tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201118. Dez. 2017 · #121
Nachdem der halbe Nachmittag bereits vorbei war, fährt Samwel quer durch den Krater wieder an den Anfang, d.h. an die Stelle, an der wir am Morgen das erste Nashorn sahen. Und tatsächlich, es hält sich noch in der Nähe auf. Allerdings ist nur ein grauer Kloß zu sehen. Das Tier liegt im grauen Schlamm und schläft. Samwel will uns unbedingt ein Nashorn zeigen, er lässt sich kaum erweichen, als ich ihm meine Handyfotos aus der Kalahari zeige. Also warten wir im Auto, bis sich das Nashorn bewegt. Leider rührt es sich nach 45 Minuten immer noch nicht. Ich bin sehr erstaunt, dass, da wo am Morgen noch hunderte von Gnus entlang zogen, keine Tiere mehr anwesend sind. Wir finden das Nashorn gar nicht wichtig, wir würden lieber in den Lerai Forest fahren und dort nach Leos suchen. Wir warten aber geduldig, irgendwann erkennt auch Samwel, dass das Warten sinnlos ist. Die ganze Zeit über ist er mit seinem Handy beschäftigt und hat wahrscheinlich gar nicht gemerkt, wie die Zeit verstreicht. Uns hat das häufige Handynutzen schon ein wenig genervt. Nun fahren wir in den Lerai Forest und was sehen wir dort?
Der graue Kloß liegt im Schlamm ! 🤪 Auf dem Weg mal wieder ein Golden Jackel,
Eine hübsche Grant Gazelle, die ich aufnahm als wir auf das Nashorn gewartet haben. Natürlich, im Lerai Forest sind Löwen, Paviane, Zebras und sonst sind keine besonderen Highlights erkennbar.
Tompson`s Gazelle mit Jungtier
Eine kurze Pause für Samwel, dann verlassen wir den Krater über die einzige Straße, die hier heraus führt. Die Bäume finde ich wieder einmal ganz beeindruckend, ob es die Fieberbäume sind oder die Schmarotzerpflanzen an den Bäumen....
Diesen Baum finde ich absolut klasse!
Zum Schluss noch ein Suchbild! Zwei Löwen schlafen hier.... Ein wunderbarer Gamedrive endet nun. Es war ein ganz außergewöhnlicher Tag im Krater.
Der Weg aus dem Krater ist eine Einbahnstraße. Den Weg in den Krater kann man nicht wieder heraus fahren, sondern nutzt eine mit Verbundsteinen ausgelegte Serpentinenstraße, steil hinauf aus dem Krater. Unser Fazit: Wir finden aber, einmal ist ein Besuch genug. Bei dem Touristenrummel müssen wir kein zweites Mal mitspielen. Da kann man nur Fersengeld geben und andere Gebiete aufsuchen, gut, dass wir mal hier waren! 🤩 😘 🤩 Es war sehr schön! Wir erreichen die Simba Campsite, und auch hier tummeln sich nun viele, viele Zelte und Reisegruppen-.
Es ist voll und sehr unübersichtlich, aber unser hellblaues Zelt leuchtet irgendwo am Rand. Prosper hat wieder einen Randplatz ausgewählt.
Noch gibt es vor uns den freien Blick! Aber das ändert sich noch....Bald reist eine Overlandergruppe an. Es ist 17.00 Uhr, da bleibt noch Zeit zum Duschen. Ich schlendere ein bisschen umher, schaue mir auch den Teil B der Campsite an. Hier gibt es einen neuen Ablutionblock. Gerade als ich auf dem Weg dorthin bin, taucht ein Elefant im Gebüsch auf. Er macht einen friedlichen Eindruck, dennoch gibt es Touristen, man glaubt es kaum, die denken, das sei ein zahmes Haustier.
