Neues Einreiseprozedere HKIA

136 Antworten · 26,0k Aufrufe · gestartet 06. Sept. 2017 von travelNAMIBIA
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16,9k Beiträge · seit 201207. Sept. 2017 · #21
travelNAMIBIA schrieb:Hi Christian,
Aber 2-3h sind nicht akzeptabel, aber das wird sicherlich substantiell besser.
das interessante ist, wie ich erfuhr, dass es am HKIA schon vergangenen Freitag eingeführt wurde. Man hat aber nur gestern erstmals von Problemen gehört. Vielleicht war das die Aufregung, weil es gestern offiziell vorgestellt wurde 😉
War doch Wochenende!
Das ist doch sonst immer die Ausrede Begründung: Wochenende, Ferien, Feiertag......

LG
Logi
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200607. Sept. 2017 · #22
War doch Wochenende!
Weder letzter Freitag noch gestern war Wochenende... oder habe ich einen falschen Kalender? 😉

Viele Grüße
Christian
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zuletzt bearbeitet 07. Sept. 2017
2'534 Beiträge · seit 200707. Sept. 2017 · #23
Hallo Christian,
travelNAMIBIA schrieb:
Namibia darf, wie Ernst richtig schreibt, machen was sie wollen.
Ja, selbstverständlich. Schreibe ja nicht, dass sie das nicht "dürften". Stelle nur die Sinnhaftigkeit in Frage und werde *für mich* halt (leider) Konsequenzen ziehen.
travelNAMIBIA schrieb:Es gilt dann für Dich jede Menge Staaten aus der Reiseliste zu streichen. Ich z.B. habe die USA von meiner gestrichen, da ich jedem Land gerne meine Daten gebe, nicht aber dem Wahn-Trump.
Ja, leider. USA ist für mich auch schon seit langer Zeit ein "no-Go". Aber es bleiben noch genügend übrig. Und wer weiß. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
travelNAMIBIA schrieb:werden sie natürlich nicht, aber wenn Du die Infos gelesen hast, ist das auch nicht nötig. Es wird an allen Grenzen das System implementiert 🙂
Und wegen der Dringlichkeit gegen die ganzen illegalen Einreisen hat man dann ausgerechnet am Flughafen damit begonnen. Schlau eingefädelt. 😉
travelNAMIBIA schrieb:Grundsätzlich finde ich diesen Datenschutz-Hype, der in Deutschland (Österreich, Schweiz?) ganz extrem ausgeprägt ist, übertrieben. Wer nichts zu verbergen hat, kann doch auch solche vermeintlich zu schützenden Daten staatlichen Stellen zur Verfügung stellen.
Siehst du, ich bin da ganz anders gepolt.
Ich habe nichts zu verbergen, aber den Staat geht genau gar nix was an, ausser das, was er gerade benötigt um zu funktionieren. Mit deiner Einstellung kann man alle möglichen Überwachungsmaßnahmen schönreden, weil wer ja nix zu verbergen hat, braucht sich ja eh nicht fürchten. Aber das driftet jetzt ab, sorry. Ich mag jedenfalls nicht in Länder fahren, wo ich bei der Einreise als Verbrecher behandelt werde und meine Fingerabdrücke hinterlassen muss. Aber einmal werd' ich eh in den sauren Apfel beissen (müssen), die geplante Reise sag' ich jedenfalls nicht mehr ab. Wie gesagt, die Hoffnung stirbt zuletzt 😉.

