Fleischkontrollen

69 Antworten · 11,8k Aufrufe · gestartet 09. Apr. 2017 von pcb
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463 Beiträge · seit 201512. Apr. 2017 · #21
frau_shrimp schrieb:Tja, also ich lese daraus, rohes auch abgepacktes Fleisch nein. Auf Steaks usw. ist ja abends relativ einfach zu verzichten. Aber morgens ohne Käse/Wurst oder mittags ohne Joghurt oder Kaffee ohne Milch ist schon echt Mist. Deshalb werden wir das wohl aussitzen und einfach versuchen 😎
Wir hatten Jogurth und Käse dabei. Der Mann der die Kontrolle machte hat es gesehen und nichts gesagt. Nehme an das es erlaubt ist.
2016, Namibia, Botswana, Victoria Falls 2017, Uganda und Ruanda 2017, Kapstadt und Namibia 2018, Namibia und etwas Südafrika (Richtersveld, Augrabies, KTP)
Themenstarter130 Beiträge · seit 201712. Apr. 2017 · #22
Also so wie es aussieht ist es ziemlich willkürlich, ob kontrolliert wird oder nicht. Ein schöner Campingplatz und gegrilltes ist schon eine feine und romantische Sache, muss aber nicht sein.
Wird an den Campsites in Etosha eigentlich Grillfleisch vor Ort verkauft? Bei anderen Campsites wird es oft angeboten.
1'042 Beiträge · seit 201612. Apr. 2017 · #23
pcb schrieb:
Wird an den Campsites in Etosha eigentlich Grillfleisch vor Ort verkauft? Bei anderen Campsites wird es oft angeboten.
In Olifantsrus nach einem unbestätigten Tripadvisor angeblich ja, ich vermute allerdings dass man dort kein Fleisch und auch kein Holz kaufen kann. Ich hätte im Juni 2016 ja nachfragen können, aber selbst wenn ich dann eine positive Antwort bekommen hätte, wüsste ich ja nicht ob das auch für Ende April/Anfang Mai 2017 gilt... 😉

In Okaukuejo gab es letztes Jahr zumindest kein Grillfleisch zu kaufen. Wir ernährten uns von Bilton, Landjägern etc. was wir in Swakopmund gekauft hatten... 😉

In Halali gab es letztes Jahr die Wahl zwischen (tiefgefrorenem) T-Bone Steak oder Shirlon Steak. War aber beides gut und wenn man es am Vormittag gekauft hatte auch bis Abends zum Grillen aufgetaut. Bleibt zu hoffen, dass das Angebot immer oder zumindest dann wenn man da ist auch verfügbar ist.

Gruß Markus
2'497 Beiträge · seit 201112. Apr. 2017 · #24
pcb schrieb:Also so wie es aussieht ist es ziemlich willkürlich, ob kontrolliert wird oder nicht. Ein schöner Campingplatz und gegrilltes ist schon eine feine und romantische Sache, muss aber nicht sein.
Wird an den Campsites in Etosha eigentlich Grillfleisch vor Ort verkauft? Bei anderen Campsites wird es oft angeboten.
Findest Du Verkehrskontrollen, bei denen nicht jeder auf die gleiche Weise kontrolliert wird, willkürlich oder Zollkontrollen, bei denen einzelne, z.B. mit besonders viel Gepäck, rausgewunken werden. Vetfence ist Vetvence und da gibt es Erlaubtes und nicht Erlaubtes und nur, weil nicht jeder kontrolliert wird, wird´s nicht legitim. Wir haben auch schon Fleisch für den nächsten Campingplatz im Schlafsack gehabt, aber das war dann halt auch nicht legal. Wenn man mich erwischen würde, würde ich zumindest nicht mehr rummaulen. (ergänzend: machen wir auch nicht mehr, weil uns die ganze "Aufregung" des Verbotenen viel zu anstrengend ist. Gegrilltes kaltes Fleisch vom Vorabend zu Salat schmeckt richtig toll und Brot mit Feisch und Mayo ist auch gut. Da brauch ich nicht mal einen Topf für auspacken.)