Sie stellen sich direkt in den Weg, vor das Tier mit ihren Tablets. Noch ein bisschen dichter und noch ein bisschen dichter, wollen ihn vielleicht noch streicheln! 😈 Das Tier will aber nicht und trompetet sich den Weg frei. Ein Aufseher muss die Touristen zurückrufen. Ich fühle mich hier ein wenig fehl am Platze. In Botswana oder Sambia haben die Touristen mehr Respekt vor dem Wildlife. Solche Momente oder die Situationen mit den Löwen am Morgen gefallen mir gar nicht und stellen diese Tour schon in Frage. Wir sind hier vermutlich dem Massentourismus zum Opfer gefallen. Obwohl die Sichtungen sehr schön waren, nur das Drumherum nicht. Gleichzeitig möchte ich mit meinem Bericht an alle Fomis appellieren, doch eher eine Strecke durch einsamere Gebiete zu suchen. Für uns war dieses eine Einsteigertour, die typische Tour, die alle fahren. Beim nächsten Mal suchen wir andere Wege, dann bestimmen wir die Route und nicht ein Unternehmen. Diese Reise habe ich sehr unüberlegt gebucht, ohne große Vorbereitung habe ich mich auf Infos anderer verlassen.
Es ist unser letzter Abend. Es gibt in der überfüllten Mess wieder ein schönes Essen von Prosper, draußen ist es sehr feucht, nass und kühl. Es ist der einzige Abend, an dem wir unsere Trekkingstiefel herausholen, nette Gesellschaft durch eine chinesische Familie am Nachbartisch und vier junge spanische Volontäre machen den Abend kurzweilig, irgendwo in der Reihe sitzen Bergsteiger aus Österreich, die den Kilimanjaro erklommen haben und wir mitten drin. Wir trinken den letzten Gin Tonic, den Rest aus der Bombay Saphrir Flasche schenken wir Prosper. Er freut sich darüber.
Die Küche ist hier ein schlimmes Durcheinander. Ich bin wohl die einzige Touristin, die sich da hineinwagt. Gekocht wird in Pappkartons oder geflochtenen Palmwedelkörben. Hygiene und Sicherheitsbestimmungen: Fehl am Platze!
Diese Nacht ist sehr kalt, zum Glück die letzte im Zelt.Wir sind früh wach, gefrühstückt wir wie immer um 7.00 Uhr. Die Mess ist gefüllt, obwohl schon einige Gruppen abgereist sind. Prosper muss noch seine Sachen zusammenpacken, mit Manfred baut Samwel das klitschnasse Zelt zusammen. Es ist kalt und wir stecken im Nebel, nichts Ungewöhnliches hier in der Höhe. Wir zählen zu den letzten Gästen, die den Platz verlassen. Ich mache noch ein paar Fotos von den Pflanzen bis wir abfahren. Mich trifft fast der Schlag, als ich den ganzen Plastikmüll erblicke. Überall liegen Plastikwasserflaschen auf dem Platz. Was für ein schrecklicher Anblick. Natürlich frage ich, wer den Platz reinigt. Angeblich verdienen sich die Massai Geld mit dem Aufräumen und Entfernen der Flaschen, aber muss das sein? Können die Gäste ihre Flaschen nicht in den bereitgestellten Tonnen entsorgen? Ich bin erschüttert über diese Gedankenlosigkeit der Touristen und fühle mich hier immer weniger wohl.
Pflanzen aus dem Märchenwald
Diese Zelte erwarten ihre Bewohner am Abend zurück!
