Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017)

Reisebericht 212 Antworten · 52,4k Aufrufe · gestartet 02. Feb. 2017 von Topobär
45 Beiträge · seit 201328. Feb. 2017 · #41
Topobär schrieb:Hallo Clark,

das ist nix besonderes. Eine Bridgekamera von Fuji. Ist ein Kompromiss. Eine DSR ist mir zu groß und zu sperrig. Ich möchte auch nicht immer die Objektive wechseln zu müssen. So habe ich ein 24 - 1000mm Zoom. Im Gegensatz zu den meisten anderen Bridges ist das Zoom manuell. Das spart Akku und ist schneller und präziser als ein motorbetriebenes Zoom. Die Kamera hat auch einen größeren Bildchip (Halbformat) als die meisten Bridges.

Mein Traum wäre eine Bridge mit Vollformat-Chip. Ich frage mich immer, weshalb das nicht angeboten wird. Meine Vermutung ist, dass sich die Hersteller dann Sorgen um den Absatz Ihrer DSR machen müssten.
Waaooowwh, ein 1000mm-Zoom? Da bin ich überrascht. Ich selbst nutze auch eine Pansonic Bridge, bei der der optische Zoom bis 400mm geht und dann nochmal ein digitaler Zoom bis 800mm geht. Wusste gar nicht, dass es eine bis 1000mm gibt.

Tja, meine hat immerhin einen 1-Zoll-Chip. Vollformat wäre in deisem Segmant natürlich nicht so übel, aber vermutlich schwer zu vermarkten. Zu teuer für Leute, die für wenig Geld viel Kamera wollen und zu viele Kompromisse für die, die eigentlich aufendige Systemkameras brauchen... Aber wär trotzdem nicht übel...

Viele Grüße
Clark
Themenstarter5'479 Beiträge · seit 200903. März 2017 · #42
7.Tag (Fr. 30.12.2016)
Dar es Salam – Selous Game Reserve
236km


Früh aufstehen – frühstücken - Zelt abbauen – Abfahrt. Alles schon Routine. Auf direktem Weg geht es zum Selous Game Reserve.

Wir sind noch nicht lange unterwegs, da werden wir von der Polizei gestoppt. Man präsentiert mir ein Foto, aus dem ersichtlich ist, dass ich 57km/h gefahren bin. Der Clou ist, dass die Messung 5m hinter dem Verkehrsschild mit der Geschwindigkeitsbegrenzung war. Die Wegelagerer nutzen hier jedes Schlupfloch um abzukassieren.

Unterwegs decken wir uns noch mit Tomaten und Limetten ein. Damit ist das Frühstück und der GinTonic gesichert.

Wie die Tage vorher, gibt es auch heute am späten Vormittag einen heftigen Regenschauer. Da wir inzwischen auf unbefestigter Piste unterwegs sind, hat der Wagen jetzt auch die für Afrika typische Patina. Die Tourguides waschen ja gefühlt täglich ihre Fahrzeuge, ich habe da im Urlaub besseres zu tun. So wird der Wagen von Tag zu Tag dreckiger. Allerdings muss ich ständig irgendwelche Menschen abwimmeln, die sich mit dem Waschen des Wagens ein paar Dollar verdienen wollen.

Da das Selous Game Reserve sehr teuer ist, wollen wir erst morgen das Gate passieren und suchen uns deshalb in der Nähe des Mtemere Gates eine Unterkunft. Die Auswahl ist recht groß. Zunächst versuchen wir es beim Seluos River Camp, da dies am nächsten zum Gate liegt. Die Campsites liegen aber mitten im dichten Busch, ohne jede Aussicht. Das mag ich gar nicht. Ich muss den Blick schweifen lassen können. So fahren wir weiter zum Hippo Camp, wo wir schon beim letzten Mal übernachtet haben. Hier steht man sehr schön direkt am Ufer des Rufiji.

061CampsiteHippoCamp.jpg


Nachmittags machen wir eine Bootsfahrt auf dem Fluss. Der Preis beträgt 25,-US$ pro Person. Hedda schafft es ein Arrangement 4 Personen zum Preis von 3 heraus zu handeln. Vom Wasser aus sieht man die schöne Lage des Camps.

