kann ich denn nicht mit dem eigenen Fahrzeug auch da entlang fahren, wo die geführten Touren fahren?
als Hintergrund dazu: Namibia kann man, was den "Zugang" (für z.B. Touristen) angeht in folgende Bereiche unterteilen: - Privates Farmland (50% der Landesfläche) - Zugang in aller Regel (mit wenigen Ausnahmen wie z.B. ein kleiner Bereich von Erindi) für Selbstfahrer verboten - Staatliche Schutzgebiet 20% der Landesfläche) - da darfst Du Dich da bewegen, wo es erlaubt ist und auch jede geführte Tour hin darf). Ausnahmen sind wenige Konzessionsgebiete (z.B. im Skelettküsten NP) - Kommunaland (30 % der Landesfläche) - hier gehört das Land, ähnlich wie z.B. in Kenia und Tansania üblich, allen. Dort darfst Du Dich, mit Ausnahme der Konzessionsgebiete, relativ "frei" bewegen (mal Orts- und Fahrzeugkenntnisse vorausgesetzt)
Üblich ist es in den staatlichen Schutzgebiete selber zu fahren, da man eben keinen wirklichen Vorteil bei einer geführten Tour hat (mal Abgesehen von den speziellen Tier- und Pflanzenkenntnissen einiger Guides).
Viele Grüße aus Windhoek Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Beatnick1'712 Beiträge · seit 201617. Dez. 2017 · #22
Hallo Silke,
zu deiner Route ist ja schon viel gesagt worden, ich könnte aus eigener Erfahrung Folgendes beisteuern:
Zwei Nächte in Keetmanshoop erscheinen mir deutlich zuviel. Wir waren eine Nacht dort, das hat völlig ausgereicht, um in Ruhe im Nachmittagslicht am Giant's Playground und die Köcherbäume zu fotografieren, was sehr schön war. Der Ort Keetmanshoop selbst hat uns überhaupt nicht gefallen und wir waren froh, dort nicht länger zu sein.
Wir sind ohnehin nicht gerade Fans der Städte in Namibia, daher würde ich persönlich nicht in Lüderitz übernachten, sondern in Klein Aus Vista. Dort könnt ihr eigenständig tolle Wanderungen unternehmen und außerdem einen Tagesausflug Kolmannskuppe / Lüderitz / Wüstenpferde in Eigenregie unternehmen.
Uns haben aus demselben Grund zwei Nächte in Swakopmund gereicht. Statt einer Robbentour könnt ihr tatsächlich selbstständig zum Cape Cross fahren, das ist sehr eindrucksvoll, es stinkt allerdings erbärmlich. Wir haben zudem eine tolle geführte Tour (Klippspringer Canyon Tour) mit Georg Erb (Swakop Tour Company) gemacht, die ich wärmstens empfehlen kann. Wir waren sogar alleine mit ihm unterwegs. Der Tipp von Gerd zu Wüstenquell erscheint mir sehr reizvoll, ohne dort allerdings je selbst gewesen zu sein.
Wir können im Etosha nicht genug Zeit verbringen, zumal ihr in einer für Sichtungen sehr günstigen Zeit dort seid. Erindi wäre dagegen zum Beispiel nicht so mein Ding, zu zooartig. Aber das ist wie alles Geschmackssache 🙂
Hallo Silke, ich bin mal ganz gemein: wenn Ihr die Tour so fahrt, wie bisher geplant, dann wird es ziemlich sicher Eure einzige Reise nach Namibia sein, weil Ihr verdammt viele km abschrubbt und von dem vielgerühmten "Namibia-Gefühl" nicht viel mitbekommt. Namibia wird nach meinen Erfahrungen erst dann wirklich schön, wenn man bei der Planung das Gefühl hat, dass das sehr langweilig werden könnte. Daher meine Routenempfehlung mit den Eckpunkten Windhoek - Sossusvlei - Swakopmund - Erongo - Etosha - Windhoek. Aber eine Warnung gebe ich ungefragt dazu: wenn Ihr diesem Plan folgt, dann kann es sehr gut sein, dass Ihr Eure nächsten Reisen nur noch nach Namibia machen wollt. Gruß Joli
MOmotorradsilkeThemenstarter390 Beiträge · seit 201717. Dez. 2017 · #24
Erst mal vielen Dank an Alle für die ausführlichen Tipps. Ich werde mir das über Weihnachten nochmal in Ruhe alles ansehen und mit meinem Mann besprechen.