Strelitzie2'845 Beiträge · seit 201118. Dez. 2017 · #122
Hallo Biggi,
oh Du meine Güte - ich bin entsetzt! Und auf Tansania freue ich mich jetzt fast ein Jahr.... 42 Autos!!! Die "Abgeschiedenheit" beim Essen....von der "Küchensituation" will ich gar nicht sprechen. Ich hätte dort nix gegessen! Wie schade. Ich kann Deinen Ärger über "Mittagspausen", Handyspielerei, Müll und unmögliche Touristen so gut nachvollziehen. Meine Vorfreude bekommt gerade eine großen Dämpfer. 😵 Ich sehe uns noch mit Uli 🙁 ganz allein in der Makgadikgadi sitzen)
Aber vermutlich muss man sich einen "Tunnelblick" zulegen - und sich nur über die grandiosen Sichtungen freuen. Viele Grüße Strelitzie
Hallo Strelitze, nun, ich war auch dabei. Natürlich hat auch mich der ganze Touri-Rummel gestört. Die umherfliegenden Flaschen haben auch mich angeekelt. Die vielen Safarifahrzeuge waren bei jeder interessanten Sichtung störend; aber die Erlebnisse und die ständigen Sichtungen haben die Negativpunkte aufgehoben und die Reise zu einem traumhaften Erlebnis gemacht. Biggi hat diese Erlebnisse in einer Art niedergeschrieben, die ich so nicht schreiben könnte. In allen unseren Afrikatouren waren wir aber noch nie direkt nur 1 1/2 Meter von Löwen entfernt und haben diesen in die Augen geschaut, einfach ein absolut bleibendes Erlebnis und so haben sich die Negativpunkte relativiert. Lass Dir die Vorfreude nicht nehmen. Auch wenn die hygienischen Verhältnisse nicht so besonders erscheinen, so sind wir nicht krank geworden, uns ist es auch nie schlecht ergangen, obwohl ich persönlich einen sehr empfindlichen Magen habe. Unser Koch hat alles doch irgendwie und ich weiß nicht wie, steril gehalten. Ich weiß bis heute nicht, wie er das geschafft hat, ohne Kühlschrank. Wir waren aber auch mitten in der Ferienzeit dort, was evtl. den Trubel erklärt.
Strelitzie2'845 Beiträge · seit 201118. Dez. 2017 · #124
Hallo Manfred,
herzlichen Dank für Deinen Blickwinkel. Ich werde mich also ,hoffentlich, vorurteilslos auf unsere Safari begeben, ich freue mich auf jeden Fall auf die Fauna - und bin gespannt, wie ich es in den Lodges empfinde. Ich werde berichten....
Frohe und besinnliche Weihnachtstage wünsche ich Euch und bin schon sehr gespannt auf Eure Weiterreise. Viele Grüße Strelitzie
Beatnick1'712 Beiträge · seit 201618. Dez. 2017 · #125
Hallo Biggi,
sehr interessant, was du berichtest und fraglos tolle Sichtungen. Wir waren zweimal im Ngorongoro und wollen zwar auf jeden Fall nochmal nach Tansania, den Krater lassen wir dann aber wohl aus. Beim letzten Mal hat unser Guide häufig erfolgreich einen Bogen um Massenansammlungen gemacht, aber dass dieses ehemals so abgelegene, isolierte Naturwunder dermaßen geschluckt wird, missfällt mir einfach und ist nicht zu übersehen. Alles in allem hoffe ich, dass der aktuelle Afrika-Trend mit der Zeit wieder etwas abflaut. Und, dass euch letztlich vor allem die positiven Ereignisse in Erinnerung bleiben.
picco6'369 Beiträge · seit 201119. Dez. 2017 · #126
Hoi zämä
Jaja, die Simba-Campsite ist schon ein kleiner Ablöscher wenn viele Leute da sind... ...und (@Strelitzie) was den Ngorongoro wie auch andere Autoversammlungsorte angeht: Einfach dem Guide erklären das Ihr das nicht wollt und lieber auf die Eine oder Andere Sichtung verzichtet als mit vielen Autos da zumzustehen! Die tansanianischen Parks bieten mehr als genug Tiere, da muss man nicht nur dort wo alle fahren rumgurken. 😉 Wir haben auch viele einsame Stunden in der Serengeti und sogar im Krater verbracht, kein Auto weit und breit! 😎
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201121. Dez. 2017 · #127
Ihr Lieben, picco hat völlig recht, man kann andere Plätze aufsuchen, wenn man nicht die Highlights mit vielen anderen Fahrzeuge teilen möchte. Ich möchte niemanden verschrecken, nur einmal auch die Schattenseiten dieses tollen Landes aufzeigen.
Liebe Strelitzie; freue dich bitte weiterhin und ganz vorurteilsfrei!! Es ist ein ganz wunderbares Safariland. Außerdem wirst du wohl nicht in den Ferien unterwegs sein 🙄 . Ich lese aus deinen Bemerkungen, dass ihr auf Lodges übernachtet. Da ist es nicht so voll und den Müll werdet ihr auch nicht sehen. Ich wünsche dir eine ganz tolle Reise, mit vielen positiven Erfahrungen und Erlebnissen.
Schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins Jahr 2018!
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201121. Dez. 2017 · #128
Beatnick schrieb:Hallo Biggi,
Beim letzten Mal hat unser Guide häufig erfolgreich einen Bogen um Massenansammlungen gemacht, aber dass dieses ehemals so abgelegene, isolierte Naturwunder dermaßen geschluckt wird, missfällt mir einfach und ist nicht zu übersehen. Alles in allem hoffe ich, dass der aktuelle Afrika-Trend mit der Zeit wieder etwas abflaut. Und, dass euch letztlich vor allem die positiven Ereignisse in Erinnerung bleiben.
Liebe Bettina, auch wir werden bei einer erneuten Tour dem Guide andere Anweisungen erteilen. Wie immer wieder erwähnt, es war unsere erste Tanzania-Erfahrung, nun wissen wir, wo es drauf ankommt. Der allgemeine Afrika-Trend wird bestimmt noch einige Jahre andauern. So lange die weltpolitische Lage in vielen anderen Ländern eine sichere Reise unmöglich macht, ist Afrika eine Alternative.
marimari2'240 Beiträge · seit 201121. Dez. 2017 · #129
Hallo zusammen, wir waren auch auf der Simba Campsite (mit eigenem Auto) - ist halt die preiswerteste Option in der Gegend - uns waren die 450 CHF (+/- pro Tag mit Auto, 2 pax ) genug teuer. Die ganzen Tourgruppen sind da, ansonsten fand ich die Menge an Leuten nicht allzu tragisch. Again, das Schlimmste sind die dreckigen WCs und Duschen - für 100 Frauen 1 WC Haus ist einfach viel zu wenig. Ansonsten kann man es sicherlich komfortabler haben - man zahlt dann einfach einen Tausender... Aber wisst Ihr, 2 Monate später standen wir auf Halali mit ca. 200 Autos - das Camp war super voll. Es war viel touristischer wie im Krater, weil da waren wir eigentlich durch den Tag durch fast alleine unterwegs - im Etosha waren pro Löwnsichtung am Wasserloch mind. 50 Autos da/ ach ja, Rotel und Kleinbusse / Reisebusse nicht eingerechnet. Gruss M.
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201123. Dez. 2017 · #132
marimari schrieb:Hallo zusammen, wir waren auch auf der Simba Campsite (mit eigenem Auto) - ist halt die preiswerteste Option in der Gegend - uns waren die 450 CHF (+/- pro Tag mit Auto, 2 pax ) genug teuer. Die ganzen Tourgruppen sind da, ansonsten fand ich die Menge an Leuten nicht allzu tragisch. Again, das Schlimmste sind die dreckigen WCs und Duschen - für 100 Frauen 1 WC Haus ist einfach viel zu wenig. Ansonsten kann man es sicherlich komfortabler haben - man zahlt dann einfach einen Tausender...
Hallo marimari, inzwischen ist auf der Simba Campsite ein zweites Dusch- und Toilettenhäuschen gebaut, aber die Situation ist ähnlich geblieben und die Lodges drumherum sind unverschämt teuer. Das steht in keinem Verhältnis zu dem Gebotenen. Und im Etosha, ja auch hier wird es immer voller. Wir waren dieses Jahr im Juni dort und erlebten die Campsite sehr leer. Es gibt aber Zeiten, gerade während der europäischen Ferien, da findet sich jeder dort unten ein! Dennoch bleiben die tollen Erlebnisse mit den Wildtieren in unvergessener Erinnerung.
tiggiThemenstarter1'558 Beiträge · seit 201123. Dez. 2017 · #133
Nun wollte ich doch wenigstens die Safari in Tanzania noch vor dem Weihnachtsfest beenden...
Der letzte Tag ist also angebrochen... Es geht in rasantem Tempo am Kraterrand entlang. Viele Fahrzeuge kommen uns entgegen, Touroperator, die es alle eilig haben, weil sie mit ihren Gästen in den Krater wollen. Unser Weg führt uns über das Ngorongoro Gate bis zu einem Aussichtspunkt am Lake Manyara.