Grillpakete wie auf manchen Sites gibt es im Etosha nicht. In Olifantsrus gab es 2015 und 2016 weder Fleisch noch Holz noch sonstige Lebensmittel, in Halali und Okaukuejo Fleisch mal ja mal nein, Holz und Brot immer.

Nur rohes rotes Fleisch (Huftiere?) ist innerhalb von Namibia von Nord nach Süd nicht erlaubt, Wurstwaren, Käse, Gemüse, Obst waren nie ein Problem. An der Grenze nach Botswana haben sie auch Obst, Gemüse, Eier konfisziert, aber keine Wurst und keinen Käse.

Viele Grüße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein. Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung" Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
zuletzt bearbeitet 12. Apr. 2017
938 Beiträge · seit 201312. Apr. 2017 · #25
Ich habe den leichten Verdacht, dass der eine oder die andere mit Nord und Süd und der Namibiakarte Schwierigkeiten haben könnte.

rohes Fleisch (nicht verarbeitet) darf nicht von Norden nach Süden durch den VetFence am Südrand des Etosha bzw. bei Palmwag gebracht werden.
Wer also einen Hilux voll rohes Fleisch von Swakop oder sonstwo in den Etosha fährt, kann das machen. Er muss nur alles loswerden, bevor er zurückfährt. Ist das so schwer zu verstehen? Und in Uito oder Tsumeb oder sonst einer Stadt mit Einkaufsmöglichkeiten kann man lustig einkaufen, was man vor dem VetFence verbrauchen musste.

Wenn man seine Reise so plant, dass das berücksichtigt wird, wird man kaum Wochenlang ohne Fleisch auskommen müssen.

In Botswana gibt es auch noch andere Regeln, aber auch da könnte es klappen, wenn man sich vorher damit beschäftigt.

LG
Andreas
Aktueller Reisebericht September/Oktober 2018: Wüste, Wind und der KTP Reiseberichte von uns
4'129 Beiträge · seit 200812. Apr. 2017 · #26
Es war ja schon des öfteren Thema.
Und es scheint in der Tat schwer verständlich, dass man sich einfach an die Regeln im Gastland hält.


Wenn man sich was abnehmen lässt und dann groß Geschrei macht – warum das??
Man muss sich nix abnehmen lassen, solange man es
a. nicht versteckt hat und
b. maulfaul und trotzdem freundlich seiner Sache sicher ist, dass man (ohne jegliches Theater!) seine Lebensmittel ggf. vor Ort gart, - sollte man tatsächlich Dinge mit sich führen, die unerlaubt sind. Ist doch ganz einfach. Steht ja auch immer an den Schildern, was verboten ist.
Allerdings ist das nicht möglich, wenn der Kontrolleur Fleisch gefunden hat, das versteckt wurde, da sieht die Sache schon etwas anders aus, da sollte man dann lieber hübsch still sein.
Gut ist, wie schon oben gesagt: Route und Einkauf entsprechend planen. Trotzdem kann man nicht sicher sein, dass man mal was vergisst oder etwas übrig bleibt (dann Fall b. 🙂 ).

Allgemein einige Geanken zum Umgang mit Gesetzen im Gastland:
Wenn man selber Gesetze im Gastland übertritt ist das die eine Sache, - und man hält darüber den Mund!
Dazu öffentlich Tipps zu geben, wie (und wo) man sie unbemerkt umgeht – geht etwas zu weit.
Da schweigt man besser!


Veterinärzäune und die dazugehörigen Gesetze existieren in fleischproduzierenden Ländern nicht ohne Grund! Es hängen Existenzen daran!!
Namibias Rinderfarmer sind darauf angewiesen, dass MKS unter Kontrolle bleibt!
Keiner der Polizisten darf Touristen anders behandeln als Einheimische!
Und es wäre wohl zuviel verlangt, dass sich die Polizei um den Grillabend der Touris Gedanken machen sollte... 🤢

Für Souvenirs aus Fell gibt es keine „Garmethode“...
Die konfiszieren sie ggf. einfach so.


