Kalahari Expedition 2016

Reisebericht 61 Antworten · 17,7k Aufrufe · gestartet 28. Nov. 2016 von KaGü
4'382 Beiträge · seit 201513. Jan. 2017 · #41
"Durch den ungünstigen Sonnenstand sind Fotos schwierig"

Hallo Günter, ich finde, daß gerade durch den Sonnenstand die Fotos sehr lebendig wirken!
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
Themenstarter67 Beiträge · seit 200921. Jan. 2017 · #42
Hallo Konni,

wir hoffen auch, dass sich in der Polentswa Lodge etwas ändert. Die Lage der Lodge ist exklusiv und daraus ergibt sich ein
großes Potential, was leider nicht genutzt wird. Wir haben u.a. festgestellt, dass z.B. auch die Wasserleitungen auf dem Sand verlegt wurden - die können dann auch von Löwen durchgebissen werden. Das nervende für uns war einfach der laute Generator
mit seinen Abgasen, vielleicht findet man hier eine Lösung - Solaranlage ?

LG
Günter
Reisebericht Kalahari 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/291069-kalahari-expedition-2016.html https://www.cewe-community.com/de/galerie/book/32434#pageflip/page/1
Themenstarter67 Beiträge · seit 200921. Jan. 2017 · #43


[]30.04. KTP Rooiputs Lodge – Twee Revieren – Mata Mata – Torgos Lodge Namibia[/]

In den frühen Morgenstunden werden wir durch Löwengebrüll geweckt. Die Löwen scheinen direkt hinter unserem Chalet zu sein. Wir stehen um 05.00 Uhr auf und suchen von der „offenen“ Dusche aus, das Gelände ab, können aber nichts feststellen. Wir bleiben gleich auf, packen unsere Sachen und begeben uns zum Hauptchalet. Das Personal ist sichtbar angespannt, die Löwen müssen irgendwo in der Nähe sein. An den Spuren ist erkennbar, dass sie versucht haben, in das Hauptchalet einzudringen.

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Wir genießen den kleinen Snack, den heißen Kaffee und verstauen unser Gepäck und unser Lunchpaket im Landy.
Anschließend verabschieden wir uns von den Angestellten und hier kommt die nächste Überraschung und Ungereimtheit für die Ta Shebube Lodges. Wir sollen für alle Getränke bezahlen, auch für das Wasser und den Hauswein, der entsprechend den Ausschreibungen Inklusive ist. In der Polentswa Lodge waren seltsamer Weise alle Getränke inklusive. Ein Gespräch mit der Managerin ist nicht möglich, da diese mit dem Fotografen und den Kursteilnehmerinnen auf Game Drive ist –noch vor uns hat sie sich „abgesetzt“. Wir „kramen“ mit Nick unsere letzten Pulas und Rand zusammen und bezahlen die Getränke.
Nach diesem letzten negativen Eindruck von der Rooiputs Lodge fahren wir los um die Löwen zu suchen, die Sonne ist noch nicht aufgegangen. Es ist stark bewölkt und kühl.
Wir brauchen nur bis zur Hauptpiste zu fahren. Am Rooiputs Wasserloch tummeln sich die vier Löwen von gestern und auf dem Dünenkamm liegt ein großer schwarzmähniger Pascha mit seiner „Auserwählten“ . Das kommende Geschehen ist eindrucksvoll und überrascht uns.
Zunächst treiben die Löwen am Wasserloch „ Frühsport „. Danach nähern sich die vier jungen Löwen der Düne, eine Löwin kriecht immer weiter zum Dünenkamm.
Plötzlich sprintet der Pascha mit Gebrüll auf diese Löwin los und beißt sie in die hinteren Läufe. Die Löwin unterwirft sich sofort, der Pascha rennt dann auf die anderen drei los und vertreibt auch diese. Danach begibt er sich wieder auf den Dünenkamm und stolziert vor seiner „Außerwählten“.

