flaxx77Themenstarter11 Beiträge · seit 201724. Okt. 2017 · #1Hallöle,
fährt hier auch jemand, ohne seine Route wie gewohnt in deutscher Manier bis ins Tausendstel geplant zu haben ?
Ich war noch nie in Namibia, bin noch nie ein 4x4 gefahren und dachte mir, ich komme an, studiere das Auto, cruise durch das Land und werde sehen was mich erwartet, wann ich von a nach b fahre ob ich überhaupt nach b fahre oder lieber nach c (weil man unterwegs doch immer tolle Tipps von Locals erhält) oder einfach mal Bock hat 3 Tage an ein und denselben Dörfchen hängen zu bleiben und nicht im Kopf hat, morgen hab ich vorgebucht und muss heut unbedingt los und die 400km runter reissen. zu schlafen findet man doch immer etwas, oder?
Also jetzt mal im Ernst, bin ich da zu naiv oder warum machen sich alle den Stress alles genau durch zu planen?
Ich weiß doch jetzt noch gar nicht wo es mir am besten gefällt, wieviel Fotostopps ich unterwegs einlege, welche unvorhersehbare Ereignisse eintreten etc... Ansonsten ist man ja ständig unter Zeitdruck.
Also kurz & bündig - ich habe 4 Wochen, habe ein Zelt auf dem Dach und grobe Richtung Caprivi sollt es werden.
Spricht irgendetwas dagegen, nichts vorher zu planen?
love&light
weltabenteuer
suedbummler50 Beiträge · seit 201524. Okt. 2017 · #2Hey Lars,
also aus meiner langen Liste der Namibia Reisen (genau 1 ;)) kann ich dir sagen, dass es im Zeitraum Mai/Juni überhaupt kein Problem war. Die Tagesetappen oder Nächte wurden spontan jeden Tag festgelegt, wo wir hin wollten sind wir hingefahren und haben überall einen Campingplatz erhalten.
Dieses Jahr gehts zur selben Reisezeit u.a. nach Botswana. Im Moremi und Chobe sieht die Lage ein wenig anders aus, hier haben wir jetzt schon nicht mehr alle Wunschcamps bekommen. Klar, auf gut Glück hinfahren geht immer aber das werden wir wieder überall anders machen.
Die Erfahrungen der meisten anderen hier, die ja wirklich schon sehr oft unten waren, lässt aber die Vermutung zu dass es zur Hauptsaison ganz anders aussehen kann und Wildcampen sollte wohl eher die Ausnahme sein.
Hoffe konnte dir helfen,
Viele Grüße
flaxx77Themenstarter11 Beiträge · seit 201724. Okt. 2017 · #3Danke suedbummler
Wenn das Wunschcamp, was es bei mir nicht so unbedingt gibt, schon voll sein sollte, gibt es doch bestimmt Ausweichcamps. Desweiteren denk ich mir, wenn alle vorbuchen, es immer Fälle gibt, das doch nicht alle wie geplant vor Ort sind. Wild Campen ist erlaubt oder verboten?
GinaChris4'984 Beiträge · seit 201624. Okt. 2017 · #4Hi flaxx,
um deine Eingangsfrage zu beantworten:
Ja wir! Wir planen nämlich nach österreichischer, und ganz besonders nach unserer Manier 🙂
Als ich etwa 17, 18 war, bin ich ähnlich wie du es tust, oder betr. Namibia es vor hast,
durch die Lande gezogen. War egal wo ich wann bin, oder wann ich zurückkomme.
Heute sehe ich das ganz anders; und glaub mir, heute sehe ich mehr, gezielter, intensiver.
Warum? Weil ich mir heute die Mühe mache Reiseführer, und -berichte zu lesen,
und mich mit Menschen unterhalte, die schon dort waren wo ich hin möchte.
So kann ich schon im Vorfeld sehr genau sagen wohin meine Reise gehen soll, und wohin nicht.
Eine Reise für mich und meinen Partner zu planen macht Spaß, enormen sogar!
Stress kam beim Abfahren unserer Etappen noch nie auf.
Aber wie jemand reist, bleibt doch jedem selbst überlassen, oder?
Die einen stehen auf 14 Tage Cluburlaub AI, andere planen halt ihre Namibiareise selbst im Vorfeld.
Dir jedenfalls viel Spaß auf deiner Tour!
Gruß Gina
freshy3'883 Beiträge · seit 201124. Okt. 2017 · #5Hallo Lars,
aus meinen Erfahrungen von diesem Jahr September muss ich sagen: Wenn die Camps in den Nationalparks voll sind, dann sind sie voll. Wir hatten jedenfalls keinen Erfolg mit einer spontanen Anfrage am Gate.