Auf die anfängliche naive Darstellung von pcb („...hatten nichts fleischliches dabei und konnten, nach einer geschenkten Banane, weiterfahren. Sind diese jungen Leute einem Betrugs aufgesessen, ...?“) möchte ich gar nicht eingehen. - Wer nicht einmal schafft, Polizeikontrollen als gegeben anzusehen, dem kann ich nichts helfen.
Und um die anfänglich besprochene banale Banane ging es ja noch nicht einmal...
sondern um vermuteten "Betrug"... ??? 🤢 🤪 😗

Gruß lilytrotter



Hier einige Threads zum Thema:

https://www.namibia-forum.ch/forum/11-diverses/291860-vetzaeune-namibia-wie-war-das-nochmal.html?limitstart=0

https://www.namibia-forum.ch/forum/11-diverses/289255-lebensmittelkontrollen-in-namibia.html#428999

https://www.namibia-forum.ch/forum/11-diverses/290283-keine-fleischmitnahme-aus-der-etosha.html?start=6#466260

https://www.namibia-forum.ch/forum/34-diverses/290115-veterinay-fences-maun-moremi-und-magkadikgadi.html#440852

Es gibt noch viele Threads, die älter als 1 Jahr sind, die kann man sich auch noch zu Gemüte führen, denn da hat sich seit Jahrzehnten nix geändert... 🙂
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 12. Apr. 2017
1'042 Beiträge · seit 201612. Apr. 2017 · #27
Hallo Lilytrotter
lilytrotter schrieb:Es war ja schon des öfteren Thema.
Und es scheint in der Tat schwer verständlich, dass man sich einfach an die Regeln im Gastland hält.
Es ist ja recht einfach sich an die Regel zu halten, wenn man diese kennt...
lilytrotter schrieb:
Wenn man sich was abnehmen lässt und dann groß Geschrei macht – warum das??
Man muss sich nix abnehmen lassen, solange man es
a. nicht versteckt hat und
Verstecken von Lebensmitteln die nicht über gewisse Grenzen gebracht werden dürfen ist in vielen Ländern eine Straftat und dann ist es nicht einfach nur damit getan, dass man das nur abgenommen bekommt. Zumindest eine hohe Geldstrafe kann einen erwarten und als Ausländer auch die Ausweisung. Dagegen wird das in Namibia ja noch relativ "human" gehandhabt, wobei eine Bestrafung vermutlich auch in Namibia möglich ist.
lilytrotter schrieb:
b. maulfaul und trotzdem freundlich seiner Sache sicher ist, dass man (ohne jegliches Theater!) seine Lebensmittel ggf. vor Ort gart, - sollte man tatsächlich Dinge mit sich führen, die unerlaubt sind. Ist doch ganz einfach. Steht ja auch immer an den Schildern, was verboten ist.
Ggf. kann man die aber auch am Abend bevor man vor hat über den Vet Zaun von Nord nach Süd zu fahren schon garen? Wenn ich richtig verstanden habe stellt durchgegartes Fleisch also gar kein Problem dar.
lilytrotter schrieb:
Gut ist, wie schon oben gesagt: Route und Einkauf entsprechend planen. Trotzdem kann man nicht sicher sein, dass man mal was vergisst oder etwas übrig bleibt (dann Fall b. 🙂 ).
Das mit der Planung ist halt leider nicht ganz so einfach, wenn man vom Norden her kommt und über das Galton Gate direkt in den Park fahren will. Dummerweis überquert man eben den Vet. Zaun "in falscher Richtung" kurz vor dem Galton Gate und fährt dann direkt wieder quasi "in die richtige Richtung" wo man wieder alles mitnehmen dürfte in den Park. Das lässt sich auf der Karte nicht unbedingt so leicht erkennen. Einen Umweg extra wegen einem Einkauf von Fleisch nach Kamanjab macht man dann ja auch nicht, wobei ein paar Tage ohne Fleisch sind ja auch kein Problem.
lilytrotter schrieb:
Allgemein einige Geanken zum Umgang mit Gesetzen im Gastland:
Wenn man selber Gesetze im Gastland übertritt ist das die eine Sache, - und man hält darüber den Mund!
Dazu öffentlich Tipps zu geben, wie (und wo) man sie unbemerkt umgeht – geht etwas zu weit.
Da schweigt man besser!
Dem ist nichts hinzu zu fügen... besser man hält sich aber an die Gesetze
lilytrotter schrieb:
Veterinärzäune und die dazugehörigen Gesetze existieren in fleischproduzierenden Ländern nicht ohne Grund! Es hängen Existenzen daran!!
Gesetze können halt manchmal auch etwas unsinnig sein, aber das sollte man ja gewohnt sein, das ist überall auf der Welt so.
lilytrotter schrieb:
Namibias Rinderfarmer sind darauf angewiesen, dass MKS unter Kontrolle bleibt!
Eben, ein eingeschweißtes Stück Rinderfilet das man in Swakopmund gekauft hat wird auf dem Weg hin und zurück über den Zaun nicht mit MKS infiziert werden. Man müsste nur das Gesetz ein wenig modifizieren so dass so ein Stück Fleisch auch wieder mit zurück über den Vet. Zaun genommen werden darf... müsste man halt dann deklarieren und irgendwie kenntlich machen... aber das ist etwas für die Politik!
lilytrotter schrieb:
Keiner der Polizisten darf Touristen anders behandeln als Einheimische!
Und es wäre wohl zuviel verlangt, dass sich die Polizei um den Grillabend der Touris Gedanken machen sollte... 🤢
Der Polizist ist doch nur ausführendes Organ und macht auch keine Gesetze. Der hat ja nur dafür zu sorgen, dass Gesetze eingehalten werden (egal was seine persönliche Meinung dazu ist), sonst hätten wir ja überall das endgültige Chaos. Er darf weder Einheimische noch Touristen diskriminieren... das würde er ja machen wenn er Unterschiede macht. Sicher hat er einen Ermessensspielraum aber KEIN rohes Fleisch außer eben Geflügel lässt halt kein Ermessensspielraum zu... NEIN bedeutet eben NEIN...
lilytrotter schrieb:
Für Souvenirs aus Fell gibt es keine „Garmethode“...
Die konfiszieren sie ggf. einfach so.
Gekochtes Fell schmeckt jetzt aber auch nicht wirklich... 😉
lilytrotter schrieb:
Auf die anfängliche naive Darstellung von pcb („...hatten nichts fleischliches dabei und konnten, nach einer geschenkten Banane, weiterfahren. Sind diese jungen Leute einem Betrugs aufgesessen, ...?“) möchte ich gar nicht eingehen. - Wer nicht einmal schafft, Polizeikontrollen als gegeben anzusehen, dem kann ich nichts helfen.
Und um die anfänglich besprochene banale Banane ging es ja noch nicht einmal...
sondern um vermuteten "Betrug"... ??? 🤢 🤪 😗


