Liebe Fomis, aus Zeitgründen habe ich lange keinen Bericht geschrieben. 🤪 Meistens sind wir ja fast 6 Wochen unterwegs, da kommt viel zusammen und der Bericht wird lang. Ich habe auch tatsächlich noch nicht alle Fotos unserer Sambia/Botswana Tour vom Juli/August bearbeitet. 😊 Nun bietet es sich aber an, über unseren Kurzurlaub in Tanzania 🤩 einige detaillierte Infos weiter zu geben. Wir waren 8 Tage in Arusha und auf Safari unterwegs, anschließend noch eine Woche auf Sansibar. Irgendwie war es eine typische Touristentour, also erwartet nicht zu viel. 🙄 Hier also der Vorspann..., und wie die Tour entstand. Afrika, aber dieses Mal anders. Im Juli/August sind wir von Namibia nach Sambia unterwegs gewesen und wollten ursprünglich bis nach Tanzania durchfahren. Jedoch sind die Gebühren für Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen in den Nationalparks mit täglich 150 $, zgl. der ortsüblichen Gebühren sehr hoch. Also haben wir beschlossen, dann extra mal nach Tanzania fliegen, vielleicht 2018 oder 2019... 😉 , so sparen wir die hohen Gebühren. Die ganze Tour ist zudem durch eine übereilte Entscheidung bei der Flugbuchung entstanden. In den Herbstferien sollte es in den KTP gehen, doch alle Unterkünfte waren ausgebucht, also wollten wir Wärme auf Sansibar tanken (weil es so billig dort war!). Die Flüge waren gebucht, eigentlich nur von und nach Sansibar. Und dann passierte es ...Bei einem Forumstreffen, wenige Tage später, wurde ich gefragt, was ich solange auf der Insel machen will? So, wie man mich kennt, würde es mir schnell langweilig werden und Topobär meinte noch, dass ich nach drei Tagen alles kennen und mich langweilen würde. Überlegen, überlegen ... 🤩 😏 😵 Dann wurden die Flüge schnell geändert und mit Precision Air etwas dazu gebucht. Ein Auto sollte angemietet werden und damit war alles klar. So sollte es sein! Das war der ursprüngliche Plan, und ich muss schon zugeben; alles war wenig durchdacht und so kam es anders! Schnell musste ich feststellen, dass der Autovermieter 4x4 Adventure fast 250 €/tgl. für einen Geländewagen haben wollte. Das war zu teuer! Über viele Forum-Tipps bin ich schließlich an Mashokatour verwiesen worden.
Beachtet bitte die genaue Aufschrift! 😄 Dem Manager Sikoyo/ Aminiel habe ich unsere Wunschreiseroute mitgeteilt und er mir einen Preis. Dazu muss man wissen, dass in Tansania alles etwas teurer ist, als im übrigen südlichen Afrika. 🤢 Außerdem reist man immer mit Koch und Guide. Beides ist für uns sehr ungewohnt und neu. Ich wollte mich irgendwie nicht damit abfinden, denn ich konnte nicht verstehen, dass man in Tanzania nicht wie in Namibia, sich selber versorgen kann. Hohe Ansprüche ans Essen haben wir nicht, abends reichen Nudeln mit Tomatensoße. Ich lasse mich eines Besseren belehren und muss den Koch und den Fahrer akzeptieren. Im Verlauf der nächsten Wochen erhalte ich von Sikoyo eine Excel Tabelle mit vielen Zahlen für NCAA, Tanap oder TNZ und Crater und irgendwie sollten die Zahlen zusammen addiert fast 4000 € ergeben für eine 8-tägige Safaritour im Zelt. Die Flüge waren separat. So viel Geld zahlen wir für vier Wochen Namibia. Nun habe ich das Internet nach Tanzaniareisen durchforstet und stellte fest, es geht auch günstiger, wenn man in der Kleingruppe reist. Aber… ob wir dafür geeignet sind? 😊 Mit Sikoyo habe ich weiter verhandelt, Bebbl und Marina (beide Forumsmitglieder) haben mich dann unterstützt und letztendlich konnte ich mit Sikoyo eine Exceltabelle errechnen, die deutlich günstiger ist und zur Reise passt. Von Marina bekam ich den Hinweis, unbedingt den von ihr gekauften Engel- Fridge und ihr Zelt zu benutzen. Beides befindet sich bei Sikoyo. Dieses habe ich ihm mitgeteilt und er bestätigte, dass das in Ordnung geht. Mehr dazu später… Marina hat einst versucht, Sikoyo geschäftlich unter die Arme zu greifen und hat auch Briefpapier mit seinem offiziellen Briefkopf entworfen. Dieses habe ich dann zur Rechnung umfunktioniert und mir von Sikoyo unterschreiben lassen, per What`s App wurde die Rechnung dann hin und her geschickt. Sikoyo erhielt in den nächsten Wochen eine Anzahlung (das war ca. 10 Monate vor Reisebeginn) von 850 €, damit er die Parkgebühren für den Ngorongoro Krater bezahlen kann sowie die Campsites buchen. Unsere Route wird uns in den wundervollen Tarangire NP, vorbei am Lake Manyara (leider nur vorbei 😵 ) in die Serengeti und zurück über und durch den Ngorongoro Krater führen. Zwei Wochen vor Reisebeginn erreicht mich ein Video und Bilder von Sikoyo, indem er mir die Tiere der Migration zeigt und schreibt, dass wir das auch bald sehen werden. Das ist ganz nett, denn so weiß ich, dass er uns nicht vergessen hat. Es ist ja immer ein kleines Risiko, wenn man in fremde Länder an unbekannte Personen höhere Geldbeträge überweist.
Samstag, 30.9.17 , nach 10 Monaten geht es los! Abflug von Hamburg mit Turkish Airlines über Istanbul, Sansibar nach Arusha/Kilimanjaro Airport.
Sikoyo hat ein Gästehaus gebaut und nimmt 100 $ /Nacht, wir haben uns aber für das Kiota Nest Gästehaus bei der Schweizerin Barbara entschieden. Unsere ursprüngliche Anreise war für 2.30 Uhr geplant, der Flug wurde dann umgelegt, da wir erst auf Sansibar landeten und somit erreichten wir gegen 5.45 Uhr den Kilimanjaro Airport in Arusha. Einen sehr kleinen Flughafen, auf dem unsere Maschine das einzige Flugzeug ist.
Die Flughafenfeuerwehr steht für den Notfall bereit. 😊
Es dämmert bereits, als wir aussteigen und zu Fuß zum Immigrationgebäude laufen. Der Kilimanjaro zeigt sich zwischen einigen Wolken. Ich habe das Gästehaus für zwei Nächte gebucht. Von der ersten Nacht haben wir nicht mehr viel! Nach der Landung erfolgt rasch die Immigration. Das Visum haben wir bereits in Deutschland beantragt und somit erfolgt die Einreiseprozedur sehr schnell. Abdallah, ein Fahrer von Barbara, holt uns am Flughafen ab.
(bei den ersten Bildern handelt es sich um Handyaufnahmen, daher nicht ganz scharf! 🙁 ) Sehr herzlich werden wir im Kiota Nest empfangen.
Bei Kaffee und Tee haben wir uns kennengelernt und neueste Nachrichten ausgetauscht. Ein kurzes Schläfchen und eine Dusche folgen.
Um 10.00 Uhr hat Flora, die gute Fee des Hauses, ein wunderbares Frühstück für uns bereitet. Neben einem frischen Obstsalat, Saft, Joghurt, Eiern, Hefezopf mit Marmeladen (homemade), Honig, Brötchen mit Wurst oder Käse, blieben keine Wünsche offen. Moringa-, Baobab- oder Avocadopower geben uns viel Energie und so können wir kurze Zeit später mit Richard zur ersten Tour aufbrechen.
Geplant ist eine Kaffeetour. Wir haben lange überlegt, ob eine Halbtagestour in den Arusha NP sinnvoll ist, uns dann doch dagegen entschieden, da wir bestimmt noch viele Tiere sehen werden. Barbara organisiert die Tour...
Biggi
Teil 207. Nov. 2017
Kaffeetour
Richard, unser Kaffeeguide, erscheint mit einem Fahrer von Kahawe Wild Tracks. Bevor wir uns im Land weiter bewegen, benötigen wir ein bisschen Bargeld und so hält der Wagen auf unseren Wunsch bei einer Bank in Usa River, so dass wir uns mit tansanischen Schilling versorgen können und dann fahren wir nach Meru (Dorf).
Auf dem Weg dorthin hätte ich schon hunderte von Fotos machen können. Es fällt mir wirklich schwer, dass wir nicht einfach anhalten können.
Ab dem kleinen Dorf geht es zu Fuß weiter. Die Tour startet mit einem Rundgang, beginnend an der Schule. Es ist Sonntag, die Schule ist geschlossen, dennoch zeigt uns Richard diese Einrichtung. Er selber ist hier auch zur Schule gegangen, jedoch besuchte er später eine weiterführenden Highschool in Arusha und jetzt geht er noch auf eine Tourismusakademie. Er möchte als Tourguide arbeiten, dazu muss er zwei Jahre lernen.
Ich frage mich immer, ob unsere Schüler hier arbeiten wollen? In welch einem luxuriösen Gebäude lernen sie bei uns und meckern immer noch!
Englisch wird auch schon gelernt... und dann erst die Biostunde.. ob hier jemand Medizin studiert? Ein Blick ins Herz eröffnet neue Kenntnisse. 🤩
Durch die Scheiben kann ich einen Blick ins gut aufgeräumte 🤪 Lehrerzimmer erhaschen...
Viele Leute sind hübsch gekleidet und auf dem Weg zur Kirche. Die neue Kirche ist das einzige große Gebäude im Ort, nur ein Hospital ist ähnlich groß.
Langsam laufen wir bergauf - bei 28 Grad! 😣 An einem kleinen Lädchen besorgt Richard für jeden eine Wasserflasche. 🙂
Im Dorf gibt es kleine Geschäfte, wie...
Guten Appetit! 🤢
Wanderschuhe erhalten wir hier!
Typischer Dalla-Dalla, der Linienbus! Wir „wandern“ an Bananen-, Mango- oder Papayaplantagen entlang. Es ist herrlich saftig grün am Fuße des Mount Meru.
Mainroad!
Irgendwann kommen die Kaffeesträucher hinzu. Richard erklärt die Pflanzen und deren Anbau. Einige stehen noch in der Blüte, weiße kleine Blüten locken Insekten an.
Wenig später erreichen wir eine Kaffeefarm, auf der uns erneut die Pflanzen, deren Vermehrung, der Pflegeprozess sowie die Ernte erklärt und gezeigt wird. Alle Gegenstände, die man zur Kaffeeherstellung benötigt, liegen bereit und werden vorgeführt. Mit biologischen, selbst hergestellten Insektiziden wird gegen Schädlinge oder Fäule vorgegangen. Häufig werden unterschiedliche Pflanzen zwischen die Kaffeesträucher gesetzt, so dass die Insekten dadurch abgehalten werden, die Sträucher zu befallen.
Eingang zur Farm.
Natürlich darf auch einen Stand mit Handarbeiten nicht fehlen. Schmuck, den die Familienmitglieder angefertigt haben, um etwas dazu zu verdienen, wird angeboten. Ein Armreif geht für 10000 TZS (ca. 5 €) in unseren Besitz über. Wir folgen Richard weiter durch herrlich grüne Hänge, entlang einiger privater Häuser, mal laufen wir etwas bergauf, meistens aber bergab, eine tolle saftig grüne Landschaft, unter vielen großen Bananenstauden entlang.
Begegnungen am Rande
Wir erreichen dann die Rösterei, in der wir eine Kaffeeverköstigung haben. Die Kahwa Wild Track Rösterei gehört einer Norwegerin und einem Einheimischen.
Nach dieser sehr schönen „Kaffeetour“ werden wir wieder zurück nach Usa River gefahren. Ich habe bereits vorher vereinbart, dass wir noch am Supermarkt einkaufen können, weil wir für die Safari-Tour noch Getränke und Wasser benötigen. Außerdem brauche ich Bohnen für meinen Fotosack.
Der kleine Markt ist erstaunlich gut sortiert, viele europäische Produkte verstecken sich in den Regalen und dann treffen wir dort auch noch...
Biggi (PS: Hoffentlich sind das nicht zu viele Bilder? )
Teil 308. Nov. 2017
Auf dem Markt in Arusha Montag, 2.10.17
Am nächsten Morgen erwartet uns wieder ein leckeres Frühstück. Flora steht bereit, um auch den letzten Wunsch noch zu erfüllen. Barbara begrüßt uns ebenfalls beim Frühstück, anschließend wird abgerechnet. Dazu können wir ein neuartiges System im Internet nutzen. Ähnlich wie Pay Pal kann ich meine Kreditkartendaten einspeichern und das Geld wird auf Barbaras Konto transferiert. Da ist Afrika ein bisschen weiter, als Europa! Samwel erscheint bereits eine halbe Stunde vor dem vereinbarten Termin, er trinkt noch einen Tee und schaut sich im Gästehaus um, dabei entdeckt er eine Zeitschrift in deutscher Sprache. Er ist sehr interessiert daran, da er nebenbei auch deutsch lernt. Barbara schenkt ihm ein Heft und eines bekommen wir. Hatari, eine Zeitschrift über das afrikanische Wildlife. Unser Gepäck steht zum Verladen bereit, ein Angestellter des Gästehauses kommt mit einem kleinen Handwagen und lädt alles drauf.
Wir verstauen es im Toyota Landcruiser. Von Barbara und Flora verabschieden wir uns ganz herzlich und natürlich auch von ihren drei Hunden, die stets auf alle Gäste aufpassen. Es war eine sehr schöne, leider viel zu kurze, wenn auch sehr teure Zeit im Kiota Nest. Kurz vor Usa River zeigt sich die Spitze des Mount Meru wolkenfrei, wir halten, um ein Foto zu machen.
Leider sind im Vordergrund einige Häuser. Samwel hat gesehen, dass ich aus dem Auto fotografieren will. Da hält er lieber an, aber die Stelle ist nicht so geeignet. An der Hauptstraße nach Arusha warten wir erneut auf einen Angestellten von Kahawe Wild Track. Wir sollen noch einen Beutel mit Kaffeebohnen, medium gebrannt, erhalten. Am gestrigen Tag war diese Sorte im Regal nicht mehr vorhanden, so wurde vereinbart, dass wir heute noch eine kostenlose Probepackung bekommen. Während wir auf die Bohnen warten, beobachte ich das Geschehen an der Straße. Einige Dalla-Dalla-Busse kommen vorbei und nehmen Gäste auf. Das Gepäck landet auf dem Dach. Vor uns parkt ein Dalla-Dalla, der offensichtlich Gäste zum Kilimanjaro bringen wird. Motorradtaxis werden mit Waren beladen, nicht nur mit Personen. Viele Dörfer sind nicht mit dem Auto, sondern nur mit dem Motorrad zu erreichen.
Ab und zu liegen Rucksäcke am Straßenrand 🤢 🤪
Nachdem wir den frischen und lecker duftenden Kaffee verstaut haben, geht es über die neue „Autobahn“ ins Getümmel von Arusha.
Auf dem Markt treffen wir Prosper, unseren Koch. Seine ganzen Einkäufe müssen auf dem Dach untergebracht werden. Das dauert einige Zeit. Flaschen mit Wasser, Reis, Nudeln, Gemüse und Obst in Pappkartons, eine geheimnisvolle Metallkiste (vielleicht war dort Fleisch für 7 Tage drinnen?) und seine persönliche Reisetasche wandern unter eine blaue Plane.
Ich schaue mich etwas um und werde natürlich prompt von einem Mann angesprochen, der meint, mir unbedingt die Marktstände zeigen zu wollen.
