Swakop19522'664 Beiträge · seit 201214. Aug. 2017 · #61
Da kann Calle Schlettwein klagen und kritisieren wie er will, er sitzt in der Schuldenfalle. - Bereits als Teilnehmer am Rand-Pool sitzt er am Junk Status, dank Zuma, der bereits Pensionsgelder stiehlt für den Bailout der SAA. - Die namibische Regierung befindet sich 9 Monate im Rückstand mit dem Bezahlen von Rechnungen. Junk Status. - Bis heute haben namibische Minister und ihre Selbstbedienungs-Staatssekretäre keinerlei Disziplin und verschwenden Geld am Budget und am Finanzminister vorbei. Junk Status.
Was anderes als Junk-Status kann ein ordentlicher Kaufmann erwarten? Der Calle Schlettwein ist eine "arme Sau", aber mit einem Haufen undisziplierter und ungebildeter Hilfsarbeiter kann man keinen Staat sanieren der durch solche Leute ruiniert wurde. Hinzukommend sitzen in den Ministerien noch jede Menge Leute aus Zimbabwe, die nichts anderes gelernt haben, als wie man einen Staat finanziell und Politisch gegen die Wand fährt.
Noch gestern abend kam außerdem ein Leck zustande, daß Geingob beim Zentralkomitee der Swapo durchgesetzt habe, den kostenlosen Schulbesuch (primary and secondary education) wegen Geldmangels einstellen zu können, und die Internate im neuen Monat die Kinder nach Hause schicken würden.
Noch gestern abend kam außerdem ein Leck zustande, daß Geingob beim Zentralkomitee der Swapo durchgesetzt habe, den kostenlosen Schulbesuch (primary and secondary education) wegen Geldmangels einstellen zu können, und die Internate im neuen Monat die Kinder nach Hause schicken würden.
das hat die Namibian Sun, die es gestern als erste berichtete schon relativiert. Dafür müsste auch die Verfassung geändert werden...
VIele Grüße Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
ob er wirklich inkompetent ist oder nur sehr unglücklich versucht, Dinge schön zu reden, weiß ich nicht. Finanzminister Schlettwein dürfte aber längst Teil des Problems und Mitschuld am fehlenden Vertrauen der Finanzmärkte sein. Vor Kurzem hat er in dem rein technischen Upgrade auf der relativen Südafrika-Skala noch eine Wertschätzung für Namibias Finanzpolitik erkannt. Das war frei erfunden (hier ausführlich diskutiert). Nun faselt er von verfrüht. Namibia stand schon einige Zeit nur eine Stufe vor Junk mit negativem Ausblick. Negativer Ausblick bedeutet in der Regel, dass es innerhalb der nächsten 2 Bewertungsperioden eine Abwertung gibt, wenn sich die Dinge nicht verbessern. Es hat sich in Namibia nichts verbessert. Insofern war die Abwertung absolut erwartbar und nachvollziehbar. Er könnte ja versuchen, die Folgen des Junk-Ratings zu beschönigen ("Wir sind von der AfriDings-Bank finanziert"). Aber wenn der Finanzminister in der Öffentlichkeit immer groben Unfug zu Ratings selbst erzählt, dann nehmen die Finanzmärkte ihn und seine Finanzpolitik nicht mehr Ernst.
Beste Grüße
Guido
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201214. Aug. 2017 · #64
Guido, ich würde ihn nach wie vor als "arme Sau" bezeichnen.
Er übernahm das Finanzministerium von der heutigen Premierministerin, die ein totales Finanz- und Personalchaos hinterlassen hat. Den Besen mußte er sehr bedächtig und vorsichtig in Bewegung setzen.
Es wurde Geld an Budgets und Finanzplänen vorbei verpraßt, kein einziger Minister oder Staatssekretür muß bis heute dem Finanzminister gegenüber für seine Ausgaben einstehen, der muß nur immer Geld herbei schaffen. Bisher ging die Leiherei, nun fließt das Geld nicht mehr so frei, der Schuldendienst muß bedient werden.
Dann sind da noch die staatlichen Unternehmen die wie die Wilden ohne Budgets und Genehmigungen Schulden gemacht haben. Das Theater haben ja kürzlich alle miterlebt, wie Geingob den nicht genehmigten neuen Flughafen gestoppt hat der auch ohne Parlamentsbeschluß bestellt wurde. Die NAC hätte den niemals in diesem Leben bezahlen können mit den paar Fliegern, die Windhoek frequentieren.
Schlettwein ist verhaßt bei deinen Parteigenossen-Ministern, und ich bin gespannt, wann sie ihn feuern zum Einläuten der nächsten Schuldenorgie. Zuma macht es ihnen vor: Kein Geld mehr da für das Bailout der SAA, nun werden Pensionsgelder die noch von der bösen Apartheidsregierung stammen, dafür verpraßt. Aber Zuma ist dabei, sich einen neuen Präsidentenjet für Kurzflüge zum Preis von 3,1 Milliarden Rand zu bestellen.
