Welche Route, um vor allem Tiere zu sehen?

28 Antworten · 5'397 Aufrufe · gestartet 13. März 2017 von Elf
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Themenstarter18 Beiträge · seit 201713. März 2017 · #1
Hallo zusammen,

zunächst mal vielen Dank an alle für diese Fülle an Infos, die man hier bekommt! Ich hangle mich seit einiger Zeit von Topic zu Topic und bin immer mehr davon überzeugt, dass ich nach Namibia reisen möchte.

Kurz zur Vorstellung (kann man skippen, Fragen s. unten):
Wir (40 & 45) reisen zu zweit, bisher haben wir Europa, Nordamerika, Australien, Indien (mit eigenem Fahrer), China (Gruppenreise – nie wieder) bereist, ausser bei den beiden letzten Zielen immer mit Zelt (als wir noch jünger waren) bzw. mit Kombi ohne Unterkünfte zu buchen, da wir maximal flexibel sein möchten. Luxus interessiert uns überhaupt nicht, wir schlafen im Auto, kochen in einem kleinen Trangia-Topf und halten es auch mal nur mit Käsebroten aus. Tiere sind mein ein und alles und der Grund warum wir bisher nie in Afrika waren, ist, dass wir Bedenken bzgl. Sicherheit und Malaria hatten, und weil uns nicht bewusst war, dass man auch ohne Lodges Safari machen kann (na ja, man hätte sich informieren können :-/). Landschaften sind natürlich auch sehr wichtig. Kultur käme auf dieser Reise an zweiter Stelle, d. h. die Route würden wir aufgrund der Tiere und Landschaften planen, und natürlich Kultur mitnehmen, wenn sie denn an der Route liegen würde, nicht aber einen extra Umweg dafür machen.

Ich rechne damit, dass wir nur einmal nach Namibia fahren werden und zwar planen wir September 2017, also bald, für drei Wochen.

Zu den Fragen:
- Ich habe nun aus verschiedenen Quellen gehört und gelesen, dass man als Afrikaanfänger, der selber fahren und im Zelt übernachten möchte, sowie Tiere sehen möchte, Namibia die beste Wahl sei. Allerdings höre ich auch, dass bzgl. Tierwelt andere Länder viel reicher seien (Tansania, Botswana). Da man aber dort einserseits als Anfänger nicht alleine fahren sollte bzw. die Preise viel höher seien, sei Namibia der beste Kompromiss. Das wird wohl noch so sein, oder gibt es dazu andere Stimmen?
- Ich sehe, dass als Alternative zu einer klassischen Namibia-Rundreise (Fish RIver, Sossusvlei, Swakopmund, Etosha, Waterberg) der Route über den Caprivi Zipfel bis zum Chobe NP und den Victoria Falls empfohlen wird (Sossuvlei, Fish River, Swakopmund fallen dann weg). Welche der beiden Alternativen würdet ihr wählen, wenn ihr vor allem die Chance viele Tiere (Arten und Anzahl) zu sehen erhöhen möchtet? (Ich stelle es mir auf einer Bootstour schwieriger vor Tiere zu sehen, da sie sich im Wasser oder im Grün verstecken können?) Wo ist die Landschaft abwechslungsreicher (mein Freund hat Bedenken, dass man in Namibia zu lange durch relativ eintöniges Gelände fährt). Wir haben übrigens rund drei Wochen Zeit. Möglicherweise kostet der Grenzübertritt und extra Flug zu viel Zeit?

Schon mal vielen Dank fürs Lesen!
Viele Grüsse
Elf
33,1k Beiträge · seit 200613. März 2017 · #2
Hi Elf,

willkommen im Forum.
Bevor ihr in die Detailplanung einsteigt, sollte ihr Euch überlegen ob Camping oder feste Unterkünfte bzw. Kombination. Dann müsst ihr ein Campingfahrzeug buchen, was zur Hauptsaison und dann noch in einem Boomjahr schon schwierig sein dürfte. Dann könntet ihr Euch an die Detailplanung machen, wobei ihr davon ausgehen müsst, dass viele der schönsten Unterkünfte und auch Campsites ausgebucht sein werden.

