Ab 1.6.17 zu beachten - Tourism Development Levy!

75 Antworten · 12,9k Aufrufe · gestartet 25. Apr. 2017 von Champagner
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33,1k Beiträge · seit 200631. Mai 2017 · #42
Hi Carsten,
Die Einführung der Tourismusentwicklungsgebühr zum 01. Juni 2017 wird verschoben.
wo steht das? Auf der von Dir verlinkten Seite steht weiterhin 1. Juni 2017.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
68 Beiträge · seit 201531. Mai 2017 · #43
_Matthias_ schrieb:
Can schrieb:
Die von Botswana erhobene "Gebühr" ist kein Visa.
Macht es einen Unterschied was für ein Label an der Gebühr steht? Würdest du lieber zahlen wenns für ein Visum wäre?
Nun, es gibt Nationalitäten, die benötigen ein Visum für Botswana und müssen auch dafür bezahlen. Meine Freundin (serbischer Pass) zum Beispiel benötigt ein Visum (was übrigens wegen der Unfähigkeit der Botschaftsbeamten fast nicht zu bekommen ist).

Die Argumentation greift also teilweise zu kurz.

Lg
Lukas
Gast31. Mai 2017 · #44
Hallo,
The Ministry of Environment Natural Resources’ Conservation and Tourism through the Botswana Tourism Organisation wishes to announce the postponement of an obligatory Tourism Development Levy (TDL).

We would like to inform our tourism stakeholders and the public at large that the implementation of the Tourism Development Levy, which was scheduled for the 1st June 2017 as previously indicated, has been postponed.

We will share an update on the new date in two (2) weeks.

The Botswana Government remains committed to growing the contribution of tourism to the national economy as well as economic diversification and employment creation and therefore, the Tourism Development Levy would help in growing the country’seconomy.

For further information please visit the BTO website www.botswanatourism.co.bw/tourismlevy
For enquiries please email: tdl@botswanatourism.co.bwor call +267 391 3111.
Die Einführung dieser Gebühr, an der die Botswana Tourism Organisation (BTO) seit mehr als einem Jahr arbeitet, ist ein komplettes Fiasko. Die Ankündigung der neuen Gebühr war schon höchst unprofessionell. Passte aber ins Bild, weil die gebührenerhebende Marketingbehörde BTO schon bisher durch mediocres Marketing auffiel. Dann faselt man von Conservation im Rahmen der neuen Gebühr. Die staatliche Marketingbehörde, die die Gebühr erhebt, ist per Gesetz aber gar nicht für Conservation zuständig? Dann schraubt man noch mal an den Details. Nun verschiebt man wieder und ist dabei erneut unfähig, das auf der eigenen Website, der eigenen Facebook-Seite etc. sauber zu kommunizieren? Das bestärkt mich in der Annahme, das BTO unfähig ist und bei der Gebühr so wie so nichts Vernünftiges heraus kommt.

Und die Welt dreht sich ja nicht nur um dauernörgelnde Deutsche. 😎 Hier mal wie beim seriösen, konservativen britischen Telegraph über die neue Gebühr berichtet:
One of Africa's most expensive countries just got costlier

Solche Schlagzeilen sind sicher grandiose Werbung für Botswana. Das alles damit man brutto läppische 5 Mio. USD pro Jahr zusätzlich einnimmt? Abzüglich Verwaltungskosten bleiben wahrscheinlich 1-4 Mio?

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 31. Mai 2017
1'166 Beiträge · seit 200801. Juni 2017 · #45
OFF TOPIC

"Hippos are one of the draws in the west African country"
Offensichtlich ist der Telegraph auch ein wenig orientierungslos.

Das erste Bild zeigt senyati. Die Beschreibung "Botswana offers one of the best - but costliest - safari experiences in the world" passt da auch nicht wirklich zu.

Grüße
Axel
Solo die zweite 04/19 - Namibia-Teil Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Botswana / Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Namibia Rastlos durchs Kaokoveld und Damaraland ... (2017) Stippvisite im Damaraland und Kaokoveld (2016)
Gast01. Juni 2017 · #46
Zur praktischen Umsetzung siehe
“Tourism levy raises congestion fears at Maun airport”, By Solomon Tjinyeka
in der aktuellen Ngami Times, http://www.ngamitimes.com/index.html
Grüße
zuletzt bearbeitet 01. Juni 2017
Gast01. Juni 2017 · #47
Hallo,

die Botswana Tourism Organisation, die die neue Gebühr erhebt, untersteht wie die Nationalparks dem Ministerium für Umwelt und Tourismus. Warum erhöht man nicht einfach die Eintrittsgebühren in den Nationalparks? Wenn man die Eintritte für SADC um 1 EUR und für Non-SADC um 3 EUR erhöht, dann dürfte schon eine größere Summe als die 5 Mio. USD zusammen kommen. Landet letztlich beides in Töpfen des Ministeriums. Das können die dann ja BTO zuleiten.