Vorher hat Samwel an einem Handcraft Shop gehalten. Ok, mal hineinschauen ist ja in Ordnung, aber wir wollen eigentlich nichts kaufen, entscheiden uns dann aber doch für ein Massaischwert und ein Schutzschild. Ich habe gar keine Lust zum Handeln, das ist aber notwendig. Ich bin mir nicht sicher, ob Samwel dachte, wir wollen hier einen Großeinkauf tätigen. Ich habe nichts dahingehend geäußert und schon gar nicht, dass ich solche Shops liebe. Jedenfalls fahren wir weiter und schon bald hält er am nächsten Shop. Ich möchte gar nicht weiter einkaufen und fotografiere Ziegen, Rinder und die Hütten in der Umgebung. Viel lieber würde ich in Lake Manyara durch den Ort laufen oder in den Nationalpark fahren.
vor dem zweiten Shop Am Morgen vor der Abfahrt bat ich Samwel im Ort Mto Wa Mbu langsam zu fahren, da ich noch ein paar Fotos machen wollte. Er fuhr aber rasant durch. Nun bin ich mir nicht sicher, ob die Guides auch etwas in den Handcraft-Shops verdienen, wenn Touristen dort einkaufen? Aber ich wollte Land, Leute und Tiere sehen und nicht von einem Touristenshop zum nächsten gebracht zu werden. Samwel wirkt etwas merkwürdig (?).
Wir erreichen schließlich Arusha, viel zu früh (!) und bringen Prosper nach Hause. Mit dem obligatorischen Trinkgeld verabschieden wir uns. In Usa River legt Samwel noch eine Lunchpause ein. Schließlich hat Prosper auch an Tag 7 noch eine Lunchbox für uns gepackt, mit Fleisch ohne Kühlung! Aminiel (Sikoyo) kündigt sein Kommen an. Wir warten auf dem Parkplatz beim kleinen Supermarkt auf ihn. Eine halbe Stunde später ist er da. Er erkundigt sich nach unserer Tour, den Sichtungen und wie es uns mit Prosper erging, dann bittet er uns, für ihn in Deutschland die Werbetrommel zu rühren und händigt einige Flyer aus. Er freut sich über die positive Rückmeldung. Im Grunde war es auch eine tolle Safari, mit Prosper hatten wir viel Glück und Samwel als Fahrer und Guide war auch ok. Die Kleinigkeiten, wie die häufige Handynutzung scheint in Tanzania normal zu sein und die vielen Touristen scheinen ja ein Gewinn für das Land zu sein – oder??? Fazit: Am ersten Tag auf dem Markt haben wir Trinkwasser für die Woche gekauft, ich hätte mir gewünscht, dass das Trinkwasser im Preis inklusive ist. Zu den Mahlzeiten gab es zwar Getränke (keine alkoholischen), aber nicht während der Touren unterwegs. Das Essen war ok und auch sonst war es eine gelungene Überraschungstour. Alles in allem war es super!. Wir haben sehr viel gesehen. Jedoch darf man nicht vergessen, dass wir auch viel, sehr viel dafür bezahlt haben. Es gibt andere Unternehmen, die bieten teilweise mehr oder auch mal eine Flasche Wein zum Dinner. Tanzania ist kein Low-Budget Reiseland, aber es geht bestimmt auch anders. Aminiel und sein Unternehmen "Mashokatours" befinden sich noch im Aufbau und lernen sicherlich dazu. Besonders gut hat uns gefallen, dass es doch sehr individuell war und wir nicht in einer Gruppe gereist sind. Das hat natürlich seinen Preis und wenn man, die Gegebenheiten kennt und genau weiß, was man will, dann ist Mashokatours eine gute Alternative zu anderen Unternehmen. Beim nächsten Mal würden wir unbedingt in den Lake Manyara NP fahren, auch dieses Mal wäre noch genug Zeit dafür gewesen, aber es passte wohl nicht ins Budget. Dafür mussten wir die Zeit im Handcraft-Shop und in Arusha verbringen. Wir hätten mindestens 5 Stunden für den Park gehabt.
