Fahrkönnen 4x4 Botswana

18 Antworten · 9'491 Aufrufe · gestartet 13. Juni 2017 von MikeRophon
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Themenstarter37 Beiträge · seit 201713. Juni 2017 · #1
Hallo zusammen,

wir sind im Oktober in Botswana mit einem Toyota 4x4 unterwegs. Wir fahren von Kasane über Savuti und Third-Bridge nach Maun und dann über die Makgadikgadi Pfanne zurück nach Kasane.

Wir anspruchvoll ist die Fahrt? Ich bin zwar ein geübter PKW Fahrer, aber bisher erst einmal in Namibia mit dem 4x4 unterwegs gewesen. Dabei auch nur ein kurzes Stück in tiefem Sand, sonst immer auf (planierten) Sandstraßen.

Schaffe ich das? Ich bin am Überlegen, ob ich vorher eventuell noch einen ADAC / ÖATMC Offroad Kurs machen sollen!

Vielen Dank für Eure Hilfe!

Timo
3'883 Beiträge · seit 201113. Juni 2017 · #2
MikeRophon schrieb:
Schaffe ich das? Ich bin am Überlegen, ob ich vorher eventuell noch einen ADAC / ÖATMC Offroad Kurs machen sollen!
Wenn du eine Gelegenheit dazu hast, nimm sie wahr! Außerdem empfehle ich dir Pistenkuh.de
Je nach Zustand der Pisten im Okavango Delta hast du als Neuling vielleicht keine Probleme, es kann aber auch anders aussehen.

LG freshy
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7'263 Beiträge · seit 200613. Juni 2017 · #3
MikeRophon schrieb:Hallo zusammen,

wir sind im Oktober in Botswana mit einem Toyota 4x4 unterwegs. Wir fahren von Kasane über Savuti und Third-Bridge nach Maun und dann über die Makgadikgadi Pfanne zurück nach Kasane.

Wir anspruchvoll ist die Fahrt? Ich bin zwar ein geübter PKW Fahrer, aber bisher erst einmal in Namibia mit dem 4x4 unterwegs gewesen. Dabei auch nur ein kurzes Stück in tiefem Sand, sonst immer auf (planierten) Sandstraßen.

Schaffe ich das? Ich bin am Überlegen, ob ich vorher eventuell noch einen ADAC / ÖATMC Offroad Kurs machen sollen!

Vielen Dank für Eure Hilfe!

Timo
Hallo Timo

Um Dein Wissen etwas aufzupolieren, kann ich Dir die DVD Offroad-Fahrtraining empfehlen.
Burkhard Koch erklärt auf der DVD auf was es beim 4x4 fahren wirklich ankommt. Wenn Du diese Tipps beherzigst, dann wirst Du gut durch den Sand und Schlamm Botswanas kommen.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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Themenstarter37 Beiträge · seit 201713. Juni 2017 · #4
Vielen Dank Euch beiden! Was ich als Quintessenz rausziehe: Natürlich gibt es keine Garantie, dass alles klappt, aber ich muss auch nicht übermäßig besorgt sein. Oder? Der Offroad Kurs kostet mich 450 Euro - also überlege ich schon 2mal! 🙂

Gibt es noch weitere Meinungen?
14 Beiträge · seit 201313. Juni 2017 · #5
Hallo Timo,
Nimm Dir die Zeit und die Musse und lass Dir von Jemanden ausführlich zeigen, wie man sich im Sand / Gelände mit einem 4x4 bewegt...

Offroad fahren lernt man durch offroad fahren!!!!

Bücher und Videos mögen sicherlich hilfreich sein, ersetzen aber nicht das Gefühle für Dein Auto.....
Den wichtigsten Faktor kann Dir eh keiner garantieren, wie spielt das Wetter/Wasser mit!!!
Wäre für mich in allen von Dir genannten Gebieten die wichtigste Info, bevor ich dort allein rein fahre!
Ansonsten - bon voyage
Busch: Keine Menschen, keine Probleme!
104 Beiträge · seit 201614. Juni 2017 · #6
Hallo Timo

450€ für den Offroadkurs sind gut angelegtes Geld.
Da lernst du so viel was du auch sonst wieder brauchen kannst und im Verhältnis zur Safari ist der Kostenfaktor ja nicht so gross. Erst recht wenn man die 450€ einem aus Fahrfehlern zerstörten Fahrzeug (30000€?) gegenüberstellt.