Auch ein Polizist könnte ein Betrüger sein oder ein Betrüger sich als Polizist ausgeben. Selten sind diese dann aber mit einer Banane zufrieden. Polizeikontrollen sind aber normal und von "falschen" Polizeikontrollen habe ich bisher nichts gelesen, dass es die in Namibia geben soll. Bisher wollten Polizisten von mir auch keine Bananen haben sondern immer nur den Führerschein sehen...

Gruß Markus
719 Beiträge · seit 201112. Apr. 2017 · #28
Hallo Zusammen,

wie sieht es denn eigentlich mit der Mitnahme von Fleisch aus, wenn wir über Mata Mata in den KTP reisen?
Auf der Sanpark Seite habe ich dazu nichts gefunden.

VG Uli
Big 5 Africa Tours Reiseberichte: Namibia's Süden 2017, Uganda's Norden 2016 , Uganda Juli 2015 , Namibia Mai 2013 ,Namibia Mai 2012
2'497 Beiträge · seit 201112. Apr. 2017 · #29
Uns hat bei der Einfahrt der offiziell aussehende Herr in Uniform erklärt, dass wir alles außer Feuerholz einführen, aber Gemüse (Tomaten und Gurken) nicht wieder mit raus nehmen dürfen. Feuerholz (wir wussten das vorher und hatten daher auch keins dabei) gab es in den Shops innerhalb des Parks und unsere Tomaten haben wir halt aufgegessen.