Der Unterschied: Die Infrastruktur zur Erhebung der Nationalparkeintritte ist zu 100% bereits da. Außer ein paar neuen Infoschildern mit den neuen Preisen muss man da absolut null investieren. Es entsteht dann auch zukünftig null zusätzlicher Aufwand durch die Erhebung leicht erhöhter Eintrittspreise. Ob der "Ranger" am Gate 120 oder 150 BWP kassiert, macht vom Aufwand her keinen Unterschied.

Stattdessen schafft man eine komplett neue Gebühr, deren Einführung man nicht kommuniziert bekommt, für deren Erhebung man an 35 Grenzübergängen und Airports in zusätzliche Strukturen investieren muss, deren Erhebung auch dauerhaft zusätzlichen Aufwand und Kosten triggert. Ich begreife so etwas einfach nicht.

Beste Grüße

Guido
33,1k Beiträge · seit 200601. Juni 2017 · #48
Hi Guido,
die Botswana Tourism Organisation, die die neue Gebühr erhebt, untersteht wie die Nationalparks dem Ministerium für Umwelt und Tourismus. Warum erhöht man nicht einfach die Eintrittsgebühren in den Nationalparks? Wenn man die Eintritte für SADC um 1 EUR und für Non-SADC um 3 EUR erhöht, dann dürfte schon eine größere Summe als die 5 Mio. USD zusammen kommen. Landet letztlich beides in Töpfen des Ministeriums. Das können die dann ja BTO zuleiten.
weiß nicht wie es in Botswana läuft, aber hier (es wid ja auc gerade über NP-Erhöhungen diskutiert) fließt das Geld alles direkt zum Finanzministerium. Einzelne Ministerien machen sozusagen keine direkten Einnahmen, sondern bekommen ein Budget. Deshalb hat das MET in Namibia auch keinen Druck die Eintrittspreise zu erhöhen, da sie nicht wissen, ob sie dann (zumindest indirekt über den Haushalt) mehr Mittel z.B. im Kampf gegen die Wilderei, bekommen. Vielleicht ist es in Botswana ähnlich und mit der neuen Levy würde es vielleicht direkt der BTO zufließen?! Just a thought. Das MET hier möchte deshalb scheinbar auch eine Conservation Fee einführen (zzgl. zum Eintritt), da das Geld dann direkt dem Ministerium zusteht. Das sind im Endeffekt natürlich alles nervige, rechtliche Spitzfindigkeiten.

Viele Grüße
Christian
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zuletzt bearbeitet 01. Juni 2017
Gast01. Juni 2017 · #49
Hi Christian, OT, das "kameralistische" System ist auch bei uns weit verbreitet.
Grüße
auf Österreichisch: Geld hat kein Mascherl
Gast01. Juni 2017 · #50
Hallo,

Ich dachte ich hätte in einem Budget-Dokument des namibischen Finanzministeriums gesehen, dass Nationalparks-Eintrittsgebühren direkt beim MET-Budget verbucht waren? Vielleicht habe ich mich geirrt. Will jetzt auch nicht tausende Seiten nach der passenden Stelle durchsuchen. Wenn jemand anders Langeweile hat: Auf der Website des MOF gibt es die ganzen Haushaltsdokumente immer vorbildlich zum Download.

Ansonsten gibt es hier keine zweckgebundene Steuern. Zweckgebundene Gebühren im öffentlichen Sektor gibt es dagegen sehr wohl. Und eine Eintrittsgebühr für Nationalparks ist schon dem Namen nach eine Gebühr und keine Steuer. Die Gebühr kann trotzdem in den allgemeinen Haushalt fließen, mit Kameralistik hat das meines Erachtens nichts zu tun. Davon abgesehen interessiert einen Nationalparkbesucher ohnehin nur die Höhe der Gebühren. Ob sich 150 BWP Eintrittsgebühr dann aus 30 BWP BTO-Abgabe, 80 BWP Conservation Fee, 10 BWP Administration Fee und 30 BWP XY Tax zusammen setzen, ist egal. Wenn das MET eine Conservation Gebühr beschließt, die automatisch im Eintritt inkludiert ist, dann ist es ja auch OK und für Touristen einfach ein höherer Eintritt. Solange es nicht um mindestens 2-3stellige Millioneneinnahmen (in USD) geht, sehe ich einfach keinen Sinn darin, zusätzliche Strukturen zur Erhebung einer völlig neuen Gebühr zu schaffen.