So werden, wie schon bei allen früheren Kolonien, bisher intakte Staatsgefüge in Scherbenhaufen verwandelt. Das ist Afrika südlich der Sahara, wie bereits 50x zuvor.
Zum Thema: "Die Regierung Namibias sieht die Herabstufung durch die Rating-Agentur Moody's als Ansporn für eine weitere Konsolidierung ihrer Finanzen. Man müsse weiterhin auf entbehrliche Ausgaben verzichten, sagte Finanzminister Calle Schlettwein laut Allgemeiner Zeitung gestern. Zudem müsse man gegen verlustbringende Staatsbetriebe vorgehen. Indessen stellte sich der Wirtschaftsverband EAN gestern an die Seite der Regierung und teilte die Kritik an Moody's. Die angeführten Faktoren für die Herabstufung seien nicht neu und bei der letzten Einstufung im Dezember viel schlechter gewesen. Auch habe die Agentur nicht erkannt, dass der Anteil an Personalkosten an den Gesamtausgaben nur deshalb gestiegen ist, weil die anderen Ausgaben gesenkt wurden. Moody hatte Namibia überraschend von Baa3 auf das Ramschniveau Ba1 herabgestuft." (Quelle: HRN)
Viele Grüße aus Windhoek Christian
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travelNAMIBIA schrieb: Moody hatte Namibia überraschend ....
Genau völlig überraschend!
Jeder der bis 3 zählen kann, ist jetzt nicht sonderlich überrascht.
LG Logi
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201215. Aug. 2017 · #67
Das war zu erwarten, denn die gesamte Wirtschaft klage bereits seit Jahresanfang über die nichtbezahlten Rechnungen und Arbeiter die dadurch ohne Gehalt blieben. Aber natürlich überraschend...
Im Ausmaß ist es noch nicht ganz so schlimm, aber tendenziell hat Namibia wie Zimbabwe viel zu viele Menschen relativ unproduktiv auf der staatlichen Lohnliste. Das nimmt dem Land die Handlungsspielräume. Moodys hat schon bei der letzten Bewertung gesagt, das Namibia den Lohnkostenanteil am Gesamtbudget senken muss. Statt Lohnkosten zu senken, hat Namibia sie weiter ausgebaut. Dafür gibt es die angekündigte Quittung und jetzt jammert Schettwein rum, das wäre alles unberechtigt? Das ist wie absichtlich bei Rot über die Ampel zu fahren und nachher die STVO zu kritisieren. Und es sind bald wieder Wahlen und dann wird man den Punkt Lohnkosten wohl nicht anfassen und insofern auch keine ursächliche Lösung angehen.
Die Abwertung gab es wohl auch, weil Namibia beim letzten Assessment das Ausmaß der Zahlungsrückstände nicht vollständig offen gelegt hat. Die hat man wohl erst vollständig offen gelegt, nachdem man durch den AfDB-Kredit wieder etwas flüssig war. Moodys hat Namibia nicht nur auf Junk abgewertet, sondern weiterhin einen negativen Ausblick testiert. Wenn Namibia also nicht die Kurve bekommt, geht es mit Sicht auf ca. 12 Monate wahrscheinlich noch mehr abwärts beim Rating. Das Namibia in Kürze den Junk-Status wieder verlässt, ist ausgeschlossen. Das ist nicht in Stein gemeißelt, aber statistisch dauert es 6-7 Jahre bis sich ein Land von einem Junk-Status wieder auf Investment-Grade hochgearbeitet hat - wenn es überhaupt gelingt.
Und ich weiß nicht, ob das stimmt, aber laut Namibian überlegt die Regierung, die kostenfreie Primary- und Secondary-Bildung abzuschaffen. Also nicht die Bildung, aber die Kostenfreiheit. Dafür fehlen 300 Mio. NAD (während man natürlich 600 Mio. NAD für Air Namibia hat). Sollte Namibia so auf die Finanzkrise reagieren, dann beraubt sich das Land meines Erachtens jeglicher Zukunftschancen und wird zum hoffnungslosen Fall.
Und ich weiß nicht, ob das stimmt, aber laut Namibian überlegt die Regierung, die kostenfreie Primary- und Secondary-Bildung abzuschaffen. Also nicht die Bildung, aber die Kostenfreiheit.
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Kostenfrei primäre Schulbildung steht in der Verfassung ja, aber Sekundäre nicht oder? Davon abgesehen hat die SWAPO doch die ausreichende Mehrheit, um die Verfassung jederzeit zu ändern und ist nicht auf Mithilfe anderer Parteien angewiesen, oder?
Zu dem anderen Inhalt enthalte ich mich lieber 🙂
Vermutlich eine weise Entscheidung, da Du zu dem Thema bislang vor allem "alternative Fakten" geschrieben hast. Vor 3 Monaten hast Du uns ja noch von AAA-Prime-Grade-Rating für Namibia berichtet. 🙂
Kostenfrei primäre Schulbildung steht in der Verfassung ja, aber Sekundäre nicht oder?
