seit vielen Jahren nutzen wir dieses Forum, um Anregungen für unsere Reisen nach Namibia und Botswana zu finden. Wir, das sind Katrin und Günter aus Thüringen, die Ihre Verbundenheit zur Natur mit Ihren Urlaubsreisen verbinden. Dabei gehört unser erstes Interesse der deutschen Ostseeküste im Bereich Fischland – Darß - Zingst. Auch dort gibt es mit dem Darßer Wald, eindrucksvolle Hirschbrunft, und dem Nationalpark mit seinen Kranichzügen fast unberührte Natur. Dann kommt natürlich das südliche Afrika. Wir waren in Kenia, Namibia und Botswana, welches wir besonders lieben, unterwegs. Aber auch andere Länder sind für uns interessant, 2015 tourten wir mit dem Wohnmobil durch die kanadischen Rocky Mountains (sehr zu empfehlen).
Obwohl vor uns schon andere (Dagmar und Jürgen) über eine ähnliche Tour in 2016 berichteten, wollen wir Euch über unsere Erfahrungen und Erlebnisse informieren. Vielleicht kann der eine oder andere Rückschlüsse für seine Planungen ziehen, auch weil wir uns in der wenig bekannten Ecke der Kaa Consession aufhielten. (Durch eine schwere Erkrankung kann ich den Bericht erst jetzt schreiben.)
Der Grund für unsere Reise, war mein runder Geburtstag im April, den ich in Botswana feiern wollte. Inspiriert durch eines unserer Lieblingsbücher , „The Cry of Kalahari“ vom Mark und Delia Owen, planten wir eine mehrtätige Reise durch das CKGR. Wir wollten an den Platz des Camps von Mark und Delia im Deception Valley, wo Sie sich von 1974 bis 1980 als erste weiße Biologen aufhielten. In ihrem zweiten Buch „Das Auge des Elefanten“ schildern sie, wie sie nach ihrer Rückkehr 1985 Botswana leider wieder verlassen mussten, weil ihr nächster Forschungsauftrag durch die Regierung abgelehnt wurde. (In „The Cry of Kalahari“ hatten sie ausführlich über die Vernichtung der großen Gnu Herden durch den Kuke Fence berichtet )
Wir organisierten die Tour über einen Anbieter in Swakopmund, Safari 24/Bushlife Safari, der auch eine Tourgenehmigung für Botswana besitzt. Wir wollten nicht selbst fahren, - keine Erfahrungen im Central Kalahari Game Reserve - Wo war das Camp mit Landepiste von Mark und Delia Owen ? - unbekannte Kaa Consession - wollten Informationen über Land, Menschen, Besonderheiten, Geschichten, …
Safari 24 (kannten wir nur über das Internet) organisierte alles, stellte Fahrzeug, komplette Equipment und Guide/Driver. Natürlich machten wir uns im Vorfeld Gedanken, ob das mit dem Guide passt, von dem wir ja mehr oder weniger abhängig sind. Im nachhinein können wir uns keinen besseren Guide als Nick Bornmann vorstellen, einen mit der Natur verwachsenen Menschen mit sehr viel Input über Land und Leute, der Mark und Delia in Maun (damals noch ein Dorf) persönlich begegnet ist . Zum Abschied am Flughafen in Windhoek flossen Tränen, für 2018 planen wir die nächste Tour mit ihm.
Unsere Tour:
16.04.: Abflug Frankfurt mit AIR Namibia 17.04.: Kalahari Bush Break Lodge 18.04.: El Fari Camp Site 19.04.: CKGR, Deception Valley Campsite 04 20.04.: CKGR, Deception Valley Campsite 04 21.04.: CKGR, Deception Valley Campsite 04 22.04.: CKGR, Motopi Campsite 01 23.04.: Kalahari Arms Hotel 24.04.: Kaa Consession, Name/Zutswha Pan Campsite 25.04.: Kaa Consession, Name /Zutswha Pan Campsite 26.04.: KTP, Ta Shebube Polentswa Lodge 27.04.: KTP, Ta Shebube Polentswa Lodge 28.04.: KTP, Ta Shebube Rooiputs Lodge 29.04.: KTP, Ta Shebube Rooiputs Lodge 30.04.: Torgos Safari Lodge 01.05.: Kalahari Anib Lodge 02.05.: Abflug Windhoek
16.04.: Flug mit einem neuen Airbus von AIR Namibia von Frankfurt nach Windhoek. Einchecken, Flug, Service und Landung wie bei allen unseren bisherigen Flüge mit AIR Namibia ohne Probleme. Der Flieger ist voll ausgebucht.
17.04.: Am Flughafen wartet der Guide von Safari 24, Nick Bornmann. Nach kurzem Small Talk geht es zum Geldautomaten, leider außer Betrieb - ich glaube wir hatten in der Vergangenheit niemals das Glück, das dieser funktionierte. Also anstellen an der Schlange zum Geld tauschen, um etwas Bargeld in der Tasche zu haben. Pulas hatten wir noch von unserer letzten Reise. Anschließend mit Nick Gepäck verstauen im Landrover Defender mit Spezialaufbau und los gehts.
Bei herrlichem Sonnenschein fahren wir auf der B 6 Richtung Botswana. In Gobabis halten wir für ein leckeres Frühstück bei Wimpy. Vormittags Ankunft in der Kalahari Bush Break Lodge. Die Farm ist ca. 20.000 ha groß und 25 Kilometer von der Grenze zu Botswana entfernt. Wir werden durch die Besitzer, Elsabe und Ronnie Barnard, begrüßt. Ronnie spricht perfekt deutsch, wir kommen sofort ins Gespräch.
Obwohl es10.30 Uhr ist, können wir sofort unser Doppelzimmer in einem Chalet beziehen. Eigentlich wollen wir nach dem Nachtflug 2 Stunden schlafen, aber an dem ca. 150 m entfernten Wasserloch herrscht ständig Betrieb.(Kudus, Impalas, Wasserböcke, Gnus und Warzenschweine) Wir sitzen auf der kleinen Terrasse und beobachten. Nach einem Lunch um 13.00 Uhr schlafen wir doch eine Stunde. Um 16.00 Uhr fahren wir mit Nick eine Pirsch auf der Farm. Die Pisten sind sehr tiefsandig und fordern fahrerisches Können, die Gäste aus dem Nachbarchalet hatten sich festgefahren und mussten durch Ronnie befreit werden. Eine Pirsch auf dem Farmgelände ist zu empfehlen, obwohl man wenig Tiere sieht. Die Landschaft ist aber eindrucksvoll, von einer Anhöhe schauten wir in die Weite der Kalahari bis zur botswanischen Grenze, Nick führte uns an einen Platz mit Buschmann Zeichnungen auf Felsplatten und zeigte uns Beeren, die man Essen kann. Der Strauch heißt übersetzt Rosinenstrauch und die Früchte schmecken tatsächlich so.
Das Dinner wird in der Lapa serviert, wir essen u.a. leckeres Oryx Steak. Während des Dinner kommen Kudus und Wasserböcke bis zur Lapa, sie fressen das satte Grün und Trinken aus einem Teich, der jetzt den lauten Fröschen gehört – wir sind wieder in Afrika angekommen. Morgen geht es nach Botswana.
Günter
unser Landrover
Spezialaufbau des Landrover mit Kühl- und Gefrieschrank und zwei 60 Liter Tanks für Wasser
Einfahrt zur Kalahari Bush Break Farm
unser Chalet
Rückfront des Chalet mit kleiner Terrasse
Blick von der Terrasse auf das Wasserloch (zwischen den beiden Bäumen)
Rosinenstrauch, die kleinen Beeren schmecken lecker
tolles Accessoires - Teewärmer
Teil 202. Dez. 2016
18.04. Kalahari Bush Break – El Fari Camp Site
Wir stehen um 05.30 Uhr auf, setzen uns auf die kleine Terrasse und beobachten die aufgehende Sonne. Die Vögel beginnen ihre Gesänge, die Gnus „rufen“ am Wasserloch. Um 08.00 gibt es ein ausgiebiges und leckeres Frühstück in der Lapa. Anschließend schauen wir uns im Haupthaus um. Hier ist deutlich erkennbar, dass auf der Farm gejagt wird. Verschiedene Trophäen werden zu Schau gestellt, sicher nicht jedermanns Sache. Um 09.30 Uhr fahren wir los, um 10.00 Uhr die Ausreise- und Einreiseformalitäten problemlos erledigt, wir fahren durch Botswana mit den üblichen vielen Rindern, Eseln und Pferden am Straßenrand.
Gegen 13.30 Uhr sind wir in Ghanzi. Im großen Spar ergänzen wir unsere Vorräte für die nächsten 5 Tage und wollen im gegenüber liegenden Ghantsi Craft Buschmann Souvenirs erwerben. Der Laden ist über die Mittagszeit geschlossen, nach kurzer Zeit erscheint aber ein Angestellter, der für uns öffnet. Das Angebot ist leider überschaubar, beim Kauf von zwei Exponaten erleben wir unsere erste Überraschung, einer unser alten 50,00 Pula Scheine ist nicht mehr gültig.
Gefühlt sind es inzwischen 35 Grad, wir beschließen in das wenige Meter entfernte Kalahari Arms Hotel zu gehen. Da die Küche schon geschlossen ist, spricht Nick mit dem Restaurantleiter, und für uns werden noch kurzfristig leckere Steaks bereitet. Es war das beste Rumpsteak, dass ich seit Jahren gegessen haben.
Gestärkt fahren wir 100 Km Richtung Norden, zum El Fari Camp Site. Am nördlichen Ortsausgang halten wir an einer Tankstelle mit einem Shop für Biltong. Laut Nick das beste Biltong in der Region. Im Angebot ist Biltong von Elenantilopen, da wir auch Biltong lieben, schlagen wir zu – „normales“ und mit Chili. Beides schmeckt lecker, zumindest werden wir im CKGR nicht Hunger leiden.
Der El Fari Camp Site ist an der A 3 ausgeschildert. Wir biegen ab und fahren ca. 10 Kilometer durch Buschland auf sandiger Piste. Der Betreiber des Camp Site wohnt in einem kleinem Anwesen. Die einzelnen Plätze sind wie Inseln angelegt. Der Camp Site verfügt über ein Waschhaus mit sauberen Duschen und Toiletten. Jeder Camp Sie verfügt über eine Feuerstelle.