Wir schlendern durch enge Gassen an Reis, lebenden Hühnern oder getrocknetem Fisch vorbei. Dieser Markt ist wie viele in Afrika sehr unübersichtlich und chaotisch. Für unsere europäischen Augen ist es sehr spannend, aber über Hygiene darf man nicht nachdenken. Der Reis enthält kleine schwarze Krabbeltiere, die die Frauen mit den Fingern herauslesen. Die Hühner werden zusammengequetscht aufs Motorrad geklemmt, nichts für Tierschützer! Die Eier liegen bei 30 Grad in der Sonne und werden schon einmal vorgekocht, daneben lässt sich der Fisch seine Schuppen im warmen Sonnenlicht bräunen, aber ein tolles Bild geben die vielen bunten Gewürze und Bohnen oder der Stand mit den farbenfrohen Eimern und Schüsseln ab.
(Ich verstehe nicht, warum dieses Bild auf der Seite liegt?)
Brot kann man vom Motorrad kaufen und wer keine Lust mehr hat zum Arbeiten, entspannt auf dem staubig dreckigen Boden. Irgendwo in der Nähe gibt es auch Tee und Kaffee zu trinken. Ein wirklich afrikanisch buntes Treiben stimmt auf Tanzania ein. Wir sind angekommen! 😘 🤩 😘
Irgendwann geht es dann los. Arusha steckt im Verkehrschaos zwischen kleinen Straßenständen, LKWs, Schulkindern und blühenden Bäumen. Wir fahren entlang des Arusha-Airports nach Süden. Unser heutiges Ziel ist der Tarangire National Park. Arusha ist eine quirlige, aber sehr grüne Stadt, kaum lassen wir den Flughafen hinter uns, wandelt sich die Landschaftsfarbe in tristes braun.
Auf dem Weg zum Nationalpark halten wir an einem Massaimarkt... davon demnächst mehr
Biggi
Teil 409. Nov. 2017
Nanja - auf dem Weg in den Tarangire NP
Im Ort Nanja findet heute ein Massaimarkt statt. Wir halten an, schauen diesem Treiben ein bisschen zu und Prosper kauft noch ein paar der gänzlich grünen Kochbananen. Hier stehen Massai in traditioneller Kleidung, neben Massai, die bereits in Jeans und Lederjacke gekleidet sind. Dem Angebot nach zu urteilen, schlafen auch bereits einige Massai in gewöhnlichen Betten und nicht mehr auf einem Holzgestänge, wie wir es noch kennen lernen werden. Recht farbenfroh sind die Maasaifarben in rot oder blau, viele Stoffe jeweils kariert. Ich entdecke Frauen mit schönem Ohrenschmuck, doch für ein Foto möchten sie Geld oder sie zwängen mir ein Schmuckstück auf, welches man zu überzogenen Preisen erwerben kann. Leider hat der Tourismus auch dieses Nomandenvolk bereits verbogen.
Dieses Ohr besucht demnächst die Schulter, der wertvolle Schmuck muss schwer sein! 🤪 😊 Eselparkplatz!
Neue Schuhe, das wäre was, vor allem in weiß!! 😵 Oder handelt es sich um Hochzeitsschuhe??? Crazy! Es gibt wohl nur einen!!
Hübscher Ohrenschmuck!
Gesunde Betten für die Massai!
😊 Manche Bilder liegen auf der Seite, kann mir jemand helfen, warum ist das so? Sind sie zu groß? 🤢 🤪 Über Makuyuni folgen wir der sehr guten Teerstraße bis Minyingu Village.
Nun biegen wir auf eine Gravelroad ab. Am Ortseingang kauft Prosper noch 4 Lunchboxen, die hat er vergessen und dann geht es weiter.
Kleine einfache Dörfer befinden sich links und rechts des Weges. Frauen und Männer führen ihre Ziegen oder Rinder auf die Felder oder an die Brunnen zur Tränke. Die Landschaft ist grau, abgeerntete Felder mit einzelnen Bäumen begleiten uns. Die bunten Maasaitücher der Menschen leuchten immer wieder herrlich in der Ferne. Bald erreichen wir das Gate zum Tarangire NP. Ich hätte es gerne fotografiert, aber Samwel fährt schnell hindurch. Auf dem Parkplatz ist es sehr voll. 😊 🤩 Ich hatte mit etwas mehr Einsamkeit gerechnet. Immer wieder stehen die gleichen Safarifahrzeuge nebeneinander, sie unterscheiden sich nur durch die Aufkleber der unterschiedlichen Agenturen. In einem Zelt müssen wir uns in eine Art Gästeliste eintragen, jeder Gast registriert sich selber. Alle Gebühren zahlt aber Samwel, dieses allerdings im Office. Ein Picknickplatz mit Toilette und ein paar kleinen Kiosken versuchen den Touristen das Geld zu entlocken.
Im Toilettenhäuschen fließt kein Wasser, es scheint aber eine Eigenart in Tansania zu sein, dass man außerhalb davon einen Eimer mit Wasser, Seife und einem Auffangeimer für Waschwasser, deponiert hat.
Manfred kauft Cola, dann schlendern wir weiter und entdecken eine Vogeltränke, die auch als Bad einiger Zwischerchen benutzt wird. Da muss ich doch mein Objektiv wechseln und schnell ein paar Fotos machen. Schnell deshalb, weil Samwel schon wartet. 😈 Er hat offensichtlich ganz bestimmte zeitliche Vorstellungen von dem Tag. Wir sagen nichts, da wir die Gegebenheiten nicht einschätzen können. Bei einer zweiten Tour würde ich nun aber meinen Plan vorgeben. Das ist beim ersten Mal etwas schwierig!
Dennoch besuche ich einen kleinen Shop, ergattere unsere Lieblingskekse aus SA, die Romneys! Leider muss ich hier 5 $ pro Packung zahlen. Sie schmecken dann umso besser. *in der Literatur findet man Maasai und Massai, zwei unterschiedliche Schreibweisen.
Prosper und Samwel kennen diese Kekse gar nicht, auch ihnen schmecken sie lecker. Wir fahren zum ersten Wasserloch und bereits auf dem Weg dorthin lassen unsere Augen viele Antilopen erkennen. Am Wasserloch stehen Giraffen, Kronenkraniche. Warzenschweine, Gnus und Zebras. Es fängt doch bereits sehr tierreich an.
Geht auf der nächsten Seite weiter...
Teil 512. Nov. 2017
Liebe Fomis, es freut mich, dass doch einige Interessierte mir folgen, so macht das Arbeiten am Bericht Spaß, 🤩 anderseits ist auch immer ein bisschen Egoismus dabei. Durch das Veröffentlichen der Erlebnisse, reflektiere ich unseren tollen Urlaub noch einmal. Mit etwas Abstand betrachtet, sieht man das ein oder andere Ereignis nicht mehr durch die rosarote Brille 🤩 😏 .
Tarangire Am ersten Wasserloch standen wir nur sehr kurz, da Samwel es eilig hatte, die nur 500 m entfernte Campsite zu erreichen.
Der Tarangire NP ist bekannt für seine hohen Elefantenpopulationen, aber auch die vielen Zebras und Gnus fallen uns auf. Von denen gibt es hier mehr als von den Elefanten. Der Park selber zieht sich am Tarangire Fluss entlang. Er stellt die Lebensader des Parks. Hügel, Savannen und Sümpfe wechseln sich ab, viele Baobab Bäumen stehen majestätisch in der Landschaft. Oftmals eröffnen sich Blicke weit in die Ferne an den Bruchkanten des Flusses entlang. Eine fantastische Landschaft mit vielen Tieren gefüllt, die wir dann bald näher Kennenlernen sollen, aber vorerst geht es zur Campsite. Auf der Campsite angekommen, die nur 7 KM vom Gate entfernt liegt, werden wir von den Camp-Attendants begrüßt. Sie helfen beim Entladen des Fahrzeugs und beim Zeltaufbau.
Der Platz ist noch sehr leer, außer unserem Zelt, stehen nur die Zelte der Attendants und ein weiteres Gästezelt hier. Wir wählen einen Platz unter einem Baum, gegenüber einem der zwei neuen Ablutionblocks. Neben dem Zelt steht eine grüne Bank mit einem Tisch, ideal zum Essen. Inzwischen ist es schon sehr heiß, wir würden gerne einen Cappuccino trinken. Dazu habe ich Tüten von Nescafe dabei. Prosper hat unseren Tisch mit einer rotschwarzen Decke belegt und Tassen hinzugestellt. Tee, Kakao oder Kaffee gibt es ebenfalls. Manfred geht in die Küche und will dann heißes Wasser holen, aber Prosper meint, es sei noch nicht „save“. Er achtet darauf, dass das Wasser auch ausreichend abgekocht ist. Wir warten noch ein Weilchen auf das Wasser, welches Prosper uns in einer Thermoskanne serviert. Ein paar Vögelchen begrüßen uns.
White-browned Sparrow-Weaver
White-headed Buffalo-Weaver Ashy Starling
Nach dem Cappuccino richten wir unser Zelt ein, dann starten wir mit Samwel zum ersten Gamedrive. Kurz hinter der Campsite biegen wir nach Osten ab, der Fluss ist hier ganz trocken. Wir durchqueren das tiefsandige Flussbett, gegenüber befindet sich eine Lodge mit Zelten.
Ein paar Wasserböcke und Giraffen zeigen sich, allerdings ist häufig viel Blattwerk zwischen den Tieren und unserem Wagen, sodass sich das Fotografieren nicht lohnt.
Paviane, Impalas ...
Fliegende junge Paviane gibt es hier auch 🤪
oder flüchtende Paviane, vor einer Traumkulisse mit einem Akazienbaum 😘
so hässlich sie auch aussehen mögen, so süß können sie auch sein!
etwas neugieriger..
gut geschützt durch Mama..
.. wird man durch die Welt getragen...
aber Hunger haben sie auch und dann kommen auch noch Freunde zum Spielen..
und wieder zurück auf der Mainroad, geht es bergauf und bergab. Elefanten kommen, fressen und gehen.
Plötzlich stehen wir vor einem Baum, unter dem verteilt sechs-acht Löwinnen ruhen.
Eine Dame schaut einmal kurz auf, neugierig wie alle Frauen!! 🤪
...aber die Träume haben sie völlig im Griff!
..noch einmal hochschauen, "da war ein Geräusch"
die Löwinnen lagen weit von einander verteilt, immer wieder erblickten wir ein neues Tier
Mangusten und Dik-Diks kreuzen unseren Weg, im Gebüsch beobachten wir wieder die grazilen Giraffen und Wasserböcke.
Aber die Löwen interessieren uns schon, obwohl schlafend oder dösend unter den Büschen, sie lassen sich auch von frechen Pavianen nicht stören. Wir beobachten, wie ein Pavian die Löwen anbellt und sie durch sein Näherkommen provoziert, doch die lassen sich nicht stören. Eine Löwin erhebt sich..., andere drehen sich ... aber wirklich passiert hier nichts.
echtes Suchbild!
diese Löwin blickt immerhin zum Pavian
und erhebt sich, aber dann 🙁
Zu diesem Zeitpunkt dachten wir, dass es ein Glück wäre, gleich am ersten Tag diese Tiere zu sehen, aber es folgen noch so viele mehr. Das Hubdach des Wagens ist geöffnet, so können wir uns den Wind um die Nase wehen lassen, viel Staub einatmen und die Tiere, wie die Giraffen auf Augenhöhe sehen. Viele Tse-Tse- Fliegen plagen uns, sie beißen unerbittlich. Wir können sie nicht verjagen. Mich haben sie siebenmal genau unter dem BH gebissen 😈 🤩 🤢 Dicke rote Quaddeln in einer Reihe, mein Mann hat sich kaputt gelacht, während ich ununterbrochen am Kratzen bin! Elefanten scheinen gerade vom Fluss auf dem Weg zu den besten Büschen mit frischem Grün zu sein. Längere Zeit stehen wir vor einer Mutter mit ihrem Kalb. Die Tiere sind gar nicht scheu und überaus friedlich. Sie kommen sehr dicht an den Wagen heran. Ich bin von dieser Landschaft ebenso fasziniert, wie von den langweiligen Löwen. Diese Landschaft eröffnet tolle Weitblicke, die wir so nicht in Botswana oder im Etosha sehen.
Die Sonne geht bald unter, Zeit für den Sundowner! Wir haben in der Kühlbox im Auto Savanna, mit Samwel stoßen wir auf die Sonne an.
Erst nach Einbruch der Dunkelheit erreichen wir das Camp, Samwel scheint jeden Winkel des Parks zu kennen. Er fährt ohne Navi. Da wir hier keine Gates oder Zäune haben, kann man auch bei Dunkelheit noch fahren. Samwel sagt aber, dass man sich nicht vom Ranger erwischen lassen sollte. Regeln sind auch hier einzuhalten, sonst wird es teuer. Das Einhalten der Regeln nimmt Samwel auch beim Fahren sehr ernst und er bleibt fast immer auf den Wegen. Gerne hätte ich mir zum Fotografieren das ein oder andere Mal eine andere Position gewünscht, aber das ging nicht. Überhaupt ist es für mich schwer, dass ich nur dann fotografieren kann, wenn er anhält. Es gibt viele Situationen unterwegs, in denen ich die Landschaft oder die Menschen fotografiert hätte. Obwohl ich ihn später bitte, in Lake Manyara langsam zu fahren, weil ich fotografieren möchte, zieht er in einer rasanten Geschwindigkeit durch den Ort. Sein Fahrstil ist doch manchmal sehr Formel 1-tauglich! Aber zurück in den Tarangire NP Unser erster Gamedrive endet sehr vielversprechend und es geht am nächsten Tag auch so weiter....
Teil 615. Nov. 2017
Liebe Dankedrücker und Mitleser, fast klingt es so, als wäre unser Fahrer nicht "hörig genug". Ich möchte das noch ein letztes Mal klar stellen: Bisher sind Manfred und ich immer alleine gefahren, jetzt: neue Situation und als Gast (wenn auch gut zahlender) verhält man sich etwas zurückhaltend. Aber im Großen und Ganzen war es eine super Tour!!! Beim nächsten Mal kennen wir die Entfernungen, die Campsites und, und - dann kann man den Schnabel aufreißen und den Fahrer dirigieren. Jetzt mussten wir uns erst einmal heran tasten!
Tarangire Prosper erwartet uns bereits mit dem Dinner. Unter dem Sonnendach stehen vier Tische mit Bänken. Inzwischen hat sich der Campingplatz mit weiteren Gästen gefüllt, auch die anderen Tische sind belegt. Wir kommen mit einem jungen Paar aus Heidelberg ins Gespräch (sie ist eine gebürtige Polin), auch sie reisen mit Guide und Koch, wie wir. Sie erzählen, dass sie kurz nach uns bei den schlafenden Löwen vorbeikamen und diese dann auf den Baum verschwunden sind. Das hätte ich gerne gesehen, aber leider schliefen sie bei uns noch ganz entspannt unter den Büschen und Sträuchern. Wir haben dort recht lange gewartet, aber die Löwen lagen nur faul herum. Als Faustformel für Löwensichtungen gilt: 15 Stunden schlafen sie täglich, 5-7 Stunden befinden sie sich im Dämmerzustand und 1-2 Stunden kann man sie aktiv erleben. Da muss man schon zum richtigen Zeitpunkt vorbeikommen. Hier haben wir es nicht geschafft, aber die nächsten Tage….da sind uns noch weitere Katzen begegnet. Zum Abendessen zaubert Prosper eine Zucchinisuppe als Vorspeise, dann gibt es Reis mit einem tansanischen Chickencurry, zum Nachtisch folgt eine Obstplatte. Kaffee, Tee oder Kakao stehen immer bereit. Das Essen ist sehr schmackhaft und gut gewürzt. Mit Prosper scheinen wir einen guten Koch zu haben. Er selber isst nie mit uns, wir fordern ihn immer dazu auf, aber er meint, er habe in der Küche zu tun. Jedoch trinkt er gerne einen Gin Tonic mit uns! Nach dem Essen fallen wir bald ins Bett. Samwel gibt noch den Hinweis, dass wir das Wasser aus der Leitung nicht zum Zähneputzen benutzen sollen, es ist nicht save. Auf der Campsite stehen zwei neue Toilettenhäuschen mit Duschen. Es gibt warmes Wasser, Toilettenpapier, Seife und alles macht einen guten sauberen Eindruck, für Spiegel und Licht reicht allerdings das Geld nicht. Dafür sind die Attendants zuständig. Einziger Minuspunkt ist die Lichtanlage im Ablutionblock. Es bleibt in beiden neuen Gebäuden dunkel! Hier hilft nur eine Stirnlampe. Samwel schlägt vor, dass wir am nächsten Tag mit einem Frühstück um 7.00 Uhr beginnen. Leider will er immer erst frühstücken und lässt sich nicht zu einem Morgengamedrive überreden, der um 6.00 Uhr startet und das Frühstück erfolgt gegen 9/10 Uhr. Er meint, man sieht zu jeder Zeit alle Tiere, da hier so viel los sei. Wir wissen es nicht besser und lassen es dabeibleiben. Nach dem Essen fallen wir erschöpft in den Tiefschlaf.
