichen Kudubock. Er wirkt sehr scheu und traut sich nicht ans Wasserloch. Erst als wir uns etwas entfernen wagt er sich vor.

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Ziemlich weit draussen am Rande der Pan entdecken wir 3 Vierbeiner, die ziemlich buckelig wirken. Erst durch das Fernglas erkennen wir, dass es Loeffelhunde sind.
Unsere ersten! Leider sind sie fuer ein Foto viel zu weit weg und naeher rankommen koennen wir auch nicht. Sie sehen schon sehr lustig aus mit ihrem Buckel und grossen Ohren.
Wir fahren auch an den beiden Campsites vorbei, die etwas oberhalb der Pan liegen. Eine Sicht auf die Pan haben sie nicht und man muesste mit dem Auto die wenigen 100 Meter bis zur Pan fahren.

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Auf dem Weg nach Lesholoago sehen wir einige Springboeckchen.

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Auch hier ist am Wasserloch ist nichts los. Ein Camper hat auf einem Stativ seine Wildcam aufgebaut. Ausser Tauben und einem Schakal wird er wohl in den heissen Mittagsstunden auch nicht mehr drauf haben.

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An den beiden Campsites kommt man von Osten her kommend direkt dran vorbei. Sie liegen sehr schoen, obwohl sie wenig Schatten haben. Dafuer haben sie aber eine schoene Sicht ueber die Pan, vor allem bei Sonnenuntergang.

Anschliessend fahren wir zur Mabuasehube Pan, wo wir fuer die naechsten beiden Naechte Campsite 3 beziehen.

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Zumindest hatten wir das vor, denn auf unserer site steht bereits ein Auto. Auf meine Anfrage hin, ob sie hier nur Mittagspause machen stellt sich dann heraus, nein, sie stehen schon seit 2 Tagen hier und bleiben auch noch eine weitere Nacht. Wir checken gegenseitig die Buchungen und Voucher und muessen leider feststellen, dass wir beide gueltige Buchungen haben. Unsere Buchung ist allerdings aelter.
Es ist eine schweizer Familie auf monatelanger Reise durchs suedliche Afrika und sie haben in Botswana bereits 3 Doppelbelegungen von Campsites gehabt. Vater und Tochter sitzen gerade beim taeglichen Unterricht. Disziplin und Lernen muss sein, auch bei 35 Grad im Schatten in Mabuasehube.
Sie erwaehnen, dass site 2 schon seit 2 Tagen nicht belegt ist. Also einigen wir uns, dass wir auf die 2 gehen und morgen dann umziehen. Sollte heute doch noch jemand kommen, ruecken wir halt auf 3 zusammen. Im Nachhinein war es ein schlechter Deal, denn site 2 ist in einem katastrophalen Zustand, zumindest der A-Frame. Der Betonblock auf dem es steht broeckelt und hat riesige Loecher, in denen die vielen Zwergmangusten und Erdhoernchen hausen. Der ganze Boden ist von den Guinea Fowls und sonstigen Getier vollgeschissen. Die Muelltonne ist bis oben hin voll und wohl seit Tagen nicht geleert. Der Longdrop und die Dusche, die sich beide sites teilen, sind in Ordnung. In der Dusche glaenzt auch ein neuer Duschkopf.
Das scheint wohl die einzige Investition oder Verbesserung gewesen zu sein, die Inter-Tourism vorgenommen hat. Sie haben dieses Camp im Juli privatisiert und erst einmal die Preise angehoben.

Zunaechst suchen wir uns ein Schattenplatz unter dem Baum und goennen uns einen kuehlen Drink.
Die Viecher suchen sich den Schatten unter dem Auto.

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Anschliessend bereiten wir das Essen vor . Es ist sehr windig und so bleibt uns nichts anderes uebrig, als die Kartoffeln in der Kabine zu kochen und das Fleisch in einer kleinen Nische am Baum zu braten.
Zum Sonnenuntergang zieht eine ganze Horde Guinea Fowls ueber den Platz und machen maechtig Spektakel. Langsam kuehlt es etwas ab und die Farben werden schoener.

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Nachdem wir alles verrauemt und abgewaschen haben, machen wir es uns im Oberdeck gemuetlich, klappen die Fenster runter und gucken in die tolle Landschaft der Pan. Kaum liegen wir oben, zieht die erste grosse Hyaene durch das Camp.

LG,
Elsa
Teil 1326. Jan. 2018
23.09.17 – Mabuasehube

Ja wo sind sie denn, die Loewen von Mabuasehube? In unserem Camp waren sie heute nacht zumindest nicht, nur 2 Hyaenen statteten uns einen Besuch ab. Natuerlich gerade in dem Moment, wo frau "mal eben raus" musste.

Gestern abend spaet kamen noch unsere Nachbarn von Campsite 1 mit 2 Autos zur Dusche gefahren. 2 Personen leuchteten die Umgebung ab, waehrend die anderen duschten. Im ersten Moment dachten wir, dass wir doch noch die Campsite raeumen muessten.

Ohne Fruehstueck fahren wir heute morgen auf Gamedrive. Wir sehen einige Springboeckchen, Trappen, Springboecke, ein Straussenpaar und eine grosse Schlange. Ansonsten ist es sehr ruhig und tierarm. Ob es an der Hitze liegt? Auch Voegel sehen wir kaum, die Guiena Fowls zaehlen wir jetzt mal nicht dazu. Auch bei Monamodi und Lesholoago ist tote Hose. Die Pisten rund um Mabua sind ziemlich bumpy und mein DH hat keine Lust eine groessere Runde zu drehen. Es ist sehr heiß. So beschliessen wir, heute ein „off“-Tag einzulegen. Einfach mal nichts tun, in der Haengematte liegen und das Lagerleben geniessen. Es ist ja nicht so, dass man dabei garnichts tut.
Morgen haben wir dafuer wieder eine laengere Strecke vor uns.