Zu Deinen Fragen:
Das wird wohl noch so sein, oder gibt es dazu andere Stimmen?
Namibia ist ein prima Einsteigerland für Afrika. Außerhalb der Nationalparks wirst Du auch nur in wenigen anderen Ländern so viele Tiere sehen wie in Namibia. Schon der Weg vom Flughafen nach Windhoek lädt normalerweise mit Kudus, Affen, nicht selten Giraffen etc. dazu ein.
Welche der beiden Alternativen würdet ihr wählen, wenn ihr vor allem die Chance viele Tiere (Arten und Anzahl) zu sehen erhöhen möchtet?
Wenn es Euch wirklich um die Tierwelt und weniger um Landschaften geht, dann macht Nordnamibia mit Caprivizipfel. Du könntest z.B. hier www.namibia-forum.ch/forum/7-routen/289845-ersttaetertouren-so-sehen-sie-aus.html die Zwei-Wochen-Tour machen und dann noch eine Woche Nordosten anschließen.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter18 Beiträge · seit 201713. März 2017 · #3
Hallo Christian,

vielen Dank für die schnelle Antwort! Ich verstehe dich so, dass die Caprivi-Route mehr Tiersichtungen verspricht, die Landschaft aber weniger abwechslungsreich ist. Dann muss ich mich auf jeden Fall mehr mit Caprivi befassen. Bevor wir Wagen und Flug buchen, müssen wir wissen, ob wir nach Windhoek zurückkommen oder bis Vic Falls fahren.

Wir wollen auf jeden Fall campen, und überlegen uns ein SUV zu mieten und zu zelten, anstatt einen Camper/Pickup mit Dachzelt. Im Moment scheint es noch SUVs zu geben. Campingplätze möchten wir nicht im Voraus buchen, ausser wo unbedingt notwendig (soweit ich gelesen habe, sei das nur im Etosha ein Problem, bzgl. Capriviroute habe ich mich aber noch nicht informiert). Ist das nicht wirklich ratsam?
2'497 Beiträge · seit 201113. März 2017 · #4
Hallo,

einen SUV bekommt Ihr vielleicht wirklich noch eher als einen Camper, aber warum kein Camper, so müsst Ihr ja Zelt, Matten, Schlafsäcke, Kocher selber mitbringen oder auch vor Ort leihen. Für die Parks im Caprivi fand ich auf jedenfall einen 4x4 schon recht hilfreich.

Eine Tour mit vielen Tieren sähe für mich etwa so aus: Windhoek, Erindi (Private Game Reserve), Etosha, Rundu (Zwischenübernachtung), Divundu (von hier in den Mahango und Buffalo Park, Bootstour mit Vögeln, Kroks, Elefanten, Hippos), Kongola (mit Dan sind wir schon durch ca. 500 Elis mit dem Boot, ein anderes Mal waren es nur ein paar, aber immer viele Hippos und Vögel) , Caprivi Ost (Mamili), evt. Chobe, Grootfontein (Zwischenübernachtung), Okonjima (Katzen). Falls die Viktoriafälle sein müssen, dann nach Kasane oder auch als Tagesausflug von Katima Mullilo aus.

Campingplätze reservieren wir immer vor, weil wir ganz bestimmte Vorstellungen haben. Wild campen geht auf der Strecke fast nicht. Falls Bedarf besteht und Tips zu Plätzen gewünscht sind, gerne.

Viele Grüße
Karin

P.s. Der Caprivi gefällt uns auch landschaftlich und ich wüsste nicht, warum man vom Boot aus schlechter Tiere sehen sollte. Eine Mischung aus selber fahren und ab und an eine Bootstour finde ich schön. So hättet Ihr im Caprivi Flüsse und ansonsten eine eher aride Gegend.
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein. Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung" Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
zuletzt bearbeitet 13. März 2017
4'129 Beiträge · seit 200813. März 2017 · #5
Hallo, Elf,
Willkommen im Namibia-Forum!


Wenn du Malariagebiete meiden möchtest, dann meide konsequent den Caprivi und das nördliche Botswana (Chobe River)!

Zu deinem Wunsch viele Tiere (Arten und Anzahl) zu sehen: Halte dich so lange wie möglich im Etosha NP auf, außerdem kannst du deinen Hin und Rückweg so gestalten, dass du an einigen der landschaftlichen Highlights vorbeikommst. Dabei ist es nicht möglich, lange Fahrten durch den Busch zu vermeiden, denn im südlichen Afrika gibt es einfach viel Buschland – und das ist oft langweilig. Da muss man durch.


