wo sind bitte nur die Tiere vom Delta hingekommen?

9 Antworten · 3'288 Aufrufe · gestartet 06. Nov. 2016 von Joerg
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Themenstarter3'175 Beiträge · seit 200606. Nov. 2016 · #1
Hi @ All!

Nach vielen Jahren bin ich mal wieder uebers Delta geflogen. Von Seronga nach Maun .

Die Erinnerungen an die damaligen Wildsichtungen waren mir noch gut in Erinnerung.

Tja diesmal totale Fehlanzeige. Kein einziges Hippo war zu sehen, nur vereinzelt Elefanten und nur eine Herde Bueffel. Es war erschreckend zu sehen dass nichts mehr da ist.

Dasselbe habe ich dann auch noch im Moremi erlebt. Hier habe ich auch 24 Stunden gamedrive , das gesehen was ich im Caprivi an einem Tagesdrive sehen kann. Ok abgesehen von den Loewen.

Schon schockierend wenn man sehen muss dass das ach so gepriesene Botswana , genauso klaeglich in der Wilderer bekaempfung versagt wie alle anderen.

Warum bekommt man das eigentlich nicht in den Medien mit????

Schoenen Sonntag

Gruesse aus Katima Mulilo

Joerg
Gruss Joerg Es gibt NIX, das es nedd gibt
466 Beiträge · seit 201006. Nov. 2016 · #2
haben wir nicht schon vor ein paar Monaten hier im Forum lesen müssen dass selbst die Blackpools am SouthGate trocken gefallen sind und die meisten Hippos dort verendet sind? Das läßt natürlich Rückschlüsse zu auf die Gesamtwassersituation im Delta...
Kein Wunder dass du kaum Tiere siehst Jörg, aber ich denke nicht dass daran die Wilderer schuld sind...trotzdem, bedrückend!

Grüßle
Frank
immer wieder gern im südlichen Afrika unterwegs...
1'166 Beiträge · seit 200806. Nov. 2016 · #3
Hallo Jörg,

Ende Mai waren sie noch alle da:

DSC_8794.JPG


DSC_8817.JPG


Die Punkte im Hintergrund sind Lechwe-Antilopen.

Die Tierdichte empfand ich im Moremi bei meinen Besuchen (2009, 2012, 2015 u. 2016) noch nie besonders hoch verglichen mit Etosha oder Chobe Riverfront. Vielles ist auch tagesabhängig (was du sicher weisst). Dieses Jahr hatten wir um Xakanaxa am ersten Tag kaum Tiere (außer Paviane un Impalas). Am nächsten Tag war von der Campsite bis zu den Paradise Pools "alles" voller Elefanten. Es wurden auch Löwen und ein Leopard gesichtet (allerdings nicht von uns).

Die Xini Lagune war Ende Mai trocken und es gab keine Tiere. Die Black Pools hatten noch ein wenig Wasser, sodass noch Tiere anwesend waren (u.a. eine große Büffelherde).

Grüße
Axel
Solo die zweite 04/19 - Namibia-Teil Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Botswana / Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Namibia Rastlos durchs Kaokoveld und Damaraland ... (2017) Stippvisite im Damaraland und Kaokoveld (2016)
zuletzt bearbeitet 06. Nov. 2016
487 Beiträge · seit 201206. Nov. 2016 · #4
Die Böden waren im Juli schon viel zu trocken, selbst in Wassernähe gab es zu wenig Grass. Da kann man nur auf Regen hoffen.
www.save-wildlife.org www.sptr.de
Themenstarter3'175 Beiträge · seit 200607. Nov. 2016 · #5
Hallo und danke fuer die Antworten.

Als ich aus Moremi rausgefahren bin traf ich ein Research Auto und sprach natuerlich die Insanssen an.

Sie machten eine STudie ueber Wildehunde. Auf meine Frage sagten sie , dass das was ich gesehen habe der normalitaet seit 5-7 Jahren entspricht . Da ich aber die Zahlen mit 1991,1995 und 1998 vergleiche, da gaben sie mir recht, dass es heute ueber 50% weniger Tiere hat als damals und die waere auf die Wilderei im Westen vom Delta zurueckzufuehren.

An der Waterfront sieht man heutzutage auch nur noch viel weniger als frueher.