lg
Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
5 Beiträge · seit 201707. Sept. 2017 · #24
Es ist nicht ungewöhnlich, wenn an einem Flughafen ein neues System zur Datenerhebung eingeführt wird, dass dies am Anfang zu erhöhten Wartezeiten führt. Die Leute sind, wenn überhaupt, erst frisch geschult und noch nicht geübt im Umgang und evt laufen die Systeme noch nicht einwandfrei.
Da wir aber in den Urlaub fliegen und es letztendlich auch um meine Sicherheit geht, sehe ich dem sehr entspannt entgegen.
1'079 Beiträge · seit 201607. Sept. 2017 · #25
Ich kann es mir schon wieder nicht verkneifen 😕
Ich denke die grundsätzliche Diskussion über Grenzkontrollen und deren Sinnhaftigkeit, lässt einen Aspekt ausser Auge. Für uns Europäer ist es fast selbstverständlich, dass man uberall hin fahren kann ohne große Kontrollen. Erinnern wir uns aber ein Stück in der Geschichte zurück. 1975 musste ich geschäftlich 2x nach Brünn reise. Das hast folgendes bedeutet, in Wien auf die Tschechische Botschaft gehen, 2 Stunden anstehen, Visum holen und zahlen, an der Grenze Auto fast leergeräumt, peinliche Befragung usw. Damals war das normal. Und keiner hat sich aufgeregt. Mich nerven auch die Kontrollen, speziell am Walserberg, aber was soll´s. Und wenn jetzt der Öst. Innenminister beschliest (oder das Parlament oder wer weis was) dass an den Grenzen bei der Einreise streng kontrolliert werden soll, man kann nichts dagagen machen. Vielleicht einfach manchmal an die Vergangenheit denken und Kontrollen gelassen ertragen.
LG
Ernst
Gast07. Sept. 2017 · #26
Hallo,
travelNAMIBIA schrieb:Ich z.B. habe die USA von meiner gestrichen, da ich jedem Land gerne meine Daten gebe, nicht aber dem Wahn-Trump.
[...]
Wer nichts zu verbergen hat, kann doch auch solche vermeintlich zu schützenden Daten staatlichen Stellen zur Verfügung stellen.
Ich hätte nun ziemlich viel schreiben können, aber dankenswerterweise führst Du Deine "ich hab ja nix zu verbergen"-Argumentation selbst ad absurdum. Was wenn in Namibia oder anderswo schon bei der nächsten Wahl in 2 Jahren ein noch viel größerer Vollpfosten an die Macht kommt als Trump? Deine erfassten Daten sind dann immer noch da und dann willst du plötzlich - siehe Trump-USA - das man die Daten über Dich doch nicht hat. Insofern ist Deine Einstellung inkonsistent und unlogisch.

Gesammelte Daten, die heute unverfänglich sind, können gefährlich werden, wenn morgen jemand kommt und andere Maßstäbe definiert. Die Pro-Gülen-Äußerung, die Du vor 5 Jahren gemacht hast, die war vor 5 Jahren völlig unverfänglich. War vor 5 Jahren auch völlig egal, dass die Regierung die kannte, weil Meinungsfreiheit. 5 Jahre später bringt Dich die damalige Äußerung als Terror-Unterstützer in den Knast. Und klar: Wir sind Deutschland. Hier kann es so eine Entwicklung ja nicht geben... Ich hätte vor 2 Jahren noch mein Haus drauf verwettet, das so etwas wie Trump nie im Leben Präsident der USA werden kann.

Zu biometrischen Daten: Bringt mich Stand heute auch nicht um den Schlaf, aber vielleicht zukünftig? Biometrische Daten werden nun hundertfach erfasst und damit steigt die Gefahr, dass es an irgendeiner Stelle nicht vernünftig implementiert ist und von Angreifern abgegriffen wird. Wenn ein Passwort oder eine PIN von Dir kompromittiert sind, dann ersetzt man die einfach. Wie macht man das dann bei kompromittierten, biometrischen Daten? Wenn Deine Fingerabdrücke (so wie heute Milliarden an gehackten Zugangsdaten im Internet) in 3 Jahren für jeden Kriminellen nutzbar sind?

Hat man ein Foto eines Fingerabdrucks, so kann man den Fingerabdruck mit einem Aufwand von etwa 1 Euro nachbauen. Damit kann ein Angreifer dann Fingerabdruck-gesicherte Smartphones/Tablets/Notebooks entsperren/entschlüsseln. Ggf. gibt es privat/beruflich Türsicherungssysteme, die sich öffnen lassen. Es gibt Banken, bei denen sich Transaktionen mit dem Fingerabdruck autorisieren lassen. uvm.

Stand heute sind der Fingerabdruck oder Irisscan als Daten an sich vielleicht nicht so wertvoll, aber die heute erfassten biometrischen Daten sind in 5, 10, 15 Jahren eventuell immer noch irgendwo gespeichert und es ist dann immer noch Dein Fingerabdruck. Wissenschaftlicher arbeiten u.a. daran, aus solchen Daten Wahrscheinlichkeiten für einige bestimmte Krankheiten zu errechnen und haben dabei erste Erfolge. Das sind u.a. für Versicherungen und Arbeitgeber Informationen mit Milliardenwert. Die EU reguliert eine entsprechende Nutzung zwar weg. Ganz sicher werden sich wieder nicht alle dran halten - schon gar nicht weltweit. Und deswegen sind am Ende immer die technischen Details entscheidend, wie so etwas umgesetzt ist. Dafür interessiert sich aber kaum jemand.