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Als wir vom Gamedrive zurueckkommen, sind die Schweizer schon weg und wir wechseln auf site 3. Hier ist es richtig schoen und wir geniessen die tolle Sicht auf die Pan, wo vereinzelt ein paar Tiere vorbeiziehen. Hier ist auch nichts vollgeschissen. Dann holen wir das Fruehstueck nach.
Wir lesen, sichern Fotos, bereiten Essen vor und beobachten die Kleintierwelt. 2 Mangusten kleben uns wieder an den Fersen und lassen sich nur schwer vertreiben.

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Es ist wieder sehr windig, ein Glueck bei der Hitze, aber das erschwert wieder etwas das Kochen. Der eine Brenner zickt immer noch rum. Beim naechsten Mal muessen wir mal an einen Windschutz denken.

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Nachmittags, nach der Kuechenarbeit, gehen wir duschen. 1 x5ltr Kanister Wasser reicht fuer 2 Personen, mit Haarewaschen und Spuelung! Hach, wir werden immer besser!

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Dann folgt der obligatorische Sundowner. Punktlich dazu kommt die Guinea Fowls Parade.

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Wir hatten ueberlegt, ob wir noch eine 4. Nacht hier in der Mabuasehube-Section bleiben sollten. Aber wir denken, es ist gut so. Wir tun uns etwas schwer mit der Einschaetzung. Nicht dass wir enttaeuscht sind, aber vielleicht hatten wir einfach die Erwartungen hier zu hoch angesetzt. Vielleich lag es auch ein wenig an der Hitze, dass wir weniger Tiere gesehen haben. Waeren wir 10 Minuten spaeter oder frueher irgendwo gewesen, wer weiss, was uns da alles vor die Fuesse gelaufen waere. So ist das mit den Tieren und dem Sichtungsglueck.
Landschaftlich hat es uns gut gefallen, es ist rauher, wilder und urspruenglicher, nicht mit dem restlichen KTP zu vergleichen. Und es ist abgeschiedener. Es ist keine Gegend wo man mal eben hin faehrt.

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Puenktlich zur Dunkelheit kommt die Hyaene und schleicht ueber die campsites. Site 2 bleibt auch diese Nacht wieder frei.

LG,
Elsa
Teil 1427. Jan. 2018
24.09.17 – Mabuasehube – Kang - Kalahari Rest Camp

Auch diese Nacht blieb es ruhig, nur die Voegel holen uns morgens aus dem Schlaf.
Der Tag verspricht unspektakulaer zu werden. Zumindest dachten wir das. Wir haben eine laengere Strecke vor uns und das Thermometer klettert bereist. Also wollen wir zeitig aufbrechen, denn wir wissen noch gar nicht, wo wir heute landen werden. Entweder in Kang oder in Ghanzi. Das heisst aber nicht, dass wir das Fruehstueck ausfallen lassen und tischen auf, was unser "Kuehl-Engel" noch hergibt.
Wir geniessen noch einmal diese herrliche Morgenstimmung an diesem wundervollen Ort . Die Buschzeitung gibt heute morgen nicht viel her, auch nicht an der Wasserpfuetze neben der Dusche. Keine Katzen.

Dann machen wir uns auf den Weg, ueber die „lecker“ Ruckelpiste bis Monamodi.
Das tut nicht so richtig gut nach dem Fruehstueck mit Ei & Co . Egal ob langsam oder schnell, es ruckelt in einer Tour. Zum ersten mal muss ich fast den „huuagooo...“ rufen.

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Bevor es zum Ostausgang geht, fahren wir nochmal einen kleinen Schlenker zur Monamodi Pan. Alles beim alten, nix los, ausser Voegel, jede Menge Guinea Fowls und 2 Warzenschweine.

Am Gate die uebliche Prozedur, Buecher und Listen fuellen. Wir erkundigen uns nach dem Zustand der Piste bis Hukuntsi. „Very deep sand“ sagt einer der Officer, „very easy“ sagt der andere. Also gut, nehmen wir die Mitte. T.i.A.

Als wir auf die Gravelroad nach Norden kommen, erhoehen wir den Reifendruck etwas. Die Piste ist breit und gut zu fahren, immer an der Cutline entlang. Ab und zu kreuzen ein paar Springboecke. Dann kommt die Abzweigung. Geradeaus geht es Richtung Kaa-Gate und nach rechts, Richtung Nordwest, geht es nach Lokgwabe und Hukuntsi. Jetzt wird die Piste schmaler und tiefsandiger und ziemlich monoton.

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Doch dann...
Von Weitem sehen wir schon, dass irgendwas im Schatten am Rande der Piste liegt. Erst als wir naeher kommen sehen wir, dass es zwei Gruppen von jeweils ca. 10-15 Wildhunden sind, die in ca. 30 Meter Entfernung voneinander im Sand liegen. Wie ge... ist das denn! Wir koennen es kaum fassen.

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Wir halten direkt neben ihnen, schalten den Motor ab und beobachten sie sehr lange. Einige schlafen, die Jungtiere spielen und andere wiederum beobachten uns sehr aufmerksam. 2 juengere Tiere rangeln um eine Wurzel und es ist sehr lustig ihnen dabei zuzugucken. Auch das Gefiepe ist zu niedlich. Irgendwo hier in der Naehe haben sie bestimmt ihr Bau. Man koennte ihnen endlos zusehen, aber so langsam braten wir im Auto.