062HippoCampvomWasser.jpg


In erster Linie geht es bei der Bootstour um das Beobachten von Vögeln. Zunächst kommen wir zu einer großen Kolonie Webervögel, die eine ganze Schilfinsel in Beschlag genommen haben. Hier gelingt mir kein einziges akzeptables Foto. Die Viecher halten einfach nicht still und wenn doch bringen die vielen Schilfhalme den Autofocus durcheinander. Da sind die Kingfisher und Bienenfresser wesentlich einfacher zu fotografieren, wenn sie auf ihrem Ansitz auf Beute warten.

063Kingfisher.jpg

064Bienenfresser.jpg


Neben den Vögeln sehen wir auch Krokodile und Warane.

065Waran.jpg


Da die Bootstour außerhalb des Nationalparks stattfindet, ist das Ufer auch relativ dicht besiedelt. Wir sehen viele Einheimische beim Fischfang, Wasser holen oder waschen. Es liegen viele Einbäume am Ufer vertäut.

066Einbäume.jpg


Als sich die Sonne so langsam dem Horizont nähert, begeben wir uns in Flussmitte und fahren flussaufwärts.

067aufdemRufiji.jpg


Nach rund einer viertel Stunde kommen wir zu einer Sandbank, auf der wir aussteigen und uns die Füße vertreten können.

069bewachseneSandbank.jpg

070Sandriffel.jpg


Direkt vor der Sandbank liegt eine laut prustende Herde Hippos im Wasser. Beim Ausatmen der Tiere schillert eine Aerosolwolke im Gegenlicht.

068prustendesHippo.jpg


Die Sonne sinkt immer tiefer und das Licht wird immer besser. Unser Guide holt den Sundowner hervor und wir genießen den Augenblick

071Sonnenuntergang.jpg


So breit der Rufiji auch ist, überwiegend ist er sehr flach und so kommt es, dass wir uns auf dem Rückweg festfahren. Der Mechanismus mit dem man den Außenborder hochklappen kann ist kaputt und jetzt steckt der Motor im Grund. Unser Skipper macht und tut. Er steigt sogar aus und versucht uns zu ziehen. Es nützt alles nichts. Wir kommen erst frei, als uns ein anderes Boot zur Hilfe kommt und uns
frei schleppt.

Nach Sonnenuntergang setzt eine wahre Insektenplage ein. Kochen und Essen ist erst möglich, nachdem ich unsere Akkulampe auf volle Leistung gestellt und hoch in den Baum über uns gehängt habe. Das sorgte dafür, dass unsere auf ganz schwach eingestellten Kopflampen von den Insekten nicht wahrgenommen wurden.
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zuletzt bearbeitet 03. März 2017
754 Beiträge · seit 201007. März 2017 · #43
Hi Topo,

ja, ja Tanzania. Bei mir sind es jetzt 20 Jahre her, dass wir das letzte Mal dort waren, aber das Land steht
aktuell für November 2018 wieder auf unserer Liste. Deshalb ist es für mich durchaus interessant, schon
jetzt mitzufahren. Und wenn dann auch noch die Leos kommen, ei da bin ich doch schon richtig aufgeregt 😉
Viele Grüsse
Walter
Zambia Juni 2018 Botswana April 2017 Mixed Emotions Botswana im Frühjahr 2016 Maun - Kasane als Lodgehopper Unterwegs in Südafrikas Norden - April 2015 Botswana im Frühjahr 2014 Botswana im Frühjahr 2013 Die Katzensafari Zimbabwe im Frühjahr 2012 Botswana im Frühjahr 2011
Themenstarter5'479 Beiträge · seit 200907. März 2017 · #44
Hallo Walter,

ich freue mich sehr, dass Du Dich für meinen Reisebericht interessierst und bin bestrebt, morgen neuen Lesestoff hochzuladen.
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Themenstarter5'479 Beiträge · seit 200908. März 2017 · #45
8.Tag (Sa. 31.12.2016)
Selous Game Reserve
83km


An diesem Morgen sind wir richtig früh losgefahren, um zeitig mit dem Gamedrive beginnen zu können, nur um dann am Gate ausgebremst zu werden.

