BikeAfricaThemenstarter7'296 Beiträge · seit 200610. Feb. 2017 · #21
... zwischen Piggy Peak und dem Grenzort Bulembu liegen so 15-20 km Piste. Ab Bulembu ist die Straße wieder asphaltiert und läuft als Geotrail bis zur Stadt Barberton. Da es ziemlich wolkig ist, fahre ich am nächsten Tag nochmal ein Stückchen zurück, weil die Landschaft recht sehenswert ist. Dei der heutigen Hitze ist es jedoch übel anstrengend.
In Barberton finde ich ein belgisches Restaurant und darf mein Fahrrad mit hinein nehmen. Hier bekomme ich auch einen Tipp, wo ich übernachten kann. Ich habe eine einzeln stehende kleine Hütte ...
... mit schönem Blick auf die Stadt.
Es gibt an diesem Tag (Silvester) keine weiteren Übernachtungsgäste und die Besitzer wohnen auch ein kleines Stück entfernt. Am Abend sitze ich vor der Hütte und um Mitternacht gibt es tatsächlich ein Feuerwerk. Ich bin überrascht und habe das hier nicht erwartet.
...
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
BikeAfricaThemenstarter7'296 Beiträge · seit 200611. Feb. 2017 · #22
... von Barberton soll es weiter nach Nelspruit gehen. Jeder Einheimische kennt Nelspruit, aber ausgeschildert ist es nirgends - jedenfalls nicht unter diesem Namen. Es dauert eine ziemliche Weile, bis ich begreife, dass Mbombela die gleiche Stadt ist wie Nelspruit. Mbombela ist der Name auf siSwati und so ist die Stadt von Süden her ausgeschildert. Von Norden kommend findet man die Beschilderung mit Nelspruit.
Es ist heute mal wieder affenheiß, aber die Steigungen halten sich größtenteils in Grenzen. Nur kurz vor Nelspruit geht es einige Kilometer sehr steil hoch und natürlich liegt die Strecke in der prallen Sonne. Einige überholende und entgegenkommende Autofahrer (bzw. deren Beifahrer) machen im Vorbeifahren Fotos oder Videoaufnahmen von mir.
In Nelspruit suche ich mir ein kleines Lokal mit schattigem Außenbereich und mache Mittagspause. Einige Einheimische und der Kellner fragen mich neugierig aus und der Kellner möchte zunächst mein Fahrrad, dann mich und anschließend mich zusammen mit ihm und mit Fahrrad fotografieren (bzw. lassen). Später kommt er und meint, er habe das Foto einem Freund geschickt und dieser habe geantwortet, er habe mich im Fernsehen gesehen. Ich weiß davon nichts, aber später spricht mich noch jemand drauf an. Derjenige sieht mich nur zu Fuß und fragt mich, ob ich der sei, der mit dem Fahrrad unterwegs ist und er habe mich im Fernsehen gesehen.
Ich fahre noch einige Kilometer aus Nelspruit raus und kurz vor White River/Witrivier finde ich einen Platz zum Übernachten.
Kurz vor der Stadt Hazyview findet sich dann noch ein ungewöhnliches Verkehrsschild.
Hazyview liegt nur ca. 10 km entfernt vom Kruger National Park, aber das Schild hat einen anderen Grund. Es steht nahe des Geländes der Elephant Whispers und die haben neben ihrer eigentlichen Anlage noch ein großes Areal auf der anderen Straßenseite. Es kommt also vor, dass hier Elefanten über die Straße gebracht werden.
In Hazyview finde ich ein Hotel und frage nach, ob sie auch geführte Touren in den Kruger Park vermitteln und eine Ganztagestour mit Guide kostet umgerechnet 80 Euro. Am nächsten Morgen werde ich abgeholt. Und weil mir die Tour trotz vielen Regens sehr gefällt, buche ich am Abend gleich noch einmal für den folgenden Tag. Im nächsten Teil gibt es also auch von mir mal einige Tierfotos ...
...
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
BikeAfricaThemenstarter7'296 Beiträge · seit 200611. Feb. 2017 · #23
... hier mal Teil 1 - die Großen ...
Der Leopard ist leider ziemlich unscharf ...
... und von den Nashörnern gibt es gar kein brauchbares Foto. Für das permanente Regenwetter bin ich mit den Ergebnissen für meine Ansprüche allerdings zufrieden und im nächsten Teil kommen die "Kleinen" ...