Aber es geht weiter durch den Tarangire - ein ganzer Tag nur Landschaften und Tiere und keine Zäune Dienstag, 3.10.17
Dienstag, 3.10.1 Als wir am nächsten Morgen erwachen, sind wir umzingelt von vielen Safarizelten. Was ist hier los? Ein LKW brachte schon früh viele kleine Zelte für eine Reisegruppe, die ausgerechnet ihr Zeltdorf um unser Zelt errichten wollen. Die Campsite ist sehr groß, es hätte auch weiter hinten noch ausreichend Platz gehabt. Von Prosper erfahren wir später, dass wir unser Zelt umstellen sollen. Er würde das aber für uns übernehmen. Er ist toll! Nach dem Morgengamedrive steht unser Zelt am Rande des Platzes an einem anderen Ende. Dieser Platz gefällt uns auch gut, direkt hinter dem Zelt weiden die Zebras und Gnus. Ein weiteres Toilettenhäuschen war ordentlich sauber und nicht so weit entfernt. Nun müssen wir aber erst einmal den Tag mit einem guten Frühstück beginnen lassen. Ein große Schale Porridge, sehr süß, einen großen Obstteller, alles schon mundgerecht aufgeschnitten, Toast, Marmelade, Peanutbutter und eine Platte mit Sausage, Omelette und /oder Pfannenkuchen, Gemüsebällchen oder anderes gibt es täglich für uns. Das ist viel zu viel! Gut gestärkt fahren wir mit Samwel dann wieder los. Posper bleibt im Camp und kümmert sich ums Essen. Bevor wir aufbrechen nehme ich noch schnell ein Vögelchen auf:
Die Lovebirds tauchen immer in Gruppen auf und wirken farblich hübsch in der kargen Landschaft aus graubraun
Auch vor dem blauen Himmel wirken sie als Kontrast
Dieser Starling ist weniger hübsch, aber dafür sehr zutraulich. Er sitzt auf unserer Bank.
Deutlich noch weniger beliebt ist der"Go away Bird"
Wieder genieße ich die abwechslungsreiche Landschaft, auch mit den kleinen Tieren
Tiere sind immer zu sehen, Samwel fährt noch einmal zu der Stelle, wo wir am Abend zuvor die Löwen gesehen haben, doch sie sind weg. Elefanten ziehen durch die Hügel, dann schaltet er sein Funkgerät ein und empfängt den Hinweis, dass im trockenen Flussbett nicht weit entfernt, gerade eine Gruppe Löwen einen Wasserbock gerissen haben. Wir fahren zu der Stelle und können kaum glauben, dass die Löwen einen Wasserbock verspeisen.
Bisher hörten wir immer, dass die Böcke ein Sekret in ihrem Fell absondern, dass sie ungenießbar macht. Für Löwen gilt das wohl nicht. Leider liegen die Löwen quer über dem Kadaver, so dass wir nicht erkennen können, um welches Tier es sich handelt. Wir treffen die Deutschen aus dem Camp an dieser Stelle wieder und sie teilen uns mit, dass sie 10 Minuten vor unserem Eintreffen beobachtet haben, wie die Gruppe den Wasserbock zur Strecke brachte. Also glauben wir, dass Löwen doch Wasserböcke fressen, jedenfalls in Tansania. Diesen Löwen schmeckt es aber!
Schöne Rücken, wenigstens nicht so blutig!
Dieser Löwe hat sich seinen Anteil gesichert. 😈
Aber dann verschwand er auch schon zwischen den Gräsern und Büschen
Samwel und andere Fahrzeuge stehen etwas abseits des Weges, sonst hätte man kaum etwa sehen können, aber nach ein paar Minuten meint er, es ist nicht „save“, er müsse zum Weg zurück. Die Löwengruppe liegt mit ihren Rücken zu uns und ins Flussbett kann man wirklich nicht fahren. Schade, ich wäre natürlich länger unter dem Baum geblieben.
Während sich zwei Löwen mit "Beinen" ins Gebüsch zurückzogen, rissen die anderen vier am Kadaver herum.
Von einem Wasserbock nichts mehr übrig , die Tiere waren wohl sehr hungrig. Das ging sehr schnell. Wir sind dennoch völlig begeistert von dieser morgendlichen Sichtung 🤩 Hurra! Aber der ganze Tag wird außerordentlich spannend, das ist nur der Anfang!
Wir suchen andere Tiere (nein, eigentlich müssen wir sie nicht suchen, die Tiere sind einfach da)
Elefanten sind doch immer wieder faszinierend,
manche Elis kamen einfach auf uns zu und das ganz friedlich. Nach einiger Zeit geht es durch diese herrliche Landschaft weiter. Samwel zeigte uns in einem Baum eine Pythonschlange. Wir stehen direkt unter ihr, sie liegt zusammengerollt sehr hoch in einer Astgabel.
Elefanten, Gnus, Zebras, Impala, vereinzelt Dik-Diks und Wasserböcke durchziehen die Landschaft. Von einigen Tieren erblicken wir nur Beine...
... andere dekorieren die Landschaft mit schwarzen Punkten.
Und bei genauerer Betrachtung erkennen wir einen...
Morgen geht es weiter! Biggi
Teil 716. Nov. 2017
Wir sind immer noch im Tarangire unterwegs, schauen nach links und mal nach rechts und immer wieder ist der Fernblick sehr beeindruckend 🙂 verträumt schaue ich umher und dann bewegen sich plötzlich Grashalme. Nur ein ganz bisschen, dunkle Flecken zeigen sich ...
Nein, diese Flecken meine ich nicht, es sind viel kleinere ... schaut genau ...
...da sitzt er - der Leopard - leider etwas entfernt von uns. Sein sehr aufmerksamer Blick ist in die Ferne gerichtet.
Plötzlich können wir ihn schleichen sehen, allerdings weit entfernt in einem Savannenstück mit hohem Gras. Wir bleiben auf einem gegenüberliegenden Hügel stehen und beobachten, wie er sich an eine Antilope heranschleicht. Ganz langsam, abgeduckt, kommt er dem Tier näher. Wir sind ganz angespannt und glauben, dass gleich etwas passieren wird. Ich stelle meine kleine Kamera auf Videoaufnahme um. Wir warten. Den schleichenden Leo sieht man kaum im Gras, da er sich so stark abduckt.
Doch plötzlich springt unvermittelt eine zweite Antilope aus dem Gras, wir haben das Tier gar nicht gesehen und beide beobachten jetzt den Leo, dieser geht ganz gemächlich an den Tieren vorbei. Dem Leoparden gelingt es nicht, die Tiere zu jagen. Eine erfolglose Jagd. 😐 Der Leo geht langsam weiter und verschwindet aus unseren Augen. Fast könnte man meinen, er wollte gar nicht jagen oder er fürchtet sich vor zwei Antilopen 🤢 Nun hatten wir nur die Kamera meines Mannes zur Verfügung, meine Videoaufnahmen sind nicht perfekt, aber doch sehenswert, aber ...https://youtu.be/zpc49US06hE Wir schauen wieder den fressenden Elefanten zu, Giraffen und Strauße tauchen auf, dann wieder Wasserböcke, Perlhühner, Hornraben und immer wieder schweift unser Blick in die Ferne, über die vielen Hügel und in die Savanne. Termitenhügel haben eigenartige Formen angenommen, schöne Baobabs zieren das Bild. Es geht auf einen Hügel hinauf und wieder hinunter, tolle Blicke eröffnen sich.
Victory-Termiten: Ganz neue Rasse entdeckt! 😈 ganz kleine Tiere erregen auch unsere Aufmerksamkeit...
... und noch kleinere Tierchen
dann werden sie wieder sehr groß...
oder sind einfach verschwunden!
...und dann gibt es wieder die Landschaft zu bestaunen...
aus dem offenen Dach
Immer wieder mache ich Landschaftsaufnahmen. Ich bin doch sehr beeindruckt von diesen Tälern. 😘
Wir fahren weiter zwischen endlos großen Gnuherden hindurch über ein Plateau und gelangen in eine weitere schöne Ecke des Parks. In der Ferne sehen wir ein paar Safarifahrzeuge. Wir fahren heran und erkennen unter einem Baum eine Gepardin mit einem Jungtier liegen. Wir warten, schauen und beobachten, da erhebt sich plötzlich die Gepardin und... geht langsam zwischen den Autos hindurch auf die andere Seite des Weges...
Das Jungtier folgt der Mutter in respektvollem Abstand und weiß genau, was nun passiert.
Ein sehr schönes Tier, auch wenn der Blick gerade nicht auf uns gerichtet ist. Sie läuft durchs hohe Gras und sieht etwas, was wir nicht sahen, aber bald schrecklich schreien hören. 🤢
Das Jungtier wartet nun brav und folgt nicht der Mutter. Alles, was sich in den nächsten Sekunden abspielt, erfolgte so schnell, dass ich mit der Kamera nicht folgen konnte.
Und hier ist bereits alles geschehen, aber die Schreie des Impala werde ich so schnell nicht vergessen. 😊 Ich muss mir immer wieder klar machen, dass ist die Natur! Erfolgreich gelingt es der Gepardin ein Impala zu reißen. Im hohen Savannengras ist das Impala kaum zu erkennen.
Diese wenigen Sekunden der Jagd brachte die Gepardin an den Rand der Erschöpfung. Sie lässt das Impala liegen und legt sich unter den wenige Meter entfernten Baum in den Schatten. Das Jungtier folgt ihr.
Der Baum ist recht weit entfernt, um noch Einzelheiten zu fotografieren.
Interessant zu beobachten ist, dass sich die Gepardin bald niederlegt, während das Jungtier die Umgebung bewacht.
Nun darf auch das Junge ruhen! Es dauert ca. 15-20 Minuten, bis die Gepardin zum Kadaver zurückgeht und ihn in die Nähe des Baumes zerrt.
Dann wird abwechselnd gefressen. Es hält immer ein Tier Wache, erstaunlich ist für uns, dass das Jungtier schon so in die Aufgaben eingebunden wird!
Mama bewacht die Umgebung. Und die Umgebung sieht dann so aus.... es warten natürlich immer noch andere Fahrzeuge neben uns, Zebras und Gnus ziehen vorbei, Elandantilopen kommen vom Hügel herunter ...
Ein Stückchen weiter ist der Fluss noch wasserführend und schlammig. Dort sehen wir Zebras trinken, spielen ...
aber auch Paviane und diverse andere Tiere sind hier.
Samwel trifft einen anderen Guide und von Auto zu Auto unterhalten sie sich. Wir warten geduldig. Später erzählt er, dass dieses auch ein Bruder ist, aber von einer anderen Mutter.
Wir fahren nun zum Camp zurück, gegen 14.00 Uhr sind wir bei Prosper, der schon wieder mit einem üppigen Lunch wartet. Ich wäre jetzt lieber weiter gefahren, aber Samwel braucht seine Pause.
Und hier mal ein Portrait von unserem Koch! Gemüsequiche, Hähnchenbrust und Nudelsalat, sehr lecker! Gut gefüllt entspannen wir bis 16.00 Uhr, dann will Samwel wieder los. Wir nutzen die Zeit zum Duschen, es ist sehr heiß und wir sind staubig und durchgeschwitzt. Unser Zelt finden wir an einem neuen Platz vor.
Dieses Bild entstand dann am Abend! Es folgt aber noch ein Nachmittags-Gamedrive.... Aber es wird nicht mehr so spannend. Löwen, Leopard und Gepard - die Zusammenfassung des Vormittags! 🙂 😄 🤩 😘 Das war so spitze!
Biggi
Teil 817. Nov. 2017
Nachmittag im Tarangire
Hinter unserem Zelt grasen die Zebras. Wie schön!
Gnus und Giraffen warten auf uns.
Heute sprühe ich mich intensiv mit Nobite gegen die Tse-Tse Fliegen ein. Leider stelle ich fest, dass das Mittel diese Tiere wohl eher anzieht, anstatt sie abzuhalten. 🤢 Wieder erwischen uns die Biester. Der Stich ist schmerzhaft und hinterher juckt es wie …. verrückt! 🤪 Auch dieser Gamedrive ist erfüllt von vielen Tierbeobachtungen, aber so wirklich spektakuläre Erlebnisse sind nicht dabei. Vielleicht haben wir aber auch schon zu hohe Erwartungen! Samwel fährt mit uns in eine andere Ecke des Parks. Diese Schleife ist offensichtlich ein reines Elefantengebiet und landschaftlich wieder sehr schön. Wir sind Samwel sehr dankbar, dass er uns sehr unterschiedliche Bereiche des Parks zeigt. Anfangs habe ich mir auch eingebildet, ich könnte mir die Wege merken, aber irgendwann scheint alles in einem Gewirr aus Bäumen und Savanne unterzugehen. Als Samwel mich später fragt, wo es zum Camp zurück geht, kann ich zwar die Richtung angeben, aber nicht den direkten Weg. Elefanten kreuzen wirklich sehr entspannt unseren Weg.
Eine Mutter mit ihrem Kalb kratzt die Wurzel eines Baobabs mit den Stoßzähnen aus dem Boden. Sie kniet am Boden, das sieht schon etwas unbeholfen aus. Es gelingt ihr aber von dem Baobab ein großes Stück zu „ernten“. Es macht Spaß. zu sehen, wie sich das Junge verhält und nie weit von der Mutter entfernt.
Und dann entfernen sich Mutter und Kind und zeigen deutlich, was sie von uns halten... 🤩
Im besten Sonnenlicht stehen wir später mitten in einer großen Herde von Wasserbüffeln. Diese Tiere sind auch völlig entspannt. Sie befinden sich links und rechts vom Wagen, einigen versperren wir den Durchgang zu den anderen Tieren, aber keines der Tiere reagiert irgendwie aggressiv. Aus Botswana oder Sambia kennen wir solche Situationen ganz anders. Dort ist es undenkbar zwischen Wasserbüffeln zu parken, in Sambia haben und sogar die Elefanten uns gejagt.
Mir gefallen die undeutlichen Bilder im Gegenlicht gut, die anderen waren eher etwas blass. So wird auch der hässlichste Büffel noch als Silhouette schön!
Auf dem Weg durch den Park gibt es immer wieder tolle Ausblicke auf Elefanten...
Wer erkennt sie noch?