Man hat ein neues Bezahlsystem eingeführt, von dem ich trotz intensiver Vorbereitung auf die Reise noch nicht einmal eine Andeutung gehört hatte. Der Eintritt muss vorher auf einer Bank eingezahlt werden und am Gate muss dann nur noch der Überweisungsbeleg als Legitimation vorgelegt werden. Der Zug ist für uns natürlich abgefahren, denn die nächsten Banken befinden sich in Dar es Salam und werden aufgrund der Feiertage auch frühestens in 2 Tagen wieder öffnen. Glücklicherweise kennt man in Afrika so etwas wie eine strickte Zurückweisung nicht. Es wird wie immer ein großes Palaver veranstaltet, bei dem das Ziel ist, die Interessen aller Beteiligter zu berücksichtigen - Kathrin mitten drin. So wird viel diskutiert und telefoniert. Nach einer Stunde konnten die Ranger am Gate dann das OK ihrer Vorgesetzten verkünden, dass wir ausnahmsweise in Bar bezahlen dürfen. Bargeld hatten wir ausreichend und so wechselten stolze 800US$ für zwei Tage plus Camping den Besitzer. Das Selous Game Reserve ist einer der teuersten Parks in Tansania.

Endlich konnten wir auf Gamedrive starten. Erstes Ziel ist die vom Rufiji gespeiste Seenlandschaft, die schon kurz hinter dem Gate beginnt. Ein Traum, der ein wenig ans Okavango-Delta erinnert. An Tieren dominieren hier die Hippos. Die Seen quellen schier über vor den Tieren. Auch jeder Menge Krokodile liegen im Uferbereich.

072HippoMutterundKind.jpg

075PalmenimWasser.jpg


Im und am Wasser finden sich darüber hinaus jede Menge Vögel.

073Nimmersatt1.jpg

074Nimmersatt2.jpg


Die Tiere an Land sind wie gehabt sehr scheu. Da hat sich in den letzten 4 Jahren nichts geändert. Hauptursache dürfte dass massive Wildererproblem sein. Es dominieren ganz klar die Giraffen. So viele von Ihnen trifft man sonst nirgends und Kathrin ist glücklich überall Ihre Lieblingstiere zu entdecken. Leider ergreifen sie sofort die Flucht, wenn man sich ihnen nähert.

076GiraffenundZebras.jpg

077GiraffenamSee.jpg


Diese Giraffen konnten wir nur deshalb so nah fotografieren, weil sie zwischen Büschen, See und unserm Auto eingekeilt waren und keinen Fluchtweg mehr hatten.

Die Wilderei auf Elefanten soll im Selous GR besonders heftig sein. Wir sahen den ganzen Tag nur einen einzigen Elefanten aus der Ferne. Vor 4 Jahren haben wir noch zahlreiche große Herden beobachten können. 🙁

Gegen Mittag steuern wir die Campsite am Lake Tagalala an. Die Navigation im Park ist trotz T4A auf dem Navi nicht einfach, da es keine Landkarten vom Park gibt und auf T4A längst nicht alle Pisten erfasst sind. Fahrtechnisch waren die Ansprüche unproblematisch, da alles trocken war.

078AutoGeländestufe.jpg


Auf der Campsite hat sich einiges gegenüber vor 4 Jahren verändert. Es wurde eine dritte Lapa errichtet und unter den Lapas stehen jetzt Tische und Bänke. Außerdem wurde ein Waschhaus errichtet. Es gibt im Waschhaus auch Wasser, jedoch war der Wassertank vollkommen veralgt, so dass das Wasser knallgrün war und man es noch nicht einmal zum duschen nutzen konnte. Man ist also weiterhin auf die Mitnahme ausreichender Wasservorräte angewiesen.

Außer uns war niemand auf der Campsite und wir konnten uns die schönste Lapa aussuchen. Durch die Büsche hindurch konnten wir den Lake Tagalala sehen, auf dessen Hochufer die Campsite liegt. Da wir ohne Frühstück gestartet sind, haben wir alle ordentlich Hunger. Danach ist Siesta angesagt. Bei der enormen Hitze sind wir dankbar für diesen schönen schattigen Platz.

079Selouscampsite.jpg

080Brunch.jpg


Unser Gamedrive am Nachmittag führt uns an die Ufer des Lake Tagalala und zu den kleinen weiter südlich gelegenen Seen. Großwild sehen wir in dieser Region so gut wie gar nicht. Nur direkt an den Ufern ist etwas los.

082KrokodilundHippo-Unterkiefer.jpg

Achtet mal darauf, was hier vor den Krokodilen im Wasser liegt. Ist mir auch erst auf dem Foto aufgefallen.