Wir bauen zum ersten Mal unser Zelt, mit Feldbetten und Bedrolls. Bis in die Dämmerung genießen wir die Ruhe, die Gesänge der Webervögel und die Stimmen der Natur. Die Milchstraße leuchtet am Himmel, wir können einen Satelliten beobachten, wie er seine Bahn zieht. Morgen geht es in das CKGR.
Günter
Parkplatz Spar in Ghanzi
El Fari Camp Site
El Fari Camp Site, Ameisen sichern die Eingänge zu ihrem Bau mit einem Sandwall, der Betreiber des Camp Site erklärt uns, das dies auf Regen hindeutet - ob diese Aussage ein Fake ist ? , in der Nacht hat es tatsächlich in Strömen geregnet
Diese Falter, die scharf auf Alkohol sind (an Wasser gehen sie nicht), werden uns die gesamte Reise "begleiten"
Teil 304. Dez. 2016
19.04. El Fari Camp Site – CKGR, Deception Valley
Wir wachen gegen 03.00 Uhr auf, es tropft im Zelt und es regnet in Strömen, vielleicht ist das mit den Ameisen doch kein Fake. Wir müssen aufstehen und den Regenschutz auf dem Zelt befestigen. Wir hatten das am Abend nicht gemacht, da wir nie mit Regen gerechnet haben. (Auf unserer weiteren Tour haben wir den Regenschutz dann immer befestigt.) Zum Regen kommt noch ein kräftiges Gewitter, das Ergebnis ist ein herrlicher Regenbogen, als wir um 07.00 Uhr frühstücken. Vom Betreiber des Camp Site organisiert Nick noch zwei Säcke Holz, dann packen wir unsere Zelte und verstauen das Equipment im Landy und auf geht’s. Wir fahren wieder auf der A 3 bis kurz vor die Veterinärkontrolle am Kukce Fence. Wir biegen ab auf die Piste zum Tsau Gate. Auf der tiefsandigen Piste verringert Nick den Luftdruck, während wir die Spuren im Sand der verschiedenen Insekten und Eidechsen studieren. Die Fahrt bis zum Tsau Gate ist eintönig, überraschend stoßen wir auf Spuren von Elefanten. Elefanten im CKGR ??? – Ja, auch im Deception Valley sehen wir Spuren.
Der „Check In“ beim Tsau Gate verläuft gegen 10.45 Uhr problemlos, der Ranger scheint über Abwechslung erfreut zu sein. Wir sind seit 2 Tage das erste Fahrzeug. Auf den folgenden 32 Kilometer entlang dem Kukce Fence passiert wenig. Der Zaun ist an vielen Stellen marode bzw. fehlt ganz, gut für den Wildwechsel der Tiere. Wir sehen einen großen Kudu Bock, der problemlos über den Zaun springt, aber sofort im Busch verschwindet. In den Bäumen sitzen Singhabichte, wir können ein Schlangenadler erkennen, ab und zu laufen Strauße die Piste entlang. Nach 32 Kilometern biegen wir ab zur Motopi Pan. Im gesamten Motopi Bereich ist der Bewuchs an der Piste sehr hoch, so dass kaum Beobachtungen möglich sind. Am Motopi Wasserloch treffen wir auf Oryx Antilopen, Kudus und eine Gnu Familie.
Am Passarge Wasserloch können wir uns eine längere Pause für ein Picknick im Busch. Jetzt wird die Landschaft offener, wir bewundern die Weite und Schönheit der Graslandschaften mit ihren Bauminseln. Wir nehmen die 80 Kilometer lange Piste durch das Passarge Valley zur Leopard Pan. Die Strecke ist die schönste, die wir im CKGR gefahren sind. Wir sehen große Springbock und Oryx Herden, stoppen mehrmals um die eindrucksvolle Wolkenformation, die als Regenfront uns scheinbar folgt, zu bewundern.
Im Passarge Valley treffen wir auf die ersten Löwen. Ein kleines Rudel, vier weibliche und ein junges männliches Tier liegen ca. 50 Meter von der Piste entfernt unter einer Buschgruppe. Sie dösen in der Hitze und machen einen wohlgenährten und zufrieden Eindruck.
Später macht uns Nick auf das seltsame Verhalten einer Gruppe Oryx Antilopen aufmerksam, die uns keinerlei Beachtung schenken, aber angespannt in Richtung einer Buschgruppe schauen. Und siehe da, plötzlich taucht ein Leopard in dieser Buschgruppe auf. Schnell ein paar Fotos, als er uns bemerkt, verschwindet er sofort wieder im Busch.
Auch in der Leopard Pan freuen wir uns über die Weite mit ihren Springbock und Oryx Herden. Hier stellen wir fest, dass wir uns zu viel Zeit genommen haben. Wir müssen durch die Sunday Pan schneller fahren, es fängt schon an zu dämmern. Dabei sehen wir eine Wildkatze, die 2 kleine Jungtiere im Maul abwechselnd über die Piste trägt. Für Fotos ist es zu dunkel, auf Licht verzichten wir, wir wollen sie nicht erschrecken. Diese sehr schöne Beobachtung hat uns wieder Zeit gekostet, so dass wir erst im dunkeln unseren Camp Site Deception Valley Nr. 04 erreichen. Der Aufbau der Zelte erfolgt mit Taschenlampe und Scheinwerferlicht. Zum Abendbrot grillen wir Fisch, wir sind sehr glücklich über die Eindrücke des ersten Tag. Die nächsten Tage touren wir durch das Deception Valley.
Allen einen schönen 2. Advent - Fortsetzung folgt. LG Günter
El Fari Camp Site - 2 Säcke mit gutem Mopane Holz werden verstaut.
Fahrt zum Tsau Gate - Reduzierung des Reifendrucks
Buscheidechse - während wir den Reifendruck reduzieren, sucht Katrin nach "kleinen" Tieren
Sattelschrecke - hinterlassen schöne Spuren im Sand, Katrin s.o.
Tsau Gate
Piste im Bereich Motopi
Picknick im Bereich Passarge Wasserloch
Straußenfamilie - Passarge Pan
Springbock -. Passarge Pan
Erdhörnchen - viele haben ihren Bau unmittelbar an der Piste
Passarge Pan Passarge Pan
erste Löwen im Bereich Passarge Pan
Leopard im Bereich Passarge Pan
die Springböcke haben viele Jungtiere die sich zu einem "Kindergarten" zusammen schließen
Teil 410. Dez. 2016
20.04. – 21.04. Deception Valley
Der Ablauf in den nächsten Tagen ähnelt sich. Gegen 05.45 Uhr schälen wir uns aus den bedrolls, leichtes Frühstück mit Tee, Kaffee und Shortbread. Spätestens 06.30 Uhr geht es auf Pirsch, dem Sonnenaufgang entgegen. Auch im CKGR sind die frühen Morgenstunden für Tiersichtungen die besten. Gegen 12.00 sind wir im Camp zurück. 15.00 Uhr geht es wieder auf Pirsch, gegen 18.30 Uhr Rückkehr, Lagerfeuer, Grillen, spätestens 21.30 Uhr schließen wir im Zelt die Augen. Mit unserem Wasser müssen wir sparsam umgehen, einer der beiden im Auto verbauten 60 Liter Kanister ist nur mit 10 Litern gefüllt, Ursache wahrscheinlich eine Luftblase. Wir verzichten die nächsten Tage auf eine Dusche.
Die Deception Campgrounds befinden sich von der großen weiten Pfanne etwas entfernt in einem Waldstück. Blick auf die Pan hat man nicht, es gibt sicher idealere Plätze wie Kori 1 und 2. Diese sollen laut Nick aber häufig Löwenbesuch erhalten. Wir freuen uns auf unseren Platz Nr. 4 über schönen Vogelbesuch, Tokos, Webervögel, Frankolinen, Rotbauchwürger und Königswitwen, die sich auch über unsere kleine, gebaute Vogeltränke freuten. In einer großen Akazie sitzt ein Perlkauz, der über uns wacht und in der Dämmerung mit seinen Rufen Gefährtinnen anlocken möchte. Da die An- und Abfahrt zum Camp Site über eine Tiefsandpiste erfolgt, konnten wir an den Spuren die nächtlichen Besucher identifizieren, u.a. taucht jede Nacht eine Hyäne auf. „Nachmieter“ unseres Platzes waren übrigens die Fomis Dagmar und Jürgen - Reisebericht „ Take - off „.
Beeindruckend ist die Weite des Deception Valley mit seinen großen Herden an Springböcken und Oryx Antilopen. Auffallend sind die vielen Jungtiere, wir können immer wieder kleine „Kindergärten“ beobachten, die durch Ihre Mütter beschützt werden. Am 20.04. sehen wir früh zwischen Oryx Antilopen zum ersten Mal Löffelhunde, am Nachmittag im Bereich des Sunday Pans Wasserloch einen großes Geparden Männchen. Wir können im gesamten Valley nur noch 2 kleine Gnu Familien feststellen, auf Giraffen treffen wir zweimal. Im Bereich des Letiahau Wasserloch sehen wir überraschend eine einzelne Elefanten Fährte.
Während der Pirschfahrten treffen wir auf viele Vögel. Eine große Zahl von Sing Habbichten, einen konnten wir sogar auf „Boden Jagd“ beobachten. Glücklich waren wir über ein gelungenes Foto des „Schnurrbärtchen“. Diese kleinen, scheuen Vögel begleiteten uns täglich, einer blieb letztlich für schnelle Fotos kurz sitzen.
Auffallend viele Puffotter können wir auf und an den Pisten beobachten. Im Sand sehen wir häufig Spuren von anderen Schlangen. Die Begegnung mit einer schwarzen Mamba ist etwas kritisch. Sie liegt direkt vor uns auf der Piste. Nick muss stark bremsen, die Mamba ist sichtlich erschrocken und springt sofort in die Höhe auf einen Busch unmittelbar neben uns. Wir schließen sofort die Fenster, an Fotos ist nicht zu denken. Wir sehen zum ersten Mal diese große, schlanke Schlange und sind beeindruckt von ihrem „Sprung“. Später erklärt uns Nick, das er zwei Dinge fürchtet, Malaria und die schwarzer Mamba.