Viele Grüße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein. Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung" Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
Themenstarter130 Beiträge · seit 201712. Apr. 2017 · #30
Also liebe Leute, es freut mich, dass eine sehr angerete Diskussion entstanden ist.
Ich bin auf alle Fälle dafür, dass man sich an Regeln des Gastgeberlandes hält.... (hoffentlich sehen das andere auch so).
Dummerweise erhält man diese Informationen so wie hier...im Forum, oder erst dann, wenn man schon die Probleme am Hals hat.
Ich kann gut das eine oder andere mal ohne Fleisch auskommen, es schadet ja auch nicht der Gesundheit.
Aber es ist halt ein Bestandteil von Namibia und einem kitschigen Campingleben, denn sonst wäre ich von Lodge zu Loge gefahren und hätte mich bedienen lassen.
Aber ein Bisschen vom Altag weg, dass kann was.
2'534 Beiträge · seit 200712. Apr. 2017 · #31
Markus615 schrieb:
Eben, ein eingeschweißtes Stück Rinderfilet das man in Swakopmund gekauft hat wird auf dem Weg hin und zurück über den Zaun nicht mit MKS infiziert werden. Man müsste nur das Gesetz ein wenig modifizieren so dass so ein Stück Fleisch auch wieder mit zurück über den Vet. Zaun genommen werden darf... müsste man halt dann deklarieren und irgendwie kenntlich machen... aber das ist etwas für die Politik!
Tja, genau darum geht's in vielen Fällen.
Oder wenn man sich auf eine Woche Kaokoveld einstellt und sich am ersten Nachmittag in Palmwag einen Platten fährt und wieder nach Kamanjab muss, um den reparieren zu lassen. Wieso sollte das eingeschweißte Fleisch durch diese eine Nacht infiziert worden sein? Da muss man sich halt dann was einfallen lassen.

Und natürlich könnte man derartiges, MKS-freies und kontrolliertes, eingeschweißtes Fleisch entsprechend kennzeichnen, damit es beim Vet-Zaun auch in den Süden wieder mitgenommen werden kann. Aber wie du richtig schreibst, wäre das eine politische Geschichte, die allerdings relativ einfach umzusetzen wäre.

lg
Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
7'296 Beiträge · seit 200613. Apr. 2017 · #32
dergnagflow schrieb:
Und natürlich könnte man derartiges, MKS-freies und kontrolliertes, eingeschweißtes Fleisch entsprechend kennzeichnen, damit es beim Vet-Zaun auch in den Süden wieder mitgenommen werden kann. Aber wie du richtig schreibst, wäre das eine politische Geschichte, die allerdings relativ einfach umzusetzen wäre.

... ich möchte da nicht direkt widersprechen, aber mal meinen subjektiven Eindruck wiedergeben.
Ich habe das Gefühl, dass es mehr Threads gibt, in denen der versteckte Fleischtransport über die "Grenzen" erwähnt wird als es insgesamt Beiträge zu Malaria und Internationalen Führerscheinen gibt.

Würde man das Fleisch wieder mit zurück nehmen dürfen, würden findige Köpfe ruckzuck auf die Idee kommen, entsprechende Aufkleber zu lösen und wieder neu auf Packungen aus dem Norden zu kleben oder einzuscannen und neu auszudrucken usw.

Wenn man die bestehende Gesetze schon durch Verstecken der Vorräte zu umgehen versucht, würde eine Lockerung der Vorschriften dafür sorgen, dass es noch mehr Leute versuchen.
Und jetzt ist die Lage klar. Der Transport von Nord nach Süd ist eindeutig verboten und das Fleisch wird konfisziert oder ist an Ort und Stelle zu braten/grillen/kochen oder zu entsorgen. Immer.