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Schweren Herzens fahren wir weiter. Aber nach ca. 50 m haelt DH an, er muss ganz dringend dem Busch guten Tag sagen. Als er aussteigt sage ich sage noch zu ihm, geh nicht so weit weg vom Auto. Im Rueckspiegel sehe ich dann, wie sich ein paar Wildhunde erheben, ziemlich neugierig in unsere Richtung kommen und sich hinter das Auto stellen. Ein Glueck ist DH schnell wieder zurueck. Als dann nichts mehr passiert, ziehen die Wildhunde zu ihrem Schattenplatz zurueck. Hier konnte man sehr genau sehen, dass wir Menschen bei ihnen kein Interesse wecken, solange man im Auto sitzt. Bewegen wir uns aber draussen, wird man zur potentiellen Beute.

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Wir haben vor 2 Jahren schon einmal Windhuende beim Kazikiini Camp gesehen, aber das hier uebertrifft alles und ist DIE Sichtung des Urlaubs. Dafuer verzichten wir doch glatt auf Loewen!

Aber das brauchen wir garnicht!
Denn diese liegen keinen km weiter! Hey, wir koennen unser Glueck kaum fassen!
Im Augenwinkel sah ich eine Bewegung unter einem Busch und rufe laut Haaaallllt! DH tritt vor Schreck in die Bremsen, natuerlich total falsch hier im Tiefsand. Wir rollen ein paar Meter zurueck und da liegen sie.

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Die Loewin beobachtet uns sehr genau. Er nicht, er bleibt cool. Dafuer hat er Witterung aufgenommen, vielleicht die Wildhunde. Da wir ihnen sehr nahe stehen, lassen wir die Fenster lieber geschlossen.

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Und wir dachten, wir wuerden heute einen ziemlich oeden Tag haben! So kann es kommen. Ein Glueck sind wir heute von Mabua losgefahren und nicht erst morgen.
Irgendwann muessen wir uns dann leider auch von diesen beiden losreissen. Ein gebuehrender Abschied von Mabuasehube.

Was dann folgt ist eine ziemlich lange und teils tiefsandige Strecke bis Lokgwabe.Wir schwimmen nur so dahin. Irgendwann nehmen wir sogar eine Puffotter zwischen die Raeder (ein Glueck nur zwischen und nicht unter) . Im ersten Moment dachten wir es waere nur ein Ast gewesen.
Es ist stuermisch geworden und der orangerote Sand weht ueber die Piste. Uns kommen in den ca. 2 Std. bis Hukuntsi nur 3-4 Autos entgegen. Ab Lokgwabe veraendert sich die Landschaft, wir kommen in Farmgebiet und sehen einige Rinder.

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Dann haben wir auf einmal wieder Teer unter den Raedern, was fuer ein komiches Gefuehl. Bis Kang ist es recht unspektakulaer, diesmal wirklich. Das uebliche Szenario am Strassenrand. Wir sehen auch viel abgebrannte Flaeche.

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In Kang suchen wir zunaechst den Kang Ultra Stopp auf. Die Puma Tankestelle kurz davor ist allerdings etwas billiger, also kehren wir nochmal um. Unsere Gasflasche koennen wir hier leider nirgends fuellen lassen, erst in Maun .

Auch wenn es noch frueher Nachmittag ist, beschliessen wir heute in Kang zu bleiben. So koennen wir morgen bis Maun durchfaren und dort unseren Einkauf taetigen. Da uns die Campsite im Kang Ultra Stopp viel zu nahe an der Zivilisation und der Strasse liegt, fahren wir die paar km weiter bis zum Kalahari Rest Camp. Wir bekommen die Campsite Jackal zugewiesen, direkt neben den Ablutions. Wir sind die einzigen Camper.

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Wir richten uns ein. Es ist bruellend heiß und der Baum auf unserer site spendet nicht wirklich viel Schatten. Jetzt erst einmal eine kalte Cola, das tut auch mal gut. Die Kueche bleibt heute kalt. Wir machen uns nur ein paar Kaesewurfel und wollen zum Abendessen zur Lodge. Ausserdem muessen wir dringend ins internet. Mails checken, nach dem Geschaeft gucken und ein Lebenszeichen nach hause schicken.

Um die heissen Mittagsstunden etwas zu ueberbrucken gehen wir duschen und etwas Waesche waschen. Der Ablutionblock hat bestimmt schon bessere Tage erlebt, aber es ist schoen kuehl darin.

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Es hat kein Strom, auch auf unserer Campsite nicht. Wir melden das zwar, aber passieren tut trotzdem nichts. Benoetigen tun wir ihn ja nicht unbedingt, aber unser Engel koennte mal wieder eine richtige Kuehlung ueber Nacht gebrauchen.

Spaeter , in der Lodge essen wir sehr lecker auf der Terrasse. Es sind einige Gaeste da. Wir fragen uns, warum man den ganzen Boden schwarz-grau gestrichen hat. Wir fuehlen uns wie in einer Bratpfanne.

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Das wifi ist sehr maessig, aber wir schaffen es trotzdem noch einmal mit Petra & Siggi zu skypen. Ihr wisst ja, die Kamera! Sie fliegen in 2 Tagen nach Windhoek und wir verabreden uns fuer den 30.09. in Maun.

Auf dem Ruckweg zur Campsite begegnen wir dem Haus-Gnu!

LG,
Elsa, die immer noch ganz begeistert von den Wildhunden ist
Teil 1529. Jan. 2018
25.09.17 – Kang – Maun - Sedia Hotel Campsite

Der Tag ist diesmal wirklich unspektakulaer. Ein reiner Fahrtag.
Da wir ausgeruht sind, koennen wir ganz entspannt den 550km langen Ritt nach Maun in Angriff nehmen.

Nach dem Fruehstueck bezahlen wir unsere Rechnung in der Lodge und fahren los.
Unterwegs sehen wir das Uebliche: fiese Loecher am Strassenrandl, Kuehe, Ziegen, Esel, Menschen, Bakkies und verbrannte Erde. Ca. 6,5 Std. waren wir unterwegs. Die Strecke zieht sich. Die Rastplaetze laden nicht zum halten ein.