Der ganze Themenkomplex ist auch kein spezifisches Problem von Namibia. Siehe Z.B. die heute bekannt gewordene CCC-Studie zur Wahlauswertungssoftware in Deutschland. Das ist völlig haarsträubend und blamabelst für Deutschland. Und natürlich hat Namibia jedes Recht, solche Entscheidungen hoheitlich zu treffen. Es kommen halt in Namibia häufig Knowhow-Defizite hinzu und man kann fragen, ob Terrorismus und Menschenhandel wirklich die dringenden Probleme in Namibia sind und diese Millionenausgaben aktuell sinnvoll sind.

Beste Grüße

Guido
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200607. Sept. 2017 · #27
OFF TOPIC
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Hi Guido,
Ich hätte nun ziemlich viel schreiben können, aber dankenswerterweise führst Du Deine "ich hab ja nix zu verbergen"-Argumentation selbst ad absurdum. Was wenn in Namibia oder anderswo schon bei der nächsten Wahl in 2 Jahren ein noch viel größerer Vollpfosten an die Macht kommt als Trump? Deine erfassten Daten sind dann immer noch da und dann willst du plötzlich - siehe Trump-USA - das man die Daten über Dich doch nicht hat. Insofern ist Deine Einstellung inkonsistent und unlogisch.
wieso muss es eigentlich immer persönlich werden - es geht um ein sachliches Thema. Und um es nochmal deutlich zu sagen: Ich persönlich habe in keinem Staat der Erde, außer den USA, Angst davor, dass meine persönlichen Daten missbraucht werden. Und Herr Trump hat meine Einstellung (die ich über die Jahre Dank mehr als reichlich USA-Erfahrung entwickelt habe) diesbezüglich, sagen wir mal, nicht positiv beeinflusst. Ob Du das nun unlogisch findest ist da komplett egal. Ich habe eben keine Angst um meine Daten in Südafrika, Namibia, Deutschland, Polen, Australien oder Nicaragua, in den USA schon. Ob das logisch ist, ob es rational begründet ist, ist dabei überflüssig und hat vor allem nix mit diesem Thread oder dem Forum zu tun.