Am 21.04. sehen wir ein großes Löwenrudel, 11 weibliche und heranwachsende Löwen und einen Pascha, der sich etwas abseits hält. Eine Löwin setzt immer wieder zur Jagd auf eine Gruppe Oryx Antilopen an, hat allein aber keine Chance. Im sicheren Abstand zum Rudel hoffen mehrere Schakale auf Beute. Die Entfernung im Grasland ist mit 80 bis 100 Meter groß, so dass keine guten Fotos entstehen. Nach 45 Minuten verschwinden die Löwen in einer Baum- und Buschgruppe in Richtung Kori Camp Sites, eine dortige Spurensuche ist ohne Erfolg.
An beiden Tagen zeigt uns Nick die Waldinsel, in der Mark und Delia Owen Ihr Camp hatten. Die Baumgruppe befindet sich am westlichen Ende der breiten Hauptpiste an einer Wegegabelung. Wenn man genau sucht, erkennt man noch im Boden die Reste der ehemaligen „Toilette“. Nick erklärt uns, das man nicht mehr mit Schilder auf das Camp hin weist, da diese immer wieder von Touristen als Souvenir mitgenommen wurden. Wir halten mehrmals an dieser Baumgruppe und sind in unseren Gedanken in den Plänen des Romans. Wir rekonstruieren, das sich die Deception Camp Sites in der im Buch beschrieben Ost Düne befinden, die Kori Camp Sites im Bereich der Sektion des blauen Löwenrudels mit seinem Anführer Bones. Der Bau der braunen Hyänen, dem eigentlichen Forschungsauftrag von Mark und Delia muss sich weiter westlich der jetzigen Kori Camp Sites befunden haben.
Mit diesen tollen Erfahrungen können wir das Deception Valley verlassen, wir werden wieder kommen und dann versuchen, den Kori Camp Site Nr. 01 oder 02 zu reservieren. Morgen fahren wir zum Motopi Camp Site. LG Günter
unser Camp Site
Lagerfeuer und Grillen auf de Camp Site
leckere Steaks und Folienkartoffel
der Perlkauz wacht über unserem Camp Site
Gelbschnabeltoko am Camp Site
Grasebenen im Deception Valley
Grasebenen im Deception Valley
Deception V alley - frühe Morgenstunden
Gepard Bereich Sunday Pan Wasserloch
Löwenrudel im Deception Valley
der Pascha des Rudels
Löffelhunde im Deception Valley
Schabrackenschakal im Deception Valley
Oryx mit Jungtieren im Deception Valley
Oryx kreuzen immer wieder die Pisten im Deception Valley
Sprinbock mit Jungtier
dieser junge Springbock wird seinem Namen gerecht
Gnu Familie im Deception Valley
Giraffe im Deception Valley
Doppelbandrennvogel
Sekretär
Riesentrappe
Singhabbicht auf "Bodenjagd"
Schnurbärtchen
Erdhörnchen
Erdhörnchen nutzen ihren buschigen Schwanz als Schattenspender
Puffotter
in diesert Waldinsel befand sich das Camp von Mark und Delia Owen
Teil 513. Dez. 2016
22.04. Deception Valley – Motopi Camp Site , Nr. 01
Mit dem Sonnenaufgang fahren wir zunächst in den Bereich der Kori Camp Sites, um nach Spuren des gestrigen Löwenrudels zu suchen. Tatsächlich finden wir Spuren auf der sandigen Piste. Das große Rudel hat sich nachts an den beiden Kori Camp Sites vorbei weiter ostwärts bewegt, für uns keine Chance, es nochmals zu sehen. Nach einer abschließenden Runde fahren wir zu unserem Camp Site zurück, bauen die Zelte ab und verstauen diese mit dem restlichen Equipment im und auf dem Landy.
Die 136 Kilometer bis Motopi fahren wir wieder durch die Leopard Pan, hier können wir neben Oryx, Springböcken und Schakalen auch wieder 3 Löffelhunde entdecken. Im Passarge Valley sehen wir eine sehr nervöse Springbockherde, können aber durch das hohe Gras und die Büsche keine Katzen sehen. Auf einem nicht besetzten Camp Site im Passarge Valley mit herrlichen Ausblick auf die Pan lassen wir uns 2 Stunden nieder, Picknick, Vogel- und Erdhörnchen Beobachtung. Ein interessantes Detail sind die Bißspuren, die eine Hyäne im Plumpsklo des Camp Site hinterlassen hat.
Gegen 15.30 Uhr sind wir am Motopi Wasserloch. Da nicht viel los ist, fahren wir zu unserem Camp Site Nr. 01. Der Camp Site ist nochmals ca. 30 Minuten vom Wasserloch entfernt und schwer zu finden. An der Nebenpiste gibt es keinerlei Hinweise. Zum Glück war Nick schon vor Wochen einmal dort, so dass er die Strecke kennt. Der Camp Site ist sehr schön auf einer Anhöhe gelegen, wir haben einen tollen weiten Blick in die Pan.
(Für uns ist nachvollziehbar, dass Dagmar und Jürgen – Reisebericht take off – den Camp Site 01 nicht gefunden haben. Man fährt auf einer Nebenpiste, z.T. mit starken Bewuchs ins nichts. Im Anhang stelle ich die Camp Site im CKGR mit den GPS Daten ein, evtl. schon vorhanden)
Während ich mit Nick die Zelte aufbaue, kann Katrin zum ersten Mal die Buschdusche benutzen. Unser Wasservorrat läßt dies jetzt zu, die Freude ist ihr anzusehen. Anschließend fahren wir zum Wasserloch und genießen einen schönen Sonnuntergang mit Oryx, Springböcken, Kudus, Schakalen und vielen, vielen Vögeln. Zum ersten Mal sind wir in der CKGR nicht allein, ein „Ehepaar“ mit einem geländegängigen Wohnmobil (Mercedes?) mit Schweizer Kennzeichen leistet uns Gesellschaft.
In der Dämmerung fahren wir zum Camp Site zurück, Lagerfeuer, leckeren Gulasch mit kühlen Windhoek Lager. Wir sind traurig, morgen verlassen wir das CKGR. Wegen seiner eindrucksvollen Landschaft, der Weite, der Einsamkeit und der Tiersichtungen werden wir wieder kommen, dann soll Piper Pan aber mit im Plan sein. „The Cry of Kalahari“ werden wir unter einem anderen Blickwinkel erneut lesen, wir kennen jetzt das Terrain.
Camp Site im CKGR
Passarge Valley
Camp Site im Passarge Valley
Agame Camp Site Passarge Valley
Rotkopfamadine Camp Site Passarge Valley
Warzenschweine Bereich Passarge Wasserloch
Kaptriel
Oryx Motopi Wasserloch
Sonnenuntergang Motopi Wasserloch
Motopi Camp Site 01
leckerer Gulasch mit Pasta und Butternutkürbis
Teil 615. Dez. 2016
23.04. Motopi Camp Site – Kalahari Arms Hotel Ghanzi Die Nacht war ruhiger als auf dem Deception Camp Site, nur ein Schakal hat geheult und wir hörten die Rufe einer entfernten Eule. 05.30 Uhr aufstehen, kurzes Frühstück und ab geht es zum Motopi Wasserloch. In den frühen Morgenstunden sehen wir an der Piste einen Kaphasen, ein Steinböckchen im Busch versteckt, eine große Gruppe Haubernperlhühner trottet vor uns in den Fahrspuren. Sie wollen ebenfalls zum Wasserloch, wir fahren die letzten 5 Kilometer sehr langsam, um sie nicht zu verscheuchen/gefährden.
Am Wasserloch kommen zum trinken Oryx, eine Gnu Familie, Kudus, mehrere Schakale und viele Vögel. Ein Säbelschnäbler steht die gesamte Zeit im Wasser, interessant sind für uns mehrere Königswitwen, die ihre langen Schwanzfedern nur während der Balz tragen. Mit uns ist wieder das Schweizer Ehepaar am Wasserloch.
Säbelschnäbler
Königswitwe
Gegen 08.30 reißen wir uns los, fahren zum Camp Site, bauen unsere Zelte ab, packen alles ein und los geht die Fahrt zum Tsau Gate. Die Fahrt entlang des Kucke Fence ist wieder eintönig, zum Glück für die Tiere ist der Zaun an vielen Stellen defekt. Wir sehen wieder mehrere Elefanten Fährten. Der Ranger am Gate berichtet, dass vorgestern 4 Elefanten im Gate Bereich gesichtet wurden.
Gegen 12.00 Uhr haben wir wieder Asphalt unter den Rädern und fahren 80 Kilometer bis Ghanzi. Als erstes halten wir an der gleichen Tankstelle wie am 19.04., tanken, Luft auf die Reifen, eindecken mit dem köstlichen Billtong und einer Art getrockneten Wurst. Im Spar ergänzen wir unsere Vorräte für die nächsten Tage.
Das Einchecken im Kalahari Arms Hotel erfolgt problemlos, wir beziehen das Chalet Nr. 23 im großen grünen Garten mit Palmen und Pool. Das Chalet ist sauber, scheinbar modernisiert, 2 Schlafräume, einen Vorraum, Kühlschrank, Bad … . Natürlich duschen wir zuerst und waschen den Staub der CKGR ab. Am späten Nachmittag springen wir in den sauberen Pool, Salzwasser – Grundwasser. Eine herrliche Abkühlung.Mit uns sind noch zwei Kinder am/im Pool, die unsere Schwimmbewegungen nachmachen. Obwohl ca. 12 – 14 Jahre alt, können diese Kinder nicht schwimmen – wo sollen sie es auch lernen ? (Dieses Problem wurde auch bei vielen Flüchtlingen im Sommer in Deutschland sichtbar.)
Rückansicht des Hotels mit Eingang zum Restaurant
Verteilung der Chalets im Garten
unser Schlafzimmer
der Pool lädt zum Schwimmen ein, das Wasser ist angenehm kühl und salzig
Das Kalahari Arms Hotel hat scheinbar in Ghanzi den höchsten Standard. Es ist Samstag, wir sind die einzigen Touristen. In zwei Chalets sind Einheimische, die restlichen Zimmer sind mit Militärangehörigen belegt, die in den Abendstunden anreisen. Die gegenüberliegende, laut vielen Bewertungen im Internet besonders am Wochenende lärmende Disko, hören wir kaum. Es ist erstaunlich ruhig.