Zwischendurch machen wir einen Abstecher zu den westlich des Lake Tagalala gelegenen Hotsprings. Vom Parkplatz läuft man noch 100m durch dichten Busch und steht dann vor dieser kleinen grünen Oase inmitten der ansonsten verdorrten Landschaft. Während Hans & Hedda die Gelegenheit zum baden nutzen, können Kathrin und ich uns nicht dazu überwinden, bei den hohen Temperaturen ins heiße Wasser zu steigen.

083Hotspring.jpg


Vogelliebhaber kommen im Selous Game Reserve wahrscheinlich eher auf Ihre Kosten, als andere Besucher, da die Vögel hier nicht scheuer sind als anderswo. So bin auch ich auf dem Gamedrive hauptsächlich beschäftigt Vögel zu fotografieren, auch wenn ich da mit den Profis hier im Forum nicht mithalten kann.

081Sattelstorch.jpg

084Seeadler.jpg

085Karmesinspint.jpg


Zum Sundowner fahren wir ans Seeufer direkt unterhalb der Campsite, wo wir zusammen mit vielen lautstarken Hippos den Tag beenden. Leider müssen wir mit lauwarmen Bier anstoßen, da der Kühlschrank seine Arbeit inzwischen vollständig eingestellt hat.

086SonnenuntergangAutoSelous.jpg

087SonnenuntergangLakeTagalala.jpg


Aufgrund des defekten Kühlschranks steht auch noch einiges an unangenehmen Arbeiten an, bevor ich mit der Zubereitung des Abendessens beginnen kann. Unsere gesamte Butter ist geschmolzen. Bevor sie sich vollständig im Kühlschrank verteilt, kann ich einen Großteil retten und in eine Frühstücksbox umfüllen. Eine ganz schön schmierige Angelegenheit.

Zum Abendessen mache ich dann einen Schweizer Wurstsalat. Eigentlich ganz lecker, aber mit kalten Zutaten aus dem Kühlschrank wäre es sicher noch viel leckerer gewesen.

Nach den Abendessen können wir immer wieder ein Genet beobachten, wie es um unsere Campsite schleicht. Zwischen unseren Füßen wuseln immer wieder große Tausendfüßler und kleine Walzenspinnen umher, so dass man gut aufpassen muss, wohin man tritt.

Schon lange vor Mitternacht liegen wir alle im Zelt. Sylvester findet dieses Jahr ohne uns statt.

Vom in allen Reiseführern genannten obligatorischen Ranger, den man als Askari für die Campsite braucht, war vor Ort nie die Rede. Wir waren auch die Nacht über ganz allein auf der Campsite.
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zuletzt bearbeitet 08. März 2017
1'737 Beiträge · seit 201008. März 2017 · #46
Hallo Topobär

Herzlichen Dank für Deine Mühen, uns wieder mal nach Tanzania zu entführen. Du zeigst mir etwas Neuland und gut Bekanntes, weckst somit schöne Erinnerungen.

LG
Christa
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
6'369 Beiträge · seit 201108. März 2017 · #47
Hoi Topo
Topobär schrieb:Selous Game Reserve
Mein Neid sei Euch gewiss!!! 😈 😉 😎
Topobär schrieb:Zum Abendessen mache ich dann einen Schweizer Wurstsalat.
🙄 Was ist das? 🙄

Und danke dass Du weiterschreibst! 🙂
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
zuletzt bearbeitet 08. März 2017
1'523 Beiträge · seit 201108. März 2017 · #48
Picco war schneller..... 😄 😄 😄

was ist ein Schweizer Wurstsalad ???.....bin ich mal gespannt.... 🙂 🙂 🙂 🙂

lg...BMW

verfolge natürlich Deine Berichte mit viel Interesse......
2'397 Beiträge · seit 201108. März 2017 · #49
Hallo,

Ihr wisst nicht, was ein Schweizer Wurstsalat ist? 🤩
Also, wichtigste Zutat ist natürlich ein gut abgehangener Schweizer, ansonsten nach Belieben ... 😛

LG aus dem warmen und sonnigen Puerto de la Cruz,

Karsten

PS: Und Wolfgang Thomas (ein Vögelchen hat mir gezwitschert, dass ich mich auf mein Gedächtnis besser nicht mehr verlassen sollte 😊 ), Dir ein explizites Dankeschön für die Mitnahme nach TZ.
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
zuletzt bearbeitet 09. März 2017
4'528 Beiträge · seit 200708. März 2017 · #50
Hi Thomas,

obwohl ich derzeit ganz knapp in der Zeit bin, habe ich Deinen interessanten und wunderschön bebilderten
Bericht gerade an einem Stück gelesen. EIne willkommenen Abwechslung vom Umzug und Urlaubsvorbereitungen.

