Gefahren auf den Campingplätzen im Okavango

81 Antworten · 19,7k Aufrufe · gestartet 26. Dez. 2016 von gallupf
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83 Beiträge · seit 201605. Jan. 2017 · #61
gallupf schrieb:
wir haben folgende Info einer Reiseteilnehmerin vom 06.12.2016 bekommen:
Im Khwai-Gebiet oder anderen Campsites ist es gefährlich zu campen: Am 05.12.16 bei unseren geführten Pirschfahrten, haben wir 3 Löwinnen beobachtet und ein Löwin hat sich von der Gruppe entfernt und unsere Guide war neugierig, wo die Löwin hingeht deshalb haben wir die Löwin verfolgt und haben wir zwei Camper entdeckt, sitzen vor ein Baum mit Getränk in der Hand. Die Löwin hat die 2 entdeckt. Es war echt eine sehr gefährliche Situation. Es ist nur Glück weil viele Fahrzeuge war in die Nähe und hat die 2 Personen informiert und sie sind direkt im Fahrzeug gesprungen und erstmals alle Ihre Sachen liegengelassen. Ich bin echt froh dass nichts ist passiert. Wir haben auch am nächsten Tag die Camper leben gesehen.

Löwen im Camp? Das geht natürlich gar nicht! Sofort beschweren und Geld zurück verlangen!

Nein im Ernst. Solche Touristen suchen nun das südliche Afrika heim und nehmen anderen Leuten die Plätze weg. Und es werden immer mehr. Schrecklich. Ich frage mich wirklich, was die eigentlich dort wollen.

Bitte bleibt weg und macht denen Patz, die solche unvergesslichen Begegnungen als Geschenk betrachten!
Sowas liebe ich ja Erika. Vermutlich glaubst du dich als einer der wenigen Menschen die sich stets eine universell richtige Meinung bilden kann. Der Post trieft vor Überheblichkeit und Unfreundlichkeit bei unklarer Sachlage. Ich liebe sowas wirklich!
2x Australien, brunei, vietnam, 3x Indonesien, namibia, südafrika, mosambik, swaziland, chile, argentinien, mexiko, 2x kanada, Kalifornien, Florida, Singapur, nevada, ruanda, nepal, kambodscha, vietnam und brasilien sowie einmal durch südeuropa mit dem camper in der elternzeit
2'338 Beiträge · seit 200705. Jan. 2017 · #62
Wombat schrieb:
Sowas liebe ich ja Erika. Vermutlich glaubst du dich als einer der wenigen Menschen die sich stets eine universell richtige Meinung bilden kann. Der Post trieft vor Überheblichkeit und Unfreundlichkeit bei unklarer Sachlage. Ich liebe sowas wirklich!
Soso, du findest mich überheblich und unfreundlich usw., aber du liebst sowas (???).
Dann ist ja alles o.k. 🙂
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
1'162 Beiträge · seit 201205. Jan. 2017 · #63
Hallo Erika,
weil ich mich oft über unqualifizierte Bemerkungen ärgere, nehme ich sehr selten Stellung. Was Du (s. u.) aber abgelassen hast überschreitet jede Grenze.
Nein im Ernst. Solche Touristen suchen nun das südliche Afrika heim und nehmen anderen Leuten die Plätze weg. Und es werden immer mehr. Schrecklich. Ich frage mich wirklich, was die eigentlich dort wollen.

Bitte bleibt weg und macht denen Patz, die solche unvergesslichen Begegnungen als Geschenk betrachten!

Erika


Unbeste Grüße
Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
2'462 Beiträge · seit 200606. Jan. 2017 · #64
Biologe schrieb:Hallo Erika,
weil ich mich oft über unqualifizierte Bemerkungen ärgere, nehme ich sehr selten Stellung. Was Du (s. u.) aber abgelassen hast überschreitet jede Grenze.
Nein im Ernst. Solche Touristen suchen nun das südliche Afrika heim und nehmen anderen Leuten die Plätze weg. Und es werden immer mehr. Schrecklich. Ich frage mich wirklich, was die eigentlich dort wollen.

Bitte bleibt weg und macht denen Patz, die solche unvergesslichen Begegnungen als Geschenk betrachten!

