Gefahren auf den Campingplätzen im Okavango

81 Antworten · 19,7k Aufrufe · gestartet 26. Dez. 2016 von gallupf
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Themenstarter12 Beiträge · seit 201626. Dez. 2016 · #1
wir haben folgende Info einer Reiseteilnehmerin vom 06.12.2016 bekommen:
Im Khwai-Gebiet oder anderen Campsites ist es gefährlich zu campen: Am 05.12.16 bei unseren geführten Pirschfahrten, haben wir 3 Löwinnen beobachtet und ein Löwin hat sich von der Gruppe entfernt und unsere Guide war neugierig, wo die Löwin hingeht deshalb haben wir die Löwin verfolgt und haben wir zwei Camper entdeckt, sitzen vor ein Baum mit Getränk in der Hand. Die Löwin hat die 2 entdeckt. Es war echt eine sehr gefährliche Situation. Es ist nur Glück weil viele Fahrzeuge war in die Nähe und hat die 2 Personen informiert und sie sind direkt im Fahrzeug gesprungen und erstmals alle Ihre Sachen liegengelassen. Ich bin echt froh dass nichts ist passiert. Wir haben auch am nächsten Tag die Camper leben gesehen.
Welche Erfahrungen haben andere aus diesem Forum in diesen Art von ungezäunten Camps gemacht oder wie kann man sich schützen?
Wir haben im August 2017 mehrere Tage im Okavango Camps mit einem Fahrzeug mit Dachzelten gebucht.
348 Beiträge · seit 201126. Dez. 2016 · #2
Hallo @gallupf

In allen nicht umzäunten Camps wie auch ausserhalb der NP zB. in der Kalahari etc, besteht die Gefahr von Wildtieren, die einem mal "besuchen", wir haben allerdings nie erlebt, dass sich die Tiere aggressiv verhalten hätten, ausser die Elefanten am Luangwa, da werden sie von Farmern mit Steinen beworfen, dort sollte am sich nicht in die Nähe wagen.
Man muss da nicht speziell darauf hinweisen, ansonsten in den Krüger, da sind die Leute im Käfig und die Tiere schauen einem beim essen zu.
Elefant_Südafrika_KNP_BaluleCamp_DSCF8770.jpg


In der Regel weichen Wildtiere den Menschen aus.
Augen auf und an Plätzen, an denen man keine Weitsicht hat, nahe beim Fahrzeug bleiben.

Wir hatten schon am Tag Besuch von Hyppos, die friedlich um uns weideten, während wir am essen waren, in der Nacht sind wir dann auch vorsichtiger, man stolpert gerne über die putzigen Tierchen, da sie sich ziemlich geräuschlos bewegen können.

Hippo_Kenya_LakeNaivasha.jpg

Da hilft eine gute Lampe das gibt einem dann Gelegenheit für schöne Schnappschüsse, also immer die Kamera bereit halten, auch auf dem Toilettengang.


Reptilien_Krokodil_Kenya_RobertsCamp_DSCF2601.jpg




Möglichst nicht bewegen und sicher nicht davonrennen, im Normalfall ziehen die Tiere weiter, wenn nicht, manchmal hilft beten.

Ausser bei den diversen höheren Primaten, sprich Affen, da hilft nur eine Schleuder, oder zumindest so tun als ob man eine hätte.

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
348 Beiträge · seit 201126. Dez. 2016 · #3
Noch was vergessen;
Im Zelt resp. Dachzelt ist man normalerweise sicher, sofern geschlossen und möglichst Lebensmittel frei, sofern nicht in Dosen.
Ausnahmen bestätigen die Regel 😎