Auch heute erreichen wir das Camp erst nach Einbruch der Dunkelheit. Wieder hat Prosper ein leckeres Dinner in dieser einfachen Küche zubereitet. Er hat nur eine Gasflasche, aber bereitet ein 3-Gänge-Menü darauf. Eine Suppe als Vorspeise ist obligatorisch, ein Hauptgericht mit Fleisch (es gibt auch mal Fisch, aber den essen wir nicht!) und ein Obstteller gehören immer dazu. Liebevoll serviert er sein Menü und ist sichtlich stolz, wenn wir ihn loben. Dabei scheint er immer auf die richtige Hygiene zu achten. Sein Essen ist wirklich in Ordnung! Ein holländisches Pärchen sitzt am Nebentisch und wir kommen ins Gespräch, an einem anderen Tisch sitzt ein englischsprechendes Pärchen und irgendwie sind heute alle Tische belegt. Dieser Platz ist wirklich "busy". Prosper hat schön eingedeckt und einen Tisch gewählt, bei dem die Bänke auch entsprechend hoch sind, so dass man gut essen. Andere Bänke haben hier merkwürdige Höhen. Man sitzt so tief, dass der Mund direkt auf dem Tisch im Teller liegt! 🤪 🙄 Hier passen Tischhöhe und Bänke nicht zusammen. Wer sich das ausgedacht hat? Unser erster Campingplatz bzw. der Schlafplatz von gestern, ist von einer großen Reisegruppe belegt. Die Gruppe hat ein eigenes Aufenthaltszelt dabei. Es sind 16 Personen, von denen wir aber nicht viel hören. Der Platz ist groß genug, auch benutzen sie das erste Toilettenhäuschen, so dass sie uns nicht stören.
Wieder fallen wir erschöpft in unser Zelt. Das viele Beobachten, Schauen und Fotografieren ist doch sehr anstrengend und dann noch das viele gute Essen!
Biggi
Teil 920. Nov. 2017
Nachdem sich die Aufregung ein wenig gelegt hat, beginne ich den nächsten Teil unserer Safari. Leider verlassen wir den Tarangire Park.
Unser Fazit: Absolut fantastisch, wenig Touristen, viele, viele Tiere und eine unglaublich, abwechslungsreiche Landschaft 😘 😘 😘 In nur zwei Tagen haben wir immer wieder Löwen, Geparden und Leoparden mit vielen Elefanten gesehen! Natürlich sahen wir immer wieder andere Safarifahrzeuge, aber in dem Park verteilen sich die Touristen mehr als in der Seronera Area der Serengeti. Wir kommen bestimmt irgendwann wieder ... Dieser Park hat uns super gut gefallen!
Auf dem Weg in die Serengeti Mittwoch, 4.10.17 Heute morgen erwartet uns Prosper wieder mit seinen vielfältigen Köstlichkeiten zum Frühstück um 7.00 Uhr. Unser Zelt haben wir schon abgebaut und unser Gepäck sammelt sich vor der Küche. Das sieht dann ungefähr so aus....
Samwel klärt mit Prosper, wie lange es noch dauert.
Wir helfen beim Abräumen und spazieren dann noch ein wenig über die Campsite. Ein paar Vögel erregen meine Aufmerksamkeit, aber meistens sind sie schneller weg, als ich mit dem Fotoapparat dabei oder sie sitzen zwischen den Zweigen
Plötzlich taucht eine Gnuherde auf und trabt über die Campsite. Wir stehen mitten drin, allerdings mit einem Baum im Rücken (!), die Tiere schauen einmal kurz auf, bleiben stehen und laufen weiter. So entspannte Tiere kennen wir aus dem südlichen Afrika nicht.
Irgendwann ist alles verpackt, wir starten. Kurz hinter der Campsite warten Giraffen, Zebras, Warzenschweine und Antilopen, nur wenig weiter befindet sich das Wasserloch, auch hier stehen Giraffen. Gnus und Zebras sind erstaunlich ruhig. Das muss einen Grund haben und dann sehen wir den Grund. Ums Wasserloch verteilt liegen 6 Löwinnen. Leider kommt man nicht ganz dicht heran, wir beobachten das Verhalten der Tiere so dicht wie möglich. Samwel fährt auf meinen Wunsch noch einmal hinter den Hügel. Dort liegen zwei weitere Löwinnen. Eine Löwin erhebt sich und zieht vom Loch weg. Es ist nicht zu erkennen, ob sie etwas jagen will, denn Gnus und Zebras sind hier überall und sie geht nicht zielgerichtet auf eine Tiergruppe zu. Die Zebras werden etwas unruhig und haben die Löwin aber im Blick, als sie näherkommt, stürmen sie ein bisschen weiter, bleiben aber wieder stehen. Die Löwin legt sich dann wieder nieder, die anderen Tiere dösen so vor sich hin. Es passiert nichts Spannendes an diesem Morgen an diesem Wasserloch.
Wir verlassen irgendwann den Park, um heute in die Serengeti zu fahren. Außerhalb des Parks...
Der Blick aus dem Auto..
Wieder ziehen die Massai mit ihren Rinderherden umher, kurz vor dem Abzweiger in Makuyuni, befindet sich eine Müllhalde, in die Prosper unseren Müll entsorgt. Das ist zwar einerseits gut, aber dennoch bin ich über dieses Loch entsetzt.
Bald erreichen wir auf sehr guter Straße Lake Manyara- Ort.
Begegnungen unterwegs! Diese Bilder sind alle aus dem fahrenden Auto entstanden.
Hier ist deutlich die Abbruchkante des Rifft Valley zu erkennen. Leider hat Samwel hier nicht gehalten, deshalb ist auch diese Aufnahme aus dem fahrenden Auto entstanden.
Lake Manyara (Mto wa Mbu) ist ein wunderschöner Ort mit viel Grün, vielen Obstplantagen und Händlern am Straßenrand. Wir halten hier kurz, um ein paar Kartoffeln einzukaufen, dann geht es schnell weiter. Unser Weg ist noch lang.
Grüne Kochbananen und gelbe Obstbananen
Der Ort hat mir ausgesprochen gut gefallen. Es ist sicherlich eine Option, bei einem weiteren Besuch hier eine Nacht zu planen. Noch wissen wir nicht, warum Samwel es so eilig hat. Der Tag verspricht noch ein paar Überraschungen. Am Eingang zum NP machen wir ein Foto, fahren aber nicht hinein. Wir folgen der Escarpmentroad über das Rifft Valley hoch. An einem Aussichtspunkt halten wir und genießen den Blick auf den See, der schon fast ausgetrocknet ist. Gerne wäre ich durch den Park gefahren, aber dazu schreibe ich am Ende noch etwas.
Lake Manyara in weiter Ferne
Wir fahren bald weiter, hinauf aufs Plateau. Später stoppt Samwel an einem typischen Touristen-Abzocke-Handcraft-Shop. Ein sehr modernes Gebäude, mit sehr modernen und sauberen Toiletten und teilweise museumsähnlichen Exponaten. Drinnen herrscht strenges Fotografierverbot. Viele der edlen Schnitzereien sind kaum zu bezahlen. Wir würden nichts kaufen, aber alle Touroperator halten hier. Das hätten wir uns schenken können, denn außer dem Toilettenbesuch lohnt sich das nicht, weil selbst eine Postkarte viel teurer ist, als im übrigen Land. Ein paar Bilder habe ich außerhalb aufgenommen....
Parkplatz vor dem Gebäude
vor dem Eingang - "Türöffner" mit modernen Schuhe!
Wer Interesse an schönen Schnitzereien und tollen Souveniren hat, sollte unbedingt hier halten. Für uns war die Toilette nett, aber dann hätten wir auch wieder fahren können. Leider war dieser Halt nicht abgesprochen und somit hätte ich die Zeit gerne woanders verbracht. Auch das ist ein Punkt, den wir beim nächsten Mal besser absprechen werden.
Biggi
Teil 1023. Nov. 2017
Auf in die Serengeti! Über ein Hochplateau und auf wirklich sehr guter Straße erreichen wir alsbald Karatu.
Karatu befindet sich am Kraterrand des Ngorongoro. Der Ort ist geprägt durch viele kleine und große Hotels, in denen einige Gruppen übernachten. Ein sehr geschäftiger Ort!
Straßenszene; auch die Handys haben hier Einzug gehalten!
Smalltalk auf der Straße.
Trotz des braunen Staubes, leuchtet das Leben bunt! 😄
Öffentliche Verkehrsmittel: Das Tuk-Tuk! Interessant ist der Platz des Reservereifens 🤩
Hier gibt es noch echte Handarbeit!
Wir lassen den Reifendruck herab, tanken und verlassen bald den Ort. Nun wird es spannend. Wir fahren auf den Kraterrand des Ngorongoro, durchqueren die Ngorongoro Conservation Area mit äußerst abwechslungsreicher Vegetation. In Serpentinen und auf enger schlechter Piste geht es zum Gate. Die Landschaft ist hier so ganz anders. Regenwald, mit viel Feuchtigkeit haben unterschiedliche Pflanzen wild wachsen lassen.
Am Gate erledigt Samwel die Formalitäten, ein kleines Museum und ein Coffeeshop warten auf Gäste.
Schautafel im Museum. Wir schauen uns kurz um, aber Samwel drängt schnell zur Weiterfahrt. Bald erreichen wir das Grab von Michael und Bernhard Grzimek, verweilen hier einen Moment ...
...und stoppen dann am Kraterrand, an einem Aussichtspunkt. Inzwischen hat sich der Nebel und die Feuchtigkeit verzogen, so dass wir einen fabelhaften Blick in den Krater haben. Fotos werden gemacht und dann fahren wir wieder am Rand des Kraters entlang.
Die drei Bilder habe ich zu einer Panoramaaufnahme zusammengesetzt, aber leider ist die so umfangreich, dass ich sie nicht hochladen kann. Der Blick war schon wirklich beeindruckend, zumal ich bisher keine solche Vorstellung vom Krater hatte. Die Ränder des Kraterrandes sind mit immergrünen Resten der Bergwälder, Akazien oder Busch- und Heideland bewachsen. Nun folgen wir den Massai in die Serengeti und besuchen den Krater erst auf dem Rückweg. Demnächst geht es tierisch weiter... Biggi
Teil 1124. Nov. 2017
Besuch bei den Massai Samwel folgt der einzigen Ringroad am Kraterrand entlang. Bald geht es bergab, hinein in ein Tal, das ausschaut, wie die mongolische Steppe. Irgendwie wirkt alles sehr unwirklich. Die Farben beschränken sich auf die Palette der Brauntöne. Gerade eben waren wir noch von viel Grün umgeben. Jetzt fühlen wir uns, wie auf dem Mond!
Trostlosigkeit macht sich breit, nur die Kleider der Masaai leuchten etwas.
Massai Dörfer, sogenannte Krale, liegen verteilt in der Landschaft. Das Gegenlicht erlaubt kaum Fotos, die Luft flimmert und trotzdem hat dieses Fremde etwas Anziehendes, fast Surreales an sich. Die Massai ziehen mit ihren Herden umher, wieder sind eigenartige Pflanzen an den trockenen Bäumen erkennbar. Die tägliche Feuchtigkeit dieses besonderen Klimas lässt sie wachsen. Ich bitte, kurz zu halten, weil ich das Panorama im Bild festhalten möchte. Plötzlich tauchen aus dem Nichts zwei Jungen mit Bemalung im Gesicht am Auto auf. Sie tragen die dunklen Umhänge der Maasai und bitten um Geld, doch Samwel teilt auf Swahili mit, dass sie nichts bekommen.
Es sind Maasai-Jugendliche, die drei Monate außerhalb der Familie überleben müssen, um den Übergang vom Jungen zum Mann zu erleben. Dabei müssen sie in der Wildnis alleine zurechtkommen.
Der Ngorongoro Krater ist ein Bestandteil des Nationalparks Serengeti. Als Ngorongoro Conservation Area wird er durch die Massai verwaltet, gehört aber zum Nationalpark der Serengeti. Er liegt an der Peripherie dieses gewaltigen Naturreservates und gehört zum Weltnaturerbe der UNESCO. Er liegt auf einer Höhe von rund 1.700 -2200 Metern über dem Meeresspiegel. Noch heute sind die Kraterwände deutlich sichtbar. Sie sind zwischen 400 und 600 Meter hoch. Der Krater besitzt einen Durchmesser von mehr als 20 Kilometern und umfasst verschiedene Lebensräume mit unterschiedlicher Vegetation, die hier an den Außenwänden gerade etwas trocken ausschauen (Bilder oben, trockene Dörfer). Ein Stückchen weiter zurück, in anderen Höhenlagen sah es noch so aus:
Bäume, wie aus einem Märchenwald Das Klima weist, bedingt durch die unterschiedlichen Höhenlagen, zum Teil erhebliche Schwankungen auf. Während in großer Höhe die Luft meist feucht und neblig ist, dominieren am Grund des Kraters trockene Savannenlandschaften (Bilder folgen später, wenn wir im Krater unterwegs sind!) mit deutlichen Temperaturschwankungen. Vereinzelt wachsen kleine Akazienwälder am Boden des Kraters. Die Hänge sind mit flachem Buschwerk bewachsen und teilweise existieren noch Reste von immergrünen Bergwäldern (siehe oben). Dennoch weiden in der Höhe Zebras und Giraffen neben Nutztieren, ein ungewohnter Anblick! Wir fahren immer weiter in die trockene und staubige Ebene der Serengeti hinab, viel weißer feiner Staub umhüllt unser Auto. Ich bange um meine Kameras, da der Staub durch alle Ritzen zieht. Samwel hat einen sehr scharfen Fahrstil und fliegt förmlich über alle Wellblechunebenheiten, vor einigen Tiefsandpotholes bremst er scharf ab und durchfährt diese zum Glück sehr rücksichtsvoll. Wer im Gebiet um den Ngorongoro-Krater und den Serengeti-Nationalpark unterwegs ist, dem fallen an der Straße Maasai sitzend und auf Touristen wartend, auf. Sie winken, geben Zeichen, dass sie Wasser haben möchte und machen das internationale Zeichen für Geld mit ihren Händen. Viele Touristen machen Fotos von ihnen, irgendwie ist dieses Nomadenvolk in unseren Augen immer noch sehr exotisch. Die vielen bunten Farben in dieser tristen, weißen Landschaft sehen fremdartig und schön zu gleich aus. Ihre Lebensweise ist fern der unseren, sie werden als eindeutig andere Kultur gesehen. Es gibt viele Maasai, die zu einem Foto bereit sind, aber sie sagen: „In Ordnung, aber erst bezahlen.“ Ich finde, sie akzeptieren damit, dass sie zur Ware werden. Bald hält Samwel an einem Maasai Kral, auch hier gilt: Erst zahlen! Ein Auto, dabei spielt es keine Rolle wie viele Personen darin sitzen, kostet immer 50 $. Das ist nicht wenig Geld. Wir geben uns dem Touristenspektakel hin. Einmal sollte man es gesehen haben. Inzwischen zieht ein unangenehmer Sandsturm über die Ebene unterhalb der Kraterwände und hüllt die Landschaft in weißen Puderstaub. Meine Kameras lasse ich erst im Auto, entscheide dann aber doch ein paar Fotos zu machen. Schließlich wurden wir dazu aufgefordert. Es ist befremdlich, die Menschen so nah zu fotografieren. Vor dem Kral erwarten uns eine Gruppe Männer und etwas entfernt eine Gruppe Frauen, die uns mit Tänzen begrüßen.