Dass wir wiederkommen, glaube ich eher nicht, da wir unser Herz schon an Thailand verloren haben;). Aber man weiß ja nie...
Blende18.21'165 Beiträge · seit 201718. Dez. 2017 · #25
motorradsilke schrieb: Diese Köcherbäume möchte ich eigentlich unbedingt sehen, finde ich die denn auch anderswo?
Hi Silke, die gibt es auch in der Nähe vom Sossusvlei z.B.
Das ist dann aber ein privater Köcherbaumwald, den man aber alleine befahren kann. Das geht, wenn man bei Hauchabfontein mal anfragt. Die bieten Drives in deren eigenen Köcherbaumwald an. (ihren Angaben nach größten Namibias)
Hallo Silke, wir haben letztes Jahr genau Deine Route in 21 Tagen gemacht. Würde ich nicht merh so machen, war aber damals genau richtig. Wir wußten danachtr was wir genauer sehen wollen und werden nächstes Jahr das dritte mal Namibia bereisen. Wenn Du unsere Route und und meinen Reisebericht mit vielen Kommentaren für Newbees lesen magst, dann schau in meine Signatur. Mir haben damals auch viele gschreiben, das sei zu viel. Wir sind viel gefahren, aber ich habe das nicht so schlimm empfunden, denn ich konnte gar nicht genus sehen von dieser Landschaft. Die Strecke Sesriem Swakop fand ich langwierig. Alles andere kein Problem. Wir waren aber in Lodges und das macht einen großen Unterschied. Wir mußten zwischendurch nicht Großeinkäufe machen und auch nicht noch auf dem Camping alles aufbauen und im dunkeln noch kochen usw. Wir konnten kurz vor Dämmerung in der Lodge einfallen und dann hatten wir nichts mehr zu tun, außer uns bedienen zu lassen. Als Camper hätte ich diese Strecke nciht drngend machen wollen. Am ersten Tag war ich sehr froh nur bis zur Auas Safari Lodge fahren zu müssen. Mehr wäre wirklich gefährlich geworden. Wir hatten allerdings weniger Etosha, was schade war, aber damit hatten wir vorher auch etwas kürzere Teilstücke. Längere Strecken hätte ich auch nicht haben wollen. Wir sind dieses Jahr deshalb eine Woche rund um Etosha zum Ausgleich gewesen. Viel Spaß beim Planen Sasa
MOmotorradsilkeThemenstarter390 Beiträge · seit 201706. Jan. 2018 · #27
So, viel gelesen, mit Mann besprochen, einige Tipps hier berücksichtigt, einige verworfen, jetzt steht die Route (hoffe ich):
1. Ankunft in Windhoek, Übernahme Camper, Fahrt bis Oanob, 1 Nacht: wir kennen uns mit Linksverkehr aus und können im Flieger ganz gut schlafen, daher denken wir, dass das vertretbar ist 2. Keetmanshoop: Quivertree Forest Rest Camp, 1 Nacht: Köcherbäume, Giants Playground 3. Fish-River-Canyon: Canyon Roadhouse, 2 Nächte: evtl. Besichtigung der heißen Quellen in Ai-Ais und Wanderung am/im Canyon 4. Klein-Aus Vista: 2 Nächte: Besichtigung Kolmanskop und Lüderitz 5. Sesriem: 2 Nächte: Fahrt dahin über D707, Besichtigung Dünen und Canyon 6. Namib´s Valley: 1 Nacht 7. Spitzkoppe: 2 Nächte: Fahrt über Welwitschia-Drive, Mondlandschaft und Goanikontes-Oase, Besichtigung Spitzkoppe, Bushman´s Paradise und/oder Bull`s Party 8. Twyfelfontain: Aabadi, 2 Nächte: Besichtigung Felsgravuren, Versteinerter Wald, Orgelpfeiffen, Elefanten 9. Otjitotongwe Cheetah Guestfarm: 1 Nacht, Geparden 10. Etosha: je 3 Nächte Okaukuejo und Namutoni 11. zurück nach Windhoek
Als Fahrzeug haben wir einen Bobo 4x4 Camper mit einem festen Aufbau, der ist gebucht. Wir wollten eine Toilette, nicht noch täglich auf-und abbauen, auf keinen Fall mit einer Leiter in ein Dachzelt klettern. Auch wenn der nicht so geländegängig ist und wir evtl. etwas langsamer fahren müssen. @Sasa: wir müssen daher auch nicht aufbauen. Großartig Kochen werden wir sicher auch nicht (das machen wir ja schon zu hause nicht), entweder wir bekommen auf den Plätzen was, oder grillen was, oder machen zur Not auch nur ein Brot.