Zur Gestaltung deiner Route empfehle ich dir die hier unter Karten zur Verfügung stehende T4A Karte zu nutzen, die ist für die Planung sehr hilfreich. Insbesondere auch deshalb, weil man die Fahrzeiten neben den Strecken hat.


Zu den Fragen:
Entsprechend der Menge an Nahrung können Länder wie Kenya und Tanzania in einigen NP mehr Tiere ernähren, als das in kargen Gegenden des südlichen Afrika möglich ist.
Für Botswana gilt im Prinzip das Gleiche, wie in Namibia, Ausnahme macht nur die touristisch vollkommen überlaufene Chobe River Front. Da hat man mehr Menschen als Tiere. Und ja, Botswana ist deutlich teurer als Namibia.

Als Tipp zur Planung kann ich dir allgemein sagen: bei nur 3 Wochen konzentriere dich auf Namibia und vermeide, „alles“ sehen zu wollen. Das ist die große Kunst, das was einem am wichtigsten ist, von den Dingen zu bereinigen, die man „auch noch machen könnte“.
Viel Glück bei der Planung.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 13. März 2017
2'610 Beiträge · seit 200713. März 2017 · #6
Hallo,

willkommen im Forum!

Als 1. würde ich Fahrzeug, Flüge und Etoscha (falls möglich alle 4 Campsites) buchen, alles andere kann man drumherum planen.

Das Malaria Risiko ist gar nicht so hoch, konsequent einsprühen, lange Hose und langärmlige Bluse. Der Caprivi ist natürlich landschaftlich nicht so spektakulär, wie der Süden, hat aber auch seinen Reiz. Wir haben über viele Jahre Südnamibia "gemieden", da wir dachten, es ist ja gar nicht "afrikanisch" (was immer wir uns da vorgestellt haben). Landschaftlich ist es ein Genuss. Für euren 1. Besuch würde ich Etoscha, Caprivi bis Kasane (falls noch zu bekommen Senyati Camp, da kommen die Elefanten tgl. zu Massen ans Wasserloch) machen. Solltest du noch die Ihaha Campsite bekommen, buche sie! So schlimm, wie lilytrotter es beschreibt ist der Chobe nun doch nicht. Von der Campsite aus hast du morgens viele Möglichkeiten und die Lodgefahrzeuge halten sich meist nur im vorderen Teil auf. Klappt es nicht mit der Campsite, dann fahre morgens als Tagesbesucher rein.

Viel Spaß
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
zuletzt bearbeitet 13. März 2017
545 Beiträge · seit 200613. März 2017 · #7
Hallo Elf,
ganz klar, viele Tiere, Afrika Anfänger, Camping bevorzugt (Low Budget)!?!
Da gibt es nur den Krüger Nationalpark in Südafrika.
Dieser Park ist sowas von abwechslungsreich (Landschaft) und ist ein Big five Park, es gibt riesige Büffel und Elefanten Herden.
Der ganze Park hat eine sensationell gute Infrastruktur (Restcamps) ist im Süden sehr Tierreich mit mit tollen Wegen, allerdings auch etwas mehr Touristen, lässt sich aber auf den Nebenstrecken super vermeiden.
Nach Norden hin wird alles etwas weniger, aber die Tiersichtungen sind immer noch sehr gut!
Südafrika hat noch den großen Vorteil, viel Safari = Wildcard, spart ne Menge Eintrittsgebühren!
Es gibt aber neben Camping auch einfache aber gute Selfcatering Übernachtungen (etwas wie Luxus Camping!), bei den Klasse Supermärkten in Südafrika kann man alles recht günstig Einkaufen und einfach im Park Kochen/Grillen.
Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe weiterer kleinerer NP, mit zum Teil auch ganz ordentlichen Tiersichtungen (Pilanesberg oder In KwazuluNatal Hluwluwe Park)
Ihr habt nach Johannesburg eine super Auswahl an Flugmöglichkeiten und ein PKW (SUV kann nicht Schaden, muß aber nicht sein) könnt ihr immer recht Preiswert in SA Buchen.
Wir haben auch erst in Südafrika angefangen und sind erst später nach Namibia gefahren, ja und mir gefällt immer noch Südafrika etwas besser wie Namibia und Namibia ist wirklich sehr schön!!!

Einträchtliche Grüße
76 Beiträge · seit 201613. März 2017 · #8
Hallo Elf,

mein Vorgänger hat Südafrika ins Spiel gebracht. Und ich kann es auch sehr empfehlen!!