Wäre es unter bestimmten Bedingungen erlaubt, müssten die Kontrolleure womöglich noch beweisen, dass gegen Vorschriften verstoßen wurde. Das wäre umständlicher, aufwändiger und kaum zu bewältigen. Jeder zweite Tourist droht dann noch mit einer Beschwerde gegen den Kontrolleur und dann könnte man das Verbot auch gleich ganz kippen. Das ist meine Meinung zu dem Problem und der bisherigen (Nicht-)Beachtung durch viele Touristen.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
4'129 Beiträge · seit 200813. Apr. 2017 · #33
Markus615 schrieb:
lilytrotter schrieb:
Veterinärzäune und die dazugehörigen Gesetze existieren in fleischproduzierenden Ländern nicht ohne Grund! Es hängen Existenzen daran!!
Gesetze können halt manchmal auch etwas unsinnig sein, aber das sollte man ja gewohnt sein, das ist überall auf der Welt so.
Diese Gesetze sind aber nicht unsinnig, sprich mal mit’nem Rinderfarmer! Es geht um die Existenz der Rindefarmer– da sind die Befindlichkeiten von grillierenden Campern vollkommen nebensächlich.
Markus615 schrieb:
lilytrotter schrieb:
Keiner der Polizisten darf Touristen anders behandeln als Einheimische!
Und es wäre wohl zuviel verlangt, dass sich die Polizei um den Grillabend der Touris Gedanken machen sollte...
Der Polizist ist doch nur ausführendes Organ und macht auch keine Gesetze. ... KEIN rohes Fleisch außer eben Geflügel lässt halt kein Ermessensspielraum zu... NEIN bedeutet eben NEIN...
Eben!
Und es ist egal, ob wir kleinen Touris meinen, ganz schlaue Ideen zur touristenfreundlicheren Regelung zu haben...
Auch viele Einheimische würden gern mit Kühltruhen voller Wild- oder Rindfleisch auf dem Auto nach Süden... es geht dabei um unkontrolliertes Fleisch und um viel Geld...
Nun stelle man sich mal vor, die haben ihr Fleisch hübsch eingeschweißt...
und möchten mit dem Polizisten eine Diskussion führen, über das Woher und Wieso...
...Stunden später...
... - wir möchten auf der B1 nicht am Ende einer solchen Fahrzeugschlange stehen! 😗 😣
und keiner will das...


Wie auch immer, wenn’s denn nicht passt mit der Versorgung, könnte man sich an Hühnchen oder veg. Genüssen delektieren – oder sich zuvor sein Gulasch kochen oder schlichtweg Essen gehen. 🙂

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 13. Apr. 2017
1'042 Beiträge · seit 201613. Apr. 2017 · #34
Hallo Wolfgang,

nicht dass man mich falsch versteht:
BikeAfrica schrieb:
... ich möchte da nicht direkt widersprechen, aber mal meinen subjektiven Eindruck wiedergeben.
Ich habe das Gefühl, dass es mehr Threads gibt, in denen der versteckte Fleischtransport über die "Grenzen" erwähnt wird als es insgesamt Beiträge zu Malaria und Internationalen Führerscheinen gibt.
Dein Gefühl könnte da durchaus passen. Versteckte Fleischtransporte verstoßen gegen das Gesetz und deswegen macht man das nicht!
BikeAfrica schrieb:
Würde man das Fleisch wieder mit zurück nehmen dürfen, würden findige Köpfe ruckzuck auf die Idee kommen, entsprechende Aufkleber zu lösen und wieder neu auf Packungen aus dem Norden zu kleben oder einzuscannen und neu auszudrucken usw.
Gegen eine relativ geringe Gebühr könnte man schon Aufkleber so gestalten, dass diese sich nicht zerstörungsfrei lösen lassen und auch nicht so einfach reproduziert werden können. Die nächste "Intelligenzbestie" käme dann aber auf die Idee einfach die Verpackung wieder zu verwenden, auf der sich so ein legaler Aufkleber befindet, also einfach Fleisch in alter Verpackung neu verschweißen...
Das könnte nur verhindern, wenn zusätzlich die Abmessungen der Verpackungen notiert werden und das Gesamtgewicht mit Inhalt, aber jetzt wird das schon kompliziert.
BikeAfrica schrieb:
Wenn man die bestehende Gesetze schon durch Verstecken der Vorräte zu umgehen versucht, würde eine Lockerung der Vorschriften dafür sorgen, dass es noch mehr Leute versuchen.
Und jetzt ist die Lage klar. Der Transport von Nord nach Süd ist eindeutig verboten und das Fleisch wird konfisziert oder ist an Ort und Stelle zu braten/grillen/kochen oder zu entsorgen. Immer.
Unter dem Gesichtspunkt erscheint das Gesetz gar nicht so schlecht. Wir Deutschen sind es vermutlich nur gewöhnt, dass Gesetze sehr viel komplizierter sein müssen mit vielen Ausnahmeregelungen und Sonderregelungen... 😉
BikeAfrica schrieb:
Wäre es unter bestimmten Bedingungen erlaubt, müssten die Kontrolleure womöglich noch beweisen, dass gegen Vorschriften verstoßen wurde. Das wäre umständlicher, aufwändiger und kaum zu bewältigen. Jeder zweite Tourist droht dann noch mit einer Beschwerde gegen den Kontrolleur und dann könnte man das Verbot auch gleich ganz kippen. Das ist meine Meinung zu dem Problem und der bisherigen (Nicht-)Beachtung durch viele Touristen.
Momentan beachten nicht nur viele Touristen das bestehende Gesetz nicht sondern auch Ortsansässige (weiter gehe ich darauf nicht ein). Mit dem Verwaltungsaufwand der durch eine Lockerung des Gesetzes entstehen würde habt ihr (Lilytrotter und Du) natürlich vollkommen Recht, manchmal stellt man sich das einfacher vor als es in der Realität umsetzbar wäre.
Ich verzichte auch lieber für ein paar Tage auf Fleisch, bevor ich dann stundenlang in einer Kontrolle meine Zeit "verplempern" würde.