...
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
BikeAfricaThemenstarter7'296 Beiträge · seit 200612. Feb. 2017 · #24
... Impalas sind die häufigsten Säugetiere im Park und werden daher kaum beachtet. Vor kurzem wurden die Jungen geboren. In dieser Zeit verdoppelt sich laut Guide die Anzahl der Impalas, aber über das Jahr gesehen pendelt sich die Zahl auf gleichem Niveau ein, weil viele Impalas Raubtieren zum Opfer fallen.
Das Gnu oder Blue Wildebeest hat der Guide als Bonsai Buffalo bezeichnet. Es sei nicht gerade das cleverste Tier und habe nur ein Kurzzeitgedächtnis. Wird es von einem Löwen angegriffen, läuft es davon. Allerdings vergisst es häufig, warum es weggelaufen ist und bleibt wieder stehen. Keine Ahnung, ob es stimmt, war aber 'ne sehr unterhaltsame Erklärung. 😉
Zebras haben unter den Pflanzenfressern die beste Sehfähigkeit bei Nacht. Gnus und Antilopen suchen daher gerne ihre Nähe. Steppenzebras haben normalerweise graue Schattenstreifen zwischen den schwarzen Streifen. Fehlen diese, lassen sie sich durch ein anderes Merkmal von den Bergzebras unterscheiden. Bei den Steppenzebras laufen die Streifen unter dem Bauch zusammen, bei Bergzebras ist der Bauch weiß.
Ein Pavian (Bärenpavian?) beim Sitzstreik. Paviane sind mir auch unterwegs während der Radtour immer wieder mal begegnet und haben sich gegenseitig mit lauten Warnrufen informiert. Ich habe ziemlich Respekt vor diesen Tieren. Wenn sie weglaufen, ist alles gut. Bleiben sie am Straßenrand sitzen, wechsle ich die Seite.
Zeit für 'nen Kalauer ... Was ist der Unterschied zwischen einem Krokodil?
... im Wasser kann es schwimmen, an Land aber nicht.
Hier noch zwei schöne Vögel, wobei der zweite nicht im Krugerpark aufgenommen wurde. Passt aber gerade zu den Tierfotos ...
...
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
BikeAfricaThemenstarter7'296 Beiträge · seit 200612. Feb. 2017 · #25
... weiter gehts nach Graskop. Heute regnet es mal wieder den ganzen Tag, aber das meiste geht ja zum Glück vorbei. 😉 Es geht tendenziell bergauf und ich fahre nur im T-Shirt und werde klatschnass. Mit Regenjacke würde ich vom Schwitzen auch nass werden. Nur an einigen Passagen bergab ziehe ich vorher wegen des Fahrtwindes die Regenjacke über, um mich nicht zu erkälten.
Die letzten 8-9 km geht es mit 14% Steigung hoch. Ich bin ungefähr mit Fußgängertempo unterwegs und muss häufig anhalten.
Etwas vor Graskop liegt ein kleiner Wasserfall und auf den Felsen darüber befindet sich eine Unterkunft.
Am nächsten Tag laufe ich durch das kleine Städtchen und passiere folgendes Warnschild.
So etwas sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen und so kehre ich vorsichtshalber mal ein. Es ist eine Rockerkneipe, die eine ziemlich abgefahrene Inneneinrichtung besitzt. Ich frage den Typ hinter der Theke, ob ich Fotos machen darf und er fragt einen der Rocker an der Bar.
Der schaut mich an und meint: "That's not a problem. But there's a problem with your t-shirt."
Mir ist dem dem Moment nicht bewusst, dass ich gerade ein T-Shirt mit folgendem Aufdruck trage.
Klasse Idee beim Besuch einer Rockerkneipe. Kann ich jedem nur mal empfehlen ... 😉
Er meint das jedoch nur scherzhaft und die Leute dort sind echt ok und locker drauf. Wir unterhalten uns 'ne Weile und er meint, mit dem Fahrrad zu reisen wäre eigentlich viel besser als mit Motorrad oder Auto, weil man langsam ist und jede Kleinigkeit am Straßenrand sieht. Diese Meinung vertritt er sogar im Beisein einiger Motorradfahrer, was mich wirklich erstaunt.
Die kreative Inneneinrichtung ...
...