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die folgenden beiden Aufnahmen sind durch die Schnelligkeit der Aktionen etwas unscharf

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die Sonne ist aufgegangen, das Fotolicht verbessert sich

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Die vier jungen Löwen finden sich wieder zusammen, laufen um den Düne herum und nähern sich von einer anderen Seite den Kamm. Der Pascha ist wieder sichtlich verärgert und vertreibt erneut die vier mit lautem Angriff und Gebrüll. Die vier scheinen jetzt sichtlich beeindruckt und legen sich in eine Senke. Nach kurzer Zeit verlässt der Pascha mit seiner „Außerwählten“ den Dünenkamm und beide stolzieren an den vier liegenden vorbei.
Am Rande der Senke paaren sie sich dann mehrfach im Abstand von ca. 20 Minuten. Es ist erstaunlich zu sehen, wie sie nach jedem Paarungsakt erschöpft zu Boden gehen.

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Nach einer Stunde reißen wir uns los und fahren in Richtung Twee Revieren. Nach ca. 10 Kilometer treffen wir auf eine einzelne Löwin, die zuerst im Grasland neben der Piste ist und dort anfängt zu brüllen. Danach läuft sie vor uns auf der Piste entlang zu ihren Gefährten. Die Löwin ist deutlich am hinteren Lauf markiert. (Durch andere Beiträge im Forum wurde bereits angesprochen, das mit dieser Markierung „Problem Löwen“ gekennzeichnet werden, die den Park verlassen, in der Nähe von Dörfern/Nutzvieh angetroffen, eingefangen und in den Park zurück gebracht werden.)

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Nach weiteren 800 Metern sehen wir die Gefährten dieser Löwin, eine Gruppe mit zwei jungen Männchen und zwei Weibchen. Sie liegen in einer Senke neben der Piste. Da hier viele Fahrzeuge von Twee Revieren stehen, halten wir uns nicht lange auf und fahren weiter zum Camp.

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Gegen 08.45 Uhr lassen wir beim botswanischen Grenzbeamten die Pässe ausstempeln und fahren durch das Auob Revier Richtung Mata Mata.
Unmittelbar hinter Twee Revieren sehen wir eine einzelne Löwin, die durch die Dünen zieht.
Im Auob Revier sehen wir vereinzelte Springböcke, Oryx und Kuhantilopen. Die Tierdichte ist nicht so groß wie im Nossob Revier.
Eine Pause machen wir auf dem Rastplatz in der Nähe der Kamqua Wasserlochs. Das Lunchpaket der Rooiputs Lodge ist einer Einrichtung dieser Preiskategorie nicht würdig. Zum Glück haben wir unsere fahrbare Küche.
Durch unsere Vorbereitung wissen wir, das sich in der Nähe ein Hyänenbau befindet. Und tatsächlich sehen wir auf dem Dünenkamm vier große Tüpfelhyänen, die im Baumschatten liegen. Interessant wird es, als zwei halbwüchsige und ein sehr junges mit noch dunkler Haut dazu getrappt kommen. Die Erwachsenen erheben sich und das kleine Junge fängt an zu trinken. Für eine kurze Zeit können wir den ganzen Clan beobachten, wobei die Entfernung zur Piste ziemlich groß ist.

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Wir fahren weiter und sehen nach einigen Kilometern ein Auto an der Piste stehen. Wir suchen das Umland ab und sehen im Grasland einen Leoparden. Dieser trägt im Maul seinen Riß, eine Wildkatze. Er läuft zu einer großen Akazie, wo er seine Beute ablegt/versteckt und legt sich dann ins Gras – und weg ist er. Die Entfernung war leider sehr groß.