Letztes Jahr waren wir im Etosha und haben dort sehr viele Tiere gesehen!! Botwana ist auch sehr empfehlenswert! Wir hoffen, wir werden dieses Jahr in Südafrika im PilanesbergNP (auch Big Five) und KrügerNP viele Tiere sehen.

Südafrika hat natürlich eine ganz andere Landschaft als Namibia, Botswana etc.. Südafrika wäre preislich zu überdenken. Da braucht man kein großes Auto, das kleinste mit Klimaanlage reicht (und auf Kofferraumgröße achten). Es gibt viele günstige Übernachtungsmöglichkeiten, Grillplatz ist (fast) immer vorhanden. Und ein-zwei Nächte empfehle ich auch, eine teuerere Lodge mit Abendessen und Frühstück zu nehmen - weil das extrem schön ist - ein völlig anderes Gefühl von Luxus als man es sich in D vorstellt. Und wie schon vom Vorgänger geschrieben, eine Wildcard für die NP besorgen.

Wie wäre eine Route: Pilanesberg NP, Blyde River Canyon, KrügerNP, Swasiland? Eine größere Runde würde ich nicht machen, lieber länger im KrügerNP bleiben (das wird einfach nicht langweilig dort!)!! Nur falls die Frage noch kommen sollte, im August/September nehmen wir keine Malariaprophylaxe mit, sondern haben was für den Notfall dabei - zur Not ist eine Klinik sowieso anzuraten. Aber das ist jedem sein eigenes Ding.

Viel Spaß bei der Qual der Wahl!
Uli
7 x Südafrika, 4 x Namibia. 2 x Botswana sowie USA, Kanada, Brasilien, Island...
2'845 Beiträge · seit 201113. März 2017 · #9
Hallo Elf,

ich schließe mich Eintracht an!
Auch ich finde Südafrika wäre ein sehr guter Start in Afrika - und hier die Tour Johannesburg (oder per Flieger nach Nelspruit -Airport WQP) nach Durban.
Im Krüger Nationalpark gibt es günstige Unterkünfte zB. in Satara, Lower Sabie... (auf der Site von SanParks kannst Du gleich die Verfügbarkeiten prüfen.)
Dann durch Swaziland und in den Hluwluwe-Umfolozi Park und weiter nach St.Lucia mit dem iSimangaliso Wetland Park (ebenfalls tierreich) und in St.Lucia kannst Du unglaublich viele Hippos erleben, teilweise nachts auf den Straßen! Von dort dann nach Durban und via JNB retour.

Die Automiete dürfte in SA vermutlich günstiger sein als in Namibia, in JNB gibt es allerdings mehr Auswahl als in Nelspruit. Ein SUV dürfte auf der Tour nicht schaden, da die Bodenfreiheit größer und die Sitzhöhe für die Tierbeobachtung angenehmer ist. (Auto vorab buchen!)

Viele Grüße
Strelitzie
2'391 Beiträge · seit 201613. März 2017 · #10
Hallo Elf,
da hier ja einige zum Krüger raten, solltest Du auch bedenken, dass der Krüger Park auch Malaria Gebiet ist.
Ich kopiere mal die Info, die ich dazu gefunden habe:

Malariaprophylaxe

Wir raten Ihnen eine Malariaprophylaxe zu allen Zeiten zu unternehmen, falls Sie im Krugerpark übernachten. Sollten Sie außerhalb vom Krugerpark wohnen und Ihre Unterkunft liegt 700 Meter über dem Meerespiegel, so kann man auf eine Malariavorsorge verzichten. Die Malariamücke ist nur in Gegenden unter 600 Meter in den Dunkelstunden aktiv. Sie müssen also vor Sonnenuntergang den Krügerpark verlassen haben oder nach Sonnenaufgang das Naturschutzgebiet befahren, um das Malaririsiko einzugrenzen. Unsere Angaben über die Malariavorsorge sind unsere Erfahrungswerte von einigen Safaris. Die meisten Einwohner in der Umgebung von Kruger Nationalpark wohnen in höhergelegenden Gegenden und brauchen sich nicht vor Malaria schützen. Für eine fachkundige Beratung besuchen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft. 3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
545 Beiträge · seit 200613. März 2017 · #11
Hi Sasa,
guter Einwand, aber ich glaube du warst noch nie KNP!?
Aber richtig in der Regenzeit gibt es durchaus ein Malaria Risiko im südlichen Afrika, incl. Etosha!
In der Trockenzeit (Juni bis Sep.Okt.) wird dir im Krüger keine Mücke begegnen. Aber ich könnte mir auch gut vorstellen das so manch paranoider Europäer es auch schaft in der Trockenzeit sich Malaria einzufangen.
Und hiermit ist das Thema Malaria eröffnet, haut rein 😎 !