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
Themenstarter12 Beiträge · seit 201626. Dez. 2016 · #5
Hallo Turi,
Der Geruch von offenem Essen in Dachzelten lockt Tiere an, klingt logisch, Damit streunen vermehrt Wildtiere ums Auto, soweit verstehe ich das, Die Gefahr entsteht für den Menschen erst, wenn man das Dachzelt in der Nacht verlassen würde. Zum Pinkeln hat man doch eine Notfall-Toilette im Zelt. (abgeschnittene Wasserflasche)
284 Beiträge · seit 201426. Dez. 2016 · #6
Gerade das macht doch den Reiz der Camps aus, dass eben keine Zäune da sind und man unmittelbarer Teil der Natur ist. Ich war in Bots bisher immer im Bodenzelt und in offnen Camps,. Tierischer Besuch ist selten, kommt aber vor und dann zieht man sich ins Zelt oder Auto zurück. In Wilklife Camp in Sambia sind Nilpferde nachts/morgrnd zwischen den Zelten am grasen gewesen, im Chobe ist eine Büffelherde abend vorbeigezogen und Elefanten hinter den Bäumen gefressen. Man muss halt nachts erstmal schauen ob Besuch da ist, bevor man das Zelt verlässt. Ich war immr in der Kleinguppe unterwegs, aber zu zweit sollte man halt Zelt oder Auto hinter sich haben damit man nicht von hinten überrascht wird.
Wichtig: Zelt richtig verschließen, wenns offen ist bleibts gefährlich, es wurden schon öfter Leute z.B. von Hyänen aus den offenen Zelten geholt und getötet. Gerade Kinder sind da sehr gefährdet. Wer sich nicht an die Regeln halten will oder sich fürchtet sollte lieber in abgeriegelten Camps oder Lodges übernachten und den andere ihr Naturvergnügen lassen .
franzastische Reisen, Fotos und mehr - https://franzastisch.de
257 Beiträge · seit 201626. Dez. 2016 · #7
Sicherlich sollte man den gesunden Menschenverstand und Achtsamkeit walten lassen.
Ich will auch nicht ausschließen, dass die Geschichte von den Hyänen und dem Zelt stimmt, aber man sollte nicht Panik verbreiten oder Ängste schüren!
zuletzt bearbeitet 26. Dez. 2016
348 Beiträge · seit 201126. Dez. 2016 · #8
Hallo @gallupf
Mit einer vernünftigen Taschenlampe vom Dachzelt aus, rundum geleuchtet, sollte genug sichere Zeit ergeben um auch "stinkwichtige Geschäfte" zu erledigen, wenn nicht, dann muss man halt verklemmen.
Wir haben auch nach Jahren in Afrika damit noch kein Problem gehabt.
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
441 Beiträge · seit 201226. Dez. 2016 · #9
Hallo Gallupf,

wir waren schon mehrfach in Botswana und auch im Okawango Gebiet. Man sollte schon alle 7 Sinne zusammen haben, sobald man das Fahrzeug verlässt. Wir hatten schon viel Tiere am Auto und ums Auto, auch nachts. Sogar Löwen haben uns am Frühstückstisch erwischt. Da blieb nur ein langsamer, geordneter Rückzug (nicht laufen, sind halt Katzen) ins Auto. Sie waren eher neugierig und nicht aggressiv.
Elefanten kommen auch oft ganz nahe. Einfach nicht hektisch bewegen, dann gehen sie von allein wieder. Habe so ganz tolle Aufnahmen machen können. Aber Achtung ( auch beim Fahren im Auto) wenn sie Babys dabei haben. Dann lieber einen großen Bogen machen oder anhalten und warten, bis sie vorbei gezogen sind.
Bei Hippos aufpassen, dass man ihnen nicht den Rückweg ins Wasser abschneidet. Dann grasen sie friedlich weiter.
Vor Hyänen hab ich eher Respekt, da sie sehr aggressiv werden können und wohl auch angreifen (bei uns jedoch blieben sie immer in gebührlichen Abstand).
Im Dachzelt (geschlossen) seit Ihr aber immer ganz sicher. Wir gehören nun mal nicht zum Futter dieser Wildtiere, was ich sehr begrüße.
Wer diesen Nervenkitzel nicht mag, ist in den Parks in Südafrika besser aufgehoben. Da gibt es immer Zäune um die Camps.