Ausweichcamps: Wie weit willst du denn noch fahren? Das nächste Camp könnte 100 km weiter weg sein und um 6:00 pm ist es dunkel.
Wir haben auf den bisher sechs Touren vielleicht 3 - 4 mal wild gecampt. Auf Privatgelände ist es ohne Genehmigung des Eigners nicht erlaubt, an vielen Stellen empfiehlt es sich aus Sicherheitsgründen nicht.
LG freshy
flaxx77Themenstarter11 Beiträge · seit 201724. Okt. 2017 · #6Hallo Gina,
danke für Deine Antwort.
Ich möchte auch nochmal klar rücken, das ich niemanden auf den Schlips treten möchtem, jede reist wie er es mag. Vielleicht hatte ich mich zu agressiv ausgedrückt. Frage war eigentlich nur, ob es hinhaut in Namibia "frei" zu sein oder nicht ;o)
Kann ich wild campen, Sichherheit außerhalb der Camps, etc....
flaxx77Themenstarter11 Beiträge · seit 201724. Okt. 2017 · #7@freshy - super danke für die Info´s
Wild campen aus Sichherheit nicht- welche konkreten Gründe sind damit gemeint?
Logi16,9k Beiträge · seit 201224. Okt. 2017 · #8flaxx77 schrieb:@freshy - super danke für die Info´s
Wild campen aus Sichherheit nicht- welche konkreten Gründe sind damit gemeint?
Unter Umständen: Mord
LG
Logi
TOtoumtoum319 Beiträge · seit 201224. Okt. 2017 · #9Also ich plane auch nie im Detail, eine grobe Strecke steht, aber mehr auch nicht und bis jetzt ist es immer anders geworden, als vorher geplant. Bin zwar oft mit dem Rad unterwegs, aber war auch mit der Familie von Jo'burg über Zimbabwe, Botswana nach Windhoek unterwegs. Nichts gebucht und immer untergekommen. Dadurch dann oft auch Kontakte zu Einheimischen bekommen (was mit Auto schon schwieriger ist als mit Rad). Gerade im Norden von Namibia haben wir oft auch wild gezeltet. Man kann auch die Einheimischen fragen, ob man auf ihrer Parzelle sich hinstellen kann. Die freuen sich oftmals, weil sie so etwas nicht gewohnt sind - ist uns im Caprivi passiert. Für mich sind gerade diese Kontakte auf der Reise wichtig - ist eben das reale Leben und man bekommt Einblicke in das Leben der Einheimischen - eben kein living village etc. Aber wie gesagt, das mu jeder selbst entscheiden.
toumtoum
flaxx77Themenstarter11 Beiträge · seit 201724. Okt. 2017 · #10@ logi Danke.
Also wie überall...
flaxx77Themenstarter11 Beiträge · seit 201724. Okt. 2017 · #11@ toumtoum
Ganz lieben Dank -auf Anhieb sympatisch.
jemand der das Land erfährt ..keep rolling
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200624. Okt. 2017 · #12Hallo flaxx77,
das was Du Dir vorstellst ist mit saisonalen und/oder regionalen Ausnahmen sicherlich durchaus möglich. Aber Deine Vorstellungen von Namibia sind da etwas verquer (treffen aber auf weite Teile Afrikas durchaus zu - nicht aber auf den Großteil Namibias). "(weil man unterwegs doch immer tolle Tipps von Locals erhält) oder einfach mal Bock hat 3 Tage an ein und denselben Dörfchen hängen zu bleiben und nicht im Kopf hat, morgen hab ich vorgebucht" Na ja, wo willst Du denn die Locals treffen bei 2,2 Millionen Einwohnern auf einer Fläche von 2,5x der Deutschlands? 70 Prozent leben im nördlichen Zehntel des Landes (da gibt es fast nichts "touristisches zu erleben), 15 Prozent in Windhoek. Dörfchen finden sich, aber da ist eigentlich außer Windhoek, Swakopmund, Walvis Bay und Lüderitz nichts, wo man gerne mal länger bleiben möchte. Und dann komtm dazu, dass die Unterkünfte eben nicht nebeneinander liegen sondern vielleicht mal 100 km auseinander. Wenn Du ein enges Verhältnis zu Einheimischen (ich gehe mal davon aus, das Du nicht die Südwester-Farmer meinst) suchst, dann kannst Du das praktisch nur im hohen Norden inkl. Caprivizipfel erleben.