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Wir fahren weiter und sehen nach kurzer Zeit weit abseits der Piste Unmengen von Giraffen, die durch das Buschland ziehen. Bei 40 haben wir aufgehört zu zählen. Nick erklärt uns, das vor vielen Jahren in diesem Bereich Giraffen aus dem Etosha angesiedelt wurden und diese dann mit ihrem Nachwuchs diesem Standort treu geblieben sind.

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Auf unserer weiteren Fahrt treffen wir auf den Giraffen Riss, von dem uns schon andere Gäste berichtet haben. Zwei ältere Pascha haben vor ca. 14 Tagen die Giraffe gerissen.
Der Kadaver liegt ca. 100 Meter von der Piste entfernt im Grasland und wird von einem alten, großen Pascha, der unmittelbar neben der Piste liegt, bewacht. Es sind keine Aasfresser zu sehen. Nur eine alte, kranke Löwin, die sich zum Kadaver schleppt, darf scheinbar von diesen fressen. Die Löwin ist deutlich abgemagert, offensichtlich auf einem Auge erblindet und sichtlich „angeschlagen“. Wir schließen vorsorglich die Fenster, da wir nur 3-4 Meter neben dem Pascha stehen und dieser scheinbar nervös wird. Wir fahren dann auch nach kurzer Zeit weiter, um diese Fürsorge in der Natur nicht zu stören. Es ist unglaublich zu sehen, wie scheinbar ein älterer Löwe für eine „angeschlagene“ Löwin sorgt.

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Gegen 15.00 Uhr erreichen wir Mata Mata, das Camp ist wie ausgestorben. Wir tanken und pumpen die Reifen auf. In der südafrikanischen Grenzstation tragen wir uns in einem Buch aus, man will nur wissen, wo wir im Park übernachtet haben. Sonst keine Kontrollen – gar nichts. Da ich die „Beamten“ nicht in ihrer Ruhe stören will und diese sich auch nicht bewegen, öffne ich selbst den Schlagbaum. Nick fährt zu namibischen Seite, wir laufen.
Auch auf namibischer Seite alles problemlos, keinerlei Kontrolle, Formulare ausfüllen, Stempel in den Pass und das war`s.

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Gegen 14.30 Uhr (durch die Uhrenumstellung am Grenzübergang haben wir eine Stunde gewonnen) rücken wir auf der Torgos Farm ein. Die riesige Farm grenzt unmittelbar an den KTP. Der Platz mit den Chalets ist sehr weitläufig, so dass eine gegenseitige Störung eigentlich ausgeschlossen ist. Einige Chalets haben einen eigenen Grillplatz. Im Hauptgebäude werden wir von zwei Angestellten freundlich empfangen. Unser Chalet liegt oberhalb eines Erdhörnchen -und Fuchsmangustenbau`s. Wir können die Tiere ständig beobachten.
Da mein Magen vom Essen in den Ta Shebube Lodges rebelliert, schlafe ich 2 Stunden.

Gegen 18.00 Uhr werden wir im Haupthaus vom Verwalter der Farm, Dan, empfangen. Ein „Südwester“, wie man sich vorstellt – groß, kräftig, sonnengegerbtes Gesicht mit vielen Falten, wachsamen Augen, offen und freundlich. Wir kommen sofort mit ihm ins Gespräch.
Das Dinner wird in 3 Gängen serviert, 2 kleine Kartoffelpuffer mit geräucherten Lachs – Reis mit Ragout vom Springbock und Kürbiskuchen – Schokoladenmousse. Sehr, sehr lecker – sowas hätten wir uns in den Ta Shebube Lodges gewünscht.

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Neben uns ist noch eine kleine Reisegruppe mit Reiseleiter anwesend. Der Reiseleiter ist sehr mitteilungsbedürftig und erklärt uns, dass er Mitglied im Karnevalsverein in Swakopmund ist. Als er sein Akkordeon holt und uns einlädt am Lagerfeuer mit ihm und seiner Reisegruppe alte „Südwesterlieder“ zu singen, lehnen wir dankend ab.