Einträchtliche Grüße
145 Beiträge · seit 200613. März 2017 · #12
Hallo Elf

Ihr habt bereits viele Vorschläge bekommen, von mir nur noch folgende Infos:

1) In Namibia kann es für September schon schwierig werden, speziell im Etosha NP Unterkünfte zu bekommen. Viele schlagen vor außerhalb zu übernachten. Das machen wir nie, da wir abends gerne an den Wasserlöchern der Camps (Okaukuejo bzw. Halali sitzen) und dort häufig Nashörner, Löwen und Elefanten zu sehen sind.

2) Im Kruger NP muss man zwar Malariaprophylaxe nehmen, aber mit Malarone ist das auch über einen längeren Zeitraum kein Problem und im Normalfall gut verträglich. Fragt einfach mal euren Doc.

Vorteile in Südafrika: Es sind noch viele Unterkünfte verfügbar, die Onlinebuchung ist sehr einfach, Zahlung geht per Kreditkarte. Die Preise sind gegenüber Etosha niedriger.

Im Kruger gibt es z. B. sehr einfache Hütten, die dann die Gemeinschaftswaschräume bzw. die Gemeinschaftsküchen nutzen. Für low Budget Reisende gut geeignet. Dann reicht euch auch ein kleines Auto.

VG
Grit
2'346 Beiträge · seit 200613. März 2017 · #13
Hallo "Elf",

wenn ihr euch entscheiden solltet, "unter Tier-Gesichtspunkten" die Route Windhoek - Etosha - Caprivi (- Chobe) zu nehmen, bekommt ihr von den typischen namibischen (Gebirgs-)Landschaften nicht allzu viel mit. Um auch davon wenigstens einen kleine Eindruck zu bekommen, würde ich an eurer Stelle auf der Hin- oder Rückfahrt einen kleinen westlichen Schlenker mit 2-4 Übernachtungen durch die Region Erongo/Damaraland/Ugab-Terrassen machen. Da gewinnt ihr auf jeden Fall einen schönen "dreidimensionalen" Eindruck von Namibia, der für uns nach mittlerweile zehn Namibia-Reisen gleichberechtigt neben der Tierwelt steht.

Viel Spaß
Armin
Themenstarter18 Beiträge · seit 201713. März 2017 · #14
Wow, ich bin überwältigt, wie viele Antworten in der kurzen Zeit da reinflattern! Herzlichen Dank an alle dafür!

Inzwischen habe ich von einem Veranstalter den Rat bekommen, dieses Jahr die Finger von Namibia zu lassen, da bereits fast alles ausgebucht sei (auch Campingplätze). Also möglicherweise müssen wir diese Reise verschieben (die Forumsseite mit euren Tipps ist schon gebookmarkt :-)).
Da aber einige von euch Südafrika ins Spiel gebracht haben, mit dem Hinweis, dass dort noch nicht alles ausgebucht sei: Welches wäre in dem Fall die beste Reisezeit (viele Tiere)? Und ihr meint es ist sicherheitstechnisch für Greenhorns machbar? Mir wurde vor ein paar Jahren von einem guten Bekannten, der viele Jahre dort gelebt hat, abgeraten, nach SA zu reisen (Kriminalität). Warum ich noch zögere: beim bisherigen Surfen stach mir Südafrika bzgl. Safaris nicht so sehr ins Auge wie z.B. Tansania, Botswana, Kenia. Kann Zufall oder gezielte Werbung sein, oder hat es da weniger Tiere? Malaria blende ich jetzt mal aus 🙂
145 Beiträge · seit 200613. März 2017 · #15
Hallo Elf

Ich kann dir hier nur aus unserer Erfahrung etwas sagen. Wir waren bisher 2x im Kruger NP, jeweils für 4 Wochen im Okt/Nov. Es war beide Male trocken, einige kurze Regenschauer und Gewitter gab es. Dadurch waren die Sichtungen sehr gut, da man aufgrund des fehlenden Grüns die Tiere besser sehen konnte. Außerdem konzentrierte sich alles um die Wasserlöcher bzw. an den Flüssen.