Zur Zeit sterben die Elefanten, da sie aus Verzweiflung giftige (immergruene) Buesche fressen.

Alles was mich wundert ist nur dass dieser eklatante Rueckgang der Tiere nie erwaehnt wird und es immer nur heisst Botswana beschuetzt seine Tiere wie sonst kein Land!!! Das ist definitiv nicht der Fall.

@aos , ich spreche nicht ueber eine Handvoll Tiere, das ist NIX!!!
Gruss Joerg Es gibt NIX, das es nedd gibt
55 Beiträge · seit 200907. Nov. 2016 · #6
Hallo Joerg,
Waren jetzt im Okt. im Caprivi. Im Nkasa Rupara ( Mamili), den namibischen Teil des Deltas, konnten wir fasst keine Tiere finden. Kein Wasser bis hin zum Linyanti. Alles strohtrocken. Wir halten die Daumen für ausgibigen Regen.
Walter
Am Linyanti
P1010384.JPG

Da ist normalerweise Wasser
P1010317.JPG
1'166 Beiträge · seit 200807. Nov. 2016 · #7
Naja, sind immerhin über 40 Elefanten auf dem Bild und einige hundert Lechwe-Antilopen. Beim Rundflug haben wir mehere Hundert Elefanten gesehen. Der Verlgeich zu den 90er fehlt mir allerdings.

Grüße
Axel
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1'723 Beiträge · seit 200908. Nov. 2016 · #8
ich war nie in den 90er jahren in botswana .. kann also nur von den letzten 5 jahren sprechen.

Der status quo heute ist sicherlich schlimmer als noch vor 3 jahren bezueglich der fuerchterlichen duerre ..

allerdings, naja Joerg, du laesst ja nun auch keine Gelegenheit aus, um gegen Botswana zu pesten. Meines Erachtens sieht es woanders gerade auch nicht rosig aus. Im Kruger sterben 80 Hippos am Tag, und das seid ein paar monaten. Die Population wird sich da auch zusammengeschrumpft haben. Ebenso fuer die Elis ..
Kein wasser, kein gras ..

Im August im Kruger sah es aus wie in einer Mondlandschaft, alles andere als schoen und auch die tiere waren in bitterlichem Zustand. . Auch wenn es jetzt endlich ein paar tropfen geregnet hat, wird das sterben wohl so weiter gehen..

und wenn sie nicht natuerlich sterben dann wird gecullt, was vielleicht sogar die bessere Alternative ist .
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
1'723 Beiträge · seit 200908. Nov. 2016 · #9
und ich fuege noch kurz an .. Als wir vor 8 oder 9 jahren das erste mal im Etosha waren haben wir so gut wie gar keine tiere gesehen. manchmal ist es einfach auch glueck .. oder pech
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
Gast08. Nov. 2016 · #10
Joerg schrieb:
Alles was mich wundert ist nur dass dieser eklatante Rueckgang der Tiere nie erwaehnt wird und es immer nur heisst Botswana beschuetzt seine Tiere wie sonst kein Land!!! Das ist definitiv nicht der Fall.

@ Wildern
Hallo Jörg, also wenn du mit deinen Insiderkenntnissen und -Kontakten nichts Verlässliches darüber weißt und sagen kannst, ist alles andere Spekulation....und das ist keines Falls ironisch gemeint.
Aber vielleicht war das Jagdverbot doch keine so gute Idee? In der BW-Presse wurde/wird öfters geschrieben, dass der Schuss nach hinten los gehen könnte bzw. geht.
@Trockenheit, Bestände udgl.
Soweit man den Berichten trauen kann, hat der starke Rückgang bei Antilopen und Zebra bereits vor 10 bis 20 Jahren begonnen bzw. stattgefunden, also noch in Zeiten, also die Wilderei (angeblich) im Griff war. Starken Zuwachs gab es aber bei Elefanten, Hippos, Büffel. Dass das i. A. aber besonders in Trockenperioden zu einem Verdrängungswettbewerb zu Gunsten der "Großen" führt erschiene mir logisch und es wundert mich als Laie, dass hier kein Zusammenhang gesehen wird.
Grüße
zuletzt bearbeitet 08. Nov. 2016