Wir gehen zurück in unser Chalet, sortieren unser Kleidung – die Reise nähert sich dem Ende – um 20.30 Uhr ist das Licht aus.

LG
Günter


Reisebericht Kalahari 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/291069-kalahari-expedition-2016.html https://www.cewe-community.com/de/galerie/book/32434#pageflip/page/1
zuletzt bearbeitet 21. Jan. 2017
2'772 Beiträge · seit 200621. Jan. 2017 · #44
Danke Ihr Beiden für Euren lebhaften, interessanten Bericht. Ich habe ihn mit Freude verfolgt.

Liebe Grüße
Pascalinah
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind. Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist. Fotobuch Caprivi/Botswana 2024: https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955 Fotobuch Kruger National Park 2025: https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278
705 Beiträge · seit 201421. Jan. 2017 · #45
KaGü schrieb:Es ist stark bewölkt und kühl.
Wie ist eigentlich das Wetter im April im KTP? Die Sichtungen schinen ja trotz Wassere und "Grün" nicht schlecht. Bei uns wird wohl die näcchste grössere Reise in Schul-Frühlingsferien im April in diuese Region gehen.

Das CKGR sieht extrem anderes/grüner aus als wo wir im letzten Oktober waren. Es gefällt mir aber eher besser wenn es etwas grün ist.

Felix
wohl Ende 28 wieder 5-6 Wochen Botswana (Khutse+KTP)+ Süd-Namibia Nov- 25-Jan 26 3W Botswana (KTP, Moremi, Nxai+Makgadikgadi Pans NP), + 3W Namibia Nov/Dec 2021 KTP-Kaa-Mabua-KD2 (Bericht) April 2019 KTP + Südliches Namibia / Reisebericht KTP und Süd-Namibia / Blog Sept/Oct 16 Etosha-Caprivi-Chobe-Moremi-CKGR / Reisebericht / Blog
zuletzt bearbeitet 21. Jan. 2017
1'068 Beiträge · seit 201321. Jan. 2017 · #46
Oh nein, schon wieder ein Leopard...

Ich werd porös. Die Leo tummeln sich ja echt überall, in jedem Reisebericht.
Also wenn es auf unserer nächsten Tour keinen gibt, such ich mir n neues Reiseziel... 😕

Nein, Scherz beiseite. Vielen Dank für den schönen Bericht und die tollen Bilder.

Viele Grüße
Mabe
5'049 Beiträge · seit 201422. Jan. 2017 · #47
@ KaGü
Hallo Konni,

wir hoffen auch, dass sich in der Polentswa Lodge etwas ändert. Die Lage der Lodge ist exklusiv und daraus ergibt sich ein
großes Potential, was leider nicht genutzt wird.
Hi Günter,
allein schon wegen der Lage geben wir Polentswa noch eine Chance. Wir werden im Oktober berichten, ob sich was zum Positiven geändert hat.

Was die Sichtungen und Erlebnisse im KTP betrifft, wurdet ihr ja sehr gut belohnt. Mit was bestecht ihr denn die Sichtungsfee?