Das Restaurant des Hotel kennen wir schon von unserem Besuch am 18.04.- Es wirbt mit den besten T-Bone Steaks zwischen Kapstadt und Kairo. Katrin und Nick lassen sich von der Werbung locken, sind dann bitter enttäuscht – zäh, knorbelig… Mein Filet Steak war besser, konnte aber das Rumpsteak vom 18.04. nicht schlagen.
Interessant sind die großen Skarabäus, die durch das Restaurant fliegen, Geräusche wie ein Hubschrauber und ein Schrecken für die anwesenden Kinder. Katrin kann einen Skarabäus retten, als dieser in einen kleinen Teich stürzt.
Heute schlafen wir in richtigen Betten, morgen ist ein langer Fahrtag in die Kaa Consession. Für eine Zwischenübernachtung können wir das Kalahari Arms Hotel emfpehlen. Günter
Teil 719. Dez. 2016
24.04. – 26.04. Kaa Concession, Bereich KD2
Nach einem ausgiebigen Frühstück, gibt es in Menü Form und wird serviert, verlassen wir in den Morgenstunden das Kalahari Arms Hotel und fahren auf der A 2 280 Kilometer nach Kang. Auf der Fahrt haben wir ein Highlight, als wir einen Karakal sehen, der unmittelbar vor uns die Straße überquert. Vor Überraschung vergessen wir die Fototechnik. Ansonsten ist die Fahrt langweilig, es ist Sonntag Morgen/Vormittag, uns begegnen kaum andere Fahrzeuge. Durch die vielen am Straßenrand stehenden Esel, Rinder, Pferde und Ziegen fahren wir auch nicht schneller als 100 Km/h.
In Kang biegen wir ab und fahren 110 Kilometer bis Hukuntsi, die Straße ist nach wie vor im guten Zustand. An der Tanke in Hukuntsi tanken wir nochmals randvoll für die nächsten Tage. An der großen Pan am Ortsausgang halten wir für eine Pause. Die Pfanne ist riesig, Tiere sind nicht zu sehen.
Wir verlassen Hukuntsi und fahren jetzt auf einer schlechten Schotterpiste 50 Kilometer nach Zutswha, die letzte Siedlung vor dem KTP. Zutswha ist ein Dorf mit weit verstreuten Hütten und einem unübersichtlichen Wegenetz. Auf einem Sportplatz ist eine Art Sportfest, dem Fußballspiel schauen wir einige Zeit zu. Ich verteile an Kinder die aus Deutschland mitgebrachte Sachen (Sonnenbrillen, kleine Bälle), wobei mir eine Einheimische (Lehrerin, Mutter?)hilft.
Die Begeisterung der Erwachsenen, Jugendlichen und Kinder bei einem Fußballspiel mit einfachsten Mitteln nehmen wir mit und fahren zum Ortsausgang. Obwohl Nick schon mehrmals hier war, müssen wir wieder an einer kleinen Hütte halten und die Bewohner nach der richtigen Piste fragen. Am Ortsausgang, am Beginn der Piste durch den KD 2, ist das Hinweisschild mit den Preisangaben und zu beachtenden Regeln. Diese Art des Self Check In kennen wir von den Campingplätzen in den kanadischen Rocky Mountains, was dort funktioniert könnte auch in Botswana funktionieren. Wir füllen das notwendige Formular aus und bezahlen 350,00 Pula (3 Personen und ein Fahrzeug für 2 Nächte Camping) in das an dem Schild angebrachten Behältnis. Kommt das Geld tatsächlich bei den richtigen Leuten an ? – Umgerechnet 30,00 € sind für die Erlebnisse in den nächsten Tagen aber äußerst, äußerst preiswert.
Das 70 Kilometer lange Gebiet bis zum Kaa Gate des KTP ist jetzt unser Revier. Wir sind ganz allein, es werden die eindrucksvollsten 2 Tage unserer Tour folgen, in phantastischer Natur und schönen Tiersichtungen. Nach dem Self Check In verlassen wir den Ort und fahren auf einer sandigen Piste. Es heißt wieder den Reifendruck zu minimieren. Die Landschaft ähnelt zunächst einem riesigen Park, mit vielen Bäumen und hohen Gräsern, dazwischen das rot der Kalahari.
Nach ca. 20 Kilometern Sandpiste ist an einer großen Pfanne, die Name Pan, an einem alten Reifen ein Hinwies auf den Camp Site. Wir fahren zur Pfanne und können unseren Platz aussuchen. Unser Zelt bauen wir unter einer großen Hakendorn Akazie, direkt am Rand der Pfanne mit phantastischer Sicht. Es sind keinerlei sanitäre Einrichtungen vorhanden, Loch buddeln und die „Klappkonstruktion“ von Safari 24 benutzen – super.
Da wir nicht mehr auf Tour gehen wollen, verbringen wir einen sehr schönen Nachmittag am Rand der Pfanne. In der Pfanne tummeln sich viele Springböcke und Schakale, ein Erdhörnchen Bau befindet sich in der Nähe, in der Dämmerung treten Gnus aus den Büschen, in der Hakendorn Akazie hat ein Bilch seine Höhle – super, super schön. Nick berichtet, das sie vor 4 Wochen auch ein braune Hyäne mit Jungen und eine kleine Herde Elenantilopen in der Pfanne beobachten konnten. Zum Abend grillen wir Hähnchenschenkel und Maiskolben mit Butter. Die Schakale kommen bis auf wenige Meter zu unserem Lager, einer von uns muss immer am Feuer Wache halten, das kein Fleisch „gemobst“ wird. Der Abend ist wunderschön, wir sehen Sternschnuppen und viele, viele Sterne, als der Mond hinter den Wolken aufgeht, wirft er Strahlen wie bei einem Sonnenaufgang.
Bilch
Gegen 21.30 Uhr liegen wir im Zelt, die Schakale rufen sehr laut durch die Pan. Es scheint, dass die Gnus unmittelbar neben unserem Zelt grasen – der Camp Site ist ein Traum.
Am 25.04. fahren wir nach einem kleinen Frühstück m 07.00 Uhr los auf Pirsch in Richtung Kaa Gate. Es gibt nur eine, z.T. sehr tiefsandige Piste und mehrere große Pfannen. Zunächst können wir beobachten, wie die Kalahari zu blühen beginnt. Der Teufelsdorn öffnet mit den Sonnenstrahlen seine gelben Blüten.
Vor der ersten Pfanne queren plötzlich Elenantilopen die Piste, es sind die ersten, die wir nach vielen Jahren zu Gesicht bekommen. In der ersten Pfanne sehr wir dann viele dieser größten Antilopenart, dazu gesellen sich Oryx, Kuhantilopen und Springböcke. Auf der anderen Pfannenseite sehen wir zwei Löwinnen, die sich eine Herde Kuhantilopen nähern. Als sie scheinbar von uns Witterung bekommen, drehen sie sofort ab und ziehen sich in die Büsche zurück. Insgesamt sind die Tiere im KD 2 sehr nervös und scheu, Nick erklärt dies mit der Jagd, die wahrscheinlich hier noch durchgeführt wird.
Nach Durchqueren der Pfanne sehen wir im Sand die Spuren eines Leoparden, ohne diesen zu entdecken. Sehr schön können wir einen Gauckler und einen Raubadler beobachten.
Kurz vor der zweiten Pfanne entdecken wir plötzlich ein Löwenrudel, 2 weibliche und vier Jungtiere, ca. 25 Meter von der Piste entfernt in den Büschen. Diese Löwen verhalten sich anders als die o.g. 2 Weibchen. Sie sind entspannt, die Jungen sind neugierig, Nick vermutet deshalb, das es Löwen aus dem KTP sind und wissen, dass von Fahrzeugen keine Gefahr droht.
In der 2. Pfanne, der Koa Pfanne, sehen wir wieder Elen, Oryx, Springbock und Kuhantilopen, ein Kaphase hoppelt vor uns durch den Busch. Hier drehen wir und fahren zurück zum Camp. Die Löwen liegen immer noch entspannt unter den Büschen, an den Spuren erkennen wir, dass sie an der Piste an unseren Reifenspuren waren.
12.30 Uhr sind wir wieder in der Name Pan auf unseren Camp Site. Leckerer Lunch und dann Ruhe, die Tiere in der Pan beobachten und die Seele baumeln lassen. Am späten Nachmittag geht es für 2 Stunden nochmals in die andere Richtung (Zutswha), die vor allem durch ihre Landschaft beeindruckt.
Am Abend gibt es zum letzten Mal leckeres Steak (Oryx) am Lagerfeuer – Morgen sind wir in einer Lodge. Die Schakale lauern wieder auf ihre Chance. Wir genießen die Atmosphäre wie am Vortag und sind glücklich, die Kaa Consession – KD 2, in unsere Route aufgenommen zu haben. Wenn wir wieder kommen, dann für 3 Nächte. Nick erläutert uns, dass nur die Monate Februar – Mai/Juni interessant sind. In der übrigen Zeit gibt es kaum Tiere – keine künstlichen Wasserlöcher, die Gegend ist dann sehr trocken und karg. Für uns waren es die schönsten Tage. Morgen fahren wir nochmals die Piste entlang zum Kaa Gate des KTP, wo wir uns die nächsten Tage aufhalten.
Günter
Teil 822. Dez. 2016
26.04. KD 2, Name Camp Site – KTP, Ta Shebube Polentswa Lodge
In der Nacht machen die Schakale wieder richtig Theater, außerdem hat es geregnet. Frühes Aufstehen ist angesagt, zum Frühstück gibt es„ Reste Essen „, da wir die nächsten Tage in Lodges übernachten. Die Schakale scheinen sich an uns gewöhnt zu haben, sie nähern sich schon zum Frühstück unseren Tisch, einer muss wieder Wache schieben. Nachdem wir alles abgebaut und verstaut haben, fahren wir gegen 07.30 los, auf der gestrigen Piste zum Kaa Gate. Für die 50 Kilometer brauchen wir 2 Stunden, Piste ist sehr tiefsandig, Stopps an den großen Pfannen. Die Löwen sind verschwunden, nur noch ihre Spuren sind sichtbar. In den Pfannen sind erneut viele Antilopen, genauso beeindruckt uns wieder die Landschaft.