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Am fruehen Nachmittag sind wir in Maun. Wir wollen diesmal eine neue Campsite ausprobieren und fahren das Sedia Hotel an. Obwohl es eine grosse und trubelige Anlage ist, so ist der hintere Bereich der Camper eigentlich ganz ruhig. Der vordere Bereich bleibt den Gruppen reserviert, dort stehen auch jetzt 3-4 Overlander. Im unteren Bereich, direkt am Thamalakane River steht dafuer kein einziger Camper. Wir beschliessen also gleich hier zu bleiben und stellen uns im Schatten der Makalani-Palmen auf die Wiese. Unschoen ist allerdings der hohe Zaun davor und vom River sieht man nicht wirklich viel. Aber es ist gruen und ruhig und es hat Wasser und Strom. Die Overlander begegnen uns nur im Ablutionblock und am Pool.

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Da wir keine Lust zum Kochen haben, gehen wir in der Lodge essen. Das Restaurant liegt direkt am Pool, wo bei dem heissen Wetter natuerlich noch einiges los ist, aber das stoert uns wenig.
2 grosse Rock Shandy geht runter wie nichts. Man bietet uns die Teilnahme am Buffet an, was wir dankend ablehnen. Wir essen stattdessen Salat und Fisch von der Karte , noch bevor die Meute zum Essen kommt.
Nach dem langen Fahrtag sind wir froh, endlich in die Waagerechte zu fallen.

Morgen frueh werden wir in Maun weitesgehend unsere Vorraete fuer die naechste 14 Tage ausffuellen. Am 30.09., wenn wir wieder in Maun eintreffen, ist Botswana Day und Feiertag.

Am Abend treffen noch 2 weitere Camper ein, von denen wir aber nichts mitbekommen. 2 Security-Maenner laufen nachts den Zaun ab. Morgens sitzten sie in dicken Maenteln gehuellt unter einem Baum neben unserem Stellplatz. Gehoert haben wir sonst nur viele Hunde.

LG,
Elsa
Teil 1601. Feb. 2018
26.09.17 – Maun – Khumaga/Boteti - Tiaans Camp

Als wir aufstehen, sind die Overlander schon alle abfahrbereit und wir haben das Waschhaus fuer uns alleine. Es haengen Plakate aus, die auf die Big Party zum Botswana Day hier auf der Hotelanlage hinweisen. Everybode ist welcome, es gibt Musik, Essen, Feuerwerk & Show....
Oha, somit steht fest, dass wir in 4 Tagen nicht noch einmal hierher kommen werden. Ansonsten ist die Anlage wirklich nicht schlecht und die Campsite auf gruenem Rasen sehr angenehm, wenn es nicht voll ist. Leider sieht man wenig vom Fluss. Wir fruehstuecken in aller Ruhe.

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Unsere Outdoorkueche

Anschliessend fahren wir bei Tara von Botswana Footprints vorbei, das Buero liegt auf dem Weg in den Ort. Sie und ihr Team haben fuer uns alle Camp-Buchungen gemacht . Wir bedanken uns fuer den super netten Kontakt sowie die professionelle Abwicklung. Gleich neben dem Office ist ein gut ausgestatteter Liquoer Store, so koennen wir hier gleich den kompletten Nachschub an „fluessiger Nahrung, Prophilaxe & Desinfektion“ mit an Bord nehmen. Danach machen wir uns auf zum Grosseinkauf beim Spar + Choppies.
Es ist nicht ganz einfach, fuer fast 3 Wochen das Essen zu planen. Frische Lebensmittel koennen wir nur in Grenzen mitnehmen, das heisst, dass auch genuegend Dosenfutter auf den Speiseplan kommt. Nur den Wasservorrat und das Fleisch wollen wir noch am letzten Tag holen, bevor es dann in den Moremi geht.

Nun muessen wir noch unsere Gasflaschen fuellen lassen, was zu einer Odyssee wird. Den einen Laden gibts nicht mehr, der andere hat nicht auf und den neuen Laden kennt niemand. Auch bei Ryleys Garage kann uns keiner so richtig weiterhelfen. Ich haette es nicht fuer moeglich gehalten, aber man kann sich in Maun tatsaechlich verfahren, trotz Navi. Man schickt uns von Hinz nach Kunz. Teilweise sogar zu Fuss, weil es hiess, gleich hinter der Ecke. Dass „gleich hinter der Ecke“ auch mal 1 km sein kann, daran haben wir in dem Moment nicht gedacht und so bin ich mittags um 12:30 Uhr schon voellig platt.
Dann faellt uns ein Zettel ein, den ich an der Tankstelle neben dem Sedia Hotel aufgegriffen hatte. Es gibt wohl auch eine neue Gas-Auffuellstation, CookIn, direkt neben der Maun Lodge. Waeren wir mal gleich dorthin gefahren, denn dort koennen wir endlich unsere Flaschen befuellen. Unsere Vermutung, dass beide Gasflaschen von Anfang an nicht voll waren, bestaetigt sich. Wir haben unmoeglich in 14 Tagen 2 x4-KG Flaschen gebraucht.

Wir sind froh als wir endlich aus Maun raus sind. Vor dem Vet-Fence wandert unser Fleisch noch schnell in unseren Schmutzwaeschebeutel. Die A3 Richting Gweta-Nata hatten wir schon mal besser in Erinnerung. Auch wenn das erste Teilstueck neu asphaltiert ist, so ist das naechste Stueck bis zur Abzweigung nach Motopi in einem ziemlich schlechten Zustand. Die Folgen des Hochwassers nach den ausgiebigen Regenfaellen Monate zuvor.
Es ist Loch an Loch, an den besonders schlimmen Stellen liegen zahlreiche Autowracks am Seitenstreifen und dank eines LKWs , der vor uns faehrt, sehen wir wie tief die Loecher sind und koennen entsprechend ausweichen. Eine Slalomfahrt. Weiter Richtung Gweta soll es noch viel schlimmer aussehen.
Aber zu aller Freude sehen wir auch die ersten Zebras am Strassenrand.