LG und eunen schönen Sonntag
Konni
Link zu Reiseberichten: http://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/286619-reiseberichte-linksammlung-daxiang.html
Themenstarter67 Beiträge · seit 200930. Jan. 2017 · #48
@ Felix,
danke für Dein Feed back, wir fanden den April im KTP sehr schön, es war tagsüber nicht zu heiß - um die 30 Grad, in der Nacht
kühlte es ab, so dass der morgendliche Game Drive bei ca. 15 Grad begann. Natürlich kann es im April auch regnen, wir sahen
es an den großen Pfützen, selbst hatten wir keinen einzigen Regentropfen. Die grünen Dünen und die blühende Landschaft
fanden wir sehr schön. Natürlich ist an den Wasserlöchern etwas weniger "Verkehr", die Tiersichtungen waren trotzdem super.
Im April hatten wir auch einen günstigen Flugpreis bei AIR Namibia, Frankfurt-Windhoek-Frankfurt für 620,00 € pro Person.
@ Konni
jeden früh beim Aufstehen spendierten wir der Sichtungsfee einen heißen Kaffee, sie war glücklich und wir auch, ... 😄 😄 😄
Unsere Sichtungsfee war in erster Linie unser Guide.Von Nick lernten wir sehr viel über die Spuren und das Verhalten
der Tiere, bei entsprechender Zeit und Geduld und natürlich auch Glück kommt der Erfolg.
LG
Günter
Reisebericht Kalahari 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/291069-kalahari-expedition-2016.html https://www.cewe-community.com/de/galerie/book/32434#pageflip/page/1
749 Beiträge · seit 200630. Jan. 2017 · #49
hallo Günther,
bin erst jetzt auf Deinen tollen Bericht mit den super Fotos gestoßen.
und konnte es erst gar nicht glauben, als ich gelesen habe, dass ihr mit Nick gefahren seid.

ich bin seit 20 Jahren mit ihm befreundet und habe schon einige private Touren mit ihm gemacht.
......... es ist immer wieder toll, und sein Wissen über Natur und Tiere ist beeindruckend.
Danke für die schönen Fotos
lg wüstenfee
Themenstarter67 Beiträge · seit 200930. Jan. 2017 · #50
01.05. – 02.05. Torgos Lodge – Kalahari Anib Lodge – Windhoek

Heute haben wir ausgeschlafen, wir öffnen die Tür des Chalet, blicken in einen blauen Himmel und hören die Gesänge der Vögel. Wir stehen um 08.00 Uhr auf, Frühstück haben wir für 09.00 Uhr bestellt.
Vor dem Chalet beobachten wir die Fuchsmangusten und Erdhörnchen in ihrem Bau. Über den Sand kriecht ein Riesentausendfüsser, von dem wir auch noch ein Foto schießen müssen.

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Am Haupthaus wartet schon Dan auf uns, wir frühstücken mit ihm zusammen und unterhalten uns bis 10.00 Uhr über die Farm, Wasser, Tiere und die Probleme des Alltags. Durch seine offene, freundliche Art ist er uns sehr symphatisch.

Nach einem kurzem Spaziergang verlassen wir gegen 11.00 Uhr die Farm und fahren zu unserer letzten Übernachtung nach Mariental zur Kalahari Anib Lodge.
Ein Zwischenstopp erfolgt in Stampriet zur Besichtigung der protestantischen Kirche.

Die Anib Lodge erreichen wir gegen 14.00 Uhr. Die Lodge unterscheidet sich von unseren bisherigen Unterkünften/Camp Site durch ihre Größe, den Baustil und das Publikum.
Das Hauptgebäude ist ein Bauwerk aus Glas, Beton, Holz und Stahl und lässt nach unserer Meinung jeglichen afrikanischen Stil vermissen. Durch die weit entfernt liegende Einfahrt zum Gelände ist man im Hauptgebäude über ankommende Gäste informiert und wird freundlich mit entsprechenden Service empfangen. Im Hauptgebäude befindet sich ein gut sortierter Souvenirshop und das Restaurant. Die gesamte Lodge ist mehr auf Reisegruppen als auf Individualreisende eingestellt.

36 Zimmer sind in Bungalows um einen großen Garten mit Pool gruppiert. Als Individualreisender kann man auch einen der 3 abgelegenen Camp Sites buchen, so wie es Ruth und Uwe (Bericht Eulenmuckel) praktiziert haben. Wir hätten diese Variante auch lieber gewählt, haben nun aber Zimmer 24, welches modern und sehr schön eingerichtet ist.
Im Baum vor dem Bungalow befindet sich eine große Kolonie Siedelweber.