Schönen Gruß
Christian
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zuletzt bearbeitet 07. Sept. 2017
Gast07. Sept. 2017 · #28
Hallo Christian,
travelNAMIBIA schrieb:wieso muss es eigentlich immer persönlich werden
Sorry, war nicht böse gemeint. Es war eine persönliche auf Dich selbst gemünzte Aussage von Dir und dann ist jede Antwort darauf zwangsweise auch persönlich.
travelNAMIBIA schrieb:Und um es nochmal deutlich zu sagen: Ich persönlich habe in keinem Staat der Erde, außer den USA, Angst davor, dass meine persönlichen Daten missbraucht werden. Und Herr Trump hat meine Einstellung (die ich über die Jahre Dank mehr als reichlich USA-Erfahrung entwickelt habe) diesbezüglich, sagen wir mal, nicht positiv beeinflusst. Ob Du das nun unlogisch findest ist da komplett egal.
Richtig, ob ich das unlogisch finde, ist in der Tat komplett egal. Aber es ist objektiv unlogisch. Deine Einstellung bedingt u.a. die Prämisse, dass es in anderen Ländern keine ähnliche Entwicklung wie in den USA geben kann. Diese Gewissheit gibt es nicht. Wenigstens konsistent wäre Deine Einstellung nur, wenn Du auch in den USA keine Befürchtungen hinsichtlich Deiner Daten hättest - also ganz grundsätzlich keine Probleme siehst.
travelNAMIBIA schrieb:Ich habe eben keine Angst um meine Daten in Südafrika, Namibia, Deutschland, Polen, Australien oder Nicaragua, in den USA schon.
Und wenn Namibia, Polen oder Nicaragua morgen genauso abdrehen wie die USA, dann hättest Du eben doch Bedenken hinsichtlich Deiner Daten. Die Daten, die Du den USA heute nicht anvertrauen willst, die haben die anderen Länder dann aber schon, weil du das in der Vergangenheit ja völlig unproblematisch fandest. Und Du vertraust ausdrücklich Australien. Australien gehört mit den USA ganz offiziell zur Five Country Conference (Gleiche Teilnehmer-Länder wie Five Eyes). Ist keine Verschwörungstheorie, sondern diese Länder teilen ganz offiziell Einreisedaten und mit Limits auch bei der Einreise erhobene biometrische Daten wie Fingerabdrücke. Kann man ganz offiziell nachlesen.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 07. Sept. 2017
1'003 Beiträge · seit 200807. Sept. 2017 · #29
Hi,
ich kann Guidos Argumente gut nachvollziehen. Aber denkst Du nicht, dass die die Daten eh schon irgendwo abgegriffen haben - ob nun legal oder illegal mal dahingestellt. Wenn ich mich recht erinnere, hab ich schon 2005 einen Fingerabdruck in O'Hare abgeben müssen. Was die in den UAE oder auch in RSA damit machen, wissen wir auch nicht.
Sicherlich ist die Aussage des Herrn Ministers, dass man Fingerabdrücke nicht fälschen kann sowohl naiv als auch falsch. Zumal, wenn ich Guidos Sorgen mal teile, es keineswegs sicher ist, das das System so aufgesetzt wird, dass es nicht manipulierbar ist. Plötzlich ist man dann ein Terrorist weil beim Einlesen oder Auswerten der Daten irgendwas durcheinandergeraten ist. Das ist bei IT Systemen eh nie ausgeschlossen. Prinzipiell hatte der Staat auch schon durch die Einscannerei der Pässe verlässliche Daten. Fälscher wird es immer geben. Aber wie gesagt, wenn der menschliche Faktor bei der EInreise rauskommen würde, wäre das sehr zu begrüssen. Dann könnte das System sofort, automatisch die aktuell gültigen Aufenhaltszeiten registrieren/erteilen und man müsste nicht um die Tage betteln.
Gruss
Christian
1'115 Beiträge · seit 201007. Sept. 2017 · #30
Hallo Ernst,
In JNB beim Wechsel von einem Internat. Flug zu einem anderen Internat. Flug musst Du durch eine Passkontrolle (wie auch Sicherheitskontrolle) innerhalb des Transitbereichs. Pass kriegt einen Stempel. Normalerweise kam ich in 5 Min oder weniger durch diesen Check - nicht aber im April 2017 - da dauerte es sage und schreibe 1 1/2 Std wegen diesem neuen biometric Verfahren. Deshalb meine Frage über aktuelle Erfahrungen (siehe dann Antwort Christian).

Gruss Rajang
4'451 Beiträge · seit 200807. Sept. 2017 · #31
genauso war es bei uns in April/Mai, nur noch ein wenig länger 🙁 Die sind damit voll überfordert.
LG
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
Gast08. Sept. 2017 · #32
Hallo,
fordfahrer schrieb:Aber denkst Du nicht, dass die die Daten eh schon irgendwo abgegriffen haben - ob nun legal oder illegal mal dahingestellt.
Wenn man sieht, was in den letzten Jahren alles an Geheimdienst-Schweinereien heraus kam und wofür es alles einen Proof-of-Concept gibt, kann man das natürlich fatalistisch sehen: Eh alles zu spät. Der CCC hat z.B. Ursula von der Leyens Hände bei einer öffentlichen Pressekonferenz fotografiert und einen Fingerabdruck draus gebaut. Nach dem Schema ist jeder gefährdet. Ansonsten kommt es eben drauf an, was wie implementiert ist. Man kann die Fingerabdrücke in solchen Systemen quasi als Foto speichern. Das ist anfällig für Mißbrauch. Man kann aber auch nur Referenzdaten speichern - so eine Art fehlertoleranten Hash. Damit kann man die Person immer noch anhand der Fingerabdrücke wiedererkennen, aber man kann daraus den Fingerabdruck nicht mehr rekonstruieren, was Mißbrauchsmöglichkeiten sehr stark minimiert, wenn die Daten mal in falsche Hände kommen.