Bevor ich denken kann, wird mir ein Halsreif umgelegt und ich muss mit den Maasai tanzen. Typische Touri-Special-Einlage! 🤪 😊 🤩
Nach den Tänzen folgen wir den Massai in ihre Behausungen
Maasai gelten Vielerorts in Deutschland und Europa als Verkörperung des ganzen Kontinents Afrika, aber in Tansania und anderen afrikanischen Ländern, so auch in Kenia, sind sie eher Außenseiter. Wir haben auch in Arusha Maasai getroffen, sie tragen nicht mehr das traditionelle Tuch, sie leben wie wir, betreiben Mainstream-Lebensstile und führen Kleinunternehmen, häufig auch in der Tourismusbranche. Auf dem Markt in Nanja konnten wir feststellen, dass das Leben, welches wir im Kral gezeigt bekommen, längst nicht mehr für alle Maasai gilt. Auch hier ist ein großer gesellschaftlicher Wandel im Gange. Man führt uns im Kral in die "Dorfmitte" , weitere Tänze folgen. Zu unseren Füßen liegt ein abgedeckter Maasai. Ich denke erst, der ist frisch verstorben, aber nein, er lebt noch, ist aber krank. Kranke Maasai legt man einfach in den Schatten unter einen Baum und versorgt sie mit Heilmitteln der Natur. Verändert sich der Gesundheitszustand nicht zum Besseren, transportiert man die Person auf zwei Eseln zum Ngorongoro Center. Dort befindet sich eine Krankenstation.
Ein englischsprechender Massai spricht über die Lebensweise im Dorf, gibt Erklärungen zu den traditionellen Heilmitteln, der Ernährung (Blut von den Rindern trinken usw.), er stellt Alltagsaufgaben vor, die je nach Alter und Geschlecht der Personen gut verteilt sind. Dann betreten wir zum ersten Mal eine Maasaihütte.
In der Dunkelheit erkennen wir nur ein Holzgestell für ein „Elternbett“, hinter einem Vorhang verbirgt sich ein Kinderbett, die Mitte des Raumes wird durch ein Feuer, einen Topf und Eimer bestückt.
Der Guide steht vor dem Kinderzimmer
Manfred sitzt auf dem Ehebett
Alle Hütten sind bewohnt
Ich stelle viele Fragen, die alle beantwortet werden, jedoch nicht immer zu meiner Zufriedenheit. So wird uns erklärt, dass die Frauen 3 Stunden zur nächsten Wasserstelle laufen müssen und drei Stunden zurück. Im Dorf befindet sich einer der bekannten schwarzen 1000 l und mehr Fassungsvermögen, Wasserbehälter. Ich bin mir sicher, dass ein Tankwagen diesen regelmäßig auffüllt. Solche Tankwagen sind uns am Kraterrand begegnet, warum sollen sie nicht auch hierher fahren?
Frauen, die ein wenig beschäftigt sind
Ein bisschen verzweifelt wartet diese Frau auf Hilfe für den Hausbau oder sie wohnt schon zur Probe! 🤩
selbstbewusster Junge 😉
Zahnärzte und Kieferorthopäden kommen nur selten vorbei 😏 🤪
Auf dem Weg zur "Schule" Das Dorf hat 160 Einwohner und besitzt 70 Rinder sowie eine Schule für 3-6 Jährige. Diese Schule besuchen wir später und erfahren, dass die Kinder täglich am Nachmittag 3 Stunden Unterricht erhalten: Eine Stunde Mathematik, eine Stunde Swahili und eine Stunde Englisch. Ältere Kinder besuchen das Internat im Ngorongoro Center auf dem Krater oder in Karatu. Hierfür wird viel Geld benötigt. Eine Spendenbox befindet sich passend dazu an dieser Stelle. Die Kinder singen Lieder für uns und stellen schüchtern ein paar Fragen.
Die Tafel wurde schon vorbereitet
Nach diesem Besuch wird uns die tolle Auswahl an „selbsthergestelltem“ Schmuck gezeigt. Wir sollen herumgehen und uns was aussuchen, den Preis sagt man uns später. Ich entscheide mich für eine Dose, die weitere drei kleine Dosen beinhaltet und einen Massai-Halsring. Unser Begleiter rückt allerdings nicht mit dem Preis heraus, er ermuntert uns weiter zu schauen. Ich mache ihm klar, dass ich nichts weiter haben möchte und würde jetzt gerne den Preis erfahren. Dann ist es soweit, er dreht den Reifen und schaut noch einmal in die Dosen, eine ältere Frau wird befragt und dann sagt er, dass der Halsreifen 45 $ kostet und die Dosen 40 $. Ich verfalle in eine Art Schnappatmung und mache ihm klar, dass das viel zu viel ist. Nun erzählt er, dass die Perlen aus dem Fluss stammen und beschreibt mir den Produktionsprozess. Wüsste ich nicht, dass die sogenannten „Indianerperlen“ alle aus China stammen, hätte ich das vielleicht noch geglaubt, außerdem sieht keine der Frauen aus, als würden sie tagelang daran arbeiten. Eine Frau im Dorf hatte eine Kette zum Aufziehen von Perlen in der Hand, alle anderen wirken träge und faul. Diesem Tourinepp wollten wir uns nicht unterwerfen und so verlassen wir das Dorf, mit vielen bunten Fotos, aber ohne materielle Erinnerung. Auf den Märkten oder in den Handcraft-Centern kann man diese Dinge deutlich günstiger erwerben.
Unser Fazit zu dem Besuch: Um schöne farbenfrohe Fotos zu erstellen ja, sonst eher nein!
Biggi
Teil 1226. Nov. 2017
Endlich geht es in die Serengeti Wir erreichen das Nabi Eingangstor zur Serengeti und bleiben für ein Foto stehen. Auch hier sehen wir Jungen, die alleine ihren Weg zum Mann gehen müssen. Sie betteln aber nicht.
Kurz hinter dem Gate befindet sich ein Picknickplatz mit einem Office, an dem man seine Permits überprüfen lässt, ein Aussichtspunkt, ein Shop und Toiletten. Samwel möchte hier eine Lunchpause machen: Wir bekommen große Lunchboxen von Prosper, gut gefüllt mit Hähnchenfleisch, Sandwich, Kuchen, Apfel und Apfelsine, einer Tüte Chips und Schokolade und einem Saft. Besonders nett hat er eine Serviette gefaltet, in der ein Zahnstocher steckt. Er denkt aber auch an alles!
(Nur interessant für all diejenigen, die auch einmal mit Prosper unterwegs sind. 😘 ) Wir sitzen auf einer Mauer, umgeben von vielen Vögeln und Mäusen. Ein Marabu nähert sich ganz frech und entspannt. Die Tiere sind hier so zahm.
Später erklimmen wir den Aussichtspunkt. Auf den Granitfelsen thronen rotblaue Agamen in der Sonne.
Red-Headed Agame
Ein paar aloe-ähnliche Pflanzen und Sträucher umgeben den Felsen und nur wenige Meter entfernt, wandert der Blick in die endlose Ebene der Serengeti. Der Blick verliert sich in der Hitze.
Die Serengeti ist eine flache Grassavanne, vereinzelnd stehen riesige Schirmakazien oder mächtige (Würge)-Feigen in der Landschaft, die Kopjes, eine kleine Felsengruppe oder grüne Palmen an Flussläufen lockern die Landschaft auf. Unser heutiges Camp befindet sich in der touristisch sehr attraktiven Seronera-Area. Bevor wir unser Zelt aufstellen, folgt aber noch ein sehr erfolgreicher Gamedrive. Schon auf dem Weg ins Zentrum der Seronera Area entdecken wir einen Serval, der hungrig durchs Gras läuft. Leider gelingt es ihm nicht einmal, eine Maus zu fangen. Aus weiter Ferne nähert er sich unserem Fahrzeug.
Wir erblicken viele Gazellen. Am häufigsten kommt hier die kleine Thomson`s Gazelle vor. In ihrer Nähe befinden sich einzelne Grant`s Gazellen. Die Thomson`s Gazelle hat viel Ähnlichkeit mit den Springböcken, so dass wir die Unterschiede erst beim genauen Hinsehen erkennen.
Von der Hauptroute biegen wir nach links (südwest) ab, stehen an einem Flusslauf ...
... viele Hippos dösen im schlammigen Wasser und dann sind wir bereits von Zebras umgeben. Kurz darauf ziehen 3 Löwinnen hinter dem Wagen entlang. Sie sind ganz offensichtlich auf der Jagd. Wir beobachten sie, bis sie in einem Flussbett nicht mehr zu sehen sind. An dieser Stelle stehen Zebras und ein Wasserbüffel liegt gut sichtbar am Fluss. Die Löwinnen beachten diesen aber nicht, sondern wandern in eine andere Richtung zu einer großen Zebraherde. Einzelne Tiere zu jagen wäre in unseren Augen deutlich einfacher, als sich auf eine Herde zu stürzen. Wir fahren ein bisschen vor und stehen direkt bei der Zebraherde, die Löwinnen folgen uns aber nicht. Sie sind zum Wasser abgebogen und damit aus unserem Sichtfeld verschwunden. Der Fluss ist an dieser Stelle nur noch ein schlammigeres Rinnsal. Wir sehen ein Zebra, das den Anschluss an seine Gruppe verloren hat und verzweifelt mit dem Schlamm kämpft, in dem es immer wieder stecken bleibt und somit dieses Rinnsal nicht überqueren kann. Ich befürchte schon das Schlimmste. Am liebsten würde ich aussteigen und dem Tier aus dem Matsch helfen, aber da schafft es das doch noch selber aus eigener und letzter Kraft. Wären die Löwen hier gewesen, hätte es keine Chance gehabt.
Hinter unserem Wagen schleichen drei Löwinnen entlang...
die Sonne senkt sich langsam, aber irgendwie sehen die Löwen vor den Palmen gut aus
... und dann sind sie irgendwie außer Sichtweite, wir stehen beim armen Zebra...
" und wie komme ich da hinüber?"
Das Zebra ist wenigstens für heute gerettet. Es beginnt zu dämmern und wir müssen uns zur Campsite aufmachen. Von den Löwinnen sehen wir nichts mehr,
Biggi
Teil 1328. Nov. 2017
... und es geht durch die Serengeti
Diesem Fluss folgen wir noch ein bisschen, bis wir nach Norden in eine sehr trockene Gegend abbiegen. Hier grasen Toki und Tsessebe Antilopen. Die Sonne steht schon tief und es wird langsam Zeit, die Campsite aufzusuchen. Wir haben noch ein ganzes Stück bis zur Nguchiro Campsite zu fahren. In der Ferne erblicken wir den Airstrip und ein Hinweisschild einer Jugendherberge 🤩 !!
Auf der Campsite angekommen trifft mich der Schlag: Eine braune Ebene mit einem olivgrünen Zelt-Dorf. Alle fein sortiert in mehreren Reihen. Nur gut, dass unser Dom hellblau ist, wie soll man sonst sein Zelt finden 🤪 ? Puh, ist das voll! 🤢 Damit habe ich nicht gerechnet. 😉 😕 Auf diesem Platz gibt es drei Häuschen: Ein Kochhaus für Prosper und viele andere Safariköche, eine Mess, in der wir bei Neonlicht und geschützt vor wilden Tieren unsere Mahlzeiten einnehmen und einen heruntergekommenen Ablutionblock. Toilettenpapier muss man selber mitbringen ( zum Glück packe ich immer eine Rolle auf solchen Touren ein, somit konnte ich die Brexit geschädigten Damen unterstützen und ihnen aus einer Notlage helfen 😊 ) , Spiegel sind nicht vorhanden, bei einem von zwei Waschbecken drohte eine übel riechende Flüssigkeit über zu laufen , die Türen vor den zwei Duschen lassen sich nur durch einen vorgeschobenen Stein verriegeln. Da es auch keine Haken zum Erhängen gibt, muss man seine sieben Sachen entweder im Zelt lassen oder den Boden als Ablage nutzen, besonders großen Menschen könnte es gelingen, das Handtuch über die Tür zu schleudern! 😈 Hockt man über dem Stehklo (Sitzklos gab es auch), sollte man lange Affenarme besitzen, um die Tür zuzuhalten! 😄 😮 Ansonsten herrschen hier tibetische Verhältnisse!
Wären mir diese Umstände vorher bekannt gewesen, ich wäre trotzdem hierher gefahren, aber der Kulturschock wäre deutlich geringer ausgefallen und ich hätte weniger Gin Tonic benötigt, um wieder zu mir zu finden. 🤢 Aber der Gin Tonic war irgendwie gut... 😗 Viellicht bewerten wir diese Dinge auch über, es gibt einen sauberen Busch und zum Zähneputzen reicht Flaschenwasser. Das reicht!!! Diese Anlage ist schon sehr rudimentär. Da darf man nicht zimperlich sein. Vereinbart war übrigens mit Sikoyo die Pimbi Campsite . An der Einfahrt zur Pimbi CS fährt Samwel aber vorbei, wahrscheinlich ist die auch nicht hübscher. Die public Campsites in diesem Gebiet sind alle gleich. Für das dreifache an Gebühren kann man die privaten Campsites buchen, wenn man es einsamer haben möchte. Es ist die erste Tanzaniatour und wir lernen dazu. Dann hätten wir keine Facilities gehabt! 😏 Die Anlage befindet sich immerhin mitten in der Natur und ist umgeben von viel Grün und vielen Tiergeräuschen, was wollen wir also mehr? Schauen wir in die Umgebung... 🤩 😘
Direkt hinter der Campsite - bei dem Blick vergisst, man schnell eine Dusche.
Unser Zelt errichten wir etwas abseits unter zwei Bäumen, unmittelbar am Grasrand und in Nähe zu den Toiletten. Wir bleiben hier zwei Nächte und so bieten die Bäume vielleicht etwas Schatten.
Die folgenden Fotos habe ich erst am nächsten Tag aufgenommen, denn es war schon dunkel, als wir ankamen! Ich hoffe, sie helfen dem einen oder anderen seine Erwartungen einzuschränken. Wer die tollen CS aus Namibia kennt, sollte hier nichts erwarten.
Viele Safarizelte waren hier bereits abgebaut, man stelle sich den Platz gefüllt vor! 🤩 😉 Auf diesem Platz herrscht ein ständiges Kommen und Gehen, ab 16.00 Uhr füllt sich das Campingdorf!
Es gab auch andere Gäste mit bunten Zelten, unser Zelt ist hier nicht zu sehen.
In der Mess errichtet Prosper unseren Tisch und deckt ihn wieder liebevoll ein.
Küchenhaus
Ein Blick in die Küche, nachdem die meisten Köche bereits mit ihren Gästen abgereist sind. Jetzt sind nur noch viele Fliegen zu Gast 🤪 😈 Die Mess
Deko auf der Campsite
Das ist unser Hotel, am Rande der Savanne, gut bewacht von Hyänen und Löwen und zugedeckt mit einer Tausend-Sterne-Decke. Wo bekomme ich das schon?
In der Mess hören wir viele andere deutsche Stimmen und so kommt man schnell mit anderen Gästen ins Gespräch. Es wird ein netter kurzweiliger Abend, der allerdings ganz und gar nicht ruhig ist. 😉 Ein bisschen ist es wie in der Cafeteria einer Schule! Samwel genießt mit uns den Gin Tonic, aber auch Prosper schmeckt dieser verspätete Sundowner, allerdings lieber mit Cola als mit Tonic Water. In der Mess sind sogar Steckdosen vorhanden und man kann, wenn notwendig, seine Akkus aufladen. Diese fallen uns aber erst am zweiten Tag auf.
Kurz vor unserer Abreise am 3. Tag (13.00 Uhr!)
Über uns scheint der fast volle Mond, der Platz wird in ein Dämmerlicht getaucht, unterhalb des Platzes befindet sich ein Fluss, an dem sich viele Elefanten, Zebras und Gnus versammeln. Die Stimmen der Wildnis lassen uns lauschen und äußerst zufrieden einschlafen. Herrlich, so soll es sein und da muss man auch mal etwas rudimentäre Sanitäreinrichtungen in Kauf nehmen. In der Lodge fehlen diese nächtlichen Stimmen, die die Safari erst so richtig spannend machen. Wie spannend so etwas aber sein kann, erfahren wir in der nächsten Nacht.