Neben den Hauptgebäude ist ein zweites größeres Gebäude errichtet. In diesem befindet sich eine Bar mit einem großen Getränkesortiment und zwei Flachbildschirmen, die rund um die Uhr laufen.
Einen kleinen Lunch nehmen wir auf der großen Terrasse des Hauptgebäudes. Die Terasse ist von Bäumen eingerahmt. In den Bäumen hängen künstliche Vögel und Nester aus Plaste – in unseren Augen ein „No Go“, der Marketing Verantwortliche sollte bestraft werden.

Game Drive dürfen nicht selbst gefahren werden, man ist auf das Angebot der Lodge angewiesen. Als gegen 15.00 Uhr eine große Gruppe mit einem Reisebus eintrifft, verzichten wir auf einen Game Drive und entspannen am Pool. Der Pool ist eiskalt, wir sind die einzigen Gäste und können uns Liegen und Schirme aussuchen. Etwas abseits der Bungalows befindet sich noch ein warmer Whirlpool, der aber stark frequentiert ist.

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Zum Dinner geht es in das Restaurant des Hauptgebäudes, Turnhallen Atmosphäre, Buffet, nichts besonderes.
Um 21.00 Uhr liegen wir im Bett. Die Anib Lodge wird sich nicht in unsere Erinnerungen einprägen, wenn buchen, dann die Camp Sites.

02.05.
Nach unserer letzten Nacht stehen wir 07.00 Uhr auf, die Siedelweber vor unserem Bungalow machen mächtig Rabatz. Das Frühstück ist besser und umfangreicher als das Dinner. Wir nehmen uns reichlich Zeit, die Mitglieder der großen Reisegruppe müssen schon wieder rennen.

Gegen 09.00 Uhr verlassen wir die Anib Lodge und nehmen die 300 Km bis Windhoek in Angriff. Unser erster Stopp in Windhoek ist die Maerula Mall, wo wir einige Kleinigkeiten kaufen, die wir mit nach Deutschland nehmen. Anschließend zeigt uns Nick das neue pompöse Gelände mit dem Palast des Präsidenten. Das Bundeskanzleramt ist dagegen eine Miniatur, so kann Geld auch verschleudert werden.

Gegen 14.00 rücken wir in Joe`s Beerhouse ein und freuen uns auf leckere Kudu Steaks. Bei Joe`s gibt es immer was neues zu entdecken, wir könnten hier Stunden bleiben.

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Gegen 16.00 Uhr lassen wir uns zum Flughafen fahren, Nick muss noch zurück nach Swakopmund. Die Verabschiedung am Flughafen ist sehr emotional.
Der Rückflug mit AIR Namibia ist problemlos, wir beenden eine lehrreiche, interessante und
Spektakuläre Reise mit vielen Ah`s und Oh`s.

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Fazit:
4.300 Kilometer gefahren, 45 Liter Wasser getrunken.
Meine Wanderschuhe und Turnschuhe zerschlissen, zum Glück hatte Nick die bestellten „Vellies“ aus Swakopmund mitgebracht, so dass ich mit Schuhen an den Füssen zurück fliegen konnte.
Armbanduhr auf der Piste im KTP zerüttelt, Sekundenzeiger abgefallen, Feststellring Camcorder abgebrochen.
Katrin hat Ihre Brille verloren.
Die Kontakte und Erlebnisse mit den Kindern in Zutswha werden in unserer Erinnerung bleiben.

Tiersichtungen:
43 Löwen
6 Gepard
2 Leopard
1 Karakal
1 braune Hyäne
7 Typfelhyäne
11 Löffelhunde
4 Wildkatzen
viele, viele Antilopen (erstmalig Elanantilopen) und Vögel
Besonders im CKGR und im KD 2 begeisterte uns die Landschaft.