Den Rest lese ich dann nach unserer Rückkehr aus dem KTP.

Viele Grüße
Carsten
Profilseite mit 28 Reiseberichten südliches Afrika sowie Kenia, Bangkok Kambodscha, Marokko und Lofoten Vesteralen
1'835 Beiträge · seit 201509. März 2017 · #51
Hallo Thomas,
Verstehe ich das richtig? Im Seous bezahlt man pro Person und Tag $100 Eintritt Gebühren?
Und wieviel ist eine Nacht Camping pro Person?
Ihr habt ja Glück gehabt dass ihr am Gate mit Bargeld zahlen "durftet". TIA , da ist man manchmal froh dass sie die Regelungen nicht so genau nehmen wie etwa bei euch oder bei uns ja auch.
Freue mich auf die Fortsetzung und natürlich auf die Leopards. Wann kommen die eigentlich auf die Bühne?
If life is a journey be sure to take the scenic road! Expedition Antarktis: https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299327-expedition-antarktis-mit-falklands-und-s-georgia.html Island In Herbstfarben https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299288-island-in-herbstfarben-september-2018.html Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/weitere-laender/299141-nordamerikanische-safari-und-landschaft-2019.html Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different. Juni 2018 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/tansania/295665-zweite-selbst-fahrer-tour-in-tansania-same-same-but-different.html Trip reports in English: Namibia and KTP 2016 http://safaritalk.net/topic/16959-self-drive-safari-tr-nam-sa-bots-nam/ Botswana 2016: http://safaritalk.net/topic/16985-self-drive-safari-tr-bots-nam-sa/ Tanzania 2015: http://safaritalk.net/topic/15256-self-drive-safari-through-northern-tz-parks-of-mara-crossings-and-lions-in-camp/ Nam-SA-Bots 2014: http://safaritalk.net/topic/14669-self-drive-safari-in-botswana-south-africa-and-namibiab/page
Themenstarter5'479 Beiträge · seit 200909. März 2017 · #52
@Picco & BMW:
Mein Ironie-Detektor funktioniert gerade nicht so richtig. Kann gar nicht glauben, dass Ihr als Schweizer keinen Schweizer Wurstsalat kennt. Habe aber ansonsten wohl den Witz nicht verstanden. 😊
Liefere auf Wunsch aber gern das Rezept.

@Carsten:
Ich wünsche Euch einen schönen Urlaub im KTP. Wann startet eigentlich Eure Campingreise? Auf die bin ich besonders gespannt.

@Karsten:
Schön das Du dabei bist. Das "P.S." habe ich leider nicht verstanden. Bin heute anscheinend schwer von Begriff. 😊

@Sadie:
Wenn ich die Aufteilung noch richtig im Kopf habe, waren das 75$ pro Person und Tag zuzüglich 50$ für Camping. Die Nummer am Gate war typisch für Afrika. Einerseits wurde die Änderung nirgends vernünftig kommuniziert, anderseits wird dann eine praktikable Lösung gefunden. Die Konsequenzen wären ansonsten auch sehr unschön gewesen. Nicht nur, dass wir auf den Selous hätten verzichten müssen, wir hätten auch einen Umweg von einigen hundert Kilometern fahren müssen. Die Leoparden kommen im letzten Drittel der Reise, aber bis dahin gibt es auch noch einiges zu zeigen und zu berichten.
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zuletzt bearbeitet 09. März 2017
2'397 Beiträge · seit 201109. März 2017 · #53
Hallo Thomas,

bei dem PS gibt es nicht viel zu verstehen. Ich wollte mich nur bei Dir für den RB bedanken. Leider hatte ich Dich mit "Wolfgang" angeredet. Ich habe es dann nachträglich geändert, nachdem mich ein Fomi per PM auf den Fehler aufmerksam machte.