Erika


Unbeste Grüße
Michael
Naja, ich sehe das wohl leider eher wie Erika, mit etwas mehr Informationen im Vorfeld wüsste man im Groben wohl, was einen erwartet.. würde sich hier jemand über Mücken im Urlaub bei entsprechender Reisezeit aufregen, hätten alle Erika applaudiert, wenn sie Entsprechendes zum Ausdruck gebracht hätte...
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
828 Beiträge · seit 201606. Jan. 2017 · #65
Biologe schrieb:Hallo Erika,
weil ich mich oft über unqualifizierte Bemerkungen ärgere, nehme ich sehr selten Stellung. Was Du (s. u.) aber abgelassen hast überschreitet jede Grenze.

Unbeste Grüße
Michael
Mein lieber Biologe

Ich finde die Bemerkungen durchaus nicht unqualifiziert, es entspricht leider den Tatsachen.

Glaub mir, früher -vor der Zeit dieser Foren- war dort ein ganz anderes Publikum unterwegs. Das waren Leute, die sind nicht gleich in Panik verfallen wenn einmal etwas nicht so gelaufen ist wie geplant. Und im Busch kann es sehr schnell ungeplant werden.

Heute sind es oft Touristen die nicht einmal die einfachsten Basics kennen. Sei dies im Umgang mit dem Auto, dem Verhalten im Busch oder wie sie wilden Tieren begegnen sollen. Die sind oft sehr schnell gestresst mit allem und können ihre Reise eigentlich gar nicht geniessen.

Vielleicht sollten die wirklich nicht gleich dorthin fahren und sich zuerst etwas "Know How" in einfacheren Gegenden aufbauen und ausloten, ob sie überhaupt mit der Wildnis kompatibel sind...aber dazu hat heute anscheinend keiner mehr Zeit.
zuletzt bearbeitet 06. Jan. 2017
1'927 Beiträge · seit 200806. Jan. 2017 · #66
Bevor man Beiträge schreibt, sollte man sich schon die Mühe machen, das Thema von Anfang an durchzulesen !!!


So, liebe Erika,

bei aller Erfahrung, aber auch Du solltest die gutgemeinten Ratschläge des Beitrages künftig respektvoll berücksichtigen, die da wären;

- in der Khwai Region gibt es tatsächlich wilde Tiere, die den Menschen gefährlich werden können (jedenfalls wurde das dem Bericht-Eröffner in seine Nachbarschaft glaubhaft zugetragen)

- obendrein sind die wilden Tiere dort so schlecht erzogen, dass sie ungefragt in die Camps eindringen und sich hemmungslos über Essenreste hermachen (für mich ein absolutes NoGo, ich liebe Aufgewärmtes)

- die Sicherheitslage in Südafrika und Südtirol sind ähnlich (na ja, sagt ja eigentlich schon der Name)