Zum Abschluss ein Wort in eigener Sache. Wir haben immer die gesundheitlichen Risiken mit entsprechender Vorsorge bei unseren Afrika Reisen bedacht. Aber Leider habe ich die Gesundheit und die kostenlose Vorsorge in Deutschland vernachlässigt. 6 Wochen nach unserer Rückkehr wurde bei mir Krebs diagnostiziert, Tumor im fortgeschrittenen Stadium, so dass nach erfolgreicher OP jetzt eine umfangreiche Chemo erforderlich ist. Dies hätte alles verhindert werden können, wenn ich auch in Deutschland an Vorsorge gedacht hätte. (meine Blutwerte, körperlicher Zustand waren top, keine Schmerzen)
Bitte nutzt in Deutschland das umfangreiche Angebot an Vorsorge, so können diese blöden Krankheiten verhindert bzw. rechtzeitig erkannt werden. Die Gesundheit ist unser wichtigstes Gut.

LG
Günter





Reisebericht Kalahari 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/291069-kalahari-expedition-2016.html https://www.cewe-community.com/de/galerie/book/32434#pageflip/page/1
zuletzt bearbeitet 30. Jan. 2017
4'382 Beiträge · seit 201530. Jan. 2017 · #51
Hallo Günter,
erst einmal danke für den prägnanten Bericht - und aufgrund Deiner Anmerkungen am Ende: Gute Besserung!
Nachdenkliche Grüße
Friederike
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705 Beiträge · seit 201430. Jan. 2017 · #52
KaGü schrieb:@ Felix,
danke für Dein Feed back, wir fanden den April im KTP sehr schön, es war tagsüber nicht zu heiß - um die 30 Grad, in der Nacht
kühlte es ab, so dass der morgendliche Game Drive bei ca. 15 Grad begann. Natürlich kann es im April auch regnen, wir sahen
es an den großen Pfützen, selbst hatten wir keinen einzigen Regentropfen. Die grünen Dünen und die blühende Landschaft
fanden wir sehr schön. Natürlich ist an den Wasserlöchern etwas weniger "Verkehr", die Tiersichtungen waren trotzdem super.
Im April hatten wir auch einen günstigen Flugpreis bei AIR Namibia, Frankfurt-Windhoek-Frankfurt für 620,00 € pro Person.
Das tönt super bzw Wetter perfekt für mich. Konni hat in ihrem Bericht ähnlich geschrieben.
Hast du den Flug ein Jahr in Voraus gebucht oder näher an Reise?

Ich wünsche dir gute Besserung. Mein Vater hat vor 3 Jahren den Kampf gegen Krebs leider verloren 🙁

Felix
wohl Ende 28 wieder 5-6 Wochen Botswana (Khutse+KTP)+ Süd-Namibia Nov- 25-Jan 26 3W Botswana (KTP, Moremi, Nxai+Makgadikgadi Pans NP), + 3W Namibia Nov/Dec 2021 KTP-Kaa-Mabua-KD2 (Bericht) April 2019 KTP + Südliches Namibia / Reisebericht KTP und Süd-Namibia / Blog Sept/Oct 16 Etosha-Caprivi-Chobe-Moremi-CKGR / Reisebericht / Blog
1'523 Beiträge · seit 201130. Jan. 2017 · #54
Guten Abend Günther,

Du machst Dir heftige Selbstvorwürfe......obwohl die Blutwerte in der Toleranz und keine Symptomatik da war...

und Du Dich körperlich fit fühlst.....mach es Dir nicht schwerer..........viel Kraft.... 🙂 🙂 🙂

lg....BMW
444 Beiträge · seit 201130. Jan. 2017 · #55
Hallo Günter,
auch von mir ein Dankeschön für deinen interessanten Bericht. Und wie auch schon die Vorschreiber, drücke ich dir alle Daumen, die ich habe.
Wir sind leider gegen diese Dinge nicht gefeit.
Gruß Wilfried
785 Beiträge · seit 200830. Jan. 2017 · #56
Hallo Günter,

mit Freude habe ich euren tollen Reisebericht gelesen, ihr habt wirklich sehr viel erlebt und ein super Reise gehabt!