Daher sind wir uns dann doch einig: Das Gesetz in seiner jetzigen Form ist sinnvoll!

Auch als Tourist hat man sich an die Gesetze des Gastlandes zu halten, wem das nicht passt, der sollte zu Hause bleiben!

Gruß Markus
544 Beiträge · seit 201413. Apr. 2017 · #35
Markus615 schrieb:
lilytrotter schrieb:
Gut ist, wie schon oben gesagt: Route und Einkauf entsprechend planen. Trotzdem kann man nicht sicher sein, dass man mal was vergisst oder etwas übrig bleibt (dann Fall b. 🙂 ).
Das mit der Planung ist halt leider nicht ganz so einfach, wenn man vom Norden her kommt und über das Galton Gate direkt in den Park fahren will. Dummerweis überquert man eben den Vet. Zaun "in falscher Richtung" kurz vor dem Galton Gate und fährt dann direkt wieder quasi "in die richtige Richtung" wo man wieder alles mitnehmen dürfte in den Park. Das lässt sich auf der Karte nicht unbedingt so leicht erkennen. Einen Umweg extra wegen einem Einkauf von Fleisch nach Kamanjab macht man dann ja auch nicht, wobei ein paar Tage ohne Fleisch sind ja auch kein Problem.
Moin,

hier möchte ich nochmal kurz einhaken, weil auch wir das aus der Karte nicht so direkt herauslesen (können).

Im kommenden November fahren wir von der Kunene River Lodge via C 35 zum Galton Gate, es folgen sechs Nächte in Etosha Camping/Selbstversorgung. Derzeitiger Plan wäre ein Einkauf in Ruacana gewesen, weil wir davon ausgegangen sind, dass wir den VetFence NICHT 'überqueren'.
Wie ist an der C 35 / Galton Gate nun die 'genaue Lage'? Überquert man den Fence oder nicht?

Gruß
Henning
94 Beiträge · seit 201613. Apr. 2017 · #36
Ja man überquert vor dem Galton Gate und dann ein zweites Mal bei Ausfahrt aus dem Etosha, falls man nach Süden raus fährt.
Trophäenloser Weltenbummler
1'042 Beiträge · seit 201613. Apr. 2017 · #37
Hallo Henning,
MaHe schrieb:
Wie ist an der C 35 / Galton Gate nun die 'genaue Lage'?
Die genaue Lage des Gates ist 12,4 km nördlich vom Galton Gate. Über Google maps siehst Du auch das Gate wenn Du entsprechend nah heran zoomst.
MaHe schrieb:
Überquert man den Fence oder nicht?
Du überquerst den Fence zweimal. Einmal siehe oben von Nord nach Süd (also vorher alles verbrauchen oder abkochen) und das zweite Mal direkt am Galton Gate bei der Einfahrt in den Park (in die Richtung dürftest Du aber alles mitnehmen nur das bringt Dir in dem Moment ja nichts mehr).