Bei Motopi verlassen wir die A3 Richtung Sueden, wir ueberqueren den Boteti und dann geht es ziemlich entspannt bis nach Khumaga.

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Das Tiaans Camp ist gut ausgeschildert und um 15:00 Uhr, nach 2 Std. Fahrt, stehen wir vor den Toren dieser kleinen gruenen Oase am Boteti. Wir werden sehr herzlich von einer Deutschen empfangen, eine Bekannten von Heike, die ein paar Monate hier aushilft. Heike ist zum Einkauf nach Maun gefahren.
Wir hatten nicht reserviert und sind entsprechend geschockt, als es heisst, es sei keine Campsite mehr frei. Nach einem gemeinsamen Blick auf die Dispo und ein wenig Schieben, siehe da, finden wir dann doch noch einen Platz fuer 2 Naechte. Wir bekommen eine schoene grosszuegige site am hinteren Ende des Platzes.

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Es gibt genug Schattenbaueme und wir haben auch ein grosses Sonnendach, unter welches wir mit hochgeklappten Dach aber leider nicht passen.
Die ganze Anlage ist sehr schoen angelegt, alles blueht und gruent und es hat viele Voegel. Neben Sprenger auf den Rasenflaechen gibt es auch einen netten Pool, sogar mit eigenen Schattendach, zur Abkuehlung.
Nach dem heutigen Grossstadt-Stress genehmigen wir uns erst einmal 2 eiskalte Savanna am Pool zum Ankommen. Es ist ueber 35 Grad heiss und alle Bewegungen folgen ab jetzt in nur noch in slow-motion.
Fuer die Anmeldung zum Abendesen sind wir schon zu spaet dran, aber fuer den kommenden Abend lassen wir uns vormerken.
Heute gibt es dafuer Nervennahrung aus der eigenen Kueche, Spaetzle mit Gorgonzola.

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Danach lassen wir es uns gutgehen, duschen im aussert huebsch gestaltetetn Badehaus und haengen den Abend dann auf dem Oberdeck des Haupthauses ab. Dort sitzen wir mit Fernglas, Foto und einem kuehlen Bier und Blick auf den Boteti und warten auf die ersten Elefanten unseres Urlaubs.

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Sie laessen zwar lange auf sich warten, aber einer kommt dann doch zum Trinken ans Ufer.

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LG,
Elsa
Teil 1702. Feb. 2018
27.09.17 – Khumaga/Boteti - Tiaans Camp

Heute machen wir Urlaub vom Urlaub, sprich wir haben nichts vor ausser chillen. Fuer mehr ist es zu heiß und auf Game-Drive fahren wir morgen erst wieder, wenn es durch den Makgadikgadi NP nach Norden geht.

Wir fruehstuecken und beoabchten dabei die Voegel. Danach waschen wir ein paar Sachen durch und machen es uns anschliessend am Pool bequem. Wir unterhalten uns mit unseren Campsite-Nachbarn , tauschen Erfahrungen aus, lesen und kuehlen uns zwischendurch im sehr kuehlen Pool ab.

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Tiaan ist waehrenddessen mit seinem Gehilfen am werkeln. Sie bauen ein neues Geruest fuer die Solaranlage. Bei der „Musik“ der Motorsaege ist DH nicht zu halten und leistet Tiaan Gesellschaft. Die beiden tauschen sich ueber die gaengigen Arbeiten und Ausbesserungen auf einem Lodgegelaende aus. Wir wissen nur zu gut, was das alles fuer Arbeit ist und wie schwierig es ist, die entsprechenden Arbeitskraefte zu bekommen. Tiaan erzaehlt uns spaeter wie alles entstanden ist, die Gebauede, die Wasserversorgung, die ganzen Anschaffungen. Ein Blick hinter die Kulissen von Kollegen ist immer sehr interessant.

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Zwischendurch gehen wir auf die Aussichtsterrasse. und schauen auf die andere Uferseite. Nur sehr sporadisch kommen ein paar Elis, trinken und ziehen sich dann wieder zurueck in den Busch. Wir sehen sehr viele Voegel.

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Die Frau graebt mit einer Schaufel im Sand, ob sie Wurzeln ausgraebt oder getrocknete Kuhfladen einsammelt?

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Von der Dachterrasse sehen wir auch den Ferryman bei der Arbeit

Es kommen neue Gaeste an, die aus dem CKGR gefluechtet sind. Verheerende Buschbraende hat es dort gegeben, es ist alles schwarz und verkokelt. Kaum Tiere und fuerchterlich heiß. Die Frau ist voellig aufgeloest, Auto, Klamotten und Fuesse sind schwarz vor Ruhs. Da keine Campsite mehr frei ist, nehmen sie das letzte freie Chalet. Sie hatten erst in 3 Tagen hier gebucht.

Spaeter essen wir mit Heike, der Freundin und Tiaan zu Abend, es schmeckt sehr gut und wir unterhalten uns sehr nett.

Tianns Camp ist wirklich eine schoene, kleine Oase, wir haben uns hier sehr wohl gefuehlt und sind erholt fuer die Weiterfahrt. Wir hatten heute zum ersten Mal etwas mehr Zeit, die Eindruecke und Erlebnisse der vergagenen Tage sacken zu lassen.

Am spaeten Abend werden wir noch durch eine kurze Regenschauer geweckt. Es sieht nach einem Wetterwechsel aus.