Samwel hat uns pünktlich am Flughafen abgeliefert und mit dieser Maschine geht es dann nach Sansibar weiter. Dort erleben wir eine weitere fantastische Woche. In Tanzania gibt es noch so viel zu entdecken, wir kommen irgendwann wieder!
Eines der Highlights auf Sansibar waren die Colobusaffen in Jozani Forest NP.
sphinx1'624 Beiträge · seit 201526. Dez. 2017 · #135
Hallo Biggi Ihr hattet eine so schöne Reise. Und so habe ich mir jetzt Deinen Bericht noch einmal komplett angesehen. Lieben Dank fürs Teilen 😘 , für die vielen schönen Fotos und Deinen packenden Schreibstil. Danke, meine Erinnerungen an unsere erste „richtige“, zumindest erste ostafrikanische Safari zu wecken, für Deine offene Art auch nicht so Schönes zu erwähnen und besonders für Deine eindrucksvolle Beschreibung Eurer nächtlichen Löwenbeobachtung. Was für ein Erlebnis, so großartig. Weihnachtliche Grüße Elisabeth
picco6'369 Beiträge · seit 201126. Dez. 2017 · #136
Hoi Biggi
Ich hoffe doch stark dass Sansibar auch noch folgt...denn im Februar gehts bei uns nach Uganda und Sansibar, da können Deine Erfahrungen nicht schaden obwohl ich ja schon mal da war. Ansonsten vielen Dank für den schönen Bericht aus den Augen einer üblicherweise im südlichen Afrika Reisenden! Du hast mir bestätigt dass die Unterschiede zwischen dem östlichen und dem südlichen Afrika, wie ich sie sehe, auch von Anderen gesehen werden. 🙂
casimodo4'528 Beiträge · seit 200726. Dez. 2017 · #137
Hallo Biggi,
ich lese ja die ganze Zeit im Stillen mit. Früher wollte ich immer unbedingt nach Kenia oder Tansania. Mit dem älter werden treten solche Wünsche aber immer mehr in den Hintergrund. Das liegt nicht daran, dass mir die Gegend nicht gefallen würde, sondern vielmehr daran, dass ich dort nicht selbst fahren möchte und wir mit einem privaten Guide schon in Indien so unsere Erfahrungen gemacht haben. Ich möchte meinen (natürlich unseren) Tag im Ablauf gerne selbst bestimmen können.
Sie stellen sich direkt in den Weg, vor das Tier mit ihren Tablets. Noch ein bisschen dichter und noch ein bisschen dichter, wollen ihn vielleicht noch streicheln! 😈 Das Tier will aber nicht und trompetet sich den Weg frei. Ein Aufseher muss die Touristen zurückrufen. Ich fühle mich hier ein wenig fehl am Platze. In Botswana oder Sambia haben die Touristen mehr Respekt vor dem Wildlife. Solche Momente oder die Situationen mit den Löwen am Morgen gefallen mir gar nicht und stellen diese Tour schon in Frage. Wir sind hier vermutlich dem Massentourismus zum Opfer gefallen. Obwohl die Sichtungen sehr schön waren, nur das Drumherum nicht. Gleichzeitig möchte ich mit meinem Bericht an alle Fomis appellieren, doch eher eine Strecke durch einsamere Gebiete zu suchen. Für uns war dieses eine Einsteigertour, die typische Tour, die alle fahren. Beim nächsten Mal suchen wir andere Wege, dann bestimmen wir die Route und nicht ein Unternehmen. Diese Reise habe ich sehr unüberlegt gebucht, ohne große Vorbereitung habe ich mich auf Infos anderer verlassen.
Und dann lese ich diese Worte. Das sind genau die Erfahrungen, von denen man beim Lesen von Reiseberichten profitieren kann. Sehr treffend und ehrlich beschrieben.
So toll die Löwenbilder zwischen den Autos auch sind, ich hätte da wenig Spaß daran.