So, nun zu Tag 2 in der Serengeti
Frühstück gibt es um 7.00 Uhr. Heute hat Prosper keinen Porridge gekocht. Das war auch immer viel zu viel. Seine Pfannenkuchen sind aber dabei und sehr zu empfehlen, so lecker! Direkt nach dem Frühstück startet Samwel mit uns. Wir müssen nicht weit fahren, um die ersten Tiere zu sehen. Die Campsites sind unfenced und die Tiere überall. Tsessebes, Toki, Tomson`s Gazellen, Grant Gazellen und Elefanten, aber auch Giraffen sind allgegenwärtig und überall dort, wo man hinblickt.
Heißluftballons steigen auf..
Neugierige Blické zurück
Der Nachwuchs will unbedingt an dem Holzstock vorbei - oder mit dem Kopf durch die Wand 🤩 Morgens in der Serengeti Allerdings halte ich auch immer wieder Ausschau nach Vögel und die sind nur wenig vorhanden oder sehr weit entfernt. Ein Sekretär ist der erste Vogel, der sich stolz präsentiert
Wir verlassen bald die Hauptroute nach Süden und folgen einem Flusslauf in Richtung Westen vor einer Felsenkette entlang. In der Ferne erblicken wir drei Löwinnen, davor liegen Wasserbüffel. Wir fahren weiter, die Tiere sind weit entfernt, aber die Landschaft ist grün und mit Bäumen durchzogen, dann entdecken wir einen männlichen Löwen mit hübscher Mähne. Er schleicht durchs Gras, aber er humpelt. Sein rechter Hinterlauf scheint verletzt zu sein. Das Gras wird zum Fluss hin immer höher, dann verschwindet er aus unserem Blickfeld. Aber nur wenige Meter dahinter schleicht eine Löwin durchs Gras, eine weitere liegt unter einem Baum und dann plötzlich entdecken wir viele Jungtiere. Sie laufen ebenfalls durchs Gras und kommen aus verschiedenen Richtungen zusammen. Ich bin sehr verwundert, wie viele es sind und dass sie alle alleine aus verschiedenen Richtungen zusammenkommen. Die eine Löwin liegt bei den Jungen, dann entdecken wir weitere Löwinnen und Teenis, die offensichtlich zur Jagd aufbrechen wollen. Die nächsten 2 Stunden folgen wir einigen von ihnen....
Irgendetwas passt dem Pascha nicht
Der Arme humpelt davon
Auch der Teenager schaut sich suchend um
Verträumte Blicke zum Fressen???
Dieser Blick ist schon bedrohlich 🤪
Ein wuseliger Haufen auf vier Pfoten
Böser Blick!
Mama scheint genervt zu sein..
Einige ältere Jungtiere bleiben nicht bei den Jungen, die am Fluss versteckt werden, und folgen auch dem Futter... Die jungen Löwchen verschwinden auch bald in ihrem Versteck, aber immer wieder tauchen in der Ferne einige Tiere auf
Alle Jungtiere werden an diesem Fluss (Grünstreifen mit Palmen) versteckt, dann ziehen die Damen zur Jagd los
Diese Dame verweilt noch etwas an dem Fluss
...dann geht es los
Viele Zebras und Gnus halten sich genau gegenüber den Löwen auf. Die Herde erstreckt sich auf mehrere Kilometer Länge
Wir stehen zwischen den Tieren, diese sind inzwischen aufgeregt, die Zebras stoßen bellende Rufe aus, die Löwinnen schleichen sich an
dann stoben die Tiere wild auseinander, aber den Löwen gelingt kein "Fang",
ein Zebra ist verletzt, wir haben nicht verfolgen können, ob es von einer Löwin angegriffen wurde. Wahrscheinlich ist diese Wunde nicht mehr ganz frisch.
Nach gut einer Stunde geben die Löwinnen auf, jedenfalls vorerst. Sie liegen zwischen den Zebras, eine erfolgreiche Jagd ist ihnen nicht gelungen. Die Löwinnen befinden sich jetzt bereits bis zu 2 Kilometern von der Stelle entfernt, an der sie ihre Jungen verlassen haben.
Elefanten ziehen ebenfalls vorbei, aber weder sie, noch die Löwinnen interessieren sich für einander.
Wir fahren nach guten zwei Stunden weiter... die Löwinnen schlafen jetzt. Es wäre, aus unserer Sicht sehr einfach gewesen, ein Zebra oder Gnu zu reißen, auch einzelne Büffel standen abseits.
Biggi
Teil 1402. Dez. 2017
Nach dem Löwenerlebnis ist vor dem Löwenerlebnis
Wir sind ein bisschen durch die Landschaft gefahren. Das Camp haben wir gegen 7.30 Uhr verlassen jetzt ist es vielelicht 10.00 Uhr. Auf so einer Reise bin ich meist ohne Zeit unterwegs. Der Gravelroad sind wir nach Westen gefolgt...
... zwei einsame Löwinnen liegen auch im Schatten und beäugen uns. Sie gehören nicht zu dem Rudel.
Das Hippo beendet seinen Morgenspaziergang
Die Büffel stehen oder liegen dösend herum. Auch an dieser Stelle können wir drei Löwinnen in geringer Entfernung erkennen. Offensichtlich sind alle Tiere gut gesättigt.
An einem Tümpel warten zwei kleine Crocs auf Nahrung. Fische können hier kaum noch leben. Wovon sich die Crocs ernähren...????
Dann fahren wir die ganze Strecke wieder zurück. Vielleicht haben die Löwinnen inzwischen erfolgreich ihr Frühstück bekommen-....
An den Bildern hat sich nichts geändert...
Fünf Löwinnen liegen weit verteilt am Hügel. Diese beiden warten allerdings gemeinsam im Schatten... Samwel beschließt diese Ecke zu verlassen und so folgen wir anderen Wegen. Wir folgen einer Road weiter nach Osten. Hier sind Stellen mit etwas mehr Wasser, ....
aber schon wenige Meter neben dem Fluss blickt man ins unendliche Grasland der Serengeti. Soweit unser Blick im Dunst reicht, sehen wir nur Schwarz/Weiß...
Manche Zebras haben ein Bad besonders nötig, doch reicht die Wassertiefe nicht aus. Wir bleiben einige Minuten stehen, um das ständige Kommen und Gehen zu beobachten, dann meint Samwel wir sollten weiterfahren. Zebras werden wir noch viele sehen und er sollte recht behalten! In einer sehr einsamen Ecke, viel Grasland und nur wenige Bäume, meint Samwel, befindet sich ein gutes Leoparden-Jagdgebiet. Und tatsächlich, er entdeckt einen Leo im Baum. Wie er uns erklärt, ist dieses ein typischer Leopardenbaum. Er hat hier schon mehrfach welche beobachten können und auch heute sieht er einen dort hängen. Leider sind wir weit entfernt vom Baum. Er fährt einen Parallelweg und kommt etwas dichter heran, aber, zum einen stehen schon andere Fahrzeuge hier und zum anderen kann man vor lauter Laub das Tier kaum ausmachen.
Suchbild: Wer entdeckt etwas?
Auf solche Bilder warten die Touristen! Sie stehen mit Handys oder Tabletts im Hochdach und freuen sich. Bei uns hat sich Samwel mehr über die Sichtung gefreut, als wir. In unserem Sambiaurlaub standen wir dicht an dicht neben einem Leoparden. Umgeben waren wir hier von mindestens 15 anderen Fahrzeuge und zu sehen war die meiste Zeit nichts, aber Samwels Ziel ist es, uns alle Big Five zu zeigen, wie er uns später berichtet. Er meint ein Guide ist erst dann mit der Tour zufrieden, wenn man alle Big FIve den Gästen gezeigt hat. Ich bitte Samwel bald weiterzufahren. Wir sind nur einen Kilometer weiter als wir unter einem Baum dieses Pärchen sehen... Und das ist doch viel schöner, denn erstens ist es gut sichtbar und zweitens stehen (noch) keine Fahrzeuge um uns herum.
Wir warten hier einige Zeit, in der Hoffnung, dass die beiden sich erheben, aber es scheint einfach zu heiß zu sein, um auf die Jagd zu gehen. Samwel fährt sogar kurz vom Weg ab, damit wir dichter an die Tiere kommen. Die ganze Gegend ist sehr übersichtlich und so dauert es natürlich nicht lange, bis ein weiteres Fahrzeug auftaucht. Dann müssen wir schnell zum Weg zurück. Aber das war eine tolle Sichtung. Wir kommen an eine weitere offene Flussstelle mit viel Wasser und besonders vielen Zebras. Soweit das Auge sieht, ziehen hier nur Zebras entlang. Samwel meint, es ist der Kopf der Migration. Hier sammeln sich die Tiere.
Unter einem Baum ruht wieder eine Löwin. Es fällt auf, dass wir viel häufiger Löwinnen sehen als Männchen. Samwel erklärt, dass es von Natur aus so geregelt ist, dass 80% der jungen Tiere weiblich sind. Das war mir neu. An der Löwin stören sich die Zebras gar nicht, auch hier bewegen sich alle Tiere ungezwungen. Der Löwin scheint die Tagesruhe auch wichtiger, als schon wieder auf die Jagd zu gehen. Bei so viel Nahrung läuft nichts weg. 🤪 🤪 🙄
Hübsche Hintern! 🤩
oder mal in Black and White...
Staub hängt in der Luft
Nach der großartigen Zebrasichtung hält Samwel die Zeit gekommen, um ins Camp zurück zu fahren. Aber einen kleinen Schlenker, um eine Baumgruppe macht er noch und was erblicken wir…..
Biggi
Teil 1502. Dez. 2017
Immer noch vormittags in der Serengeti unterwegs
Wir bahnen uns einen Weg durch die vielen Zebras und unser Weg führt ein kleines Stück nach Süden, dann fahren wir in westlicher Richtung weiter. Nach wenigen Metern auf der Gravelroad biegt Samwel ab. Ein schöner Fieberbaum erregt meine Aufmerksamkeit. Die Rinde ist genial...
... der Baum ist zu groß für eine Nahaufnahme, wir stehen zu dicht. Ein weiteres Fahrzeug hält neben uns und Samwel begrüßt den Guide. Das dauert dann wieder ein wenig, so dass ich die Zeit nutze, um den Baum zu fotografieren. ... Aber auch die Krone ist toll.
Nach dem Gespräch mit seinem Freund, biegt Samwel erneut ab. Er möchte zum camp zurück, dafür müssen wir auf die Mainroad gelangen. Aber da bewegt sich plötzlich unter einer Akazie etwas. Wir bleiben stehen und erblicken einen...
Einen großen schlafenden männlichen Löwen unter einer Akazie. Er ist kaum zu sehen. Ein bisschen weiter steht ein Safarifahrzeug mit Gästen, wir fahren auch zu der Stelle und uns eröffnet sich der Blick auf einen Baum, unter dem viele kleine Löwenjunge dösen. Nun muss der Lunch noch warten. Wir stehen sehr lange hier. Das andere Fahrzeug ist inzwischen weg. Nur wir und die Löwen.
...dann verlässt einer seine Geschwister, er geht aber nicht weit.
müde Gesichter 😊
die drei sind sehr fotogen, wenn auch etwas entfernt 😉 😘 Ich möchte am liebsten aussteigen und mir einen zum Knuddeln holen! Die sind sowas von süß! 😘
Muttertiere vermissen wir hier, bis ich aus dem Augenwinkel unter einem Busch eine Bewegung wahrnehme. Zwei Löwinnen scheinen hier zu schlafen, sie liegen 30 m entfernt von ihrem Nachwuchs.
Kaum zu erkennen sind die Mütter! Die kleinen werden ab und an mal wach, strecken sich oder, müssen ihre Schlafposition verändern, da die Sonne auch wandert und es im Schatten angenehmer ist. Wir zählen 14/15 Tiere. Die sind supersüß. Dann fährt Samwel zum großen Löwen zurück, er tut so, als ob er den Wagen zurücksetzt und drehen will. So sehen wir den Löwen von vorne.
hübsche Dornenzweige!
... und irgendwann öffnet er seine Augen..
...die Augen fallen schnell wieder zu.
In der Serengeti soll es 19000 Löwen geben. Als ich das hörte, dachte ich. Das muss ein Rechenfehler sein, aber nun scheint sich das zu bestätigen. So viele Löwen haben wir bisher noch nicht gesehen. Unter fast jedem Baum liegen hier die Katzen.
Inzwischen ist es 14.00 Uhr bis wir im Camp ankommen. Prosper erwartet uns bereits mit einem gewohnt leckeren Mahl. Danach verschwinde ich unter dem Wasserstrahl der Dusche und um 16.00 Uhr fahren wir erneut los. Nun wird es nicht mehr so spannend, aber dennoch sehr schön. Die Serengeti ist einfach nur schön!
Biggi
Teil 1603. Dez. 2017
Nachmittags in der Serengeti Ich möchte den Tag nun endlich abschließen, drum hier unser Nachmittag ..... Wir haben wie immer Prosper beim Abräumen geholfen, auch in der Küche ist es jetzt leer, nur die vielen Fliegen bevölkern die verbliebenen Plätze...
Samwel hält derweil ein Schläfchen auf der Ablage!
Der Campingplatz ist jetzt nicht voll, wir sind die einzigen Gäste und so ist die Zeit ideal zum Duschen. Im Zelt ist es ohnehin viel zu heiß zum Aufhalten. Anschließend setzen wir uns unter die Sonnenschirme und warten auf Samwel. Um 16.00 Uhr starten wir erneut zum Gamedrive. Der Himmel zieht sich nun zusammen, dunkle Wolken sammeln sich. Ich befürchte, dass es ein Gewitter geben wird. Auch Samwel äußert seine Sorgen über das Wetter. In dem dünnen Zelt würde ein Gewitter alles durchnässen. Wir halten in einem Wald mit Fieberbäumen, Giraffen fressen friedlich das frische Grün der Bäume ab, Madenpicker reinigen ihre Rücken, Zebras fressen das Gras vom Boden, Affen wühlen nach Schnecken im Waldboden und…Ich genieße nun auch die anderen Tiere, denn Löwen hatten wir so viele.
Ein bisschen was ganz Kleines, aber farblich sehr hübsch.
Unser Ziel sind die Maasai Kopjes, eine Felsengruppe, ....
Wir umrunden mehrere Gruppen mit Felsen
und finden faszinierende Wurzeln.
hier befinden sich mehrere Felsengruppen von einander getrennt
.... die zum einen landschaftlich hübsch aussieht und zum anderen dafür bekannt ist, dass die Leoparden ihre Jungen hier zur Welt bringen. Wir schauen genau, entdecken keine Leoparden.
Auf einem Felsvorsprung entdecke ich eine Hyäne, wird gerade wach, reinigt sich, fletscht die Zähne und betrachtet uns, dann trollt sie sich davon.
Es gab sogar ein Vögelchen zu sehen Der Blick in die offene Savanne.....
Die vielen Wolken lassen zum Sonnenuntergang die Savanne in besonderen Farben erscheinen. Wir betrachten den dunklen, aber leuchtenden Himmel und schauen den spielenden Tomson`s Gazellen zu. Sie kämpfen miteinander und springen vor dem Auto herum. Warzenscheine flitzen mit hochgestelltem Schwanz vorüber. Alles erscheint absolut friedlich.
...Nur der Himmel ?
Inzwischen ist es ca. 17.40 Uhr! Der Himmel ist schon sehr dunkel.
Ein Gewitter gibt es nicht, nach Einbruch der Dunkelheit lassen sich die Sterne ´zählen und der Mond strahlt hell auf uns herab.