LG, Elsa
Teil 1802. Feb. 2018
28.09.17 – Khumaga – Makgadikgadi /Nxai Pan NP – South Camp

Schon beim Fruehstueck ist es drueckend warm. Waehrend DH schon mal zum Tor faehrt und den Reifendruck reduziert, gehe ich unsere Rechnung begleichen.
Dann verabschieden wir uns und fahren zur Ferry. Der Ferryman ist gleich zur Stelle und mit seiner perfekten Einweisung steht unser Camper nach wenigen Minuten auf dem wackligen Etwas. Am Ufer des Botetis, der uebrigens gut Wasser fuehrt, sehen wir heute morgen nur Rinder und Kinder sielen.

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Tiann meinte, seit es auf der anderen Seite das grosse Buschfeuer gab, kommen weniger Elis zu diesen Flussabschnitt. Seit Tagen seien sie ueberwiegend weiter noerdlich vorzufinden, wo es gruener ist.

Waehrend wir rueberschippern, wird kassiert (P 150,- oneway) und Buch gefuhrt, mit Namen und Ausweisnummer. Es muss schliesslich alles seine Richtigkeit haben, auch das ist TIA.

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Am Gate zum Makgadikgadi wecken wir den Parkangestellten aus seinen Traeumen und erkundigen uns nach dem Zustand der Piste.

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Blick zurueck auf Tiaans Camp

Gleich nach Parkeinfahrt kommt man an der Campsite des NP´s vorbei. Rundherum ist alles abgebrannt, auch ein kleiner Teil des Gebauedes ist in Mitleidenschaft gezogen. Dementsprechend sieht alles sehr trist und wenig einladend aus. Wir sehen die Reste eines Zebras und einen leeren Panzer einer Schildkroete und jede Menge Geier.

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Es ist erschreckend, wie gross die abgebrannte Flaeche ist. Erst nach ein paar km wird es wieder gruener und die ersten Tiere zeigen sich. Eine grosse Gnuherde kreuzt vor uns die Piste und wir sehen mehere kleine Zebraherden.

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Irgendwann kommen wir dann zum Fluss runter. Es gibt so viele ausgefahrene Tracks und Nebenpisten, dass unser Navi ueberfordert ist und den Drehwurm kriegt. Also fahren wir nach Gefuehl. Natuerlich landen wir dann ab und zu im Tiefsand oder im Wasser und muessen wieder wenden.

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An einer Stelle kommen wir beim Wenden im dicksten Tiefsand maechtig ins Schwitzen, wir spueren wie sich unsere Raeder langsam aber sicher immer mehr eingraben. Dank Low-4 und abwechselnden Rueck- und Vorwaertsgang suhlen wir uns wieder raus und sehen zu, dass wir den Abhang wieder hochkommen. Dabei sah vorher alles so harmlos aus. Ab da weigert sich DH nochmals runter ans Ufer zu fahren. Von oben hat man eh die schoenere Sicht auf den Flussverlauf.
Keinen einzigen Eli sehen wir, nur jede Menge Kudus, Impalas, Voegel, ein paar Crocs, Geier und Zebras.

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Das letzte Drittel der Strecke bis zum Phuduhudu Gate ist recht eintoenig und ziemich ruppig zu fahren. Am Horizont sehen wir eine dunkle Wolkenfront. Das extrem heisse Wetter kuendigt tatsaechlich einen Wetterwechsel an.

Fuer die 9 km auf der A3 auf Asphalt sparen wir uns das Aufpumpen der Reifen. Am Gate des Nxai Pan NP checken wir nochmals den Reifendruck und tragen uns in die Buecher ein.

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Diesmal wollen wir die Nebenstrecke nehmen und sind gespannt. Vor 2 Jahren ging es ueber die Hauptpiste im extremen Tiefsand bis zur Abzweigung zu Baines Baobab. Damals stand uns der Angstschweiss auf der Stirn. Es war unsere Tiefsandpremiere und wir haben sie gemeistert.
Uns wundert es, dass man damals nicht von einer Nebenstrecke gesprochen hat.
Kurz nach dem Gate biegen wir links ab auf die Alternativpiste. In der Tat ist sie am Anfang deutlich besser zu fahren, wir sehen auch kein weiteres Auto.

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Auf Hoehe des Abzweigs zu Baines Baobab treffen wir dann wieder auf die Hauptpad und das extrem tiefsandige Teilstueck bis South Camp meistern wir ohne Probleme. Uebung macht den Meister. Hach, das war doch diesmal richtig easy und wir freuen uns, dass wir zur Begruessung auch gleich einen Eli am Wasserloch kurz vor dem Camp sehen. Vorgewarnt durch die Infos im Forum umfahren wir auch vorsichtig das grosse Loch am Rande der Piste auf Hoehe des Wasserlochs.

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Diesmal stehen wir auf campsite 5, direkt vor dem Ablutionblock. Auf campsite 2, wo wir beim letzten Mal standen, ist kaum noch Schatten. Die Elis haben dort wohl noch die letzten Baeume platt gemacht und der Platz liegt jetzt ziemlich in der Sonne.
Wir sind froh um den Schatten auf campsite 5. Wir muessen zwar ein bisschen schattenwandern, haben aber die Elis zur Unterhaltung direkt vor unserem Platz. Wie nicht anders erwartet, sind 2 Elis am Abwassertank am Schluerfen.

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Zunaechst schlagen wir das Lager auf und goennen uns ein kaltes Bier und Savanna. Erst nach und nach treffen andere Camper ein. Wir bereiten das Essen vor, gehen duschen und fahren dann mit einem Sundowner-Drink zum nahe gelegenen , einzigen Wasserloch.