LG
Herby
45 Beiträge · seit 201414. Juni 2017 · #7
Hallo Timo,

wir haben uns letztes Jahr die gleiche Frage gestellt und uns schlussendlich für ein solches Training beim ADAC entschieden.
Im Rückblick muss ich sagen, es war die beste Entscheidung überhaupt. Das Training hat uns in mancher Situation "gerettet".
Außerdem war das Training ein riesen Spaß! 😉

LG
Cicero
7'263 Beiträge · seit 200614. Juni 2017 · #8
Hallo

Ein richtiges Training ist eine super Sache. Ich habe das vor vielen Jahren auch mal gemacht und dabei unglaublich viel gelernt. Leider habe ich auch wieder vieles vergessen 🙄 . Deshalb musste ich dann so einiges wieder auf die harte Tour lernen.
Siehe auch: http://tracks4africa.de/versenkt



Schlussendlich geht nichts über Erfahrung. Und diese erhält man durch Training. Deshalb ist so ein Kurs wirklich gut. Wer keinen Kurs besuchen kann oder will, kann sich zumindest einiges Wissen passiv aneignen oder wieder auffrischen.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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zuletzt bearbeitet 14. Juni 2017
Gast14. Juni 2017 · #9
Hallo MikeRophon, ein Hinweis zusätzlich zu den schon gegebenen Tipps, Anleitungen im Internet, Kursen und den unzähligen Zuschriften zu diesem Thema in diesen und anderen Foren.
Bevor du dorthin kommst wo es drauf ankommt, hast du sicher Gelegenheit einige der oben gegebenen Tipps auszuprobieren. Dafür reichen 100 Meter Sandpiste, wo du niemanden behinderst aber auch nicht weit von fremder Hilfe bist…. für den Fall der Fälle 😗 . Dort fährst du mit 3 bar Reifendruck und H1 an und wirst rasch merken wie weit du kommst, dann versuchst du die Untersetzung (L) im 2., besser 3. Gang und merkst den Unterschied selber, dann reduzierst du den Reifendruck…….oder in anderer Reihenfolge…..schalte im Sand nach oben und merke den Widerstand.....probiere einfach einige der Expertenratschläge selber aus, also learning by doing*). Investiere dafür ein paar Stunden (und Schweiß, falls es nicht gleich klappt)….die sind aber gut investiert…… und ersparen später Stress.
Ich wünsch dir eine gute Reise
PS*) dieses hat auch denn Vorteil, dass du Diskussionen mit den Experten vermeidest, denn selbige sind nämlich so aufreibend und ergiebig wie Diskussionen zur Interpretation des Korans
zuletzt bearbeitet 14. Juni 2017
7'296 Beiträge · seit 200615. Juni 2017 · #10
HerbyW schrieb:
450€ für den Offroadkurs sind gut angelegtes Geld.
Da lernst du so viel was du auch sonst wieder brauchen kannst und im Verhältnis zur Safari ist der Kostenfaktor ja nicht so gross. Erst recht wenn man die 450€ einem aus Fahrfehlern zerstörten Fahrzeug (30000€?) gegenüberstellt.

... eigentlich sollten solche Sicherheitstrainings auch hierzulande verpflichtend sein für jeden, der ein Fahrzeug jenseits der 200 PS/150 KW auf öffentlichen Straßen bewegen will bzw. bei halber Motorleistung ohne elektronische Fahrhilfen.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
441 Beiträge · seit 201215. Juni 2017 · #11
Hey Timo,

wir können die DVD von der "Pistenkuh" auch nur empfehlen (Kosten ca. 16€- gut angelegtes Geld). Wir waren beim ersten Mal "richtigem Tiefsand" ( Moremi - Savuti - Linyanti , die sehr extreme Route, die vom Militär total aufgewühlt ist/war ) auch sehr ängstlich. Das Jahr zuvor hatten wir uns im Sossusvlei ( das letzte Stück) schon nach geschätzten 50 Metern bis an die Achsen fest gefahren. Haben dann die DVD mehrfach angesehen und danach sind wir sehr gut mit allen Tiefsandpisten und tiefsandigen Dünen klar gekommen. Natürlich kann man sich trotzdem mal festfahren. Wichtig ist ja nur, das dies möglichst durch dumme Fehler nicht passiert und dass man weiß, was man dann machen muss. Beim ersten Mal haben wir auch noch Sandbretter beim Vermieter bestellt, haben sie aber nicht gebraucht.
Toll an der DVD ist auch noch das alles, auch für ganz dumme wie wir, erklärt wird - Tiefsand- Schlamm - Strand - Steigungen - was mache ich, wenn ich feststecke. Einfach super!!!
Ich würde erst mal die DVD bestellen und wenn Ihr dann noch unsicher seid, könnt Ihr immer noch einen Kurs besuchen. 450€ ist schon ganz heftig, finde ich.
...und zur Nervenberuhigung- so einsam ist es auch dort nicht, es kommt immer mal jemand vorbei.