Gegen 09.30 Uhr am Kaa Gate scheint alles noch zu Schlafen, das Tor öffnen wir selbst, Militärangehörige des dortigen kleinen Stützpunkt sind im Beriech des Ranger Büros und spielen mit Ihren Smart Phone – wir haben in diesem Bereich wieder Wifi. Die Toilette ist geschlossen, defekt – also wieder in die Büsche. Unseren Müll vom Name Camp Site entsorgen wir in den dortigen Behältern. Der Ranger sieht sehr verschlafen aus, scheinbar haben wir ihn geweckt.
Nach erfolgtem Check Inn fahren wir 80 Kilometer auf der tiefsandigen Piste durch die herrliche Dünenlandschaft zum Nossob Revier. Unterwegs kommt uns ein Konvoi von vier „ „Landys „ (Südafrikaner) entgegen. Small Talk durch Nick in Afrikaans, eine Sprache die uns sehr gefällt, und weiter geht’s. Die Tiersichtungen halten sich auf dieser Piste in Grenzen.
An der Nossob Piste angekommen, fahren wir sofort nach Süden, 40 Kilometer bis zur Polentswa Lodge. In den letzten Tagen muss es kräftig geregnet haben, auf der Piste gibt es riesige Pfützen. Im ausgetrockneten Flussbett beeindrucken die abgestorbenen Bäumen, wir sehen Oryx, Springbockherden und viele Kuhantilopen.
Gegen 13.30 Uhr Ankunft in der Polentswa Lodge, die Lodge haben wir gewählt, da ich meinen runden Geburtstag in einer Lodge feiern möchte. Es hat sich dann angeboten, auch die zweite Lodge, Rooiputs, der Ta Shebube Gruppe zu buchen, in der wir später übernachten. Beurteilung der Polentswa Lodge: - Eröffnung 2013, Beschädigung durch einen Sturm 2015, Neueröffnung Febr./März 2016 - Phantastische Lage auf einem Dünenkamm mit Blick auf die Polentswa Pan - insgesamt 9 Meru Zelte, gebaut auf Holzplattformen mit großer Terrasse mit Blick auf die Pan - Ausstattung der Zelte sehr schön, Außendusche - man sollte unbedingt beachten, dass man von der Nossob Piste mindestens nochmals 30 Minuten Fahrzeit durch teilweise Tiefsand bis zur Lodge einplanen muss. (Zeitmanagement bei Game Drives)
Leider wird das Potential der Lodge durch seine exklusive Lage nicht genutzt, was z.T. auch andere Foristen beschreiben. - ein Hinweis zur Lodge an der Nossob Piste fehlt, wir benutzen die Abbiegung zu den Polentswa Camp Sites und finden dann auch die Piste zur Lodge - obwohl wir angemeldet sind und anfahrende Gäste mindestens 30 Minuten vorher gesehen werden, ist man von unserer Ankunft scheinbar überrascht, wir müssen das Personal suchen und finden dann den Koch, der erste Eindruck ist enttäuschend - der übliche Empfang in einer Lodge dieser Preislage mit kühlen Getränken Fehlanzeige, wurde später nachgeholt, als die Managerin gefunden wurde (Preise von 260,00 bis 360,00 US $ pro Person und Saison, Game Drive durch die Lodgemüssen extra gebucht werden, 60,00 US §, natürlich fahren wir selbst) - wir sind die einzigen Gäste, auch das Gästebuch zeigte eine sehr geringe Frequenz, (wie rechnet sich die Lodge für die Ta Shebube Gruppe ???), Nach unserer Abfahrt wird die Lodge für 4 Wochen für Reparaturarbeiten geschlossen. Nach Berichten von Fomis bestehen aber Mängel weiterhin. - Während der Zubereitung der Speisen „bingte“ immer wieder eine Mikrowelle, am 26.04. Wird zum Dinner Schweinekotelett serviert. Diese Erfahrung musste ich schon 2011 in der Grootberg Lodge in Namibia machen, ich hasse Schweinekotelett in Afrika, diese "typische afrikanische Speise" – das gesamte Essen entspricht nicht dem Preisniveau der Lodge, unsere Verpflegung am Lagerfeuer/Grill war um Längen besser. - Am 27.04. werden wir um 06.00 Uhr geweckt, als der Dieselgenerator, der sich direkt hinter den Zelten 3 bis 9 befindet angeworfen wird. Die Luft riecht extrem nach Abgasen.. Das gleiche wiederholt sich am 28.04., also kein Aufwachen mit dem Gesang der Vögel sondern stinkende Luft und Generatorkrach – wie in einer Großstadt. - Die Probleme der Lodge, die sich aus der Lage ergeben, z.B. musste das Wasserloch still gelegt werden (Probleme mit dem Wassermanagement, Konkurrenz zum Wasserloch in der Polentswa Pan) oder kein Wifi Empfang (Löwen haben alle Kabel zerbissen), deswegen auch nur Bar Zahlung möglich, können wir verkraften, aber das Preis-Leistungsverhältnis ist in keinster Weise gegeben. Wir bedauern, dass wir nicht den Polentswa Camp Site gebucht habe. An diesem fahren wir ständig vorbei und sehen das nicht alle Plätze belegt sind.
Polentswa Lodge, in der Mitte das Hauptgebäude
Blick vom Hauptgebäude der Lodge in die Polentswa Pan
unser Zelt Nr. 5 mit phantastischer Sicht auf die Pan
Unser Game Drive am Nachmittag verlief ohne besondere Tiersichtungen, die Zeit war aber auch sehr begrenzt, da für die Fahrt von der Lodge bis zum Nossob Revier und zurück jeweils mindestens eine halbe Stunde eingeplant werden muss. Vor Sonnenuntergang müssen wir in der Lodge zurück sein.
Wir freuen uns auf den nächsten Tag, indem wir den Polentswa Bereich ausgiebig erkunden wollen.
Günter
Teil 927. Dez. 2016
27.04. KTP – Bereich Polentswa
Mein Geburtstag – Während wir an anderen Tagen mit dem Gesang der Vögel aufstehen. dröhnt hier der Dieselgenerator in den Ohren und die Luft stinkt nach Abgasen. Wir ziehen uns schnell an, gehen zum Hauptzelt, Kleiner Snack, um 06.30 Uhr fahren wir mit Nick los. 30 Minuten bis zu den Camp Sites, hier ist noch keiner aufgebrochen. Wir queren das Nossob Revier mit seinen abgestorbenen Bäumen und den großen Nestern der Webervögel.
Auf der Nossob Piste stoßen wir nach kurzer Zeit auf Löwenspuren, in der Nacht hatte ich Löwen brüllen gehört. Nach kurzer Zeit sehen wir zwei Löwinnen, die auf der Piste nach Süden marschieren. Neben uns ist nur noch ein anderes Fahrzeug unterwegs. Wir beobachten beide Löwinnen eine Stunde, beide sehen wohlgenährt aus, am Kousant Wasserloch stillen sie ihren Durst. Eindrucksvoll ist, als sich beide neben die Piste in das hohe Gras legen, eine rechts, die andere links im Abstand von 20 Metern. Wir stehen zwischen beiden, als sie plötzlich anfangen zu brüllen, in einer Lautstärke, das das Herz stehen bleiben könnte. Das Spektakel, dass wir so noch nicht erlebt haben, dauert ca. 10 Minuten. Danach treffen sich beide wieder, laufen gemeinsam von der Piste in das hohe Gras/Büsche und weg sind sie. Sie liegen keine 20 Meter neben der Piste, aber jeder wird jetzt daran vorbei fahren.
Wir fahren weiter nach Süden, sehen viele Kuhantilopen, Springböcke und Oryx. Einen Gaukler können wir wieder längere Zeit beobachten. Er würgt und spukt die nichtverdaulichen Reste seiner Beute aus.
Eine weitere Löwin liegt schlafend am Rand der Piste, scheinbar kühlt der Sand, sonst hätte sie sich nicht diesen exponierten Platz gesucht. Wir drehen hier und lassen die Löwin in Ruhe schlafen.
Gegen 11.00 sind wir wieder in der Lodge. Uns wird ein Brunch, bestehend aus einer Käse-Obst Platte, Kartoffeln und Hähnchen serviert. Anschließend genießen wir bis 15.00 Uhr die Ruhe und Aussicht von unserer Terrasse auf die Polentswa Pan – tolle Entspannung.
Nach einem Snack geht es gegen 15.30 Uhr wieder auf die Nossob Piste, diesmal in Richtung Norden. Gefühlt ist es 35 Grad warm. Wir fahren den Loop bis zum Lijersdraai Rastplatz. Durch die große Hitze halten sich Tiersichtungen in Grenzen. Eine Puffotter schlängelt sich vor uns über die Piste, am Lijersdraai Rastplatz liegt auf dem Tisch ein Zettel mit einem Warnhinweis, dass sich ein Kapkobra im Baum befindet. Wir sind entsprechend vorsichtig, können die Schlange aber nicht entdecken.
Gegen 18.30 Uhr sind wir zurück in der Lodge, die 30 Minuten Fahrt von der Nossob Piste bis zur Lodge ist ein merklicher Nachteil, das Zeitfenster für die Pirschfahrten wird dadurch begrenzt. Zum Dinner werden wir an einer Sitzecke mit Lagerfeuer vor dem Hauptzelt plaziert. Es gibt ein ausgiebiges Buffet , diesmal dem Preis der Lodge angemessen, mit Butternutkürbis. Wir lieben diese Kürbisart. Zu meinem Geburtstag gratulieren alle Angestellten mit Gesang, ein leckerer Kuchen, für meinen Geburtstag gebacken, rundet diesen schönen Abend ab.
Glücklich und zufrieden können wir diesen gelungenen Tag beenden, morgen fahren wir nach Süden zur Rooiputs Lodge.