😄 😄 😄
1 Beiträge · seit 201710. Jan. 2017 · #67
sind es nicht die Tiere weswegen wir dorthin wollen?
die grauen sind um ein vielfaches "gefährlicher" als jede Katze!!! Wenn ein Elefant geht geht er.
einfach die Augen offen halten und den Verstand an lassen, dann passt das schon. Ist ja nicht so das Ihr in den Park fahrt und die Katzen am Wagen lang laufen.
Auto: Sand ist tief, aber für die Allradler mit Untersetzung kein Thema. Lasst Euch das zeigen. Wenn Ihr die Wahl habt dann Toyota - die sind einfach besser. Wie schon geschrieben, wenn Luft ablassen notwendig werden sollte muss ein Kompressor dabei sein.
Viel Spass auf jeden!!!
890 Beiträge · seit 201611. Jan. 2017 · #68
derJan schrieb: Wenn Ihr die Wahl habt dann Toyota - die sind einfach besser.
Hi derjan,
kannst du mir deine Einschätzung kurz erklären? Wieso ist ein Toyota Hilux besser als z.B. ein Ford Ranger oder Amarok?..... Mich interessiert das einfach nur so.
Mythos Toyota...https://www.youtube.com/watch?v=K_DtA67FP6g
VG
zuletzt bearbeitet 11. Jan. 2017
47 Beiträge · seit 200811. Jan. 2017 · #69
Der Hilux ist in Afrika (und auf der anderen Welt) gängiger - daher besserer Service auch in entlegenen Regionen und reparaturfreundlicher. Und es gibt für den Hilux die Afrika-Ausführung.
Ich leihe wenn es geht nur den Hilux. Privat habe ich den Ranger. Der wurde 2015 7000 mal in D verkauft.
K.
K.
zuletzt bearbeitet 11. Jan. 2017
28 Beiträge · seit 202313. Juni 2023 · #70
Das es bald los geht und meine Reisebegleitung (Bruder.. 😛 ) mir etwas zu entspannt ist, was die möglichen Gefahren auf einer nicht eingezäunten Camping Site angeht nochmal ein paar (vielleicht - verzeiht es mir blöde) Fragen wie dies in der Realität aussieht:
1) Oft hiess es hier ja, dass man bei Dunkelheit recht schnell in das Zelt sollte. Nur ist der Sonnuntergang ja zu dieser Zeit schon gg. 18 Uhr, und wenig später ist es komplett dunkel. Sonnenaufgang ist dann ja erst wieder um kurz vor 7. Ist dann ja auch eine ziemlich lange Zeit im Zelt oder? Wie macht ihr das zeitlich? Gerade wenn man zB mal später im Camp ankommt?
2) Menschliche Bedürfnisse: Pinkelflasche als Backup ist bestellt für das Zelt, um dann nachts nicht unnötig raus zu müssen. Ist das übertrieben oder wie handhabt ihr das? Umgebung Ableuchten und neben das Auto (oder sogar aus dem Zeltdach pinkeln)? Wenn man sich Durchfall eingefangen haben sollte steht man dann ja vor einem rechten Problem? Stell ich mir recht gruselig vor da zu Ablution Blocks zu gehen in der Nacht u dort länger zu verweilen (haben diese eigentlich Türen oder würden Tiere da sowieso nie reingehen?
3) Habe auch schon gelesen, dass es nicht gut ist wenn man selbst ne Wasserflasche im Zelt hat, da Elefanten dies riechen können. Auf der anderen Seite dann doch wieder der Tipp, Wasser im Zelt als Backup hilfreich, wenn sich Löwen länger vor dem Auto versammeln und man mal nicht weg kann..?
4) Neben dem Feuer hatte ich gelesen, dass man Benzin- oder Oellappen aufhängen sollte - macht ihr das bzw. bringt dies aus eurer Erfahrung etwas?
5) Brai - zieht der Fleischgeruch Tiere nicht noch eher an?

Vielleicht teils unbegründete Sorgen, aber lieber einmal zu viel gefragt 😉


Nick
409 Beiträge · seit 202213. Juni 2023 · #71
Nick schrieb:Das es bald los geht und meine Reisebegleitung (Bruder.. 😛 ) mir etwas zu entspannt ist, was die möglichen Gefahren auf einer nicht eingezäunten Camping Site angeht nochmal ein paar (vielleicht - verzeiht es mir blöde) Fragen wie dies in der Realität aussieht:
1) Oft hiess es hier ja, dass man bei Dunkelheit recht schnell in das Zelt sollte. Nur ist der Sonnuntergang ja zu dieser Zeit schon gg. 18 Uhr, und wenig später ist es komplett dunkel. Sonnenaufgang ist dann ja erst wieder um kurz vor 7. Ist dann ja auch eine ziemlich lange Zeit im Zelt oder? Wie macht ihr das zeitlich? Gerade wenn man zB mal später im Camp ankommt? Es ist wunderbar abends nach Sonnenuntergang am Feuer zu sitzen und das Bier zu genießen. Nicht zuviel trinken, denn man könnte pinkeln müssen in der Nacht!
2) Menschliche Bedürfnisse: Pinkelflasche als Backup ist bestellt für das Zelt, um dann nachts nicht unnötig raus zu müssen. Ist das übertrieben oder wie handhabt ihr das? Umgebung Ableuchten und neben das Auto (oder sogar aus dem Zeltdach pinkeln)? Wenn man sich Durchfall eingefangen haben sollte steht man dann ja vor einem rechten Problem? Stell ich mir recht gruselig vor da zu Ablution Blocks zu gehen in der Nacht u dort länger zu verweilen (haben diese eigentlich Türen oder würden Tiere da sowieso nie reingehen? Die meisten verlassen das Zelt bzw. Dachzelt mit Handlampe, und gehen am Rande des Platzes pinkeln. Betroffene mit "nachts raus" sind ja meistens eh nur Männer. Keiner gibt es zu, und nahezu jeder tut es. Es steht jedem frei zum Ablution Blocj zu laufen. So ist es auch mit Durchfall,
3) Habe auch schon gelesen, dass es nicht gut ist wenn man selbst ne Wasserflasche im Zelt hat, da Elefanten dies riechen können. Auf der anderen Seite dann doch wieder der Tipp, Wasser im Zelt als Backup hilfreich, wenn sich Löwen länger vor dem Auto versammeln und man mal nicht weg kann..? Was Du gelesen hast ist m.E. Quatsch. Sie riechen kein Wasser in der Flasche, jedoch Obst. Da sollte man vorsichtig sein.
4) Neben dem Feuer hatte ich gelesen, dass man Benzin- oder Oellappen aufhängen sollte - macht ihr das bzw. bringt dies aus eurer Erfahrung etwas? Unsinn! Ganz normales Lagerfeuer hält die Tiere ab
5) Brai - zieht der Fleischgeruch Tiere nicht noch eher an? Auch das ist Jägerlatein.