Wildes Campen ist erlaubt, praktisch aber kaum (Ausnahme z.B. Teile des Kaokoveldes) möglich: Privates Farmland, Nationalpark, Kommunalland etc. Da mus man schon wissen wen man um Erlaubnis fragen muss,
Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Logi16,9k Beiträge · seit 201224. Okt. 2017 · #13flaxx77 schrieb:@ logi Danke.
Also wie überall...
Du kannst ja hier im Forum mal nach "Andi Maier" suchen oder meinetwegen googlen. Dann hast Du eine ungefähre Vorstellung...
LG
Logi
flaxx77Themenstarter11 Beiträge · seit 201724. Okt. 2017 · #14@ Logi - sehr tragische und unglaublich babarische Tat.
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200624. Okt. 2017 · #15flaxx77 schrieb:
Ich weiß doch jetzt noch gar nicht wo es mir am besten gefällt, wieviel Fotostopps ich unterwegs einlege, welche unvorhersehbare Ereignisse eintreten etc... Ansonsten ist man ja ständig unter Zeitdruck.
Also kurz & bündig - ich habe 4 Wochen, habe ein Zelt auf dem Dach und grobe Richtung Caprivi sollt es werden.
Spricht irgendetwas dagegen, nichts vorher zu planen?
... ich buche -wenn überhaupt- immer nur die erste Übernachtung und lasse mich dann einfach durchs Land treiben. Ich hatte damit weder in Namibia noch anderswo jemals Probleme.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
flaxx77Themenstarter11 Beiträge · seit 201724. Okt. 2017 · #16@bike4africa
Danke und beeindruckende Liste deiner Länder
weltabenteuertame birds sing of freedom wild birds fly
*Fritz*81 Beiträge · seit 201724. Okt. 2017 · #17Ich bin im Mai 2 1/2 Wochen in Namibia gewesen.
Hatte mit ein Auto mit Dachzelt gemietet und dann grob die Richtung ausgeguckt.
Dabei war eine Thomas Richter Camping Liste und ein Telefon mit MTC Karte und ausreichend Guthaben. Die T4A Papierkarte ist sehr hilfreich und ggf. Openstreetmap auf dem Mobiltelefon.
Habe alle zwei Tage den Ort gewechselt und vorab die verschiedene Farmen in Reichweite angerufen ob noch ein Platz frei sei.
Hat für mich sehr gut funktioniert und war stressfrei.
Viele Grüße
Heyde248 Beiträge · seit 201525. Okt. 2017 · #18Hallo flaxx, kann mich dem Kommentar von Fritz anschließen,
Camping Liste, MTC Karte und T4A Karte sind definitiv eine gute und auch wichtige Grundlagen.
Ist aber auch Saisonal bedingt.
Ich war meistens alleine im Camper unterwegs, individuell kann man am besten allein sein 😉
habe eine grobe Route gehabt und voran aus D mal bei Camps nachgefragt wie die Buchungssituation zu der Zeit grob ist.
Erste Nacht fest gebucht ( solltest du auch machen) und den Rest von unterwegs ein paar Tage vorher telefonisch abgefragt und auch zum Teil spontan vor der Campside gestanden. Hat fast immer geklappt, allerdings war ich dabei immer zwischen Januar und März unterwegs, also nicht in der Hochsaison.
Alternativ Camps oder Routen sollte man aber mal im Vorraus überdacht haben.
Wie Christian (travelNamibia) schon sagte, du fährst nicht einfach mal eben von Dorf zu Dorf.
Deine Freiheit wirst du dort sicher finden, da bin ich mir sicher.
Für mich heißt es dort ,,Der Weg ist das Ziel..... ,,
Grüße
Oliver
Rauhhaarbracke197 Beiträge · seit 200725. Okt. 2017 · #19Servus Flaxx,
klar kannst du so reisen.
Machen wir auch so. Allerdings die erste und die letzte Nacht sind immer fest gebucht.
Waren dieses Jahr im Mai mit Dachzelt unterwegs. Die grobe Route stand und auf ging es. Während der Reise wurde die Route dann allerdings geändert! 😛 Zeltplatz haben wir überall bekommen. Bei den festen Unterkünften war das ein oder andere Farmhaus ausgebucht. Aber letztlich haben wir dann doch was gefunden, was allerdings in Streß ausarten kann. 🤪
Nächstes Jahr im April werde ich (diesmal alleine) es wieder so machen. Grobe Route geplant, erste und letzte Nacht wird fest gebucht und auf geht es. Allerdings habe ich das Auto und somit den Flug schon seit Monaten gebucht. Was ich allerdings auch noch nie vorher gemacht habe. 😏
Gruß
Ales
1 x Kenia, 2 x Tansania, 2 x Südafrika, 5 x Botswana, 6 x Namibia