Günter
Teil 1007. Jan. 2017
28.04. Te Shebube Polentswa Lodge – Te Shebube Rooiputs Lodge
Zum Aufstehen der übliche Ablauf in der Polentswa Lodge. Die Angestellten laufen wie aufgescheuchte Hühner, sie packen Ihre Sachen und räumen die Lodge auf. Sie gehen in Urlaub, die nächsten 2 Wochen sollen in der Lodge Reparaturarbeiten durchgeführt werden. Man wartet nicht bis wir weg sind, unser Gepäck holen wir selbst. Zumindest erhalten wir ein großes Lunchpaket.
Um 06.45 Uhr brechen wir auf, fahren wieder die 30 Minuten bis zur Nossob Piste. Dann geht es 200 Kilometer Richtung Süden bis zur Rooiputs Lodge. Entlang der Piste fahren wir alle Wasserlöcher an. Wir sehen wieder eine Wildkatze, unsere dritte, die über die Piste huscht. Nach einigen Kilometern stoßen wir wieder auf Löwenspuren und entdecken dann abseits der Piste ein junges Männchen und eine Löwin, die an ihrem nächtlichen Riss, eine Oryx, fressen. Überraschend taucht aus den Büschen eine braune Hyäne, die erste, die wir überhaupt sehen, auf. Sie wurde scheinbar von dem Riss angelockt, bleibt aber in respektvollen Abstand von den beiden Löwen versteckt in den Büschen. Nach 10 Minuten gibt die Hyäne auf, zieht sich zurück und sprintet über die Piste auf die andere Seite des Nossob Reviers.
Wir fahren weiter, an den Wasserlöchern gibt es keine besonderen Beobachtungen, am letzten vor dem Nossob Camp tollen viele Vögel. Zwei Schakale fressen eine gefangene Taube und versuchen dann immer wieder, Vögel zu fangen. Durch das hohe Gras sind keine guten Fotos möglich. Mosambikgirlitz
Im Nossob Camp ist es ruhig, unser erster Weg führt zu den Toiletten. Im kleinen Shop kaufen wir Crash Eis für unser Wasser, es sind schon wieder gefühlte 32 Grad. Gegen 10.00 Uhr verlassen wir das Camp und fahren wieder auf die Wellblechpiste. Nach ca. 20 Kilometern sehen wir eine Gruppe Kuhantilopen, die konzentriert in eine Richtung starren. Wir stoppen und suchen das Gelände ab. Wir können zwischen den Büschen zwei Geparden auf „Pirsch“ entdecken. Die Geparden schleichen sich an uns vorbei, queren hinter uns die Piste und folgen der Gruppe Kuhantilopen.
Nach 30 Minuten fahren wir weiter. Neben den üblichen Verdächtigen sehen wir einen großen Kudu Bock, der die Piste quert. Anschließend beobachten wir eine große Straußen Familie mit vielen kleinen Jungtieren, die durch das ausgetrocknete Flussbett wandern.
Auf dem Picknickplatz Dikbaardskolk folgt unsere nächste Pause. Hier treffen wir auch das Personal der Polentswa Lodge, die bei ihrer Fahrt in den Urlaub diesen Platz ebenfalls zu einer Rast nutzen. Das seltsamste Safari Fahrzeug, welches wir sehen ist ein PKW Mercedes E-Klasse, besetzt mit 4 Personen. Die beiden Frauen sind geschminkt, wie für eine Abendveranstaltung, Männer in Anzugshose und Hemd. Sie wenden und fahren wieder Richtung Rooiputs/Twee Revieren. Viel Spaß beim nächsten Werkstattbesuch !!!
Gegen 15.00 Uhr erreichen wir die Te Shebube Rooiputs Lodge, mit exakt dem gleichen hochpreisige Niveau wie ihre Schwester Lodge Polentswa. Auch hier werden wir von der Köchin empfangen, die Managerin ist auf Pirschfahrt !! Neben uns sind nur noch ein südafrikanischer Fotograf, Gerhard Steenkamp, und 3 Südafrikanerinnen, die mit ihm auf Fotokurs sind, Gäste der Lodge. Mit diesen fährt auch die Managerin auf Pirsch .
Bewertung der Rooiputs Lodge: - Anfahrt erfolgt von der Nossob Piste über die Zufahrt zum Rooiputs Camp Site. Auch hier fehlt ein Hinweisschild, wir müssen uns erst bei Gästen des Camp Site erkundigen. - links und rechts eines großen Holz Chalets/Haupthaus mit Restaurant/Bar und Leseecke befinden sich insgesamt 11 Holz Chalets. Sie sind mit Blick auf die Dünen auf Holzplattformen gebaut. Die Chalets sind über einen Holzsteg miteinander verbunden. - große Solaranlage, kein laufender Generator wie in Polentswa, Wifi im Bereich desHaupt Chalet - jedes Chalet hat eine große Terrasse, getrennt vom Innenraum durch Glasschiebetüren - jedes Chalet hat für die Wasserversorgung eine eigene Gas-Wassertherme. Bei der Abnahme dieser Konstruktion würden in Deutschland die Haare zu Berge stehen. In unserem Chalet war nur sehr heißes Wasser vorhanden. Ich griff zur Selbsthilfe und stellte den Boiler neu ein. Die weißen Boiler an den Hütten passen nicht in die Landschaft. - Wir hatten Chalet Nr. 9. In diesem hörte wir starke „Zisch“ Geräusche zwischen den Holzbalken und dem Strohdach. Da wir eine Schlange vermuteten, informierten wir die Managerin. Nach ihren Äußerungen stammen die Laute von Fledermäusen. Es stellte sich dann tatsächlich heraus, dass sich Fledermäuse im Chalet befinden, die nachts über unsere Köpfe fliegen. Was wir als lustig empfinden, könnte für andere Gäste nervendsein. Für uns war es herrlich, die kleinen Fledermäuse im schwachen Licht zu beobachten. - Der in Dokumentationen der Lodge angegebene Pool ist eigentlich ein Tauchbecken. Während unseres Aufenthaltes war es ohne Wasser, da es Löwen ständig zum Saufen benutzen. - Von dem ausgeschriebenen Konzessionsgebiet ist nichts zu spüren. Die auf botswanischer Seite parallel zum Nossob verlaufende Piste wird durch alle genutzt. - Nachtpirschfahrten sind auch ausgeschrieben, werden aber durch die Managerin abgelehnt. In Gesprächen ist erkennbar dass die Managerin mit einer Belegung von 6 – 10 Gästen zufrieden ist, die Lodge ist aber für mehr als das Doppelte ausgelegt – wie in Polentswa betriebswirtschaftlicher Irrsinn. Nach den Beiträgen im Forum soll auch in Rooiputs das Management der Lodge inzwischen ausgewechselt sein. - Sehr schön ist die Lage der Lodge, dazu kommt das ständig präsente Löwenrudel. An den Spuren ist erkennbar, dass die Löwen bis zu den Terrassen der einzelnen Chalets kommen. Interessant dabei ist, dass sich unsere Terrassentür/Glasschiebtür nicht verriegeln ließ. Wie in Polentswa wird auch hier das Potential der Lodge nicht genutzt.
Löwenspuren an unserer Terrasse
Nach einem kleinem Imbiss begeben wir uns 16.30 Uhr auf eine erste Pirschfahrt im Rooiputs Gebiet bis zum Camp Twee Revieren. Wir beobachten Oryx Antilopen beim Überqueren der Dünen, große Springbock Gruppen mit vielen Jungtieren und staunen über die großen Nester der Webervögel. Im Camp Twee Revieren gelingt es uns im Shop endlich Ansichtskarten zu erwerben, ja wir benutzen noch diese konservative Art der Kommunikation.
Nach einem abendlichen Dinner am Lagerfeuer und Gesang der Angestellten, die Küche kann besser singen als kochen, freuen wir uns auf die Beobachtungen am nächsten Morgen.
LG Günter
Teil 1112. Jan. 2017
29.04. KTP Bereich Rooiputs - Rooiputs Lodge
Die Nacht in unserem Chalet ist aufregend, lustig und spannend. Zunächst wachen wir ständig auf, da die Fledermaus um unsere Ohren jagte, dann hören wir in den frühsten Morgenstunden Löwen brüllen. Wir sind 05.30 Uhr aufgestanden, der kleine Frühstück Snack ist um Längen besser als in Polentswa. Mit 12 Grad ist es am Morgen empfindlich kühl.
Gegen 06.30 Uhr fahren wir los, Löwen suchen. Rooiputs Wasserloch leer, Richtung Kij Kij auch ohne Ergebnis. Wir drehen und sehen an der Zufahrt zu den Rooiputs Camp Site zwei Autos stehen, dort, wo wir vor 60 Minuten lang gefahren sind. Und da sind auch „unsere“ Löwen, zwei junge Männchen und zwei Weibchen. Ein Weibchen „possiert“ auf den Grundmauern eines ehemaligen evtl.auch geplanten Gebäudes. Wir erkennen zum ersten Mal, wozu Löwen in der Lage sind. Dieses Weibchen nimmt ein dickes Kabel in seine Pfoten und versucht es durchzubeißen. Als dies nicht gelingt, geht es zu einem Rohr und verbeißt sich auch in dieses – suchte die Löwin in beiden Fällen Wasser oder war es reine Neugier ? Erinnern müssen wir uns an die Aussagen der Managerin der Polentswa Lodge, dass Löwen alle Kabel durchgebissen haben.
Wir beobachten die Löwen eine Stunde und fahren dann weiter Richtung Twee Revieren. Wir sehen wieder große Oryx Gruppen über die Dünen ziehen, große Gruppen von Springböcken und interessante Vogelbeobachtungen, wie diesen Lannerfalken.
In Twee Revieren tanken wir und Kaufen Kleber für meine Schuhe. Von meinen zwei Paar Wanderschuhen haben sich die Sohlen gelöst. Mit dem Kleber kann ich zumindest ein Paar so reparieren, das es bis zum Abflug hält.
Von Twee Revieren fahren wir entlang des Auob Reviers bis zum Wasserloch Gemsblokplein und besichtigen dort die Reste eine ehemaligen Fort. Danach fahren wir den Loop bis Kij Kij, die Landschaft ist herrlich, die Dünenlandschaft ist saftig grün, es blühen Blumen und Gräser.