Vielleicht teils unbegründete Sorgen, aber lieber einmal zu viel gefragt 😉 Laß Dich nicht verrückt quatschen. Das wichtigste Werkzeug ist eine starke Taschenlampe/ Handscheinwerfer. Leuchte die Umgebung ab. Die Augen der Raubtiere leuchten damit immer Hell. Wenn welche da sind, dann mußt Du mal halt kneifen.... Oder Du nimmst einen Baseballschläger als "Waffe mit um Dich erwehren zu können. Ein Grundsatz: Wildtiere greifen Dich niemals ohne weiteres an.


Nick
1'415 Beiträge · seit 201413. Juni 2023 · #72
Hallo Nick,
zu1.: hinter dem Lagerfeuer mit dem Rücken zum Camper (Zelt) habt ihr alles im Blick)
2.: für das nächtliche Pipi gibt es in einschl. Drogerien gut verschliessbare und wieder verwendbare kleine Behältnisse (Uriwell)
3. vor allem Südfrüchte solltet ihr gut verschlossen aufbewahren. Nicht nur wegen der Elis, Affen mögen die auch und finden sie immer!
4. siehe 1.: auch den Brai 😎
5. mit starken Taschenlampen zünden vertreibt auch die ganz Neugierigen 😗
Eine Tolle Reise wünscht die Gromi
Grüessli von der Gromi Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA Reisebericht 2018: NA, BW, NA
zuletzt bearbeitet 13. Juni 2023
566 Beiträge · seit 201313. Juni 2023 · #73
Nick schrieb:Das es bald los geht und meine Reisebegleitung (Bruder.. 😛 ) mir etwas zu entspannt ist, was die möglichen Gefahren auf einer nicht eingezäunten Camping Site angeht nochmal ein paar (vielleicht - verzeiht es mir blöde) Fragen wie dies in der Realität aussieht:
1) Oft hiess es hier ja, dass man bei Dunkelheit recht schnell in das Zelt sollte. Nur ist der Sonnuntergang ja zu dieser Zeit schon gg. 18 Uhr, und wenig später ist es komplett dunkel. Sonnenaufgang ist dann ja erst wieder um kurz vor 7. Ist dann ja auch eine ziemlich lange Zeit im Zelt oder? Wie macht ihr das zeitlich? Gerade wenn man zB mal später im Camp ankommt?
2) Menschliche Bedürfnisse: Pinkelflasche als Backup ist bestellt für das Zelt, um dann nachts nicht unnötig raus zu müssen. Ist das übertrieben oder wie handhabt ihr das? Umgebung Ableuchten und neben das Auto (oder sogar aus dem Zeltdach pinkeln)? Wenn man sich Durchfall eingefangen haben sollte steht man dann ja vor einem rechten Problem? Stell ich mir recht gruselig vor da zu Ablution Blocks zu gehen in der Nacht u dort länger zu verweilen (haben diese eigentlich Türen oder würden Tiere da sowieso nie reingehen?
3) Habe auch schon gelesen, dass es nicht gut ist wenn man selbst ne Wasserflasche im Zelt hat, da Elefanten dies riechen können. Auf der anderen Seite dann doch wieder der Tipp, Wasser im Zelt als Backup hilfreich, wenn sich Löwen länger vor dem Auto versammeln und man mal nicht weg kann..?
4) Neben dem Feuer hatte ich gelesen, dass man Benzin- oder Oellappen aufhängen sollte - macht ihr das bzw. bringt dies aus eurer Erfahrung etwas?
5) Brai - zieht der Fleischgeruch Tiere nicht noch eher an?