Ein Dinner mit Kürbissuppe als Vorspeise, wie jeden Tag gibt es Fleisch, mal Hähnchen, mal Schwein oder Rind, und heute sogar eine Bolognese mit Hackfleisch (ich denke nicht darüber nach, wo das Hack am vierten Tag herkommt?) und Nudeln. Auch heute genießen wir den Gin Tonic, Prosper allerdings mit Cola und die netten Gesprächen mit anderen Gästen. Dann fallen wir erschöpft ins Bett. Diese Nacht soll aber anders werden. Ich höre viele Tiere in unmittelbarer Nähe, schlafe ein, bis ich das Gefühl habe, es schnuppert jemand ums Zelt. ... Hier geht es demnächst weiter.
Biggi
Teil 1710. Dez. 2017
Nacht in der Serengeti Ich höre viele Tiere in unmittelbarer Nähe, schlafe aber ein, bis ich das Gefühl habe, es schnuppert jemand ums Zelt. Und richtig, eine Hyäne am Zelt. Die Silhouette ist durch das Mondlicht zu erkennen. Da gruselt es mich und ich rücke im Zelt weiter in die Mitte, man weiß ja nie, wie die so ticken. Ich schlafe wieder ein, aber bin sehr unruhig. Plötzlich rufen/lachen die Hyänen. Es ist so laut, als würde sie immer noch am Zelt stehen. Ein Blick durch die Gaze zeigt aber, dass sie wohl weiter gezogen sind. Die Hyänen befinden sich wahrscheinlich am Fluss, der ca. 30 m entfernt ist. Da ich nun schon einmal wach bin, kann ich auch mal zum Pipimachen gehen. Aber der Ablutionblock ist nicht vor dem Zelt. Also beschließe ich dem nahen Baum etwas Gutes zu tun. Die Tiere machen es auch und das in größeren Bächen, als meine wenigen Gin Tonic Reste. Ich schleiche mich vorsichtig aus dem Zelt. Der Mond erhellt die Umgebung, schaue mich um, kann aber keine Hyänen mehr sehen. Die Stimmen sind entfernt wahrzunehmen. Der nächste Baum ist nun meiner, denn bis zur Toilette traue ich mich nicht. Alles erscheint im Mondlicht so friedlich, die ganze Umgebung ist auch bei Nacht fantastisch! Ein letzter Blick in die erleuchtete Nacht, alles schläft und ich verkrümle mich auch wieder ins Zelt. Es ist 3.10 Uhr. Kaum ist aber der Reißverschluss des Zeltes geschlossen, vernehme ich Schritte. Das sind bestimmt viele Zebras, denke ich und blicke durch die Gaze. Doch plötzlich sieht die friedliche Nacht gar nicht mehr friedlich aus. Mein Herz zeigt die Frequenz eines Hochleistungssportlers an. Nein, die Hyänen sind nicht zu sehen. Es steht eine Löwin direkt vor dem Zelt. Sie scheint sich aber nicht für uns zu interessieren , sondern blickt über die Campsite in die Richtung der anderen Zelte. Ich schaue ebenfalls in die Richtung. Vielleicht befindet sich dort ein Zebra oder Gnu. Nicht auszudenken, wenn die hier zwischen den Zelten etwas jagen würden. Dann sehe ich plötzlich eine zweite Löwin auftauchen. Ich wecke Manfred, er kann kaum glauben, was er sieht. Insgesamt gehen 5 Löwinnen ganz entspannt und gemütlich durch das Camp. Eine Löwin nach der nächsten wandert zwischen den Zelten hindurch. Aus der Bodenperspektive betrachtet, wirken die Löwen riesig. Nach und nach scheinen sie sich zu entfernen und es kehrt bei uns wieder Ruhe ein. Mein Herz schlägt aber noch, wie soll ich jetzt einschlafen? Es ist ca. 3.25 Uhr. An die Campsite schließt sich hinter dem Küchenhaus eine große Weidefläche an. Tagsüber sahen wir dort Giraffen und Zebras. Da Manfred nun auch wach ist, meint er, er könne jetzt auch zur Toilette gehen. Also setzt er sich in den Eingang des Zeltes und sucht seine Schuhe zusammen. Das Toilettenhäuschen ist ca. 50 m entfernt. Er ist voll konzentriert auf seine Schuhe, die er im Halbdunkel des Mondlichtes anziehen will. Ich habe mich bereits umgedreht und wärme den Schlafsack. Als er sich erhebt und gerade losgehen will, schreckt er zusammen. Leise flüstert er mir zu: „Da steht schon wieder ein Löwe vor dem Zelt. Auge in Auge!“ Ich denke, jetzt macht er sich einen Spaß daraus! Aber nein, schnell und noch schneller ist er im Zelt, schließt den Reißverschluss und blickt durch die Gaze in die Augen des Löwen. Das war knapp, obwohl die Löwen gar nicht an uns interessiert zu sein scheinen. Wir warten ab und sehen, dass alle 5 Löwinnen zurückkommen. Jetzt stehen zwei links vom Zelt und zwei laufen an der anderen Seite entlang und folgen der ersten Löwin. Was für eine Nacht! Nun muss Manfred wirklich zur Toilette. Er wartet aber noch ein bisschen und scannt die ganze Landschaft ab. Dann traut er sich aus dem Zelt, gaaanz langsam. Es geht alles gut. Wir sind nicht die einzigen, die die Löwen gesehen haben, auch Prosper ist in der Nacht wach. Obwohl er sehr oft in der Serengeti unterwegs ist, ist es auch für ihn ein aufregendes Erlebnis. Er teilt sich das Zelt mit Samwel und hat auch ihn geweckt. Ich habe bei der Spannung gar nicht an ein Foto gedacht, aber im Nachhinein ärgere ich mich doch, dass ich diesen einmaligen Blick aus der Bodenperspektive nicht festgehalten habe. So etwas werden wir wohl nicht wieder erleben.
Letzter Gamedrive in der Serengeti Irgendwann ist die Nacht vorüber, es ist schon hell, ich steige aus dem Zelt und bin auf dem Weg zum Toilettenhäuschen, da schleicht doch tatsächlich eine Hyäne ein paar Meter neben mir durchs Gras. War das der nächtliche Besucher? Sie verfolgt aber irgendetwas und blickt sich nicht um. Welch ein Glück! Nach dem Frühstück erfolgt der letzte Gamedrive in der Serengeti. Prosper kümmert sich um das Aufräumen, baut auch die Zelte zusammen, während wir auf Tour sind.
Heute Morgen sehen wir die üblichen Verdächtigen und natürlich auch wieder Löwen. Drei Löwinnen liegen auf Granitsteinen und dösen, gehen ihrer Lieblingsbeschäftigung nach! Endlich sehe ich auch mal einen Adler. Vögel gibt es hier nicht so viele, da habe ich mir erhofft. Wahrscheinlich ist es jetzt auch viel zu trocken für Vögel. Nach einer kurzen Fahrt erreichen wir ein Visitor Center. Es ist 8.00 Uhr. Hier gibt es auch ein Toilettenhäuschen, diese Toiletten sind so sauber wie zu Hause, welch ein Unterschied zur Campsite. Das scheint auch Samwel zu genießen!
Sehr zutrauliche Dassies begrüßen uns, wir folgen einem Lehrpfad, der über Kopjes führt. Tolle Blicke in die Savanne eröffnen sich, Schautafeln geben Informationen preis, an einem Hüttchen begegnen wir Prof. Berhard Grzimek. Dieses Visitor Center ist interessant gestaltet und ein lohnender Besuch. Wir halten uns aber nicht sehr lange auf. Samwel sagt immer „twenty minutes“, wenn wir irgendwo aussteigen. Ich habe keine Uhr dabei und lass mich im Urlaub nicht gerne treiben.
Die Wege sind hübsch eingefasst
Kakteen schützen als Dach
Beispiel einer der zahlreichen Schautafeln
Ein Nachbau des Flugzeuges, mit dem Michael Grzimek im Ngorongoro Krater tödlich verunglückt ist.
Nun geht es wieder auf Tiersuche. Samwel will uns unbedingt noch einmal einen Leoparden präsentieren und fährt wieder in die angebliche Leopardengegend, aber auch heute zeigt sich kein Leo. Der Leo vom Vortag hängt immer noch im Baum, weit entfernt. Es ist erschreckend und beeindruckend, wie viele Safariguides ihren Gästen den Baum zeigen, obwohl man kaum etwas erkennen kann. Um uns herum werden die besten Handymodelle zur Schau gestellt oder die neuesten Tablets als Kamera genutzt. Wir sind mit unseren Kameras ganz schön altmodisch! 🤩 😊 😗 Aber hier bin ich gerne altmodisch. Große Zebra- und Gnuherden oder die ziehende Tiere sind nun viel interessanter zu beobachten. Auch hier sind Jungtiere dabei und erobern mein Herz. Man glaubt es kaum, aber wir treffen auch heute Morgen wieder auf ein Löwenrudel mit Jungtieren. Der Anblick ist immer der gleiche, sie schlafen! Ich frage Samwel, ob es das gleiche Rudel von gestern sein könne, er meint aber, diese Tiere sehen älter aus und es gibt so viele Rudel in der Serengeti, dass man eher selten auf das gleiche trifft. Eine Autoschlange sammelt sich um die Löwen, Samwel dreht auf meinen Wunsch den Wagen, um eine bessere Blickrichtung zu haben, aber die vielen Autos sind schon etwas nervig und gewöhnungsbedürftig. In Botswana stehen wir manchmal stundenlang und beobachten die Tiere, das ist hier gar nicht möglich, weil immer irgendein Fahrzeug hinzukommt. Das hier nicht mehr Unfälle passieren ist schon erstaunlich.
Der Junge schaut wenigstens einmal auf.
aber eigentlich ist auch er noch müde!
Sein Bruder schlummert noch,
dann schenkt uns aber doch eine kurzen Blick.
Wir fahren dann mal weiter... und träumen den Platz für all die Handy- und Tabletfotografen
Neugierige Blicke ! Zum Schluss der Tour finden wir noch Hyänen unter einem Dornenstrauch
Zum Aufstehen ist es noch zu früh! 🤪 Gegen 12.00 Uhr fahren wir zum Camp zurück, wo Prosper mit dem Lunch auf uns wartet. Er hat bereits für die Abreise die Zelte, Matratzen und Taschen zusammengestellt.
Wir starten alsbald, um die Serengeti zu verlassen. Unterwegs müssen wir aber erneut bei drei Bäumen halten, weil hier wieder Löwen auf uns warten. 😈 Die Ausfahrt aus der Serengeti in die Ngorongoro Conservation Area ist eine kilometerlange Sandpiste, umgeben von viel Grasland, sehr trocken und wir sehen kaum Tiere. Es ist uns nicht klar, warum die Löwen ausgerechnet hier entlang ziehen. Kein Wasserloch, keine Nahrung, so denken wir. Die Löwen wissen es aber besser. 🙂 😉
Es sind so viele Löwen in der Serengeti, dass ich die letzten nicht mehr fotografiert habe. Dieses Trio lag auf dem Weg zur NCA.
Unterwegs treffen wir auf einen liegengebliebenen Safariwagen. Samwel hält an und erkundigt sich, ob er helfen kann. Er kann. Er positioniert seinen Wagen hinter dem anderen Auto und gibt Gas. So fährt er gegen den Reservereifen und schiebt ihn an, denn aussteigen und anschieben geht hier nicht. In der Serengeti löst man die Probleme anders. 😉 🙄 Wir erreichen nach 1,5 Stunden das Gate. Samwel verschwindet im Office zum Auschecken, das dauert gute 20 Minuten. Wir laufen ein bisschen umher und besuchen den kleinen Shop. Kaufen sollte man hier aber nichts, da die Preise alle touristische Aufschläge beinhalten. Ein paar Tauben lauern auf Krümel, ansonsten hören wir wieder viele bekannte europäische Laute.
Samwel fliegt nun förmlich über den weißen Staub der Gravelroad. Links und rechts der Road stehen Maasai oder es liegen einige Krale verstreut. Manfred rutscht manchmal das Herz in die Hose, da Samwel sehr scharf um die Kurven rast. Auf dem losen Geröll kann so ein Wagen schon mal ins Schleudern geraten. Wir vertrauen Samwel und hoffen, dass er die Situationen beherrscht. Auf dem Kraterrand halten wir zuerst auf der Simbi-Campsite, entladen die Zelte und Prospers Gepäck. Hier ist ganz schön was los. Wir treffen auf Bekannte, die uns sofort versichern, dass die Duschen besser sind als in der Serengeti. Prosper lassen wir auf der Campsite. Er freut sich, dass er seine Freunde, die anderen Köche, dort trifft. Heute übernachten wir hier nicht. Aminiel hat die Rhino Lodge gebucht. Nach den Tagen in Staub und Dreck, freue ich mich, dass ich meine Haare frisieren kann, denn ohne Strom ging das nicht. So sehe ich mal wieder menschlich aus.
Biggi
Teil 1810. Dez. 2017
Übernachtung in der Rhino Lodge Freundlich gibt es einen Begrüßungsdrink dort, dann bringt man uns zum Zimmer. Die Zimmer sind recht einfach und schlicht. Es gibt aber Strom vom 17.00 bis 21.00 Uhr und morgens bis 9.00 Uhr. Ich schließe zuerst alle Akkus an. Im Zimmer gibt es einen Ofen, der mit Holz beheizt werden kann. Später fragt man uns, ob er angezündet werden soll. So kalt ist es jedoch nicht und trotz der großen Feuchtigkeit und den kühlen Temperaturen kommen wir ohne Holzofen aus. Im unserem Zimmer steht noch ein Etagenbett, das verströmt etwas Jugendherbergscharakter. Es ist aber alles sehr sauber und im Bad liegen zwei saubere große Duschtücher. Die Dusche ist herrlich warm, wir packen danach unser Gepäck um und genießen einen Amarula auf unserem schönen Balkon.
Auf einer Wiese vor dem Hotel grasen gerade Wasserböcke und im Hintergrund blickt man auf die Bergkette.
Ein fantastisches Plätzchen, dass wir aber mit 260 € / pNacht bezahlen! Vor dem Dinner können wir noch das WLAN nutzen. Zum Essen sind wir wieder mit Samwel verabredet. Er hat ebenfalls ein DZ für sich. Wir laden ihn heute Abend ein, d.h. die Getränke gehen auf unsere Rechnung. Die sind natürlich nicht includiert. Das Essen besteht aus einer Suppe, die am Tisch serviert wird, anschließend kann man sich am Büffet sattessen. Das Essen ist ok, aber nicht unbedingt herausragend. Wir trinken mit Samwel noch ein Bier bzw. ein Savanna.
(Meine Fotoapparate lagen im Zimmer, ich musste das Handy, um mit der Außenwelt via WLAN in Kontakt zu treten und wurde so zur Handyfotografin) Nach dem Essen gibt es ein großes Lagerfeuer auf der Terrasse. Es ist das erste Feuer, das wir hier erleben. Auf den Campsites ist es nicht üblich ein Feuer zu errichten. In der Serengeti trafen wir eine Reisegruppe, die um ein Feuer herumsaß, doch bei den Privatfahrern gibt es kein Feuer. Vor uns weidet inzwischen eine größere Wasserbüffelherde, die Tiere sind nicht gerade sehr leise. Wir sehen sie im Lichtkegel der Lodge. Bald verschwinden wir in unser Zimmer, der aufziehende Nebel macht den Aufenthalt draußen ungemütlich. (Ja, die Handybilder liegen auf der Seite! 😵 😣 )
Ngorongoro Krater
Gefrühstückt wird um 7.00 Uhr, viele Reisegruppen sind bereits aufgebrochen. Es gibt wieder ein Büffet, auf Wunsch werden die unterschiedlichsten Eierspeisen bereitet, warme Würstchen, Schinken, baked beans oder Ugali, sind ebenfalls vorhanden. Ugali ist die tanzanische Ausgabe von Millipapp. Wir checken aus, bezahlen unsere Getränke und Samwel wartet bereits. Es ist heute Morgen sehr nebelig, die Berge vor unserer Lodge sind nur zu erahnen, so diesig und nass ist es und sehr kühl! Durch die unterschiedlichen Höhenlagen und die Dynamik der Luftmassen variiert das Klima vor Ort stark. Die Höhenlagen sind meist feucht und diesig. Das Flachland unterliegt starken Temperaturschwankungen. Die Regenmenge fällt in den Monaten November bis April und schwankt ebenfalls sehr stark abhängig vom Standort.