Liebe noch weihnachtliche Grüße aus Hamburg
Petra
https://www.smilies.4-user.de
6'369 Beiträge · seit 201127. Dez. 2016 · #10
Hoi zämä
gallupf schrieb:...und haben wir zwei Camper entdeckt, sitzen vor ein Baum mit Getränk in der Hand. Die Löwin hat die 2 entdeckt. Es war echt eine sehr gefährliche Situation.
Da sitzen also 2 Menschen in der freien Natur Afrikas rum, trinken was und dann ist fragt jemand weil Löwen auftauchen überrascht wie gefährlich es denn ist einfach so in der Wildniss Afrikas rumzusitzen...
Sorry, ganz ernst gemeint kann die Frage doch nicht sein, odrr? 🙄
Oder steigst Du in der Wildniss überall aus um Dich hinzusetzen und etwas zu trinken ohne dabei die Umgebung genauestens zu beobachten während Du das tust?
Ich nur auf ausgewiesenen Picnicplätzen und Campsites, und auch da sind alle Sinne immer auf Empfang!
Und ja, ich liebe es auf nicht umzäunten Zeltplätzen in Afrikas Wildniss zu campen und ja, ich hatten schon Löwen, Leoparden und Hyänen am Zelt. Aber man darf sich da halt nicht verhalten als würde man bei sich zuhause im Garten sitzen... 😉
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
828 Beiträge · seit 201627. Dez. 2016 · #11
gallupf schrieb:

unsere Guide war neugierig, wo die Löwin hingeht deshalb haben wir die Löwin verfolgt und haben wir zwei Camper entdeckt, sitzen vor ein Baum mit Getränk in der Hand. Die Löwin hat die 2 entdeckt. Es war echt eine sehr gefährliche Situation. Es ist nur Glück weil viele Fahrzeuge war in die Nähe und hat die 2 Personen informiert und sie sind direkt im Fahrzeug gesprungen und erstmals alle Ihre Sachen liegengelassen. Ich bin echt froh dass nichts ist passiert.

...na ja... so gefährlich sind Löwen am Tag auch wieder nicht, eher berechenbar und davon zu rennen ist immer die schlechteste Lösung...

Bei YouTube ansehen ↗

1'927 Beiträge · seit 200827. Dez. 2016 · #12
sternschnubi schrieb:@ gallupf
ach ?! 🤩
Hab ich mir auch gedacht, Uwe 🙂
Wohl die übergangslose Fortsetzung der Serie . .."wie ziehe ich meine Schuhe im Dachzelt aus???" 🤪

schöne Grüße
Peter
890 Beiträge · seit 201627. Dez. 2016 · #13
Hallo,
wer sich in den wildreichen Gebieten Afrikas aufhält sollte sich an ein ganz hervorragndes Gesetz erinnern..... Es nennt sich "Darwins Gesetz"
Gruß
1'137 Beiträge · seit 201127. Dez. 2016 · #14
peter 08 schrieb:
sternschnubi schrieb:@ gallupf
ach ?! 🤩
Hab ich mir auch gedacht, Uwe 🙂
Wohl die übergangslose Fortsetzung der Serie . .."wie ziehe ich meine Schuhe im Dachzelt aus???" 🤪

schöne Grüße
Peter
Hi Peter,

hab mich ehrlich gesagt schon gewundert, dass da noch nicht "mehr" gekommen ist.
Aber, 2 B....., ein Gedanke 🤩
Guten Rutsch euch beiden, und falls wir uns nimmer vorher sehen sollten, GANZ GANZ GANZ viel Spass bei
eurem nächsten Trip.
http://www.smilies.4-user.de http://www.smilies.4-user.de
1'137 Beiträge · seit 201127. Dez. 2016 · #15
sternschnubi schrieb:
peter 08 schrieb:
sternschnubi schrieb:@ gallupf
ach ?! 🤩
Hab ich mir auch gedacht, Uwe 🙂
Wohl die übergangslose Fortsetzung der Serie . .."wie ziehe ich meine Schuhe im Dachzelt aus???" 🤪
und vor allem, je nach Jahreszeit, auch ganz wichtig welche Schuhe 🤩 🤪 🙄