Swakopmund haben wir komplett rausgeworfen, wir wollen nicht unbedingt Stadt haben und Alles, was ich von dort gelesen habe, reizt uns nicht besondern. Außerdem schreckt uns das hier gelesene zur Kriminalität ab.
Passt das so? Sollte ich noch was ändern (der Südschlenker bleibt aber definitiv drin, nach Allem, was ich inzwischen zur Kriminalität gelesen habe, befürchte ich, dass es die einzige Reise bleibt)? Gibt es Unterkunftsalternativen?
Hallo Silke, ich weiß ja nicht was du gelesen hast, aber in keiner deutschen Stadt habe ich mich bisher sicherer gefühlt als in Swakop. Gerade zum Thema Sicherheit dürftest du Über Tailand viel schlechtes im Netz lesen. Und in Frankreich oder Italien werden jedes Jahr hunderte Autos geknackt und ausgeraubt. Wie auch immer, ihr habt euch so entschieden und och rate dir zumindest Sossusvlei und Etosha bald zu buchen, wenn noch nicht geschehen. Viele Grüße Sasa
MOmotorradsilkeThemenstarter390 Beiträge · seit 201707. Jan. 2018 · #29
Naja, in Bangkok (und in jeder anderen thailändischen Stadt) kann ich nachts allein als Frau durch die Straßen gehen, ohne dass ich Angst habe. So ist zumindest meine Erfahrung nach vielen Besuchen dort. So wie in anderen asiatischen Ländern auch, die wir bisher besucht haben. Kann ich das in Swakopmund? Ich habe hier im Forum viel gelesen und auch auf den Seiten der Unterkünfte. Überall wurde ganz klar empfohlen, nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr zu Fuß unterwegs zu sein. Und auch tagsüber extreme Vorsicht walten zu lassen. Ist das aus deiner Sicht übertrieben? Ich lasse mich ja gern beruhigen.
Und immer wieder lese ich, dass Einer im Auto bleiben soll, wenn der Andere einkaufen geht. Das habe ich noch (Ausnahme Südafrika) für kein anderes Land gelesen. Und ehrlich gesagt trübt das unsere Urlaubsfreude. Ich hatte immer gedacht, Namibia wäre in der Hinsicht sicherer als Südafrika. Hatte mich aber damit nicht eingehend beschäftigt, muss ich gestehen. Nun sind die Flüge gebucht, der Camper auch, nun fliegen wir auch. Aber ein mulmiges Gefühl bleibt leider.