Champagner8'684 Beiträge · seit 201026. Dez. 2017 · #138
Lieber Carsten,
du schreibst gerade immer so treffend, dass ich mich auch hier dranhängen möchte! Danke 😘
Liebe Biggi, auch ich war immer dabei, interessiert es mich doch sehr, wo sich liebe Fomis so rumtreiben 😘 . Auch mich macht - warum auch immer (liegts wie bei Carsten am Alter? 🙄 ) - Ostafrika nicht an, vielleicht liebe ich gerade das Besondere der im Gegensatz zu Tanzania/Kenya eher seltenen Sichtungen in Botswana (und manchmal Namibia) . Inzwischen finde ich das sogar eher spannend als frustrierend, und oft nehme ich für Einsamkeit und Landschaft gerne auch einen Abmangel an Tieren in Kauf.
Danke dass du so objektiv berichtest - und ich finde es toll, dass nicht alle die selben Ziele zu ihrer Lieblingsdestination erklären (und einen Glaubenskrieg braucht man daraus sicher nicht machen....) , ich mag gar nicht dran denken, was das für ein Menschenauflauf wäre und wer mir dort alles über den Weg fahren würde 😄 😎 😗 . Ist ja überall schon voll genug 😵
Euch noch einen schönen letzten Weihnachtsfeiertag und einen guten Start ins Jahr 2018!
Auch von mir ein herzliches Dankeschön, dass Du mich mit Deinem Bericht und den tollen Bildern nach Tanzania zurück gebracht hast. Ihr hattet in der Kürze der Zeit unglaublich tolle Erlebnisse.
Carsten schrieb:
Ich möchte meinen (natürlich unseren) Tag im Ablauf gerne selbst bestimmen können.
Ich verstehe nicht, wo da das Problem sein soll. Du kannst doch jeden Tag Deiner Tour mit der Region im Vorfeld planen und natürlich jeden einzelnen Tag dann genau nach Deinen Vorstellungen planen. Wir hatten da auf unseren Touren noch nie irgendeine Diskrepanz mit unseren Guides. Man muss sich halt ein wenig unterhalten, was man wie möchte.
Bele schrieb:
Auch mich macht - warum auch immer (liegts wie bei Carsten am Alter? 🙄 ) - Ostafrika nicht an, vielleicht liebe ich gerade das Besondere der im Gegensatz zu Tanzania/Kenya eher seltenen Sichtungen in Botswana (und manchmal Namibia) . Inzwischen finde ich das sogar eher spannend als frustrierend, und oft nehme ich für Einsamkeit und Landschaft gerne auch einen Abmangel an Tieren in Kauf.
Ostafrika hat aber genau so einsame Regionen wie Namibia, sogar mehr als genug davon, und dazu atemberaubende Landschaften, die Du im südlichen Afrika nicht findest. Für Birder wie Dich könnten auch Träume wahr werden. Aber richtig, es muss nicht jeder dahin. Sicher schrecken viele auch die höheren Kosten ab.
LG Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
casimodo4'528 Beiträge · seit 200726. Dez. 2017 · #140
Off-Topic - Sorry Biggi 😉
@Botswanadreams
Ich verstehe nicht, wo da das Problem sein soll. Du kannst doch jeden Tag Deiner Tour mit der Region im Vorfeld planen und natürlich jeden einzelnen Tag dann genau nach Deinen Vorstellungen planen. Wir hatten da auf unseren Touren noch nie irgendeine Diskrepanz mit unseren Guides. Man muss sich halt ein wenig unterhalten, was man wie möchte.
Ohne hier eine riesen Diskussion zu eröffnen 😉 Man muss hier ja derzeit etwas vorsichtig sein 😉 Natürlich könnten wir uns mit einem (dann hoffentlich netten ) Guide arrangieren und mit ihm reden. ABer es ist mir einfach lieber, den Tagesablauf spontan mit meiner Frau zu bestimmen und mich im Urlaub nicht auf eine dritte Person einstellen zu müssen. Ich habe im Privat- und Berufsleben sehr viel mit Menschen zu tun (gerne). Im Urlaub bin ich dann auch mal gerne alleine mit meiner Frau. Das ist kurz gesagt der Grund.