LG aus dem heißen Puerto de la Cruz,

Karsten
[size =3] Infos NordTZ 22 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/301813-infos-nordtansania-juni-juli-22.html?start=0 RB Kenia 2020 https://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/299653-kurzer-rb-kenia-sept-2020.html?start=0 Reisebericht Südtanzania 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282710-tanzanias-sueden-daumendruecken-hilft-nicht-immer.html Kurzbericht 7 Wochen Nam-Bots 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/16-unterkuenfte/254072-kurzbericht-7-wochen-nam-bots.html Bericht Zimbabwe 1995: ... 30 Tage Gefängnis http://www.namibia-forum.ch/forum/139-off-topic/241529--30-tage-gefaengnis.html Reisebericht 2008: 18 Nights in the Bush - ha-ha-ha http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/263931-18-nights-in-the-bush-ha-ha-ha.html Nordtansania Feb. 2015 - Kein RB http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285690-tansania-februar-2015-kein-reisebericht.html?limitstart=0&start=12] Walking Safari Zimbabwe 97 https://www.namibia-forum.ch/forum/148-diverses/287052-walking-safari.html?limitstart=0
6'369 Beiträge · seit 201109. März 2017 · #54
Hoi Topo
Topobär schrieb:@Picco & BMW:
Mein Ironie-Detektor funktioniert gerade nicht so richtig. Kann gar nicht glauben, dass Ihr als Schweizer keinen Schweizer Wurstsalat kennt. Habe aber ansonsten wohl den Witz nicht verstanden. 😊
Liefere auf Wunsch aber gern das Rezept.
Das war keine Ironie, ich kenn wirklich nichts das als 'schweizer Wurstsalat' bekannt wäre...ich nehme an das ist ein Cervelatsalat mit Käse oder so was, aber Ihr in Deutschland und wir in der Schweiz haben manchmal andere Begriffe für dasselbe. Und: Die Schweiz ist nicht so einheitlich dass es ein Gericht gibt das als 'schweizer Irgendwas' bekannt wäre. Zumindest nicht mir.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter5'479 Beiträge · seit 200909. März 2017 · #55
Hallo Picco,
dann will ich mal diese Bildungslücke schließen. In Deutschland kennen wir zwei Wurstsalate, den Bayrischen und den Schweizer. Sie unterscheiden sich darin, dass beim Schweizer Wurstsalat noch Käse dabei ist. Ansonsten sind die beiden identisch und bestehen aus in Streifen geschnittener Fleischwurst, Gewürzgurke und Zwiebeln (manchmal auch noch Tomaten und Paprika) Die Vinaigrette ist sehr Essig betont aus Weißweinessig, Öl, Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft. Ein sehr erfrischendes Gericht an heißen Tagen.
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1'523 Beiträge · seit 201109. März 2017 · #56
🙂 🙂 🙂 alles klar......lg BMW
6'369 Beiträge · seit 201109. März 2017 · #57
Hoi Topo
Topobär schrieb:In Deutschland kennen wir zwei Wurstsalate, den Bayrischen und den Schweizer. Sie unterscheiden sich darin, dass beim Schweizer Wurstsalat noch Käse dabei ist.
Danke, jetzt ist's klar!
Einen 'schweizer Wurstsalat' wirst Du hier nicht bestellen können, das versteht hier wohl keiner. 😉
Der 'bayrische Wurstsalat' ist bei uns einfach ein 'Wurstsalat', wenn noch weitere Salate dabei sein sollen (Tomate, Blattsalate, Möhren usw) ein 'garnierter Wurstsalat'.
Wenns mit Käse ist dann ist das ein 'Wurst-Käse-Salat' bzw. ein 'garnierter Wurst-Käse-Salat'.
In Vorarlberg wird der 'schweizer Wurstsalat' nach Deiner Beschreibung auch 'Lumpensalat' genannt, wobei in der Schweiz als Wurst meist der Cervelat verwendet wird. In Vorarlberg ist es eher etwas ähnliches wie die Lyoner Wurst.

Aber zurück nach Tansania! 😄
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter5'479 Beiträge · seit 200910. März 2017 · #60
9.Tag (So. 01.01.2017)
Selous Game Reserve – Kisaki
125km


Die Nächte hier im Selous sind brutal heiß. Unglaublich was man hier über Nacht an Flüssigkeit verliert.

Heute Vormittag wollen wir die Gegend zwischen Lake Manze und Lake Nzelakela bis hinunter zum Rufiji erkunden. Die Gegend zeigt sich recht tierreich, aber durch die große Fluchtdistanz verzichte ich weitgehend aufs fotografieren und banne die Eindrücke lieber auf meine interne Festplatte anstatt mich zu ärgern, dass mir die Viecher immer aus dem Bild rennen. Wir sehen auch ein paar Elefanten.