Das ist halt das unglückliche daran, dass man innerhalb von wenigen Kilometern zweimal über den Fet Vence fährt. Daher meine Bemerkung, dass man dann nicht 120 km Umweg über Kamanjab fährt nur um Fleisch einkaufen zu können für die Übernachtungen im Etosha, dann lieber ein paar Tage vegetarisch bzw. Essen gehen (was im Olifantsrus Camp aber auch nicht geht).

Gruß Markus
zuletzt bearbeitet 13. Apr. 2017
4'129 Beiträge · seit 200813. Apr. 2017 · #38
Hallo, MaHe,

es ist genau so wie BikeAfrica schrieb:
Hier als umgeschriebenes „Zitat“... 😉
...wenn man von Norden, C 35 kommt und über das Galton Gate direkt in den Park fahren will ...
- überquert man kurz vor dem Galton Gate den Vet. Zaun (ControlGate) von Nord nach Süd, also „Kontrollrichtung“ und überquert dann direkt am Galton Gate erneut die Red Line (=VetFence) quasi "in die richtige Richtung", also von „Süd >Nord", wo man unkontrolliert alles mitnehmen darf in den Park. Das lässt sich auf der Karte nicht unbedingt so leicht erkennen.
- Ein Umweg nach Kamanjab wegen Einkauf von Fleisch könnte sich lohnen, wenn man viele Tage im Park plant, - ansonsten mal ein paar Tage ohne Fleisch... – bzw. im Etosha Fleisch einkaufen (außer Olifantrus).

Gruß lilytrotter


Übrigens: Man wird, von Norden kommend, natürlich auch am King Nehale Gate kontrolliert (das ist das Gate, das sich süd-östl. von Ondangwa befindet).
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 13. Apr. 2017
1'667 Beiträge · seit 201113. Apr. 2017 · #39
Hallo zusammen,

mir klingt es hier, als ob einige befürchten zu verhungern ohne rotes Fleisch 😄
Deshalb mal ein paar Tips aus der Campingküche:

ohne Fleisch grillen:

Butternut oder Kartoffeln gefüllt mit Schafskäse
Gemüsepäckchen (Gemüse, Butter oder Käse, evtl Bacon, Knoblauch etc) in Alufolie auf den Grill

mit Fleisch grillen:
entweder Geflügel (Strauss , wenn verfügbar, hält sich auch etwas länger als Huhn)
gekochtes Rinderfilet : vor dem Grillen in Knoblauchöl einlegen, Bacon drum wickeln, grillen, lecker
gekochtes Schwein oder Lamm nicht zu magere Stücke: vor dem Grillen in Grillmarinade (gibt es in großer Auswahl in den Supermärkten) einlegen, grillen, lecker
oder obiges Fleisch mit Marinade und Gemüse in den Potje

wenn das nicht reicht, gehen auch noch Spaghetti 😉

Guten Appetit

Montango
Botswana 2016 Sambia 2016 Zimbabwe 2016 KwazuluNatal 2015 KTP-Namibia-Kapstadt 2013 Zimbabwe 2012 Noch keiner hat am Ende gesagt "Ich hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen"
544 Beiträge · seit 201413. Apr. 2017 · #40
Besten Dank für die Antworten.

Das war beim flüchtigen Blick auf die Papierkarte nicht zu erkennen und hat uns ggf. Ärger erspart.
In Anbetracht von sechs Übernachtungen und unseren Ernährungsgewohnheiten (und dem nicht davon abhängig sein wollen, was denn in den NWR-Shops gerade so verfügbar ist) werden wir wohl mal durchrechnen müssen, ob wir die Schleife über Kamanjab noch einbauen können. Ärgerlich um die Zeit aber dann ist das eben so.

Wie sind die Einkaufsmöglichkeiten in Kamanjab? Wir waren noch nie dort.

Gruß
Henning