Dort ist gerade Pool-Party! Eine grosse Eli-Herde, ein paar Zebras mit Jungtieren, Gnus und Sprinboecke. Dazwischen huschen ein paar Schakale und Guines Fowls rum. Diesem tierischen Treiben koennen wir stundenlang zugucken.

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Unsere SA-Campnachbarn kommen und stellen sich neben uns. Sie steigen aus, machen die Heckklappe auf und fangen an Getreanke zu mixen. Und machen keine Anstalten, wieder ins Auto zu gehen. Aber hallo, da platzt mir der Kragen! Ich gebe ihnen deutlich zu verstehen, dass sie sofort wieder ins Auto steigen sollen und frage sie, was sie denn machen wuerden, wenn auf einmal ein Tier hinter ihnen steht waehrend sie auf das Wasserloch gucken. Dumme Blicke kommen als Antwort. Sie steigen uneinsichtig ins Auto und wuerdigen uns keines Blickes mehr. Ich frage mich immer wieder, warum es Menschen gibt, die sich strickt weigern einfache und klare Regeln zu befolgen. Im KTP haben wir eine aehnliche Situation beobachtet. Ich habe sie, wenn auch aus der Ferne, fotographiert und im Camp gemeldet.

Die Sonne geht heute leider hinter den Wolken unter und wir machen uns auf den Weg zurueck ins Camp.

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Auf dem letzten km davor werden wir von 2 Elis aufgehalten, die partout kein Auto an sich vorbeilassen. Jedesmal wenn unser Vordermann einen Versuch startet, gehen die Elis mit wedelnden Ohren auf Angriff. Erst ein paar Minuten nach dem ewig gleichen Spiel erkennen wir den Grund fuer ihr Verhalten. Von links und noch ziemlich weit weg kommt die restliche Herde angetrottet. Erst als auch das letzte Familienmitglied ueber die Pad ist, raeumen die beiden das Feld und die Autos koennen vorbei. Das ganze dauert so ca. 10-15 Minuten.

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Als wir im Camp ankommen ist es schon fast dunkel. Abendessen gibt es heute im Schein der Stirnlampe.
In der Ferne sehen wir Blitze und Donnergrollen naehert sich. Das Lagerfeuer lassen wir ausfallen und nehmen den Amarula mit aufs Oberdeck. Wir klappen die Fenster runter und beobachten das Naeherkommen des Gewitters. Durch die Blitze ist es draussen fast taghell, es donnert ohne Ende und irgendwann kommen auch gefuehlte 10 Tropfen runter. Zwischen den Donnern hoeren wir die Elis am Tankloch schluerfen.

LG,
Elsa
Teil 1904. Feb. 2018
29.09.17 – South Camp /Nxai Pan

Der heutige Tag steht ganz im Fokus der Tiere und des Lagerlebens.
Nachts hat es noch ein paar Tropfen geregnet und es war recht stuermisch. Unser Dachzelt-Vordach klapperte die ganze Zeit. Erst am Morgen liess der Wind nach und von den schwarzen Wolken ist nichts mehr zu sehen. Draussen ist es erstaunlich ruhig und die Luft wieder glasklar.
Wir hoeren kein Schluerfen. Wo sind die Elis?

Wir stehen recht frueh auf und fahren ohne Fruehstueck zum Wasserloch.
Dort ist heute Arche Noah Tag.
Hunderte Springboecke, Gnus, Zebras, Impalas, die ueblichen Schakale und das ganze Flattervieh. Auch die grossen, die Strausse, sind zahlreich vertreten. Nur die ganz Grossen fehlen, kein Eli oder Giraffe weit und breit zu sehen. Bei dem gedeckten Tisch kann ich mir kaum vorstellen, dass nicht irgendwo am Rande des Bushs Katzen liegen und dem Treiben zuschauen. Aber es scheinen alle satt zu sein, die Nacht war wohl erfolgreich.

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Wir beobachten fast 2 Stunden lang das tierische Treiben, dann treibt uns Menschen der Fruehstueckshunger und die immer heisser werdende Sonne zurueck ins Camp.

Auf dem Weg sehe ich Ohren im Gras. Sehr weit weg, aber eindeutig Ohren. Es sind 3 Loeffelhunde. Damit hatten wir jetzt garnicht gerechnet. Leider ist meine kleine Digi mit der Entfernung etwas ueberfordert, aber unscharfe Fotos kann ich ja gut, vor allem von besonderen Sichtungen.

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Immer noch ist weit und breit keine Elis zu sehen. Alle weg, wie in Luft aufgeloest. Auch im Camp ist keiner.

Die naechtsten Stunden verbingen wir im Camp. Wir fruehstuecken ausgiebig und spannen anschliessend das Sonnensegel auf , sowie die Hangematte. Wir sorgen fuer Prophilaxe, sichern Fotos und schauen den Voegeln hinterher. 3 Tokos sind staendig in der Naehe und sorgen fuer Unterhaltung. Wir haben das ganze Camp fuer uns alleine.

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Zum Vorkochen der Kartoffeln muessen wir mit dem Kocher in den Vorraum des Ablutionblocks ziehen, es ist sehr windig. Am fruehen Nachmittag grillen wir dann unsere Spiesse im Windschatten des Autos und anschliessend fahren wir noch einmal zum Wasserloch.

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Diesmal ist es anders herum. Alle Tiere sind weg, nur 3 Elis sind da. 2 suhlen sich im Wasser , der dritte haelt sich etwas abseits.

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Irgendwann, noch vor Sonnenuntergang ziehen die 3 auch ab.

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Wir fahren noch eine kleine Runde noerdlich des Wasserloch. Ohne grosse Sichtungen und kehren dann ins Camp zurueck, wo inzwischen die „Schluerfer“ wieder am Werk sind.
Am Abend machen wir Lagerfeuer, hoeren den naechtlichen Geraueschen zu und freuen uns einfach, hier sein zu duerfen.