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Guten Tag BikeAfrika/Wolfgang Danke für den Bericht und deine Reiseeindrücke aus, für verweichlichte 4-Radler und sonst physisch Untüchtige, ungewohnter Perspektive. Respekt für deinen Reisestil und deine Leistung!!! Deine „Anfahrtsroute“ auf der Bundesstraße…..Delmas-road usw. bin ich früher oft gefahren und habe diese, mit Ausnahme der Frühlings- und Frühsommerblüte, immer als eher eintönig empfunden. Und das radelst du nur mal so weg, im Hochsommer!!, um nach Swaziland zu kommen, wo man doch auch hinfliegen könnte….Chapeau. Wie schafft man das, liegt das in den Genen….😗 ?
picco6'369 Beiträge · seit 201113. Feb. 2017 · #27
Hoi Wolfgang!
Kaum bin ich nach Kenya abgedüst beginnst Du einen Reisebericht! Frechheit! Denn nun liegt meine Dreckwäsche noch immer im Reisekoffer weil ich hier doch lesen 'muss'... 😎 Weiter so!
BikeAfricaThemenstarter7'296 Beiträge · seit 200613. Feb. 2017 · #28
leser schrieb: Deine „Anfahrtsroute“ auf der Bundesstraße…..Delmas-road usw. bin ich früher oft gefahren und habe diese, mit Ausnahme der Frühlings- und Frühsommerblüte, immer als eher eintönig empfunden.
... besonders spannend war die Strecke nun wirklich nicht. Ab Ermelo wurde es besser und auch der Verkehr weniger. Um dem Ende vorwegzugreifen ... den Rückweg von Nelspruit nach Johannesburg bin ich dann mit dem Bus gefahren.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
binca751'567 Beiträge · seit 201513. Feb. 2017 · #29
Hallo Wolfgang,
ganz lieben Dank für deinen informativen und äußerst spannenden Reisebericht! 🤩
BikeAfricaThemenstarter7'296 Beiträge · seit 200613. Feb. 2017 · #30
... von Graskop aus mache ich mich auf den Weg zum Pinnacle Rock, God's Window und Wonder View. Es herrschen nahezu ideale Sichtverhältnisse.
Kurz vor dem Pinnacle Rock wird das Wetter kurz etwas besser.
Für Erwachsene kostet es 10 Rand Eintritt, aber als Radfahrer winkt man mich einfach so durch. Hier der Blick auf den Felsen.
Im weiteren Verlauf der Strecke zieht es sich wieder zu.
Und bei God's Window ein Blick zurück ins Tal.
Dementsprechend "gut" war der Ausblick vom Aussichtspunkt. Auch hier kostet es 10 Rand Eintritt und wieder winkt man mich einfach so durch, während die Autofahrer bezahlen müssen. Über eine Stunde bleibe ich dort und hoffe, dass die Wolken doch noch aufreißen.
Das war leider so der einzige "Farbtupfer" dieses Tages. Vermutlich ist jemand über die Absperrung geklettert. Wer sich hier in den Tod stürzen will, kann sicher sein, dass es klappt. Wer das nicht vorhat, muss schon reichlich dämlich sein, um über die Absperrung zu klettern ...
Anschließend fahre ich weiter hoch zum Wonder View, aber -oh Wonder- ist hier überhaupt nichts mehr mit View. Ich freue mich, dass ich noch meine Finger am ausgestreckten Arm sehen kann und kehre um, obwohl der Blyde River Canyon praktisch um die Ecke liegt. In Graskop gehe ich erst einmal ins Canimambo, um ein Steak zu essen und anschließend nochmal ins Riders, der Rockerkneipe.
...
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
BikeAfricaThemenstarter7'296 Beiträge · seit 200613. Feb. 2017 · #31
picco schrieb: Kaum bin ich nach Kenya abgedüst beginnst Du einen Reisebericht! Frechheit!
... das hast Du halt davon, wenn Du Deine Reisetermine nicht mit mir abstimmst. 😉
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
marimari2'240 Beiträge · seit 201113. Feb. 2017 · #32
Wolfgang, wie wär's mit einer Radtour in der Schweiz? Ich könnte Dir bei der Zusammenstellung helfen 😄 🤩 Danke für den Bericht...so viele Kneipen hab ich während unserer Touren noch nicht kennengelernt 🤪 Gruss M.