Von Kij Kij geht es zurück zur Rooiputs Lodge. Vom Guide der Lodge erfahren wir, das ca. 5 Kilometer von der Lodge entfernt in Büschen versteckt drei Geparden an einer Oryx Antilope fressen, die sie in den frühen Morgenstunden gerissen haben. Auf der Suche nach den 3 Geparden fahren wir auf der parallel zum Nossob Revier verlaufende Piste auf botswanischer Seite, die eigentlich zur Konzession der Ta Shebube Gruppe gehört, aber jegliche Kennzeichnung fehlt und so durch alle genutzt wird. Tatsächlich finden wir die 3 Geparden und beobachten diese, wie sie an der Oryx fressen. Durch den ungünstigen Sonnenstand sind Fotos schwierig.
Nach 30 Minuten brechen wir ab und fahren zurück zur Lodge zum Lunch. Neben Gemüse und Obst wird wieder Schweinekotelett serviert – ich fasse es nicht und verzichte darauf. Bis 15.00 genießen wir die Ruhe auf der Terrasse unseres Chaltes, hören auf die Vogelstimmen und schreiben unsere Ansichtskarten. Durch die südafrikanischen Briefmarken müssen wir diese auch in Twee Revieren aufgeben. (Tatsächlich sind nach 2 Wochen bei unseren Freunden alle Karten angekommen.)
Nach einem kleinen Imbiss geht es am Nachmittag wieder auf Tour. Wir fahren in Richtung Twee Revieren die Wasserlöcher ab und sind gegen 16.30 Uhr im Camp. Neben der Abgabe der Karten wollten wir eigentlich unsere Pässe vom botswanischen Grenzbeamten ausstempeln lassen, um nicht noch einmal morgen früh in das Camp fahren zu müssen. Nick hatte uns erklärt, dass man dies auch einen Tag vorher machen kann. Leider haben wir die Schließzeit der „Grenzstation“ um 16.00 Uhr nicht beachtet, obwohl noch ein Beamter anwesend ist, stempelt er die Pässe nicht ab. Für uns heißt das, morgen nochmals ins Camp, eigentlich wollte wir über den Loop von Kij Kij aus zur Auob Piste fahren.
Von Twee Revieren aus benutzen wir wieder die Piste der Ta Shebube Konzession, wir wollen nach den Geparden schauen. Zuerst entdecken wir aber einen Fleckenuhu, der ruhig in einem Baum sitzt. Von seinen gelb leuchtenden Augen können wir uns kaum losreißen.
Wir fahren weiter und finden unsere Geparden, die mit prall gefüllten Bäuchen im hohen Gras liegen. Von der Oryx ist nicht mehr viel übrig. Aasfresser sind nicht zu sehen, es fällt uns auf, dass wir im KTP keinen einzigen Schakal sichten konnten.
Um 18.30 Uhr sind wir wieder in der Lodge. Vor dem Duschen muss ich erst wieder Gas-und Wasserinstallateur an der Therme spielen, damit endlich Wasser fließt. Da nach kurzer Zeit nur heißes fließt, fällt duschen aus. Zum Dinner gibt es das erste Menü, was dem Preisniveau der Lodge gerecht wird. Das gekochte und gestampfte Fleisch vom Rind – Seswaa - schmeckt hervorragend. Dazu die botswanische Tradition, dass Frauen die Männer bedienen und der hervorragendes Gesang der Angestellten - doch noch ein versöhnlicher Abschluss in den Lodges der Ta Shebube Gruppe.
Morgen fahren wir über Mata Mata zurück nach Namibia. LG Günter
Teil 1221. Jan. 2017
[]30.04. KTP Rooiputs Lodge – Twee Revieren – Mata Mata – Torgos Lodge Namibia[/]
In den frühen Morgenstunden werden wir durch Löwengebrüll geweckt. Die Löwen scheinen direkt hinter unserem Chalet zu sein. Wir stehen um 05.00 Uhr auf und suchen von der „offenen“ Dusche aus, das Gelände ab, können aber nichts feststellen. Wir bleiben gleich auf, packen unsere Sachen und begeben uns zum Hauptchalet. Das Personal ist sichtbar angespannt, die Löwen müssen irgendwo in der Nähe sein. An den Spuren ist erkennbar, dass sie versucht haben, in das Hauptchalet einzudringen.
Wir genießen den kleinen Snack, den heißen Kaffee und verstauen unser Gepäck und unser Lunchpaket im Landy. Anschließend verabschieden wir uns von den Angestellten und hier kommt die nächste Überraschung und Ungereimtheit für die Ta Shebube Lodges. Wir sollen für alle Getränke bezahlen, auch für das Wasser und den Hauswein, der entsprechend den Ausschreibungen Inklusive ist. In der Polentswa Lodge waren seltsamer Weise alle Getränke inklusive. Ein Gespräch mit der Managerin ist nicht möglich, da diese mit dem Fotografen und den Kursteilnehmerinnen auf Game Drive ist –noch vor uns hat sie sich „abgesetzt“. Wir „kramen“ mit Nick unsere letzten Pulas und Rand zusammen und bezahlen die Getränke. Nach diesem letzten negativen Eindruck von der Rooiputs Lodge fahren wir los um die Löwen zu suchen, die Sonne ist noch nicht aufgegangen. Es ist stark bewölkt und kühl. Wir brauchen nur bis zur Hauptpiste zu fahren. Am Rooiputs Wasserloch tummeln sich die vier Löwen von gestern und auf dem Dünenkamm liegt ein großer schwarzmähniger Pascha mit seiner „Auserwählten“ . Das kommende Geschehen ist eindrucksvoll und überrascht uns. Zunächst treiben die Löwen am Wasserloch „ Frühsport „. Danach nähern sich die vier jungen Löwen der Düne, eine Löwin kriecht immer weiter zum Dünenkamm. Plötzlich sprintet der Pascha mit Gebrüll auf diese Löwin los und beißt sie in die hinteren Läufe. Die Löwin unterwirft sich sofort, der Pascha rennt dann auf die anderen drei los und vertreibt auch diese. Danach begibt er sich wieder auf den Dünenkamm und stolziert vor seiner „Außerwählten“.
die folgenden beiden Aufnahmen sind durch die Schnelligkeit der Aktionen etwas unscharf
die Sonne ist aufgegangen, das Fotolicht verbessert sich
Die vier jungen Löwen finden sich wieder zusammen, laufen um den Düne herum und nähern sich von einer anderen Seite den Kamm. Der Pascha ist wieder sichtlich verärgert und vertreibt erneut die vier mit lautem Angriff und Gebrüll. Die vier scheinen jetzt sichtlich beeindruckt und legen sich in eine Senke. Nach kurzer Zeit verlässt der Pascha mit seiner „Außerwählten“ den Dünenkamm und beide stolzieren an den vier liegenden vorbei. Am Rande der Senke paaren sie sich dann mehrfach im Abstand von ca. 20 Minuten. Es ist erstaunlich zu sehen, wie sie nach jedem Paarungsakt erschöpft zu Boden gehen.
Nach einer Stunde reißen wir uns los und fahren in Richtung Twee Revieren. Nach ca. 10 Kilometer treffen wir auf eine einzelne Löwin, die zuerst im Grasland neben der Piste ist und dort anfängt zu brüllen. Danach läuft sie vor uns auf der Piste entlang zu ihren Gefährten. Die Löwin ist deutlich am hinteren Lauf markiert. (Durch andere Beiträge im Forum wurde bereits angesprochen, das mit dieser Markierung „Problem Löwen“ gekennzeichnet werden, die den Park verlassen, in der Nähe von Dörfern/Nutzvieh angetroffen, eingefangen und in den Park zurück gebracht werden.)
Nach weiteren 800 Metern sehen wir die Gefährten dieser Löwin, eine Gruppe mit zwei jungen Männchen und zwei Weibchen. Sie liegen in einer Senke neben der Piste. Da hier viele Fahrzeuge von Twee Revieren stehen, halten wir uns nicht lange auf und fahren weiter zum Camp.
Gegen 08.45 Uhr lassen wir beim botswanischen Grenzbeamten die Pässe ausstempeln und fahren durch das Auob Revier Richtung Mata Mata. Unmittelbar hinter Twee Revieren sehen wir eine einzelne Löwin, die durch die Dünen zieht. Im Auob Revier sehen wir vereinzelte Springböcke, Oryx und Kuhantilopen. Die Tierdichte ist nicht so groß wie im Nossob Revier. Eine Pause machen wir auf dem Rastplatz in der Nähe der Kamqua Wasserlochs. Das Lunchpaket der Rooiputs Lodge ist einer Einrichtung dieser Preiskategorie nicht würdig. Zum Glück haben wir unsere fahrbare Küche. Durch unsere Vorbereitung wissen wir, das sich in der Nähe ein Hyänenbau befindet. Und tatsächlich sehen wir auf dem Dünenkamm vier große Tüpfelhyänen, die im Baumschatten liegen. Interessant wird es, als zwei halbwüchsige und ein sehr junges mit noch dunkler Haut dazu getrappt kommen. Die Erwachsenen erheben sich und das kleine Junge fängt an zu trinken. Für eine kurze Zeit können wir den ganzen Clan beobachten, wobei die Entfernung zur Piste ziemlich groß ist.
Wir fahren weiter und sehen nach einigen Kilometern ein Auto an der Piste stehen. Wir suchen das Umland ab und sehen im Grasland einen Leoparden. Dieser trägt im Maul seinen Riß, eine Wildkatze. Er läuft zu einer großen Akazie, wo er seine Beute ablegt/versteckt und legt sich dann ins Gras – und weg ist er. Die Entfernung war leider sehr groß.
Wir fahren weiter und sehen nach kurzer Zeit weit abseits der Piste Unmengen von Giraffen, die durch das Buschland ziehen. Bei 40 haben wir aufgehört zu zählen. Nick erklärt uns, das vor vielen Jahren in diesem Bereich Giraffen aus dem Etosha angesiedelt wurden und diese dann mit ihrem Nachwuchs diesem Standort treu geblieben sind.