Liebe Grüße aus dem sommerlichen Hamburg
Petra
https://www.smilies.4-user.de
Gast15. Juni 2017 · #12
Hi Chrigu, eine OT Frage:
Man sieht keine Spur hinein. wurdest du da vom Wasser eingebuddelt?
Grüße
zuletzt bearbeitet 15. Juni 2017
7'263 Beiträge · seit 200615. Juni 2017 · #13
leser schrieb:Hi Chrigu, eine OT Frage:
Man sieht keine Spur hinein. wurdest du da vom Wasser eingebuddelt?
Grüße
Nein, der Untergrund hat fest ausgesehen, deshalb bin ich auch rein gefahren. Aber das Ganze war eine sehr zähflüssige Pampe. Durch diese Zähflüssigkeit hat sich dann die Spur auch wieder entfernt. Bergen konnten wir erst am nächsten Tag, weil es über Nacht etwas abgetrocknet hat und dadurch fester wurde.

Wir haben übrigens auch mit zwei Fahrzeugen versucht zu ziehen. Das war absolut nicht möglich. Die Pampe hat wie ein riesen Saugnapf funktioniert.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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2 Beiträge · seit 201720. Juli 2017 · #14
Hi Timo
Wir haben vor unserem ersten Selfdrive in Botswana bei unserer Autovermietung vor Ort einen Kurs gemacht. Dieser war 150 USD. Wir waren froh den Kurs besucht zu haben. Man lernt so auch gleich das Auto kennen. Wir sind durch Tiefsand gefahren, haben den Highliftjack getestet, Radwechsel gemacht, Auf- und Ablassen der Luft in den Reifen, gelernt wie man einen Reifen repariert und wie man in brenzligen Situationen reagiert. Das Ganze dauerte ca. 2 Stunden. Wir fühlten uns danach sicher und waren auch ganz entspannt beim ersten Platten, wir wussten ja jetzt wie es geht wo sich alles befindet 😎
2'534 Beiträge · seit 200720. Juli 2017 · #15
Ich darf hier wirklich den Kurs auf der Ababis Farm in Namibia empfehlen.
http://www.offroad-experience.com/
Wir hatten einen Halbtages Kurs, zuerst 1:30 Theorie und dann ab in die Praxis. Schrägfahrten, Sandfahren, Flussbett, Highlift Jack Training, Hinweise zum Reifenwechseln, etc. Wirklich brauchbar für Namibia. Wasserdurchfahrten halt nur in der Theorie...
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
197 Beiträge · seit 200721. Juli 2017 · #16
Servus,

ach, das ist ja vom ADAC, ist ja interessant. Was die alles anbieten. Da ich nirgends finden kann, was das kostet, könntest du das kurz schreiben????

Danke!

Gruß
Alex
1 x Kenia, 2 x Tansania, 2 x Südafrika, 5 x Botswana, 6 x Namibia
2'534 Beiträge · seit 200721. Juli 2017 · #17
Also ob da der ADAC vollkommen "offiziell" mitspielt weiß ich nicht, könnte aber sein, da er ja die Logos verwendet.
Hier ist ein wenig mehr geschrieben: http://www.offroad-experience.com/de/offroadfahrer.html

Was es gekostet hat, weiß ich nicht mehr genau, ich schätze so 75 Euro oder so. Edit: 2015 hat das 770NAM gekostet. Hab' gerad nochmal nachgeschaut.
Sehr gut angelegtes Geld, weil ich auf die Automiete bei Savanna Car Hire damals genau diesen Betrag Ermäßigung bekommen hatte, weil ich eben dieses Training gebucht hatte. Ein "Nullsummenspiel" für mich also und es war jeden Cent wert.

In meinem RB habe ich ein paar Details geschrieben samt Videos:
https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285354-mit-peanut-und-glueck-auf-namibia-tour.html?start=12

lg
Wolfgang
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zuletzt bearbeitet 21. Juli 2017
4 Beiträge · seit 201706. Sept. 2017 · #18
Hallo!
Auf der Fahr nach und durch Savuti ist ein sehr tiefer Sand, das würde ich nicht unterschätzen! Hat euer Auto eine Untersetzung?
Themenstarter37 Beiträge · seit 201715. Okt. 2018 · #19
Ja, hatte es 🙂

Ein kurzes Fazit für die, die vielleicht die gleichen Zweifel haben wie ich: In der Trockenzeit ist das Fahren mit einem 4WD und Übersetzung für alle solide Autofahrer kein Problem. Ja, es gibt Tiefsandpassagen, aber da schaut man halt, dass man seinen Schwung behält und das Lenkrad locker hält (das Auto sucht sich schon seinen Weg). Wir sind einmal stecken geblieben, weil ich mich an der Kreuzung einer Tiefsandpassage kurzfristig für eine Wegänderung entschieden habe und dafür auf die Bremse gestiegen bin und eingelenkt habe - nicht so smart. Aber auch das Freischaufeln ist überhaupt kein Problem, wenn man weiß wie. Und für alle, die die gleichen Sorgen haben wie meine Freundin: Nein, es wartet nicht direkt ein Löwe, der dich beim Freischaufeln auffressen wird 🙂

Also nicht zu viel Sorgen machen 🙂