BikeAfricaThemenstarter7'296 Beiträge · seit 200613. Feb. 2017 · #33
marimari schrieb:Wolfgang, wie wär's mit einer Radtour in der Schweiz? Ich könnte Dir bei der Zusammenstellung helfen 😄 🤩
... in der Schweiz war ich doch auch schon dreimal mit dem Rad unterwegs. War jeweils Transitland auf dem Weg nach Frankreich bzw. Italien.
Danke für den Bericht...so viele Kneipen hab ich während unserer Touren noch nicht kennengelernt 🤪
... Radfahren bei 40 Grad macht halt durstig und 40 Grad warmes Wasser während des Radfahrens kommt gegen ein kühles Bier nur schwer an. 😉
Und schon Erich Kästner erkannte: "Toren besuchen im fremden Land die Museen. Weise gehen in die Tavernen".
Ich gehe besonders gerne in so einfache Spelunken, in die sich Touristen nur selten verirren. Dort lernt man sehr viel über das Leben der Menschen. Man hat sehr schnell Kontakt zu Leuten, die sonst mit Touristen nichts zu tun haben und erfährt von ihrem Alltag und den täglichen Problemen. Was ich in solchen einfachen Kneipen und "Restaurants" über die Jahre schon alles erlebt habe, müsste ich mir eigentlich mal für mich selbst zusammenfassen. Da könnte man schon fast ein Buch drüber schreiben. 😉
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
BikeAfricaThemenstarter7'296 Beiträge · seit 200613. Feb. 2017 · #34
binca75 schrieb: ganz lieben Dank für deinen informativen und äußerst spannenden Reisebericht! 🤩
... ist halt einfach nur anders, weil ich einfach so drauflos fahre und schaue, was passiert und wohin mich die Reise bringt.
Während meiner ersten Radtour als Schüler habe ich schon gelernt, dass zuviel Planen einerseits viel Arbeit ist und andererseits oft nicht klappt. Ich bin schon über 30 km in einer Stunde geradelt und habe anderswo für 200-300 Meter eine halbe Stunde gebraucht. Mal konnte ich (als ich noch fit war und nicht in Afrika) 265 km Piste am Stück fahren und mal habe ich für 27 km zehn Stunden gebraucht. Man weiß vorher nicht, wie es läuft und deshalb plane ich nicht großartig und nehme es, wie es kommt.
Viele Leute würden vermutlich wahnsinnig bei dieser Art des Reisens, aber ich finde es irgendwie sehr erholsam.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
BikeAfricaThemenstarter7'296 Beiträge · seit 200614. Feb. 2017 · #35
... auf meiner Strecke liegt auch Sabie, eine auf Tourismus eingestellte kleine Stadt. Es gibt jede Menge Unterkünfte, aber gleich die ersten vier, bei denen ich anfrage, sind gerade wegen Renovierung oder aus anderen Gründen geschlossen. Bei einer fünften hätte ich das Fahrrad nicht mit ins Zimmer nehmen dürfen und es hätte nicht einmal einen Innenhof gegeben. Das Fahrrad in einer Stadt über Nacht auf der Straße (noch dazu in Sichtweite der Hauptstraße) stehen lassen, kommt natürlich nicht in Frage. Ich finde ein Hinweisschild zu einer weiteren Unterkunft und folge der Straße bis zum Ende. Irgendwo muss ich die Unterkunft übersehen haben und stehe vor dem letzten Haus. Es befinden sich zwei große Werbeschilder am Zaun und ich achte gar nicht auf die Aufschrift, klingle und frage nach einem Zimmer für die Nacht. Eine Frau um die 70 öffnet und sie betreibt mit ihrem Mann ein Geschäft für Blumen und Gartenbedarf. In einem Anbau gibt es jedoch eine Ferienwohnung, die immer bereit ist, falls die Kinder mal zu Besuch kommen und ohne Zögern bietet sie mir an, dort zu übernachten. Mir ist es peinlich, dass ich ihr Haus für eine Pension gehalten habe, aber ihr Mann schmunzelt nur über die Verwechslung. Bevor die beiden das Haus gekauft haben, war es aber tatsächlich mal ein Gästehaus.
Am nächsten Morgen suche ich nacheinander drei Banken auf, um Geld zu wechseln. Zwei davon tauschen gar kein Geld und eine nur für Einheimische mit Konto bei der Bank. Als ich erfolglos zur "Unterkunft" zurückkehre, bietet mir die Frau an, mit mir zur Bank zu gehen und für mich das Geld zu wechseln, hat dann aber eine noch bessere Idee. 100 Meter weiter befindet sich eine Unterkunft (wegen Renovierung geschlossen, war gestern dort) und der Besitzer stammt aus der Schweiz, seine Frau aus einer deutschen Kleinstadt ganz in meiner Nähe. Er wechselt mir ein paar Euro in Rand.