Morgens um 7.30 Uhr vor der Rhino Lodge
Das Grabmal von Vater und Sohn Grzimek haben wir bereits bei der "Einfahrt" in die NCA besucht, auch haben wir vor einigen Tagen am Viewpoint gehalten und den Blick in den Krater genossen. Es war gegen Mittag, das Wetter war fantastisch!
Mit diesem Stein gedenkt man all der Menschen, die ihr Leben im Krater gelassen haben.
Wieder folgen wir der Kraterstraße entlang. Giraffen oder Elefanten stehen an Rand, Zebras weiden auf den großen freien Flächen, Massai warten auf den Bus. Ein sehr harmonisches Bild, das uns hier geboten wird. Dann beginnt aber die Safarifahrzeug-Rallye. Einige Touranbieter haben es eilig. Wir erreichen das Gate zum Ngorongoro Krater. Samwel erledigt die Anmeldung, wir nutzen die Zeit für ein paar Fotos.
Auf dieser steilen Abfahrt gelangt man in den Krater
Viel Spaß haben wir mit einer Familie aus Israel, die sich trotz der Kälte und des Nebels in Shorts und auch oben herum sehr dünn bekleidet, auf dem Dach ihres Autos in Pose stellen und „außergewöhnliche“ Fotos machen. Nun geht es steil auf Serpentinen hinab in den Krater. Für ein Fotos bitte ich Samwel noch einmal zu halten. Nein, wir steigen nicht halbnackt aufs Dach, wie die Israelis!
Ich wollte nur ein paar der Bäume "mitnehmen".
Wir kommen den Tieren näher,
auch den Vögeln, die aber immer noch zu weit entfernt sind, um scharf aufs Foto zu kommen. Der Ngorongoro Krater ist die Heimat unzähliger Tierarten. Zu den typischen Vertretern an Großwild gehören Elefanten, Zebras, Büffel, Antilopen und Gnus. Die Löwenpopulation im Krater gehört zu den größten weltweit. Die Raubtierdichte ist in dieser Region Tansanias höher als in anderen Gebieten Afrikas. Leoparden und Fleckenhyänen gehören neben den Löwen zu den häufigsten Vertretern dieser Art, so steht es im Reiseführer. Leoparden und Geparden treffen wir keine. In den Wasserlöchern leben Flusspferde und selbst die in ihrer Art bedrohten Spitzmaulnashörner kommen im Ngorongoro Krater vor. Alljährlich findet im Krater ein gewaltiges Naturschauspiel statt. Wenn die großen Tierwanderungen in der Serengeti einsetzen, führt der Weg der Herden auch durch den Ngorongoro Krater. Wir erleben einen Teil dieser Wanderung mit Gnus und Zebras.
Soweit wir sehen können wandern die Gnus .
Schaut man nach links, will die Gnuwanderung nicht enden.
Aber manchmal mischen sich auch diese Gesellen unter die Gnus...
Im Zentrum des Kraters liegt mit dem weißlich schimmernden Lake Magadi ein See, an dessen Ufern sich in der Regenzeit unzählige Wasservögel tummeln. Zu den auffälligsten Vertretern gehören die rosafarbenen Flamingos, die wir leider nur aus der Ferne erahnen können. Der See ist soweit ausgetrocknet, dass es keinen Weg bis ans Wasser gibt. Die helle Färbung verdankt der Lake Magadi Ablagerungen vulkanischer Asche. Sie ist auch der Grund für den hohen Alkaligehalt des Wassers. Durch die große Verdunstung steigen stetig Nebelschwaden empor, die vor der Bergkulisse zu vielen Fotos animieren.
Leider sind die Flamingos für uns unerreichbar und auch unscharf ! 😊 Im kleinen Wäldchen machen wir gegen 11.00 Uhr eine Pippipause.
Derr Blick auf den See, durch die Bäume.
Was wir aber bis 11.00 Uhr erlebt haben... ja, es gab außer den Gnus und Büffeln noch andere Vierbeiner, denen wir begegnet sind, ihr ahnt es sicherlich schon...
Biggi
Teil 1911. Dez. 2017
Endlich mal Löwen ( 🤩 ), noch im Ngorongoro Krater
Ein Tag im Ngorongoro Krater ist so tierreich, wie mehrere Tage im Moremi NP. Erst beim Reisebericht schreiben und dem Sortieren der Bilder merke ich, wie viel wir erlebt und gesehen haben. Alle paar Stunden, ja fast minütlich änderte sich die Tierwelt um uns herum. Immer war irgendetwas da. 🤩 😘 😁
Die Gnus ziehen vorüber. Ein Ende der Kette ist nicht zu erkennen. Wasserbüffel oder Golden Jackels folgen den Tieren, Zebras mischen sich darunter. Soweit das Auge blicken kann, sieht man nur ziehende Tiere in dieser Ebene. Hitzeflimmern und das gelbbraune Gras erschweren die Weitsicht. Samwel fährt auf einen Hügel, vor uns sehen wir drei Wagen parken. Das kann nur eins bedeuten.... Kaaatzen! 🤩 Gerade hat ein Löwenrudel ein Gnu gerissen und alle fallen über das arme Tier her. Die Löwen haben die gleiche Farbe, wie das Gras und liegen gut getarnt auf diesem Hügel. Wir erkennen große und kleine Löwen, leider keine ganz kleinen Tieren, aber es sind viele. Da sich gerade alle auf das Mahl stürzen, ist ein genaues Zählen nicht möglich.
Kann hier einer die Zahl der Tiere erkennen? 🙄 😊
Liebkosungen können wir häufig unter den Mitgliedern beobachten. Wie nett sie miteinander umgehen.
Hier entfernt sich das erste Tier von der Masse. Mit diesem Löwen hatten wir viel Spaß, denn er kam mit dem "Bein" nicht zurecht. permanent schlug ihm ein Teil ins Gesicht.
Er braucht ein ruhigeres Plätzchen.
Die ersten Tiere scheinen bereits satt zu sein und suchen ein ruhiges Plätzchen zum Schlafen. Wir sind wieder ganz gefesselt, von dem, was sich da gerade abspielt. Dabei blicken wir aus dem Hochdach und merken erst später, was um uns herum geschieht .... Traffic jam!! 🤢 😈 Es dauerte nicht lange und immer mehr Fahrzeuge gesellen sich hinzu. Ich habe das Gefühl, alle Fahrzeuge des Kraters versammeln sich hier. Bald zähle ich 25 Safarivehicles. Grrrr.. 😈 😈 und alles positioniert sich im Halbkreis um das Löwenrudel. Könnte man die andere Seite, hinter dem Rudel befahren, wären die Kätzchen komplett umzingelt. Wie schrecklich ist das, und wir mitten drin? Irgendwann gibt es kein Flüchten mehr, die Autos stehen kreuz und quer und sind ineinander verkeilt. Nach einer guten Stunde setzen sich die ersten Löwen in Bewegung, sie suchen dringend Schatten und ...
der Rippenbraten zeigt deutliche Kauspuren...,
einzelne Knochen liegen bereits achtlos im Gras
und die Löwen finden Schatten zwischen und unter den Fahrzeugen. Das ist zwar süß anzuschauen, aber bestimmt nicht im Sinne von Prof. Grzimek. Es gibt sogar Touristen, die durch Handbewegungen die Löwen anlocken, als sie an ihrem Wagen vorbei schleichen. Es ist unglaublich, was wir hier erleben und damit meine ich das Verhalten der chinesischen Touristen.
Er liegt direkt unter dem Wagen vor uns.
Er versucht den Wagen anzuheben, schließlich ersetzt das ein Fitnesscenter, ein kleiner Löwe kann ganz schön stark sein!!! 🤩 😉 Vor allem nach dem leckeren Mahl! Ein anderer fand auch noch ein bisschen Schatten am Reifen
Er hat schon einen niedlichen Blick und das verführt zum Kuscheln. Wo ist der Unterschied zum Golden Retriever?
Dieser lag hinter unserem Wagen.
Die Löwen vermitteln zwar den Eindruck als würde sie die vielen Autos nicht interessieren. Nach und nach stehen alle auf, von dem Gnu sind nur noch Rippchen zu sehen, und sie laufen zum Abhang, um dann ganz zu verschwinden. Unterhalb dieses Hügels befindet sich eine Felswand, dort werden sich die Tiere zum Schlafen legen.
Wie ein Schleier oder eine Decke zieht sich der morgendliche Nebel an den Kraterrändern empor!
Nach und nach macht sich Familie Katze auf den Weg...
Der Kleine ist noch unsicher, ob er seinen Schattenplatz aufgeben soll.
Alle aufstellen, durchzählen und nacheinander losgehen! 🤩 Die Verständigung klappt aber irgendwie und kein einziger Löwe bleibt zurück.
Ein Rundblick, damit auch kein Löwchen verschwindet und ganz zum Schluss folgt die Mutter. Wir konnten keinen älteren Pascha sehen. Das Rudel bestand nur aus Muttertieren und ihrem Nachwuchs.
Die Mutter hat noch die Schale ausgeleckt. 🤪 😊
Es ist kaum zu glauben, was nun alle Safariguides fertigbringen. Sie folgen in einem rasenden Tempo den Löwen, um ihren Gästen den weit entfernten Schlafplatz zu zeigen. Kann man noch dichter an Löwen sein, als wir schon waren? Wir bitten Samwel den Fahrzeuge nicht zu folgen und nach anderen Tieren Ausschau zu halten, schließlich gibt es ja genug hier.
Wir haben genauso unsere Freude an Hyänen, Jackels, Tomson`s Gazellen und den Hippos. Samwel erklärt uns, dass ein Guide nur zufrieden ist, wenn er seinen Gästen alle Big Five gezeigt hat und alle Gäste wollen immer die Katzen sehen. Sicherlich stimmt das, aber die hatten wir ja nun schon reichlich. Ein Tier der Big Five fehlt noch... das Nashorn. Für ist das aber kein Problem, denn die hatten wir hautnah vor 8 Wochen in der Kalahari. Nun sucht Samwel aber doch die Nashörner. Wir fahren zum ersten Picknickplatz zurück, um die Toilette zu nutzen. In dem vorgelagerten Wäldchen wird aber just in dem Moment, neben Elefanten auch ein Nashorn gesichtet. Alle Guides sind in großer Aufregung. Wir sehen zwar das Nashorn, erklären aber, dass wir vor wenigen Wochen, diese Tiere ganz nah vor unserem Auto hatten. Zufällig habe ich noch Fotos auf meinem Handy, diese zeige ich Samwel und teile ihm mit, dass wir ruhig weiterfahren können. Man sieht nur einen grauen Felsen. Später werden wir noch einmal eine Situation erleben, in der er durch einen Funkspruch über die Sichtung eines Nashorns informiert wird. Leider ist das Nashorn noch weiter entfernt!
Kaum zu erkennen ist das Nashorn, aber Samwel ist glücklich, dass er uns eines zeigen konnte.
Schließlich zeigt das Nashorn genau, was es von uns hält. 🤢 😈 Die Picknickplätze befinden sich in den grünen Oasen des Karters. Hier wachsen Bäume und Blumen.
Auf dem Hill trafen wir die Löwen. Der Krater hat aber noch soviel mehr zu bieten... . Wir sehen natürlich noch zweimal weitere Löwen, aber immer schlafend und weit entfernt. Da lohnen keine Fotos, dafür von den ... Hippos, Vögeln, Elefanten, Jackels oder Gazellen....
Biggi
Teil 2018. Dez. 2017
Nach dem Löwenhighlight tritt wieder etwas Ruhe ein.... Ich glaube, jetzt haben wir erst am Toilettenhäuschen gehalten.
In der Ferne sehen wir die Flamingos leuchten. Leider gibt es keinen Weg um dem See näher zu kommen.
Ein Strauß sucht seine "Einheit" und folgt den anderen Tieren schnell. Heute trägt er die rosafarbenen Strümpfe. 🤩 Quer durch den Krater folgen wir den Wegen zum Hippo Pool.
Ein Wasserbüffel hat sich unter die Tiere im Wasser gemischt,
in der Ferne erblicken wir wieder ein Löwenpärchen (auf der Abbruchkante) und noch weiter entfernt versuchen ca. 10-12 Hyänen zu jagen. Leider entdecken wir auch ein totes Hippo in diesem Restwasser bzw. im Schlamm.
Einige Hippos müssen sich regelmäßig drehen, da in diesem Pool so wenig Wasser ist, dass die Tiere auszutrocknen drohen.
Erster Drehversuch!
So wirklich schön sind weder die Hippos, noch der ganze Pool.
Einige Ibisse stehen am Rand oder.. Nilenten Egyptian Goose Dann folgte eine Vogelattacke auf die Hippos, die das aber scheinbar nicht gemerkt haben. 😮
Im Hintergrund sieht man die unendliche Menge an Gnus, Wasserbüffeln oder Zebras
Yellow-Billed Egret
Der Ngorongoro Krater wird auch als Ziel für Schulausflüge genutzt. Dieser bunte Bus stand aber nur kurz neben uns. 😮
Bald fährt Samwel weiter. Er möchte uns einen Leoparden zeigen und sucht und sucht - aber erfolglos. 😈 Dann sieht er plötzlich mehrere Autos an einem Weg stehen. Er dreht den Wagen und folgt den anderen in rasantem Tempo. Als wir ankommen, kann ich eine graue Stecknadel im hohen Gras erkennen. Oh, welch ein Erfolg! 🤩 😏 Ihr ahnt es schon, diese Stecknadel soll ein Nashorn sein. 🤪 Samwel wartet geduldig, aber das Tier entfernt sich immer weiter. Ich mache keine Fotos, denn es lohnt nicht. Wir überzeugen Samwel, dass er weiter fahren kann. Einzelne Tiere, mal sind es Gnus oder Wasserbüffel, ziehen umher. Wir suchen in den Bäumen nach Leos, sie haben aber heute wohl frei. Wir finden keine. Es ist inzwischen Mittagszeit und Samwel möchte eine Lunchpause einlegen. Also fahren wir zum Picknickplatz im Osten des Kraters. Außer uns gibt es hier ca. 42 Fahrzeuge, die alle wie wir eine Pause einlegen. Hier gibt es ebenfalls einen See mit Hippos,
Hier dürfen die Touristen sogar aus dem Auto steigen, für manche wird ein Tisch mit dem Lunch gedeckt, andere verzehren ihr mitgebrachtes Paket im Auto. Auch wir haben ein Lunchpaket von der Rhino Lodge bei uns und stärken uns.
ein paar kleine Vögelchen sitzen am Ufer oder im Baum. Unbekanntes Objekt ??? Nach der Pause: Ganz in der Nähe, etwas entfernt sehen wir Elefanten in der saftig grünen Oasen-Landschaft sowie viele Kraniche, die wir gerade aufscheuchen, als wir mit dem Auto neben der Wiese stoppen und einen Hammerkopf.
auch Grant Gazellen müssen mal. 🤩
Die Krone unterscheidet sich kaum vom Hintergrund
Leider schlichen immer sehr weit entfernt die Golden Jackels umher, dieser Bursche stand mal ein bisschen näher.