Nachts laufen mehrere Elis durchs Camp. Es ist immer wieder erstaunlich, wie leise sich diese Kolosse bewegen koennen. Auf einmal stehen sie einfach da.
Morgen beginnt der 2. Abschnitt unserer Reise. Wir freuen uns.

LG,
Elsa
Teil 2005. Feb. 2018
30.09.17 - Nxai Pan – Maun /Island Safari Lodge Campsite

Heute ist Independence Day, oder wie alle sagen: Botswana Day, der 51!
Die Geschaefte werden mittags schliessen (wann genau weiss man nicht, jeder sagt was anderes...) und bis Montag ist langes Wochenende angesagt. Da der Feiertag auf ein Samstag faellt, wird der Montag noch als zusaetzlicher Feiertag deklariert. Wir wollen frueh in Maun ankommen und noch die restlichen Lebensmittel und Wasserreserven aufstocken. Gegen 14:00 haben wir uns mit Petra & Siggi vor dem Airport verabredet.

Wir stehen relativ frueh auf und fruestuecken noch in aller Ruhe. Die Elis sind zum Abschied auch da. Heute Nacht haben wir weit entfernt Loewen gehoert.

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Bevor es wieder auf den Tiefsand geht, fahren wir noch einmal kurz zum Wasserloch. Es koennte ja sein dass.... Aber leider ist tote Hose. Also machen wir uns auf den Weg.
Irgendwie verpassen wir die Abzweigung zur Hauptpiste und fahren somit die ganze Zeit auf der Nebenstrecke bis zum Gate. Das erspart uns den extremen Wuehlsand auf der Hauptpiste und ist landschaftlich sehr schoen, da etwas offener. Wir begegnen nur einer Straussenfamilie.

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Am Gate pumpen wir die Reifen wieder auf und nehmen die loechrige A3 unter die Raeder. Es ist uns ein Raetsel, warum so eine Hauptverbindungsstrecke Maun-Nata nicht schon laengst wieder neu ausphaltiert wurde.

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Um 12:00 Uhr sind wir in Maun und fahren direkt zum Delta Spar. Wir parken direkt hinter dem Spar auf einem grossen offen Parkplatz. Es ist ueberall ganz schoen was los und wir parken den Bushcamper so, dass man sich nicht unbemerkt an ihn zu schaffen machen kann.
Wir holen noch ein paar Lebensmitel und Wasser und sind nach 20 Minuten wieder am Auto. So berauschend war das Angebot hier nicht und uns fehlen noch immer ein paar Kleinigkeiten. Waehrend wir am Einladen sind, hoeren wir unsere Namen.
Welch Ueberraschung, Petra & Siggi sind da!
Es folgt eine herzliche und kurze Begruessung. Wir kennen uns ja noch nicht persoenlich, nur virtuell. In den Monaten vor der Reise hatten wir allerdings Zeit uns ueber Skype zu beschnuppern und fest zu stellen, dass wir uns gruen sind und gemeinsam auf Reise gehen koennen.

Die beiden sind gerade von Ghanzi kommend in Maun eingetroffen und muessen auch noch so Dies & Das besorgen. Da auch wir noch Fleisch benoetigen, fahren wir noch einmal zum Choppies. Die „Beef Boys“ haben leider geschlossen, also muessen wir uns mit dem Angebot vom Choppies und dem gegenueberliegenden Spar zufrieden geben. Anschliesssend wird noch getankt.

Bevor wir zur Campsite fahren, wollen wir noch unseren Delta Scenic Flight fuer morgen frueh festmachen. Gegenueber des Airports macht uns letztendlich Mack Air das beste Angebot und wir lassen unsere Kreditkarten gluehen.

Um den grossen Feiertagsrummel etwas zu umgehen, wollen wir heute zur Campsite der Island Safari Lodge. Mit etwas Glueck erhalten wir noch Plaetze am Thamalakene-Ufer.
Wir waren vor 2 Jahren schon einmal hier und fanden den Platz ganz nett. Die Overlander stehen zum Glueck etwas weiter oberhalb und stoeren uns nicht. Wir suchen uns 2 einigermassen gerade Plaetze und schlagen das Lager auf. Und wir stehen wieder, wie schon vor 2 Jahren, unter dem Affenbaum. Hier wurden unsere ersten Broetchen geklaut.
Irgendwann kommt ein kleines Miet-Womo. Das deutsche Paar behauptet, das sei ihr Platz, sie haetten hier schon die letzte Nacht gestanden. Das Lodge-Management weiss nichts davon und der Platz ist auch nicht als belegt markiert. Sie quetschen sich dann zwischen uns, weil dort der Stromanschluss ist, den sie benoetigen. Uns ist es egal, es kann uns nicht stoeren. Wir raeumen jedenfalls diesmal nicht das Feld.

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(Foto von Siggi)

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Nun zu viert goennen wir uns die ersten gemeinsamen Savannas dieser Reise. Es sollen noch viele folgen. Siggi ist heute der Weihnachtsmann und uebergibt mir meine neue Bridge! Tja, so kann man zu einer neuen Kamera kommen.

Am gegenueberliegenden Ufer des Thamalakane tobt der Baer. Die Locals feiern ausgelassen und mit lauter Musik ihren Feiertag. Am und im Wasser.

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Zum Abendessen gehen wir vor zur Lodge. Im Gartenrestaurant, direkt am Fluss gelegen, essen wir Fisch (einen Okavango „Dream“, statt Bream) & Veggi-Lasagne. Es gibt viel zu erzaehlen.

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Morgen muessen wir frueh aufstehen und stellen vorsichsthalber lieber den Wecker.

LG,
Elsa

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