Auf unserer weiteren Fahrt treffen wir auf den Giraffen Riss, von dem uns schon andere Gäste berichtet haben. Zwei ältere Pascha haben vor ca. 14 Tagen die Giraffe gerissen. Der Kadaver liegt ca. 100 Meter von der Piste entfernt im Grasland und wird von einem alten, großen Pascha, der unmittelbar neben der Piste liegt, bewacht. Es sind keine Aasfresser zu sehen. Nur eine alte, kranke Löwin, die sich zum Kadaver schleppt, darf scheinbar von diesen fressen. Die Löwin ist deutlich abgemagert, offensichtlich auf einem Auge erblindet und sichtlich „angeschlagen“. Wir schließen vorsorglich die Fenster, da wir nur 3-4 Meter neben dem Pascha stehen und dieser scheinbar nervös wird. Wir fahren dann auch nach kurzer Zeit weiter, um diese Fürsorge in der Natur nicht zu stören. Es ist unglaublich zu sehen, wie scheinbar ein älterer Löwe für eine „angeschlagene“ Löwin sorgt.
Gegen 15.00 Uhr erreichen wir Mata Mata, das Camp ist wie ausgestorben. Wir tanken und pumpen die Reifen auf. In der südafrikanischen Grenzstation tragen wir uns in einem Buch aus, man will nur wissen, wo wir im Park übernachtet haben. Sonst keine Kontrollen – gar nichts. Da ich die „Beamten“ nicht in ihrer Ruhe stören will und diese sich auch nicht bewegen, öffne ich selbst den Schlagbaum. Nick fährt zu namibischen Seite, wir laufen. Auch auf namibischer Seite alles problemlos, keinerlei Kontrolle, Formulare ausfüllen, Stempel in den Pass und das war`s.
Gegen 14.30 Uhr (durch die Uhrenumstellung am Grenzübergang haben wir eine Stunde gewonnen) rücken wir auf der Torgos Farm ein. Die riesige Farm grenzt unmittelbar an den KTP. Der Platz mit den Chalets ist sehr weitläufig, so dass eine gegenseitige Störung eigentlich ausgeschlossen ist. Einige Chalets haben einen eigenen Grillplatz. Im Hauptgebäude werden wir von zwei Angestellten freundlich empfangen. Unser Chalet liegt oberhalb eines Erdhörnchen -und Fuchsmangustenbau`s. Wir können die Tiere ständig beobachten. Da mein Magen vom Essen in den Ta Shebube Lodges rebelliert, schlafe ich 2 Stunden.
Gegen 18.00 Uhr werden wir im Haupthaus vom Verwalter der Farm, Dan, empfangen. Ein „Südwester“, wie man sich vorstellt – groß, kräftig, sonnengegerbtes Gesicht mit vielen Falten, wachsamen Augen, offen und freundlich. Wir kommen sofort mit ihm ins Gespräch. Das Dinner wird in 3 Gängen serviert, 2 kleine Kartoffelpuffer mit geräucherten Lachs – Reis mit Ragout vom Springbock und Kürbiskuchen – Schokoladenmousse. Sehr, sehr lecker – sowas hätten wir uns in den Ta Shebube Lodges gewünscht.
Neben uns ist noch eine kleine Reisegruppe mit Reiseleiter anwesend. Der Reiseleiter ist sehr mitteilungsbedürftig und erklärt uns, dass er Mitglied im Karnevalsverein in Swakopmund ist. Als er sein Akkordeon holt und uns einlädt am Lagerfeuer mit ihm und seiner Reisegruppe alte „Südwesterlieder“ zu singen, lehnen wir dankend ab.
Wir gehen zurück in unser Chalet, sortieren unser Kleidung – die Reise nähert sich dem Ende – um 20.30 Uhr ist das Licht aus.
Heute haben wir ausgeschlafen, wir öffnen die Tür des Chalet, blicken in einen blauen Himmel und hören die Gesänge der Vögel. Wir stehen um 08.00 Uhr auf, Frühstück haben wir für 09.00 Uhr bestellt. Vor dem Chalet beobachten wir die Fuchsmangusten und Erdhörnchen in ihrem Bau. Über den Sand kriecht ein Riesentausendfüsser, von dem wir auch noch ein Foto schießen müssen.
Am Haupthaus wartet schon Dan auf uns, wir frühstücken mit ihm zusammen und unterhalten uns bis 10.00 Uhr über die Farm, Wasser, Tiere und die Probleme des Alltags. Durch seine offene, freundliche Art ist er uns sehr symphatisch.
Nach einem kurzem Spaziergang verlassen wir gegen 11.00 Uhr die Farm und fahren zu unserer letzten Übernachtung nach Mariental zur Kalahari Anib Lodge. Ein Zwischenstopp erfolgt in Stampriet zur Besichtigung der protestantischen Kirche.
Die Anib Lodge erreichen wir gegen 14.00 Uhr. Die Lodge unterscheidet sich von unseren bisherigen Unterkünften/Camp Site durch ihre Größe, den Baustil und das Publikum. Das Hauptgebäude ist ein Bauwerk aus Glas, Beton, Holz und Stahl und lässt nach unserer Meinung jeglichen afrikanischen Stil vermissen. Durch die weit entfernt liegende Einfahrt zum Gelände ist man im Hauptgebäude über ankommende Gäste informiert und wird freundlich mit entsprechenden Service empfangen. Im Hauptgebäude befindet sich ein gut sortierter Souvenirshop und das Restaurant. Die gesamte Lodge ist mehr auf Reisegruppen als auf Individualreisende eingestellt.
36 Zimmer sind in Bungalows um einen großen Garten mit Pool gruppiert. Als Individualreisender kann man auch einen der 3 abgelegenen Camp Sites buchen, so wie es Ruth und Uwe (Bericht Eulenmuckel) praktiziert haben. Wir hätten diese Variante auch lieber gewählt, haben nun aber Zimmer 24, welches modern und sehr schön eingerichtet ist. Im Baum vor dem Bungalow befindet sich eine große Kolonie Siedelweber.
Neben den Hauptgebäude ist ein zweites größeres Gebäude errichtet. In diesem befindet sich eine Bar mit einem großen Getränkesortiment und zwei Flachbildschirmen, die rund um die Uhr laufen. Einen kleinen Lunch nehmen wir auf der großen Terrasse des Hauptgebäudes. Die Terasse ist von Bäumen eingerahmt. In den Bäumen hängen künstliche Vögel und Nester aus Plaste – in unseren Augen ein „No Go“, der Marketing Verantwortliche sollte bestraft werden.
Game Drive dürfen nicht selbst gefahren werden, man ist auf das Angebot der Lodge angewiesen. Als gegen 15.00 Uhr eine große Gruppe mit einem Reisebus eintrifft, verzichten wir auf einen Game Drive und entspannen am Pool. Der Pool ist eiskalt, wir sind die einzigen Gäste und können uns Liegen und Schirme aussuchen. Etwas abseits der Bungalows befindet sich noch ein warmer Whirlpool, der aber stark frequentiert ist.
Zum Dinner geht es in das Restaurant des Hauptgebäudes, Turnhallen Atmosphäre, Buffet, nichts besonderes. Um 21.00 Uhr liegen wir im Bett. Die Anib Lodge wird sich nicht in unsere Erinnerungen einprägen, wenn buchen, dann die Camp Sites.
02.05. Nach unserer letzten Nacht stehen wir 07.00 Uhr auf, die Siedelweber vor unserem Bungalow machen mächtig Rabatz. Das Frühstück ist besser und umfangreicher als das Dinner. Wir nehmen uns reichlich Zeit, die Mitglieder der großen Reisegruppe müssen schon wieder rennen.
Gegen 09.00 Uhr verlassen wir die Anib Lodge und nehmen die 300 Km bis Windhoek in Angriff. Unser erster Stopp in Windhoek ist die Maerula Mall, wo wir einige Kleinigkeiten kaufen, die wir mit nach Deutschland nehmen. Anschließend zeigt uns Nick das neue pompöse Gelände mit dem Palast des Präsidenten. Das Bundeskanzleramt ist dagegen eine Miniatur, so kann Geld auch verschleudert werden.
Gegen 14.00 rücken wir in Joe`s Beerhouse ein und freuen uns auf leckere Kudu Steaks. Bei Joe`s gibt es immer was neues zu entdecken, wir könnten hier Stunden bleiben.
Gegen 16.00 Uhr lassen wir uns zum Flughafen fahren, Nick muss noch zurück nach Swakopmund. Die Verabschiedung am Flughafen ist sehr emotional. Der Rückflug mit AIR Namibia ist problemlos, wir beenden eine lehrreiche, interessante und Spektakuläre Reise mit vielen Ah`s und Oh`s.
Fazit: 4.300 Kilometer gefahren, 45 Liter Wasser getrunken. Meine Wanderschuhe und Turnschuhe zerschlissen, zum Glück hatte Nick die bestellten „Vellies“ aus Swakopmund mitgebracht, so dass ich mit Schuhen an den Füssen zurück fliegen konnte. Armbanduhr auf der Piste im KTP zerüttelt, Sekundenzeiger abgefallen, Feststellring Camcorder abgebrochen. Katrin hat Ihre Brille verloren. Die Kontakte und Erlebnisse mit den Kindern in Zutswha werden in unserer Erinnerung bleiben.
Tiersichtungen: 43 Löwen 6 Gepard 2 Leopard 1 Karakal 1 braune Hyäne 7 Typfelhyäne 11 Löffelhunde 4 Wildkatzen viele, viele Antilopen (erstmalig Elanantilopen) und Vögel Besonders im CKGR und im KD 2 begeisterte uns die Landschaft.
Zum Abschluss ein Wort in eigener Sache. Wir haben immer die gesundheitlichen Risiken mit entsprechender Vorsorge bei unseren Afrika Reisen bedacht. Aber Leider habe ich die Gesundheit und die kostenlose Vorsorge in Deutschland vernachlässigt. 6 Wochen nach unserer Rückkehr wurde bei mir Krebs diagnostiziert, Tumor im fortgeschrittenen Stadium, so dass nach erfolgreicher OP jetzt eine umfangreiche Chemo erforderlich ist. Dies hätte alles verhindert werden können, wenn ich auch in Deutschland an Vorsorge gedacht hätte. (meine Blutwerte, körperlicher Zustand waren top, keine Schmerzen) Bitte nutzt in Deutschland das umfangreiche Angebot an Vorsorge, so können diese blöden Krankheiten verhindert bzw. rechtzeitig erkannt werden. Die Gesundheit ist unser wichtigstes Gut.