Desweiteren gibt es selbst bei formal nicht zweckgebundenen Steuern natürlich die Möglichkeit, politisch eine entsprechende Verwendung zu vereinbaren. In Hamburg gibt seit 2013 auch neu eine Bettensteuer in Hotels. Die Einnahmen der Steuer fließen formal in den allgemeinen Haushalt der Finanzbehörde. Es wurde politisch vereinbart, diese Mehreinnahmen für Kultur, Sport, Tourismus zu verwenden.

Beste Grüße

Guido
33,1k Beiträge · seit 200602. Juni 2017 · #51
OFF TOPIC
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Hi Guido,
Nationalparks-Eintrittsgebühren direkt beim MET-Budget verbucht waren?
nö. Man bekommt ja auch eine Quittung vom Ministry of Finance (wie bei allen Gebühren die wir hier so in verschiedenen Bereichen haben). Wurde auch vom MET so bestätigt und sogar ganz offen kommuniziert, dass man deshalb auch seit Jahren die Eintrittspreise nicht erhöht habe, da es eben keinen Vorteil für das MET selber hat.

Viele Grüße
Christian
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Gast02. Juni 2017 · #52
Hallo Christian,

Ist jetzt wieder off-topic und zerfasert sich in Details.
travelNAMIBIA schrieb: Man bekommt ja auch eine Quittung vom Ministry of Finance (wie bei allen Gebühren die wir hier so in verschiedenen Bereichen haben).
Auf dem Quittungsvordruck, steht oben drüber "Mininistry of Finance". Darunter steht "Collection for the Ministry: MET" (wohlgemerkt "for" und nicht "by") und gestempelt ist die Quittung bei "Receiver of Revenue" mit einem MET-Stempel. Daraus lässt sich nicht eindeutig ableiten, in welchen Topf das Geld fließt. Habe nun aber noch mal nachgeguckt. Im Staatshaushalt gibt es in der Tat einen Einnahmeposten "Park Entrance Fees". Im Finanzjahr 2017/18 werden da aber nur 28 Mio. NAD Einnahmen erwartet. Das können nie und nimmer die Gesamteinnahmen der Nationalparkeintritte sein. Die müssen mehr als doppelt so hoch sein. Da bleiben dann 2 Optionen:
1. Es fließt nur ein Teil der Eintritte in den allgemeinen Staatshaushalt.
2. Man ist unfähig einen realistischen Haushalt aufzustellen und es ist sinnlos, da irgendwas interpretieren zu wollen.
travelNAMIBIA schrieb:Wurde auch vom MET so bestätigt und sogar ganz offen kommuniziert, dass man deshalb auch seit Jahren die Eintrittspreise nicht erhöht habe, da es eben keinen Vorteil für das MET selber hat.
Die MET-Aussage ist Unsinn, weil man natürlich politisch regeln kann, dass Mehreinnahmen in den Nationalparks z.B. in die Wildereibekämpfung fließen. Für den Finanzminister ist so eine Regelung dann kostenneutral und der sollte damit keine Schmerzen haben. Schmerzen haben die typischerweise nur mit zusätzlichen Ausgaben ohne Gegenfinanzierung.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 02. Juni 2017
1'003 Beiträge · seit 200812. Aug. 2017 · #55
Hi, das ist so traurig.
Da verar... man die Touris für solche Pipifax Projekte unter dem Deckmantel, der Conservation etc.
Gruss
Christian
352 Beiträge · seit 201612. Aug. 2017 · #56
Ääääh hallo....Touristen werden natürlich gemolken. Das ist nicht Afrika intern sondern weltweit so.
Augrabies Falls war aber schon ganz schön happig obwohl wir auch als SADC durchgingen.
Für Overseas Touristen wäre eine Nacht ( kamen erst um 21 Uhr an ) ganz schön happig geworden.
Dagegen fand ich Botswana Transit relativ preiswert.
Braucht man fürs Road Permit durch Bots eigentlich tatsächlich den Fahrzeugschein, bzw. eine Kopie davon ??
33,1k Beiträge · seit 200612. Aug. 2017 · #57
HI Leser, hi Christian,

habt ihr meinen Link vom 9.8. gelesen? Tourism Levy wurde abgelehnt, d.h. man muss sich über nichts aufregen, was nicht kommt...

Viele Grüße
Christian
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Gast12. Aug. 2017 · #58
Danke Christian Traveller... ich weiß das und rege mich gar nicht auf, weder so noch so.
Es ging mir um die Absicht dahinter.....und die originelle Schätzung zum Erlös 🙂
Danke und Grüße

PS. hätte aber statt soll, sollte schreiben sollen/können, obwohl man ja noch nicht weiß, ob Klein-Khama aufgibt und was Groß-Khama noch in petto hat
zuletzt bearbeitet 12. Aug. 2017