Grundsätzlich mag ich das Prinzip der Datensparsamkeit. Das die ein Foto des Einreisenden erfassen, kann ich noch nachvollziehen. Die Fotos in den Pässen sind bis zu 10 Jahre alt und der Inhaber nach Jahren häufig kaum noch zu erkennen. Pauschal bei jedem Fingerabdrücke zu erfassen, finde ich unschön. Gleich alle 10 Finger zu erfassen, finde ich sehr unschön. Wenn mit den Daten etwas schief geht, sind gleich alle 10 Finger kompromittiert - für die restlichen Jahrzehnte meines Lebens.
fordfahrer schrieb:Aber wie gesagt, wenn der menschliche Faktor bei der EInreise rauskommen würde, wäre das sehr zu begrüssen.
Ja, das hätte Vorteile - für Dich und mich wohl frühestens in einigen Jahren 🙁 Mit Kindern funktionieren meisten keine E-Gates und wenn die noch das "unabridged birth certficate" und den sinnlosen Einreisezettel sehen wollen, wird der menschliche Faktor zumindest in Windhoek erhalten bleiben.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 08. Sept. 2017
2'664 Beiträge · seit 201208. Sept. 2017 · #33
Wie bereits in anderen afrikanischen Staaten, sitzen wohl auch hier die Amerikaner mit ihrer Sammelwut dahinter, so wie unsere sämtlichen Daten schon längst in amerikanischen und britischen Geheimdienstcomputern gespeichert sind. Also spielt das auch da keine Rolle mehr. Können sie hinterher an Google, Amazon etc. verkaufen um anhand von Bewegungsprofilen ermitteln zu können, wem man was verkaufen kann.
Namibia schafft es nicht einmal im Inland, die eigenen Verbrecher zu erfassen. Lieber unbescholtene Bürger und Besucher erfassen und drangsalieren und eine angebliche Sicherheit dem verblödeten Volk vorgaukeln. Ist doch in EU-Europa nicht anders.
16,9k Beiträge · seit 201208. Sept. 2017 · #34
Zum Chaos bei der Datenerfassung schreibt die AZ heute:

ohne Login
https://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:LgAKxWcBZXIJ:https://www.az.com.na/nachrichten/wartechaos-bei-der-einreise-/+&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de

Ohne Fingerabdruck keine Ein- und Ausreise. Dies gilt seit 1. September auf dem Hosea-Kutako-Flughafen bei Windhoek, wo das Innenministerium am Mittwoch ein neues biometrisches Erfassungssystem vorgestellt hat, das bereits am 1. September in Betrieb ging. Dabei werden von allen ankommenden Passagieren biometrische Daten (Fingerabdrücke, Hände und Irismuster der Augen) erfasst und gespeichert.

In Südafrika ist ein solches System bereits 2016 eingeführt worden, allerdings waren dieses Jahr noch nicht alle Grenzübergänge damit ausgestattet. Nun hat Namibia nachgezogen und passe sich damit internationalen Entwicklungen an...

In dieser Woche hat es in der Ankunftshalle des Hosea-Kutako-Flughafens teils lange Warteschlangen gegeben, weil das System laut Angaben mehrerer Passagiere nicht richtig funktionierte. Solche Beschwerden haben auch Gitta Paetzold, Geschäftsführerin des Gastgewerbeverbandes (HAN), erreicht. Sie könne zwar die Gründe für die Erfassung verstehen und hoffe auf schnellere Veröffentlichung statistischer Daten für den Reisesektor, sei aber „enttäuscht“ über die Einführung. „Seit fünf Jahren wird dieses System angekündigt und nun wird es mitten in der touristischen Hochsaison eingeführt - und wir wurden nicht vorher informiert“, sagte sie gestern im AZ-Gespräch. So habe man keine Möglichkeit gehabt, die Reiseveranstalter rechtzeitig zu informieren. Sie rät allen Passagieren, mehr Zeit für die Aus- und Einreise einzuplanen.

Was gegen die Mängel des System unternommen wird, konnte die AZ nicht herausfinden, weil das Innenministerium einen Fragenkatalog bis zum gestrigen Redaktionsschluss unbeantwortet ließ. Zum Handlungsbedarf für eine biometrische Erfassung bzw. zum Stellenwert von Menschenhandel und Terrorismus in Namibia sowie wie viele solcher Fälle hier registriert werden, schwiegt die Behörde ebenso wie zu der Frage, wie lange die Daten gespeichert werden.


Biometrische Daten bei Einreise erfasst

ohne Login
https://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:97rnu8sRikcJ:https://www.az.com.na/nachrichten/biometrische-daten-bei-einreise-erfasst-+&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de

LG
Logi
1'115 Beiträge · seit 201008. Sept. 2017 · #35
Biometric Daten Namibia versus andere 'Datensammler'.

Ich bin ein wenig erstaunt, dass etliche Fomis sich so sehr Gedanken machen über die biometric Datensammlung Namibia's. Ich bin auch der Meinung, dass sich daraus Missbrauch ergeben kann.