Vielleicht teils unbegründete Sorgen, aber lieber einmal zu viel gefragt 😉


Nick
Hallo Nick,

das liest sich bei Dir fast so, als ob Ihr zwei eine Expedition in Richtung terra incognita machen wollt, bei der ihr nur mit größten Mühen und Glück überhaupt zurückkommt 😉

Keine Sorge, die Gedanken die Du Dir machst sind so ziemlich genau die Punkte, die regelmäßig bei erstaunten Nachfragen, wo man denn so in den Urlaub fährt, kommen. Am Ende wirds im Vergleich dazu vermutlich fast unspektakulär.
Nick schrieb:
1) Oft hiess es hier ja, dass man bei Dunkelheit recht schnell in das Zelt sollte. Nur ist der Sonnuntergang ja zu dieser Zeit schon gg. 18 Uhr, und wenig später ist es komplett dunkel. Sonnenaufgang ist dann ja erst wieder um kurz vor 7. Ist dann ja auch eine ziemlich lange Zeit im Zelt oder? Wie macht ihr das zeitlich? Gerade wenn man zB mal später im Camp ankommt?
Falscher Ansatz: Es heißt nicht, nach Sonnenuntergang ab ins Zelt, sondern es heißt: ab Sonnenuntergang nicht mehr unnötig im Dunkeln durch die Gegend stiefeln. Wenn Ihr daher im Umkreis des Autos bleibt, entspannt am Feuer sitzt, den Abend genießt, dann ist alles komplett im "sicheren" Bereich, dabei auch bis spät in den Abend/ die Nacht hinein.
Nick schrieb:2) Menschliche Bedürfnisse: Pinkelflasche als Backup ist bestellt für das Zelt, um dann nachts nicht unnötig raus zu müssen. Ist das übertrieben oder wie handhabt ihr das? Umgebung Ableuchten und neben das Auto (oder sogar aus dem Zeltdach pinkeln)? Wenn man sich Durchfall eingefangen haben sollte steht man dann ja vor einem rechten Problem? Stell ich mir recht gruselig vor da zu Ablution Blocks zu gehen in der Nacht u dort länger zu verweilen (haben diese eigentlich Türen oder würden Tiere da sowieso nie reingehen?
Stell Dir die einfache Frage: wie oft musst Du zu Hause nachts auf Klo? Wenn das eher nicht der Fall ist, dann wäre die Frage, warum Du nun beim Camping nachts ständig aufs Klo musst.

Daneben: die Ablutions sind bei den von Euch genutzten Camps auch nicht kilometerweit entfernt. Immer mit Lampe/ Stirnleuchte "bewaffnen", vorsichtig aber dennoch zügig zu den Örtlichkeiten gehen. Also keinen unsinnigen Spaziergang draus machen. Ob es ratsam ist, den nächsten Busch neben dem Auto zu nutzen, sei mal dahingestellt. Zum einen habt Ihr auch Nachfolger, die keine Toilette als Campingplatz haben wollen. Zum anderen stelle ich mal in den Raum, ob nicht mehr im Busch neben dem Auto lauert als auf dem Weg zum Klo 😉
Zudem auch: auf keinem Eurer Plätze seid Ihr komplett allein.
Nick schrieb:
3) Habe auch schon gelesen, dass es nicht gut ist wenn man selbst ne Wasserflasche im Zelt hat, da Elefanten dies riechen können. Auf der anderen Seite dann doch wieder der Tipp, Wasser im Zelt als Backup hilfreich, wenn sich Löwen länger vor dem Auto versammeln und man mal nicht weg kann..?
Es wird wohl keinen riesen Unterschied machen, ob ein Elefant eine Wasserflasche im Zelt "riecht" oder ob er diese im Auto "riecht". Zudem: nur weil er Wasser riecht, nimmt er nicht Euer Auto auseinander. Ganz klar: Ihr seid nicht die ersten auf der jeweiligen Campsite. Die Tiere kennen also "ihre Pappenheimer" seit Jahren. Warum sollte sich also ein Elefant nun dazu entschließen, ausgerechnet Euer Zelt zu inspizieren, weil eine Wasserflasche drin ist?