schöne Grüße
Peter
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345 Beiträge · seit 201127. Dez. 2016 · #16
Ich war im November in Botswana, ua. Moremi und Chobe mit einer Kleingruppe unterwegs. Die Nächte haben wir in Zelten verbracht. Wir hatten jede Nacht irgendwelche Besucher. Einmal kamen uns mehrere Hyänen noch während des gemeinsamen Abendessens auf gut 10 Meter Nahe (war schon irgendwie unheimlich, wenn nur die Augen leuchten...). Elefanten marschierten durchs Camp, während wir die Zelte aufgebaut haben. Unser Guide fand Spuren von einem Leoparden und auch Löwen die in der Nacht durchs Camp liefen. Also Grundsätzlich ist da immer was los und seine Notdurft in stockfinsterer Nacht im freien zu verrichten ist immer mit einem Risiko verbunden. In den Zelten ist es relativ sicher. Im Chobe hat uns unser Guide (im eigenen Interesse) ersucht nicht einmal Wasserflaschen mit ins Zelt zu nehmen, da Elis das offenbar riechen können und es zu unserer Zeit extrem trocken war. Man muss sich eben bewusst sein, dass man in der freien Natur ist und nicht in einem Streichelzoo ist. Es verwundert schon oft,. wenn Selbstfahrer, entweder aus Unwissenheit oder purer Dummheit ihre Fahrzeuge verlassen, obwohl dies grundsätzlich ohnehin verboten ist.
Noch eine kleine Episode: Unser Fahrer/Führer half einer Kollegin die mit einem Platten liegen geblieben war (sie hatte nur einen Gast in ihrem Safarifahrzeug dabei) als er uns darauf aufmerksam machte das rund 100 Meter entfernt hinter einem Busch eine Löwin das Geschehen bereits sehr aufmerksam verfolgte. Wir hätten das Tier so nie bemerkt oder gesehen. Wenn so ein Löwe mal los galoppiert, bleibt nicht mehr viel Zeit sich in Sicherheit zu bringen.

Ich finde es ohnehin erstaunlich, dass zB Löwen Personen in einem offenen Wagen nicht angreifen, obwohl man oft nicht mehr als 5 Meter davon weg ist. Würde man das Fahrzeug verlassen blieben einem vielleicht noch 30 Sekunden....
2'338 Beiträge · seit 200727. Dez. 2016 · #17
gallupf schrieb:
wir haben folgende Info einer Reiseteilnehmerin vom 06.12.2016 bekommen:
Im Khwai-Gebiet oder anderen Campsites ist es gefährlich zu campen: Am 05.12.16 bei unseren geführten Pirschfahrten, haben wir 3 Löwinnen beobachtet und ein Löwin hat sich von der Gruppe entfernt und unsere Guide war neugierig, wo die Löwin hingeht deshalb haben wir die Löwin verfolgt und haben wir zwei Camper entdeckt, sitzen vor ein Baum mit Getränk in der Hand. Die Löwin hat die 2 entdeckt. Es war echt eine sehr gefährliche Situation. Es ist nur Glück weil viele Fahrzeuge war in die Nähe und hat die 2 Personen informiert und sie sind direkt im Fahrzeug gesprungen und erstmals alle Ihre Sachen liegengelassen. Ich bin echt froh dass nichts ist passiert. Wir haben auch am nächsten Tag die Camper leben gesehen.
Löwen im Camp? Das geht natürlich gar nicht! Sofort beschweren und Geld zurück verlangen!

Nein im Ernst. Solche Touristen suchen nun das südliche Afrika heim und nehmen anderen Leuten die Plätze weg. Und es werden immer mehr. Schrecklich. Ich frage mich wirklich, was die eigentlich dort wollen.

Bitte bleibt weg und macht denen Patz, die solche unvergesslichen Begegnungen als Geschenk betrachten!

Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
444 Beiträge · seit 201127. Dez. 2016 · #18
Hallo,
man soll ja immer Respekt haben und Abstand halten, aber manchmal halten sich die Tiere nicht an diese Regel...
Campingplatz Mana Pools/Zimbabwe

ManaPools,Zimbabwe.jpg


Savuti, Chobe; unsere Campnachbarn waren etwas überrascht...

Campnachbarn,Savuti,Chobe.jpg


Gruß NamiBilly
Gast27. Dez. 2016 · #19
....und ganz wichtig, für den Fall der Fälle nach nahen Begegnungen: Extra Unterhosen mitnehmen 😗
Grüße und genießt den Urlaub,
ich habe auch von Dachzeltern gehört, die Nachts die Motorhaube aufstellen damit die Löwen nicht hinaufkommen. Gegen Elefanten hilft es leider nicht 😉