Gesehen haben wir natürlich die Big 5, und zwar häufig, aber auch sehr viele Vögel und kleinere Säugetiere. Der Artenreichtum gerade im Kruger ist sehr groß, es wird auch bei einem längeren Aufenthalt nie langweilig.

Den Menschenmengen im Kruger kann man aus dem Weg gehen, indem man weg von den Teerstrassen auf den Schotterpisten unterwegs ist, dann wird es meist schlagartig ruhiger. Noch ruhiger ist es in der Mitte und im Norden des Parks, da sich die Tourgruppen meistens im Süden herumtreiben.

Wir haben in Südafrika auch schon Marakele, Kgalagadi und Augrabies besucht, die auch viel zu bieten haben, vor allem Kgalagadi.

Für Ersttäter ist aber der Kruger NP sicher eine gute Wahl. Man kann übrigens ab Johannesburg bis in den Park nach Skukuza fliegen und dort einen Mietwagen übernehmen, also ganz ungefährlich 🙂

VG
Grit
1'166 Beiträge · seit 200813. März 2017 · #16
Hallo allerseits,

ich denke schon, dass man Nordnamibia mit Landschaft (Damaraland, Namib) verbinden kann. So könnte eine die Route aussehen:
https://www.namibia-forum.ch/forum/7-routen/291534-feintuning-unserer-namibia-reise-august-2017.html#460387

Grüße
Axel
Solo die zweite 04/19 - Namibia-Teil Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Botswana / Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Namibia Rastlos durchs Kaokoveld und Damaraland ... (2017) Stippvisite im Damaraland und Kaokoveld (2016)
zuletzt bearbeitet 13. März 2017
2'845 Beiträge · seit 201113. März 2017 · #17
Hallo Elf,

lies doch vielleicht ein paar Reiseberichte von Südafrika.
Auch vom KNP gibt es hier reichlich!
(Forum -> Kategorien -> Südafrika -> Reiseberichte)

Viele Grüße
Strelitzie
1'824 Beiträge · seit 201614. März 2017 · #18
Hallo Elf,

wir waren in letzten Jahr im KTP und (einmal mehr) im Krüger unterwegs und haben unsere Aufenthalte in beiden Nationalparks (auch wegen vieler schöner Sichtungen) sehr genossen.
In den letzten Jahren haben wir einige Schutzgebiete im östlichen und südlichen Afrika bereist und können den Krüger (vor allem, wenn man schwerpunktmäßig die Dirtroads befährt) gerade für Einsteiger sehr empfehlen.
Schau doch bei Interesse einfach in die Reiseberichte in meiner Signatur, dort findest du Eindrücke von Touren durch beide Parks.

LG
Sascha
Website: www.picturesgonewild.de SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
zuletzt bearbeitet 14. März 2017
72 Beiträge · seit 200814. März 2017 · #19
Hallo Elf,

ich möchte mich Jock, Stelitzie und den anderen anschließen:
Die 1. Wahl für Tiersichtungen im südlichen Afrika ist der KRUGER PARK.

Natürlich sind die anderen Parks, wie Etosha, Kgalagadi, Hluhluwe, Ihala etc. auch sehr beeindruckend, aber der Kruger ist überwältigend!

Nehmt Euch Zeit und fahrt langsam vom Süden in den Norden (der Park ist so groß wie Hessen). Die Landschaft ist abwechslungsreich und die Tierwelt entsprechend unterschiedlich. Ihr seid überall sehr nahe dran und erlebt die Tiere, die Euch übrigens kaum zur Kenntnis nehmen, in ihrer natürlichen Umgebung.

Für uns: Erlebnisse, die direkt die Seele berühren und die wir nie wieder vergessen werden.

Liebe Grüße
Conny
(Die Vorfreude steigt: In 19 Tagen geht's wieder los! 🙂
33,1k Beiträge · seit 200614. März 2017 · #20
Hi Elf,

auch wenn bei mir persönlich der Kruger-Park irgendwo unter ferner liefen bei Tierbeobachtung in Afrika auftauchen würde, ist es für Euch vielleicht doch die richtige Wahl. Gute Fluganbindungen nach JNB und nicht so viel Fahrerei, wie ihr bei Namibia bzw. Namibia/Botswana es in jedem Fall haben würdet. Wenn Euch Landschaften absolut nicht interessieren, würde ich vielleicht wirklich auch zu Krüger tendieren.

Viele Grüße aus Windhoek
christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!