Auch die Mär von den Löwen kann ich Dir für die Camps, welche Ihr nutzt, nehmen. Ja, es kann sicherlich mal vorkommen, dass morgens im Schatten des Autos ein Löwe liegt. Das dürfte aber eher unwahrscheinlich sein. Erst recht, dass er dann stundenlang liegen bleibt. Auch hier: Ihr seid nicht allein auf den Campsites. Das kann vor allem am Morgen schon mal Trubel geben, wenn etwa größere Gruppen aufbrechen. Da gibt es für jeden Löwen entspanntere Plätze als ein öffentlicher Campingplatz. Sollte es dennoch passieren: genieß die ungewöhnliche Situation und mach ein Foto vom Löwen 😉
Nick schrieb:
4) Neben dem Feuer hatte ich gelesen, dass man Benzin- oder Oellappen aufhängen sollte - macht ihr das bzw. bringt dies aus eurer Erfahrung etwas?
Ja, kannst Du sicherlich machen, wenn Du Dir den Abend versauen willst 😉 Den Duft von Öl/ Benzin/ Petroleum riechen nicht nur Tiere.
Solltet Ihr Öllampen dabei haben, dann stellt sie beispielsweise im Abstand vor das Auto oder an die Seiten. Warum? Weil es romantisch aussieht.

Apropos Hinweis zu Öllampen:
1. Bislang hab ich - aus welchen gründen auch immer - Schwierigkeiten gehabt, die Dinger in Bots zu kaufen. Solltet Ihr also welche kaufen wollen, dann versucht das in einer großen Mall in Namibia.
2. Öl IMMER vor der Weiterfahrt aus den Lampen entfernen und die entleerten Lampen gut einpacken, dabei ggf. z.B. in Küchenrollen einwickelt. Anderenfalls habt Ihr eine feine Sauerei im Auto, da die Dinger nicht wirklich dicht sind.
Nick schrieb:
5) Brai - zieht der Fleischgeruch Tiere nicht noch eher an?
Hierzu siehe oben: Ihr seid weder die ersten noch die einzigen auf der Campsite. Die Tiere kennen das abendliche Grillspektakel und damit verbunden die Gerüche. Ihr sollten allerdings keine Fleischreste unbedarft rumliegen lassen, Das gilt aber für alle Essensreste, denn vor allem Affen können anderenfalls zu einer extremen Belästigung werden

Bei allem jedoch ist es richtig, dass immer etwas unvorhergesehenes passieren kann. Auch ist es nicht unwahrscheinlich, dass Ihr Besuch auf den Campsites bekommt, dabei meist von Affen, aber auch von Elefanten oder Nachts von Hyänen. Das allerdings tatsächlich etwas ernsthaftes passieren wird, ist eher nicht der Fall. Wenn in seltensten Fällen mal etwas passiert, dann meist, wenn Tiere gereizt oder überrascht werden. Daher ruhig bleiben, keinen unsinnigen Krams machen und am Ende genießen....

LG Mogambo 🙂
7'296 Beiträge · seit 200613. Juni 2023 · #74
Nick schrieb:
5) Brai - zieht der Fleischgeruch Tiere nicht noch eher an?