Bei meinem Spazierganng durch Sabie finde ich ein originelles Restaurant mit einem alten Eisenbahnwaggon als Anbau.
In der Stadt gibt es auch ein kleines Museum, vor dem ein seltsames Gefährt steht. Später auf der Strecke sehe ich noch etwas Ähnliches am Straßenrand. Vielleicht weiß jemand von euch, was es mit diesen Dingern auf sich hat und wofür diese radähnlichen Teile im oberen Bereich sind? Liefen da irgendwelche Antriebsriemen drüber?
Später auf der Strecke finden sich noch ein paar Bahngleise, die mal gebügelt werden müssten und ein interessanter Laden für Kunsthandwerk.
Und am Ende des Tages natürlich wieder irgendwo eine Bar, in der ich erst mit dem schwarzen Besitzer und dann mit einem anderen Mann ein bisschen Billard spiele. Irgendwie meint auch jeder, mich einladen zu müssen und ständig wird mir was anderes gereicht ... Bier, Jägermeister, Passionsfruchtlikör, Litschilikör ... Einer erklärt mir sinngemäß: "Es ist doch viel zu heiß zum Radfahren. Deshalb sitzen wir hier ..."
...
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
marimari2'240 Beiträge · seit 201114. Feb. 2017 · #36
BikeAfrica schrieb:
Ich gehe besonders gerne in so einfache Spelunken, in die sich Touristen nur selten verirren. Dort lernt man sehr viel über das Leben der Menschen. Man hat sehr schnell Kontakt zu Leuten, die sonst mit Touristen nichts zu tun haben und erfährt von ihrem Alltag und den täglichen Problemen. Was ich in solchen einfachen Kneipen und "Restaurants" über die Jahre schon alles erlebt habe, müsste ich mir eigentlich mal für mich selbst zusammenfassen. Da könnte man schon fast ein Buch drüber schreiben. 😉
Gruß Wolfgang
Ja, das wäre wirklich mal spannend - so einen Schwank aus dem Leben eines Rockers lässt sich sicherlich gut lesen 🙂 und literarisch vermarkten 😗 Du kommst ja richtig in der Szene rum, wie mir scheint 😛 Gruss M.
BikeAfricaThemenstarter7'296 Beiträge · seit 200614. Feb. 2017 · #38
KarstenB schrieb: ich bewundere Dich. So eine Tour könnte ich nie machen 🤩 - meine Leber würde streiken! 😄 😎
... in den Kneipen gibts auch Cola. In ganz Afrika ... 😉 Radelt sich anschließend auch wieder viel besser. Der Zucker in dem Zeug gibt irgendwie wieder richtig Kraft.
Die meisten Touristen gehen abends in ein Lokal oder grillen und trinken dazu ein Bier oder Wein oder Gin-Tonic, was dann auch mal als Malariaprophylaxe deklariert wird. Viele fragen hier sogar nach, wo sie am Ankunftstag Bier oder Wein einkaufen können. Mir ist das schnuppe. Ein Bier schmeckt nach dem Radfahren bei 40 Grad im Schatten prima. Wenn es keines gibt, ist es auch ok.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
BikeAfricaThemenstarter7'296 Beiträge · seit 200614. Feb. 2017 · #39
marimari schrieb:Du kommst ja richtig in der Szene rum, wie mir scheint 😛
... man könnte den Eindruck bekommen.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Ich mache mich ganz klitzeklein und bitte darum, mitfahren zu dürfen. 😎
Meine Aufenthalte in Südwest/Namibia:
1978/79 Besuch auf Farm am Waterberg, 1980 Praktikum im Schülerheim Otjiwarongo/Caprivi, 1981 Bulli-Rundreise mit crockydile: Namibia – Kapstadt – Gardenroute – Zymbabwe – Victoriafälle – Botswana (10Tage mit dem Mokoro im Okawango-Delta) – Namibia,
1983 Arbeiten auf Farm Otjikaru am Waterberg
lange Pause
Tolle Urlaube folgenten: 2007 Namibia, 2008 Namibia/Botswana, 2009 Namibia
2018 Wunderschöne 2-Familientour mit Familie tim.buktu