ABER, liebe Fomis, mit all Euren Smartphones und Laptops die Produkte / Services von Google, Apple und SIM Service Providers, CC und Debkarten Herausgeber und dergleichen verwenden, habt Ihr längst eine unendliche Menge von Spuren über persönliche Daten und Euer Verhalten hinterlassen. Und diese sind längst bevor es Trump in den USA gab gespeichert, weiterverkauft und durch Dritte u.U. missbräuchlich verwendet werden.
Das mit Euren Daten Fremde sich durch die heutige 'Kommunikations- und Datenlandschaft' bewegen ist seit mind. 10 Jahren nichts Neues, u.a. unter dem Begriff 'identity theft' - siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Identit%C3%A4tsdiebstahl.
Nicht umsonst haben wenige Staatswesen bis heute Wahlen-/Referenden über IT abgewickelt. Ja es gibt solche, die haben's bereits wieder abgeschafft. Warum wohl? Weil es eben keine absolute Sicherheit gibt im IT Bereich.

Zudem hat bis heute jeder mit seinem Pass, wo dieser durch eine Immigrationsbehörede elektr. gelesen wurde, eine Datenspur hinterlassen. Falls er einen biometric Pass hat, sind u.a. sein Fingerabdruck von Behörden abgelesen und gespeichert worden, ohne dass er je einen Fingerabdruck bei einem Grenzübergang hinterlassen hat (Ausnahme: Bei Erstellung des Passes für diese Person).

Und denkt schon mal nach, wie Euer Autovermieter haarklein nachverfolgen kann, wie manchen 'Schnapsladen' oder 'Erotiklokal' Ihr auf Eurer Reise angesteuert habt - und auch wie viel Zeit Ihr dort verbracht habt .... Geschweige denn, welche verbotenen Strecken Ihr gefahren seit und auch mit welcher Geschwindigkeit und zu welcher Tages- resp. Nachtzeit ....

Also, diese neue Behördenmassnahme in Namibia mit den biometric Daten ist nur ein weiterer Mosaikstein in Eurer Datenspur.

Wer auch nur sein Handy/Mobile ununterbrochen eingeschaltet hat hinterlässt eine Datenspur woraus sich haarklein seine Reise rekonstruieren lässt.....

Gruss Rajang
21 Beiträge · seit 201608. Sept. 2017 · #36
"Sie könne zwar die Gründe für die Erfassung verstehen und hoffe auf schnellere Veröffentlichung statistischer Daten für den Reisesektor....."

Was genau hat das zu bedeuten? Das die Fingerabdrücke und Bilder dann auch noch für solche Zwecke genutzt werden sollen? Und das sogar offenkundig? Oder verstehe ich etwas falsch?
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200609. Sept. 2017 · #37
Hallo Weltenbummler,

Dein Foto und Fingerabdrücke interessieren den Reisesektor ja nicht. Sehr wo aber wo Du z.B. herkommst. Das sind die Infos, dir man schon immer auf dem Einreiseformular angibt. Nun kann es eben digital ausgewertet werden und man muss nicht mehr Kreuzchen manuell zählen.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
502 Beiträge · seit 201609. Sept. 2017 · #38
Moin zusammen,
ohne es werten zu wollen, es gibt also dieses neue System, das zu zeitlichen Engpaessen bei der Einreise fuehrt.
Fragen:
1. Wie ist die Situation am Flughafen aktuell? 2-3 Stunden Wartezeit?..
2. Was ist mit dem Ein-/Ausreiseformular? Muss man es noch ausfuellen?
3. Wenn ja, ist es nochdas Formular von 2016?
Interessiert mich brennend, da wir in 14 Tagen in Winhoek landen.
Danke und Gruss,
Dieter
1'483 Beiträge · seit 200909. Sept. 2017 · #39
Guten Morgen Dieter,
auf dem anfangs geposteten Foto steht als "Step 1: Present your passport and your migration form."

Gruß Piscator
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200609. Sept. 2017 · #40
Hi Dieter,
1. Wie ist die Situation am Flughafen aktuell? 2-3 Stunden Wartezeit?..
man hört derzeit nichts mehr von langen Wartezeiten...
2. Was ist mit dem Ein-/Ausreiseformular? Muss man es noch ausfuellen?
Ja, bis auf Weiteres
3. Wenn ja, ist es nochdas Formular von 2016?
genau.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!