Ihr währt nicht die ersten, denen ein Schakal ein Stück Fleisch vom Grill stiebizt.
Die schleichen sich im Dunkeln gerne mal an und ein unaufmerksamer Moment reicht und es liegt ein Steak weniger auf dem Grill.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
1'127 Beiträge · seit 202213. Juni 2023 · #75
Hallo Nick, betrachte es mal so und entspanne dich dann.
Der empirische Befund ist, dass angesichts der riesigen Zahl von Kampierenden ohne Zaun, so gut wie gar nichts passiert. Nur alte Hasen und besonders Interessierte werden dir aus dem Stehgreif ein paar Vorfälle zitieren können, über einen Zeitraum von vielen Jahren. Das liegt im PromillePromillebereich.
Ganz ungefährlich ist es deswegen aber auch nicht und man sollte schon vorsichtig sein und der Massentourismus (von dem du ein Teil bist) wird letztlich auch seinen Preis haben und es potenziell gefährlicher machen. Ob und wie, wirst aber du erst zeitverzögert nachlesen können. Tierverhalten basiert auch auf Erfahrung und wird nicht kampierfreundlicher, wenn Abstände nicht eingehalten werden, angefüttert wird, damit sich die Wildcamera lohnt udgl.
Da hast ja schon viel gelesen und schon gute Ratschläge erhalten. Halte einfach diese Regeln ein und nutze deinen Hausverstand. Und immer dran denken, das der Löwe auf Zebra udgl. programmiert ist und du nicht am Speiseplan stehst. Dein Steak für die Schakale und Hyänen aber schon, wie schon gesagt.
Entspanne dich, genieße die Reise, die Risiken sind vorhanden aber im Vergleich zu anderen Freizeitvergnügen beherrschbar und insignifikant. In Österreich gibt es z. B. jährlich (!!) so ca. 7.500 bis 10.000 bei Alpinunfällen Verletzte und 150 bis 250 „Bergtote“. Bergsteigen und –wandern, Schifahren udgl. ist potenziell und objektiv viel gefährlicher als in Moremi zu kampieren.

Grüße

Von den vielen guten Ratschlägen hier kann ich einen gar nicht teilen oder empfehlen, wenn ich noch kampieren würde. Und zwar sich auf eine Schutzfunktion von Feuer, Lichtern udgl. zu verlassen. Die üblichen Verdächtigen lassen sich davon nämlich überhaupt nicht beeindrucken, weil sie daran gewöhnt sind, es brennt nämlich oft im Busch und "Touristenschauen" mögen manche auch. 😉 Lagerfeuer, Lichter etc. sind praktisch, für Essen Grillen Kochen und Psyche, romantisch, gemütlich usw. aber sie schrecken nix ab, rauben einem aber die Nachsticht. Ohne Fremdlicht sieht man besser was sich in der Umgebung so tut …. Was manchmal von Vorteil ist.
Und, last but not least, für Kampieren mit Kleinkindern gelten, an machen Plätzen und unter heutigen Bedingungen, andere Regeln.
zuletzt bearbeitet 13. Juni 2023
28 Beiträge · seit 202314. Juni 2023 · #76
Vielen Dank euch allen für die Ausführungen - haben mich etwas beruhigt 🙂
1'059 Beiträge · seit 200614. Juni 2023 · #77
Hallo zusammen

Gehe mit allen bisherigen Ratschlägen einig, ausser dem nächtlichen Gang zu Fuss zum Ablution Block insbesondere zum Beispiel im Moremi GR wenn möglich zu vermeiden. Die sind teils schon einige Schritte vom Stellplatz entfernt, auf der 3rd Bridge oder Xakanaxa mitunter ziemlich unübersichtlich an dichtem Buschwerk vorbei. Da ist die Gefahr, in einen Büffel, Hippo oder Elefanten zu trampeln, sicherlich nicht auszuschliessen und vor nicht allzu langer Zeit wurde doch auch in Xakanaxa eine Frau von einem Leoparden getötet, die des Nachts zu Fuss durch das Camp gewandelt ist.

Letztes Mal auf der 3rd Bridge hatten wir abends nach Einbruch der Dunkelheit einen Leoparden, der von den Ablutions her quer durch das Camp an der Nachbarcampsite vorbei gelatscht ist (von uns selber nicht gesehen, obwohl er nur wenige Meter von unserem Platz entfernt vorbei gekommen sein muss). Der Nachbar kam dann ganz aufgeregt zu Fuss (!) zu uns herüber, um uns zu informieren, dass sie den Leoparden an ihrem Stellplatz vorbeischleichen sahen. Auf Xakanaxa kam ein stockbesoffener Arbeiter über unsere Campsite gestolpert...

Damit will ich nur sagen: diesbezüglich ist etwas Um- und Vorsicht schon angezeigt.