Der Rufiji teilt sich in diesem Bereich in mehrere Arme auf und bildet ein kleines Binnendelta. Als wir den nördlichsten Arm erreichen, ist dieser bis auf ein paar schlammige Tümpel vollkommen ausgetrocknet. Der Schlamm scheint im ersten Eindruck zu kochen, es sind jedoch tausende Welse, die hier eingeschlossen sind. Das haben natürlich auch die Pelikane mitbekommen, für die hier ein Festmahl bereit steht. Zu hunderten belagern sie die Tümpel. Für so leichte Beute beschmutzen sie auch gerne mal ihr weißes Gefieder mit Schlamm.

088SchlammlochHipposWelse.jpg

089Pelikane.jpg

090PelikaneimSchlamm.jpg

091fliegenderPelikan.jpg


Etwas weiter kommen wir zu einem schönen Aussichtspunkt an der Abbruchkante des Hochufers. Hier kann man mal den Blick etwas über die flache Landschaft schweifen lassen.

093Aussichtspunkt.jpg

092SeitenarmRufiji.jpg


Da die Seen alle vom Rufiji gespeist werden, ist deren Wasserstand ebenfalls sehr niedrig und sie weisen derzeit alle einen sehr breiten Uferstreifen aus getrocknetem Schlamm auf. Hier halten sich viele Tiere auf und man hat gute Beobachtungsmöglichkeiten. Wir sehen die erste Hyäne dieser Reise. Die ist aber zügig unterwegs und nicht bereit für ein Foto zu posieren.

094dreiGiraffen.jpg

095toterBaum.jpg


Als es immer heißer wird, machen wir uns auf den Rückweg ins Camp und sind um 11:00Uhr zurück. Jetzt erst einmal ein schöner Brunch, dann Siesta und danach wird gepackt. Inzwischen haben wir schon Routine und es ist erstaunlich in welch kurzer Zeit unsere Gepäckmassen im Auto verschwinden. Inzwischen haben wir auch das ideale Packsystem gefunden, so dass nichts mehr klappert und scheppert. Außer ein Paar durchgescheuerte Bierdosen haben wir auch keine Verluste zu beklagen.

096packen.jpg


Um 14:00Uhr brechen wir auf. Entlang des Beho Beho River fahren wir zum Matambwe Gate. Hier hat es anscheinend schon ein wenig geregnet, denn erstes zartes Grün sprießt aus dem Boden. Es sind viele Gnus und Giraffen in der Gegend unterwegs.

097Baobab.jpg

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Am Gate erfahren wir, dass die für morgen geplante Strecke über den Shortcut direkt zum Mikumi National Park nicht mehr zu befahren ist. Mehrere heftige Regenzeiten haben der ohnehin anspruchsvollen Strecke so sehr zugesetzt, dass sie jetzt unpassierbar ist. Gut, dass wir nachgefragt haben, denn am Abzweig des Shortcuts steht sogar ein Schild „ Mikumi 144km“, aber kein Hinweis, dass die Strecke nicht mehr passierbar ist. Das kann schnell mal böse enden, denn die Strecke ist extrem einsam und es gibt keinen Handyempfang.

Mein Fazit zum Selous Game Reserve ist sehr zwiegespalten. Einerseits ist die Landschaft eine der schönsten in ganz Tansania. Man begegnet kaum anderen Touristen. So ein Gefühl von Wildnis hat man nur noch in sehr wenigen Gegenden des Landes. Sehr ärgerlich sind dagegen die extrem hohen Preise und die große Scheu der Tiere. Insgesamt haben wir auch deutlich weniger Tiere gesehen als vor 4 Jahren. Wir wollen auf jeden Fall wiederkommen, allerdings erst, wenn die Preise günstiger werden, oder das Problem der Wilderei gelöst wird. Letzteres wäre uns erheblich lieber, dann zahlen wir auch gerne die hohen Preise.

Wir errichten unsere Zelte im Selous Mbega Kisaki Annex Camp (was für ein Name). Hier waren wir schon vor 4 Jahren und die Duschen sind noch genauso gut, wie wir sie in Erinnerung haben. Ein Genuss nach 2 Tagen Hitze, Schweiß und Staub.

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Hedda kocht und ich habe frei. Hedda und ich wechseln uns beim kochen ab. Kathrin und Hans sind für den Abwasch zuständig.
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zuletzt bearbeitet 10. März 2017