Die Unterkünkte sind bereits teilweise gebucht. Für Etosha habe ich schon die Bestätigungen, Sossusvlei warte ich noch auf den Voucher, aber auch die ist schon bestätigt.
ich bin auf Reisen vorsichtig, aber nicht ängstlich. Im unterdessen schon vorletzten Jahr war ich alleine in Namibia unterwegs. Natürlich lauf ich nicht mit der teuren Kameraausrüstung und dem dicken Geldbeutel nachts durch die Strassen. Das mach ich aber auch in andern Ländern nicht. Ansonsten bist du doch sowieso mit deinem Mann unterwegs und ihr seid mobil. Lasst einfah nichts (sichtbar) im Auto zurück und gut ist. Wobei ihr jetzt ja Swakop sowieso auslässt 😉
Ich wurde in meinem bisherigen Leben zwei Mal beklaut. Einmal in Zürich und einmal in Rom. Beide Male war ich auch einfach zu leichtsinnig.
Ich sehe auch keinen Grund, wieso jemand beim Einkaufen beim Auto bleiben sollte. Zumindest geriet ich noch nie in eine Situation, wo ich das als nötig empfunden hätte. Allein wärs auch gar nicht möglich gewesen 😄 Wäre es mir nicht wohl gewesen, wäre ich einfach weitergefahren.
Ich wundere mich manchmal, wieso Menschen in ein Land reisen, das sie als so gefährlich empfinden und sich dadurch die Vorfreude madig lassen machen.
Passieren kann einem überall etwas. Bleib einfach wachsam, bestimmt und gleichzeitig freundlich, und dann wirds schon gut kommen 😉
Hallo Silke, einkaufen wird schon ein Thema, wenn Ihr nicht immer auf Campingplätzen bei Lodges seid und dann dort auch das Essen einnehmt. Auch für den Grill braucht's was 😉. Je demnach, wo Ihr in Südafrika wart, kann es sein, dass Ihr von den Einkaufsmöglichkeiten einen nicht zu Namibia passenden Eindruck habt. Gerade in der Nähe des FRC gibt es fast nichts zu kaufen...das müsst Ihr vorher einplanen und es kostet dann doch Zeit. Viel Spaß bei der Reise und beim Kontrastprogramm zum tropischen Thailand. DoNo
da für den FRC das Canyon Roadhouse als Ü geplant ist, ist die Versorgung durch das dortige Restaurant sichergestellt.
Und Hobas hat ja inzwischen auch ausgebaut.
LG Logi
MOmotorradsilkeThemenstarter390 Beiträge · seit 201729. Okt. 2018 · #33
So, nun sind wir wieder zurück. Ich möchte mich nochmal bei Allen bedanken, die mir Tipps gegeben haben.
Wir haben die Reise mit 2 kleinen Änderungen wie geplant gemacht. Und es war gut so. Wir würden es immer wieder so machen. Wir hatten immer noch genug Zeit, um gemütlich zu sitzen, die Natur und die Eindrücke wirken zu lassen usw. Es war nie gehetzt, wir waren meist schon am zeitigen Nachmittag am Ziel. Und ich finde, das Namibiafeeling, die Weite und Einsamkeit des Landes, erlebt man nur, wenn man viel fährt. Jedenfalls für den ersten Eindruck.
Wir haben zwar nicht unser Herz nach Afrika verloren, dazu stören uns schon zu sehr die Einschränkung durch die Sicherheitslage, aber wir werden wiederkommen. Besonders das Camping in Verbindung mit der Einsamkeit hat es uns angetan.
Yoda911873 Beiträge · seit 201629. Okt. 2018 · #34
motorradsilke schrieb:Ich möchte mich nochmal bei Allen bedanken, die mir Tipps gegeben haben.
Das schönste Dankeschön ist ein Reisebericht und / oder schöne Fotos. 😗
MOmotorradsilkeThemenstarter390 Beiträge · seit 201729. Okt. 2018 · #35
Ja, das wird wohl nichts, oder kann ich hier Bilder direkt einfügen? Das hochladen über externe Anbieter werde ich wohl nie verstehen, ist mir zu kompliziert.
YAyanjep1'014 Beiträge · seit 201629. Okt. 2018 · #36
Du kannst Bilder direkt hier hochladen, mußt sie allerdings auf ein forentaugliches Format verkleinern. Wenn Du einen Beitrag schreibst siehst Du direkt unter dem Textfeld "Anhang" "Datei hinzufügen". Dort kanst Du Bilder hochladen.