Liebe Grüsse
Sam
Reiseberichte: #safaribrothers on Tour Vol. IX- safaribrothers.ch Blog «In Gedenken - Kurzer Kgalagadi-Trip 2024» #safaribrothers on Tour Vol. VIII - safaribrothers.ch Blog «Du hast es so gewollt - 8 Wochen Campingsafari in Namibia und Botswana 2021/2022» #safaribrothers on Tour Vol. VII - «Kalahari» #safaribrothers on Tour Vol. VI - «Wo Problem?»
1'127 Beiträge · seit 202214. Juni 2023 · #78
Noch ein PS, nur zur Vorbeugung und Klarstellung, dass „nix passiert“ nicht „nicht beachtet“ und schon gar nicht „nicht vorhanden“ bedeutet. Weil ich nämlich der Meinung bin, dass wir nur in Ausnahmefällen die Anwesenheit von nächtlichen Besuchern bemerkt haben. Löwen sind z. B. sehr neugierig, man sieht das aber erst am Morgen an den Spuren.
Der gute Aspekt daran ist, dass das anzeigt, dass kein Interesse an uns als Futter bestand, außer dem, was schnell abgestaubt werden konnte. Der schlechte aber ist, dass wir es eben nicht bemerkt haben und deswegen glauben: Es war nix da, was Selbsttäuschung ist. Und das generiert die eigentliche Gefahr, dass man nämlich zum falschen Zeitpunkt Aufmerksamkeit erregt oder in „etwas“ hineinrennt, weil man es nicht bemerkt oder antizipiert hat. Diesbezüglich habe ich früher schon einiges sorg- bis gedankenloses Verhalten beobachtet. Und darin liegt eine weitere Gefahr, nämlich dass derart unangepasstes Verhalten von Neulingen nicht als solches erkannt wird und es sich dadurch multipliziert. Man nehme z. B. nur den Wahnsinn, der von Mabuasehube mit durch Wasser angelockten Löwen berichtet wurde ... bis angefütterte Hyänen.
Dass trotzdem nur selten etwas Ernsthaftes passiert, heißt nur, dass sich die Besucher rechtzeitig aus dem Staub gemacht haben, aber nicht dass sie nicht da waren. Dessen sollte man sich einfach bewusst sein. Wenn dann trotzdem etwas passiert, bin ich der Meinung, dass dieses Tier das „vorsätzlich“, PS: im Sinne von geplant und gezielt, durchgeführt hat, nachdem es, vom Opfer unbemerkt, die Situation geprüft und sein Chance gesehen und wahrgenommen hat. Das ist aber eine ganz andere Kategorie, als das oben diskutierte und GsD extrem selten. Und dabei sind mE Kinder besonders gefährdet. Auch wenn Frauen die Regel haben, erregen sie die Aufmerksamkeit von Raubkatzen und Hyänen.
Grüße
Und wenn ich in der Dunkelheit zum Pinkel war, dann immer nur AN einen Baum oder Busch, nie irgendwo auf den Boden, wo man sich tagsüber aufhält 😉
zuletzt bearbeitet 15. Juni 2023
7'296 Beiträge · seit 200614. Juni 2023 · #80
kalachee schrieb:Die sind teils schon einige Schritte vom Stellplatz entfernt, auf der 3rd Bridge oder Xakanaxa mitunter ziemlich unübersichtlich an dichtem Buschwerk vorbei. Da ist die Gefahr, in einen Büffel, Hippo oder Elefanten zu trampeln, sicherlich nicht auszuschliessen und vor nicht allzu langer Zeit wurde doch auch in Xakanaxa eine Frau von einem Leoparden getötet, die des Nachts zu Fuss durch das Camp gewandelt ist.

Ein altes afrikanisches Sprichwort besagt:
"Nachts sind alle Flusspferde grau." 😉

Ich bin auch mal direkt auf eines zugelaufen, ohne es zu bemerken. Das war zum Glück noch nicht ausgewachsen und daher etwas unsicher, was es tun soll. Ein erwachsenes Tier hätte mich ziemlich sicher umgebracht, denn ich bin bis auf 4-5 Meter drauf zu gelaufen und war zudem genau zwischen Flusspferd und Fluss.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...