Absolut korrekt. Die sekundäre Bildung könnten also wieder mit Kosten belegt werden. Es hat sich aber wohl auch gezeigt (es gab da eine Studie irgendeiner Consulting, ich meine es war so in Q4 2016 - ich suche noch mal), dass durch die kostenlose Sekundarschule der Schüleranteil nur unwesentlich gegenüber der vorher kostenpflichtigen angestiegen ist. Es wäre also vielleicht gar nicht sooo schlimm, wenn man durch die Wiedereinführung der N$ 300 pro Trimester und Kind etwas Entlastung schaffen könnte.
Viele Grüße Christian
P.S.
Vermutlich eine weise Entscheidung, da Du zu dem Thema bislang vor allem "alternative Fakten" geschrieben hast.
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zum Thema angehängt. Die FNB scheint auch vom Downgrade überrascht worden zu sein.
Ansonsten schreibt die AZ heute zum Thema (Auszug): "Indes seien die internationalen Währungsreserven auf 32,7 Milliarden N$ gestiegen, was nun 5,5 Monate lang den gesamten Import (von Waren und Dienstleistungen) decken könne. In der Vergangenheit pendelte dieser Wert oft zwischen zwei und drei Monaten, so der BoN-Vize. Für die Aufstockung der Reserven sind zwei andere Banken verantwortlich. Laut Uanguta kommt die angolanische Zentralbank ihrer Rückzahlungspflicht nach und überweist 204 Millionen US-Dollar (ca. 2,7 Mrd. N$), aufgeteilt in vier Raten von September 2017 bis Juni 2018, an Namibia. Überdies sei die erste Tranche und somit drei Milliarden Namibia-Dollar des 10-Milliarden-Darlehens von der Afrikanischen Entwicklungsbank nun eingegangen. Generell gelte: „Wenn man Geld ausgibt, bedeutet dies auch immer weitere Importe“, sagte der BoN-Vize mit Verweis auf die kleine Ökonomie Namibias. Und: „Die Finanzkonsolidierung der Regierung hat positive Auswirkungen auf die Reserven.“" (https://www.az.com.na/nachrichten/der-zinsdruck-lsst-nach-/)
"According to Tarah Shaanika, the Chief Executive Officer of the NCCI, financial markets ignored the ratings downgrade with Namibia’s credit spreads only widening by 4-6 basis points as investors digested the news. He added that it is also important to note that despite this widening, in historical context terms, credit spreads are 50-100bps tighter since the beginning of the year and more than 130bps tighter since January 2016. He explained that this is the market’s assessment of the credit risk of the Namibian Government and that it has improved since January 2016. " http://www.informante.web.na/we-are-not-junk-%E2%80%93-ncci.19823
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Hallo Christian, kannst du bitte in ein paar Sätzen in deutsch schreiben,was das bedeutet.? Die automatische Übersetzung ist etwas eigenartig. Vielen Dank! Mutsel
ASAlter Sack10 Beiträge · seit 201721. Nov. 2017 · #76
Die Analyse der Ratingagentur zusammengefasst: Namibias Regierung ist inkompetent und unfähig. Die Annahmen der Regierung sind unrealistisch. Mit Namibia geht es bergab. In einem Wort: Schrott.
Namibias Neuschulden sind für die nächsten 2 Jahren bereits finanziert. Der Junkstatus wird sich so lange wenig auswirken. Um seinen Namibiaurlaub muß sich eben so lange keiner Sorgen machen. Elefanten, Sossusvlei und Himbas stehen weiter als Fotomotiv bereit. Der Wechselkurs wird nur von Südafrika bestimmt. In 3 Jahren steigt die Spannung.
TITicktack352 Beiträge · seit 201621. Nov. 2017 · #77
Eben erfahre ich von meiner Werkstatt, das die Autos nun genauer unter die Lupe genommen werden bevor sie die Werkstatt verlassen, da die Gravelroads nicht mehr geschoben werden. Muß NAM nun schon bei der Straßenerhaltung sparen??
Eben erfahre ich von meiner Werkstatt, das die Autos nun genauer unter die Lupe genommen werden bevor sie die Werkstatt verlassen, da die Gravelroads nicht mehr geschoben werden. Muß NAM nun schon bei der Straßenerhaltung sparen??
es wird schon seit etwa 2 Jahren nur noch das nötigste getan. Erstmal sollen die angefangenen Neubauprojekte (zig neue Asphaltstraßen, Ausbau von Asphaltstraßen) finanziert werden und dann soll wieder die Instandhaltung im Budget nach vorne rücken.
Viele Grüße aus Windhoek Christian
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TITicktack352 Beiträge · seit 201621. Nov. 2017 · #79
Braucht man denn so viele neue Asphaltstraßen?? Die sind dann auch noch schwieriger instand zu halten. Ach, die werden schon wissen was sie tun 😉 ...
MaputoThemenstarter828 Beiträge · seit 201628. Dez. 2017 · #80
...das südliche Afrika wird (endlich) wieder teurer, was ich persönlich eher positiv finde... 😉