Ich kann mir nur ansatzweise Vorstellen, wie sehr dich / euch jetzt diese Diagnose geschockt hat und es ist schwierig hier die passenden Worte zu finden!

Meiner Meinung nach ist es in so einem Fall, jetzt ganz ganz wichtig sich nicht auf zu geben und den Glauben an sich und die Genesung nicht zu verlieren !!!

Ohne dich jetzt zu kennen, denke ich, da packst dass und ich würde mich freuen, dich / euch mal irgendwann, irgendwo, gesund und munter in Afrika zu treffen,..... das erste Bier geht dann auf mich!!!!

Ich drück dir von ganzem Herzen die Daumen!!!!!


Viele liebe Grüße


Markus
1'624 Beiträge · seit 201530. Jan. 2017 · #57
Hallo Günter
auch von mir alles Gute und ein herzliches Dankeschön für Deinen sehr gut geschriebenen und mit sehr vielen tollen Fotos gespickten Bericht. Am Besten hat mir ja der Löwenpascha gefallen, der direkt auf "Euch" zugerast kommt. Auch wenn die Qualität der Fotos leider nicht mit der Superszene mithalten können, man sieht diese Wahnsinndynamik und Kraft dieses tollen Tieres. Ich gebe viel so etwas auch einmal zu erleben.
LG Elisabeth
Reiseberichte/ Fotos im Namibiaforum: Namibia, 2x Kenia, Äthiopien/Djibouti, Südafrika, Marokko, Ecuador Festland Reiseberichte/Fotos in Ingrids Forum: Baja California, Delta und Krüger, Simbabwe, Réunion, Ecuador/Galapagos, 2x Indien, Milos/Santorini, Kanada "Viele sagen, man soll gehen, wenn es am schönsten ist, aber ich finde, man soll lieber dahin gehen, wo´s am schönsten ist." Das Känguruh
zuletzt bearbeitet 01. Feb. 2017
Themenstarter67 Beiträge · seit 200931. Jan. 2017 · #58
Hallo "Wüstenfee",
haben uns sehr über Deine Nachricht gefreut, dass Deine Symptahiewerte für Nick den unseren gleichen. In 2016 war er fast jeden Tag auf Tour in Namibia und Botswana, über Weihnachten/Jahreswechsel war er voll ausgebucht mit seinem Ferienhaus in Südafrika.
Wir stehen mit ihm regelmäßig in Kontakt und planen mit Ihm in 2018 eine Reise in die versteckten Ecken des Krüger NP.
LG Günter
Reisebericht Kalahari 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/291069-kalahari-expedition-2016.html https://www.cewe-community.com/de/galerie/book/32434#pageflip/page/1
1'822 Beiträge · seit 201631. Jan. 2017 · #59
Hallo Günter,

vielen Dank für deinen schön bebilderten Reisebericht. Die Kalahari ist wirklich ein ganz besonderer Ort, der einen unweigerlich in seinen Bann zieht.

Ich wünsche dir alles Gute und ganz viel Kraft und Optimismus für die anstehende Therapie!

LG
Sascha
Website: www.picturesgonewild.de SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
105 Beiträge · seit 201631. Jan. 2017 · #60
Hallo Katrin und Günter,

vielen Dank für den schönen und informativen Reisebericht und die tollen Bilder.
Ich wünsche euch von Herzen viel Kraft für die Kampf gegen den Krebs.

Cora
Reisen: Marokko 2006-2024 18 mal, Jordanien 2015, Namibia 2016, Nam-Bot-Sim 2017, Malawi-Sambia 2018, Tansania 2019, Uganda 2020, Oman 2022, Südafrika 2023, Madagascar 2023, Kenia 2024, Kambodscha 2025, Usbekistan 2025